2 Kommentare

  1. rasch schreibt am :

    Danke Thomas, ich konnte deine Worte mitverfolgen bis zu dem satz,,,,,bereit ist sich dem Virus zu stellen.
    Wenn meine netzleistung wieder stärker ist werde ich den Rest hören. Ich hab mir heute morgen noch gewünscht, dass die Menschen sich zu Wort melden,,,,,,die kein Opfer mehr sein wollen oder diejenigen welche bewusst aus freiem Willen heraus wegschauten,,,
    Alles ist so wichtig im moment, denn jeder der sich mit der Materie vertraut machen will weil er den eigenen leibesdruck und seine gesellschaftliche Bringschuld spürt, muss leider ersteinmal mit dem Schlimmsten rechnen. Sei es die Berichterstattung der momentanen Lage oder aber die Möglichkeit dass er selber „infiziert“ ist.
    Du sprichst die Dunkelziffer an, welche jede Statistik in den Schatten stellt,,,,,,,aber dafür benötigen wir Beweise,,,,,Aussagen von Menschen wie Du und ich und alle anderen,,,,

  2. Ich finde sehr gut, dass „Opfer“ den Mut haben an die Öffentlichkeit zu gehen. Es muss unglaublich schwer sein, zu diesen Fällen überhaupt äußern zu können, da die Vorfälle oftmals über Jahre hinaus verdrängt werden MUSSTEN. Gerade die Betroffenen sexualisierter Gewalt, bei denen die Taten wiederholt unter dem Einfluss einer Bezugsperson stattfanden, mussten ja einen Verdrängungsmechanismus finden, um überhaupt überleben zu können. Dieser Verdrängungsmechanismus als Schutzmechanismus bleibt über Jahre hinaus aktiv und bedarf viel Kraft, um durchbrochen zu werden, daher sind Verjährungsfristen bei diesen Straftaten völlig falsch.

    Es bedarf aber auch viel Kraft, sich zu äußern, weil die Gesellschaft diese Themata immer noch tabuisiert, indem zum Beispiel in Nachrichten nur kurz auf Vergehen hingewiesen wird, aber Schilderungen oder genauere Berichte der Opfer oftmals ausbleiben. Ist das Pietät oder Verdrängung innerhalb der Gesellschaft?

    Sollten sich Opfer nicht zu Wort melden und die Taten nicht schildern, weil dies die Sensationslust der Medien bedient? Ich bin mir diesbezüglich unschlüssig, würde aber intuiv begrüßen, wenn Thomas sich dazu durchringen kann, zu schildern, wer der Verantwortliche oder die Verantwortlichen sind, damit zumindest die Täterkreise sichtbar gemacht werden. Ich würde es intuitiv auch sinnvoll finden, wenn Tathergänge geschildert werden, damit sich Verwandte und Umfeld bewusst werden, wie solche Taten stattfinden und nicht mehr so leicht die Augen verschließen können oder im Nachhinein sagen können, sie hätten nichts mitbekommen.

    In jedem Fall aber verlangt der Schritt an die Öffentlichkeit Respekt von uns ab. Das Internet gibt hier einen optimalen Ort dafür, um diese Berichte, Offenbarungen und Lebensschiksale an die Öffentlichkeit zu bringen, ohne von der Presse durch Vermarktungsstrategien zensiert zu werden.

    Ich hoffe, dass sich mehr Betroffene auf diese Weise zu Wort melden.

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