Wie das Bistum Regensburg Missbrauchsopfer abfertigt

29.02.2012

regensburg-digital 29.02.2012

Demütigung in Serie

Die Bischofskonferenz tagt noch bis Donnerstag in Regensburg. Mit viel Pomp und frohen Botschaften. Unter dessen speist das Bistum Missbrauchsopfer per Serienbrief ab. regensburg-digital liegen mehrere wortgleiche Schreiben vor, in denen Betroffene zu Lügnern abgestempelt werden. Erschütternd ist der Fall eines 61jährigen, der zusammen mit der Missbrauchsbeauftragten der Diözese seinen einstigen Peiniger getroffen hat. Der bat ihn um Verzeihung. Die Diözese kann die Schilderungen des Mannes dennoch „nicht nachvollziehen“. Die Bischofskonferenz äußert sich zum Verhalten der Regensburger Diözese nicht.

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24 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    AUSTRITT aus diesem Gutgläubigkeitssektenvereinsregister! – jede andere Sprache wird nicht verstanden.
    Taufschein aus Etikettenschwindel und Bischofsmützen vom Jahrmarkt der Eitelkeiten – sie werden im potentiellen Jenseits nicht anerkannt, niemals!
    Besäßen sie doch noch ein Fünklein Ehrgefühl!
    Verzicht auf Verjährungseinrede und volle Transparenz durch die Kirchen wären einzige Brückenschläge hinüber zu „Wahrheit und Klarheit“ – im Gegenzug könnte dann auch die r e c h t m ä ß i g von uns geforderte Aufhebung der menschenrechtswidrigen – oft genug tödlich endenden – Verjährungen durch den Staat/die Staaten gefahren werden …

    Beide Instanzen verweigern eine v e r f a s s u n g s k o n f o r m e Rechtsprechung f ü r „widerstandsunfähige Personen“, e r g o verbünden sie sich vorsätzlich gegen besseres Wissen mit Kriminellen.
    Beide Instanzen verschlimmern unser aller Überlebensmisere durch „perfides Nachtreten“, „billigende Inkaufnahme“ von Retraumatisierungen, „gefährliche Sorglosigkeit“ im Blick auf innergesellschaftlichen Rechtsfrieden und die körperliche Unversehrtheit der Kinder.
    Beide Instanzen tragen die Verantwortung.

    Wer aber lehrt Politiker und Kleriker die Überwindung von Panikattacken und Angstreaktionen? Wer rettet, was jetzt noch zu retten ist?

    Durch ihre berechtigten Ängste müssen sie eh jetzt durch – denn da hilft kein Zittern, kein Zagen, kein Zaudern, kein Zweifeln – aber vermutlich wurden die Zuständigen inzwischen nächtens zu Bettnässern …, haben am Tag die Hosen voll …

  2. hildegard schreibt am :

    … zum Glück kritisiert auch Rechtsanwalt Christian Sailer diese „unrühm­li­che Rolle“ der Kirchen:
    „Der Fall Whiteman zeigt in exem­pla­ri­scher Form, wie ver­lo­gen die kirch­li­chen Beteuerungen sind, für die Opfer zu sor­gen. Wenn es um Wiedergutmachung geht, ent­zieht sich die Kirche ihrer Verantwortung und ver­legt sich unbarm­her­zig auf den juris­ti­schen Trick der Einrede der Verjährung. Sie über­lässt es dem Staat, die größte Not der Opfer kirch­li­cher Verbrechen zu lin­dern, dem­sel­ben Staat, von dem sie auf­grund ural­ter Verträge Milliarden kas­siert – mit dem Hinweis, der Staat könne sich nicht auf Verjährung beru­fen.“

  3. Jacqueline schreibt am :

    Was ich gerade lese, passt zu meiner inneren Abkehr zur katholischen Kirche. Ich bin auch eine Betroffene, aber eines weltlichen Täters, die Aufarbeitung da war aber genauso grausam wie sie nun von der katholischen Kirche praktiziert wird!
    In Systemen der Macht, der Kleinmache, der Schuld-und Sühne Schieberei – hat Aufarbeitung für die Opfer nur erschwert und unter Schmerzen stattzufinden, da sich diese Systemgläubigen auf die Stufe der Täter stellen und für weiter Leid sorgen. Aus EGO Gründen, das hat mit Glauben gar nix mehr zu tun.

    Dem Täter wird Resozialisierung zugestanden – den Opfern noch immer nicht!

    Das ist eine Schande!

    Jede betroffene Person, die Traumatischen Symptome – Retraumatisierungen und die menschliche Dummheit der anderen – weil sie die Opfer nicht ernst nehmen wollen oder können – erlebt haben – kriegt nur suggeriert – wir sind Schmutz, Dreck – dies weil die Verantwortlichen kein Rückgrat haben zur Veränderung – zur Aufklärung – ZUM HINSCHAUEN UND HINHÖREN und ihren Müll der sichtlichen Ueberforderung noch WEITER an die BETROFFEN weitergeben!!!

    Die katholische Kirche verkommt zu einem Konzern der Macht – des Pomps und der Unmenschlichkeit und sie merken es nicht mal.

    Das, was Du einem meiner geringsten Brüder getan hast, das hast Du mir getan – und sie wissen nicht was sie tun – sind leider noch immer aktuel – weil die Verantwortlichen nicht lernen wollen.

    Und Betroffenen, die ab ihrem Leid zusammenbrechen, keine Kraft mehr haben, werden weitergetreten…. man kann am Leid auch sterben, weil man nicht mehr kann – und KEINE Perspektiven mehr hat!

    Das vergessen all diese Versantwortlichen!
    Das ist unterlassene Hilfe….

    Und bietet Boden für weitere Täter – da diese ja geschützt werden.

    Seitdem mir all das KLAR ist, und ich leider diesseleben Mechanismen überall erkenne, vor allem da, wo Handlungsbedarf ist — ist es nur noch eine Frage der Zeit – bis ich aus der Kirche austreten werde…

    Mein Glaube ist mir heilig – der hat mir schon immer weitergeholfen….

    Die Menschen sind nicht, was sie scheinen, der Mensch ist das unzuverlässigste und komplizierteste Wesen der Welt – das Seinesgleichen auch Gleichgültigkeit umbringen kann…

    An all diesen Orten fehlt die Liebe.
    Sie predigen von Liebe, leben sie nicht vor, also ist es nur ein Programm….

    Mir fehlen die Worte!

    Jacqueline

  4. Eva schreibt am :

    Obwohl der Einsatz vom Dr. Sailer sehr zu loben ist , sollte man aber auch einmal die folgende erschreckende Seite lesen.

    http://www.agpf.de/Wittek.htm

  5. Anna M. schreibt am :

    Austritt z.B. zum „Hasenfest“! Damit das eingeimpfte schlechte Gewissen nicht so sehr drückt 😉 : http://www.hasenfest.org/mitmachen.html

    @Hildegard: Genau das ist für mich auch die Schlussfolgerung: die Kirche abschaffen durch austreten. Damit wäre schon viel getan. Die Kirchen sind Täterschutzorganisationen (genauso in anderen Glaubensrichtungen). Kirchen sind Keimzellen für Pädokriminelle. Und da sie leider viel Einfluß haben, sind sie die gefährlichsten Keimzellen. Die Jahrhunderte alte Macht der Kirchen ist sogar stärker als das Grundgesetz. Denn eigentlich sind per Gesetz Staat und Kirche getrennt. Doch diese Trennung wird durch gewisse Privilegien (Konkordate) der Kirchen verwässert und so ständig ausgehöhlt. Die Macht der Kirchen wird sogar in den neuen Bundesländern noch verstärkt und gefestigt. Und das, obwohl immer mehr Leute aus den Kirchen austreten. So entsteht eine Schieflage. Die einflußreiche Kirchenelite hebt noch mehr ab vom „Kirchenvolk“. Hauptsache die Pfründe bleiben erhalten. Es geht um Macht. Und um sehr viel Geld und Besitztümer.
    Würde die Kirche (bzw. ihre verlängerten Arme Caritas und Diakonie, die größten privaten Arbeitgeber Deutschlands) ihre Arbeitnehmer nicht zwingen, Kirchenmitglieder zu sein, würden die Mitgliedszahlen ganz anders aussehen. Das ist besonders deshalb skandalös, weil die „kirchlichen“ Institutionen (beider großer Konfessionen) wie Altenheime, Krankenhäuser, Pflegeheime etc. fast vollständig vom Staat bezahlt werden. (hier ein Link zu einer Kampagene gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz: http://www.gerdia.de/)

    @Jaqueline & alle:
    Die katholische Kirche kann sich nicht reformieren, weil sie sich sonst abschaffen würde. Die Bibel sei Gottes Wort, sagt sie. Und die Bibel schreibt Kindesmisshandlung vor (Züchtigung). Empathie Fehlanzeige. Und was für Leute zieht das an? Genau, geschädigte Menschen, denen durch frühe Misshandlung die Empathie sowieso ausgeprügelt wurde. Die können sich leicht mit den Vorschriften der Kirche identifizieren. Dagegen wirkt das ganze Gelaber von Barmherzigkeit wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Gewalt setzt sich in solch einem Fall immer durch.
    Die Doppelmoral der Kirche ist zum Kotzen.

    @Eva: Mir ist auch nicht wohl, wenn ich den Background von Sailer bedenke. Aber anscheinend hat niemand sonst Mut oder Interesse, diese Dinge auszusprechen. Oder doch? Fürchten die Anwälte um ihr Image? Auf dem Land oder in kleineren Städten kann ich mir das noch vorstellen. Aber in großen, säkularen Städten dürfte das keine Nachteile bringen. Los, ihr mutigen Anwälte!

  6. Anna M. schreibt am :

    Ergänzung:
    Die Kirchen (Religionen) unterstützen auch massiv die sexualisierte Gewalt in den Familien. Denn durch das 4.Gebot (das in allen Glaubensrichtungen existiert) ist es innerfamiliären Trauma-Opfern nicht möglich, ihre (elterlichen) TäterInnen zu konfrontieren oder überhaupt als TäterInnen wahrzunehmen und das Trauma aufzuarbeiten. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, daß sie später selbst zu TäterInnen an ihren Kindern werden. Das ist so mit körperlicher Gewalt, mit sexualisierter Gewalt und auch mit psychischer Gewalt.

  7. Eva schreibt am :

    Ich denke mit Mut hat es bei Anwälten nichts zu tun.

    Bis auf wenige Opferanwälte, wollen Anwälte nur verdienen !

    Viele Anwälte vertreten einmal Opfer ein andermal Täter.

  8. Eva schreibt am :

    Die „Riege“ der Anwälte, die seit den 60 er Jahren immer größer geworden ist , hat sich abgesichert, dass kaputte Opfer so gut wie nirgends rechtliche Beratung umsonst oder für wenig Geld erhalten.
    Selbst Staatsaanwälte ,die man um Hilfe bietet, sagen einem ins Gesicht, dass sie keine rechtliche Hilfe anbieten dürfen, wenn Taten weitergehen.

    Außnahmen:

    Erstberatung beim weissen Ring, öffentliche Rechtsauskunft oder Verbrauerzentralen für andere Rechtsgebiete.

    Welches Opfer hat die Kraft und das Geld für Strafprozesse , Zivilprozesse und OEG Prozesse zu finanzieren bis in die höchsten Instanzen ?

    Es gibt einen Mann, der als Kind von einem Sektenführer schrecklich mißhandelt wurde, der Jahre und extrem viel Geld brauchte um seinen Peiniger ins Gefängnis zu bringen.

  9. alexa whiteman schreibt am :

    eva,
    dein satz über meinen anwalt dr. christian sailer ist absolut überflüssig.
    sein privat leben und alles was dazu gehört, geht niemanden etwas an. solche äuserungen treffen mich zu tiefst.

    warum?

    alexa
    überlebende/bayern
    1960-1978

  10. Simone schreibt am :

    @Eva, man kann Beratungskostenhilfe und Prozeßkostenhilfe beim Gericht beantragen und man bekommt diese finanziellen Hilfen auch fast immer. Mir wurden diese Hilfen immer gewährt.

  11. alexa whiteman schreibt am :

    anna m.,

    viele von euch haben keine ahnung über meinen anwalt.
    ich möchte nur eines sagen herr sailer ist bereitz mein 4 anwalt in sache kirche. die anderen waren käuflich von seitens der kiche oder vom weißen ring und dann haben sie alle den schwanz eingezogen. herr sailer begleitet mich schon 5einhalb jahre, ihr klugen menschen.

    ihr habt keine ahnung. macht es einfach besser, ihr besser wisser.

    alexa
    überlebende/bayern
    1960-1978

  12. Eva schreibt am :

    Zitat:

    „die anderen waren käuflich von seitens der kiche oder vom weißen ring und dann haben sie alle den schwanz eingezogen“.

    Ist das nicht ein Fall für die Anwaltskammer den Rechtsanwälten die Lizenz zu entziehen ?

    Käuflich heißt für kriminell .

    http://www.gesetze-im-internet.de/brao/__14.html

  13. hildegard schreibt am :

    Leute, bleibt einfach beim Thema! Abschweifen schadet. Sachlichkeit ist hier angesagt.

  14. Uwe Werner schreibt am :

    Ja, es gibt sie wirklich, die engagierten Anwälte, d.h. bitte nicht alle über einen Kamm scheren, das wäre ungerecht und den guten Anwälten nicht dienlich.
    Das Problem liegt eher bei der deutschen Gerichtsbarkeit, die schon bei der Prüfung von Prozesskostenhilfeanträge z.T. schon ein noch ausstehendes Urteil vorweg nehmen. Das hat schon das Bundesverfassungsgericht im März 2011 gerügt, da einige dbzgl. Anträge vom LG Köln mit der Begründung „wegen mangelnder Erfolgsaussicht“ abgelehnt wurden. Dies ist eine Vorwegnahme einer noch zur Verhandlung anstehenden Rechtsstreitigkeit. Nach dem Prinzip der Rechtsschutzgleichheit bekamen die Kläger in Köln recht und erhielten die Prozesskostenhilfe.
    Köln=Domstadt=Katholisch=KardinalMeissner=erzkonservativ=Klüngel
    z.Z. befinde ich mich in einer solchen Situation und klage auf Prozesskostenhilfe in einem Unterlassungsklageverfahren gegen einen Priester. Unter Androhung einer Geldstrafe, bis hin zu einer Pfändung und einer Androhung von Ordnungsstrafe-bzw. ersatzweise Ordnungshaft, darf ich einstweilen bestimmte Behauptungen nicht mehr äussern.
    Nun finde dann mal einen Anwalt der mit „Herzblut“ sich für deine Sache einsetzt und trotz der Verjährungsfrist den Rechtsstreit angeht. Einen habe ich in Duisburg gefunden, was nicht bedeutet, das ich schon gewonnen habe, aber er setzt sich ein und hat mir noch keine Kostenrechnung erstellt. Ein anderer ist Opferanwalt in Frankfurt/Main und im Vorstand der Deutschen Opferhilfe und seit gut 2 Jahren für mich auf „pro-bono-basis“ tätig. Ja, es gibt diese Anwälte, aber man muss sie suchen. Viele Anwälte gehen ja, wegen mangelnder Klienten, in die Politik. Die Landtage und derBundestag sind ja regelrecht von Anwälten überschwemmt und in Köln z.B. fahren viele als Aushilfsfahrer Taxi.
    Das soll uns aber nicht entmutigen, für unsere Rechte zu klagen. Jede Anzeige, jede Klage muss bearbeitet werden und in der Missbrauchssache hat die Justiz noch eine Menge zu lernen und es muss ein Umdenken zu Gunsten der Opfer entstehen. Schon mit der NS-Vergangenheit tat sich die Justiz schwer und es brauchte Jahrzehnte bis sie sich der NS-Vergangenheit stellte und sich entschuldigte.
    Anwälte sollten sich vermehrt ihrem sozialen Gewissen verantwortlich fühlen und einmal ein Mandat angenommen, es auch bis zum Ende durchführen, auch bei mangelnder Erfolgsaussicht. Gerade da zeigt sich ja, was ein guter Anwalt wert ist.
    Gebt die Hoffnung nicht auf und unterstützt euch gegenseitig, indem ihr alle eure Erfahrungen und Kenntnisse, wie hier im Forum, bekannt macht und austauscht.

  15. Veronika schreibt am :

    Traurig und beschämend für jede/n Katholike/n! Hier scheint die Organisationsstruktur über den sog. „Grundsätzen der Kath. Kirche“ zu stehen, von den selbstgegebenen Werten gar nicht zu reden.
    Hier hilft nur, dass sich jede/r einzelne Betroffene z. B. direkt an den Bürgerbeauftragten der EU
    http://www.ombudsman.europa.eu/de/home.faces
    wendet. Dieser kann zwar per se nichts machen, die Akten werden sich aber so lange stapeln, bis dieser die Angelegenheit dem Europäischen Parlament vorlegen muss. Ausserdem wird die Menge der Eingaben und die Art der Beschwerden regelmässig in öffentlich zugänglichen Statistiken veröffentlicht. Nur so – meine Meinung – bleibt das Thema aktuell, und bei nächstmöglicher Gelegenheit wird die RKK dazu Stellung nahmen müssen, und zwar von höchster Stelle (Vatikan) her.

  16. alexa whiteman schreibt am :

    eva s zitat
    Ist das nicht ein Fall für die Anwaltskammer den Rechtsanwälten die Lizenz zu entziehen ?

    Käuflich heißt für kriminell .

    eva dann fang mal an und vielllllllllllle nerven. nicht nur schreiben und reden sondern aktiv werden.

    alexa
    überlebende/bayern
    1960-1978

  17. Anna M. schreibt am :

    Meine Aufforderung ging an AnwältInnen, die den Mut haben, das Thema ÖFFENTLICH zu diskutieren und ihren Namen dafür herzuhalten.
    Natürlich wird sich ein Anwalt in einem katholischen Dorf nicht trauen, öffentlich etwas gegen die katholische Kirche zu sagen. DAS meinte ich.
    Ich weiß, daß es genügend engagierte OpferanwältInnen gibt, die juristisch mutig sind und das ist gut so.

    Und was RA Sailer angeht: Offensichtlich hat er mit dieser Sekte was zu tun, andererseits: die christlichen Kirchen sind auch Sekten und man macht auch kein aufhebens, wenn ein Anwalt (bzw. Anwältin) sehr christlich ist. (sollte man aber)
    Es ist wie bei den Drogen: Bei Haschisch wird laut protestiert, wenn es um die Legalisierung geht, aber die Volksdroge Alkohol wird legal munter weiter verkauft und konsumiert.

  18. Simone schreibt am :

    @Anna und Hildegard, ich habe eine Frage zum Kirchenaustritt: In unserem Bundesland sowie in Bayern und dem Saarland ist es Jugendlichen erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres erlaubt, aus der Kirche auszutreten. In allen anderen Bundesländern Deutschlands ist ein Kirchenaustritt ab dem 14. Lebensjahr möglich. Mein Sohn, der aus der Kirche austreten möchte, aber noch nicht das für in unserem Bundesland für den Austritt geforderte Alter hat, ist sehr entrüstet über diese Vorschriften. Ich bin über dieses Kirchengesetz ebenfalls sehr empört. Die Kirche verhält sich wie eine Sekte, die ihre Mitglieder bevormundet und gängelt. Wie kann man einen früheren Kirchenaustritt erreichen ? Habe gehört, das wäre nur möglich durch eine Klage beim Verfassungsgericht.Oder gibt es noch andere Möglichkeiten ?

  19. Prospero2011 schreibt am :

    Weiterhin Blockiere, Mauern, Verniedlichen, Sparen

    /iron an die Entschädigungszahlungen haben die RKK finanziell erschöpft…

    „….Und nun hat sich auch noch die Freisinger Bischofskonferenz Ärger mit der katholischen Jugend in Bayern eingehandelt. Grund ist ein Beschluss der Konferenz, die vor einem Jahr eingerichtete Fachstelle Prävention sexueller Gewalt, die bei der Landesstelle für katholische Jugendarbeit in München angesiedelt war, wieder zu streichen. Als Begründung wurde angeführt, dass die sieben Diözesen sich künftig selbst um die Präventionsarbeit kümmern wollten…….

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/unzufriedenheit-mit-der-katholischen-kirche-empoert-und-enttaeuscht-1.1298324

    Paderborn:Erzbistums-Sprecher Ägidius Engel erklärte, die Kirche versuche, sich das Geld von den Tätern zurückzuholen, um möglichst keine Kirchensteuern zu verwenden. *schmunzel

  20. klaraklara schreibt am :

    @Prospero 2011
    Das riecht aber verdammt nach Vernachlässigung oder Unterdrückung des Themas. Eine Fachstelle, die gegenüber dem in den Diözesen sicherlich gegebenen „Klüngel“ unabhängig sein könnte, nach kurzer Zeit wieder wegzukürzen!

  21. hildegard schreibt am :

    Kampf dem Klüngel! Man – will meinen: Justiz – kann nicht etwas für Recht halten und es dann nicht durchsetzen – Klüngel >> Korruption!
    @ Jacqueline
    „Die katholische Kirche verkommt zu einem Konzern der Macht – des Pomps und der Unmenschlichkeit und sie merken es nicht mal“ – denn wo sie von Liebe redet, ist Propaganda gemeint.

    Und das ist ein besonders gefährlicher Etikettenschwindel, den auch ich an einem gewissen Punkt nicht mehr mittragen mochte. Ausgetreten fühlt sich das noch mal ganz anders an als „mit Stempel“ – meine Abkehr begann bereits 40 Jahre vorher.
    Der Unterschied besteht für mich darin, mich vor mir selbst nicht mehr für die Zugehörigkeit zu diesem bigotten Verein rechtfertigen zu müssen.
    Du wirst deinen Glauben, der dir heilig ist, nicht verlieren – innere Freiheit ist ein großer Gewinn.

    @ Anna
    Kreide haben sie alle gefressen – die da reden vom Gottesreich, sich Ämter sichern, in barocken Gewändern schlafwandeln und sich bestens in maßgeschneiderten Gesetzen auskennen …

    „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ (http://www.gerdia.de/) zeigt, wie verquickt, verquast und verklüngelt Kirche und Staat sind – danke für den Hinweis!
    Wo Recht gebeugt wird und Menschenrechte missachtet werden, müssen wir hellwach werden, dürfen wir auch den letzten Penner wachrütteln.

    Lug und Trug existiert von Macht und Mammon.

    @ Simone
    Bei Kirchenaustritten wird ein AMTSGERICHT – nicht also die Kirchenverwaltung – sicherlich eine Ausnahmeregelung finden …
    In den oben verlinkten Seiten findest du den Pressekontakt zu Ingrid Matthäus-Maier, Mail: kampaleitung [at] gerdia.de
    Sie ist eine engagierte Anwältin und hilft vielleicht weiter …

  22. Elvira schreibt am :

    @ simone
    „die kirche ist eine sekte“, ich habe auch sehr lange dafür gebraucht um das erkennen zu können. ich war mitglied und mitarbeiterin in dieser sekte. sekte heißt übersetzt „abspaltung“, die kirche hat das „göttliche, heilige, ganze“, dass in jedem menschen ist, abgespalten und auf einen thron außerhalb und erhöht gesetzt und lässt sich dort anbeten und die opfer lässt sie seit jahrhunderten in jeder messe sagen: herr, ich bin nicht würdig und durch meine schuld, durch meine schuld, durch meine große schuld. jeder, der sich ein wenig mit meditation oder NLP auskennt, weis wie verheerend solche Suggestionen sind ….jeder satz, den man immer wiederholt gräbt sich ins gehirn, wie eine straße/autobahn ein …

  23. Anna M. schreibt am :

    @Simone: Ich weiß ja nicht, wie Bayern das begründet, zumindest könnte man versuchen, gemeinsam (also Sohn+Erziehungsberechtigte(r)) den Austritt zu erreichen. Denn wenn der Jugendlich noch nicht „mündig“ ist, sollten es ja seine Eltern für ihn sein, oder?

  24. kar schreibt am :

    Das Bistum Regensburg hat es wieder einmal nötig. Kann mich offengesagt noch sehr gut an die Anfänge der Klage gegen den Betreiber v. Regensburg-Digital.de erinnern. In einem Interview hat der Pressesprecher den Betreiber mehrfach der Lüge bezichtigt. Das Interview kann sich jeder unter http://www.youtube.com/watch?v=Ak8Wsn4s-RI anschauen. In der Sache gibt es ein sehr deutliches Urteil.. [1].

    Frei nach den böhsen Onkelz müsste man schreiben… „Die Stimmen der Richter, heilloses Gekreische. Sie setzten ein Zeichen.“.

    [1]
    „Die zuständige Richterin erklärte im Verlauf der Verhandlung, dass die gewählten Formulierungen des der Klage zugrunde liegenden Kommentars “noch zurückhaltend” waren. Darüber hinaus sei auch die Position der Diözese dargestellt worden. Der Eindruck, dass die Diözese durch ihr Verhalten wenigstens mit dazu beitragen wollte, dass der im der Entscheidung zugrundeliegenden Kommentar erwähnte sexuelle Missbrauch nicht öffentlich wird, sei auch “nicht ganz von der Hand zu weisen”.“ Siehe: http://newspresso.gulli.com/2021-regensburg-digitalde-kirchlicher-maulkorb-aufgehoben-kommentar-25-10-2011

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