5 Kommentare

  1. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Missbrauch gehört zu unsrer gesellschaft wie die currywurst .Das täter und täterinstitutionen inkl. katholischer kirche oder odenwaldschule und viele andere das so belassen wollen und die täter nicht benennen und zur rechenschaft ziehen lassen wollen ist auch klar.Bei der kirche wird die tradition des missbrauchs nicht nur jahrzehnte wie an der odenwaldschule gedauert haben sondern vermutlich jahrhunderte .Das der staat von den missbrauchsverbrechen in seinen heimen nichts mehr wissen will und das wieder unter dem tisch haben will ist auch klar.Dabei hilft die verjährungsfrist und die justiz.

  2. anonym schreibt am :

    Ich bin selbst von jahrelangem Mißbrauch betroffen, innerhalb tiefkatholischer Familie & Umfeld. Es gab weder Unterstützung (trotz meiner Ansprache) noch existiert bis heute irgendein Schuldbewusstsein. Ich habe Jahrzehnte gebraucht um zu begreifen, dass Missbrauch stillschweigend toleriert und akzeptiert wird, überall. Nach dem Motto: wenn alle schweigen, ist´s einfach nicht wahr. Darüber herrscht gesellschaftlicher Konsens und es war für mich Schwerstarbeit, dass zu erkennen, weil diese Erkenntnis unvorstellbar weh tut.
    Mit der Akzeptanz dieser Tatsache habe ich erst meine Wahlfreiheit gewonnen: weiterhin gegen innere und äußere Blind- und Taubheit incl. Herzlosigkeit zu kämpfen oder mich um mein Leben im Hier und Jetzt zu kümmern. Die Wahl war trotzdem hart und schwer. Letztendlich aber habe ich mich von Familie und Umfeld verabschiedet und im Gegenzug mich selbst willkommen geheißen.

  3. Das Verwaltung und Justiz von den Verbrechen in den Heimen gewusst haben, ist bekannt und auch bewiesen. Vor Jahren durfte ich meine Akte beim Jugendamt einlesen (unter strenger Aufsicht). In dieser Akte befand sich ein Brief an den Jugendamtsleiter, mit der Bitte um Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft. In diesem Brief , aus dem Jahre 1968 und 1972 wurde in aller Deutlichkeit, die Namen der Täter und deren Verbrechen aufgelistet. Dieser Brief ( der zweite war nur eine Erinnerung an den ersten Brief) war vor einigen Jahren noch in meiner Akte. Vor einigen Monaten beauftragte ich eine Behörde. diese Akte nebst Briefen sicher zu stellen.
    Man ahnt es schon, die Briefe waren nicht mehr da und ich wurde als Lügner hingestellt. Das es von diesen Briefen jeweils eine Kopie gibt ist der Behörde nicht bekannt (jetzt schon) .
    Ohne Rückendeckung der Politik handelt grundsätzlich keine Behörde. Also hat auch die politische Kaste von diesen Verbrechen gewusst.
    Aus diesem Grunde wird es auch rückwirkend keine Aufhebung der Verjährungsfristen geben. Denn dann müsste die Justiz tätig werden und das würde den Politikern, die heute lauthals die Menschenrechte in aller Welt anmahnen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Die brutalsten Verbrechen an Kindern im eigenem Land vertuschen, bestreiten und siehe RT-Heimerziehung, verharmlosen, ist, glaube ich erfolgreich gelungen. Aber solange es noch Menschen gibt, die mit breiter Brust an die Öffentlichkeit gehen, um diese Verbrechen anzuprangern ist unser Kampf noch nicht beendet.
    Hunderttausende Kinder sind mit Wissen der Politik, der Verwaltung und der Justiz, Opfer von brutalsten Verbrechen geworden. Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ist an der Rechtsstaatlichkeit vorbeigerutscht. Die Einzelheiten sind einigen Betroffenen sehr wohl bekannt. Die Quintessenz, Deutschland darf sich nicht Rechtsstaatlich nennen.
    Meine leise Hoffnung ist, dass die Verjährungsfristen doch noch aufgehoben werden.

  4. Eva schreibt am :

    Warum dauert es so lange , dass Gesetzesentwürfe der Parteien bezüglich Verjährungsänderungen und oder von netzwerkb umgesetzt werden ?

    Arbeiten daran überhaupt unsere Parlamentarier ?

    Haben wir Bürger ein Recht zu erfahren wie der Stand ist ?

    Oder liegt alles im Safe ?

  5. Anna M. schreibt am :

    Guter Beitrag!

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