Wenn die Pädagogen versagen

03.07.2011

WELT ONLINE 3.07.2011

Autor: Rainer Winkel

Rainer Winkel ist noch immer tief erschüttert über den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule. Er sieht die gesamte Reformpädagogik der Zerstörung anheimgegeben. Ein offener Brief an Hartmut von Hentig

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11 Kommentare

  1. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Jürgen Oelkers hat absolut recht und Hartmut von Hentig verteidigt genau das was Jürgen Oelkers kritisiert.Wer seine Kinder Internaten wie die Odenwaldschule anvertraut dem ist nicht mehr zu helfen.Die Kinder können einem nur leidtun.Denn wer zahlt den soviel Geld für soviel Mist inkl. pädokrimineller Übergriffe.Wieso schreiten da nicht Schul-und Jugendamt ein die doch bei Normalsterblichen schnell aktiv werden?Weil sie Leute wie Gerold Becker schonen wollen weil der Kontakte bis in die höchsten Kreise hat?

  2. Betroffene75 schreibt am :

    Dieses Mahn-und Schandmal des Kindesmissbrauchs gehört geschlossen.Die weitere Existenz dieser „Schule“ sowie Rechtfertigungsschriften von Pädokriminalität und pädokriminellen Tätern wie „Freiwild“ von T.Jens sind eine Beleidigung von Betroffenen.Deshalb-es reicht-Schliessung der Odenwaldschule!

  3. Hamlet schreibt am :

    Wenn so stimmt, was Rainer Winkel schreibt, und es gibt wenig bis keinen Anlass daran zu zweifeln, dann sind alle Vorwürfe der Vertuschung, der Strafvereitelung im Amt, die gegen Schule und Umfeld erhoben wurden, der Scheinheiligkeit, Mitschuld von Institutionen und Persönlichkeiten der deutschen Pädagogik von Edelstein bis Hentig, von Thurn über Höhmann bis zu Risse nicht nur berechtigt, sondern derart schwerwiegend, dass umgehend deren Rücktritte von allen Ämtern und Positionen zu fordern sind, einschliesslich Entzug von Preisen, Preisgeldern, etc. Eine öffentliche, aufrichtige Entschuldigung wäre das Mindeste!

    Bisher wurde nur auf Grund von Wahrscheinlichkeit von einem Netzwerk der Vertuschung gesprochen. Hier nun wird dies zum ersten Mal auch von Insidern bestätigt: Es gab und gibt ein Netzwerk der Vertuscher, Vereitler. Auch Reinhard Kahl vom „Archiv der Zukunft – Netzwerk der pädagogischen Intelligenz“ sollte sich überlegen, wie und warum er und das Netzwerk auf dem Kongress in Bregenz vorgesehen für den Oktober, wieder einmal dieses Thema ausschliessen will… nicht Arche nova… arche commotus wäre ein treffender, ein aufrichtiger, ein notwendiger Titel für die Veranstaltung. In jedem Fall sollten Vertreter der Opferverbände die dortige Veranstaltung mit Ihrem Wissen, ihrem Engagement, ihrer Sachkenntnis auffrischen.

  4. Wissender schreibt am :

    Auch im damaligen Trägerverein der Odenwaldschule wusste man Bescheid und schaute zu-eine illustre Mannschaft übrigens-einer davon z. Bsp.ein ehemaliger Bundespräsident.

  5. Ruth schreibt am :

    Was genau muss denn Hartmut von Hentig vertuschen?Sein Wegsehen über all die Jahre oder mehr was ihn vielleicht sehr,sehr persönlich betrifft?

  6. Hamlet schreibt am :

    Aufmerksame Lektüre von „Ein Leben bedacht und bejaht“, der Biographie von Hentig, offenbart ein „zurechtgerücktes Leben“, zu gut um wahr zu sein, spricht eher von Bringschulden und Dienstleistungen: ein Leben lang… Nettelbeck, Harder, Nikolaus von Hentig und und und… Allein die Treue zum Vater ein Witz… als Eichmann ausfindig gemacht wurde, war’s besser, nichts ans Auswärtige Amt weiterzuleiten: Da sass Hentig’s Vater, der rührselige Weihnachtsbriefschreiber, auch der ist laut Sohn Hartmut eine der integersten Figuren, aufrichtig, weise, unbescholten… Dass der Neffe sich nen Gasboiler mit sozusagen Becker’sche Gebrauchsanleitung installiert hat und dann an ner Gasinhalation verstarb, als Unfall deklariert, scheint mir ein bisserl frivol, wenn man die Exposition der notwendigen „pädagogischen Hilfestellungen“ liest, die der Knabe von den beiden Pädagogen in Griechenland nötig hatte. War wohl eher ein aus Schenkeln zum zweiten Mal auf der Dionysos geborerener Knabe…

  7. Waldhase schreibt am :

    Wie sieht das den mit den anderen Stiftungen rund um die Odenwaldschule aus die von dem ehemaligen Geschäftsführer der Odenwaldschule G. Schweigkofler betreut bzw. mitbetreut und verwaltet wurden und werden?Inwieweit profitierten diese Stiftungen und möglicherweise auch die Pädokriminellen von den Schulgeldern und reichlichen Spenden?

  8. Renate schreibt am :

    Es muss wohl noch einen zweiten Film über die sexuelle Gewalt an der Odenwaldschule geben mit Titel „Geschlossene Gesellschaft“_ein Dokumentarfilm.Weiss jemand wo und wann man diesen Film sehen kann?

  9. hildegard schreibt am :

    Den Titel „Geschlossene Gesellschaft“ werden wir uns für die ARD am 9.8. vormerken.
    Und wo, bittschön, bleibt die Ansage für das ZDF mit Jan Schmitt’s „Wenn einer von uns stirbt, …“?!
    Warum zögern die ÖFFENTLICHEN so lange mit derart wichtigen Dokumentationen für freie Meinungsbildung?
    Will da wohl wer die Zweifel am Aufklärungswillen von Staat und Kirche weiter wuchern lassen?
    Am Ende muss man die Experten für Demokratie noch „zum Jagen tragen“.

  10. Betroffener schreibt am :

    Ich hoffe das man durch den Film endlich erfährt welche Netzwerke bzw. Pädokriminellenmafia dahinter steckten bzw. stecken.Bitte endlich Namen nennen.Vermutlich handelt sich es doch schlicht und einfach um einen Pädokriminellenring der Oberschicht dessen Spielwiese die Odenwaldschule bzw. die Odenwaldschüler-und schülerinnen waren und deren Täter-und Mittäterkreis sich nicht auf die unmittelbar an der Odenwaldschule Tätigen beschränkte.Wahrheit.Auf wen und warum wird hier noch Rücksicht genommen???Auf die Opfer sexueller Gewalt wohl kaum!!!

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