Opferverbände stellen politische Forderungen

09.02.2012: ZDF heute Nacht

ZDF heute – 09.02.2012 um 19:00 Uhr

Norbert Denef, Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt:
„Das wäre ein klares Signal, die Aufhebung der Verjährungsfristen und zwar rückwirkend. So das die Verbrechen, die in der katholischen Kirche stattgefunden haben, aufgearbeitet werden – ohne wenn und aber. Und das die Kirche sich nicht mehr versteckt hinter den Gesetzen. Denn der Gesetzgeber schützt ja auch solche Täterorganisationen.“

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Ulmer Wissenschaftler und die katholische kirche

Antrag zur Aufhebung der Verjahrungsfristen einstimmig angenommen

23 Kommentare

  1. Jetzt Reicht's schreibt am :

    Mit eine der grössten Sauereien finde ich, daß die Kuttenbrunzer jetzt schleunigst einen Entschädigungs-FONDS gründen wollen, in den sie selber am allerwenigsten einzahlen wollen, dafür aber andere die „restlichen“ 95 Prozent.

    Damit wieder mal ANDERE am Ende diesen Fonds finanzieren, und, wie geplant, allen voran mal WIEDER die blöden Steuerzahler.
    Damit dieses Kuttenbrunzer-Pack wieder mal möglichst billig davonkommt.

    Fadenscheinige Begründung für diesen Schach- und Raubzug: Weil ja auch andere Kinder geschändet haben.
    Die sich allerdings wenigstens nicht als Botschafter oder Vertreter GOTTES aufgeführt und verkauft haben.
    Eine besonders heimtückische, hinterfotzige und dreckige Methode!

    Statt daß dieser Dreck es auch in Deutschland 2 Milliarden zahlt, so wie in den USA.

    Mein Appell daher: Leute, wehr euch mit allen Mitteln gegen diesen NEUEN Saustall, mit dem ihr noch einmal verarscht werdet!

    Ihr selber könnt mit dem Tag des Austritts aus der Kirche die Zahlungen stoppen (alles andere sind hinterfotzige Märchen), abkassiert werdet ihr dann wenigstens „nur“ noch als „normale“ Steuerzahler.
    Das ist die einzige Sprache, die dieser Dreck versteht: Geldhahn zu!

    Glauben könnt ihr auch ohne Kirche oder gar diese Kutten-brunzer.

    Im übrigen lassen sich das 2. – 10. Gebot auf den simplen Satz reduzieren: „Was du nicht willst, daß man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu.“

    2 g Hirn sollten genügen, damit halbwegs anständig durch’s restliche Leben zu kommen.

    Alarmiert die Medien, was dieser Dreck da plant: nicht nur seine Schuld zu leugnen und zu beschönigen und geradezu lachhafte „Entschädigungen“ zu zahlen, und die Last für VERNÜNFTIGE Entschädigungen wieder mal auf andere abzuschieben.

    Good luck!

  2. auch-ein-opfer schreibt am :

    “Das wäre ein klares Signal, die Aufhebung der Verjährungsfristen und zwar rückwirkend“ heißt es bei Netzwerk B. Bitte was für ein „Signal“? Was ist darunter zu verstehen? Warum berichtet das Netzwerk B in der nicht immer leicht zu verstehenden Journalistensprache („Signal“)? Es wird von „Opferverbänden“ gesprochen (Mehrzahl von Opferverband). Wer sind die anderen „Opferverbände“? Kein Wort in dem Bericht davon. Weiters wird der Begriff „Täterorganisation“ genannt. Es ist unseriös und juristisch bedenklich, eine Organisation oder Person in der Öffentlichkeit als „Täter“ zu bezeichnen, ohne dass diese/r vor Gericht rechtskräftig verurteilt wurde

  3. Sarah schreibt am :

    blah, blah, blah.

    Und was mich am meisten an diesem Kurzfilm auffregt, ist das Schlußbild. Da wird es so hingestellt, als würde Missbrauch wieder einmal eine ganz banale Sache sein. Ein Pfaffe weckt ein Kind aus dem Tiefschlaf, dass dann ohne Widerstand im Halbschlaf mit seinem Täter mitgeht. Ich fasse es nicht. Was soll das???

    Die Medien gehören endlich auch mal zur Rechenschaft gezogen. Und sowas wird im ZDF in den Nachrichten an die Öffentlichkeit gebracht, damit wieder einmal – wie meist, der Bevölkerung vorgekaugelt wird, dass es sich bei sex. Missbrauch nicht um Gewalt handelt, sondern die Kinder ja freiwillig im Einvernehmen „da mitgemacht haben“. Ich kotz gleich!!!

  4. kar schreibt am :

    Dieses scheinheilige Kasperletheater sollte irgendwann dazu führen, das eine wirkliche Trennung von Staat und Kirche geschaffen wird. Die Kirche, die die Folgekosten nicht wirklich tragen muss und gerne mit diffamierenden unwahren Schuldzuweisungen gegen andere (bspw. Homosexuelle Menschen) von ihrer Schuld abzulenken versucht, sollte endlich einmal Grenzen aufgezeigt bekommen. Wer über Jahre/Jahrzehnte hinweg so dermaßen Scheiße baut, und diese Scheiße letztendlich versucht, ausschließlich bei anderen abzuladen, die am allerwenigsten dafür können, sollte genau dafür mit angemessenen rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden.

    Die Kirche will sich weder der Verantwortung der während der Arbeitszeit am Arbeitsplatz begangenen Verbrechen stellen, noch Konsequenzen daraus ziehen? Dann muss man sich mal inhaltlich gegen mehr Positionen der Kirche stellen. Das Beispiel Irland im Bezug auf das Beichtgeheimnis sollte in Betracht gezogen werden. Genauso sollte die kath. Kirche auch auf den Boden der Tatsachen gezogen werden. Und ich denke an der Stelle, es wäre gut, wenn man auch die Schuldzuweisungen dokumentiert/hervorhebt, als das, was sie letztendlich sind.

    An der Stelle vielleicht mal lesenswert: http://www.sueddeutsche.de/leben/kirche-und-homosexualitaet-sie-sind-eine-schande-fuer-unsere-kirche-1.1257731

  5. Franz schreibt am :

    Es ist schon bezeichnend, wenn Frau Gerster in der Anmoderation des Beitrages von sexuellem Missbrauch an Jugendlichen spricht.
    Vom ZDF, einer öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt sollte doch zu erwarten sein, dass sie Dinge klar angesprochen werden.
    Es sind nicht nur Jugendliche die von Priestern sexuell missbraucht werden, es sind auch viel zu viele Kinder darunter.
    Sowohl die Kirche, als auch die politisch Verantwortlichen in unserm Land, hatten seit bekanntwerden des flächendeckenden und systematischen Missbrauchs von Kindern im Herbst 2009 ausreichend Gelegenheit, den Dialog mit den Betroffenen zu suchen.
    Bisher ist dass sowohl von Kirche als von den staatstragenden Organen unterblieben.
    Ein Kongress, der sich im Vatikan mit diesem Thema befasst, ist schlagender Beweis dafür, dass die hl. katholischen Kirche offensichtlich unter einer institutionellen Schizophrenie leidet.
    Beim Gesetzgeber verhält es sich zu Leidwesen tausender Kinder und junger Menschen nicht anders.
    Den Dialog mit den Betroffenen hat bisher niemand gesucht. Beschämend für ein Staatswesen, das vorgibt, ein föderaler Rechtsstaat zu sein.
    Der Politik ist diese Thema ein Dorn im Auge. Man möchte zu „Normalität“ zurückkehren. Nicht einmal unser Pinocchio-Bundespräsident hatte im Rahmen des Papstbesuches vom vergangen Jahr den Mumm, seine Heiligkeit darauf anzusprechen, dass hier etwas verändert werden muss.
    Ein Verlängerung der Verjährungsfrist auf 30 Jahre ist ein deutlicher Beweis dafür, dass der Gesetzgeber nicht die Absicht hat, effektiv und nachhaltig für den Schutz unserer nachwachsenden Generationen einzutreten.
    Mit Demokratie hat das nichts zu tun.
    Bleibt es dabei, dass sexueller Missbrauch an Kindern ein Vergehen bleibt,
    welches mit einer Verjährungsfrist von 30 Jahren bewehrt wird, ist das Staatsversagen offensichtlich.
    Die Bundesrepublik Deutschland ist, wenn nicht bald von kirchlichen wie politischen Verantwortlichen die „Notbremse“ gezogen wird, auf dem Weg sich zu einem Schurkenstaat zu entwickeln.

  6. @auch ein opfer

    Einer dieser „Opferverbände“ sind wir, die in Berlin bei dem Gespräch mit Herrn Rörig gemeinsam mit anderen Vertretern Betroffener die Aufhebung der Verjährungsfristen forderten. Somit spricht Herr Denef stellvertretend für viele in dieser Sache.

  7. prof.dr.gernot lucas schreibt am :

    die katholische kirche ist geübt im aussitzen.

    viele missbrauchsopfer haben schon resigniert, gefangen in ihrem leid.
    die nachfolgeorganisationen der arbeitsgruppe um christine bergmann sind schon wieder weitgehend fest in katholischer hand.

    umso lobenswerter die energie, mit der norbert denef unermüdlich bei der sache bleibt.

    verjährung des missbrauchs an kindern kann es juristisch genauso wenig geben, wie es eine verjährung in der psyche nicht gibt. betroffene können bis ins hohe alter ein lied davon singen !

    prof.dr.g.lucas
    konstanz

  8. fabian schreibt am :

    @Auch ein Opfer

    Bedenklich finde ich, dass man eine Institution, in der Täter lebten und nach wie vor leben und heute wie damals von diesen Institutionen geschützt werden, nicht als Täterorganisation bezeichnen dürfen soll und Täter nicht als Täter, selbst wenn bekannt ist, dass sich der Sachverhalt so darstellt und das Verfahren nur aufgrund der Verjährung eingestellt werden musste.

    Und in höchstem Maße bedenklich finde ich auch, dass offenbar erst die rückwirkende Aufhebung der Verjährungsfristen den Opfern zu ihrem Recht verhelfen kann. Denn andere Lösungen scheitern bisher am Widerstand der Institutionen, die sich auf diese Rechtslage berufen. Und zwar in erster Linie am Widerstand derjenigen, die sich selbst höchst unseriös und juristisch nicht nur bedenklich, sondern kriminell verhalten haben.

  9. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Nicht nur die katholische kirche ist geübt im Aussitzen .Auch die Odenwaldschule steht ihr da in nichts nach.Immerhin war der Hauptäter und Schuldirektor gerold becker ja auch pfarrer-nur diesmal evangelisch.

  10. Jacqueline schreibt am :

    In Systemen, die die Menschen klein hält wie die Kirchen und andere Institutionen, bei denen es um Macht und Geld geht.
    Gerade die arbeiten gerne mit Angst – zur Einschüchterung und weiter klein machen und halten.

    Ich kann erst seitdem ich meinen sex. Missbrauch zu gut 80% verarbeitet habe, so klar benennen und stehen lassen, OHNE dass es noch was Schlimmes mit mir macht.

    Und all diese wollen KEINE:

    mündigen Menschen
    mündigen Patienten
    mündigen Gläubigen

    etc…

    Da mündig sein – FREI macht – da die Verantwortung – die Eigenverantwortung bei einem SELBST liegt!

    Das ist lebensnotwendig und wichtig, auch wenn man das erst spät lernt, es befreit und macht vieles klarer und gibt KRAFT!

    Und das ist die Motivation, die wohl auch Herr Denef verfolgt, wofür ich ihn sehr schätze!

    Frei sein, in jeglicher Hinsicht – das ist das ZIEL!

    Erst dann kann richtige, wahre Heilung geschehen…
    Dann kann ein wachsen geschehen vom Opfer – zum Menschen.

    Denn wir sind alle Menschen und es wird Zeit, dass wir diesen Part leben dürfen und können in FREIHEIT!

    Weiter so!

    Schon das bewerten vom Spiel (Opfer – Täter) hält uns weiter klein – raus da – in die Handlungsfähigkeit!

    Durch das Spiel wird andauernd Verwirrung, Schmerz und Blockade etc.. gefördert – durch da RAUS gehen in die Handlungsfähigkeit – dank Aufhebung der Verjährungsfristen etc…

    kommt Klarheit etc…

    Ich lese schon kaum noch Posts, die mich da runterziehen – und das Spiel weiter fördern….

    Herzliche Grüsse

    Jacqueline

  11. fabian schreibt am :

    Neues vom Satire-Gipfel in Rom:

    http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=561376

    Eine ganz besondere „Dichte“ spürt da der Herr Ackermann. Jaja, nur bei wem, fragt man sich doch da und ob die Welt schlau genug ist, zu verstehen, wie vorbildlich und glaubwürdig man als Kirche in Deutschland mit dem Missbrauch umgeht?

    So wie man dem Griechen den Umgang mit Geld auch erstmal erklären musste. Was den Missbrauch angeht ist das ein gar schmerzlicher Prozess, aber dafür haben wir ja auch Heilsbringer überall auf der Welt, damit das auch der Karibik-Insulaner, der Papua-Indianer, der Südamerikaner und sogar der Afrikaner versteht. Das mit dem Geld hat ja immerhin auch der Grieche verstanden. Ist ja aber auch nicht immer ganz so einfach als Vorbild und Vorreiter.

    Ganz entscheidend dabei, sich selbst noch irgendwie ernst nehmen zu können, ist natürlich die abendliche Vorlesestunde, da sitzt man dann gemütlich beisammen und hört sich Missbrauchsgeschichten an. Muss man ja auch, sonst klappt das mit der Bitte um Ver-geben ohne etwas zu- geben zu müssen nie.

    Das Zuhören ist ja nunmal auch aufgrund des kollektiven Gedächtnisverlustes total wichtig für den eigenen Erkenntnis- und Heilungsprozess, der dann in einer öffentlich ausgerufenen moralischen Kehrwoche hinausposaunt wird, damit der eigene Dreck am Stecken endlich wieder unter dem Teppich anderer liegt, wo er hingehört, egal wo auch immer, Hauptsache nicht mehr vor der eigenen Tür.

    Schließlich haben wir als Vorreiter ja auch ganz großartige Richtlinien entwickelt, fast noch, bevor die Betroffenen oder andere … also auf jeden Fall irgendwie vorher… die genauso wie bei der Aufklärung und Prävention nur NOCH besser und NOCH konsequenter umgesetzt werden müssen. Das muss man ganz klar sagen. An dieser Stelle. Ohne wenn und aber.

    Das wäre dann also geklärt, nun kommen wir zu der Frage, wie den Betroffenen zu helfen ist.

    Aber bitte, wir sind hier schließlich nicht in Griechenland und auch nicht in Amerika.

  12. Anna M. schreibt am :

    @Ex-Odenwaldschüler:
    You are right!
    Sehr wichtig finde ich festzuhalten, daß die ganze Odenwald-Pädokriminellen-Mischpoke weitreichende Verbindungen und Überschneidungen mit der evangelischen Szene haben.

    Kindesmisshandlung nährt sich ganz wesentlich aus der Religion!!!

  13. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    @Anna M.:Stichwort EKD sowie „protestantische Mafia“ (sogenannt von Prof. Dahrendorff-wer mehr wissen will sollte unter diesem stichwort googeln)!

  14. hildegard schreibt am :

    @ fabian
    Dank für den Link! – aber Satire?
    Das nenn ich ein unsägliches Trauerspiel im Lügentheater – ich zitiere Drewermann: „Der Sinn des Zölibats liegt im Grunde darin, Macht zu bekommen über die Seele von Menschen. Wer jemandem die Liebe verbieten kann, hat ihn vollkommen in seiner Hand.
    …es gibt keine wirkliche Reifung zur Liebe, …“ – das erklärt mir dieses klerikale Desaster, denn:
    Wenn der Beauftragte der dbk nur halb so viel von dem verstanden hätte, was er da alles zu „spüren“ glaubt, dann HÄTTE er aufgemischt, „in Zungen geredet“, die abgehobene Gesellschaft auf den Teppich gestellt und dann vor aller Weltöffentlichkeit die Aufhebung der Verjährung für alle diese Verbrechen gefordert …

  15. Eva Phoenix schreibt am :

    13.. Feb. 2012

    ,

    ET call home! Ich versteh‘ s nicht:

    In der Archdiazoese San Francisco hat jedes der Opfer (ich glaube es waren so um die Funfzig rum) vom Gericht je eine Halbe Million USDollar zugesprochen bekommen. Die Archdiazoese SF ging pleite.

    Zumindest haben diese Opfer jetzt eine Chance der Heilung, und wenn sie nicht heilen koennen , oder nicht genug, oder nicht schnell genug, brauchen sie im Alter nicht auf der Strasse betteln gehen. Kindesmissbrauch ist die ultimate Grenzverletzung – wenn der Staat und der Rechtsstaat das Opfer wengistens nach der Tat schuetzt (wie im Richtspruch in San Franzisco), dann wird der Grenzverletzung eine Grenze gesetzt. Das traegt stark zum Heilen bei.

    Wieso geht es in den USA und nicht in Deutschland? Sind Kinder in Deutschland, deren Leben kaputtgemacht wurde, weniger der Gerechtigkeit wuerdig? ISt das, wie der Deutsche Gesetzgeber seine kleinen Mitbuerger schuetzt? Oder sind in Deutschland manche „gleicher als andere“ (Animalfarm) – Taeter sind prinizpiell gleicher als kindliche Opfer, und Priesterliche Taeter sind noch gleicher? Und die Menschenrechte sind etwas, das ins Ausland exportiert wird?

    Ich war 6 Jahre alt als ich koerperlich und seelisch in einem Sexualverbrechen fast umgebracht wurde. Es hat mein ganzes Leben kaputt gemacht. Ich habe ueber 60 Jahre gebraucht bevor ich ueberhaupt nur einmal anfangen konnte, ein kleines Eckchen des Teppichs, mit dem meine Seele das Trauma zugedeckt hatte, um nur ueberhauupt ueberleben zu koennen, hochzuheben und mal kurz da drunter zu schauen, den Feuer, Lava und Blut schnaubenden Drachen anzuschauen; ueber 60 Jahre hat es gedauert, bis ich stark genug war, ueberaupt erst einmal die Tatsachen herauszu finden! Und auch nach fast siebzig Jahren haut ’s mich jedesmal um wenn ich da hin gehe, und jedesmal muss ich wochenlang gegen die Wellen der Traumareaktionen keampfen bis ich wieder funktionsfahig bin. Mit 71 lebe ich in totaler Armut dank des PTBS.

    Aber, ET, fuer die wo weniger gleich sind (die Opfer) gibts eben eine Verjahrung in diesem Land. Dies nennt sich Rechtsstaat.

    Merke, ET, in einem Rechtsstaat hat ein Sexualverbrecher, ein Seelenmoerder, das Recht sich zu verteigen, aber das Opfer, das im Koma liegt, kein Recht seine Stimme zu erheben. Das Recht des Verbrechers und das Un- recht des Opfers schuetzen wir mit der Verjahrungsfrist.

    Die Antropologin Margret Mead hat einmal gesagt: „Es gibt nichts was eine dedizierte Gruppe von Menschen, wenn sie zusammenarbeiten, nicht zuwege bringen Kann“

    So lasst uns weiter die Aermel hochkrempeln, dem Norbert danken, und nicht nachlassen bis der letzte bystander im Bundestag (und im allgemeinen Publikum) es kapiert hat und wir alle die gleichen Rechte haben. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist eine Menschenrechtsverletzung, und die verjaehren nicht.

    We shall overcome!
    Eva

  16. Eva schreibt am :

    Lest ein einmal das Gerichtsurteil , wie die katholische Kirche anscheinend bezeichnet werden darf.

    Passt zwar hier nicht so , ist aber sensationell !!!!!!

    http://www.news4press.com/Meldung_638181.html

  17. justina schreibt am :

    @eva, finde schon dass es hier her passt, und ich finde es auch absolut sensationell!!!

  18. justina schreibt am :

    Zusatz: dieser Link braucht einen eigenen Platz!

  19. Anna M. schreibt am :

    Sehr schön, dieses „Skandalurteil“!

  20. Simone schreibt am :

    Das Urteil finde ich gut, entspricht voll und ganz der Wahrheit.

  21. Sarah schreibt am :

    Ich nehme wohl an, dass die Staatsanwaltschaft auf jeden Fall in Revision gehen wird. Und meiner Auffassung nach zurecht. Ich bin gegen Pauschalierungen

    Bei dieser Betitelung stimmen zwei Sachen nicht.
    1. Das Wort „Kinderficker“ ist im Zusammenhang mit sexualisierten Misshandlungen an Kindern eine Frechheit. Ficken ist ohnehin ein Wort, das aus dem Sprachgebrauch verbannt werden sollte. Dennoch wird es in gewissen nievealosen Kreisen mit Sex gleichgestellt. Doch sex. Gewalt an Kindern hat in keinster Weise mit SEX zu tun. Würde man auf die Idee kommen, Vergewaltiger als „Frauenficker“ zu betiteln???? Ganz sicher nicht.
    2. Habe ich generell immer etwas gegen Pauschalierungen. Auch wenn ich aufs Schärfste verurteile, was die Kirche – die Verantwortlichen über Jahre hinweg an Kindern verbrochen haben und dies bis heute versuchen zu vertuschen, zu verleugnen. Dennoch ist nicht jeder – der dieser „Glaubensgemeinschaft“ angehört, ein Sexualstraftäter. Somit kann man sie auch nicht als solches im Allgemeinen betiteln mit diesem sowieso komplett deplatzierten Unwort.

    Den Artikel an sich finde ich gut, weil er eben alle anderen Argumente aus den verschiedenen Sichtweisen gegen dieses Urteil beleuchtet, somit sachlich bleibt.

  22. Anna M. schreibt am :

    Ich finde den Ausdruck „Kinderficker-Sekte“ für die katholische Kirche (aber auch für die evangelische!) absolut angemessen.
    Es ist klar, daß damit nicht alle Katholiken gemeint sein können. Wer das als Katholik auf sich bezieht, schützt die Täter.
    Die katholische Kirche unterstützt und deckt Pädokriminelle.
    Der Ausdruck „Kinderficker“ gibt zwar nicht Pädokriminalität wieder und das was wirklich geschieht, aber es ist ein Schimpfwort, das das abgründige Verhalten der Pädo-Priester mit genügend Abscheu beschreibt und deren Niveau umreißt. Ein hochemotionales Wort, voller Wut und Empörung. Beides ist angemessen. Es ist ein sog. „Kraftausdruck“ und der hat auch wirklich Kraft.
    Und gerade weil es soviel Abscheu hervorruft, ist es gut, es im Bezug auf die katholische Kirche zu verwenden, denn alles andere ist Beschönigung, analysierende Umschreibung.

  23. Sarah schreibt am :

    @Anna
    Dennoch fehlt bei dieser Wortwahl der Aspekt, dass es immer auch mit Gewalt zu tun hat!
    Mit schwerer Traumatisierung der Opfer, der wehrlosen Kinder! Nein, ich kann mit dieser Wortwahl nicht mitgehen. Sie widerstrebt mir förmlich, weil damit auch die Kinder diskrimminiert werden als solche, die sich freiwillig dem Klerus prostituieren.

    Und dem ist ganz und gar nicht. Und hier – gerade hier sehe ich eine Bagatellisierung, die nicht hinzunehmen ist, im Sinne der Opfer, der Betroffenen.
    Lieben Gruß von Sarah

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