Legionäre Christi unter Missbrauchsverdacht

12.05.2012

SPIEGEL ONLINE 11.05.2012

Legionäre Christi unter Missbrauchsverdacht

Von Simone Utler

Es geht um mindestens sieben Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger: Die Legionäre Christi haben dem Vatikan mehrere mutmaßliche Vergehen ihrer Priester gemeldet. Der verstorbene Gründer Marcial Maciel Degollado brachte den Orden in Verruf, weil er sich an Kindern vergangen hatte.

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4 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    “ … welche Rolle Ratzinger dabei spielte, ist umstritten“ – das Verfahren wurde doch eingestellt! – wer war denn Chef dieser Behörde?

    Mit Doro sag ich:

    „Ja, und?

    Hat das irgendwelche gesellschaftliche Konsequenzen? Bordet die Empörung über dieses „Verbrechersyndikat“ jetzt über? Führt diese ganze Verlogenheit und Skrupellosigkeit jetzt endlich zu irgendwas?

    Nein, es geht alles weiter wie bisher“ – – – es sei denn, mutige Juristen treten endlich zur Verstärkung mit uns auf den Plan und fordern mit uns im Namen damaliger und heutiger Kinder:

    Aufhebung der Verjährung von „Seelen-Mord“.
    Aufhebung der Immunität dieses Verantwortlichen.
    Anklage hochrangiger Täterschützer.
    Beschlagnahme aller relevanten Akten.
    Anerkennung für die Traumatisierten.

    Immerhin wurde der Rechtsstaat beschädigt, weil unglaubwürdig – wer wollte die Zuständigkeit für fortgeführtes Schweigen noch übernehmen?

  2. Doro schreibt am :

    Zitat: „Dokumente aus den Vatikan-Archiven belegen laut AP, dass der Heilige Stuhl schon in den fünfziger Jahren Beweise hatte, wonach Maciel drogenabhängig und pädophil gewesen sein soll. (…) Doch Papst Johannes Paul II. verband eine enge Freundschaft mit Maciel, die sich seit dem ersten Zusammentreffen im Januar 1978 entwickelt hatte. Der Papst verehrte den Mexikaner, führte ihn gern als Vorbild an und widmete ihm noch 2001 eine Festmesse auf dem Petersplatz. Dass das Kirchenoberhaupt Maciel wissentlich gewähren ließ, wird jedoch vom Vatikan bestritten.“

    Ja, nee, is klar: Obwohl der „Heilige Stuhl“ schon in den fünfziger Jahren BEWEISE HATTE (!!) dass Maciel pädophil „gewesen sein soll“ (!), wusste der Papst, also der oberste „Heilige Stuhl“, überhaupt gar nie nichts davon.

    Eine andere Erklärung für den „Erkenntnismangel“ Johannes Pauls II. könnte natürlich auch die Tatsache sein, dass Maciel ein „effizienter Spendensammler und Netzwerker“ war. Die Unterstützung „mächtiger Kirchenmitglieder ebenso wie Politiker“ war ihm sicher – warum wohl?

    Und um welche „mächtige Kirchenmitglieder“ mag es sich wohl handeln?

    Zitat: „Als Chef der Glaubenskongregation hatte Kardinal Joseph Ratzinger Ende der neunziger Jahre eine Untersuchungskommission im Vatikan geleitet, deren Aufgabe es war, die Vorwürfe gegen Maciel aufzuklären. Doch das Verfahren wurde eingestellt.“

    Laut dem Menschenrechtsanwalt Geoffrey Robertson („Angeklagt: Der Papst“) war Maciel „Bigamist, Päderast, Drogenkonsument und Vater mehrerer Kinder, die er nach deren Aussage ab dem Alter von 7 Jahren vergewaltigte“. Der Vatikan erhielt 1998 EIDESSTATTLICHE Aussagen von neun Opfern Maciels im Teenageralter, doch die Glaubenskongregation unter Ratzinger blieb selbst dann noch untätig, als mexikanische Zeitungen begannen, Maciels unmoralisches uns scheinheiliges Leben zu enthüllen.

    Maciel wurde laut Robertson 2004 in den Vatikan eingeladen, um von seinem Freund Papst Johannes Paul II GESEGNET zu werden.

    HALLELUJA!!

  3. gersch schreibt am :

    verehrte Diskussionsfreunde
    Jedem der dieses Forum besucht, ist klar geworden, dass die katholische Kirche nur Eines im Sinn hat, die für sie unangenehme Angelegenheit des Missbrauches an Kindern ihrer Diener Gottes, zu vertuschen mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Einer der Haupt-Gründe für die Wahl von Josef Ratzinger zum Papst war dessen rückwärts gewandte total konservative Einstellung. Deshalb wurde gegen Holocaustleugner wie Piusbrüder trotz Straftatsbestand keine wirksame Sanktionen eingeleitet. Konservativste Sekten wie Opus Deii und das Engelswerk werden vom Vatikan unterstützt. Dies ist die wahre rückwärts gewandte Welt des Josef Ratzinger, in der Missbrauch an Kindern seit Jahrhunderten zum Alltag gehörte um damit den Nachwuchs an Priestern zu gewährleisten. Modern denkende Priester wie der bekannte Pfarrer Schüller aus Wien werden als Rebellen abqualifiziert.
    Zum Glück hat die jetzige Zeit das Internet gebracht, in der die unglaublichsten Missetaten der katholischen Kirche, Millionen von Menschen bekannt wird und die Menschen wie in diesem Netzwerk eine Möglichkeit erhalten, ihre Leiden an die Öffentlichkeit zu bringen und die langjährigen Vertuschungen durch die Kirche zu unterbrechen. Das Mittel der Verjährung ihrer Missetaten muss unter allen Umständen unterbunden werden.
    Danke für ihr Engagement
    Gersch

  4. Sarah schreibt am :

    Mich würds nicht mal wundern, wenn Ratzi diesen seinen Freund Maciel eines Tages „heilig sprechen“ würde. Zum k….

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