heim zeit das grauen oder wie ich überlebte/gelebt habe bis heute.

13.04.2012

Wie empfinde und fühle ich nachdem ich dieses Jahr 2012 Januar meine Akte aus dem Kinderheim Raphaelshaus

erhalten habe.?

Mie’s zu nichts wert eben ein Versager auf der ganzen Linie bis heute.

die ersten 5 Jahre meines Lebens wo normaler weise das leben geprägt wird,verbrachte ich in Säuglingsheime anschließend ab dem 3 ten Jahr,

in einem Kinderheim

wo ich bis heute nicht weis’s wo sie waren da keinerlei Akten mehr vorhanden sind

5 JAHRE MEINES DASEIN NICHTS ABER NICHTS:

Die Zuneigung wärme geborgenheit,die ich bis heute vermisse war eh nicht gegeben

anders gesagt Hospitalismus sowie Psychischer Hospitalismus und Kasper-Hauser-Syndrom Reizentzug in Kombination mit Misshandlung

Prinzip war, dass enge Berührungen – und damit auch Zärtlichkeiten – vermieden werden mußte-ten”, um jede Inflationsgefahr von anderen Personen möglichst zu verhindern. „Im Sinne der hygienischen Erfordernisse (ist) die Einrichtung der Räume waren immer n kahl, nüchtern und Spitalstiel geblieben.

1957 wurde ich aus dem Heim nach Hause geholt.

Nach Hause

Wie sich das Liest

Tagesordnung war ,

Das ich sehr oft mit bekam ,

nein,

selbst erlebt gesehen wie Mutter vom Stiefvater im Suff vergewaltigt worden ist.

Nicht nur das,

Prügel ob ich,

oder Mutter gehörten zu meinem täglichen leben .

Zwei Jahre weiter wurde Ehe geschieden.

aber da ging es nicht besser im Gegenteil.

Sie lies keinen Moment aus wenn sie getrunken hat, ihre sadistischen Züge an mir aus zu lassen.

nur ein Auszug von vielen.

gehorchte ich nicht,musste ich mich im Schlafzimmer wenn sie im Bett lag auf breite Fussleisten nieder knien,

und dabei beide arme hochhalten bis zur Erschöpfung.

wagte ich nur Ansatz weise die arme zu senken,

folgte Prügel

Mitunter verstand sie es noch zu Toppen,in dem wenn ich da so hing mich mit Süßigkeit zu locken.

natürlich freute ich mich darüber und stand auf.

Resümee Prügel bis …… das ich zweimal die letzte Ölungen bekommen habe.

wäre besser gewesen,mich sterben zu lassen als weiter bis heute nur zu existieren.

und Hunger,Lügen sowie Diebstahl um zu leben/überleben war das was ich nicht anders kennen gelernt habe.

ein Situation von vielen.

jeden Sonntag gingen wir zu meinen Großeltern

erste frage war vom Großvater,

warst du in der Kirche und welches Evangelium gab es heute?

wie gewohnt musste ich lügen,

war ja nicht dort Mutter gab mir immer Instruktionen was gerade an Evangelium in der Kirche war

um nicht wieder Prügel von Mutter zu bekommen.

meine Antwort

ja

kam es raus,bekam ich vom Großvater im Gäste wc mit Wasserschlauch Prügel

anschließend weiter zu hause von Mutter weil ich wieder versagt habe :

nun ja 1963 wurde ich wieder ins heim gesteckt: Raphaelshaus Dormagen

wie Fallobst weg geworfen.

KAM IN DIE GRUPPE STURMSCHAR

Leiterin war Schwester Reinburga und ein Erzieher

Eine Gruppe mit über 50 Kinder

es ist /war nur eine verwahr stelle mehr nicht

Züchtigungen und tyrannische strafe prägten auch da mein Anschauungsweise von leben/überleben

ZB

Wie wurde mit Bettnässern umgegangen?:

wir hatten viele,wie ich auch

die sich dann morgens im Gruppensaal ihr Bettlaken aufgespannt allen zeigen mussten bis es trocken war.

anschließend mussten sie sich in die Straf ecke setzen und bekamen Blech Geschirr wo sie mit Löffel drauf hauen mussten bis die anderen fertig waren

wenn sie dann gegessen haben, mussten sie über 4 std lang Stillsitzen und nicht reden ,wo die anderen draußen spielten.

Auch Abends im großen Schlafsaal war man vor übergriffen der Schwester oder Erzieher nicht gefeit im Gegenteil .

ein Erlebnisse von vielen

hatte einen Freund 11 Jahre wie ich

Namen:

Albert Drösser

wir er und ich schliefen immer Hand in Hand ein

war ich,oder er traurig und am weinen so schlüpften wir gegenseitig zu dem anderen ins Bett und trösten uns gegenseitig durch wärme.

das hatte dann zur folge das es nicht ungesehen blieb.

Resümee

Albert und ich bekamen in der Kleider-Kammer mit Gürtel Schläge bis wir nicht mehr sitzen konnten,

und mussten dann die Rest der nacht im dunkeln verbringen.

die Kammer war nicht größer wie 2qm

am andren Tag mussten wir in der Heim interne Küche Kartoffel schälen bis zum späten Abendbrot.

wie oft bekamen wir dann zu hören,

wofür seit ihr denn hier? eh nur zum fressen und scheißend mehr nicht.

ihr müsst uns dankbar sein das sowas verwahrlostes wie ihr seit

Es Menschen gibt die sich um euch kümmern.

Um die Zeit „sinnvoll“ zu nutzen, wie es von der Heimleitung hieß, wurden wir in Sport gruppen eingeteilt.

Da ich damals zu den sogenannten unsportlichen gezählt wurde, wurde bei mir eine Sport Therapie angesetzt, die vom de Schwester und Erzieher der Gruppe geleitet und durchgeführt wurde.

Ich war gerade 12 geworden und hatte einiges abgenommen, denn dass Essen im Heim war nicht mein Ding, ich aß, wenn nur wenig oder gar nichts, . und durch meinen recht schlanken knabenhaften Körperbau, wurde ich zum perfekten Opfer.

Eines Tages sollte ich als Einziger im Sport raum bis zum Schluss bleiben und die Sport Geräte wegräumen helfen.

Als es fast geschafft war, wurde ich von dem Erzieher in den Geräte Raum gedrängt und er schloss uns ein. Ich bekam Panik und wollte nur weg, aber er hatte das bestimmt minuziös geplant.

Ich wurde mit nur wenigen Handgriffen geknebelt und gefesselt und er zischte mir ins Ohr, jetzt wäre Schluss und weglaufen gibt es nicht.

Er zog mir die Hose runter, nahm eine Jongliere Keule und rammte mir das Teil in den After.

Die Schmerzen waren höllisch, es brannte wie Feuer, fast hätte ich die Besinnung verloren, aber leider nur fast, danach hat er mich, wie es mir vorkam, endlos brutal vergewaltigt und mich total mit seinen Samen eingesaugt.

Danach musste ich Duschen und frische Wäsche anziehen, die vorherige Wäsche wurde mir von ihm weggenommen.

Zuletzt, bevor er die Außentür der Sporthalle aufgeschlossen hatte, kam der Rat oder besser der Befehl von diesem Erzieher den Mund zu halten, es würde mir sowieso keiner glauben.

Und es wäre ja eh bekannt was ich für ein Kind wäre ein Versager,Lügner,Dieb nicht lebensfähig deshalb ja auch ins Kinderheim gekommen.

Es war mir so, als wenn ich außerhalb meines Körpers stehen würde und mich selbst beobachten könnte.

Ich lief ganz weit fort, in ein entferntes Waldstück und habe nur geheult,ich war sehr lange unterwegs und habe mich zu Tode geschämt. Aber ich musste zurück, wollte ich nicht riskieren, dass die Erzieher die Polizei informierten, um mich ab gängig zu melden. Ich musste das vergessen und habe es lange verdrängt, erst seit ein paar Wochen,weiß ich alle Details wieder.

Ich habe damals die Sport Unterricht nie wieder besucht.

Ich habe mich mit vielen ausreden geweigert und bin auch nie wieder zum Einzelgespräch bei diesem gewissenlosen von Erzieher gewesen.

Die Nachteile waren mir egal,die dann sowieso auf den fuß folgten.

Ob Strafarbeiten,Prügelstrafe,Stunden langes sitzen oder in der Kleider Kammer im dunkeln Stillsitzen ohne zu reden das über 5 stunden mitunter auch nachts darin verweilen oder Taschengeld Kürzung und auch Gespräche mit dem Heimleiter alles egal, ich konnte 2 Tage nicht richtig sitzen.

Ich rutschte weiter ab und dachte über einen neuen Suizid Versuch nach

denn ein Tod kann nicht so schlimm sein

Das war der Zeitpunkt, als ich anfing heimlich zu rauchen,denn ich musste mich irgendwie ablenken, um nicht aus dem Fenster zu springen oder andere Dummheiten zu machen. Seit dieser Zeit war ich leider schon Kettenraucher geworden, um den seelischen Stress zu kompensieren.

Obwohl ich eigentlich ein Gegner des Rauchens war.

Dennoch schaffte er, der Erzieher es ein paarmal, nach der Gruppen Sitzungen mich ungesehen in eine Ecke des Gruppen Raums zu drängen und zu beeinflussen sowie mich zu bedrohen nichts zu behaupten oder Märchen zu erzählen.

Seit dem Studieren meiner Heim Akte weiß ich, dass er den Wäsche Wechsel nach der Bewegung’s Therapie damit begründete, ich hätte mir beim Therapie-Turnen in die Hose gepinkelt und er wollte mir die Peinlichste ersparen mit nasser Hose, in die Gruppe zu müssen.

Aber, das alles war so schlimm, dass ich kaum glauben wollte, dass dies noch zu übertreffen wäre. Ich wurde etwas später leider eines Besseren belehrt. In den vielen Stunden, in denen ich alleine war in Wäldern oder im Ort und auch auf meinem Zimmer im Heim dachte ich immer öfter daran mich umzubringen, letztlich war es mein Glaube damit eine Todsünde zu begehen, der mich davon Abstand nehmen ließ.

Denn nach dem Heim Aufenthalt wo ich in die Lehre gesteckt worden bin,

ging das Martyrium weiter.

Jede Gelegenheit die mein Lehrmeister nutzen konnte,nahm er für sich wahr um sich an mir zu vergehen

Sei es das er,

Abends in mein Zimmer kam und hinter sich die Türe schloss.

Wo ich wusste was wieder kam und ich machen musste:

er zog die Hose runter und ich musste zuerst mit Hand ihn befriedigen,anschließend musste ich mich auf den Bauch legen.

Wenn ich mich wehrte weil ich schmerzen hatte,

wurde ich mit Schläge im Gesicht und am Körper gefügig gemacht

Ich war ihm in jeder Situationen ausgeliefert.

Auch sein wöchentlicher Sauna Ausflug musste ich folge leisten

mir blieb eh nichts anderes übrig wo das was bei ihm zu hause gehemmt durch eventuelle Geräuschen im Treppenhauses

hier in der Sauna er ungehemmt weiter ging und das noch schlimmer und grauenvoller.

Seine Vorliebe bestand schon darin,da er schnell aufbrausend war,mir zu verstehen zu geben was mich erwartet

Denn auch Gewalttaten wie Prügel begleiteten mich weiter in der Lehre.

Es ging mitunter soweit ,das ich sehr oft von ihm zu hören bekam,

ich habe dich aus dem Loch geholt ,du bist ein nichts,bleibst ein nichts, und bringe dich da wieder hin wenn du das nicht machst was ich sage und will.

aber wem sollte ich es erzählen?

denen ich es hätte erzählen können glaubten ja eh nichts weil ich sowieso nur lügen,betrügen klauen konnte und auch laut aussage in den heim unterlagen es sich ja bewahrheitet hat

Betrogen um mein verdienter Lohn in der lehre bis zur Volljährigkeit ca 15 tausend Euro weg .

nicht mehr da Sparbuch nicht auf zu finden

ausgenützt am Körper und

Seele

Kaputt

3 Ehen gescheitert

Aus der ersten Ehe Sohn heute 29 Jahren mit 6 Monaten letztes mal gesehen

im Gefängniss gewesen wegen lügen betrügen

Auch wenn ich jetzt noch zwei Kinder habe,was ist daraus geworden

ein Sohn 13 Jahre lebt bei mir
der andere 12 Jahre in einer pflege Familie will nichts wissen

bin halt nichts wert

wäre besser es gäbe mich nicht mehr

13 Kommentare

  1. Johannes schreibt am :

    Lieber Schreiber Deines Erfahrungsberichtes!

    DU schreibst, es wäre besser, wenn es Dich nicht mehr gäbe. ICH möchte Dir sagen: Schön, dass es Dich gibt! Und ich bewundere Deinen Mut, Deine Stärke und Deine Kraft, Dich hier mit Deiner ganz persönlichen Lebensgeschichte zu öffnen. Ich empfinde das als einen riesengroßen Schritt zu Dir selbst, wobei ich versuche zu erahnen, was Du alles über Jahre und Jahrzehnte mit Dir selbst ausmachen musstest.

    Wenn ich auch vieles über die Heimerziehung der 50er bis 70er Jahre aus der Literatur weiß, so schilderst Du doch noch einmal auf sehr eindrückliche Weise Dein ganz persönliches Erleben im Beschreiben der Folgen dieser schlimmen Heimzeiten für Dein ganzes Leben – das hat mich beim Lesen sehr traurig und gleichzeitig wütend gemacht.

    Ich möchte Dir dazu das eine oder andere gern sagen, will das aber nicht unbedingt hier sozusagen in der Öffentlichkeit tun. Wenn Du magst, nimm gerne den Mailkontakt mit mir auf unter jorusi [at] gmx.de

    Einstweilen ein herzlicher Gruß!

  2. Elke B schreibt am :

    Auch ich möchte Dir für Deinen Mut danken.Dein Bericht spiegelt meine Erfahrungen zumindest im Bezug auf Säuglingsheim bis zu meinem 5.Lebensjahr wieder.Du bist es wert hier zu bleiben.Wir brauchen Dich.Ich bin dankbar für Deine Offenheit.

  3. Bernd Schulz 1 schreibt am :

    Warum hat man Dir und vielen anderen das angetan
    Das Leid und Elend was wir ertragen musste
    Ich bin auch in einen Kloster aufgewaschen . Mit 8 Jahren wurde ich von den Kloster Pfarrer Jahre lang sexuell Missbraucht .Da ich keine Nacht mehr schlafen konnte, weil ich die Bilder nicht wieder los bekam, weinte ich jede Nacht und wünschte mir, dass ich nie wieder aufwachen würde. Ich wurde immer depressiver und fing nachts an zu Schaukeln und zu Singen (Kirchen Lieder), das keiner an mich ran kam. Die Nachtschwester löste das Problem, in dem sie mir ein Eimer eiskaltes Wasser ins Bett schüttete. Am nächsten Morgen wurde mir die nasse Wäsche über meinen nackten Körper gelegt, um dort zu trocknen. Ich bekam eine Lungenentzündung und musste zwei Wochen auf der Krankenstation verbringen. Meine schulischen Leistungen wurden durch die seelischen Belastungen immer schlechter, ich war auch übermüdet. Nachdem ich mir Mut gefasst hatte und diese Vorfälle meinen besten Freund erzählte, lachte er mich aus und erzählte es allen. Danach musste ich zur Oberin, die Leiterin des Heimes ist. Sie holte mich und wollte genau wissen, was los sei. Ich schämte mich sehr und unter Drohungen habe ich alles erzählt, was der Pfarrer mit mir gemacht hat. Sie beschimpfte mich als Lügner und warf mich aus dem Zimmer. Daraufhin holte sie unseren Kloster Bäcker. Er ist ein ganz gemeiner Mensch. Er warnte mich, ich solle nicht mehr solche Lügen verbreiten und schlug mich mit einem Riemen ins Gesicht und auf meinen Körper, so dass ich blaue Flecke und ein geschwollenes Gesicht bekam. Nun hatte ich erst recht nichts zu lachen und wurde noch mehr gehänselt. Meine Anzeige des Missbrauchs führte nur zu einem noch schlimmeren Missbrauch. Die älteren Jungs kamen jede Nacht und haben mich geknebelt, misshandelt und gequält, das war von den Schwestern so angewiesen und gewollt. Ich war gerade acht Jahre alt. Der Missbrauch und die Misshandlungen wurden von der Ordensleitung geduldet.

    Ich hatte so eine Wut auf den Pfarrer. Wir Messdiener mussten den Pfarrer jeden Morgen von seiner Villa abholen zur Heiligen Messe. Es war Januar, morgens noch dunkel. Ich nahm den Abtreter vor seiner Treppe raus und klingelte. Er kam raus und begrüßte uns mit Grüß Gott Kinder und ging die Treppe runter, dort fiel er ins Loch. Ich sprang gleich zu ihm, um ihn zu helfen. Er konnte nicht mehr stehen und ich holte unseren Doktor von der Krankenstation. Sein rechtes Bein war gebrochen. Ich verspürte kein Mitleid mit ihm. Jetzt konnte er mich nicht zu sich holen und hatte drei Wochen Ruhe vor ihm. Doch nach vier Wochen holte er mich wieder zu sich nach Hause. Da war es so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich kletterte auf einen hohen Baum und bin von oben herunter gesprungen. Ich wollte nicht mehr Leben. Leider hatte ich nur ein paar Rippenbrüche. Nach so einer Traumatisierung sind die Ohnmachtsgefühle kaum in Worte zu fassen. Es ist kaum aus zu halten, weil ich auch so panische Angst hatte. Mein Leben war von Hass und Gewalt geprägt. Mein einziger Freund war der Hund, den ich betreute und pflegte.

    Eines Nachmittags, als ich vom Feld kam und meinen Freund, den Hund begrüßen wollte, war er nicht da. Als ich auf meine Station kam, hörte ich Gebell und Kinder – Geschrei. Der Bauer war mit dem Hund auf die Station. Ich wusste nicht, was los war, aber er hetzte den Hund auf die Kinder. Der Hund zeigte seine Zähne und wollte auf die Kinder los gehen. Die Kinder weiten und schrien um Hilfe,
    die Stadions – Schwester feuerte den Bauer immer wieder an. Als der Bauer mich sah, machte er den Hund los und hetzte ihn auf mich. Der Hund kam zu mir, wedelte mit dem Schwanz und setzte sich zu mir. Der Bauer schlug den Hund, so dass er jaulte winselte und dann biss er den Bauer ins Bein. Ich nahm einen Stuhl und schlug den Bauer über den Kopf. Er ging zu Boden und musste ins Krankenhaus.

    Ich nahm den Hund und brachte ihn zurück, in seiner Hütte. Daraufhin musste ich drei Tage in einen dunklen Keller verbringen, ohne Essen und Trinken. Als man mich aus dem Keller holte, war ich sehr geschwächt, ich war neun Jahre alt. Den Keller musste ich wieder sauber machen, wo ich hin gemacht hatte, alles musste ich weg machen. Nach der Schule wollte ich meinen Hund besuchen und füttern, der Zwinger war leer. Ich fragte, wo denn mein Hund sei, man sagte mir, dass er erschossen wurde, er sei wertlos. Ich weinte vor den Zwinger und wurde immer aggressiver. Die Mitschüler bewunderten meinen Mut. Die Schwestern und der Pfarrer hassten mich. Bestrafungen und Schläge waren an der Tagesordnung.

    Mein Leben war von Hass und Gewalt geprägt, ohne jede Liebe. Der einzige Freund war der Hund, den es nun nicht mehr gab.

    Nach so einer Traumatisierung, sind Ohnmachtsgefühle kaum in Worte zu fassen. Es ist kaum auszuhalten, weil man auch panische Angst hat.

    Es gab mal wieder Graupensuppe, die ich nicht mochte. Da ich sie nicht aß, wurde sie immer wieder hin gestellt. Es gab nichts anders zu essen. Ich habe sie nicht angerührt. Nach vier Tagen hat die Stationsschwester mir die Nase zu gehalten und mir den Löffel mit der kalten Suppe mit Gewalt in den Mund geschoben. Ich spuckte der Schwester die Suppe ins Gesicht. Da schlug sie mich und musste den ganzen Tag in einer Ecke stehen, mit ausgestreckten Armen, ohne Essen und Trinken, zur Toilette durfte ich auch nicht. Ich machte in die Hose und brach zusammen. Die nassen Sachen wurden nicht gewechselt, ich habe gestunken und alle liefen vor mir weg. Freitag war dann Wäschetausch. Ich war nicht der ein-zigste, der so behandelt wurde. Der Pfarrer hat sich übrigens auch an anderen Kindern vergangen. Das Leben im Kloster war die Hölle.

    Das ist nur ein teil meines Buches

    Auch ich möchte Dir für Deinen Mut danken. Dein Bericht spiegelt sich so wie mein Leben wieder. Ich kann sehr gut nachfühlen. Auch ich bin in einem von Kloster Kinderheim aufgewachsen.

    Ich wünsche Dir alles erdenkliche Gute und viel Liebe

    Bernd Schulz

  4. Uwe Werner schreibt am :

    Hallo Bernd und lieber anonyme SchreiberINNEN,
    wir alle schauen wohl in den selben Spiegel, wenn wir unseren Lebensverlauf schildern. Was wir erlebt bzw. durchlebt haben, wird stets ein fester Bestandteil unseres Lebens sein und bleiben. Fakt!
    Fakt ist aber auch, das derartige Übergriffe, wenn sie in der heutigen Zeit passieren würden, jedes Missbrauchsopfer sofort als traumatisiert eingestuft wird und entsprechende Hilfe, dank auch der medialen Aufmachung in Presse,Funk und TV, erhält.
    Was macht den Missbrauch von damals gegenüber heute so anders?
    Ich will es mal so ausdrücken: Von der HEILIGEN Onanie, zur radikalen Akzeptanz.
    Alles, was Priester und Geistliche getan und gesagt haben, galt für uns damalige Kinder als HEILIG, denn die Geistlichkeit waren meist auch unsere Erzieher und Lehrer. Himmel und Hölle oder das Fegefeuer, waren damals unsere einzigen Alternativen, nur zwischen diesen 3 Möglichkeiten konnten wir als Kinder wählen. Dabei war der Geistlichkeit natürlich der Himmel vorbehalten und für uns nur die Hölle. Wir hatten es zu akzeptieren, weil die damalige Gesellschaft es tollerierte und stillschweigend duldete.
    Der Penis war des Mönchslein Heiligtum und das hatten wir anzubeten und radikal zu akzeptieren.
    Nur so ist es zu verstehen, weil keiner mehr davon wissen und reden will, das die heutige klerikale und politische Elite von diesem Thema die Schnauze voll hat.
    Wir tragen aber auch für dieses heutige Schweigen eine Verantwortung , denn wir sind so mit uns selbst beschäftigt, da wir nur noch über uns klagen, aber dabei vergessen, wen wir weiterhin anzuklagen haben.
    Glaubwürdig wird die Kirche erst dann wieder, wenn die vergangenen Gräueltaten restlos aus der Sicht der damaligen Opfer aufgearbeitet und entsprechend entschädigt worden sind. Aus meiner Sicht gehen wir noch viel zu human mit den Tätern um. Warum müssen wir alleine über das Erlebte weinen, warum müssen nur wir Albträume haben, warum müssen wir um eine Entschädigung betteln, anstatt das die Täter bei uns um Vergebung betteln???!
    Ich für mein Teil werde nicht eher Ruhe geben, bis ich das sichere Gefühl habe, bis Kirche und Staat restriktiv die volle Verantwortung übernommen hat und den Opfern das zugesteht, was schon lange überfällig ist.
    Wir sollten uns nicht totschweigen lassen!

  5. Eva schreibt am :

    @Uwe Werner,

    vielem kann ich zustimmen in deinen Zeilen.

    Aber zu glauben dass : „Fakt ist aber auch, das derartige Übergriffe, wenn sie in der heutigen Zeit passieren würden, jedes Missbrauchsopfer sofort als traumatisiert eingestuft wird und entsprechende Hilfe, dank auch der medialen Aufmachung in Presse,Funk und TV, erhält“.

    Dem ist absolut nicht. Nur wenn Gerichte eindeutig entschieden haben, dass abscheuliche Dinge gemacht wurden, oder Staatsanwälte davon überzeugt sind, dass sexuelle Dinge passiert sind , stürzen sich die Medien darauf.

    Vorher ist jedes Opfer wie früher allein.

    Ich habe selber erlebt als ein Krankenhauspsychiater ( Oberarzt ) nichts von Traumatiserung von sich gegeben hat und er schnell nur von schwersten paranoiden Psychosen sprach. Ihn hat nicht eimal die Ursache interessiert.

    Und denke an die vielen Mißbrauchten in Familien.

    Gewalt hat nicht abgenommen in unserem Staat.

  6. hildegard schreibt am :

    @ Uwe Werner
    Kirche KANN NICHT MEHR glaubwürdig werden – nach diesem systematischen Vertuschen, Verleugnen und Verschweigen der letzten beiden Jahre!
    Die eigene Schizophrenie und den Ungeist entlarvte sie selbst und zeichnet ein mehr als klägliches Bild von dem, was sie angeblich will.

    Wir sollten sammeln und das Frankfurter Autorentheater auch in die Kirchen und Klöster schicken …

  7. klaraklara schreibt am :

    @ Uwe Werner
    Übergriffe finden auch heute statt (real), und auch heute gibt es Kinder, die keine Hilfe finden. Ich hoffe allerdings, dass sich das statistische Verhältnis gerade verbessert.

  8. uwe werner schreibt am :

    Vielen Dank für Eure Kommentare.
    Ich denke, das ich mittlerweile für jede Aktion zu haben bin und sie mit meinen Möglichkeiten unterstütze. Natürlich wird (leider) heute noch missbraucht, aber die Täter kommen heute nicht mehr so schnell davon. Das ist auch diesem netzwerk-forum zu verdanken. Was dbzgl. in Deutschland und der Welt an Missbrauch geschieht, wird hier veröffentlicht und netzwerkB wird bei den Medien und Institutionen vorstellig, wenn es angebracht erscheint.
    Heute habe ich bei twitter einen blog eingerichtet: VON DEN HEILIGEN ONANIERERN, ZUR RADIKALEN AKZEPTANZ
    Ich für mein Teil, werde den Mantel der Vertuschung und Verleugnung mit meinen Möglichkeiten öffnen, soweit es mir möglich ist. Wenn ich auch von einem Gericht aufgefordert wurde, Behauptungen nicht mehr namentlich zu benennen, bleibt mir doch mein Recht auf freie Meinungsäusserung. Die Täter sollen wissen, das ich dieses Recht bis zur Grenze des rechtlich möglichen, ausschöpfen werde.
    Den Mut dazu erhalte ich aus meiner ( Menschen)Würde heraus und aus meinem Selbsterhaltungstrieb .

  9. Bärbel schreibt am :

    Hallo Uwe Werner…..
    es gibt verschiedene Lebensläufe,
    durch die Antworten gestern und heute der Landesregierung auf meine Beschwerden,frage ich mich jetzt,hat es was gebracht,die viele Schreiberei?
    Meine Geschichte ist auch verjährt,ich solle nach vorne sehen—–
    Die geheiligte Familie—was ist ,wenn keine Vorbilder da sind,oder gelebte Vorbilder ,wie man mit einer Mutter umgeht??

    Wenn ich das an meiner behinderen Tochter ausgeführt hätte,was man mir in einer ANKLAGE DURCH VERLEUMDUNGEN ANLASTET;ja ,dann wäre ich in die Schlagzeilen gekommen,
    so aber wurden Justiz und Einrichtungen zum Täter…..
    und ich musste erfahren,dass zu dem kaum der Mensch zählt,das System schützt sich selbst,
    nein es geht nicht darum,dass Kinder geschützt werden,es geht auch um Machterhalt und die Daseinsberechtigung bestimmter Heime,
    ach ich möchte doch so gerne glauben,an die 3 Tugenden Glaube ,Hoffnung Liebe—–

  10. Ich bin auch Betroffene und bin einfach nur Traurig und Fassungslos..:-)

  11. Realmenschin schreibt am :

    Hallo lieber Mensch, der Du Deine Geschichte aufgeschrieben hast,

    es macht mir Mut, eines Tages auch mehr mich zu zeigen, was ich erlebt habe.

    Ich bin bewegt von Deinem unermesslichen Mut, und Deiner Kraft, dass Du überlebt hast und da bist.

    Ich bin absolut fassungslos und kann nicht ausdrücken wie schrecklich ich das finde, was man Dir angetan hat! Mich macht das unglaublich wütend und traurig, aber vor allem wütend.

    Es ist einfach so grausam, was Du erleben musstest und schreiendes Unrecht!!!!

    Es gab bei mir schon oft Momente, in denen ich merkte, dass ich mich für wertlos hielt. Irgendwann tauchte wie aus dem Nichts der Satz auf: ich bin wertvoll weil ich geboren bin!

    Irgendwann lernte ich auch Solidarität kennen- das kannte ich nicht von den Menschen die als Kind um mich waren. Das waren wohl die schönsten Momente meines Lebens, als ich feststellte, dass es Solidarität gibt, und dass andere mit MIR mitfühlen.

    Ich kann das zwar selten lange aushalten und zulassen, aber WENN ich das kann, tut das so gut! Und ich glaube dass mir dieses Gefühl auch inzwischen mehr hilft zu leben und dass ich damit nicht alleine bin.

    Und dann las ich Mal einen Satz, der mir wahnsinnig geholfen hat und hilft, der geht in etwa so:
    Du bist nicht das was andere in Dir sehen-
    Du bist nicht das was andere aus Dir machen wollen….

    Das heisst, wenn ich mich unwert fühle und schlecht- was immer wieder vorkommt- dann IST das nicht so, sondern dann fühle ich in dem Moment nur das, was man mit mir gemacht hat, aber ich BIN das nicht und war das auch NIE, denn ich BIN nicht das was andere aus mir machen wollten oder in mir sahen!

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute und DANKE dafür dass Du geschrieben hast!

    Realmenschin

  12. Lurschy schreibt am :

    Hallo mutiger Mensch, der wagt den Weg nach Aussen an die Öffentlichkeit zu gehen.
    Ich bin selbst Opfer, bin auch nach 50 Jahren des Schweigens nicht in der Lage, deinen Schritt zu tun. Die menschenverachtenden „Maßnahmen“ habe ich am eigenen Leib erleben müssen und immer damals in der Gewissheit zu leben (“ zu leben???), das der Missbrauch sich jeder Zeit wiederholen konnte.
    Ich kämpfe, wie du, mit den „einfachsten“ Dingen des Lebens, denn es erinnert und berührt mich so viel aus dieser Zeit. Die Monster in mir lassen nicht los und haben micht oft im Griff
    Ja, wir haben überlebt, aber ob ich wirklich weiter machen möchte mit diesem LEBEN – die Frage stelle ich mir oft und machmal sogar stündlich.

    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg – gut, das du dein Coming-Out gewagt hast. Danke dafür

    Lurschy

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