Schutzlose Opfer – Wie Straftäter sich als Familienhelfer ausgeben

22.02.2012: MDR exakt

Verurteilte Sexualstraftäter können mit Kindern und Jugendlichen arbeiten

Nach dem in Deutschland geltenden Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen verurteilte Sexualstraftäter nicht mit der Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von Jugendlichen beauftragt werden. Diese Regelung des Gesetzgebers soll Kinder und Jugendliche vor eventuell auftretenden Übergriffen durch bereits auffällig gewordenen Personen schützen. Trotzdem gibt es Schlupflöcher für Sexualverbrecher in den geltenden Bestimmungen.

13 Kommentare

  1. m.w. schreibt am :

    ich bin schockiert! ich habe mal gehört, dass angestellte im pädagogischen bereich nur das einfache polizeiliche führungszeugnis vorzeigen müssen, dabei ist lediglich auf dem erweiterten führungszeugnis dauerhaft vermerkt, wenn jemand allgemein und besonders in diesem bereich des sexuellen missbrauchs straffällig geworden ist. das kann doch wirklich nicht wahr sein. man weiß nciht worüber man mehr entsetzt sein soll – darüber, dass die gesetzliches lage so aussieht, oder dass die arbeitgeber nicht so darauf achten.

  2. daniela petry schreibt am :

    Dies ist alles vom Staat gewollt, genauso wie es gewollt ist, dass Straftäter hier frei rumlaufen, während man unbescholtene Bürger drangsaliert und/oder inhaftiert für begangene Ordnungswidirgkeiten.Der Journalist und Autor Jürgen Roth beschreibt das ganze System ausführlich in seinen Büchern, insbesondere im Buch : Ermitteln verboten ! Ich denke, hier sollen bewusst solche gedeckt werden, die normalerweise über uns richten, und eigentlich Recht sprechen sollten, zum Schutze der Opfer. Statt dessen ist es überwiegend diese Klientel, die unsere Kinder missbraucht/verletzt oder tötet., wie auch die sogenannten hochgepriesenen Fachleute (sozialpädagogen/erzieher), in deren Hände wir unsere Kinder geben. Menschen die noch Vertrauen in die heutigen Politiker haben, haben scheinbar den Bezug zur Realität verloren, so traurig es auch ist.

  3. Mona schreibt am :

    Hallo
    Hab mich lang nicht mehr gemeldet.Bin aber der Meinung wer die Kinder nicht ordenlich hier in Deutschland beschützen kann hat verwirkt in der Politik Tätig zu sein,egal welche Partei.Die sollen da oben mal entlich handeln und nicht nur reden.
    Bey mona

  4. Elke schreibt am :

    @m.w.

    Ich kann nur für das Jugendamt in meinen Wohnort sprechen, und da ist es so, dass ALLE, die auch nur annähernd mit Kindern zu tun haben, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen, auch ich, und das finde ich absolut richtig so.

    Viele Grüße,
    Elke

  5. Simone schreibt am :

    @Daniela, so wie du schreibst ist es leider in Deutschland. Ich kenne den Journalist Jürgen Roth von seinem Bericht über den „Sachsensumpf“. Dabei erklärt er deutlich, wie Ermittlungen behindert bzw. unterbunden werden, wenn es um bestimmte Täter geht. Beim „Sachsensumpf“ ging es um sex. Missbrauch an Kindern, die Täter waren ranghohe Persönlichkeiten aus der Politik, Justiz u. Geheimdiensten.

  6. Berger schreibt am :

    Das der Verein in Leipzig Hilfen für Kinder anbietet , ist keine Selbständigkeit . Selbstständige werden wahrscheinlich vom Gewerbeamt entsprechend des Jugenschutzgesetz überprüft , bevor sie das „Gewerbe“ erhalten . Das was im Verein in Leipzig passiert , liegt vermütlich daran , daß Vereine in Deutschland nicht überprüft werden und in Deutschland jeder einen Verein gründen kann .
    SCHLIMM ! Hier wird eine seit Jahren bestehende Lücke ausgenutzt .
    Das nach derartigen Erlebnissen ein Mädchen freiwillig ins Heim geht , kann man nicht glauben . Dieses Mädchen ist wahrscheinlich völlig verzweifelt .
    Ich wünsche der Familie , daß sie wieder zusammen findet und keine Hilfen mehr annehmen muß , solange der Staat Vereine nicht prüft .

  7. klaraklara schreibt am :

    @ Berger,
    ich habe selbst mal als Selbständige in der Jugendhilfe gearbeitet. Das lief aber unter freiberuflich, ich hatte also nichts mit dem Gewerbeamt zu tun. Keine Ahnung, wie es bei anderen ist. Damals hat mich das Jugendamt bezahlt, und ich glaube, sie wollten mein einfaches Führungszeugnis sehen (mein erweitertes Führunszeugnis hat nie jemand verlangt).

    Die Forderung, dass alle in der Jugendhilfe Tätigen (zum Beispiel auch Vereine) ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, finde ich ich wichtig. Es sollte allerdings nach Lösungen gesucht werden, die praktisch umzusetzen und mit der Bezahlung in der Jugendhilfe vereinbar sind. Vielleicht sollten auch Leute, die nur auf geringfügiger Basis babysitten, in das System einbezogen werden. Das kommt mir selbst gerade übertrieben bürokratisch vor, aber andererseits habe ich von Einzelfällen gehört, wo der Babysitter misshandelte. Wie gesagt, es sollte sich um ein einfach umzusetzendes Verfahren handeln.

  8. klaraklara schreibt am :

    Ich habe etwas auf der Seite von dem Vereins gelesen. Sie werben damit, bei finanziellen Problemen zu helfen, und wenn Herausnahme des Kindes aus der Familie (anscheinend durch eine Behörde) stattfand oder es dazu kommen könnte.
    Sie scheinen es auf solche Familien abzusehen, wo die Eltern dringend Hilfe wünschen und sich auch von Sozialamt oder Jugendamt nicht ausreichend unterstützt fühlen und dabei eine kritische Überprüfung des Angebotes auslassen könnten.

  9. Anonymous schreibt am :

    Es sind diejenigen Angestellten welche im scharfen Ton sanktioniert werden oder ihre Arbeitsstelle verlieren, die anstandshalber Vorfälle melden, während Leitungsetagen darüber entscheiden, wie man Vorfälle vor den Eltern verschweigen kann und wie man einen aktiv gewordenen pädophilen Angestellten schützen kann, damit dieser „bemitleidenswerte Leidgeplagte“ nicht noch zusätzlich seine Arbeitsstelle verliert.

    Deshalb sollten wegen Sexualdelikten vorbestrafte „Sozialfachkräfte“, falls sie kurioserweise ausgerechnet im Sozialbereich auf Tauglichkeit getestet werden sollen, unter strenge ärztliche Betreuung gestellt werden, um eine regelmäßige medikamentöse Behandlung des Patienten zur Vermeidung von Rückfällen gewährleisten zu können.

    Elternveranstaltungen sollten dazu genutzt werden, die Elternschaft regelmäßig für die Thematik zu sensibilisieren, damit Eltern auf ihre Kinder vorbeugend einwirken können. Entsprechende Rundbriefe für Eltern die nicht an Treffen teilnehmen können wären eine sinnvolle Alternative.

    Nur so könnte ein solch verantwortungsloses sataatlich organisiertes Pilotprojekt eine günstige Prognose haben, wenn rückfallgefährdete vorbestrafte Sexualstraftäter auf die Kleinsten der Gesellschaft losgelassen werden sollen. Was der Staat durchsetzen will, das wird er auch durchsetzen. Wie es realitätsnah durchgeführt wird stünde dann allein in der Macht der Erziehungsberechtigten, da dies den Politikern unmöglich ist.

    Wer wirklich bald einmal einer tiefgreifenden Rehabilitierungsmaßnahme unterzogen werden sollte, der kann sich gedanklich schon mal darauf vorbereiten.

  10. Joachim Tarasenko schreibt am :

    Man kann nicht auch noch Kinder in Deutschland schützen wenn man für Gerechtigkeit in aller Welt sorgen will. Afghanistan, Somalia, Syrien, Libyen, überall mischt man sich ein und will für die Leute sorgen. Da bleibt naturgemäß wenig Zeit und Geld für die Kinder in diesem Land. Leute seid Tapfer und ertragt es dass wir in einem Scheißstaat mit Scheißpolitikern leben. Wenn man darüber nachdenkt dass Kinder hungernd in den Schulen sitzen müssen in einem der reichsten Staaten der Erde. Überall anders wird wenigstens für Essen gesorgt. So dass wenn diese Kinder schon zuhause nix zu fressen haben oder nur Müll auf den Teller kriegen weil der Staat die Leute in der Arbeit haben möchte. Der Staat will nur Kinder damit diese die Fabriken am Laufen halten und arbeiten um Steuern zu zahlen damit die Oberschicht fressen kann. Das ist das System und sonst nix. Der Rest interessiert in diesem Land nicht. Aber die Welt belehren wollen über Werte. Es ist zum kotzen. ja und Seehofer lobt noch die Arbeit der Prügelorden in Bayern, was will man denn noch?

  11. Joachim Tarasenko schreibt am :

    Und diese gesamte Beamtenschaft, die uns Steuerzahlern die Haare vom Kopf fressen, die find ich auch zum Kotzen. Das Pack sollte abgeschafft werden.

  12. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Jugendamt und Schulzwang (Reichsschulpflichtgesetz von 1938 welche aus der noch in Weimar üblichen Bildungspflicht eine strafbewehrten-bis Haftstrafe,gilt noch heute,Schulzwang machte)wurden von Hitler und den nationalsozialistischen schergen installiert .Dadurch haben seit dieser zeit sowohl schul-als auch jugendamt eine unendliche Machtfülle die keiner übergeordneten kontrolle unterliegt.Auf dem boden dieser nationalsozialistischer gesetze sind auch die sexuelle gewalt und das jahrzehntelange Verschweigen und ignorieren dieser verbechen zu sehen und möglich gewesen..In der Odenwaldschule,anderen intenaten und heimen guckten doch diese institutionen weg bzw, beherbergten auch selbst täter.Eltern können bzw. konnten sich aufgrund dieser gesetzeslage schlecht wehren.Es wird höchste Zeit das diese gesetze zum wohle der kinder geändert werden sowie die verjährungsfrist aufgehoben wird!Wo leben wir denn?Im Strafgesetzbuch gibt es noch heute etliche gesetze aus dem 3. Reich.Das geht nicht an.Verjährungsfrist weg,Bildungspflicht wie in anderen länern auch(stärkt position der eltern und kinder) sowie externe und übergeordnete kontrolle der jugendämter und bitte dort endlich wirklich qualifiziertes personal!

  13. Hallo Joachim, schön auch wieder mal was von dir zu hören, auch ich war in Kallmünz und habe unser Traum mit knapper Not überlebt, der Doll hat es leider nicht mehr geschafft. In unserem Deutschland geht es nur noch um Machterhalt der Politiker und den Erhalt ihres gehorteten Besitzes, darum wurde die EU und der Euro eingführt. aber das wäre eine lange Geschichte und gehört hier nicht her.
    Ich bin kein Rassist und ich finde die Nazis und Hitler abartig und nicht tolerierbar, aber ich sage auch ganz klar, hätte dieser Herr damals die Kirche vernichtet und nicht die unschuldigen Juden, dann wäre uns Kinder in den Kirchlichen Heimen vieles erspart geblieben. Zusätzlich werden wir jetzt nochmal verhöhnt und ausgelacht, während diese Dame (Fr. Vollmer) einen Sonderpreis für ihr Engagement beim Runden Tisch erhält. Fürs Abwimmeln von diesen aufdringlichen Opfern, die auch noch Entschädigung wollen.

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