Die Bundesregierung hat uns Betroffene verraten

30.11.2011: ARD Tagesschau

ARD Tagesschau 30.11.2011
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Für Norbert Denef ist es ein harter Kampf. Seit Jahren setzt er sich für die Rechte derer ein die sexuell missbraucht worden. Der Tisch hat aus seiner Sicht versagt, weil die Taten immer noch verjähren können. Jetzt will er die Bundesregierung verklagen.
Norbert Denef:
„Der Hintergrund ist, dass die Bundesregierung uns Betroffene aus unserer Sicht verraten hat, weil sie sich nicht für die Rechte der Betroffenen einsetzt. Weil sie sich nicht dafür einsetzt, dass die Verjährungsfristen aufgehoben werden.“

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18 Kommentare

  1. Wolfgang Scz schreibt am :

    Zum Thema habe ich folgendes bei FB als Kommentar …
    Leute informiert Euch. Laßt Euch von der Bundesregierung keinen Sand in die Augen streuen. Klickt das netzwerkB an lest – holt Euch Info und dann MITGEMACHT.
    vor 8 Minuten · Gefällt mir nicht mehr · 1
    Wolfgang Scz ‎>>>> Kommt zu netzwerkB dort gibt es Stärke durch das Miteinander. Der Runde Tisch ist eine Hoffnung gewesen, die schon lange verpufft ist. Wir bei netzwerkB haben uns eine Stimme durch den Zusammenschluss gegeben. Mittlerweile, da wir uns nicht von Berlin instrumentalisieren lassen, gerne von hinten gesehen.

    >>> Wenn wie n-TV schreibt das Schweigen gebrochen wäre, hätte man nicht versucht das netzwerkb, sprich Norbert Denef, mundtot zu machen.

  2. Micha schreibt am :

    Nicht nur die Regierung hat uns im Stich gelassen, auch die an der Schandtat beteiligten Betroffenenvertreter!

    ´Die Bundesinitiative schätzt die geleistete Arbeit aller Beteiligten des Runden Tisches sehr und befürwortet den Großteil der erarbeiteten Papiere.´

    Kirche und andere bestimmen selbst wieviel sie an Opfer zahlen.
    Therapeuten bekommen zusätzliche Mittel. Natürlich, die haben ja im Gegensatz zu uns auch eine funktionierende Lobby und keine BI.
    Und die Verjährungsfristen sind auch nicht aufgehoben..und und und..
    Deutschland-Täterland.

  3. Das ist schon eine Leistung, einen eher kleinen Verein in die Tagesschau zu bringen. Mal sehen, ob dies auch für die Tagesthemen gelingt. Norbert, du wirst noch zum Medienprofi 😀

    Zudem bemerken die Damen und Herren wohl, dass hier auch substantiell mit der Kritik der Pfeiffer-Studie und der Klageschrift der Anwälte etwas getan wird, was sich nicht nur auf oppositionelles Lamentieren beschränkt. Zudem liegt ja noch einiges in der Schublade. Der netzwerkB Ball war die optimale Investition und bleibt wohl im Gedächtnis. Ich fand auch schön Liza, Marcella und Stefan im Hintergrund zu sehen.

  4. ludmilla schreibt am :

    Sorry,aber was nützt das Reden den Kindern.Dazu müssen sie ersteinmal alt genug sein damit man sie überhaupt ernst nimmt.Geredet hat sie und tut es noch.Prävention so lange bis das Kind in den Brunnen gefallen ist,oder was?Und dann ,möglichst nur eine Aussage.Da soll sich ersteinmal jemand finden der bereit ist zuzuhören.Für die jüngsten unter uns-Kinderschutz VOR Täterschutz!

  5. Elisabeth H. schreibt am :

    Wie bitte? Sexuellen Missbrauch im Ansatz verhindern? Als wenn sich Pädophile darum scheren würden…diese wissen doch genau, „wie“ sie die Opfer manipulieren müssen. Und seit wann, bitteschön, sind Kinder in solch einer schlimmen Lage fähig, darüber zu sprechen? Da nützt auch eine sogenannte Präventation nichts!
    Das ist doch genau der Punkt, „warum“ Herr Denef kämpft, die Verjährungsfristen aufheben zu lassen. HÖREN die nicht zu oder sitzen gar am Ende selbst solche Verbrecher/innen an den runden Tischen? Sorry, aber dieser Verdacht tut sich mir auf…
    Ich bin entsetzt, dass Täterschutz vor Kindesschutz gestellt wird!

    Herr Denef, ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und vielen Dank,
    dass Sie den Mut haben, für diese Kinder zu kämpfen. Hut ab;

    Viele Grüße sendet Elisabeth H.

  6. Lübcke schreibt am :

    Ich habe mal einen Lehrgang mit gemacht als Tages-Mutter.Dort wurde mir gesagt oder besser erklärt ich müße bei Mißbrauch nicht nur dir kids verstehen sondern auch den Täter.Hallo Ich bekam das schlucken,habe selber Mißbrauch in der Familie gehabt und zwar an meinem Neffen er war im alter von zwei Jahren und der war null in der Lagr etwas zu erzählen wie denn auch wurde für drei Monaten ins Koma gesetzt und natürlich in eine neue Familie gesteckt.da der Täter der beste Freund meines Bruders war.Jetzt die Vorstellung aus der Sicht des Jungens zu Hause weg ,warum hat ihm jemandem so weh getan aus dem Krankenhaus und ein totales neues Umfeld nichts vertrautes mehr um ihn.Heute ist er 16Jahrealt und immer noch leidet er darunter,Für eine auf den hintern wird man Angezeigt weil kinder ja rechte haben und wo bitte bleiben die rechte bei Mißbrauch?Wir werden so verarscht,

  7. Anja Baumann schreibt am :

    Wenn man sich auschließlich in einer Kampagne dem Stilmittel bedient, pauschal bei allem, was sich bewegt ( und das ist viel ) und auch allen, die sich bewegen, “ neue Täter “ zu machen, kann dass m.E. keinem Betroffenen helfen. Im Gegenteil, es isoliert erneut, es stößt da ab, wo Begegnung notwenig wäre, es macht allein durch die Schaffung “ neuer Täter “ auch neue Opfer, es hebt Gräben noch tiefer aus als dass Versuche gemacht werden, diese zu überwinden.

    Rein populistisch immer wieder verbal in die Täterstrukturen hineinzugehen, ( alle “ verraten “ alle, alle “ missbrauchen “ alle erneut, alle „nötigen “ alle, alle „belügen “ alle etc.) verletzt so letztendlich erneut nur die Bedürfnisse der Betroffenen wieder selbst und kreist deshalb in demselben Teufelskreis, den es für die Betroffenen zu überwinden gilt, wollen sie wirkliche Heilung. So wird keine “ Funke überspringen “ .

    Ich möchte mich so als Betroffene nicht vertreten wissen, und bitte deshalb darum, ein wenig achtsamer mit Gemeinplätzen umzugehen.

    Auch soll hier m.E. ein falscher Eindruck in der Medienarbeit suggeriert werden, denn das Netzwerk B vertritt tatsächlich einen verschwindend geringen Anteil an Betroffenen von sexualisierter Gewalt.Dies müsste auch ehrlich und geradeheraus so dargestellt werden und besonders von den Sprechern des Vereins.

    MfG

    Anja Baumann
    ________________________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    Nachfolgend Informationen über netzwerkB (Zitat aus Interview DIE ZEIT 24.11.2011):

    ZEIT: Fast zur selben Zeit haben Sie netzwerkB gegründet, einen der politisch aktivsten Opfervereine, dessen Sprecher Sie heute sind.

    Denef: Unser Netzwerk Betroffener war über mehr als 15 Jahre hinweg entstanden, doch jetzt mussten wir uns politisch einmischen.

    ZEIT: Wieviele Mitglieder hat netzwerkB heute?

    Denef: Wir haben 5514 Emailkontakte zu Betroffenen, 8497 haben uns mit Kommentaren im Internet unterstützt, insgesamt sind es 20 698 passive Mitglieder und 142 aktive. Mit manchen Gründungsmitgliedern aus meiner Selbsthilfegruppe von 1994 verbindet mich bis heute eine tiefe Freundschaft.

    Quelle: http://netzwerkb.org/2011/11/23/schluss-mit-dem-taterschutz/

    (folgende Zahlen haben sich seit dem Interview in DIE ZEIT am 24.11.2011 wie folgt geändert: 20.865 passive Mitglieder und 152 aktive)

  8. rasch schreibt am :

    @ Anja
    Es ist traurig dass wir uns mitunter denselben Strategien (Stilmittel) bedienen müssen wie die täter es seit zwanzig jahren machen. Da hast du recht. Aber wir sind konstruktiv dabei und vergessen eben NICHT die Wut umzulenken. Nein, es ist sichtbar im Wachsen derer die keine Verjährung mehr wollen!
    Verdrängt haben wir genug….gutmütig waren wir viel zu lange. Jeder darf hier ein recht auf seine gefühle haben.
    Bitte wie sollten wir Rücksicht nehmen auf menschen wie dich, die sich noch in der „gutmütigkeitsglaubensphase“ befinden und ihre Loyalitätskonflikte immer noch in der Realität ausagieren? Sag mir wie das gehen soll wenn du so anfeindende worte wählst?
    DU kannst nur für DEIN handeln die Verantwortung übernehmen.
    Hier auf den seiten übernehmen die menschen die schreiben die Verantwortung für sich selber.
    Bitte was soll daran „ungesund“ sein?
    Es ist entwicklung, es ist bewegung, es gibt kraft und führt uns alle gemeinsam zum ziel.
    Was stört dich daran dass hier menschen die courage besitzen die wahrheit zu sagen und vehement dem ziel entgegensteuern?
    Warum sollten wir wertvolle aufmerksamkeit den tätern geben, wo doch andere diese zeit vllt so dringend brauchen um die ersten schritte zu lernen?
    Warum kannst du es nicht ertragen dass wir es nicht mehr nötig haben nach „vergebung“ zu hecheln?
    Was bitte stört dich an der art und weise unseres klar und deutlichen ausdrucks?
    Es geht um unsere kinder und da gibt es keine zeit mehr zu verlieren…warum? Aus mitgefühl den Tätern gegenüber? Um ihnen noch eine letzte chance zu geben?
    Ein täter der in wahrheit bereut wird wege finden um seine Seele zu befreien…korrekte wege!
    Da wird er uns sicher nicht für brauchen, denn das wäre dann ja auch wieder keine wahre Reue.Er kann sich genaus hilfe suchen beim fachmann wie wir es auch unter Schmerzen oft tun.
    Ich lasse Täter in Liebe ziehen, mehr ist nicht mehr drinne…..es seidenn sie bitten um vergebung ohne mit der Erwartung dass diese erteilt wird.
    Aber das habe ich bis heute noch nicht erlebt.Aber wer weiss, es soll ja bekanntlich Wunder geben und damit gebe ich mich auch zufrieden .
    Warum kannst du das nicht?

  9. Elke schreibt am :

    @rasch

    Manchmal verwirrst du mich sehr, z.B. hiermit:

    „…müssen wie die täter es seit zwanzig jahren machen“
    Wieso seit zwanzig Jahren, wie kommst du auf diese Zahl?

    Und auch hiermit:

    „Ich lasse Täter in Liebe ziehen, mehr ist nicht mehr drinne…..“
    Woher nimmst du diese Liebe, wie kann man/frau da noch lieben?

    Nichts für ungut, aber das erstaunt mich doch sehr!

  10. hildegard schreibt am :

    @ rasch
    Wenn Anja B. u.d.v.a. auch aus der Distanz das NetzwerkB jetzt immer wieder kritisch betrachten, dann meinen ‚die‘ es – aus meiner Sicht – doch eigentlich nur gut mit dir und mir:
    sie prangern gerade dieses ‚Hauen und Stechen‘ an, was hier immer wieder unter einander veranstaltet wurde …
    Man/frau/ich kann das eine Zeitlang übersehen – nach dem Motto ‚jeder blamiert sich so gut er kann‘ – sachdienlich aber ist eine solche Veranstaltung nicht – und einladend für Suchende schon gar nicht!!!

    Die KritikerInnen verstehe ich etwa so: Es ist wie ein „Fluch der bösen Tat“, der durch dieses Forum spukt – – oder verstehe ich da etwas miss?
    Gebärden wir uns hier nicht oft genug allzu „stutenbissig“, als ging’s um Besserwisserei und Rangordnung? Die Sachlichkeit wurde immer wieder angemahnt – dennoch zeigt sich, wie es „kreist … in demselben Teufelskreis, den es für die Betroffenen zu überwinden gilt“ …

    Es scheint, wir fallen ohne die angemahnte Versachlichung, Gelassenheit und Achtsamkeit in die Opferrolle der Kindheit zurück, kommen also nicht von der Tat los, sondern wir erliegen hier kopflos und am Ende kraftlos einem erneuten Verdrängungsversuch (nachdem wir uns unter einander die Köpfe eingeschlagen haben), wir blockieren uns selbst den Ausgang und kommen durch die Hintertür wieder herein in den Teufelskreis …
    Aus dieser Problematik heraus finden wir nach meiner Überzeugung nur im fairen Umgang mit einander, d.h. wir nützen die Meinungsfreiheit zu allererst einmal frei und fair und friedlich und freundlich unter uns …

    Lösungsorientiert werden wir dann gemeinsam mit der sachlich richtigen Forderung nach Aufhebung von “Lebenslänglich“ für’s damalige Opfer, mit beharrlicher Auflösung des Schweigezirkels auch für die jetzt noch Betroffenen, mit unbedingt bedingungsloser Aufhebung von Verjährungen aller Sexualverbrechen an Abhängigen die notwendigen Fortschritte machen.
    Gesellschaftliches Umdenken braucht Augenhöhe, braucht beidseitig freie Meinungsäußerung, braucht die Wahrheitskommission zur Wahrung des Rechtsfriedens …
    Fangen wir doch , bitte, bei uns selber an!

  11. Hallo Rasch,

    ich wollte nur sagen, dass ich natürlich auf deiner Seite stehe. Die Sache, für die ihr eintretet, ist richtig und muss auch vertreten werden. Für die Aufhebung der Verjährungsfristen gibt es gute Gründe, Betroffenenrechte müssen gestärkt werden und den Betroffenen muss mehr Mitspracherecht eingeräumt werden. Vor allem mit den Argumenten sollten sich die Gegner erstmal auseinandersetzen, bevor Sie glauben, dass es hier ohne Substanz zur Sache ginge. Die Argumente, die ihr habt, sind das schärfere Schneidewerkzeug.

    Irgendwie fangen Menschen immer an, sich an irgendeiner Stelle anzufeinden. Darüber ärger ich mich irgendwie auch immer 🙂 Wenn die Sache richtig ist, dann werden sich Anfeindungen ergeben, denn wenn die Argumente ausgehen oder wenn sich Menschen mit der Sache nicht auseinandersetzen, dann wird es schnell einfach nur persönlich.

    Norman 🙂

  12. Sarah schreibt am :

    ich interpretiere Anna Baumanns posting erstmal nicht anfeinend. Sie kritisiert den Stil, und bitte deshalb darum, ein wenig achtsamer mit Gemeinplätzen umzugehen, und Pauschalierungen zu vermeiden und vielmehr konstruktive Zusammenarbeit mit Entscheidungsträger und Politik anzustreben. Ganz Unrecht hat sie damit m. E. nicht. Aus diesen Gründen weist sie bittend darauf hin, NetzwerkB und Norbert mögen in den öffentlichen Medien klar zu erkennen geben, dass Norbert einzig „Sprecher von NetzwerkB“ und nicht aller Betroffenen ist. Das ist ihr gutes Recht als Selbstbetroffene, dies in einem offenen Forum zu äußern. Ich kann in Annas Kommentar keinerlei Unsachlichkeit erkennen. Wenn dem wäre, hätte Norbert ihn sicher nicht freigeschalten.

    Ergänzend möchte ich zu Bedenken geben: Es bleibt jedem frei, wessen Stil er sich bedienen will, um das gesteckte Ziel zu verwirklichen. Dennoch geben alle Betroffenen, jede Betroffeneninitiative – die sich in der Öffentlichkeit – in der Medienwelt bewegen, auch ein repräsentatives Bild in der Gesellschaft von „Betroffenen sex. Gewalt“ ab und tragen somit auch Verantwortung!

  13. rasch schreibt am :

    @ elke
    dein satz:
    …müssen wie die täter es seit zwanzig jahren machen”
    Wieso seit zwanzig Jahren, wie kommst du auf diese Zahl?

    Elke…damals wurden „bewusst“ die Opferberichte in der presse nachunten geschraubt und dafür die Tätersicht nach oben. Es wurde sich dieses stilistischen Mittels bedient nur mit einer einzigen Option: Die Meinungsbildung zu ändern! Zeitgleich tauchte false memories auf.
    Alles auch hier auf den seiten nachzulesen.

    dein Satz aus dem kommentar vom 3.1.2011:
    “Ich lasse Täter in Liebe ziehen, mehr ist nicht mehr drinne…..”
    Woher nimmst du diese Liebe, wie kann man/frau da noch lieben?

    Es ist ein schwerer Weg und der anfängliche Drang und dem intensiven Wunsch nach „einsicht bekennen widergutmachung“ folgen etäuschungen und schmerzen , welche in die wut führen und dann auch gefühle der Rache spürbar werden bzw dem Drang nach Selbsjustiz. Mit hilfe meines kreativen Prozesses konnte ich den weg aus dem tiefen ungerechtigkeitsgefühl entkommen es beobachten und schliesslich abschliessen in „Liebe“. Ich benötigte dafür keine Dritten mehr die es für mich einklagten oder Übungen um selber zu vergeben.
    Ich bin mir einfach nut bewusst geworden dass mein handeln in meiner verantwortung liegt und deren handeln in ihrem.
    In „liebe“ ziehen lassen meint soviel wie „auch dir wünsche ich dass sich dein leibesdruck so sehr erhöht, dass du bekennst, einsiehst und auf widergutmachung drängst“……ohne gefühle des hasses! Einfach nur „neutral“

    @ hildegard
    bestimmt hast du mit allem recht, nur ich kann mom nicht mehr folgen . Ich weiss nur eines „die zeit drängt“und ja…möge man mir noch ausläufer vulgärer Ausdrucksweisen verzeihen…es war einfach zulange die einzige möglichkeit in zeiten der wut, bevor ich dahinter die Liebe entdeckte!

    @ norman
    smile*

  14. rasch schreibt am :

    @ sarah
    Du hast Recht.
    Ich sehe nun auch deutlich, dass meine Pferde mit mir durchgingen…
    Es tut mir leid und ich bitte dafür um Verständnis.

  15. fabian schreibt am :

    Sich für verbale Entgleisungen oder für das „übers Ziel hinaus Schießen“ zu entschuldigen, gehört auch zu einer Gesprächskultur.

    Dabei bitte ich aber auch zu bedenken, dass diejenigen, die Kinder missbrauchen oder andere Verbrechen begehen, oft sehr darauf bedacht sind, eben jene Kultur von ihren Opfern einzufordern, die sie selbst in eklatanter Weise missachten.

    Laut werden ist nicht erwünscht, das gehört sich nicht, Emotionen Ausdruck zu verschaffen gehört nicht zu den sachdienlichen, zivilisierten und anerkannten Verhaltensweisen, das verstößt gegen allgemein anerkannte gesellschaftliche Konventionen.

    Wir müssen immer aufpassen, wenn wir das „Kind beim Namen“ nennen, schnell ist unter Umständen die Unterlassungsklage oder Klage wegen übler Nachrede oder Beleidigung da. Und wenn es noch so wahr ist.

    Es gibt sicher Gründe, manches nicht allzu laut auszusprechen. Und es gibt sicher auch Gründe, sich zu entschuldigen, wenn mal etwas gesagt wurde, was bei längerem Nachdenken wohl besser nicht gesagt worden wäre oder der Klarstellung bedarf. Oder worüber man nochmal in Ruhe sprechen sollte. Das ist ganz normal.

    Die „Pferde“ aber sind anderen „durchgegangen“ und wir müssen damit leben.

  16. Anna M. schreibt am :

    Ich bin der Meinung, daß „Bundesregierung hat uns Betroffene verraten“ absolut angemessen ist.
    Denn es ist schlicht und einfach die pure Wahrheit.
    NetzwerkB kann nur für die Betroffenen in Netzwerk B sprechen. Diese sind mit „uns Betroffene“ gemeint.
    Ich weiß nicht, was das hier immer wieder soll, daß sich irgendwelche Betroffene gegen die Initiativen von NetzwerkB wehren. Niemand behauptet, daß NetzwerkB ALLE Betroffenen vertritt.
    Dafür, daß NetzwerkB tatsächlich eine der politisch aktivsten (wenn nicht DIE aktivste) Initiativen ist, kann doch NetzwerkB kein Vorwurf gemacht werden!
    Warum sind andere Initiativen weniger oder gar nicht politisch aktiv? Warum werden diese meckernden Betroffenen nicht in anderen Initiativen aktiv, die ihre Interessen vertreten? Vermute mal, daß es diese nicht gibt, oder daß diese nicht die Power wie NetzwerkB haben.

    Politik ist ein derbes Geschäft. Und wenn man das Spiel auf der politischen und medialen Klaviatur nicht beherrscht, kann man nichts oder nur wenig erreichen. Gerade deshalb ist es wichtig, politisch auf die Pauke zu hauen.
    Und da sollte sich NetzwerkB nicht von Angsthasen ausbremsen lassen, die nicht unterscheiden können zwischen therapeutischem und politischem Jargon.
    NetzwerkB ist nicht aggressiv. Es ist DEFENSIV. Es wehrt sich gegen Gewalttäter und Ungerechtigkeit.

    @rasch: ich bin nicht der Meinung, daß du dich entschuldigen müßtest. Hier darf jede/r seine Meinung äußern. Und daß dich das nervt, wie hier immer wieder versucht wird zu sabotieren, kann ich sehr gut mitempfinden. Mir geht es genau so.

    @all:
    Jede/r entscheidet selbst, was für einer Sprache er/sie sich bedient.

    Eine deutliche angemessene Sprache, die auch Empörung beinhaltet kann Betroffene „triggern“, da sie an die Empörung und Wut ihrer Eltern und Täter_innen erinnert werde. Wenn sie sich nicht gegen diese gewehrt haben, nutzen sie jetzt hier bei NetzwerkB die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, da sie hier keine Strafen befürchten müssen. Aber das ist ein Missbrauch dieses Forums. Das ausagieren von Triggern gehört in die Therapie.

    In diesem Sinne möchte ich hier noch einmal eine Lanze für gesunde, angemessene und gerechtfertigte Empörung brechen, die die Basis ist für jede politische und gesellschaftliche Veränderung.
    Kann man auch nachlesen bei Stéphane Hessel „Empört euch!“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Emp%C3%B6rt_Euch!

  17. rasch schreibt am :

    @ anna
    Der Unterschied zwischen netzwerk B und anderen liegt meiner Ansicht nach in der einfachen Tatsache begründet, dass wir hier den Kreislauf der „gewollten“ Verwirrung durchbrechen konnten. Und das geht einigen ziemlich auf den Zeiger.
    Anstatt zu sagen: „Bo…ich habt sowas von Recht gehabt….die Manipulation blieb bis heute unbemerkt“….NEIN, stattdessen werden Kettenhunde losgeschickt???
    Ich habe keine andere Erklärung dafür.

    Ach und danke anna und fabian…ich war nah an der grenze der emotionalen Überforderung und wie sollte es anders sein, ich bin es ja gewohnt von klein auf, die Schuld anderer zu tragen.
    Im grunde vertrau ich meinem gespür und meiner inneren stimme und verdränge auch gefühle des ungerechtigkeitsgefühl nicht so leicht. Aber ich denke ich war sehr sehr nah dran an meinem inneren kind, an diesem Tage. Und ich bin dankbar dafür, egal wie schlimm und wie weh es alles tut! Die Kleine in mir hat diese Aufmerksamkeit verdient und weiss nun sehr gut wie sie sich beim nächsten mal ausdrücken muss, um sich nciht hinterher entschuldigen zu „müssen“!

  18. Veronika schreibt am :

    Keine Sorge, dafür bekommt der ZDF-Intendant am 10.12.2011 vom Papst den Gregorius-Orden überreicht.
    http://hpd.de/node/12418

    Für die grossen Verdienste um die Kath. Kirche, die nun glaubt, die Opfer nicht wie auf der ganzen Welt, vor allem in den USA üblich, entschädigen zu müssen!

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