„Report“: Tausende Babys in Heimen misshandelt

12.04.2011

nachrichten.t-online.de 11.04.2011

Schwere Vorwürfe gegen Caritas und Diakonie: In ihren Säuglingsheimen sollen zwischen 1949 und 1975 bundesweit tausende Babys misshandelt worden sein, wie das ARD-Magazin „Report Mainz“ berichtet. Überforderte Helferinnen hätten die Säuglinge angebunden und mit Medikamenten ruhig gestellt.

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7 Kommentare

  1. Anna M. schreibt am :

    Was soll das heißen „Konkrete Erkenntnisse über Misshandlungen speziell von Säuglingen gebe es aber nicht.“
    wenn im nächsten Satz berichtet wird, daß die Babys an Händen, Armen und Beinen an die Gitterstäbe angebunden wurden! Das WAREN definitiv Misshandlungen!!! Ebenso wie die medikamentöse „Ruhigstellung“.

    Unfaßbar.

  2. hildegard schreibt am :

    Verantwortung für den Macht-Missbrauch von Ärzten, Schwestern und Angestellten trägt die TRÄGERschaft, sei es Kirche, sei es Staat …

    Wann je wäre ein Verantwortlicher aufgestanden und hätte seine eigenen Anordnungen und Befehle auch nur in Frage gestellt – geschweige denn als seine EIGENE VERFEHLUNG bekannt?
    Schon die Missmanagements und Misshandlungen in dieser Zeit sind als GROBE MENSCHRECHTSVERLETZUNG einzustufen.
    Kein Wunder also, wenn diese angeordnete Gewalt in der Nachkriegszeit immer schlimmere Formen und dieses erschreckende Ausmaß annehmen konnte …

    Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass infolge dessen sich schleichend dieses Denken und Tun in allen Teilen der Gesellschaft ausbreiten konnte? Gewalt war auf diesem Weg ’normal‘ geworden, zumal sexualisierte Gewalt – – in Kriegen legalisiert!
    Wie hätte diese Entwicklung verhindert werden müssen?
    Noch heute warten wir auf ein PERSÖNLICHES Bekenntnis aus staatlichen und kirchlichen Obrigkeiten. Wo bleibt das Wort ICH – wo es um große Schuld geht und Sühne? Bekenntnisse sind offenbar nicht machtkompatibel …

  3. Simone schreibt am :

    In der DDR war es üblich, unruhigen Kindern Beruhigungstropfen zu geben. Das wurde in Kinderkrippen, Kindergärten und sogar zu Hause gemacht. Das Medikament war Sinophenin, hier unter dem Namen „Atosil“ bekannt.Normalerweise verabreicht man dieses Medikament alten, verwirrten Menschen zur Beruhigung. Genauso wie das Medikament „Dipiperon“. Das gemeindschaftliche Sitzen auf dem Topf, manchmal stundenlang und Zwangsfütterungen bis zum Erbrechen sowie Anschreien und Schlagen, kenne ich aus meiner Kindergartenzeit. Für die Erwachsenen war das anscheinend „normal“, denn es hat niemand etwas dagegen gesagt.

  4. Angelika schreibt am :

    Die Nazis haben nach dem 2.Weltkrieg die Erde nicht verlassen mit ein em Raumschiff .Es fand auch keine Umerziehung statt. Die Amtskirchen und die Parteien wollten ungestört alles beim Alten belassen,weil sie selber zu den Tätern gehörten. Diese „lebensunwerten Machtherrscher“wollten nie einen demokratischen Staat. Sie arbeiteten jahrelang an ihre eigene Selbstzerstörung hin und „töteten „somit alles Lebendige um sich herum. Gleichgültigkeit ist die Kraft, die alles zerstört.So wurden die Säuglinge schon im Säuglingsalter diffamiert und menschenunwürdig behandelt.Diese Kinder hatten einen schweren Lebensweg zu gehen bzw.sie starben sehr früh und sie mußten ihre Wertigkeit in der Gesellschaft sich hart erarbeiten.
    Die entseelten Beamten tragen jetzt die volle Verantwortung für ihr nicht gelebtes Leben und für ihre anvertrauten Lebewesen,die sie nicht haben und nicht annehmen konnten,weil sie sich selber ablehnen.
    Ihnen war und ist weiterhin ihre eigene Versorgung wichtig. Alles andere ist ihnen gleichgültig.

  5. hildegard schreibt am :

    @ Angelika
    … diese triste Psycho-logik ist es genau, die uns allen zum Elend wurde:
    Täter konnten die eigene Schuld nicht annehmen, konnten die eigene Würde nicht wieder herstellen, konnten sich selber nur noch verachten …
    Sie ließen alle so genannten Werte fallen, fielen selbst immer tiefer, zogen ihre Schützlinge in ihre Abgründe hinab, zerstörten alles Lebendige …

    Beenden werden wir diese Gewaltspirale – den Ausweg wird es geben und wenn VIELE mit suchen, werden wir ihn finden. – Was bisher geschah, war NICHT „normal“, es ist nicht normal und es wird NIE normal sein!

  6. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Sicherlich muss man das auch alles als Folge des unseeligen Geistes des Nationalsozialismus sehen und der damit verbundenen gefühlskälte und brutalität -auch an der Odenwaldschuke wenn man ehrlich ist.

  7. marga 2 schreibt am :

    Abgründe tun sich da auf. Abgründe.

    Und die Kirche bzw. ihre Repräsentanten wandeln wieder einmal frömmelnd daher in roten Gewändern und wissen von nichts.
    Wahrscheinlich ist es wieder die böse Presse oder die bösen Atheisten, die solche „Unwahrheiten“ verbreiten.
    Wenn man nichts zugibt ist ja immerhin noch die Möglichkeit, daß der ganze Mißstand wieder vergessen wird.
    Die Bande ist verbrecherisch – es ist nicht mehr zu leugnen.

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