Missbrauchsopfer werden verhöhnt

29.09.2011: Frankfurter Rundschau

Frankfurter Rundschau 29.09.2011

Missbrauchsopfer werden verhöhnt

Der Runde Tisch gegen sexuellen Missbrauch tagt ohne die Betroffenen. Er setzt dem Täterschutz kein Ende, und die Entschädigungen fallen lächerlich niedrig aus.

Als Anfang 2010 eine Reihe neuer Missbrauchs- und Misshandlungsfälle bekanntgeworden waren, standen vor allem die römische-katholische Kirche und ihre Institutionen, im Brennpunkt.

Der Öffentlichkeit war nicht bewusst gewesen, wie viele Täter es gibt, die Kinder und Jugendliche in ihre Gewalt bringen, oft jahrelang, in Institutionen und in der Familie. Es handelt sich nicht allein um sexualisierte Gewalt, sondern auch um psychische und physische Gewalt.

Den Opfern gelingt es selten, diesen Strukturen zu entkommen. Die akuten und chronischen Folgen beschreibt die Wissenschaft als Komplexes Posttraumatisches Belastungsyndrom. Die Formen der Leiden und Qualen sind so mannigfaltig wie die Perversionen der Täter. Diese missbrauchen Macht, Ansehen und Vertrauen. Es sind häufig Serientäter. Die Gesellschaft war sich des Massenverbrechens nicht bewusst.

Es war in der römisch-katholischen Kirche gängige Praxis, die bekanntgewordenen Täter stillschweigend zu versetzen. Verantwortliche der Institution Kirche verharmlosen diese Verbrechen auch heute noch ebenso wie die Folgen. Auch eine eigene Verantwortung lehnen die Zuständigen ab. Es fehlt das wirkliche Unrechtsbewusstsein. Aufgrund der bestehenden Verjährungsfristen leben die Täter bis heute unbelangt, selbst wenn sich noch Opfer melden.

Außerdem scheitern die Verfahren, in denen geklärt werden soll, wer von den Vorgesetzten die Täter wissentlich versetzt hat, an den Verjährungsfristen. So wurden die Ermittlungen gegen Erzbischof Robert Zollitsch im Juli 2010 wegen Verjährung eingestellt.

Auch die Akten über Missbrauchsfälle werden „systematisch vernichtet“, so fand es die Rechtsanwältin Marion Westpfahl in einem Gutachten im Erzbistum München und Freising heraus. Die Opfer selbst müssen mit Strafanzeigen wegen übler Nachrede rechnen, im Einzelfall bis hin zur Hausdurchsuchung. Wenn der Gesetzgeber nichts ändert, wird sich auch am Täterschutz nichts ändern.

Ende April 2010 etablierte die Bundesregierung den Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch unter Beteiligung der Volkskirchen und weiterer Verbände insbesondere aus den Bereichen Bildung und Sport. Zu den Organisatorinnen zählen die Ministerinnen Kristina Schröder (CDU), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Annette Schavan (CDU), ferner die ehemalige Ministerin Christine Bergmann (SPD). Die Forderung der Opferverbände an einer unmittelbaren Beteiligung an diesem Runden Tisch verhallte ungehört.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, lieferte sich zunächst einen Schlagabtausch mit der Politik, bis er schließlich die Teilnahme am Runden Tisch zusagte. Im März 2011 überraschte Bischof Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der römisch-katholischen Kirche, die Öffentlichkeit mit einem eigenen Entschädigungsvorschlag in Höhe von bis zu 5.000 Euro (in Einzelfällen auch mehr) kombiniert mit weiteren Hilfsmaßnahmen, wie beispielsweise der Übernahme von Therapiekosten. Für die Opfer ist das ein Hohn.

Zur gleichen Zeit trat der Runde Tisch mit seinen Handlungsvorschlägen noch auf der Stelle. Gegen Ende des Jahres 2010 beteiligte man einzelne Betroffene an den Arbeitskreisen. Im Frühjahr 2011 initiierte die Bundesregierung die Gründung einer sogenannten „Bundesinitiative von Betroffenen“, die jedoch nur wenig Bekanntheit und Rückhalt bei den eigentlichen Betroffenenverbänden fand. Sie hatte eine Alibifunktion für die Politik. Verhandlungspartner auf gleicher Augenhöhe mit Recht und Stimme am Runden Tisch stellten sie nicht dar.
Im Mai 2011 wurde der Bericht der Beauftragten Christine Bergmann vorgestellt, der von den tragischen Belastungen und Spätfolgen von Betroffenen berichtete, die sich schriftlich oder telefonisch gemeldet hatten. netzwerkB forderte erneut im Sommer 2011 die direkte und gleichberechtigte Beteiligung einer demokratisch legitimierten Opfervertretung. Es erfolgte nicht einmal eine Antwort.

Der Runde Tisch soll am 30. November 2011 beendet werden. Den Missbrauchsopfern sollen nur Hilfen in einer Höhe von maximal 10.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Dem Schaden für das ganze Leben eines Betroffenen stellt man einen Wert von etwa zwei Monatsgehältern eines Priesters gegenüber. Das soll der Abschluss sein. Den Großteil der Kosten soll die Gesellschaft mit ihren Krankenkassen übernehmen. Die Opfer mit ihren erlittenen Schäden an der eigenen Psyche, Gesundheit und Folgen, bis hin zur eingeschränkten schulischen und beruflichen Entwicklung, lässt man im Wesentlichen allein. Aus Sicht von netzwerkB ist das eine Katastrophe.

Was wir brauchen ist Opferschutz, nicht Täterschutz, wie ihn der Runde Tisch fortschreiben will!

Am jetzigen Runden Tisch sind die Opfer nicht maßgeblich beteiligt. Wären sie es, würde es zu ganz anderen Ergebnissen kommen. Diese Konferenz muss völlig neu zusammen gesetzt werden und noch einmal neu starten, damit etwas vernünftiges dabei raus kommt.

Norbert Denef ist Sprecher des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.

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47 Kommentare

  1. Dr. Becker schreibt am :

    Im vergangenen Jahr, als die Missbrauchsfälle bekannt wurden habe ich
    an den Bischof Dr. Ackermann, Trier geschrieben und ihm in aller
    Ausführlichkeit die in den 50iger und weiteren Jahrzehnten bestehenden
    Zustände am „Bischöflichen Internat Albertinum in Gerolstein“ geschildert.
    Ich selbst war von 1953 bis 1955 als 11 jähriger in diesem Internat und bin vom geistlichen Leiter des Internats mißbraucht und von seinen Präfekten mißhandelt worden.
    Ich bekam einen Brief von einem Mitarbeiter des Herrn Dr. Ackermann, in dem es ihnen leid tat, daß ich sowas erdulden mußte. Und das wars.
    Keine Entschuldigung.

  2. Zur Verhöhnung der Opfer… ich sehe das ganz genauso.

    Allerdings mit einem kleinen Zusatz: es gab mal eine Zeit, da konnten die Kirchenherren (kleinere und größere) die Opfer einfach entsorgen. hexerei, Häresie, Sünde etc pp – und schon konnte man sie schmoren.
    Glaub mir, die Verhöhnung der Opfer ist so gesehen ein gutes Zeichen. Zu mehr reicht es einfach nicht mehr!

    Die wünschen sich die guten alten zeiten zurück, wetten? und langsam kriegen sie auch kalte Füße. Denn es dämmert den Herren (und Herrinnen) immer mehr, daß es enger wird für sie.

    Also, im richtigen Zusammenhang betrachtet – laßt uns unsere kleinen Siege ERKENNEN und nicht bejammern!!!

    Die Herren Kirchenfürsten versuchen es mit Hohn? Mehr haben die nicht mehr zu bieten?

    Wir sollten stolz drauf sein!
    Wir sind auf dem richtigen Wege, ganz eindeutig.

  3. Wilma schreibt am :

    Der runde Tisch soll am 30. November 2011 beendet werden. Das kann nicht sein. Wir brauchen eine Nachfolgerin für Frau Dr. Bergmann und einen Nachfolge für den Runden Tisch. Und statt einer „Bundesinitiative“ einen unabhängigen Interessenverband von Gewaltopfern, dem alle Vereine angeschlossen sind, die sich mit dem Thema beschäftigen. Dieser Verband sollte sich von niemandem beeinflussen lassen, weder von Politik, noch von Therapeuten, Ärzten oder Sonstigen. Sowie da andere Gruppierungen mitmischen, werden sie immer versuchen, den Verband/die Gruppe vor den eigenen Karren zu spannen. Unter anderem aus diesem Grund ist das Ergebnis dann so frustierend, wie es jetzt gelaufen ist.

  4. Aloys Essmann 48429 Rheine schreibt am :

    wenn ich nicht vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten wäre, würde ich
    es sofort tun. Einfach nur widerlich, was die Kirche nun den Opfern
    antut.

  5. Anna M. schreibt am :

    @YeRainbow:
    Warum erinnert mich Ihr Schönreden so an das Schönreden eines Priesters in einer dieser Talk-sendungen über den Papst-besuch, als dieser Priester jegliche Kritik am Papst und der Kirche als „Reden über Gott“ ummünzte?
    Verhöhnen ist etwas, das andere verletzt und der Rückblick auf „noch schlimmere Zeiten“ hilft weder der aktuellen Diskussion noch einem einzigen Betroffenen.
    Sie setzen dem Verhöhnen noch eins drauf, in dem sie den Protest gegen die Ungerechtigkeit als „Bejammern“ bezeichnen.
    Solidarität sieht anders aus.

  6. Kathrin schreibt am :

    Liebe netzwerkB-Leute,

    mein Name ist Kathrin Radke und ich lebe mit meinem Mann und unseren beiden bezaubernden Kindern (9 und 4 Jahre) in Berlin. Ich komme aus dem großen Dunkelfeld des breiten Missbrauchsbereichs. Ich bin 1. Vorsitzende von Augen-Auf e.V. und seit kurzem auch 1. Vorsitzende der BI. Hier schreibe ich allerdings als PRIVATPERSON! Vielleicht helfen ja die folgenden Worte … etwas besser zu verstehen.

    „Im Frühjahr 2011 initiierte die Bundesregierung die Gründung einer sogenannten „Bundesinitiative von Betroffenen“, die jedoch nur wenig Bekanntheit und Rückhalt bei den eigentlichen Betroffenenverbänden fand. Sie hatte eine Alibifunktion für die Politik.“

    Diese Sätze und die andere „nette“ Aktion, welche Ihr vor einigen Wochen gestartet habt, nehme ich als Anlass, um hier zu schreiben. Ich finde das unglaublich furchtbar und es macht mich nicht nur wütend, sondern auch unendlich traurig, dass Betroffene gegen andere Betroffene ziehen. Ich habe da lange drüber nachgedacht, doch ich komme zu keinem Verständnis. Zumal Norbert und ich uns kennen. Norbert kennt alle, die in der BI sind. Er hat mich überhaupt erst in den Kreis der Betroffenen die jetzt am RT sitzen gebracht. Neztwerk B waren aber auch die Ersten, die sich aus diesem Arbeitskreis verabschiedet haben. netzwerkB hatte sehr wohl die Möglichkeit, am RT mitzuwirken, doch SIE fällten die Entscheidung, nicht mehr mit dabei sein zu wollen. Deswegen machen mich die Vorwürfe auch so unsagbar wütend.

    Am 22.01.2011 trafen sich ca. 30 Personen, darunter 3 Personen von netzwerkB, die am Ende des Treffens beschlossen haben zusammen zu bleiben, um gemeinsam etwas zu erreichen. 30 Personen, aus den verschiedensten Missbrauchsbereichen. Diese Begegnung schien schicksalhaft. Wir gingen alle mit einem unglaublich starken Gefühl nach Hause. Wir alle hatten nach diesem Treffen die Hoffnung, endlich gehört zu werden und endlich Änderungen herbeiführen zu können, die im Sinne von Betroffenen sind. Ich persönlich wurde auf dem Heimweg von dem starken Gefühl getragen, endlich Verbündete gefunden zu haben, die für das Selbe kämpften wie ich. Für mich war der 22.01.11 ein magisches Datum, denn es trafen sich Betroffene aus ganz Deutschland, die alle das oberste Ziel haben, Hilfe für Betroffene und sexuellem Missbrauch an Kindern ein Ende zu bereiten …. klingt vielleicht abgedroschen, für mich war es aber so. Sie alle sind ganz wunderbare Menschen, mit ihrer eigenen Geschichte und ihrem eigenen Hintergrund, tätig zu werden.

    Mit viel Hoffnung im Gepäck, machten wir uns also an die Arbeit.
    Wie wälzten Unterlagen, erstellten Papiere mit unseren Forderungen trafen uns, wälzten wieder Unterlagen, erstellten wieder Forderungen usw. usw. Jeder sogut wie er eben konnte. Jeder in dem Bereich, wo er sein Steckenpferd hat. Jeder in dem Bereich, wo er eben seine Missbrauchserfahrungen machen musste. Wir ALLE kamen während dieser Zeit und auch jetzt noch an unsere Grenzen, emotional, zeitlich und auch finanziell. Wir alle haben nebenbei noch Jobs (ja auch wir müssen unsere Kühlschränke füllen), Partner und Kinder, die wir teilweise vernachlässigten, damit wir die Arbeiten am RT vollbringen konnten. Dabei wurde jeder von uns auch wieder mit seiner eigenen Betroffenheit konfrontiert. Logisch. Der Abstand, den Einige von uns zu ihrem erlebten Missbrauch schon hatten, wurde durch die inhaltlichen Arbeiten an manchen Stellen wieder sehr gering. Die 30 Personen vom Anfang minimierten sich. Trauer aber Verständnis machte sich breit und der Wunsch, wir mögen durchhalten und trotz allem soviel wie möglich erreichen. Dann kommen Aktionen wie die von netzwerkB und ich fragte mich, warum??? Warum machen die das??? Warum kann man nicht an einem Strang ziehen? Warum gehen Betroffene auf Betroffene los? Warum fragen die mich nicht einfach? Warum kann man keine Kompromisse eingehen? Norbert rief mich an und fragte mich…ich antwortete so gut ich konnte. Norbert mailte mir…ich antwortete so gut ich konnte. Und dann die öffentliche Hackerei von netzwerkB und diese unglaublich respektlosen Kommentare dazu. Alle Info die netzwerkB forderte, hatte Norbert bereits! Dann kam bei mir der Gedanke auf … es gibt eben Betroffene, die wollen nur schimpfen. Ist das so?
    Ich weiß, dass viele Betroffene gehört werden wollen. Ich weiß, dass viele sich hilflos und ungerecht behandelt fühlen, von den verschiedensten Institutionen. Ich weiß, dass viele Betroffene Forderungen haben. Aber indem man auf andere Betroffene schimpft, ändert sich daran auch nichts. Und von heute auf morgen lassen sich nunmal leider keine Änderungen herbei führen. Manche Dinge benötigen Zeit. Aber wenn wir einen Schritt nach dem anderen und vor allem GEMEINSAM gehen, dann liessen sich da sicher bessere Erfolge erzielen.
    Ich persönlich würde mir wünschen, dass Betroffene sich verbünden, statt auf andere Betroffene los zu gehen. Und vor allem würde ich mir wünschen, dass sich einige aus Eurem Kreise wieder vor Augen führen, dass wir alle Menschen sind, nicht perfekt, jeder mit seiner eigenen furchtbaren Missbrauchserfahrung, jeder mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen und mit dem Gedanken … sex. Missbrauch darf es einfach nicht geben. Nirgendwo, weder in Institutionen noch in Familien und deren Umfeld.

    Ich möchte Euch bitten, auf jede bösartige Meinungsäußerung zu verzichten. Ich bin ein Mensch und habe Gefühle. Gegen konstruktive Meinungen habe ich allerdings gar nichts, die ist immer willkommen und erwünscht. Möglicher Weise antworte ich aus zeitmangel nicht sofort aber ich geb mir immer Mühe, Antworten so zeitnah wie möglich zu formulieren.

    Viele Grüße,
    Kathrin

    Und nun bin ich ganz gespannt, ob Ihr das veröffentlicht.

  7. > Auch die Akten über Missbrauchsfälle werden „systematisch vernichtet“, so fand es die Rechtsanwältin Marion Westpfahl in einem Gutachten im Erzbistum München und Freising heraus. Dass die Akten systematisch vernichtet werden, wundert mich gar nicht. Nach der Abschaffung der Verjährung von Mord in den 70er Jahren hat es einen Verfassungsrechtsstreit um die Frage gegeben, ob die Verfolgung von Altfällen aus der Zeit, als Mord noch verjährte, gegen das strafrechtliche Rückwirkungsverbot / besondere Bestimmtheitsgebot des Art. 103 Abs. 2 GG verstösst. Das tut sie laut BVerfG nicht!

    Die Herrschaften haben also gute Gründe, die Akten zu schreddern und Beweismittel zu vernichten. <

    http://grundgesetzaktiv.de/phpBB3/viewtopic.php?f=67&t=659

  8. Maren Ruden schreibt am :

    Liebe Kathrin, liebe Mitstreiter, liebe alle, die ihr das hier lest – viel gibt es nicht hinzu zu setzen, das meiste empfinde ich ebenso wie Kathrin. Nur noch eines – wir werden weiter arbeiten, so gut wir können – wir haben nämlich keine Alternative, außer wieder zu schweigen.

    Das meint Maren, die auch in Augen- auf- Heilung und der BI arbeitet und hier ihre private Meinung gesagt hat

  9. Elke schreibt am :

    Hallo Kathrin,

    der Hinweis auf deine bezaubernden Kinder reicht mir nicht, um dein Posting als „privat“ anzusehen. Ich möchte auch gar nicht großartig darauf eingehen, dir aber dies kurz mitteilen:

    Da gibt es ein paar Leute, die sich Bundesinitiative nennen und unter dieser Firmierung am Runden Tisch teilnehmen. Bis zu der Aufklärung hier auf NetzwerkB hatte ich als Betroffene noch nie von dieser Bundesinitiative gehört, und das, obwohl ich ständig auf der Suche nach Hilfe bin, selbst eine Homepage zum Thema eingerichtet habe, viele andere Betroffene kenne – von denen aber ebenfalls niemand eine Bundesinitiative kannte. Wie ist es möglich, dass wir von Leuten vertreten werden, die niemand kennt? Ich kann für mich nur sagen, dass mir dies sehr unangenehm und suspekt ist. Diese Bundesinitiative arbeitet im Verborgenen, so fühlt es sich für mich an. Und wir wollen nichts mehr verbergen!

    Wieso überhaupt bösartige Meinungsäußerungen? Seit wann ist Ehrlichkeit bösartig?

    Wie auch immer, die Bundesinitiative ist für mich nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln und es liegt an EUCH, dies zu ändern.

  10. Mathias Henkel schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    es ist halt so, wie es ist in Deutschland. Der Besuch des Reaktionärs Ratzinger durfte 50 Millionen Euro kosten, für die Mißbrauchsopfer ist kein Geld da. Leider steckt die ganze deutsche Politik von rechts bis ganz links mit dieser kriminellen Organisation katholische Kirche unter einer Decke. Das mit den Nazis vereinbarte Reichskonkordat will niemand abschaffen. Ratzinger, der die ermordeten und versklavten Ureinwohner Amerikas öffentlich verhöhnt hat, sie hätten ihre „Missionierung“ durch die Europäer im Grunde herbeigesehnt, darf im Bundestag sprechen, und es sind Abgeordnete aller(!) Fraktionen dabei. Der neue grüne Ministerpräsident von BW war selbst Opfer von Pfaffengewalt im katholischen Internat, bekennt sich aber nach wie vor zur katholischen Kirche und lobt Ratzinger in den höchsten Tönen, weil der sich positiv zur Ökologie geäußert habe, was ja heute zum Repertoire jeder Sonntagsrede gehört, wer auch immer sie hält. Wie durchgeknallt sind die Grünen eigentlich inzwischen, daß sie diesen Mann in diese Position als Ministerpräsident von Baden-Württemberg hieven?

    Wer den Massenmord an den Juden leugnet oder verharmlost, wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt, wer sich dasselbe gegenüber den Ureinwohnern Süd- und Mittelamerikas erlaubt, wird in Deutschland als Staatsgast empfangen und darf im Bundestag reden, und selbst ein Herr Gysi hört ihm zu. Den hätte ich mal erleben wollen, wenn im Bundestag jemand auftreten würde, der zuvor den Massenmord an Juden im Nationalsozialismus geleugnet oder verharmlost hätte. Bevor wir über die Türkei die Nase rümpfen, sollten wir zur Kenntnis nehmen, daß dort bereits seit den Zeiten von Mustafa Kemal Atatürk Religion und Staat streng voneinander getrennt sind und bis heute das hierzulande gern gescholtene türkische Militär darüber wacht, daß es dabei bleibt. Hierzulande schafft es niemand, der organisierten Kriminalität ein Ende zu bereiten. Anscheinend will es auch niemand in der Politik. Manchmal fällt es verdammt schwer, Deutscher zu sein, und ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wen ich überhaupt noch guten Gewissens wählen kann!

    Wenigstens von den Mißbrauchsopfern und ihren Verbänden erwarte ich, daß sie klar Front machen gegen die katholische Kirche, weil deren ganzes System krank und kriminell ist. Man muß doch mal aufklären über den Zusammenhang zwischen offizieller Verurteilung von Homosexualität und gleichzeitigem über das Zölibat gesichertem Angebot, die seinerzeit gesellschaftlich verpönte und verfolgte Homosexualität als Pfaffe oder Nonne im Schutz der katholischen Kirche ausleben zu können. Selbst die Lustknaben wurden als Ministranten zur Verfügung gestellt. Waren die oder die armen Schweine in katholischen Internaten nicht gefügig, dann wurde brutal zugeschlagen. Zu Zeiten, in denen in der übrigen Gesellschaft Homosexualität verachtet und verfolgt wurde, war das doch das Paradies für Schwule, Sadisten und Päderasten, gesichert vor jedem staatlichen Zugriff, das aber der katholischen Kirche jederzeit Nachwuchs an hauptamtlichen Funktionären sicherte. Heute in einer liberalisierten Gesellschaft, in der sich selbst Spitzenpolitiker als Schwule outen können, ohne Schaden zu nehmen, funktioniert das nicht mehr und deshalb findet die katholische Kirche in Deutschland auch keinen Pfaffennachwuchs mehr. Da es aber in der Welt durchaus noch Regionen gibt, in denen dieses System der Rekrutierung von Personal noch immer gut funktioniert, kann die katholische Kirche nicht auf das Zölibat verzichten. Das muß doch mal deutlich öffentlich aufgedeckt werden z.B. in einem von Ihnen und Ihrer Organisation veranstalteten Symposium. Solange das nicht passiert, wird im Zusammenhang mit der Gewalt und dem Mißbrauch immer die Rede sein von Ausnahmen und bedauerlichen Einzelfällen, aber nie aufgedeckt, daß in Wirklichkeit System dahintersteckt.

    Gerechtigkeit von der katholischen Kirche zu erwarten oder zu fordern ist genauso sinnvoll und erfolgsversprechend wie eine entsprechende Erwartung bzw. Forderung von Mafiaopfern an die Mafia, übrigens einer mit dem Vatikan verbandelten Organisation. Nicht Gejammer ist angesagt, sondern offensive Aufklärung und Kampf! Solange Vertreter der katholischen Kirche z.B. in Rundfunkräten sitzen, wird doch nie ein öffentlich-rechtlicher Sender wahrheitsgemäß und offen über die Machenschaften der katholischen Kirche berichten. Statt dessen spricht Herr Ratzinger das Wort zum Sonntag!

    Mit freundlichen Grüßen

    Mathias Henkel

  11. RichardZ schreibt am :

    Zwei “private Meinungen” als “Privatperson” von Kathrin Radke und Maren Ruden… ich sehe hier nichts, was diese “Bundesinitiative” als Vertretung für die Betroffenen in Deutschland legitimiert.

    Die Alternativen wurden von Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB, genannt: den Runden Tisch neu zusammen setzen und noch einmal neu starten, damit etwas Vernünftiges dabei raus kommt. Wir brauchen Opferschutz, nicht Täterschutz.

  12. Doro schreibt am :

    @ Kathrin Radke

    Frage: Auf welche „Aktionen von netzwerkB“ sprichst du genau an? Worauf bezieht sich die Frage „Warum machen die das?“?? Wen meinst du mit „die“??

    Falls damit die „Umfrage zur Bundesinitiative“ vor einigen Wochen gemeint ist, so möchte ich darauf hinweisen, dass die NICHT von netzwerkB initiiert und auch nicht organisiert wurde! Sie hat mit netzwerkB nur soviel zu tun, als dass sie hier (wie in anderen Betroffenenforen) veröffentlicht wurde, um möglichst viele Betroffene zu erreichen.

    Fakt ist, dass viele Betroffene von dieser BI nicht durch diese „schicksalhaft“ zusammengekommenen 30 Betroffenen erfahren haben, sondern dass die Information, dass sich eine BI gebildet hat UND BEREITS AM RUNDEN TISCH MITREDET, über irgendwelche andere Kanäle (u.a. Pressemitteilungen des Runden Tisches, in denen die BI plötzlich auftauchte) durchsickerte. Soll heißen: Wer „Glück“ hatte, erfuhr von der BI, wer „Pech“ hatte, nicht. Das finde ich für ein Projekt, das sich „Bundesinitiative“ nennt , gelinde gesagt suboptimal. Und ebenso suboptimal finde ich den JETZIGEN Aufruf zur Solidarisierung aller Betroffener, nachdem das offensichtlich bei der Gründung der BI versäumt wurde oder damals weniger wichtig erschien.

    Ich schrieb es schon an anderer Stelle: Ich habe mich damals, als es zu dieser „schicksalhaften Begegnung“ der 30 Betroffenen kommen sollte, an diese Gruppe gewandt, weil ich damals – ebenso wie du – Hoffnung empfand, dass nun eine bundesweite Bewegung zustande kommt. Auf meine mehrmaligen Mails habe ich nicht einmal Antwort bekommen. Soviel zum „Verbünden“.

    Ich hätte auch gerne einmal eine Antwort darauf, wie sich diese 30 Betroffenen zusammengefunden haben. Also wie die Auswahl stattgefunden hat? Wer ist wann auf wen zugekommen, um solch ein Treffen zu organisieren, bzw. solch eine BI zu gründen? Und wie dachtet ihr damals, bindet ihr bundesweit die Betroffenen ein?? Zum Beispiel auch diejenigen, die nicht in einer der bisherigen Betroffenen-Gruppierungen organisiert sind?

    Ich denke, nüchtern betrachtet ist da einfach einiges gründlich schief gegangen bei der Gründung dieser „BI“. Gerade als selbst Betroffene hätte euch bewusst sein müssen (jedenfalls können), dass Intransparenz und Abschottung bei anderen Betroffenen Misstrauen und Verunsicherung erzeugt. Und dass dadurch die Solidarisierung unter Betroffenen nicht gefördert sondern verhindert wird.

    Daraus erklären sich dann auch möglicherweise die Antworten auf deine Fragen: „Warum machen die das??? Warum kann man nicht an einem Strang ziehen? Warum gehen Betroffene auf Betroffene los? Warum fragen die mich nicht einfach? Warum kann man keine Kompromisse eingehen?“.

    Antwort: Weil ihr Vertrauen verspielt habt. Weil ihr euch SELBST zur „Bundesinitiative“ ernannt habt, während man als Betroffene/r von euch erst im Nachhinein, auf ominösen Kanälen, per Zufall, Pressemitteilung oder durch eine Umfrage erfährt. Wie kann man euch/dich fragen, wenn man entweder von Euch/dir gar nicht weiß oder wenn das Vertrauen fehlt? Wie kann man mit euch an einem Strang ziehen, wenn man überhaupt nicht weiß, welche Positionen ihr vertretet, bzw. wenn keine demokratische Möglichkeit besteht, zu Mehrheitspositionen zu kommen? Nicht weil wir alle Betroffene sind, haben wir auch alle dieselbe Meinung! Woher sollen wir wissen, ob das, was durch diese „BI“ am Runden Tisch vertreten wird, nicht bloß die Privatmeinungen einzelner Betroffener sind?

    Ist dir/euch bewusst, was es bedeutet, dass ihr am Runden Tisch Einfluss nehmt auf Entscheidungen, die bald ALLE Betroffenen betreffen, OHNE dass ihr eine demokratische Legitimation für euren Einfluss an diesen Entscheidungen habt??? Liegt nicht darin mindestens genausoviel „Unsolidarität“, dass eine selbst ernannte „Bundesinitiative“ von vielen anderen Betroffenen verlangt, einfach hinzunehmen, was sie im Namen aller Betroffener vertritt, und was daraus für jede/n einzelne/n Betroffene/n an Konsequenzen (rechtlich, politisch, persönlich) folgt???

    Ich möchte wirklich auf persönliche Angriffe verzichten, denn auch ich bin der Meinung, dass sie uns nicht weiterführen. Aber es muss auch unter Betroffenen möglich sein, kritisch zu hinterfragen.

    Also: falls du mit deinen Aussagen auch die Umfrage gemeint haben solltest: Es gab in diesem Zusammenhang keine „öffentliche Hackerei von netzwerkB“, sondern FREIE Betroffene haben sich erlaubt, kritische Fragen zu stellen. Wenn es „unglaublich respektlose Kommentare“ gegeben hat, dann liegen die in der persönlichen Verantwortung jedes einzelnen Betroffenen und nicht in der Verantwortung von netzwerkB oder gar Norbert Denef persönlich! Und wenn „netzwerkB“ Infos fordert, dann reicht es eben auch nicht, wenn „Norbert alle bereits hatte“! netzwerkB ist mehr als Norbert Denef, und auf der Website „netzwerkB“ posten viele FREIE Betroffene mit eigenem Kopf und eigener Meinung und eigener Erfahrung. Es reicht eben nicht, wenn nur einer – in diesem Fall Norbert Denef – „alle Informationen“ hat! Schon gar nicht, wenn man sich selbst zur „Bundesinitiative der Betroffenen“ erklärt hat.

  13. Gertrud schreibt am :

    Wie sehr freue ich mich darüber, dass endlich (!) Öffentlichkeit hergestellt ist. Und nur so kann und wird es weitergehen. Viele Berichte von Betroffenen sind noch nötig, bis eine adäquate Wahrnehmung und ein Ausgleich für diese Verbrechen erfolgen kann. Selber Opfer schaffe ich es auch langsam, mich mit meiner Geschichte zu outen. Lange blieben die Geschehnisse im Dunkel des Verdrängens und später in dem eines Gedächtnisverlustes.
    Therapiert habe ich mich im wesentlichen selber durch das Brechens dieses Tabus in Familie und Umfeld.
    Als Mutter von vier Kindern, die alle Gott sei Dank wohlgeraten sind, habe ich jedoch immer noch und immer wieder ernste Probleme und bin gezwungen, die berühmten kleinen Schritte zu gehen.
    Meine dringende Bitte an die Betroffenen: macht Euch nicht gegenseitig fertig und geht verständnisvoll miteinander um. Kämpfen kostet viel Kraft. Es ist nicht jeder immer stark.
    Allein die kontinuierliche Präsenz der Aufklärung in den Medien wird viel bringen, daran zu arbeiten ist wichtig.

  14. Sarah M. schreibt am :

    @Katrin Ratke

    Merkwürdig finde ich, dass Sie als der „Vorstand der BI“ als Privatperson uns hier ein schlechtes Gewissen einreden will, weil wir offen und ehrlich unser Meinungen austauschen. Gehts noch??? Wo bin ich?? Im Beichtstuhl???
    Mal ehrlich, 30 Leute vertreten wieviel hundertausende Betroffene am Runden Tisch, und die eben restlichen hunderttausene Betroffene sollen stillschweigend dies einfach mal so hinnehmen???
    Und warum schimpfen Sie Fr. Ratke jetzt auf NetzwerkB – es hat weder mit der Umfrage, noch mit den Reaktionen zu tun. NetzwerkB hat sich bereit erklärt, die Umfrage hier einzustellen, damit möglichst viele Betroffene daran teilnehmen können.
    Sie unterstellt den Usern hier das, was sie mit ihrem „Brief als Privatperson“ praktizierten!
    Mehr möchte ich dazu gar nicht mehr schreiben.
    Ach ja, doch!!! In einem Interview mit Frau Bergmann, an dem auch ein Psychiater und noch ein Teilnehmer, Betroffener teilnahm, wurden Sie gefragt, ob sie eine Therapie gemacht haben oder in einer derzeit sich befinden. Sie verneinten. Und auch auf ihrer homepage „Augen auf – heilung“ betonen Sie immer wieder, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, um schwerste Traumen zu „heilen“.
    Das wirkt auf mich höchst unseriös!!!
    Man kann nicht mit Hokuspokus auch von den massiven Schäden der sex. Gewalt in der Kinderheit geheilt werden…
    Soviel zur „Vertretung am Runden Tisch“. Ist es nicht all zu verständlich, wenn Betroffene sich sorgen, WER sich dazu autorisiert hat, UNS alle hier am Runden Tisch zu vertreten ?

    Mir persönlich geht es zumindest so!!!
    Sarah Mohn

    PS: ich kann den Worten von Doros nur zustimmen. Da ist von der Seite der BI gründlich von Anfang etwas sehr schief gelaufen. Stichwort: Transparenz, Information, Mitbestimmung…

  15. Sarah M. schreibt am :

    Ergänzung:

    Nicht nur Sie, Frau Ratke, haben Familie, nicht nur Sie haben Unterlagen gewälzt, erstellten Papiere mit Forderungen , wälzten wieder Unterlagen, erstellten wieder Forderungen usw. usw.
    Und nicht nur Sie kamen während dieser Zeit und auch jetzt noch an unsere Grenzen, emotional, zeitlich und auch finanziell.
    Und nicht nur Sie Wir haben nebenbei noch Jobs und müssen die eigenen Kühlschränke füllen.

    Das mal ganz nebenbei. Hätte man von Anfang an alle bestehenden Betroffenforen, Betroffeneninitiativen und – Vereine mit in die Arbeit einbezogen, wäre nun die Verdrossenheit nicht so groß über die Alibifunktion der BI.

    Gerade Sie als Betroffene müssten wissen, wie man sich fühlt, wenn jemand andere sich herausnimmt, über einen zu bestimmen, Entscheidungen zu treffen – ohne dass man darauf Einfluss nehmen kann, ohne dass man überhaupt darüber informiert wird. Für Betroffene gibt es nichts Schlimmeres als Kontrollverlust.
    Durch die Eigenbemächtigung der BI von Anfang an, gepaart mit der ignoranten Intransparenz samt Informationsabwehr hat sich die BI enorm selbst geschadet und an Vertrauenswürdigkeit verloren.

  16. Wolfgang Ott schreibt am :

    Hallo,
    ich bin meiner Mutter vom Krankenhaus weggenommen worden weil ich unehelich geb. bin, u,kam mit ein paar Wochen in das Säuglingsheim St. Josef in Hürbel u. mit 8 Jahre nach Oggelsbeuren.
    Zwei weitere Betroffene( bekannt aus dem Zeitungsartikel Freunde der Dunkelheit in dem es um hunderte Tote Säugline u. Kleinkinder in Hürbel geht.Auch in anderen Heimen kam es zu Totesfälle.
    Sehr viele die Kath.-Konzentrationslager überlebt haben, haben bis heute schwerste Selische u. Körperliche Gesundheitschäden.
    Ich u. Paul waren am Sonntag in Freiburg u. hatten ein Plakat au.wollten

  17. JaneO. schreibt am :

    @Katrin Radke
    Zitat:“Ich möchte Euch bitten, auf jede bösartige Meinungsäußerung zu verzichten.“ Zitat Ende

    Das geht schon mal nicht.
    Denn jedem Gegenüber muss das Recht zugestanden werden seine Meinung zu äußern. Es steht dann Jedem frei diese zu bewerten.
    Und es kann durchaus sein, dass dieselbe dann für dem Einen oder Anderen als „bösartig“ empfunden wird. Botschaften haben einen Sender und einen Empfänger. Aber worauf wollen Sie mit Ihrem Kommentar hinaus? Ich bemerke mit großer Freude lediglich die Tatsache, dass nun anscheinend auch Sie dieses Podium hier entdeckt haben (zur Information, es ist eines von vielen). Und überall hätten die, welche sich berufen fühlten, ALLE Betroffenen der Republik zu vertreten, Informationen zu den Gründungsveranstaltungen oder Wahlen zur Bundesinitiative einstellen können. Aber ihr „ von wem auch immer Berufenen“ habt das lieber geheim gehalten. Habt auch noch Betroffene, welche durch Zufall von den Gründungsveranstaltungen erfahren haben, ausgeladen. Andere habt ihr später „rausgemobbt“ oder mit Pseudoumfragen in eurem eigenen internen Forum aus der BI geschmissen. Wir Übrigen, nicht in euren elitären Kreis gehörenden Betroffenen werden euch an euren Taten messen. Ob es euch nun passt oder auch nicht. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, noch leben wir hier in einer Demokratie. Diese BI hat sich das Mandat genommen. Es wurde ihr nicht gegeben und eine Wahl gab es auch nicht. Also was wollen Sie uns mit Ihrem Kommentar hier mitteilen?
    Ach, mir fällt da ein schöner Satz ein, leider weiß ich den Autor nicht: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden.“
    Und sich jetzt im Nachhinein über die viele Arbeit beschweren! Was für eine bodenlose Unverschämtheit! Ich bin überzeugt, dass viele Betroffene sich gerne an der vielen Arbeit beteiligt hätten. Nun habt ihr anscheinend gemerkt, dass ihr euch zu viel vorgenommen habt.
    Ich kann dazu nur sagen: „ Das kommt davon, wenn man von sich selbst so sehr überzeugt ist und sich maßlos überschätzt!“
    Beste Grüße
    JaneO.

  18. Wolfgang Ott schreibt am :

    Fortsetzung
    Ich hatten ein Plakat,auf dem ich einen Runden Tisch fordere, in dem es um die Aufklärung von den hunderte oder tausende tote Säuglinge u. Kleinkinder in Kath.-Einrichtungen geht.
    Paul hatte ein Orginal-Kreuz.
    Trotz Einlasskarte durften wir nich auf dass Messegelände.Der Leiter des Sicherheitsdienst, hatte uns im Name der Kath-Kirche als unerwünsch erklärt und auf das Hausrecht hingewiesen.
    Selbst auf der Straße zum und am Konkresszentrum wurden wir dutzende male von Sicherheitkräfte und Polizei gehindert unser Plakat und das Kreuz zu zeigen.
    Erst dadurch hatte sich einige Fotografen und Fernsehteam intresiert und die Polizei hat uns dann in Ruhe gelassen.
    Es gab in Deutschland bis zu 300 000 Säugline.
    Ich habe ein Schrftstück in dem in in Hürbel von bis zu 75% der Säuglingen starben.
    Ich möchte noch auf dem Doko-Film von Report Mainz Säuglingsheime hinweisen
    Ich rufe alle auf, die in Säuglingsheime aufgewachsen sind und von diesen Straftaten wissen und wo es weitere Friedhöfe auf Klostergelände gibt in dem Säuglinge und Kleinkinder verschart wurden.
    Auch dieses Thema gehört auf dem Runden Tisch.
    Vieleicht gibt es auch noch Mütter oder Angehörige die ihre Kinder oder Bruder in den Kath-Konzentrationsl.verloren haben.

    Bitte habt den Mut dazu!!!! gebt den vielen Tote Kinder durch uns eine Stimme.

  19. JaneO. schreibt am :

    Als Nachtrag möchte ich noch gerne die Bedingungen hier einstellen, welche die Bundesinitiative an Betroffene stellt, welche noch mitarbeiten möchten.

    Das werde ich unkommentiert lassen, weil die Meinung darüber kann sich jeder selbst bilden.

    http://die-bundesinitiative.de/mitarbeit.html

    JaneO.

  20. Sarah M. schreibt am :

    Interessanter link von Jane zur „Mitarbeiter werben“ der BI

    Die nette, einladende Art und Weise, wie die BI Interessierte zur Mitarbeit abschrecken will, klingt beinahe wie eine Drohung. Beim Lesen kam ich mir vor, als sei ich ein kleines Mädchen, dem man mit dem Stock drohe, noch bevor es überhaupt etwas angestellt hat.
    Ganz ehrlich, in so einem Verein würde ich nie und nimmer arbeiten wollen. Da sitzt man ja mit einem Bein schon mal von vorne herein im Gefängnis.
    Ob das so gewollt ist??? Ich befürchte „Ja“.
    Auch die Art, wie die Vorab – Drohungen formuliert sind, lassen nicht auf eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe schließen, sondern vielmehr vermuten, wie von oben herab dirigiert wird und Mitarbeiter wie Marionetten behandelt werden, die zu parieren haben.
    So zumindest mein Eindruck. Ganz, ganz unsympathisch und angsteinflößend. Und vor allem kontraproduktiv speziell für Menschen, die jahrelang in der Kindheit genau mit solchen Drohungen traumatisiert wurden. (Nichts an die Öffentlichkeit, schön still halten, und wenn du das oder jedes nicht tust, dann aber…)
    Unter Transparenz, Teamwork und vor allem „Motivation“ zur Mitarbeit stelle ich mir was ganz anderes vor!!!
    Auch hier meine Frage: Ob das so beabsichtigt ist?? Ich befürchte „Ja!!!“

  21. justina schreibt am :

    Mein erster Gedanke beim Lesen dieser Einladung zur Mitarbeit war, ob dies wohl ein Rechtsanwalt geschrieben hat, und ich vor einer Mitarbeit erstmal auch meinen Anwalt befragen sollte.

  22. Volker Daniel schreibt am :

    In Deutschland gibt es nunmal leider einen ausgeprägten Täterschutz; das ist leider nicht von der Hand zu weisen. Die Opfer von einst werden mit Peanuts abgespeist, weil es niemanden, aber auch wirklich niemanden ernsthaft interessiert, wie sehr die Opfer von damals auch noch heute Opfer sind und wie schwer es ist, den Alltag zu bewältigen. Dennoch erlaube ich mir, als Opfer in einer katholischen Einrichtung mit massiver Vergewaltigung und schwerster Misshandlung, darauf hinzuweisen, dass die Mehrzahl der Fälle sexualisierter Gewalt im häuslichen Umfeld stattfanden und stattfinden. Dies soll keineswegs das Leid der Mitbetroffenen schmälern ,aber es ist, so glaube ich, an der Zeit, die ganzen Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen. Alles, was war, muss bekannt gemacht werden, und zwar gegen jede Scham, die wir Opfer in keinster Weise haben müssen!!! Die Scham müssten die Verbrecher an der Menschlichkeit, die Menschen mit pädophiler Neigung etc. haben, aber warum sollten sie diese haben? In unserer Gesellschaft werden die Opfer von einst ausgegrenzt, verlacht, verhöhnt, verspottet.
    Es ist an der Zeit, dieses auszusprechen, damit bekannt wird, welche menschlichen Bestien heutzutage immer noch in unserer Gesellschaft sich an wehrlosen austoben dürfen und die Öffentlichkeit desinteressiert wegschaut. Dies ist ein gesellschaftliches Problem, welches hervorgerufen wurde durch die immer weiter um sich greifende Sexualisierung aller Bereiche. Qua vadis Germania? Es ist an der Zeit, dass wir Opfer von einst mit Nachdruck Gehör verlangen und aus der Opferrolle heraustreten, um die Verbrecher von einst namentlich bekannt zu machen.
    Die lächerlichen Entschädigungen, die von der Kirche gezahlt werden, sind ein absoluter Hohn. Ich fordere hierfür eine pauschalisierte Entschädigung in Höhe von 250000 Euro, und zwar unabhängig, wie lange jemand vergewaltigt, misshandelt und gequält wurde.
    Dies ist der Schwere des Verbrechens und seiner Folgen, die die Opfer ein ganzes Leben tragen müssen, angemessen. Dies ist meine persönliche Meinung, und selbstverständlich steht es jedem und jeder frei, anderer Meinung zu sein.

  23. JaneO. schreibt am :

    Noch eine Frage hätte ich an die selbsternannten Vertreter von allen Betroffenen der Republik:
    Was wurde eigentlich von der Bundesinitiative anlässlich des Papstbesuches in Deutschland unternommen?

    Ich war persönlich in Berlin anwesend. Habe keine Hinweise auf eine Bundesinitiative unter den Demonstranten finden können.

    Aber vielleicht seit ihr ja in Erfurt oder Freiburg aktiv geworden?

    JaneO.

  24. Simone schreibt am :

    Die Regeln für die Mitarbeit in der BI klingen für mich wie die Verhaltensregeln für Mitglieder einer Sekte die Menschen bevormundet und hörig macht.

  25. Christoph(ina) schreibt am :

    Aaalso mir gefällt was ich hier so lese, da bahnt sich langsam eine Revolution an, sehr schön, genau so was prophezeihte ich schon länger. Die Frage wird sein, wird das ganze friedlich ablaufen? Nun ich befürchte es wird wohl nicht friedlich werden, leider, wobei irgend wohin werden meine HassWutenergien ja irgendwann mal abfliessen müssen bzw. eingesetzt werden. Und ich spüre s wird nicht mehr allzulange dauern bis dann die richtige Gelegenheit und das richtige Ambiente da sein wird, wo sie dann ungehindert und in vollem Ausmasse auf „all die“ niedergehen werden, die zu diesem Zeitpunkt dann eben als „Feinde der Revolution“ betrachtet werden.

    Und es läuft nicht nur bei der kath. Kirche und co. so, dass man nie eine Antwort bekommt und nie jemand mit einem spricht und alles im verborgenen läuft, nein es läuft eben allgemein so. In den letzten vier Jahren hat keiner dieser Richter und Veratwortlichen je mit mir gesprochen, alles wurde immer in meiner Abwesenheit entschieden. Für mich bloss ein Zeichen, dass die alle mitschuldig sind und alles möglichst verborgen halten wollen. Mag sein, dass sie bloss nur dumm sind und nicht wissen was das in Betroffenen auslöst, doch mir ist das mittlerweile egal, denn ich weiss nun die Zeit wird kommen in der all diesen die Quittung präsentiert werden wird.

    Und was die kath. Kirche betrifft, so hoffe ich das nun dieser aktuelle Papst der prophezeihte letzte sein wird und dann die Kirche endgültig zusammebrechen und verschwinden wird, so wie es prophezeiht wurde. Doch ich glaube, es wird noch viel mehr zusammenbrechen als das, es wird ein regelrechter Neuanfang werden, danach wird nichts mehr so sein wie es war, niemals wieder!

  26. Ehrengard Becken-Landwehrs schreibt am :

    Um was geht es hier eigentlich?! Um Geld = Entschädigung?! Was den Opfern angetan wurde ist durch kein Geld der Welt wieder gutzumachen. Ihre Seelen sind systematisch kaputt gemacht worden. Was passiert? NICHTS! Die Kirche stielt sich, wie gewohnt, aus der Verantwortung, die Regierung übt, wie fast immer, Täterschutz, weil sie sich nicht mit den Pfaffen anlegen will. DIESE UNTATEN SIND ALLEINE VON DER KIRCHE ZU VERANTWORTEN UND VON SONST NIEMANDEN!!!!! Sie hat für alle Unkosten aufzukommen, nicht der Staat, also wir Steuerzahler, wie es jetzt gefordert wird. Es wurde allerhöchste Zeit, daß den Leuten mal auf die Füße getreten wird und sie der gerechten Strafe zugeführt werden (müssen). Was macht die Institution Kirche? Sie vertuscht und verharmlost die Vorkommnisse und wenn es nach ihr ginge, hätte man sie besser totgeschwiegen. Viele der Mittäter sitzen in hohen Positionen. DIE OPFER ABER LEBEN UND MÜSSEN BIS ZU IHREM ENDE DAMIT ZURECHT KOMMEN! Viele davon haben Selbstmord begangen. weil sie keinen Ausweg mehr fanden! Für mich indirekter Mord der Verantwortlichen!!!
    DAS IST DAS HAUPTTHEMA!!!!!!!!!

  27. justina schreibt am :

    Hallo JaneO,
    mein Mann und ich waren am Samstag den 24.Sept. in Freiburg um gegen den Papst und seine Kirche zu demonstrieren, von einer BI haben wir nichts gesehen, aber uns sehr gefreut ein paar Leute von SNAP zu treffen.

  28. justina schreibt am :

    Hallo Christoph(ina),
    ich glaube verstehen zu können was du meinst, eine Revolution ist unvermeidlich, auch ich (und hoffentlich viele, viele andere auch) bin am Ende meiner Geduld und ich werde auch nicht mehr schweigen ich fühle mich solidarisch als Verbündete mit meinem Mann, der Überlebender von sexualisierter Gewalt ist, und mit allen anderen. Die Zeit des Schweigens und Vertuschens und Schämens ist vorbei.
    Ich distanziere mich von aller Gewalt, aber nicht vom Kämpfen.

  29. kar schreibt am :

    Mich wundert seit gestern Abend eh nichts mehr! Täter werden geschützt u. Ermittler haben im Tätigkeitsbereich v. 3 derzeitigen Bundesministern ein Instrument erarbeitet u. entgegen der gängigen Rechtsauffassung in Deutschland umgesetzt, um mittels der Fälschung v. Beweisen Unschuldige noch besser vor Gericht bringen zu können! Selbst das ehemalige Nachrichtenmagazin hat in dem Zusammenhang (noch vorsichtig teils zwischen den Zeilen) das politisch gewollte Manipulationspotential in der Angelegenheit aufgeführt!

    Schwarz-geld ging es – wie man unschwer erkennen kann – nie darum, Verbrechen aufzuklären! Sondern darum, beliebig Personen mittels gefälschten Beweisen konstruiert ins Gefängnis zu bringen und den wirklich drängenden Problemen, die erkennbar aus dem Ruder laufen – wie bisher auch – ihren Lauf zu lassen!

    Unter anderem schreibt das ehemalige Nachrichtenmagazin (der Spiegel):
    „Das führe dazu, dass auch ein gar nicht autorisierter Dritter mit vergleichsweise einfachen Mitteln auf einen einmal platzierten Bundestrojaner und damit den gesamten überwachten Rechner zugreifen könne, etwa, um „die Zielperson mit falschen Beweisen zu belasten“. Hier sei „rechtlich und ethisch einiges in der Grauzone“.

    Zudem enthalte die Software bereits eingebaut diverse Möglichkeiten, die das Verfassungsgericht explizit untersagt habe. Mit einfachen Mitteln ließe sich weitere Software nachladen, die beispielsweise Mikrofon und Kamera des befallenen Rechners zur Raumüberwachung einsetzbar machen könnte. Hier handele es sich um einen „klaren Rechtsbruch“, befand ein CCC-Sprecher.“

    Siehe – http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,790756,00.html

    Eigentlich müsste so langsam der unverzügliche, anspruchslose Rücktritt v. 3 amtierenden Bundesministern (Schäuble, de Maizière u. Friedrich) u. dem BKA-Chef Ziercke gefordert, sowie unter Berufung auf Artikel 20 des Grundgesetzes – auch wegen erkennbarer Versäumnisse bei der Strafverfolgung wirklicher Täter u. einer weithin erkennbaren Verschleppung der wirklichen Aufarbeitung in mehreren Rechtsfragen zum Generalstreik aufgerufen werden!

    Man kann und sollte sich hier fragen, findet überhaupt noch eine wirkliche Strafverfolgung im BKA statt, oder werden als gängige Praxis nur noch ausschließlich Anschuldigungen mittels gefälschten u. untergeschobenen Beweisen erhoben?

    Langsam kann man echt nur noch sagen: „es reicht einfach“!

  30. kar schreibt am :

    Und es ist in dem Zusammenhang auch bezeichnend, das eine Behörde, die mit dem Ziel geschaffen worden ist, Verbrechen aufzuklären, in der Vergangenheit belegbar nicht dazu in der Lage war!

    Und dann schreit man regelrecht nach rechtlich u. ethisch fragwürdigen Methoden, weil man dazu zu dumm und/oder zu bequem ist, seinen eigentlichen Job, ja Auftrag möchte man sagen/schreiben, richtig zu machen!

    Siehe beispielsweise:
    http://ak-zensur.de/2009/06/bka-dienstweg.html
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html

  31. JaneO. schreibt am :

    Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält hingegen am Prinzip „Löschen statt Sperren“ fest. Zitat aus dem Artikel der „Welt“ welchen „kar“ hier eingestellt hat.

    Seit 17 Jahre sitzt die Frau nun schon auf diesem Posten. Ihr verdanken wir auch, dass wir Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kindheit in der Problematik der Verjährungsfrist nicht weiter kommen. Ich frage mich welche Interessen von ihr vertreten werden.
    Übrigens:
    Und hier zur INFO– für diejenigen, die noch nicht drauf gestoßen sind – eine Kurzmeldung der Arbeitsgruppe Runder Tisch.
    http://www.bmj.de/DE/Home/_doc/kurzmeldungen/20111004_Arbeitsgruppe_Runder_Tisch.html;jsessionid=25607C027EB0B2632361829A8C39B351.1_cid093?nn=1356288

    JaneO.

  32. Sarah M. schreibt am :

    Ich persönlich finde das Löschen solcher Seiteneffektiver, da dadurch der maximale Geldgewinn pro Kinderseele, die für solche Filme und Fotos geopfert werden, minimal gehalten wird, da bei Löschung eben diese Filme und Fotos nicht mehr rund um die Welt gehen und damit Millionen gemacht werden können. Allein für die Kinder war es bisher ein schrecklicher Gedanke, zu wissen, dass ihr Leben lang solches Bildmaterial global vermarktet wird.

    Und die Fahnder, die die Seiten ausfindig machen, hatten vor der Löschungsregelung dieselben Probleme bei der Sichtung dieser Menge an Materials, um den Tätern auf die Spur zu kommen, wie heute mit der Löschung. Denn sie durften nur für eine bestimmte Zeit die beschlagnahmten Beweisfestplatten zur Sichtung behalten. Hatten sie es in dieser Zeit nicht geschafft, stichhaltige Beweise zu sammeln, mussten sie die Festplatten wieder dem Täter zurück geben. Und gelöscht werden diese Seiten ja von jenen Fahnder nach Entdeckung – und nach den Ermittlungen – wer die Hintermänner dieser Schweinereien sind.

    Würde die Politik dieses „Problem“ ernsthaft angehen wollen, würden sie mehr Gelder für das nötige Personal investieren, als diese sinnlos einem Hr. Baier von der Berliner Charitee in den Rachen schmeißen für die Handvoll Pädophilen zu Therapieforschungszwecken.

    So zumindest meine Meinung!!!
    Sarah M.

  33. kar schreibt am :

    Sorry @Sarah M., die Justizministerin würde zwar gerne (Stichwort runder Tisch) einiges ändern, nur sie kann es nicht. Sie ist Mitglied der kleinsten Fraktion der jetzigen Regierungskoalition und hat in der Frage im Vorfeld so manches Mal eins auf den Deckel gekriegt, um es mal kurz & knapp auf den Punkt zu bringen.

    Zum besseren Verständnis:
    http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchenkritik-erzbischof-stellt-fdp-ministerin-ultimatum_aid_483511.html
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article6537251/Ministerin-will-sich-nicht-bei-Kirche-entschuldigen.html
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,680154,00.html

    Liste medialer Berichte über Schelten an Adresse der Justizministerin aus gewisser Ecke ließe sich an der Stelle um einiges länger fortführen! 😉

  34. Wolfgang Ott schreibt am :

    wurde meiner Mutter vom Krankenhaus weggenommen, habe sie nie kennengelernt.Erst kurz vor meinen achtzehnten Geburtstag habe ich durch die Polzei erfahren das sie überfahren würde, gleichzeitig erfuhr ich das ich noch zwei weitere halbgeschwiester habe. Die ganze Jahre wurde mir vom Jugendamt und von den Heimen gesagt das ich nimand hätte. Meine größere Schwester wuste von einen kleinen Bruder, ihr wurde der Kontakt und wo ich bin verweigert.
    Warum weis ich bis heute nicht.
    16 Jahre musste ich in Heime verbringen u. habe alles, was mit man schon gelessen hat, Folter Misshandl.Sexuellmissb.erleiden müssen.

    Möchte hier noch einmal darauf aufmerksam machen das in den Säuglingsheime Gravierende Misshandlungen, Folter usw.stattgefunden haben.
    Ich war in Hürbel kr. Biberach/Riss auf diesem Gelände war ein Kinderfriedhof der offizelle Friedhof vom Dorf lag nur 200 m entfernt.
    Nur von Hürbel weis ich, dass dort in dem Säuglingsh.hunderte tote Kinder starben.
    Nach meinen Recherchen in fand ich in Archive dort liesten von tot Säuglinde die bis in die 20er Jahren und vereinzelt bis in die 50er Jahren dokumentiert. Danach fehlen die Unterlagen,
    Habe ein Dokument in dem die Sterblichkeitrate auf bis zu 75% bestätigen.Auch die Gravierende Missstände von versiedene Heime habe ich gefunden,ich bin überzeugt an Hand der Unterl. das die meisten Säuglingsh.in dieser Form hätten nicht Betrieben werden dürfen weil auch unter dem Unterl.belegen das gar keine Betriebserl.existieten o. dem Gesundheitsamt nicht bekann waren.
    Ich hoffe auf einen Runden Tisch über Säuglingsheime u. über die Misshandelte u.Tote Kinder

  35. Wolfgang Ott schreibt am :

    Ergänzend zu meinem Bericht möchte ich an alle die in Säuglingsheime waren oder Eltern,Brüder, Verwante die ihr Kind in den kirchlichen Konzentrationslager zu Tote kamen und denen Irgendetwas erzählt worden ist. Glauben sie dies nicht. Forschen sie nach!!!
    Es geht hier um mehrere Hunderttausende Säuglinge die in Kirchl.Konzentrationslager waren.

  36. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    @wolfgang ott:es ist gut dass das jetzt alles ans tageslicht kommt.Das sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

  37. Anna M. schreibt am :

    @Jane O.
    Die BI würde sicherlich nicht an einer Demo gegen den Papst teilnehmen, schließlich wollen sie sich’s nicht mit den Vertretern der katholischen Kirche verscherzen, die am runden Tisch sitzen. Die BI ist eben NICHT unabhängig! Und das ist das Hauptproblem!

  38. Simone schreibt am :

    Die BI sieht aus wie Zusammenschluss von Leuten, die nichts bewirken wollen und auch nicht können. Die Hauptsache ist, die Regierung kann auf diese BI verweisen und behaupten, es wird etwas gegen Missbrauch getan.

  39. Anna M. schreibt am :

    FEIGENBLATT!

  40. Anna M. schreibt am :

    Seltsam fand ich bei einer Fernseh-Talkrunde, bei der Katrin Radke neben Frau Bergmann saß Folgendes:
    Frau Bergmann sagte, daß Katrins Mutter es ganz toll fände, wie engagiert ihre Tochter ist (was Katrin relativierte).
    Ey, diese Frau Bergmann hat echt nix begriffen. Was will sie den Fernsehzuschauern damit sagen? Merkt sie nicht, was sie damit macht?
    Sie will wohl krampfhaft am Bild der guten (und lernfähigen) Mutter festhalten. Was sollen Betroffene, die Missbrauch oder/und Vertuschung/Mitwisserschaft durch die eigene Mutter erlebt haben denn damit anfangen?
    Ich habe den Eindruck, daß Katrin als Vorzeige-Betroffene benutzt wird, die prima rüberkommt und unterschwellig die Botschaft des runden Tischs vermitteln soll: Missbrauch ist doch gar nicht so schlimm. (Und selbst ihre Mutter ist lernfähig).

    Und ich prophezeie, daß dieser runde Tisch genau so katastrophal für die Betroffenen endet wie der für die Heimkinder. Vielleicht noch schlimmer, weil noch viel mehr Hoffnungen hier hereingesteckt wurden (nicht zuletzt von der Bundesinitiative).

  41. rasch schreibt am :

    @ anna

    Ja,,,ja,,,,der „Mutterschutz“. Davon kann ich ein Lied singen. Er verfolgt mich bis in meine Träume. Heute schalte ich allerdings meinen Verstand ein und lasse meine kindlichen Gefühle aussen vor. Ich hätte keine Bedenken zu klagen,,,,für die Transparenz und für die Gerechtigkeit und für die Präszendenz,,,
    Sowieso können sich die Mütte doch aus der Affäre ziehen mit dem § 60 StGb. Also was solls,,,,es bestünden gsarkeine Hemmungen die Verjährungsfristen aufzuheben.
    Ich beobachte in meinem Umfeld immer wieder wie stark die „Macht“ der Mütter ist. Emotional blinde Frauen nehmen sie immer wieder noch nach dem Tode in „schutz“ und lobpreisen sie,,,,
    Ende aus,,,,alles muss raus,,,SAGT ES LAUT“

  42. Klaus Peter Kerl schreibt am :

    Ein nettes Hallo, kein guter Grund warum ich hier schreibe aber ein Grund mehr, für alle die Misshandlungen und Missbrauch über sich ergehen lassen haben müssen. Ich selbst habe dies erleben und durchleben müssen. Mir fehlen auf Grund dieser Erlebnisse einige Jahre meiner Kindheit und vielleicht ist das auch ganz gut so. Aber, und das ist das Schlimme an der ganzen Geschichte, es ist nicht vorbei. Ich bin dummerweise in der Not in ein katholisches Krankenhaus gegangen um eine Psychotherapie zu machen. Sicher kennen viele von den hier Schreibenden die posttraumatische Belastungsstörung. Ich konnte nicht mehr allein aus dem Haus usw. In dem Krankenhaus, dem Elisabeth-Krankenhaus in Hamm musste ich, was dort Therapie genannt wurde, einige Arbeiten verrichten. Mehrmals machte ich das zuständige Personal darauf aufmerksam, dass ich frisch operiert war. Es kam wie es kommen musste, die frische OP-Narbe brach auf. Damit fing dann die Geschichte richtig an. Es wurde mir zuallerst nicht einmal ein Unfallbericht ausgehändigt, auch wurde ich in den ersten Tagen nicht einmal von einem Internisten oder Chirurgen untersucht oder behandelt. Da ich ein Laptop zur Verfügung hatte, schrieb ich an die Krankenhausleitung usw. Keine Reaktion. Ich wurde 5 Tage bearbeitet, dass ich doch meine Beschwerden zurückziehen sollte, dann würde ich auch weiter behandelt. Ich wollte mich nicht wieder „bücken“ und lehnte dies ab. Fazit war, dass ich 2 Mal operiert werden musste. Der Professor Beine, der mich behandelte, meinte, dass alles nicht so schlimm wäre. Er hat dann aber und das ist noch schlimmer als alles Andere meine komplette Krankenakte mit den Diagnosen und meiner Biographie anstatt an die zuständige Berufsgenossenschaft, an einen privaten Versicher geschickt.Ich schäme mich für alles, was ich in ein oder zwei kurzen Gesprächen dort gesagt habe, dass dies ohne meine Einverständnis an eine private Einrichtung geht, damit hatte ich nicht gerechnet.Ich habe dann nach meiner halbwegs gelungenen Genesung versucht, die verantwortlichen Personen in der Klinik zu verklagen. Keine Chance. Die Staatsanwaltschaft Dortmund, da Her OStA Niekrens meinte, dass ich ja die Klinik hätte verlassen können. Er lehnte es ab, eine Strafverfahren zu eröffnen. Ich habe mich an den Weissen Ring gewandt. Der hat mir die Adresse von RA Reckmann in Hamm gegeben. Der lehnte es ab mich zu vertreten, da Professor Beine sein Freund sei und das war es auch schon. Nun versuche ich als Einzelkämpfer gegen diese Ungerechtigkeiten vorzugehen, denn ich werde niemals wieder wie als Kind……SCHWEIGEN. Auch wenn es ein Kampf gegen Windmühlen ist. Ich habe alles akribisch in einem Ordner festgehalten, die verlogenen Aussagen des Personals, warum ich nicht behandelt wurde, warum man mich bewegen wollte, die Beschwerden zurückzuziehen, selbst ein Schreiben von Prof. Beine, in dem er halbwegs seinen Anteil in diesem Sachverhalt zugibt. Ich kann mit meinen Worten nicht alles beschreiben, was damals also im Jahr 2010 alles ablief. Eines kann ich aber beschreiben, weder die örtliche Presse, noch die überregionale Presse interssiert sich nicht mehr für solche Dinge. Das BI oder sonst eine Interessvertretung habe ich bisher auch noch nicht kennen gelernt. Ich weiß nur, dass die Behörden in Deutschland alles tun, um kirchliche Institutionen zu schützen und die Hand darüber zu halten. Alles Andere ist Augenwischerei.

  43. Simone schreibt am :

    Habe auch schlechte Erfahrungen mit Katholischen Krankenhäusern gemacht, vor allen was die Moral betrifft.

  44. Kasper Hauser schreibt am :

    Der dicke Hammer kommt erst noch wenn bekannt wird, wer sich – ausser den Heimpfaffen (das kennt man ja schon) – sonst noch hat Kinder zuführen lassen um sich an diesen sexuell vergehen zu können.

    Bald wird der Kessel dampfen und die 2te Bambule sondergeleichen losgetreten .. eine Stampede – die jene niedertrampeln und überrollen wird – so, dass es sich gewaschen hat – und keinen dieser Zyniker Gottes auslassen wird.

    Geduld Leute .. Geduld ..

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