Ich durfte kein Kind sein (II)

28.08.2011

Dieser Brief ist auf die blöden Fragen von der OEG stelle….

Sehr geehrter Herr …..

zunächst möchte ich kurz meine spontanen Empfindung beschreiben die ich hatte, als ich in Ihrem Brief vom 08.04.2011 aufgefordert wurde, die Dinge noch präziser zu benennen, als ich es schon getan hatte. Das soll kein Vorwurf sein, sondern einfach beschreiben, was in mir als einem Menschen vorgeht, der die ganze erlittene Gewalt auch Jahrzehnte später noch nicht überwunden hat.

Was sie da von mir erwarten, ist echt hart. Ich habe versucht alles wieder zu geben, so gut ich mich erinnern konnte. Warum muss ich mich noch mal quälen, ich habe doch schon so viele Einzelheiten beschrieben. Was wollen sie denn noch? Ich war häufig bei meinen Großeltern mütterlicherseits. Meine Eltern gaben mich dort hin, weil sie in ihrer Baumschule so viel zu tun hatten. Die Baumschule war in Bad Zwischenahn. Opa und Oma mütterlicherseits wohnten in Augustfehn. Das liegt ca. 8km entfernt. Ich war unter der Woche häufig dort und später auch am Stück auch über Wochen in den Ferien. Ich sagte doch, ich war 4 Jahre jung, als mein Opa anfing mich zu vergewaltigen. Soll ich ihnen sagen wie es war?  Ich habe geschrien vor Schmerzen.  Es war einfach ekelhaft. Ich dachte, mir zerreißt mein Po. Und nicht genug, ich musste anschließend sofort sein Ding in meinen Mund nehmen und unter Brechreiz und kurz vor dem Kotzen hat er mir alles in den Mund gespritzt. Er hat gelacht und gesagt: „So, kleiner Satan, nun gehörst du zu uns.“ Er hat mich geschlagen und gesagt: „ Ein Wort zu Oma oder jemanden anders und du bist tot,“ oder: „  Oma bringt dich ins Heim.“ Ich glaube, das war dann im Sommer 1968 im August. Da war ich 4 Jahre alt.  Diese Vergewaltigungen fanden immer öfter statt, fast täglich, oder Schläge mit einen Stock. Nun wollen Sie sicher wissen, wo der Stock herkommt?  Es gab einen kleinen Wald in der Nähe vom Haus des Opas. Und da gibt es so etwas. Es hat so weh getan auf den Kopf und Rücken oder unter den Füßen oder aber, wenn er ganz scheiße drauf war, hat er mir den Stock in den Po geschoben und ich musste ihn dann sauber lecken. Wenn ich mich dann übergeben musste, durfte ich das auch noch wieder aufessen und das ganze mit seinen Urin runterspülen. Ich bin jetzt schon so fertig. Es triggert  mich so sehr, dass ich Flashbacks habe. Werde nun eine Pause machen.

18.04.2011

Der Opa hat mich dann mit genommen zu einem alten Lockschuppen in Augustfehn. Ich war etwa 5 Jahre alt. Da war es kalt und dunkel. Es lagen Matratzen am Boden. Ein großer Stein in der Mitte mit Blut drauf und an den Seiten war auch Blut. Es gab kaum Licht von draußen, aber es brannten Kerzen. Ich hatte so große Angst. Ich habe mir in die Hose gemacht. Dafür gab es sofort Schläge mit einem Lederband und ich wurde mit einem Seil an den Füßen fest gebunden und Kopf nach unten hochgezogen und ganz dich über ein Feuer runtergelassen. Es war so heiß.  „Bitte Opa, lass mich runter, ich will ganz lieb sein, oh ganz lieb sein.“ „ Dann komm zu Opa.“ Als ich unten war, stand da schon ein zweiter Mann mit Hose runter und ich musste sofort das Scheissding in den Mund nehmen und Opa hat mich vergewaltigt gleichzeitig.

Diese Dinge haben sich so in mein Hirn eingebrannt, dass ich kein normales Leben mehr führen kann. Ich habe aufgehört mit 5 Jahren zu leben, zu lachen, zu fühlen. Mein Überleben bis heute ist durch die Multiple-Persönlichkeit möglich geworden, meine inneren Personen helfen mir jeden Tag auf das neue zu überleben, gleichwohl auch sehr viele mich versuchen zu überreden,  „uns“  umzubringen, was ich sehr gerne machen würde, aber ich habe eine Frau, die ich sehr liebe und 2 Kinder die 18 Jahre und 15 Jahre sind. Ich kann ihnen es nicht antun.  Bis jetzt ist die Kraft da, keinen Selbstmord zu machen.

Ihre Fragen finde ich schon sehr schmerzhaft.

Meine Mutter hat nichts gewusst. Sie sagt: „Wir hatten eine Gärtnerei, wo sie viel arbeiten musste oder sie wollte nichts sehen. Sie hatte sicher Angst vor meinem Alten,_Vater oder was soll ich sagen zu diesem Schwein. Er war Alkoholiker und gewalttätig auch der Mutter gegenüber. Ich werde nun keine Einzelheiten mehr über den Missbrauch oder die Misshandlungen schreiben.

Es wollte keiner sehen oder wie es immer noch so ist: Kinder sterben in einer großen Stadt, weil keiner sehen will, was auf der Straße los ist oder in den Familien.

19.04.2011

Meine Oma war auch ein Opfer ihres Mannes, glaube ich. Sie hat nichts gesagt, wenn ich mit ihm weg musste oder wir in der Badewanne gesessen sind. Schlimm, ja, aber sie hat weggesehen.

Es gab viele Tage im Jahr, wo die Gruppe um Opa, also die scheiß Satanisten, ihre Tage hatten an denen sie uns quälten, vergewaltigten, misshandelten oder versucht haben uns zu töten, also uns so in Angst zu bringen, Drogen gaben, dass wir aufhören zu schreien.

Wenn wir mal wieder Blut trinken mussten von Hühnern oder Hasen, die sie uns Kinder weg nahmen, mussten wir zusehen wie sie diese Tiere einfach den Hals durchschnitten, ich werde gleich wieder kotzen…

Ostern, Weihnachten, mein Geburtstag oder Geburtstag von den Tätern waren die schlimmsten Tage in meinen Leben.

Ich schrieb ja schon wo es war in Augustfehn. Opa und die Gruppe, das Haus gibt es so nicht mehr. Es wohnen andere Leute darin. Das Elternhaus ist verkauft.

Ich habe ihnen doch so viele Arztbriefe geschickt. Was wollen sie noch. Ich möchte doch nur etwas leben und in dieser Klinik, dass ich etwas noch mit meiner Frau leben kann, vielleicht auch mal wieder lachen.

Nein, kein Lehrer hat sich interessiert für mich. Ich war halt schlecht in der Schule, weil ich nicht lernen konnte. Mein Kopf war voll Ekel und schlimmer Erinnerungen.

Und nein, ich war bei keinem Arzt. Die hätten mich doch umgebracht, wenn ich nur ein Wort gesagt hätte, was ich noch heute glaube. Ich denke, dass ihre Geister mich verfolgen und alles was ich liebe krank werden lässt, weil ich über die Sache rede. Schwager gestorben. 2010 Schwägerin wird noch dieses Jahr sterben. Meine Frau MS und ich bin am Ende. Ich kann einfach nicht mehr. Jetzt sagen Sie vielleicht, der hat eine Psychose. Ich habe mit meinem Arzt darüber geredet. Der sagt, ich habe keine Psychose, sondern das ist die Traumakrankheit. Er versucht mit zu sagen, dass die Geister keine Macht mehr haben. Mir ist alles früher so eingeimpft worden, dass ich das kaum glauben kann.

Meine Schwester hat nix erleben müssen, kein Missbrauch und keine Misshandlung.

Mein Bruder ist 9 Jahre Jünger. Ich habe kein Kontakt mehr zu ihm.

Ich denke, ich werde ihnen noch etwas mitschicken von den scheiß Satanisten.

Und wenn ich Kraft habe, werde ich noch Einzelheiten schreiben, dann können wir ja Kollektivkotzen.

Ich muss ihnen sagen, da sind Dinge die mir passiert sind, die mein Leben so unerträglich hat werden lassen.

Ich war von 1990-2002 verheiratet und habe 2 Kinder. Die Ehe ist zerbrochen, weil ich keine Nähe ertragen konnte und auch nicht gesagt habe, was mir passiert ist. Dann bin ich aus dem Norden weg und lebe seitdem in Lörrach.

Das erste Mal habe ich 2003 über den Missbrauch gesprochen und mir eine Abfuhr nach der anderen abgeholt, weil alle Therapeuten sagen, sie können mich ambulant nicht behandeln und sie haben auch keine Ahnung was Multiple-Persönlichkeiten sind, also sie haben mit so etwas noch nicht gearbeitet.

Ich war 2 mal in Mannheim im ZI jeweils 12 Wochen, aber sie haben mehr kaputt gemacht, als mir zu helfen. Seit 2005 bin ich bei Dr. S. als mein Therapeut. Ich gehe bis heute einmal die Woche zu ihm, aber mit ritueller Gewalt kennt er sich einfach nicht aus. Wir besprechen viele andere Dinge.

Aber sie haben ja viele Arztberichte.

Nun noch mal kurz zurück zu dem Missbrauch. Die Seele eines Kindes stirbt, also meine mit 4 Jahren und ich wünsche mir den Aufenthalt in Dresden in der Klinik im Waldschlösschen. Es ist meine letzte Chance noch zu leben, zu überleben. Ich muss es immer wieder sagen, ich kann nicht mehr, keine Kraft mehr und eine Akut-Klinik geht nicht. Da war ich auch schon. Die schießen mich mit Medis ab und sperren mich ein, was die Hölle ist. Ich halte es nicht in abgeschlossen Räumen aus. Auch zu Hause ist unsere Haustüre nie abgeschlossen. Auch Züge oder Bus fahren ist sehr schwer.

Die Vergewaltigungen waren ja schon das schlimmste. Aber die Dinge die sie taten, um ihnen hörig zu werden, festbinden, Stromschläge, Urin trinken, sich mit Erbrochenem einreiben lassen und es wieder essen, Hundefutter aus Näpfen essen, Blut trinken, Sperma schlucken, Salzwasser trinken, zusehen wie andere Kinder, Jungen wie Mädchen, vergewaltigt werden oder die Täter es zusammen machten.

Es gab ein tiefes Loch neben dem Haus, wo Essen- und Gartenabfälle rein kamen oder die toten Tiere. Aber auch ich wurde reingeschmissen weil ich ja so böse war. Dabei hatte ich nur Angst und habe geweint. Dann haben sie mich rein geschuppst und gesagt: „So nun sterbe endlich kleines Satan-Kind.“ Überall waren Würmer, Maden, Fliegen, Gestank. Ich rieche es noch heute. An meinem ganzen Körper, Ohren, Mund, Nase, hat es gekrabbelt und ich stinke immer noch, glaube ich. Dann wurde das Loch verschlossen mit einer Holzplatte und ich musste lange da drin bleiben und dachte ich sterbe nun endlich, ja ich will sterben, bitte.

Ich werde es nun beenden, ich bin am Ende meiner Kraft und ich wünsche mir von Ihnen, dass sie mir solche Fragen für die Zukunft ersparen. Ich weiss, dass das wahrscheinlich kaum möglich sein wird, weil Sie das eine oder andere noch bewiesen haben müssen.

Dennoch hoffe ich, dass ich mit meinen Aussagen glaubwürdig bin. Wenn das eine oder andere etwas durcheinander klingt, liegt das daran, dass ich auch bis heute durcheinander bin durch das, was ich jahrelang als Kind erleiden musste, besonders dann, wenn ich immer wieder die Themen hochholen muss, die mein Leben ruiniert haben.

Jürgen S…

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Ich durfte kein Kind sein (I)

24 Kommentare

  1. Simone schreibt am :

    @jürgen, dass was du schreibst ist so entsetzlich und traurig, dass man fast weinen muss. Ich wünsche Dir viel Kraft und bald einen Therapieplatz in der Waldschlösschen-Klinik. Das Personal dort ist sehr freundlichund einfühlsam, habe mit Angestellten gesprochen wegen der Aufnahme meines Sohnes. Aber leider können sie dort keine Kinder aufnehmen.

  2. Roland schreibt am :

    @Jürgen, ich bin erschüttert über das,was du durchmachen musstest.

    Ich möchte für dich beten und wünsche dir noch viele viele glückliche Jahre mit deiner Frau und deinen Kindern.
    Für deinen Wunschtherapieplatz,drücke ich dir die Daumen.

  3. Evelyn schreibt am :

    Ich wurde auch von meinem Vater mißbraucht und habe gedacht es ist schlimm, aber soetwas ist mir so unvorstellbar, das ich hier nur noch sitze und weine. Ich – ach ich weiß nicht was ich sagen soll, ich wollte ich könnte dich jetzt einfach in den Arm nehmen, aber das geht ja nicht. Es geht nicht. Ich kann nur noch weinen und Gott bitten, das er dich heilt. Da frage ich mich doch, wo Gott war als das alles passierte. Vielleicht fühlst du ein klein wenig die Verbundenheit durch meine Tränen 🙁
    Evelyn

    mir fehlen einfach die Worte

  4. Katrin schreibt am :

    Ich bin auch von mindestens fünf Männern vergewaltigt, missbraucht, bedroht und über Jahre hinweg gequält worden. Vieles von diesen sehr furchtbaren Sachen kenne ich und bin auch ziemlich gestört dadurch. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Energie und Lebenswillen, um das alles einigermaßen durch zu stehen. Sei und bleibe stark – alles Liebe Katrin 🙂

  5. hildegard schreibt am :

    … und kein Therapeut sieht sich dem Grauen gewachsen.

    Und die Politik? – was sagt die Justizministerin zum „Übergriff durch Nachfrage“?
    Am 23.3.2011 ließ sie vom Kabinett das Gesetz nach Empfehlungen vom RT „zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs“verabschieden, s. http://www.juraforum.de/recht-gesetz/staerkung-der-rechte-fuer-opfer-sexuellen-missbrauchs-352973 – war das nicht Sache der Chefin?

    Und Herr Ratzinger? – was antwortet er am 22.9. im Reichstag auf die Frage: Wie erklären Sie Satanismus?

    Und die Mitglieder des Deutschen Bundestags? – würden sie bei der Antwort – mit oder ohne Kenntnis dieser beiden Briefe von Jürgen S. – zumindest an „Kollektivkotzen“ denken … ? – oder werden sie mit Füßen abstimmen?
    Allerdings haben Staat und Kirche sich vergangene Unterlassungen nicht gegenseitig vorzuwerfen, das könnte zu erbittertem Hauen und Stechen führen …
    Und das Problem will gelöst, Betroffene wollen er-löst werden, individuell und kollektiv:
    Ratzinger muss seinen Stall ausmisten, Leutheusser-Schnarrenberger ihrem Gesetz nachhelfen.

  6. rasch schreibt am :

    Ich werde auch heute noch meine Kerze anzünden und im Denken Fühlen und Handeln bei dir sein Jürgen,,,

    „You are connect“, sei dir da sicher,,,,dein Mut hat dich weitergehenlassen und ich bin dir sehr sehr dankbar dass du Menschen wie norbert jemand ist zulassen konntest. Dies geschah aus deinem freien Willen und es ist nur allzu verständlich dass du so reagierst,,,,,das macht jeder „gesunde“ Mensch und danach gehts bergauf Jürgen,,,,,du hast es fast geschafft,,,

    Das Zusammenspiel von Körper Seele und Geist lässt uns die Wahl, ob wir uns für eine universelle Energie entscheiden oder eben eher dagegen arbeiten,,,,
    So sehe ich das,,,

    Die Vermeidung der Seele und die des Körpers in diesem Zusammenspiel sind irgendwie auch zwei verschiedene paar Schuhe und dennoch wohnen sie in einem Haus,,,

    Vermeidung ist gut und Vermeidung kann so destruktiv sein,,,,,
    Ich persönlich feier dich heute, als eine von den Seelen die ganz genau wissen wo es langgeht, auch wenn sie oft noch daran zu zweifeln,,,,,scheinen.

    Auch ich weinte vor fast einem Jahr als ich Berichte hörte wie nun wieder von dir,,,,,,,
    Dieses Mitgefühl lässt uns alle wachsen

    Ich persönlich will weiter trigger begrüssen, denn sie führen mich in der Ruhe nach dem Sturm zur Sicht auf den Grund,,,,

  7. Heinrich Bruns schreibt am :

    Werter Jürgen: Ich bewundere Ihre Offenheit, und möchte Ihnen mein Mitgefühl geben. Darf ich Sie fragen ob Sie sich noch in dem Raum Bad Zwischenahn befinden? Ich selbst wohne in diesem Umkreis etwa 25 Km von Bad Zwischenahn entfernt. Ich würde mich sehr darüber freuen wenn Sir mir eine Antwort schicken würden.
    Ich wünschen Ihnen ganz viel Kraft und auch Mut zu finden und habe wertschätzenden Respekt vor Ihnen.
    Herzliche Grüße
    Heinrich Bruns

  8. Hubert schreibt am :

    diese stelle zu Anfang finde ich sehr bedenklich:
    „… als ich in Ihrem Brief vom 08.04.2011 aufgefordert wurde, die Dinge noch präziser zu benennen, als ich es schon getan hatte.“

    Ich frage mich, was eine OEG-Stelle davon hat, die „Dinge“ noch präziser geschildert zu bekommen.
    Ist es denn für die Leute, die da sitzen denn so hochinteressant, sowas immer wieder und wieder geschildert zu bekommen?
    Manchmal erweckt es bei mir den Eindruck, als ob die Leute dort die Antragsteller damit madig machen wollen. Es dürfte denen doch längst bekannt sein, daß es eine Retraumatisierung für Betroffene bedeutet und der ohnehin schon schlechte Zustand sich weiter verschlimmert.
    Und niemand kann mir erzählen, daß die das nicht wissen!
    Für mich ist dises Vorgehensweise ganz bewusste Körper- bzw. Seelenverletzung. Unglaublich sowas.

    Mutig aber auch von Jürgen, seinen Fall hier so offen zu schildern.
    Vermutlich nicht so ganz freiwillig, aber es gibt wohl keine ander Wahl, die Leute da oben wachzurütteln.

  9. rasch schreibt am :

    @ Hubert

    jetzt wo dus so sagst,,,,klar,,,,ich war viel zu gutmütig und dachte sie haben empathie , aber teilweise ist es strategie,,,
    Um dann die entstandene Schwäche bei den Betroffenen gnadenlos auszunutzen und ihnen dann noch einen Schlag in die Magengrube zu geben,,,,das ist sadismus,,,nichts anderes.So funktioniert es immer und überall,,,,erst locken dann mundtot machen.

  10. Heinrich Bruns schreibt am :

    Werter rasch.
    Ich war und bin noch in Therapie, und ich habe dort alles offenbart, und ich habe einen sehr sympathischen Therapeuten der mir einfach nur zuhört, und ich bin in einer Selbstfindungsgruppe.
    Ein Satz hat mir mein Therapeut ins Herz gelegt. Lieber zu gutmütig und naiv sein und sich noch selber in den Spiegel schauen können, als ein Schurke zu sein. Dieser eine Satz hat mir enorm geholfen und ich muss mich vor niemanden verstecken, der nicht meine schon fast ausgelatschten Schuhe getragen hat. Heute sage ich zu denen: Geht meinen Weg, bevor ihr über mich lacht.
    Heute bin ich ein Mensch, der Weinen und Lachen kann, ohne sich für etwas zu schämen oder rechtfertigen zu müssen, und knall denen ihre unbequemen Wahrheiten mit klaren ruhigen kultivierten Argumenten ohne eine Spur von Hass in ihr eigenes tuschiertes Gesicht und in ihre Augen, ohne einen Funken Mitleid für diese unguten Menschen zu haben.

    Ich wünsche auch Ihnen ganz viel Mut und Kraft.
    Herzliche Grüße

  11. rasch schreibt am :

    hi HerrBruns,
    ja ich weiss was Sie meinen. Bei mir hat auch keiner mehr etwas zu lachen. Es ist wie Sie beschreiben. Auch ich bin in der Lage „es“ sprechen zulassen, unverblümt und mit klaren Worten.
    Aber in der Rückschau da tut es oft so weh, wenn ich sehe wie gnadenlos die Schwächen und die Blindheit ausgenutzt wurden.Dann habe ich Schuldgefühle mir selber gegenüber und frage mich warum ich denn nciht merkte, 48 jahre lang dass meiner PTBS ein schlimmes Trauma in der Kindheit zu grunde liegt.Aber ich bin schon sehr weit und kann mir in Liebe verzeihen, denn das Leben kann auch schön sein,,,,,,ich bin frei,,,,ein unglaublich schönes Gefühl.
    Hass habe ioch auch keinen mehr sodass es ein Problem in meinem Handeln darstellt. Ich spüre garnix wenn dann ein Täter „klein“ vor mir sitzt, weil er es nicht schafft mit all seinen Techniken in einen sadistischen Kampf zu verwickeln. Es ist mir in solchen Momenten als bliebe die zeit stehen weil er nichts,,,,aber auch garnichts empfinden kann. Aber zumindest sind sie dann ruhiggestellt. Andere wiederum treiben es soweit bis ich sie feige in die Flucht geschlagen habe. Aber auch da merke ich nur die abfallende Anstrengung mit all ihren nachwehen und ein mini Genugtuung dass es sich mal wieder bewährt hat dass diese Täter einfach nur feige sind wenn sie ihre eigene Ohnmacht plötzlich spüren.

  12. rasch schreibt am :

    Nachbesserung:
    Hass habe ich auch keinen mehr sodass es kein Problem in meinem Handeln darstellt. Ich spüre garnix wenn dann ein Täter “klein” vor mir sitzt…….

  13. rasch schreibt am :

    Nachbesserung:
    es stellt kein problem dar in meinem handeln da ich keinen hass mehr habe wollte ich sagen,,,,

  14. jürgen s schreibt am :

    Ich danke euch,allen für die Lieben Worte und so….
    Wenn ich jemanden Trigger ,das wollte ich nicht aber ich denke hier kann ich das sagen,und ich bin noch nicht fertig….Das nächste wird sein über die Nonne,aus Oldenburg…

    Herr Bruns nein ich lebe nicht mehr in Bad Zwischenahn,und bin froh das ich da weg bin,weit weg…
    Euch allen alles gute
    lg Jürgen

  15. Heinrich Bruns schreibt am :

    Hy Jürgen
    Das kann mich nicht mehr Triggern. Ich habe mich von innen mit meinen verletzten Kind in mir versöhnt, und diese Kind in mir gibt mir neues Urvertrauen und Mitgefühl und Mut und Kraft und Liebe und eine ganz neue Energie. Ich habe nur immer so ein Ohnmachtsgefühl wenn ich fühle und sehe wie gütgläubige noch immer manipuliert werden, doch ich weiß auch das ich ihnen nicht helfen kann. Doch einige Menschen haben den Absprung geschafft und dann darf ich doch froh sein wenn meine Empfehlungen ihnen geholfen haben.
    Die Versöhnung mit dem eigenen inneren Kind ist die Herausforderung, um sich wieder selbst zu mögen und zu lieben. Einiges habe ich hier noch zu erledigen, und dann werde ich auch von hier gehen, aus dieser schwarzen Hochburg Gegend. Mal schaun wo der Wind mich hintreibt und wo ich mich dann geborgen fühle.
    Ich wünsche Ihnen und allen anderen alles gute und Danke das Sie mich verstehen.
    Liebe Grüße

  16. Simone schreibt am :

    Hallo Heinrich,
    die Kinderschänder und Kriminellen gibt es überall, egal wohin man geht. Die haben ihre Organisationen und treiben ihr perverses Tun ohne Pause. Wie die organisiert sind, hat Manfred Karremann in seinem Buch „Es geschieht am helllichten Tag“ beschrieben.

  17. Heinrich Bruns schreibt am :

    Hallo Simone
    Ich stimme Ihnen zu. Leider ist das so. Doch manchmal ist das ganz gut anderswo neu anzufangen, für sich selber.

    Liebe Grüße

  18. Gail Raven schreibt am :

    @ Jürgen S.
    Sie sind mit Ihren Aussagen absolut glaubwürdig.
    Und weder das eine noch das andere klingt durcheinander.
    Im Gegenteil:
    Ich bin beeindruckt von der strukturierten Klarheit, mit der Sie das Unglaubliche, Unsagbare, Unerträgliche formulieren.
    Und zwar so, dass es glaublich und sagbar wird – und erträglich werden muss.
    So stark, reif, klug, mutig – und seelisch gesund – wie Sie muss man erst einmal sein.
    Leben Sie weiter, für Ihre Frau, Ihre Kinder, für sich selbst – und für alle.
    Mit allen inneren Persönlichkeiten, die Sie brauchen und schützen.
    Sie verdienen Hochachtung und Bewunderung.
    Sie verdienen Verständnis und Respekt.
    Und Sie verdienen die Hilfe, die Sie sich wünschen – und also brauchen.
    Die Verweigerung dieser käme einem Verbrechen gleich.

  19. astrid schreibt am :

    @Jürgen et alii, was Jürgen passiert beim EO-Antrag wird ja nicht selten sein. Vielleicht könnte man einen Standard-Brief haben, in dem darauf hingewiesen wird, dass die Aufforderung nach mehrfacher und noch detaillierterer Darstellung den Richtlinien des Justizministeriums für den Umgang mit Missbrauchs-Betroffenen bei juristischen Angelegenheiten widerspricht.
    (danke für den Link, Hildegard)
    Und man doch bitte ganz konkret formulieren möchte, welche Informationen noch benötigt werden, und nicht ganz allgemein nach einer nochmaligen Schilderung fragen.
    Oder schick den Leuten diesen Link vom Justizministerium, Jürgen. . .

  20. Romy schreibt am :

    Es macht mich wütend, wenn ich solche Dinge lese bzw lesen muss. Denn ich konnte meine Augen nicht mehr abwenden. Ich denke, es ist wichtig, daß Niemand mehr seine Augen vor der Wahrheit verschließt, denn DAS ist die Realität. Auch wenn mich eine eigenartige Wut packt beim lesen dieser Zeilen, auch wenn ich gemeinsam mit Jürgen und vielen Anderen darüber kotzen könnte, auch wenn ich vor lauter Hass auf diese Monster mir wünsche, daß SIE (die Täter) in einem Loch verrotten,(ich würde zu gern meinen Biomüll dort abladen, jeden Tag auf ihr Loch pinkeln), auch wenn….. trotzdem spüre ich auch Hilfloseigkeit, weil ich weiß, daß solche Dinge nicht aufhören. Es passiert immer wieder, überall auf der Welt. Ich kann dann die Schreie hören, die Niemand hört und hören will.
    Wenn man solche oder ähnliche Dinge schon einmal erlebt hat, weiß man, wie es sich anfühlt. Meine Empathie für all die hilflosen und gedehmütigten Kinderseelen ist grenzenlos. Wenn ich die Möglichkeit hätte , den Mut und die Entschlossenheit, dann würde ich jeden Einzelnen für seine erlittenen Qualen rächen. Kein Anwalt und kein Richter kann für solch erlittenes Leid eine angemessene Entschädigung finden. Selbst der Tod der Täter würde das Leid nicht schmälern. Ich kann gar nicht meine ganze Wut und meinen ganzen Hass in angemessener Form zum Ausdruck bringen.
    Menschen, die kleinen Kindern solche Qualen und solches Leid, Schmerzen und Angst zufügen, haben in dieser Welt keine Lebensberechtigung mehr. Sie haben sämliche Rechte am gesellschaftlichen Leben verwirkt!

    Romy

  21. Jürgen Scherr schreibt am :

    Ein Hallo an alle hier,
    ich möchte euch mitteilen, dass sich der fast 2 Jährige Kampf mit der AOK und Sozialversicherung gelohnt hat. Ich habe die Kostenzusage für die Traumatherapie in der Klinik Waldschlösschen in Dresden bekommen, und kann unter Vorbehalt schon am 30.12.2011 anreisen…
    Ich möchte mich bei allen bedanken die mir Mut gemacht haben, weiter zu kämpfen, danke an meine Frau Justina, die mir immer beigestanden hat.
    Mein ganz besonderer Dank gilt dem Weissen Ring für die Kostenübernahme für meinen super tollen Anwalt Herrn Kuhn, danke für Ihre Mühe, Ihre überragende, kompetente Arbeit.

  22. hildegard schreibt am :

    @ Jürgen Scherr Alle guten Wünsche begleiten Dich nach Dresden!!!

  23. Adriane schreibt am :

    Du hast keine Schuld. Diese Menschen waren von ihrern Gefühlen komplett abgespalten und haben mit dir das gemacht, was man mit Ihnen als Kind gemacht hat. Mache eine gute und lange Therapie mit Emdr und Gesprächen und Körpertherapie. Nehme alle Kinder in dir an dein warmes erwachsenen Herz und halte sie im Arm und pflege ihre Wunden. Ich wünsche dir alles Gute und Kraft.. du bist anscheinend sehr stark und hast einen sehr gesunden und empfindenden Kern in dir, denn du bist kein Täter, sondern Überlebender als Gesiel von Kranken verlorenen Seelen!

  24. Verena Müller schreibt am :

    Lieber Jürgen,erinnerst du dich bzw. weißt du noch die genaue Adresse des Geschehens?Wo steht der Lockschuppen und wo genau ist der Wald?Es ist möglich das diese Missbräuche weiterhin dort durchgeführt werden von anderen Satanisten.Dies muss verhindert werden und aufgedeckt werden.Erinnerst du dich noch an andere Orte oder fand es immer am selben Ort statt?Eine genaue Beschreibung würde mir reichen das ich den Platz wieder finde an dem es geschehen ist und evtl immer noch geschieht.Ich wäre dir sehr dankbar wenn du mir antwortest.Viele Grüße aus Ostfriesland

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