Die Gutachterlüge

14.03.2011

Die Gutachterlüge
— oder—
Dieses Salz aus den Augen brennt sich in meine Lippen
aber
dort
schmecke ich braune Erinnerung.
“Sie müssen nicht ins Detail gehen”sagte der Gutachter.Ich wollte aber—ich wollte sagen,warum ich noch leide und unter was.
An diesem Tag machte der Gutachter sechs Gutachten—für mich hatte er zwanzig Minuten—nein,da konnte ich nicht ins Detail gehen.Das Gutachten fertigte er aus einer Abschrift,die viele Jahre alt ist.Ein eigenes Bild,nein, ein eigenes Bild hat er sich nicht gemacht.Ich denke ständig daran was ich ihm sagen wollte,warum ich mich so schrecklich fühle.Ich berichtete von meiner erneuten Anzeige,aber das Amt hatte sie nicht mitgeschickt.
In dieser Anzeige berichte ich,wie mein Erzeuger oft mit mir in den Wald ging.Der Weg schien nicht zu enden und ich höre noch—wie er sagt—”erzähl der Oma nichts,ich mach sie tot”.Ich wollte nicht dass Oma tot ist.
Wenn wir weit genug gegangen waren,setzte er sich in die Hocke und erledigte sein großes Geschäft.Danach setzte er sich genau daneben und ich musste sein großes Geschäft zu mir nehmen.Ich sollte schmecken was er gegessen hatte und es ging so schwer in mich hinein.

Ich weiß nicht mehr wie Zucker,Salz,Schokolade oder Nüsse schmecken.Ich schmecke noch immer sein großes Geschäft.Das wollte ich dem Gutachter sagen,aber zwanzig Minuten reichen nicht.Später las ich das Gutachten—er hatte in der kurzen Zeit meine Reflexe kontrolliert und in dem Gutachten beschrieben,aber er hat mich nie berührt.

Auch vom kalten Loch wollte ich berichten.In diesem Loch sass ich ohne Wasser und trank mich.
Ich habe meine Empfindungen in einem Film zum Ausdruck gebracht,weil reden nicht immer geht.Ich glaube jetzt kann ich es hier lassen.
http://www.youtube.com/watch?v=fTzpZNZYWXI
Die Bestie Mensch kennt keine Grenzen

Ich darf es hier lassen und kämpfe weiter—was denn sonst ? Sascha

9 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Unfaßbar aber wohl gängige Praxis !

    Polizei und Staatsanwälte und Richter sind auch überlastet und beschäfigen sich anscheinend nur kurz mit den Fällen.
    Da kommen manchmal merkwürdige Urteile.

  2. hildegard schreibt am :

    … woher kommt dieser Hass gegen Kinder – wieso diese Exzesse – weshalb dieser Vernichtungswillen – warum diese Zerstörungswut …?

  3. Sascha schreibt am :

    —immer wenn ich etwas schnell hinter mich brachte,war das nächste Spiel so wie er es nannte noch grausamer.Heute weiß ich,dass er spüren wollte oder musste wie weit er gehen kann und wie groß seine Macht ist…sonst hatte er keine.Die Nah-Tod-Erfahrung habe ich lernen müssen.Nur einmal sah ich auch die Angst in seinen Augen—er hatte Angst vor Schmerzen,denn er musste zum Zahnarzt.Das war ein schöner Tag,denn ich hatte Ruhe.
    Warum ?—bei ihm war es die grenzenlose Macht,aber er konnte tun,denn keiner hielt ihn auf Hildegard,keiner hielt ihn auf—obwohl alle wussten—ich klage an ! Sascha

  4. hildegard schreibt am :

    @ Sascha … die Angst vor Schmerz = Ursache für Gewalttätigkeiten? Schwächere leiden lassen, und sei es das eigene Kind? Erlittener Machtmissbrauch lässt Täter Verbrechen an Hilflosen verüben?

    Gewalt lähmt die Umgebung. Mitwisser packt das Entsetzen. Schweigen verschlimmert. Abhängigkeit wird zur tödlichen Gefahr. Kollektives Wissen verdrängt ins „Kollektive Unbewusste“ …

    Wenn es sich so verhält – und so oder ähnlich haben wir das alle überlebt – dann ist die Zeit jetzt reif für ein ‚Bündnis gegen Gewalt‘, die bewusste Entscheidung für mitfühlendes Tun und ganzheitliches Denken …

  5. Eike schreibt am :

    Man mag nicht glauben, dass solche Gutachten in Deutschland rechtmäßig erstellt werden dürfen. Immer geht es um den Profit, selbst wenn dabei Menschen wie Sascha, die das reinste „Grauen“ erlebt haben, nochmals ohnmächtig werden.

    Zu dem wozu der Erzeuger Sascha gezwungen hat, dachte ich:
    ´Er scheidet seinen inneren seelischen Ballast, Müll/Unrat der Vergangenheit und/oder Gegenwart aus, sein Kind soll diesen Ballast zu sich nehmen und seine Ohnmacht schmecken bzw. fühlen´. Vielleicht sehe ich das falsch, aber das war mein erster Gedanke. Auf jeden Fall war es der absolute Horror!!

    Ich bin geschockt darüber, was Menschen ihren eigengen Kindern antun können!

  6. Hubert schreibt am :

    Ein Gutachten, daß offensichtlich nicht dem Menschen gerecht wird, sondern den wirtschaftlichen Interessen einiger Institutionen.
    Somit ist das zweifelsohne ein unmenschliches Gutachten.
    Unverantwortlich und pervers ist das!
    Und erstaunlich, daß sich dazu immer wieder Menschen kaufen lassen.
    Wo leben wir? Mittelalter?

  7. Sascha schreibt am :

    Hallo Hubert,
    was man mit uns macht ist eine erneute Vergewaltigung an unserer Seele.
    Nicht nur das Gutachten ist falsch,denn in meinem Fall fiel die Vorentscheidung schon vor dem Gutachtertermin.Mein Antrag wurde pauschal abgelehnt.Ich habe mir heute die Mühe gemacht aktenmäßig etwas zusammenzufassen.Nachzulesen im Blog
    http://flugbegleitung.blogspot.com
    Man hat mich einfach hingehalten.
    Das lässt mich so verzweifeln….Sascha

  8. hildegard schreibt am :

    In angeblich „christ“lich geprägten Regionen dieser Welt schlichen klammheimlich über Jahrhunderte – ganz machtmenschlich! – sich Verfälschungen an der ursprünglich guten Botschaft ein …
    Wir alle wurden mehr oder weniger geprägt von diesem inzwischen ausgewachsenen Etikettenschwindel, der dank Demokratie und Internet gerade an sein Ende kommt. Das ist gut so für die Zukunft – nicht nur für diesen Kulturkreis, wie wir gerade ahnen dürfen …
    Weltweit konnte Unterdrückung und Unterwürfigkeit nur durch das Brechen der Natur von Menschen (und Tieren!) geschehen. Kleine Menschen lernen Gehorsam, Gebet, Fleiß. Machtmissbrauch verkehrt Tugenden in Zwänge. Süchte und Seuchen auf der einen Seite erzeugen Leiden und Schweigen auf der anderen Seite der Macht.
    Machtmissbrauch muss aufgedeckt werden, wenn Gewaltverzicht möglich sein soll. Da braucht es noch gewaltige Anstrengungen von oben und unten.
    Packen wir es an – mit unserem Bündnis gegen Gewalt!

  9. Sascha schreibt am :

    Packen wir es an Hildegard !

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