Es fehlt die Augenhöhe

21.04.2011: ZDF Morgenmagazin

ZDF Morgenmagzin 21.04.2011


Zitat Norbert Denef:

„Es wird nicht mit den Betroffene, sondern über die Betroffenen geredet. Es fehlt die Augenhöhe mit den Betroffenen. Und, die Betroffenen sollen wieder zur Ruhe gebracht werden – das ist das Thema.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Verjährungsfrist aufgehoben wird damit man wirklich aufklären kann.“

Zitat Bischof Ackermann:

„…Wenn Herr Denef sagt, es wird nicht auf Augenhöhe gesprochen, dann möchte ich einfach daran noch erinnern, dass die Opfer jetzt ja auch am Runden Tisch vertreten sind. Ich selber habe mich schon mehrfach und da bin ich nicht der einzige Bischof, mit Opfern getroffen um auch zuzuhören, um zu fragen, was können wir lernen aus dem Schlimmen was ihnen angetan worden ist, damit das nicht mehr passiert….“

17 Kommentare

  1. astrid schreibt am :

    Tja, wie immer, wenn es ums Thema geht: 30 Sekunden für das Statement von Betroffenen; 8 Minuten für den Herrn, der die Täterinstitution repräsentiert. Nun ja, wobei 30 Sekunden für Betroffene, das ist wohl schon ein Fortschritt. (Und schwupp: Die Betroffenen am runden Tisch, von denen ein paar Handverlesene mal auftauchen durften: Schon vereinnahmt. „Wir reden doch mit Betroffenen“)

  2. Anna M. schreibt am :

    War ja klar, daß jetzt behauptet wird, die Betroffenen seien am runden Tisch vertreten! Dem ist NICHT SO! Es gibt lediglich eine kleine Arbeitsgruppe Betroffener, die dem runden Tisch „zuarbeitet“ und keineswegs entscheidungsbefugt ist!
    Von wegen Augenhöhe…

  3. hildegard schreibt am :

    Allzu viele Kleriker haben zu lange nicht hören WOLLEN – daraus ist ganz schlicht eine Hörverweigerung entstanden – jetzt KÖNNEN sie gar nicht mehr zuhören – wieso müssen Betroffene um GEHÖR und ihr Recht auf ein würdiges Leben KÄMPFEN? Dies wäre eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der der Staat und AUCH der Staat im Staat (= Kirchen) bisher nicht nachkommen – an keinem runden oder eckigen oder ovalen Tisch.
    Im Gegenteil: sie treten noch nach auf die geschundenen, geschändeten Kinder von damals mit ihrem Ver-halten …

    Was wird wohl das „Stadtgespräch“ in Paderborn am Gründonnerstag bringen: http://www.wdr5.de/sendungen/wdr-5-stadtgespraech/s/d/21.04.2011-20.05.html?

  4. Michael Lehmann schreibt am :

    Jetzt vereinahmt Ackermann schon diejenigen Betroffenen, die versuchen Einfluss auf den runden Tisch auszuüben. Er erweckt öffentlich den Eindruck, dass er mit diesen einträchtig zusammenarbeitet und mit diesen in regem Austausch steht. Dem ist aber nicht so ! Ausserdem ist es absolut nicht Ackermanns Verdienst, dass diese Möglichkeit überhaupt besteht, sondern da wurde hart für gekämpft!

  5. prof.dr.gernot lucas schreibt am :

    liebe missbrauchsopfer, kirchenverarschte, …
    ihr seht doch, wie dieser ackermann, in unserem unermüdlichen kampf als betroffene überhaupt gehört zu werden, noch als sein verdienst verkaufen will, dass wir nun „gegen ende der verhandlungen“ doch noch an einem „eckchen der runden tischen“ sitzen dürfen. dass er, nachdem die kirche uns aus allen offiziellen gremien über monate heraushalten konnte, nun bekannt gibt, er habe aber mit einigen betroffenen missbrauchsopfern zwischendurch sogar mal gesprochen, ist doch rührend. findet ihr nicht? und mit den… „unter umständen, aber nur für sexuell missbrauchte, vielleicht, bis zu 5000.-…“ … werden wir weiter missbraucht! nein, die strategie gehört geändert. wir müssen „unser buch“ (sammlung der dokumente zum thema) unters volk bringen !! prof.dr.g.lucas

  6. hildegard schreibt am :

    Kl. Nachtrag zum o.g. WDR-Stadtgespräch: ich kann seit 3 Jahrzehnten sehr wohl ohne diesen „Weihrauch“ leben, bin nun „raus aus dieser Kirche“. Ausgetreten, weil ich am 1. Mai nicht mehr dazu gehören will und KANN.
    Die RKK ist mir zu frauen-, schwulen-, judenfeindlich, zu reaktionär und zu pädophil und auch ‚Ratzinger‘ habe ich im Vordruck zur Begründung angekreuzt …
    Nach einem solchen Skandaljahr gäbe es für die RKK gute Gründe öffentlich zu bekennen, WAS sie WIE zu ver-antworten gedenkt …
    Was jetzt nach der scheinheiligen Seligsprechung kommt, scheint mir nur noch öffentlich-peinlich – aber ohne mir!

  7. Caro schreibt am :

    „wir müssen “unser buch” (sammlung der dokumente zum thema) unters volk bringen !! prof.dr.g.lucas“

    um welches buch geht es denn?? mache gerne mit.

  8. JaneO. schreibt am :

    Bishof Ackermann ist ja sichtbar (Interview) ein Beispiel für das NICHT_ZUHÖREN der KK. Ich weiß nicht auf welche Fragen er antwortet, jedenfalls nicht auf die, welche ihm vom Morgenmagazin -Moderator gestellt wurden.
    Offensichtlich leben Ackermann und co in einer Parallelwelt. Anders kann ich mir seine „Antworten“ auf die (nicht) gestellten Fragen erklären.
    Na dann, frohe Ostern!

  9. hildegard schreibt am :

    Was ich mir für UNS wünschte, das wäre eine Art Staats-Sicherheits-Dienst-Unter-und-Vorlagen-Überprüfungs-Einrichtung, in der diejenigen – nicht erst nach 20 Jahren!! – hinausfliegen, die in irgendeiner Weise mit den Tätern kooperierten gegen die als Kind entwürdigten, ihrer Entwicklung beraubten Opfer. Es werden sicher nicht nur 47 Personen sein …
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1442252/
    Sehr bemerkenswert, wie vorbildlich journalistische Verantwortlichkeit sich hier ausgeprägt hat und öffentlich Partei für die Stasi-Opfer nimmt!
    Sehr mutig! Mich würde es sehr wundern, wenn Roland Jahns Arbeit öffentlich Anerkennung fände …
    Sehr wichtig für UNS, „Über die Kostbarkeit von Mut und Wahrheit“ so viel zu wissen aus Vergangenheit und Gegenwart, dass wir uns nie wieder abservieren lassen – der genannte Titel ist ein Buch von Matthias Kroeger (dessen 4-teiliges Interview in der vorigen Woche im Deutschlandfunk unter „Kreisauer“ nachzuhören – darin James Graf Moltke nach dem 20. Juli: „Man muss der Dämonie in die Augen sehen!“).
    Sehr tröstlich, wie jetzt an vielen Plätzen zeitgleich um Glaubwürdigkeit gerungen wird.

  10. @astrid:
    ich komme fabian zuvor und beantworte deine frage: JA, der ist das ……

  11. fabian schreibt am :

    @ Astrid:
    Besser kann ein Bischof die Glaubwürdigkeit und die konsequente Handlungsweise wohl kaum unter Beweis stellen. Ich denke, das beantwortet deine Frage.

  12. astrid schreibt am :

    Der zentrale Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche zeigt sich öffentlich an der Seite von pädosexueller Aktivitäten überführter Priester?!?! Es ist ja alles immer NOCH schlimmer als man denkt. . .

  13. Pharisäer Ackermann und seine verlogene Kirchenmafia verarschen nun schon seit über einem Jahr die Betroffenen und die gesamte Bevölkerung.
    180.000 wollen dies perfide Spiel nicht mehr mitmachen und haben konsequent gehandelt.

    Wie konsequent Ackermann im Sinne der Täter handelt, ist nicht nur in Homburg zu sehen, auch in der Eifel wird ein Pfarrer nach Besitz von Kinderpornos wieder in der Seelsorge eingesetzt. BRAVO

    Kein Wunder, wenn unter den engsten Mitarbeitern ein glühender Verehrer von Triebtäter Stüper, Bonn zu finden ist.

    Ganz im Sinne von „Ein Herz für Täter“ – Kein Herz für Betroffene.

    Es hat sich überhaupt nichts geändert. Die wohlfeilen Entschuldigungen,
    Treffen, Leitfäden, Internetseiten, Leitlinien, perfekt inszenierten Bußakte – Vergesst es. Die Kirche spielt weiterhin den Staat im Staate und ist zu keiner wirklichen Umkehr, bzw. Hilfe; Entschädigung; Erneuerung bereit.

    Warum auch, als reichste Kirche der Welt hat man zuviel Fett angesetzt und wird träge, beschäftigt sich nur noch mit sich selbst und feiert sich mit großen Events, z.B. für 25 Mio Euro im September mit Papst B.

    Wann hat dies Kasperletheater endlich ein Ende?

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