7 Kommentare

  1. Caro schreibt am :

    Ich schaff das einfach nicht, diese Formulare auszufüllen …

  2. Zeitzeuge schreibt am :

    Das Wedeln mit der schnellen Entschädigung ist doch nur ein Versuch das missliebiege Thema schnellstmöglich aus der Öffentlichkeit zu schaffen. Sobald gezahlt ist kann man darauf verweisen, dass das Thema erledigt ist.
    Die Betroffenen der Patres der Herz-Jesu-Missionare im Johanneum Homburg Saar wollen nach mehr als einem Jahr Bitten um adäquate Aufklärung endlich die Möglichkeit eines unabhängigen, umfassenden und ordnungsgemäßen Berichtes, der diesen Namen auch verdient.
    Als Missbrauchsbeauftragter des Ordens wird aktuell ein Pater präsentiert, der weder bereit ist seine eigenen Qualifikationen zu benennen, noch die Fachleute, mit denen er angeblich zusammenarbeit, soviel zur Transparenz.
    Vergessen zu erwähnen hat er auch, dass er sich als Mitglied des Provinzkapitels des Ordens mit den anderen Teilnehmern GEGEN eine weitere Aufklärung ausgesprochen hat.
    Die nötige Distanz zu den Tätern und Verantwortlichen hat er auch nicht, da er selbst dort zur Schule und ins Internat ging, sowie bei dem mittlerweile als Verantwortlichem Internatsleiter suspendierten Kurat Jugendarbeit gemacht hat…
    Und das soll ein glaubwürdiger Ansprechpartner für Missbrauchsopfer sein?

  3. hildegard schreibt am :

    @ Caro:
    Hier wurde Hilfe versprochen:
    http://www.juraforum.de/recht-gesetz/staerkung-der-rechte-fuer-opfer-sexuellen-missbrauchs-352973 23.3.11
    u.a.
    • „Opfer sollen besser über ihre Rechte informiert und beraten werden. Erwachsene, die als Kinder oder Jugendliche Opfer von Sexualdelikten geworden sind, sollen in weiterem Umfang als bisher unabhängig von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen einen für sie kostenlosen Opferanwalt in Anspruch nehmen können.“

  4. Michael Lehmann schreibt am :

    @Zeitzeuge, wie heisst dieser Mann?

    Das erinnert alles sehr an den ehemaligen Erzieher des Aloisiuskolleg, der damals Schüler, über die er sich wegen kleiner Streiche geärgert hat, an den lokalen Chef-Pädofilen ausgeliefert hat, diesen auch beerdigt hat und ihn heute noch öffentlich seinen ´geistigen Mentor´nennt, aber gleichzeitig im Fernsehen das ´Wort zum Sonntag´ spricht und zum Stab des ´Missbrauchsbeauftragen´-Bischof Ackermann in Trier gehört..

  5. Zeitzeuge schreibt am :

    @Michael Lehmann,
    es ist nicht der Monsignore! Dessen Äußerungen im Bistum Trier über seinen „geistigen Mentor“ haben für sehr viel Unmut gesorgt und sind nicht nur für mich bezeichnend, wie versucht wird das Thema Missbrauch als abstrakt nicht akzeptabel zu bezeichnen, aber in konkreten Fällen für die Täter jegliche Ausflüchte gelten zu lassen…
    Zur Zeit ist es wohl so, dass die Bevölkerung ein sehr viel besseres Gespür dafür hat, was moralisch vertretbar ist und was nicht, als die Vertreter der Kirche!
    Nicht umsonst verzeichnet das Bistum Trier mithin die höchsten Austrittszahlen aus der katholischen Kirche.

  6. prof.dr.gernot lucas schreibt am :

    lieber michael lehmann, ich wollte hier eigentlich auch meinen betroffenen-frust noch einmal loswerden, … aber mir dreht sich der magen um ob solcher erneuten und andauernden arroganz und unverfrorenheit der jesuiten und der kirche. unsagbar ! das lucaskann man nicht mehr in adäquate worte fassen.
    prof.dr.gernot

  7. @ Caro

    habe das Formular nach meinem Kopf ausgefüllt.
    Was mir nicht möglich war haben ich offen gelassen.
    Seite 8 habe ich nicht unterzeichnet, auch das nicht wo ich auf andere Entschädigung etc. zu verzichten haben soll ,wenn die etwas Kirche zahlt.
    So etwas zu unterschreiben kann ich mir nicht leisten.
    Wie soll ich mit einem lebenslangen Traumata behaftet auf weitere Ansprüche verzichten? Mal ganz ehrlich gefragt passt das zu den Glaubensgrundsätzen der Kirche das ich mein Alter in Krankheit und Armut zubringen soll, entstanden durch den Seelenmord.

    NEIN schreit alles in mir laut auf!

    Mein Termin mit dem Beauftragten wird Anfang Mai sein:

    Ich werde Ihm meine Wünsche unterbreiten.
    Ich fordere die Anerkennung der Taten an mir.
    Ich fordere eine Abschlagzahlung, in Anerkennung des Leids und lasse weitere Möglichkeiten für weitere Forderungen offen für mich.

    Wäre die negative Reaktion angemessen der Taten an den Opfern, wären die Kirchen am brennen.

    Forschungsprojekte sollen in Auftrag gegeben werden, damit soll geklärt werden welches Aktenmaterial gesichtet werden soll. Schoen endlich die Wahreheit zu lesen, das es seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrunderten Aktenmaterial gibt, in welchem dokumentiert wurde welches Unrecht den schutzbefolenen Lämmern in der katolischen Kirche angetan wurde. Davon steht nichts für eine Seeligsprechung. Das die Täter verwaltet wurden, die Gemeinden niemals informiert, welchen Wolf im Schafspelz sie erhielten, wenn ein Täter erst einmal aufgeflogen war, und innerhalb der Kirche in eine andere Gemeinde versetzt wurde, halte ich für zutiefst verwerflich. Das die Kirche Kenntnis von dem Unrecht hatte jedoch bisher nichts für die Opfer getan hat, schreit laut zum Himmel. Da wird sich jetzt geziert um Zahlung von Trinkgeldern für zerstörte Leben. Selbst für eine verunglückte Frisur oder verunstaltete Fingernägel sind schon ähnliche Beträge als Schmerzensgeld üblich. Den Antrag selbst zu stellen, welcher formuliert wurde “ in Annerkenung des Leides “ empfinde ich schon fast als eine Tortur. Da soll zuerst der gesamte Tathergang geschildert werden. Es soll eine Erklärung unterzeichnet werden, das mit einer Zahlung maximal von 5000,-€ und einer Therapie im Wert von 5000,- € alle Forderungen abgegolten seihen. Nun mal ganz ehrlich gefragt was geschiet mit einem Opfer das dies unterzeichnet in der Zukunft? Mit einem Opfer das bei wiederholter frühkindlicher Traumatisierung wiederholter sexueller Gewalt, hierdurch beeinträchtigungen der kindlichen und jugendlichen Entwicklung sowie in sozialen und beruflichen Belangen, in der Berufsfindung und Entwicklung lebenslang Behindert war und bleibt. Was soll mit einem Menschen geschehen der finazielle Einbußen bis zur Existensgrenze und letztendlich Frühberentung. Ich halte deshalb einen wesentlich höheren finanziellen Ausgleich für angemessen. Es muss eine dem negativen Eingriff in mein Leben entsprechende, positive finanzielle Veränderung geben in meinem Leben. Das sage ich als Opfer von sexueller Gewalt als Kleinkind. Ich halte deshalb eine wesentlich höheren Ausgleich wegen der erlittenen seelichen Verletzungen, die verloren gegangene Lebensfreude, die mir entstandenen finanziellen Einbußen und eine weiterhin bestehende Schwerbehinderung, für angemesen.

    Allein der der Weg um die Geste der Anerkennung der Taten, ist mehr als dornig. Die Kirche scheint äusserlich großzügig mit der Übernahme der Therapiekosten, die angebotene Summe reicht aus für einen Therapieblock von ca. 2 Jahren. Was dann ich arbeite bereits seit 19 Jahren an meinen Traumata. Wer zahlt denn nun die Zeche für ein verpfuchtes Leben, für mein verpfuchtes Leben?

    Das Leid wurde von mir bereits bei einem Termin im letzten Jahr im Ordinariat in Limburg geschildert und dokumentiert.
    Noch einmal das alles traumatische erzählen, durchleben, Tage lang, Wochen lang wieder retraumatisiert sein. Wieso zahlen die Opfer ständig einen neuen Preis die Kirche bis dato garnichts?

    Ich möchte mich nicht an einem neutralen Ort treffen mit dem Missbrauchsbeauftragten, ich wünsche mein Treffen hiesigen Pfarrhaus, ist in meinen Augen das Pfarrhaus auch der richtige Ort, denn wenn die Räume der Kirche gut genug waren für das erlittene Unrecht, dann sind die Räume der Kirche für mich auch der rechte Ort für ein klärendes Gespräche oder Absprachen.

    Das die Akteneinsicht noch verweigert wird erscheint mir einfach unglaublich, und lässt bei mir den Gedanken aufkommen das Täter weiterhin dukeln munkeln dürfen, und die Opfer noch immer ungeschützt da stehen. Ein bisschen gerade stehen gibt das nicht, ein bisschen aufklären, für Fehler einstehen, ein wenig gerade stehen, darf es meiner Meinung nach auch nicht geben.

    Damit macht die Kirche, sich und Ihre Glaubensgrundsätze, in meinen Augen unglaubwürdig.

    Nicht umsonst verzeichnet die katholische Kirche weiterhin neue Austrittszahlen.

    Die Kirche war nicht nur 2010 in einer Kriese, die katholische Kirche ist in einer Kriese auch 2011 und weiterhin, solange wie mit den Opfern noch immer nicht fair umgegangen wird, was deren Forderungen angeht.

    “ SAGT ES LAUT “

    Pia Survivor

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