„Das waren lauter Märchen“

30.03.2011

Deutschlandradio Kultur 30.03.2011

Früherer Lehrer kritisiert die Reformpädagogik an der Odenwaldschule
Salman Ansari im Gespräch mit Ulrike Timm

Im Frühjahr 2010 flog der Skandal an der Odenwaldschule auf. In den 1970er und 1980er Jahren waren dort mindestens 132 Schüler sexuell missbraucht worden. Salman Ansari glaubt, dass der reformpädagogische Ansatz auch dazu benutzt wurde, um den Missbrauch zu verschleiern.

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8 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    In Frankreich gibt es das Gesetz:

    „Zivilrechtliche Auflösung von bestimmten juristischen Personen“

    Artikel 1

    Die Auflösung jeglicher juristischen Person, wie immer auch ihre juristische oder tatsächliche Form sei, welche Aktivitäten verfolgt, die zum Ziel oder als Ergebnis die Erzeugung, die Aufrechterhaltung oder die Ausnützung einer psychologischen oder physischen Unterwerfung von Personen haben, die an diesen Aktivitäten teilnehmen, kann nach den Bestimmungen dieses Artikels, sei es in juristischer Form oder objektiv, verhängt werden, wenn gegen diese juristische Person selbst oder ihre juristischen oder tatsächlichen Leiter rechtskräftige Strafen wegen einer der im Folgenden genannten Vergehen verhängt wurden:

    http://griess.st1.at/gsk/frgesetz.htm


    Wäre es nicht angebracht ein Gesetz einzufordern für Schulen ( juristische Person ? ), bei denen eine große Anzahl von sexueller Gewalt oder anderer Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stattfand, dass eine Schließung möglich macht, auch wenn alles verjährt ist ?

  2. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Für mich waren das 1.Lügen um seinen sexuellen Vorlieben nachzugehen und 2.wieder Lügen um sich als Mitwisser zu schützen indem man behauptet man habe nichts bemerkt und die schüler hätten nichts gesagt.Wäre bzw. würde das alles rauskommen wäre die „Elite“ samt pädagogischer „Elite“ wie Dominosteine(analog Finanzkrise Banken nach lehmann-pleite) gefallen.Der gute Ruf.die Machtposition,die Karriere,die Beamtenpension etc. alles plötzlich dahin!!!!!!!!Das trifft wohl auch auf die Eltern der schüler zu die ihre kinder den Pädosexuellen an der Odenwaldschule aussetzten statt sie zu schützen.Da existiert auch noch heute eine geschlossene Schweige-und Lügenfront.Das alles als Märchen“ zu betitulieren ist zynisch.Aber immerhin herr ansari steht wenigstens heute bzw. seit 1998 zu den Opfern sexueller Gewalt an der Odenwaldschule und leugnet nicht bzw. verharmlost wie viele andere die sich dort an den kindern auch als mitwisser und weggucker für alle Zeiten im wahrsten Sinn des Wortes versündigt haben und ihre fehler nicht eingestehen wollen was das mindeste wäre.

  3. Simone schreibt am :

    Ich frage mich schon lange, warum die Odenwaldschule noch nicht geschlossen wurde und was Eltern bewegt, ihre Kinder in eine Schule mit so grauenhafter Vergangenheit zu schicken. Man müsste doch befürchten, dass das eigene Kind Übergriffen ausgesetzt ist.

  4. ludmilla schreibt am :

    @Simone-das fragte ich mich auch immer wieder…

  5. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Die Odenwaldschule hätte man schon vor 30 Jahren scliessen müssen.Was Eltern heute bewegt ihre kinder an die odenwaldschul ezu geben ist mir auch unbegreiflich.Ich denke aber dennoch das die schule in absehbarer zeit geschlossen wird.

  6. Eva schreibt am :

    Da wurde doch über jahrzehnte ein Kinderbordell betrieben.Die Namen der Betreiber kann man unter anderem in dem Buch „Sündenfall“ von Christian Füller nachlesen.Pädosexuelle Gewalt gehört an der Odenwaldschule zum pädagogischen Programm.

  7. Wenn die Odenwaldschule , oder andere Mißbrauchsorte geschlossen
    würden, müssten Jugendamtmitarbeiter, Diakonie-Amtsvormünder,
    Kinderheime, Erzieher und Betreuer, Verfahrenspfleger und selbsternannte Psychologen ohne Diplom, ohne med. Sachverstand,
    (derzeit aktuell aktiv in Gewaltverleugnung, Gewaltbagatellisierung)
    ebenfalls entlassen werden.
    Die Arbeitsplatzschaffungen der letzten Jahre wären hierdurch wieder
    gefährdet. Kindesleid und Opfer häuslicher wie institutioneller Gewalt
    beschäftigen derzeit Richter , die NEBEN dem Grundgesetz ihre freie Meinung finden, um die guten Wirtschaftsprognosen nicht zu gefährden.
    Deutschland hat schon immer Opfer geschaffen und erst in der Folge VERGANGENES öffentlich gemacht. Vergangenheitsbewältigungsstrategie ist immer ein gutes Argument
    für Richter, Politiker, Jugendämtern
    um vom aktuellen Kindeswohlgefährdenden Verhalten effektiv abzulenken.

  8. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    @kathrin:Es geht eben auch um viel Geld und um Arbeitsplätze für eine bestimmte Klientel und die Ware „Kind“.

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