Die evangelische Kirche ist nicht besser!

27.07.2011

Aufgewühlt durch die Geschichte von Kerstin F. (die evangelische Kirche verschleppte ihre Beschwerde so dass die Verjährung eintrat) möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen mit der evangelischen Kirche und deren Umgang mit mir als Betroffener berichten.

Ich wandte mich mit meiner Beschwerde über die (juristisch bereits verjährten) Verbrechen eines evangelischen Pfarrers an mir zunächst an die zuständige Mitarbeiterin der ev. Landeskirche. Diese zeigte sich verständnisvoll. Dann besuchte mich eine Oberkirchenrätin, die keinerlei Erfahrung im Umgang mit Betroffenen hatte und auch eigentlich nicht befugt war, aber dennoch geschickt wurde, weil sie gerade in meiner Stadt war. Nachdem ich ihr meine Geschichte erzählt hatte, bemerkte sie u.a. dass ich damit rechnen müsse als Lügnerin bezeichnet zu werden, falls der Täter die Verbrechen leugnet. Äh, wie bitte? Die Kirche hatte noch kein Gespräch mit dem Pfarrer geführt! Diese Bemerkung war wirklich unverschämt und retraumatisierte mich enorm.

Dann folgte das Gespräch der Kirche mit dem Täter-Pfarrer, der – wie zu erwarten war- seine Verbrechen leugnete. Ab diesem Zeitpunkt erhielt ich von der Kirche nur noch wenige und sehr einsilbige Antworten. Daß das Verfahren gegen den Täter dann eingestellt (bzw. gar nicht erst aufgenommen) wurde erfuhr ich erst nach Monaten und auch nur auf Nachfrage.

Die Kirche war und ist befugt sämtliche Unterlagen, die ich ihr geschickt hatte, u.a. die (von der Kirche verlangte) genaue Schilderung der Taten an den Täter weiterzuleiten. Dies nutzte der Täter als Steilvorlage für eine – erfolgreiche – Unterlassungsklage. Kirche und Opferschutz? Geht niemals zusammen. In diesem Fall: Kirche und Staat kontra Opferschutz.

Gelackmeiert ist in jedem Fall der/die Betroffene, der/die den Mut gefunden hat, sich zu beschweren. Ich wäre nicht auf den Gedanken gekommen, solch einen Schritt juristisch abzuklären, aber es wäre wirklich besser gewesen. Ich war geblendet durch diverse Leitfäden für den Umgang der evangelischen Landeskirchen mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt, die ich naiv für bare Münze hielt. Sie gelten evtl. für Betroffene von außerkirchlichen Tätern, die sich an die Kirche als Seelsorgestation wenden. Doch sie gelten nach meiner Erfahrung nicht für Opfer von Geistlichen eben derselben Kirche. Besonders dann nicht, wenn das Opfer noch das leibliche Kind dieses Geistlichen ist. Eine derartige Beschwerde ist ein doppelter Tabubruch!

Daß evangelische Pfarrer Familie haben können ist meiner Ansicht nach auch der Grund, warum in der Öffentlichkeit mehr katholische Priester als Täter bekannt werden als evangelische. Hauptopfer von evangelischen Pfarrern sind die eigenen Kinder und diese fallen in den großen Bereich der familiären Opfer und damit in den großen Dunkelbereich. Das schützt die evangelische Kirche. Doch ihre Geistlichen sind nicht weniger häufig Täter als ihre katholischen Kollegen. Die Verbrechen der evangelischen Pfarrer werden nur aus o.g. Grund seltener aufgedeckt.

Gertrud P.

16 Kommentare

  1. rasch schreibt am :

    Weil sich viele Täter , Mittäter und Geheimnisträger in Sicherheit wiegen, weil allgemein die Meinung vorherscht, den Luxus der Unschuld nicht aufgeben zu müssen. Untereinander halten alle zusammen und sagen „sie haben noch ein bisschen recht auf Leben“.
    Liebe Frau Gertrud P., wir alle haben die „Arschkarte“ in der hand.
    Aber irgendwann werden wir sie auch alle zurückgeben können an diejenigen, welche sie uns aus Gründen der Gier und aus Machtgelüsten zusteckten.
    Gestern traf ich einen Mann,,,er versuchte mich in den letzten Wochen zu umwerben, aber ich weiss genau zu welcher Sorte Mann er gehört. Beweisen kann ich das nie,,,,weil ich es nur „sehe“ und „ahne“. Ich sagte ihm, dass ich nun von hier fortgehe, er weiss in etwa was in seiner Nachbarschaft bei uns lief und ist nicht in der Lage Stellung zu nehmen.Als ich gestern sagte „ja,,,versetz dich mal in meine Lage, was würdest du anderes tun ausser wegzugehen?
    Er war angetrunken (sagen ja oft die wahrheit) und meinte: „du,,,ich kann mich jetzt nicht so in deine Situation reinfühlen“.
    Für mich war es der Beweis, wo er steht,,,

    Sagen will ich damit, dass viele Menschen im Nachhinein versuchen „etwas gutzumachen“.
    Aber ich habe schon zuu beginn meines Prozesses gesagt: „Wo kommen wir hin, wenn der Täter die Höhe der Entschädigung bestimmt“.
    Aber genauso scheint es zu laufen. Ruhigstellen der Opfer,,,,bloss dafür sorgen, dass keine Öffentlichkeit erregt wird.
    Ich jedenfalls bin sehr stolz dass ich nicht zu den Geheimnisträgern zähle und mich ständig „verstecken“ muss mit dumpfen unguten Gefühlen und nem stetig wachsenden Leibesdruck im Bauch.
    Ich bin mir sicher, dass noch eine grosse Bewegung kommen wird, aber dazu müssen Räumlichkeiten geschaffen werden für uns Betroffenen damit wir in Eigenregie agieren können,,,
    Wie ich finde ist das das mindeste was die Kirche zu leisten hätte, damit in Zukunft jeder Mensch eine Anlaufstelle hat, wo er nicht verarscht, verwirrt manipuliert oder gar abgeschoben wird…

    Das Jugendamt und die Familienrichter müssen ihre Macht abgeben,,,,genauso wie die Kirchenträger auch und einer Anzeigenpflicht endlich beipflichten.

    Ausserdem wäre es ratsam, wenn Eltern ihre Kinder mal davon abhalten könnten, um für die Freiheit im netz(Vorratsdatenspeicherung) auf die Strasse zu gehen.

    Alles das sagen wir hier seit fast zwei jahren,,,,

  2. Hubert schreibt am :

    Zitat von rasch: „Ruhigstellen der Opfer….“
    Genau darum geht es doch. Mit nahezu allen möglichen Mitteln wird doch versucht, die Opfer ruhig zu stellen. Bloß keine Ansprüche stellen.
    Denn wer sollte das alles bezahlen?
    Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von sedierenden Tabletten über geschlossene Abteilung bis hin zur Mundtotmachung aufgrund langwieriger und unverkraftbarer Verfahrenswege bei Klageverfahren.
    Das hält ja kaum ein gesunder Mensch aus.
    Und stationärer Aufenthalt wird von Anspruchstellern ja sogar vorausgesetzt, sonst bekommen sie nichtmal das Existenzminimum an Lebensgrundlage gezahlt. Und sind die da erstmal, sind sie quasi ausgeliefert den Klinikärzten mit ihrem Tablettensumpf, damit sie ja gewissermaßen geschützt sind. Die Pharmakonzerne freuen sich noch drüber.
    Dabei wäre Vielen zunächst so sehr geholfen mit einer „angemessenen“ finanziellen Entschädigung, womit sie dann ihr Leben einigermaßen gut gestalten könnten. Und man könnte sich viele unsinnige Behandlungen sparen.

  3. kleeblatt schreibt am :

    ja die ev.kirche den fählt schon keine ausreden mehr gross ein ,das sie jetzt schon drohen wenn wir nicht schweigen, dan wollen sie das jugendamt auf uns hetzen und das kind wegnehmen zu lassen
    so versucht man die opfer ruhig zu stellen und die angehöhrigen

  4. Simone schreibt am :

    Hallo Kleeblatt,
    laß Dir von denen keine Angst machen ! Mir versuchen die Täter seit 3 Jahren durch Gerichte und Jugendamt die Kinder wegzunehmen, damit ich schweige u. nichts gegen die Täter unternehme. Aber die haben damit keinen Erfolg.Wahrscheinlich gehört es zur perfiden Strategie solcher Sorte Täter.

  5. Heinrich Bruns schreibt am :

    Ja die Kirchen das sind schon Instuitionen, die sich ungerne den eigenen Spiegel vorhalten lassen. Sie leben nicht einmal das nach was Jesus gelehrt hat. Warum sollen wir denn Schweigen? Damit ihr ganzes Bollwerke aus falschen Thesen nicht auffliegt. Wenn man Jesus seine Botschaften wirklich sich zu Gemüte nimmt, dann erkennt man schnell, dass die Kirchen genau gegensätzlich von dem sind was Jesus verkündet hat. Am Geld kann es nicht liegen, denn davon haben sie genug. Ja, sie haben Angst vor der eigenen Wahrheit das alles nur eine scheinheilige Fassade ist. Doch ihre Bollwerke bröckeln, und es werden immer mehr die an den Fassaden rütteln. Es gibt eine Weisheit: Wer sich versteckt hat Angst, sein Gesicht zu verlieren, wenn er negatives zu verbergen hat. Die Kirchen sind negative oberflächliche Sekten, wo das Wort Niveau kein Freund dieser verhaltensgestörrter Psychosen ist. Es ist die Sucht der Macht und verbohrte Egomanie der nur in sich selbstverliebtheit: In der Fachsprache sagt man. Die physikalische Macht der Sucht ist stärker wie der Geist des Verstandes und die Intelligens des Selbstwertgefühl der Eigenliebe zu sich selber.

  6. hildegard schreibt am :

    @ Heinrich Bruns
    Gerade weil Geld die Hauptrolle gegen den guten Geist übernahm, weil immer diesen Zu-Viel die Botschaft korrumpierte, weil sie wissen um ihre Schuld, weil sie dennoch ihre bröckelnde Fassade tünchen …
    Das sind Sekten!
    Die Staatenlenker – weltweit! – täten gut daran, Subventionen wegen Missbrauch zurück zu fordern und bindende Verträge zu kündigen …

    Auch diese Forderung an den Bundestag muss am 22.9. an unseren MAHN-BALLON! – aber wer könnte den subventionieren?

  7. Heinrich Bruns schreibt am :

    Werte Hildegard.
    Wenn ich das Kleingeld hätte würde ich es machen, doch dafür ist mein Geldbeutel leider etwas zu klein. Doch wie wäre es, wenn man öffentlich in Facebook oder bei Twitter mal eine kleine Werbeinitiative privat startet, um eventuel Sponsoren zu finden. Vielleicht gibt es doch irgendwo Menschen die warten nur darauf, angesprochen zu werden. Erstens kostet die Werbung kein Geld, und zweitens kann man das moderne Medium doch nutzen, für gute Ziele, und drittens macht man schon im Vorfeld auf etwas aufmerksam, was wiederrum Menschen wachrüttelt. Nur ich weiss nicht wie das mit der Genehmigund ist wegen der Flugsicherheitsbehörde, da sollte man doch erst einmal nachfragen, damit auch Sicherheit gewährleistet ist, und ob das überhaupt machbar ist. Und sonst gibt es Offene Radiokanäle in vielen Städten, die gerne und meinungsfrei Werbung machen für so etwas. Ich hoffe die Moderation wird mir verzeihen das ich Facebook und Twitter erwähnt habe, doch der gute Sinn heiligt manchmal die Mittel, um etwas gutes damit zu erreichen. Ich würde dann auch sehr gerne einen Aufruf starten wenn eine Genehmigung vorliegt das ein Mahnballon starten darf. Ich brauche dann einen Ansprechpartner an der sich der wer sich angesprochen fühlt sich wenden kann, wenn er bereit ist zu sponsern. Herzliche Grüße

  8. Heinrich Bruns schreibt am :

    Werte Hildegard.
    Ich werde am 13 August auf einem Siedlungsfest Musik machen. Der wer das organiesiert hat mir erlaubt Geld zu sammeln für den Mahnballon. Mal schaun wieviel ich zusammen bekomme? Herzliche Grüße

  9. hildegard schreibt am :

    @Heinrich Bruns
    … das wäre dann wohl um Einiges teurer, wenn wir über statt vor dem Gebäude stünden – kein schlechter Gedanke, mit einem echten Heißluft ballon! – Sponsoring macht allerdings abhängig …
    Die Sammlung ist eine tolle Idee.
    Die besagte Art Mahnballon verstand ich als transportabel und – MIT Bodenhaftung – – –
    Norbert Denef: bitte beide Versionen noch einmal vorstellen!
    _________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    Es handelt sich bei der Demo am 22.09.2011 in Berlin um einen Kaltluftballon, der durch ein Gebläse seine Form beibehält. Dieser Ballon kann nicht in die Luft gehen und über Berlin fahren. Bei einem Heisluftballon liegen die Kosten um ein vielfaches höher.

  10. Simone schreibt am :

    @heinrich Bruns
    eine großartige Idee, Danke!

  11. Heinrich Bruns schreibt am :

    So ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, und einen Aufruf gestartet bei Facebook. Dann haben das RTL Reporter Thorsten Sleegers – RTL-Punkt-12-Reporter Tean angeschrieben. Dann bei der Enkel Navi Gruppe um Mithilfe gebeten, und auf die Galileo Seite angeschrieben, und bei der hiesigen NWZ um Hilfe gebeten, und auf dem Frau Kallwass Blog auf Sat1 um Hilfe gebeten
    Das ist der Aufruf:
    Liebe Mitmenschen. Am 29.8 soll ein Mahnballon mit Werbung gegen Kinderschänder über Berlin fliegen. Die Organiesatoren suchen noch Sponsoren die helfen möchten das zu ermöglichen. Es würde mir gefallen wenn ihr euch bitte einmal umhört wer einen Ballon und die Werbung dafür gerne sponsert, damit Kindern geholfen wird. Auch sind Spenden willkommen. Bei Wohlwollen an netzwerkb. org. weiterleiten. Bitte diesen Aufruf weiterteilen. Danke im Namen der Kinder.

    Ob es etwas hilft weiß ich leider nicht, doch nur der Versuch macht klug.
    Doch von Nix kümmt Nix sagt bei uns im Norden
    Herzliche Grüße an alle

  12. rasch schreibt am :

    COOL,,,,da hast du ja richtig gut intuitiv zur richtigen Zei gehandelt.
    Ja du hast völlig recht wir steuern wieder Zeiten entgegen wo das wünschen noch geholfen hat,,,

  13. Heinrich Bruns schreibt am :

    Werter Norbert: Nun das konnte ich leider nicht wissen, dass es sich um einen Kaltballon handelt. Doch wer weiß, vielleicht wird da ja doch noch ein Heisluftballon draus?!? Ich habe ein gutes Gefühl dabei. Meine Devise heißt: Lenke deine Gedanken auf das Wünschen, ohne viel zu erwarten oder es erzwingen zu wollen umso schöner kann dann die Überraschung sein. Ich wünsche Ihnen das Sie weiter den Mut behalten, und die Kraft dafür, dass David(LIEBE) dem Goliath(ANGST) zeigt wer stärker ist. So wie Jesus es seinen Jüngern sagte: Ich wünsche mir von euch das ihr auf den Nächsten in Frieden zugeht, und bittet ihn darum das er euch für eine kurze Zeit sein Ohr leiht, um euch zu zuhören. Dann versucht ihn von meiner Lehre zu überzeugen, doch lasset ihn in Frieden wieder gehen und bedankt euch bei ihm für die Zeit die er euch schenkte, auch wenn ihr ihn nicht überzeugen konntet, und gehet in Frieden von ihm. Das ist das Gesetz des losslassen können in Liebe und Dankbarkeit, ohne es mit Gewalt einzufordern oder erzwingen zu wollen. Wer wirklich liebt, kennt keinen Zwang. Doch wer das Wort Liebe in den Mund nimmt, und dann mit dem Teufel droht, ist ein Narziss, und weiß den Wert der verschenkten Liebe nicht zu schätzen, und sollte das Wort Liebe aus seinen Wortschatz und aus seinen Büchern(Bibel) entfernen.

  14. Anna M. schreibt am :

    jawohl, die (christlichen) Kirchen sind SEKTEN!
    Das kann man nicht oft genug betonen!

    Bitte aus Rücksicht auf die kirchlich traumatisierten Betroffenen KEIN Jesus-Geschwafel hier im Forum von Netzwerk B!

  15. Wilma schreibt am :

    Ich möchte hiermit Anna recht geben. Ich möchte hier auch kein Jesus-Geschwafel lesen. Es gibt viele verschiedene Religionen auf der Welt. Die sollten sich alle gut verstehen und zusammenarbeiten. Welches davon die richtige ist, das wissen wir nicht.
    Religion ist Privatsache!

  16. Susanne schreibt am :

    Hallo Gudrun P.,
    ich finde es sehr mutig von Ihnen, dass Sie, obwohl der Täter Ihr Vater und Pfarrer war, den Schritt gewagt haben, die evangelische Kirche damit zu konfrontieren.
    Ich bin selbst auch Betroffene sexualisierter Gewalt von einem kirchlich in vielen, teilweise hohen Ämtern involvierten Vater und weiss, wie viel Autorität solche Menschen einem Kind gegenüber (ihrem eigenen Kind gegenüber!) aus ihrer Position in der Kirche ziehen und benutzen können für ihre Drohkulisse und für das Einbleuen von Schuldgefühlen im Kind gegenüber ihrem Vater, dem von allen in der Kirche anerkannten Gutmenschen.
    Es ist traurig, dass die anderen Kirchenmitglieder so mit Ihnen umgegangen sind, und den Täter decken und unterstützen. Aber Sie haben es geschafft, sich daraus zu lösen und haben die Wahrheit ausgesprochen, und das finde ich sehr bemerkenswert.
    Ich finde auch Ihre Analyse toll und wichtig, dass es bei den evangelischen Kirchen vielleicht sogar genausoviele Probleme gibt, die durch die Familiensituation der Pfarrer bisher in der Öffentlichkeit garnicht wahrgenommen wurden.
    Vielleicht sollten wir uns auch noch stärker vernetzen und an die Öffentlichkeit gehen, damit auch hier die Medien genauer hinschauen und die vielen Menschen, die in evangelischen Kirchenkreisen vielleicht auch etwas Ähnliches erlitten haben, sich ermutigt fühlen, ihre Erlebnisse vielleicht überhaupt erst wahrzunehmen und dann irgendwann darüber zu sprechen.
    Bei den katholischen Kirchen sind sehr sehr viele Betroffene sexualisierter Gewalt durch die Medienberichterstattung seit zwei Jahren ermutigt worden, über ihr verdrängtes oder verschwiegenes Schicksal zu sprechen. Wäre doch toll, wenn so ein Prozess auch bei der evangelischen Kirche und besonders den Täter-Pfarrer-Kindern angestossen würde. Vielleicht sogar ein Anstoss für die Gesellschaft, sich anschließend mehr mit der sexualisierten Gewalt in der Familie zu beschäftigen, die ja immer noch viel weniger öffentliches Interesse weckt als die von Institutionen.
    Herzliche Grüße und nochmal vielen Dank für Ihren Mut gegenüber der evangelischen Kirche, die sich ja so gern unbetroffen und aufgeklärt gibt, und danke für Ihren Beitrag hier bei netzwerkB
    Susanne

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