WEISSER RING raus, da „Altfall“

07.05.2012

netzwerkB 07.05.2012

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige in Sachen „Altfall“ bin

Ein Kommentar von W. O. (Name der Redaktion bekannt)

Sehr geehrter Herr Denef,

ich habe Ihren Artikel „Der Weisse Ring und die Verjährungsfristen“ gelesen. Anscheinend warten Sie bis zum heutigen Tag auf eine Antwort vom Weißen Ring.
Mein Kommentar dazu: Ich habe im Mai letzten Jahres einen Brief an den Weissen Ring geschrieben und bis heute keine Stellungnahme von ihnen erhalten.
Ich hatte mich sehr geärgert über  den Weissen Ring, weil ich nach einem halben Jahr der Betreuung durch eine Mitarbeiterin und der Empfehlung eines Anwaltes für das Opferentschädigungsgesetz durch den Weissen Ring, dann letztendlich als „Altfall“ tituliert und wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wurde.

Nähere Angaben und Erklärung folgt aus dem Brief an den Weissen Ring, den ich im Mai 2011 an Mainz geschickt hatte.

Herzlichen Dank, Herr Denef und liebe Grüße

W. O.

Nachfolgenden Inhalt im Mai 2011, der wie folgt lautete:

Sehr geehrte Damen und Herren vom Vorstand „Weißen Ring“,
zu aller erst ein „Danke“, dass es Ihre Organisation überhaupt gibt!
Heute wende ich mich an Sie, weil ich mich im November 2010 an den „Weißen Ring“ in Eutin wandte und bekam auch sofort einen Anruf von Frau Renate M. Wir vereinbarten gleich einen persönlichen Termin bei mir Zuhause für den nächsten Tag, am 14. November 2010. Ich war sehr angetan, weil der 14. ein Sonntag war. Frau M. war so einfühlsam und hatte sich an dem besagten Sonntag ganz viel Zeit für mich genommen. Ich erzählte ihr meine Geschichte (Gewalt- und sexueller Missbrauch), die lange Jahre zurückliegt, mich aber im vergangenen Jahr so exzessiv überrollte ( dadurch die entstandene Posttraumatische Belastungsstörung), so dass ich wusste, ich muss mir Unterstützung holen. Dazu fiel mir der Weißen Ring ein! Allen Mut und Kraft zusammen genommen und mich dem Weißen Ring anvertraut. Nach unserem Gespräch kamen Frau M. und ich überein, dass sie sich am nächsten Tag mit ihren Chef vom Weißen Ring in Verbindung setzten wollte, um zu besprechen, inwieweit man mich auch finanziell unterstützen kann. Am 16.11.2010 kam Frau  M. wieder zu mir nach Hause, mit einigen Formularen…es ging dabei unter anderem um einen Beratungsscheck für den Anwalt, der direkt vom Weißen Ring zu dem Anwalt geschickt werden sollte und auf finanzieller Unterstützung.
Wegen meiner gesundheitlichen Situation war ich sehr froh, dass ich im Namen des Weißen Ringes einen Anwalt empfohlen bekommen hatte, der mich in Sachen Opferschutz beraten und verteidigen sollte. So habe ich mich an diesem empfohlenen Anwalt gewandt und ihm auch meine privaten Angelegenheiten anvertraut! Das lief schon schief!
Da meine Psyche und die damit verbundenen körperlichen Beschwerden sich seit 2009 nicht wieder erholten, sah ich mich gezwungen im letzten Jahr die EU-Rente zu beantragen. In der Zwischenzeit wurde mir im Februar 2011 ab dem 09. August 2010 die Rente zugesprochen und ein Feststellungsbescheid vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig Holstein einen Grad der Behinderung  (GDB) von 50% zugesprochen bekommen.
Im Laufe der Zeit habe ich mich mit Frau M. zu Gesprächen, ihrer Betreuung und sogar die Begleitung zu Behörden, ganz unbürokratisch, verlassen und freuen können.
Am 09. Mai 2011, also knapp ein halbes Jahr später, wurde mir von Frau M. offeriert, dass am vergangen Freitag eine Sitzung des Weißes Ringes stattfand und sie meinen Fall, aus aktuellem Anlass,  nochmals vorstellig machte und leider die Aussage bekam: „In meinem Fall sei der Weiße Ring raus, da ich ein „Altfall“ bin und für solche Fälle keine Möglichkeiten zur finanziellen Hilfe gesehen werden! Ist es denn möglich, dass es in solchen Fällen wie der Meinigen, solche Gruppierungen aus der finanziellen Leistung herausfallen. Durch meine Historie hatte ich sehr viele Ausgaben für Kuren und ärztliche Betreuung und Verdienstausfall. Was mich in große finanzielle Nöte gerade seit 2009/2010 stürzte.
So wie ich das Aufgabengebiet vom weißen Ring nun verstanden habe, gibt es für mich keine finanzielle Hilfe, weil ich als Altfall gelte.
Für mich als „Altfall“ kann ich nichts für die Spätfolgen meiner Gesundheit! Ich fühle mich alleingelassen! Ist schon schlimm genug, das mein gesundheitlicher Zustand mich immer wieder zusammen brechen lässt und lähmt!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige in Sachen „Altfall“ bin und würde mich freuen, wenn Sie unsere „Gruppierung ALTFALL“ nochmals überdenken und innerhalb des weißen Ringes nochmals diskutieren könnten, inwieweit man uns auch finanziell unterstützen kann.
Mein außerordentliches Dankeschön gilt nachwievor Ihrer Mitarbeiterin  M.

Mit freundlichen Grüßen

W. O.

50 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Bei Altfällen greift immer die Verjährung, bei neuen Fällen gar nichts wenn die Opfer nicht handeln können.

    Aufgeregt hat mich im Jahrhundert Prozess, die Aussge des Staranwaltes:

    „Es besteht die Gefahr, dass der private Traumatherapeut des mutmasslichen Opfers die Möglichkeit erhält, sich zum Sachverständigen aufzuspielen, wobei Traumatherapeuten entweder dazu beitragen, falsche Aussagen zu generieren oder sie durchzuhalten; Schwenn zitiert den Psychiaters Klaus Dörner: „Die posttraumatische Belastungsstörung ist ein interessengeleitetes Modekonstrukt, an dem Sie Ihre Patienten nach Möglichkeit vorbeisteuern sollten. “

    http://www.jurablogs.com/de/fall-kachelmann-neuer-verteidiger-johann-schwenn-hat-schon-wort-gemeldet

  2. Eike schreibt am :

    @Eva

    Wenn der Psychiater Klaus Dörner nicht dazu in der Lage ist eine posttraumatische Belastungsstörung zu erkennen, dann hat er wohl als Psychiater versagt. Diese Symptome hat ein Patient, auch wenn er lange Jahre erst keine Therapie gemacht hat, also wenn von keinem Therapeuten das Trauma in den Patienten „eingepflanzt“ wurden. Was er seinen Kollegen unterstellt, ist einfach eine Unverschämtheit. Er unterstellt Ihnen eine PTBS nicht ernsthaft erkennen zu können. Vielleicht hat er selber ein Problem damit, dass Traumatherapeuten, inzwischen die tatsächlichen Sachverständigen geworden sind und seiner Psychiaterzunft somit die Machtposition genommen wird. Warum macht er so eine Aussage? Er sollte sich selbst mal reflektieren.

    Bei Wikipedia steht, dass er seit 2003 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages ist.

    Aber das passt zu diesem Star-(Schrei-)Anwalt, dass er sich einen Psychiater raussucht, dessen Aussagen er als Instrument benutzt.
    Es kann ja sein, dass dieser Psychiater bzgl. seiner Aussagen zur PTSB, die er 2005 im Spiegel (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=39834872&aref=image035/E0512/ROSP200501301540154.PDF&thumb=false )
    geäußerte hatte, aufgrund neuster Forschungsergebnisse geändert hat.

  3. Ich bin Ehemaliges Heimkind,ich wurde damals in ein Heim gesteckt für Schwererziehbare Mädchen.Ich habe zuvor ich in dieses Heim kam Sexuellen Missbrauch erlebt,nicht innerhalb der Familie.Als ich dann Rebellisch wurde und meine Adoptiveltern nicht mehr mit mir klar kamen steckten sie mich in dieses Heim.Wir wurden dort weder Psychologisch betreut noch hatten wir Zuwendung erhalten,wir durften dort nur Arbeiten.Aber sonst nicht’s wo war das Jugendamt???? Und wo waren die anderen Vereine die eigentlich zum wohle der Kinder zuständig sind??
    Hätte man damals schon mal sich für uns eingesetzt,und uns zu gehört währen für viele von uns einiges erspart geblieben….Viele leiden heute noch darunter….Hätte man früher nach den Ursachen gesucht warum ein Kind so Rebellisch ist und diesen dingen auf den Grund gehen können…?????????????????Aber nein wir werden als Altlasten bezeichnet……..na klasse….:-((((

  4. klaraklara schreibt am :

    Lieber W.O.,
    da wäre ich persönlich sehr betroffen, wenn ich mit dieser Trauma-Folgen-Geschichte zwar die solidarische Unterstützung der Frau M. erhalten hätte, aber auf ein solches freundliches, um Sachlichkeit bemühtes Schreiben hin so fallen gelassen würde.
    Alles Gute noch

  5. klaraklara schreibt am :

    @ Eva,
    ich bin erschüttert, habe mal ein Lehrbuch von Klaus Dörner gelesen, das ich sehr gut fand – durchaus sensibel, einfühlsam, an der SElbstbestimmung der Patienten orientiert … aber jetzt die PTBS als „“modegeleitetes Inteeressenkonstrukt“ abzuqualifizieren … tut echt weh, so etwas zu erfahren. Und was wird aus den Patienten, die an dem „Modekonstrukt“ vorbeigesteuert werden, obwohl sie traumatisiert sind? Weiß ich nämlich aus eigener Erfahrung, entsprechende Therapiesituationen haben mir geschadet.

  6. Jacqueline schreibt am :

    Es ist einfach für einen Anwalt, der wenig Empathie in sich hat, oder sich dafür fürchtet, Opferbetroffene und deren Helfer als Lügner oder Manipulatoren darzustellen, das liegt in der Strategie eines Anwalts.

    Meiner Erfahrung, auch mit Traumasymptomen, mit einer PBS und auch einer Traumatherapie ambulant während ca. 2 Jahren (kein einfacher Spaziergang). Weiss ich für mich unterdessen, dass Täter und auch Täterhelfer damit heillos überfordert wären, denn diese seelischen und körperlichen Schmerzen auszuhalten erfordert viel Kraft und Geduld mit sich und der Situation.
    Ein Anwalt will aber eher eine schnelle, wenig schmerzvolle Lösung für seinen Mandanten und wohl auch für sich….

    So überträgt der Anwalt – den Kampf mit der Justiz auf das Opfer- den Opferbetroffenen – einfach um einen Schuldigen zu haben, sich festbeissen zu können… ein Machtkampf hat in der Regeln keine Gewinner…
    Die Justiz ist für mich eine kopfgesteuerte Instanz, die wenig mit der Ganzheitlichkeit eines Menschen zu tun hat, an Körper, Geist und Seele. Dementsprechend unbefriedigend fallen dann die Ergebnisse aus. Und der Täter wird nur geschützt, weil man dann als Staat oder Instanz zur Konsequenz gezogen werden kann.
    Opfer getrauen sich wenig dazu, weil denen die Kraft, das Geld und auch die moralische Unterstützung fehlt…

    Stellen, die helfen sollen, aber überfordert sein können (personell oder weil es noch keine passenden Gesetzte gibt), damit sie weiterarbeiten können, dann in Altfälle oder aktuelle (handlungsfähige) zu unterscheiden.

    Darum ist es wichtig, dass sich netzwerkb und auch andere Institutionen dafür einsetzen, dass Opferbetroffenen Löungsangsätze geboten werden, die eine Wahl bieten, eine Handlungsfähigkeit und eine Orientierung PRO LEBEN – PRO FREIHEIT – PRO KLARHEIT.

    So wird gerade nur klar, die alten Systeme sind seit langem überholt. Masslos.
    Es spricht nicht für die Menschlichkeit und Empathie eines Staranwalts, wenn er die Würde von Opfern angreifen muss oder will.

    Wie wäre es mal – eine Knigge im Umgang mit Opferbetroffenen zu erstellen – von Opferbetroffenen – damit sich da WAS ändert?
    Und weil die, die Opferbetroffenen akzeptieren, müssen dass die anderen Stellen auch, weil nix anderes mehr toleriert und akzeptiert wird!
    Das würde klare Grenzen setzen und das ALTE ad absurdum führen….

    Die anderen, von denen wir uns das wünschen, können die Erwartung nicht erfüllen, was zu ändern, weil sie keinen Leidensdruck haben und so auch keine Idee – dann ist es an uns, ganz KLAR da was durchzugeben und darum besorgt zu sein, dass auch durchgesetzt wird.

    Vielleicht würde dann das Thema Altfälle und unerledigte Fälle eine andere Wendung – bzw. andere Optionen bieten.

    Herzliche Grüsse

    Jacqueline

  7. Marlis schreibt am :

    Meiner Erfahrung nach ist die deutsche Psychiatrie im gesamten Bereich der sexuellen Gewalt inkompetent und unflexibel. Sie spannt ihren Bogen von Psychose über Schizophrenie hin zur Depression, und dort wird alles wie in Schubladen hineingepackt. Irgend etwas passt immer. Dazu wird dann ein an Drogenkonsum erinnerndes Neuroleptikum verabreicht, in diesem Falle natürlich vollkommen legal, und die Behandlung des Patienten ist geglückt. Das Ganze wird dann noch gespickt mit einer Verhaltenstherapie, in der der Patient lernt, sich ein schönes Leben zu machen und das Leben zu genießen. An diesen Cocktail glaubt die deutsche Psychiatrie ernsthaft.
    Neben aller Ironie halte ich die deutsche Psychiatrie gerade bei sexueller Gewalt für gefährlich, da weder eine PTBS noch eine Multiple Persönlichkeitsstörung gar nichts, aber rein gar nichts mit einer Psychose zu tun haben. Die deutsche Psychiatrie ist zwar ernsthaft der Meinung zu diagnostizieren, in Wirklichkeit aber stigmatisiert sie die Betroffenen und fördert die Instabilität der Opfer. Sie manifestiert in Krankenakten und Gutachten eine geistige Erkrankung, die beim Patienten de facto nicht vorhanden ist und nur so benannt wird, weil die Psychiatrie keine anderen Erkenntnisse zulässt.
    Die Abwehr der wissenschaftlichen Psychiatrie gegenüber der Traumaforschung ist hinlänglich bekannt. Das „interessengeleitete Modekonstrukt“ ist eine so bizarre Abwertung der guten und erfolgreichen Traumaforschung gegenüber, dass dies schon fast einer üblen Nachrede gleich kommt, da es ernsthaften Forschungsergebnissen nicht den entsprechenden Respekt zollt. Aber wie schon oben gesagt, so flexibel ist die Psychiatrie nicht und wird sie auch in absehbarer Zeit nicht werden.

  8. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Im 3.Reich und bis in die 70er sprach man von sexueller verwahrlosung insbesondere bei mädchen nach sexueller gewalt.Diese mädchen kamen im nationalsozialismus dann zum beispiel in das KZ ravensbrück und nach 1945 in heime.Das jugendamt war eine unter den nationalsozialisten ermächtigte institution zur kontolle von kindern,jugendlichen und familie im sinne der faschisten.Auch beim Jugendamt gab es eine klare kontinuität nach 1945 wie in anderen bereichen auch.Das das jugendamt gegen die quälereien der kinder in den heimen nichts unternahm bzw. unternimmt ist aufgrund seiner historie und wurzeln logisch.Hier geht es um anderes.

  9. Hubert schreibt am :

    zu Marlis:
    Zu Deinem Kommentar am 7.Mai 23:33Uhr:
    Wahre Worte mit gut verständlicher und zutreffender Beschreibung.
    Sehr vorbildlich ausgedrückt. Hoffentlich erreichen deine Worte die
    richtigen zuständigen Einrichtungen.

  10. Larissa schreibt am :

    Hallo Marlis
    Ich empfinde die Psychopharmaka auch als legale Drogen .
    Ich finde auch ,das die Diagnosen einen Stigmatisieren .
    Das man einen im jetzigem Leben ,auch nicht mehr einen einfach so glaubt , was mir heute alles noch zugefügt wird .

    Ich weiß auch noch nicht ,ob ich für meinen OEG Antrag noch Unterstützung haben muß.
    Wenn das abgelehnt werden sollte .
    Ich gehöre ja auch zu den Altasten ,weil es ja schon verjährt ist .
    Mein Antrag zieht sich ja immer noch dahin .

    Grüße
    Larissa

  11. Wilma schreibt am :

    @Marlis
    Es gab mal einen Mann, der 1o Jahre als Psychiater gearbeitet hat. Durch Zufall (er verlor seine Ausweise) kam heraus, dass er in Wirklichkeit Briefträger war. Später erzählte er, dass er schon immer Arzt werden wollte und als Psychiater zu arbeiten, erschien ihm als das Einfachste. Zitat: „Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, kann grenzenlos jeden Schwachsinn daherreden und ihn in das Gewand des Akademischen stecken“.
    Als in Italien die Psychiatrie abgeschafft wurde, haben die italienischen Psychiater auch gefordert, dass die psychiatrischen Diagnosen abgeschafft werden. Sie sind nichts weiter als Hirngespinste, die der Ausgrenzung und der Abrechnung dienen, und vor allem aber dienen sie der Pharmaindustrie. Der Schaden, der durch diese Etikettierung von seelisch kranken Menschen angerichtet wird, ist unbeschreiblich.

  12. Eva schreibt am :

    Das große Dilemma nach Traumatisierungen scheint zu sein,
    dass Ärzte und Psychiater nicht Anderes wissen als Psychopharmaka , häufig Neuroleptika in großen Mengen als Cocktails
    schnell verbabreichen, die außer Ruhigstellung mit starken Nebenwirkungen nichts bewirken.

    Werden solche Medikamente zu schnell abgesetzt, ist der „Drogenentzug“ schlimmer als alles andere.

  13. Eike schreibt am :

    Ich finde auch, dass Marlis es vorbildlich beschrieben hat. Eine sehr gute Zusammenfassung!
    In einem Buch, dass u.a. über die medizinischen Folgen von Sonnenmangel handelt und aus unzähligen medizinischen Untersuchungen zitiert, las ich auch über die Fehlbehandlung von Depressionen.
    Der Autor Thomas Klein zitiert: „Antidepressiva können Form und Struktur des Stammhirns verändern“ (aus Wandmaker aktuell, Nr.37/2006).
    weiter zitiert er den Arzt Vernon Coleman ( Buch: Wie Sie Ihren Arzt daran hindern, sie umzubringen.) „die Psychiatrie ist eher eine schwarze Kunst als eine Wissenschaft… den meisten geistig kranken Patienten ginge es besser, wenn man alle Psychiater nach Sibirien verbannen würde.“
    weiter zitiert er den Psychiater und Harvard-Wissenschaftler William Menzin, der über der Überschrift schreibt: „Über die Schande der Medizin und Fehlbehandlung in der Psychiatrie“: „Bei vielen Psychopharmaka handelt es sich um gefährliche Gifte mit schrecklichen Nebenwirkungen…Patienten, die in meine Praxis kommen, nehmen ständig zehn und mehr Medikamente. Ich habe alle Mühe, sie wieder frei von Psychopharmaka zu bekommen.“
    Durch diese Medikamente gerät die Biochemie des Gehirns und des Körpers durcheinander. Die Folge ist, dass man lichtempfindlich wird, dabei brauchen wir das Sonnenlicht für den Körper und für das Gehirn.

  14. Larissa schreibt am :

    Hallo Eike

    Das mit dem Lichtempfindlich werden , habe ich auch auf der Beschreibung meiner Tabletten , gelesen .

    (Auch Trombosen gefahr und ….., bei allen Medis die es für die Richtung gibt .Man darf sich den Beipackzettel garnicht durchlesen )

    Das man davon Lichtempfindlich wird .
    Keine Sonnenbäder oder Solarien darf man machen .
    Ich war schwarz um die Nase rum geworden , da ich das nicht gelesen hatte .
    Weil ich damit in der Sonne war .
    Dabei soll das Medikament auch für Depressioenen auch sein .
    Aber die Sonne ist gerade gut , für die Seele .
    Das fand ich auch wiedersprüchlich , damit man abhängig von den Tabletten bleibt ?

    Grüße
    Larissa

  15. Larissa schreibt am :

    Ja Eva
    Meine Ärztin sagte mir auch das die Tabletten nur ruhigstellen können , sonst nichts .

    Larissa

  16. rasch schreibt am :

    Psychopharmaka sind doch nur eine „Brücke“…eine hilfe, ähnlich eines 2Gipses“ wenn ein Körperteil gebrochen ist. Wenn nicht im Hirnstoffwexel ein Stoff fehlt…..

    Ich mache das alles ohne Tabletten durch…alles!
    Aber es brauch ne weile bis man so stark wird…

    Wie ich selber bestätigen kann, spielt ein „Aufgehobensein“ ein „sicheres“ Gefühl im Aussen….bedingt durch Hilfestellung anderer Menschen eine sowas von enorm grosse rolle…..hier MUSS angesetzt werden.
    Ein sexuell missbrauchter mensch muss ersteinmal sich „fallenlassen“ können lernen….dafür braucht er zeit….und geld um seine wichtigsten belange zu regeln…und alle perfiden versuche von tätern müssen unterbunden werden…
    Nochmal der Appell an die Politik:

    Wir brauchen Weglaufhäuser…..

  17. Doro schreibt am :

    Auszug aus einem Interview mit dem Traumatologen Günter H. Seidler in EMMA /Herbst 2011:

    EMMA: „Ein Grund für die Attacken auf die Psychotraumatologie ist vermutlich, dass sie sich so stark für Frauen interessiert, die geltend machen, Gewaltopfer geworden zu sein.“

    Seidler: „Das stimmt. Und damit macht man sich in bestimmten Kreisen unbeliebt. Dafür kriegt man Ärger. Dabei weiß ich als Kliniker nicht, was sich abgespielt hat. Das habe ich auch nie behauptet, auch wenn mir das unterstellt wurde. Ich habe lediglich gesagt: Alle Symptome deuten darauf hin, dass Frau D. Todesangst hatte. Und ich bin der Meinung, dass seelische Symptome dieselbe Beweiskraft haben wie Körperverletzungen.

    Ein weiterer Grund, warum die Psychotraumatologie angefeindet wird, ist ihre Grundaussage: Wenn es dicke genug kommt, ist jeder Mensch ungeschützt und erwischt es jeden! Das hat die herkömmliche Psychotherapie so nicht gesagt. Die ging ja davon aus, dass seelische Störungen aus Kindheitserfahrungen oder unbewussten Kindheitskonflikten resultieren, die wir durchanalysierten Therapeuten heute nicht mehr haben. Uns kann das nicht mehr erwischen, wir sind immun, wir stehen drüber. Daraus ergibt sich natürlich auch eine gewisse subjektive Überlegenheit der Therapeuten über die Patientinnen und Patienten. Sensible TraumatherapeutInnen merken, dass sich ihre Haltung ihren PatientInnen gegenüber verändert: Das wird eher ein Verhältnis auf Augenhöhe.“

    (http://www.emma.de/ressorts/artikel/vergewaltigung/seelische-symptome-sind-beweise/)

  18. Flieder schreibt am :

    Hallo W.O.,

    auch ich bin ein sogen. Altfall, die Taten liegen viele Jahre zurück, außerdem 100 % schwerbehindert u. bekomme nur eine kleine EU-Rente.

    Der Mitarbeiterin v. W. Ring meinte, ich solle mich von dem RA M aus D. kostenlos beraten lassen, sie werden den Berat.scheck dort persönlich vorbeibringen.

    Die Beratung beim RA war sehr dürftig u. ich fragte, ob er für mich Akteneinsicht beantragen könne, da ich diese nicht bekomme. Der RA gab mir daraufhin schriftl. einen „Kostenvoranschlag für die Akteneinsicht.“ (Stunden-Honorar zuzügl. MWSt, Kopierkosten, Fahrkosten, div. Auslagen, usw.)

    Nachdem ich nur eine kleine Rente habe, konnte ich mir die horrenden Kosten f. die Akt.einsicht beim RA nicht leisten u. habe somit darauf verzichtet.

    Ich habe dies mit der ehrenamtl. Mitarbeiterin v. WR, die selber Anwältin ist, besprochen u. diese meinte, so hoch ist das Stundenhonorar doch gar nicht,.. wäre alles im normalen Bereich,…

    Ich hatte ja den Berat.scheck v. WR nicht gesehen u. wußte also auch nicht was da oben steht. Kürzlich habe ich per Zufall einen Berat.scheck v. WR von einem anderen Opfer gesehen u. da steht u.a.:

    Der WR e. V. übernimmt aus Anlass einer Straftat die Kosten für eine Opferberatung einschl. der erforderlichen Akteneinsicht,….

    Ich bin doch sehr irritiert, dass die ehrenamtliche Juristin v. WR nicht weiß, was auf einem Berat.scheck steht,… und den sehr hohen Kostenvoranschlag für die Akteneinsicht für gut geheißen hat.

    Herr Denef, ich habe die oben erwähnten Unterlagen alle vorliegen, auf Wunsch kann ich Ihnen diese gerne zusenden.

  19. Sarah schreibt am :

    @Flieder
    Die Höhe des Beratungsschecks belaufen sich auf eine Summe von 150 €. Das hat mir der ehrenamtliche Mitarbeiter hier vor Ort vom Weißen Ring mitgeteilt.
    Des Weiteren: Falls der Sozialrechtler (Anwalt) meinen „FAll“ für erfolgreich einstuft, würde der Weiße Ring das gesamte Verfahren finanziell und vom Ablauf übernehmen.
    ermunternde Grüße von Sarah Mohn

  20. Flieder schreibt am :

    Hallo Sarah,

    das finde ich ja toll, warum ist das bei mir nicht so,… ?

    Könntest Du mir bitte per E-mail mitteilen wie der ehrenamtlicher Mitarbeiter heißt? Ich würde mich gerne mal an ihn wenden,…

    Danke u. Grüße
    Flieder

  21. Sarah schreibt am :

    @Flieder
    Da dieser ehrenamtliche Mitarbeiter hauptamtlich Kripobeamter ist, gebe ich ungern seinen Namen weiter. Ich hoffe auf Verständnis.

    Aber man kann alles auch auf der homepage des Weißen Rings nachlesen, Satzung, Hilfen usw., die für alle ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins bindend sind.

    https://www.weisser-ring.de/internet/so-helfen-wir/opferhilfe/index.html.
    Dort gibt es auch die Möglichkeit, direkt an den Weißen Ring Fragen zu stellen zum konkreten FAll.

    und hier kann man nachlesen, was der Weiße Ring satzungsgemäß an Hilfestellungen bieten muss.
    https://www.weisser-ring.de/internet/opferhilfe/rechtsschutzopferanwalt/index.html

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir ALLES erdenklich Gute und vor allem ERFOLG in deiner Sache.

    Herzliche Grüße von Sarah Mohn

  22. Flieder schreibt am :

    Hallo Sarah,

    wie bereits schon erwähnt habe ich mich mehrmals an den WR wg. Hilfe gewendet. Als einzige Hilfe bekam ich den Beratungsscheck. Dafür bin ich natürlich sehr dankbar, jedoch hat mir dieser Scheck nichts genutzt, da der RA mich nicht richtig beraten hat.

    Der WR an meinem Wohnort möchte mit mir nichts zu tun haben, das wurde mir mehrmals mitgeteilt. Daher bin ich doch sehr traurig, wenn ich lese, wie toll der WR überall hilft,… tja, am falschen Ort zur falschen Zeit,… erinnert mich so an meine Kindheit,… gequält u. vergessen

    Traurige Grüße

  23. Sarah schreibt am :

    Das ist ja ein Ding, seit wann kann sich der Weiße Ring aussuchen, welchen Hilfesuchenden man helfen will und welchen nicht. Unfassbar. Ich kann gut verstehen, dass dich das traurig macht.

    Hast du es schon mal über den VdK versucht? Oder über einen Rechtsbeistand, den jedem Bürger bei finanzieller Knappheit zusteht?

    Grüße von Sarah

  24. Flieder schreibt am :

    Hallo,

    wollte kurz Bescheid geben, dass der Frau Müller-Piepenkötter (Vorstand Weißer Ring) auf meine 2 Schreiben es nicht für nötig erachtet hat, mir zu antworten,…

  25. mel schreibt am :

    Hallo – ich (38) bin erschüttert, dass dies auch anderen so passiert,w ie es mir mit dem weißen Ring ergangen ist. Ich bin ebenfalls ein „Altfall“ und habe gar keine Unterstützung von denen bekommen – ich habe 2008 meine Mutter sowie ihren Freund angezeigt wegen 10-jährigem sex., körperl. und seel. Missbrauch, da 2008 alles um mich herum zusammen gebrochen ist und ich auch gesundheitlich nicht mehr konnte. In NRW sowie in OH (nach Umzug) habe ich keine Unterstützung seitens des weißen Ringes bekommen, trotz unterstützender Hilfe von einer „offiziellen“ Beratungsstelle! Bis heute kämpfe ich alleine mit einer Anwältin aus OH um meine Opferentschädigungsrente wegen meinen gesundheitlichen Problematiken und Einschränkungen, doch nichts passiert. Seit Dezember 2008 ist die OERente in Bearbeitung und nichts passiert – meine Mutter ist ebenfalls noch immer mit diesem Mann zusammen – und ich in Therapie – und der LWL bearbeitet es seit 4,5 Jahren ohne Erfolg… Anstatt einfach ein Attest anzufordern wollen die Sachbearbeiter nun meine Zeugnisse sehen und mich (trotz aller möglichen eingereichten Bescheinigungen/Atteste etc.) VON EINEM ARZT (!) – und nicht von einer Ärztin – untersuchen lassen anstatt einfach nur ein neues Attest von meiner Therapeutin anzufordern…. Auch eine Unterlassungsklage habe ich schon eingereicht…ALLEN MITBETROFFENEN VIEL GLÜCK!!!!

  26. bellady schreibt am :

    Bei dieser Haltung der Opferentschädigungsstellen und WR braucht man sich nicht wundern, dass vielen Opfern gar nichts anderes übrig bleibt, als den Missbrauch mit den Missbrauch zu betreiben, also eine
    Familie zu gründen, um über den Ehepartner versorgt zu sein.

    Es wird ganz klar Druck auf die Opfer ausgeübt, um die Kosten zu sparen und auf Unschuldige und Ahnungslose zu übertragen, deren Kinder dann wieder durch die Scheidung die Leidtragenden sind und dass ist der Hauptgrund dieses „Systems“.
    Hatte selbst mit dem WR zu tun , die Beratungsschecks sitzen ziemlich locker, die bekommen ja auch die Anwälte…….bei uns wurde der MB durch den Vater auch im Scheidungsverfahren bekannt, also hies es,
    der WR dürfe sich nicht in Zivilverfahren einmischen….:-((( und wie
    oben genannt, der Missbrauch bei Scheidungsverfahren hat nur dann
    in seinen festen Platz, wenn einer der Elternteile , meist die Mutter
    nicht arbeitsfähig ist…..ihr wird geglaubt, da erübrigen sich Glaub-
    würdigkeitsgutachten…..und auch diese können manipuliert werden,
    indem man die Opfer einschüchtert.

    Gruss bellady

  27. Die Unbekannte schreibt am :

    Ich hoffe das der Weisse Ring mir weiterhilft.Mein Missbrauch meiner Geschlechtsteile und meiner Seele fand statt zwischen dem 3 Lebensjahr bis zum 12 Lebensjahr von meinem Vater ,später Schwager,später Freund,später Familie Statt.Das OEG lauft seit 2004.Das Unaussprechliche was dann geschah kann ich hier nicht schreiben.Eure Seite hat mir Einblick gegeben in ein System das so Krank ist das ich davon Übelkeit bekomme.Doch wer seit ihr ? Verbündete ?
    Die Unbekannte

  28. Sarah Mohn schreibt am :

    Hallo „Unbekannte“
    Wir hier sind alle Betroffene von fam. bzw. soz. Nahfeld, institutioneller, oder kirchl. oder auch sat. rit. sex. Gewalt in der Kindheit. Viele hier sind Mitglieder von NetzwerkB, da aber dieser Blog für alle Betroffenen gleichermaßen offen und zugänglich ist, kann hier jeder User lesen und auch schreiben.
    Ich hoffe, deine Frage hiermit beantwortet zu haben. Ja, wir sind Verbündete!!!

    Grüße von Sarah Mohn

  29. helga04 schreibt am :

    Habe hier gelesen und doch nur wenige Aussagen gefunden welche die Hilfe durch den Weissen Ring betreffen.

    Ich habe den weissen Ring dreimal angefragt und nur seltsame Anrufe und Auskünfte bekommen. U.a. sollte ich doch besser alles auf sich beruhen lassen und in die Altenpflege gehen, da die entsprechende Beraterin dorthin sehr gute Kontakte hatte.

    Alles falsche Einschätzungen, wie sich bisher rausgestellt hat.

    Wie ich bisher gelesen und auch selbst erfahren habe, reagiert der Weisse Ring auf schriftliche Anfragen nicht, wenn sie die Vorgehensweise beleuchten sollen. So viele unterschiedliche und widersprüchliche Aussagen.

  30. Tt schreibt am :

    Ich hab auch schlechte Erfahrung sammeln dürfen mit dieser Organisation . Es war für mich beschämt. Erst geholfen mehr oder weniger und dann fallen gelassen wie ein Stück Mist. Schade nun steh ich wieder alleine da.

  31. Eva schreibt am :

    Ich glaube der Weiße Ring hilft nur bei schwersten Körperverletzungen mit Invalidität, aber kaum bei sexueller Gewalt. Als ich dort war und um Hilfe bat, hat der ehrenamtliche Mitarbeiter mir erzählt, dass er sich für eine Frau einsetzt, die durch radikale Verbrecher so verletzt wurde, dass sie im Rollstuhl sitzt und bislang keine Gelder bekommen hat.

    Schwerste psychische Folgen nach sexueller Gewalt in unserem Fall haben ihn kaum interessiert.

  32. Simone schreibt am :

    Hallo, ich habe unterschiedliche Erfahrungen mit dem WR gemacht (unterschiedliche Ortsvereine) Die meisten waren positiv, liegen allerdings schon 10-20 Jahre zurück. Damals haben die auf ganzer Linie sehr geholfen. Als ich vor drei Jahren erneut in eine Notlage kam( meine Herkunftsfamilie hatte mich ausfindig gemacht) bat ich denWR erneut um Hilfe ( nicht einmal finanzieller Art). Der Herr vom WR fragte mich, ob ich denn glauben würde, dass der WR mein Leben lang für mich zuständig sei und gab mir den Tipp, doch eine Selbsthilfegruppen zu eröffnen. In meinem Wohnort würde es mehrere Fälle geben, sogar in meiner Strasse wären ihm zwei bekannt… Dass er mit nicht die Namen gegeben hat, versteh ich auch nicht…
    Na ja, ich habe diesen Herrn dann als inkompetent beiseite gelegt und hab mich mehr schlecht als recht durch die neue Situation durchgekämpft. Aber ich würde nicht zögern, wieder beim WR anzurufen, wenn ich in Not komme durch die Gewalt, die ich vor vielen Jahren erlitten habe. Allerdings nicht bei diesem Mitarbeiter vom WR.

  33. Andrea schreibt am :

    Hallo,

    leider mußte ich sehr negative Erfahrungen mit dem Weißen Ring machen.
    Ich leide unter einer chronifizierten PTBS, unter anderem wegen Gewalterfahrungen (wurde brutal zusammengeschlagen,etc.) Eine Therapie habe ich bis heute nicht gemacht, weil kaum ein Therapeut sich damit überhaupt auskennt.
    Seit ca. 3 Monaten bin ich auch noch Stalking-Opfer. Was das bedeutet wenn man ohnehin schon an einer PTBS leidet, muß ich sicher nicht erklären.
    In meiner Not wandte ich mich an das Opferhilfe-Telefon des Weißen Rings und eine sehr verständnisvolle Dame am anderen Ende der Leitung bestätigte mir, das es sich auf jeden Fall um Stalking handelt. Sie verwies mich auf die Außenstelle des WR in meiner Stadt. Dort würde man mir helfen.
    Ich rief also gleich am nächsten Morgen dort an, um meinen Fall zu schildern.
    Statt mir mit Verständis und Empathie zu begegnen, wurde ich am Telefon angeblafft: „Ja und? Was soll ich denn da jetzt machen?“
    Na vielen Dank! *ironieaus*
    Für mich ist der Weiße Ring gestorben, die können nichts weiter als Spenden sammeln!
    Egal was passiert, ich werde mich nie wieder an diese Pseudo-Hilfsorganisation wenden.
    Es gibt in diesem Land nur Täterschutz, keinen Opferschutz!

  34. Tine schreibt am :

    Hallo Andrea,

    ich habe mich in der Vergangenheit ebenfalls über den Weißen Ring nur geärgert. Über die Ehrenemtliche in meinem Bezirk hab ich mich mal in deren Zentrale beschwert (sie kam über eine halbe Stunde früher als vereinbart und warf mir dann vor, dass ich nicht da war, dann gestand sie ihren Fehler am Telefon partout nicht ein und drückte durch, dass sie gleich nochmal kommen würde. 5 min später sagte ich ihr dann auf der Mailbox ab. Dann stand sie, wieder 10 min eher als angekündigt auf der Matte, ich wies sie auf der Straße ab und sagte, sie könne gar nicht helfen. Sie: Jetzt sei sie extra nochmal eine halbe Stunde wg. mir gefahren…

    Die Anwältin, die der WEiße Ring mir wegen meines OEG-Verfahrens vor einigen Jahren empfohlen hatten, hat SCheiße gebaut (RAin Henrike Weber Berlin): 5 Monate keine Reaktion trotz Zusage, dann 1 Monat keine Reaktion auf meine Nachfrage, dann wieder keine Reaktionn auf meine Nachfrage, dann ausfällig geworden, weil ich Druck gemacht habe. Dann hingeschmissen udn mich zur Sau gemacht – sie habe sich das gründlich durchgeschaut, die Erfolgsaussichten seien schlecht. Dabei hätten meiner Meinung nach ernsthaft Gründe bestanden, wg. gravierender Fehler des Versorgungsamtes eine gericfhtliche Vernehmung der ZeugInnen durchzukriegn – ob die da auch gelogen hätten, ist fraglich.)

    Zum Stalking gibt es folgendes Projekt:

    http://www.frieda-frauenzentrum.de/anti-stalking-projekt/

    Ich kenne es nicht, aber vielleicht können sie dich beraten, wohin du dich in deiner Stadt wenden kannst.

  35. Andrea schreibt am :

    Hallo Tine,

    vielen lieben Dank für den Link- habe ihn mir gleich abgespeichert.
    Ich bin froh diese Seite gefunden zu haben, da ich schon anfing an meinem Verstand zu zweifeln.
    Ich bin wirklich entsetzt über das Verhalten des WR.
    Ich vermute, die Täterlobby hat den WR längst unterwandert. Das ist einfach zu gruselig….
    Egal wohin ich mich in der Vergangenheit gewandt habe um Hilfe zu bekommen, es wurde immer alles so hingedreht das mir niemand helfen mußte. Wirklich mehr als seltsam.
    Habe als Überlebende zwar kämpfen gelernt, aber jetzt bin ich Ü50 und meine Kräfte lassen nach. Bin total erschöpft, aber aufgeben werde ich trotzdem nicht.

    Wünsche allen Betroffenen ein frohes neues Jahr und das sich die Situation für uns alle bald ändert!

  36. Doro schreibt am :

    Hallo Andrea,

    ich kann ähnlich negative Erfahrungen mit dem WR bestätigen. Beim WR erlebte ich ebenfalls, dass die „höhere“ Ebene recht empathisch und kompetent reagierte, die „Weiterreichung“ an eine Ansprechpartnerin vor Ort dann aber gründlich in die Hosen ging. Auch wenn mir bewusst ist, dass das alles Ehrenamtliche sind: Wenn sie sich in so einem Bereich (Gewaltopfer) betätigen wollen, sollten sie entsprechend geschult sein und wissen, mit wem und womit sie es zu tun haben. Du bist mit deiner Erfahrung also nicht allein, genausowenig wie mit der Erfahrung, dass ein Großteil der Therapeut*innen mit komplexen Traumafolgen häufig überfordert sind. Das ist sicherlich nur ein kleiner Trost, weil du ja eigentlich kompetente Unterstützung benötigst, bzw. benötigt hättest, aber vielleicht hilft es dir wenigstens dabei, die Ursachen für deine Erfahrung nicht bei dir zu suchen. Im Gegenteil: Meine Erfahrung ist eben, dass die meisten Menschen – auch sogenannte „Expert*innen“ – mit der komplexen Problematik im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt komplett überfordert sind. Nur dass das die wenigsten – auch sogenannte „Expert*innen“ – zugeben bzw. sich eingestehen können. Ich wünsche dir viele, viele gute Erfahrungen und Informationen durch den Austausch mit anderen Betroffenen – meine Erfahrung ist, dass dort am besten Hilfe und Unterstützung zu finden ist!

  37. Tine schreibt am :

    Hallo Andrea,

    meines Wissens ist Stalking extrem unbeliebt, weil man es so extrem schlecht nachweisen kann. Das können AnwältInnen nicht, und alle übrigen beruflichen HelferInnen vermutlich eben so nicht. Was den Betroffenen nichts nützt.

    Ich hoffe, du weißt wenigstens, wer dir da nachstellt.
    Leider kann ich dir sonst auch nicht weiterhelfen.

  38. Tine schreibt am :

    Ich meinte, das können AnwältInnen etc. nicht leiden – und oft wahrscheinlich auch tatsächlich nicht nachweisen…

  39. Gertrud Tammena schreibt am :

    Bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern im Weissen Ring sind uva. auch Polizeibeamte im Ruhestand.

  40. Hubert schreibt am :

    Wie sich das hier so liest, sind die Versuche zur Hilfesuche vergleichbar mit einem Glücksspiel.
    Man kann also gewinnen, aber genauso auch verlieren.
    Dieser Umstand darf mit Hinblick auf die sensible Problematik der Hilfesuchenden nicht sein.
    Man bedenke auch, welch große Anstrengung es für Betroffene bedeutet, eine Hilfestelle überhaupt aufzusuchen. Scheitert der Erstversuch, war es das meist, und Betroffene haben dann keine Energie mehr einen Zweitversuch zu wagen.
    Daher finde ich die in den Kommentaren beschriebenen Umgangsformen einiger Hilfestellen erschreckend. Das darf so nicht sein.
    Mitarbeiter düften in derartigen Institutionen nicht launisch reagieren, denn die Folgen können verheerend sein.

  41. Andrea schreibt am :

    Die Suche nach Hilfe habe ich inzwischen komplett eingestellt. Habe keine Lust mehr mich von „Hilfsorganisationen“ verarschen zu lassen.
    Stimmt, es kostet viel Kraft überhaupt eine „Hilfestelle“ aufzusuchen.
    Es ist ja nicht in erster Linie Stalking, was mich fertig macht, sondern die durch die PTBS bedingten Panikattacken die mit jeder Kleinigkeit, die von außen kommt immer schlimmer werden.
    Inzwischen bin ich mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt, weil ich anders den Tag nicht mehr überstehe.
    Dazu finanzielle Probleme durch meine Minirente (ist das die „Belohnung“ für Überlebende?), bin echt am Ende.
    Ständig Kontopfändungen, kein Geld für einen Anwalt (Beratungshilfe steht mir nicht zu), ich packe es nicht mehr, hoffe es ist bald alles vorbei.

  42. Tine schreibt am :

    Liebe Andrea,

    was immer du meinst mit „hoffe, es ist bald alles vorbei“: Du scheinst alleine nicht mehr zurechtzukommen. Es hört sich ja auch nach einer ganzen Menge an, die auf dich einströmt.
    Ich kenne dich nicht und weiß nicht, was für Erfahrungen du schon wo gemacht hast. Aber ich denke, es wäre gut, wenn du irgendwo HINgehst, wo Menschen mit dir deine Situation klären können. Ein Frauenhaus, eine Kriseninterventionsstation o.ä. Ich denke, dass Schlimmste ist, alleine mit allem zurechtzukommen, was offensichtlich nicht geht. Wegen der Geldgeschichten kommt vielleicht Einzelfallhilfe in Frage, oder gesetzliche Betreuung für den Bereich der Finanzen. Die kann man auch wieder loswerden.

  43. rasch schreibt am :

    @ Andrea
    Schau mal den link:
    https://eso-talk.mainchat.net/
    störe dich nicht an dem „Eso“, es ist ein selten genutzter Raum. Bitte lass dich dort einfach mal blicken und sprich mich an. Es geht immer weiter.
    Bloss nicht isolieren!

  44. rasch schreibt am :

    Und ja, vieles ist auch komisch

  45. Angelika Schneider schreibt am :

    Liebe Andrea!
    Ich war auch in so einer Situation. Gehe zu einer öffentlichen Schuldnerberatung. Mache Privatkunkurs, dann stopst du mal die Zinsen. Einige dich mit deinen Gläubigern auf eine kleine Rate. Die du mit deiner kleinen Pension zahlen kannst. Berufe dich darauf das du nur so wenig zum Leben hast. Mach eine Aufstellung auf was du verzichten kannst und was nicht umbedingt Notwenig ist. Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

  46. Angelika Schneider schreibt am :

    Hallo UNbekannte!
    ES geht uns Allen gleich. Ich fordere die „Die Partei der Menschlichkeit“, die wir auf dem Stimmzettel wählen können. Und uns die Möglichkeit und Hoffnung Gibt. IHnen nicht täglich vor die Füße kotzen zu müßen.
    Kanditat Norbert Denef unser Freund
    Eine UNbekannte, die einen Namen besitz.

  47. Angelika Schneider schreibt am :

    Bei mir war es der Sascha Hehn. Er bettet davor. KIend vor dem Bett. angemietet. Ich war 13 Jahre ALT.
    Ein „armes Heimkind“.
    Eine „UNbekannt“

  48. Angelika Schneider schreibt am :

    Die Pharmaindustrie verdient sehr gut an uns „Opfern“.
    Eingeladen privat in der EU um den Markt anzukurbeln.
    Griegen wir die Tabletten, bald bei der TRafik.

  49. Andrea schreibt am :

    Hallo Tine und Angelika,

    vielen Dank für euren Zuspruch und eure Tips. Ich war heute erstmal bei einem Arzt, der mir schon vor längerer Zeit empfohlen wurde. Glücklicherweise ist er genausowenig ein Fan von Psychopharmaka wie ich.
    Er gab mir viele hilfreiche Tips, wie ich meine Nerven wieder stärken kann.
    Einen Tip (Bewegung statt nur vorm PC hocken), habe ich auch sofort umgesetzt.
    Jetzt bin ich zwar erschöpft, kann aber wieder klar denken.
    Jetzt kann ich mir in Ruhe einen Plan machen, ohne das der Fehlalarm in meinem Kopf wieder angeht. Und wenn er doch angeht, laufe ich wieder eine Runde um den Block 😉

    @rasch: Danke, ich sehe mir den Link gleich mal an.

    Wünsche euch allen noch einen schönen Abend!

    Andrea

  50. anonym schreibt am :

    @ Andrea,

    vielleicht hilft Ihnen auch die Homepage vom Wolfgang Rademacher, was mir in bürokratischen Sachen geholfen hat.
    Viel Kraft und Mut wünsche ich Ihnen.

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Artikel aus den Medien

ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR.de NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE