Am Anfang sehr nett und kompetent

28.05.2012

Ich wurde 1978 geboren. Heute bin ich 33 Jahre alt.

In meiner Familie war Gewalt der Normalzustand.
Meine Eltern haben mich verprügelt und für Stunden im Keller eingesperrt.
Noch heute kann ich mich erinnern, wie meine Mutter mit einer Nachttischlampe auf mich einschlug.

Missbraucht wurde ich vom Bruder meines Vaters.
Einmal kam er in mein Zimmer, küsste und berührte mich und gab mir dann 50 Mark.
Darüber habe ich mit meinen Eltern gesprochen, die jedoch alles bagatellisierten.
Am Schluss musste ich mich beim Täter, der jetzt natürlich wußte, das ihm nichts passiert, entschuldigen.
Weiteren Taten war somit Tür und Tor geöffnet.

Jahre später wurde ich auf einem Pferdehof von dem Besitzer vergewaltigt.

Mein Psyche war jahrelang kapputt.
Ich lebte als Kind hinter zugezogenen Vorhängen, weil ich Tageslicht nicht ertragen konnte.
Ich konnte keine Freude empfinden.
Keine Trauer. Ich war emotional taub.
Bei  einem späteren Besuch beim Frauenarzt, erfuhr ich, das mein Unterleib durch die ständigen Vergewaltigungen nur noch aus Narbengewebe besteht.
Ich wurde heroinabhängig, lebte auf der Strasse.
Jetzt bin ich clean, habe eine feste Beziehung und eine Wohnung.

Ich mache eine Verhaltenstherapie, bin nicht arbeitsfähig und verzweifelt auf der Suche nach Unterstützung.

Niemand will uns hören.
Wer übernimmt die Verantwortung, für das, was mir und sovielen anderen angetan wurde?
Es wird immer auf uns abgewälzt.
Reiß dich zusammen, anderen passieren auch schlimme Dinge.
Ich habs satt.
Es werden immer schöne Reden geschwungen, die am Ende nichts weiter sind als Lügen.

Ich hatte mich schließlich an den Weißen Ring gewandt, die Mitarbeiter erschienen am Anfang auch sehr nett und kompetent.
Und heute?
Heute ist der Hr. K. telefonisch nicht mehr zu erreichen und reagiert nicht auf E-Mails.
Als Überlebende stehst du allein.
Niemand hilft dir.
Wenn du nicht die Kraft hast, dich allein aus dem Sumpf zu holen, wirst du darin versinken!

Cynthia

35 Kommentare

  1. Christiane Kieburg schreibt am :

    Letztendlich sind wir Opfer diejenigen,die dafür bestraft werden,was man uns angetan hat und man lässt uns einfach fallen.Wir Opfer werden ein Leben lang bestraft,für das was uns die Täter angetan haben.Wir sollen uns immer rechtfertigen,warum wir z.B. mit dem Leben nicht klar kommen und uns immer mehr von der Außenwelt abkapseln.Der Weiße Ring ist auch nicht anders,als all die anderen Klappmühlen-Ärzte,die einen sowieso nicht ernst nehmen.Es sind so viele Jahre vergangen und nichts hat sich geändert,wir werden immer alleine da stehen.
    „Wenn du nicht die Kraft hast, dich allein aus dem Sumpf zu holen, wirst du darin versinken!“
    Genau so sieht es aus,wir Opfer werden im Sumpf versinken.

  2. Cynthia schreibt am :

    Hallo,
    ich bin gerade völlig fassungslos.
    Ich hatte ja kontakt mit dem weißen ring.
    Über den Hr. K. habe ich mich beschwert.
    Jetzt habe ich eine E-Mail erhalten, in der behauptet wird, das mir gesagt wurde, das ich a) kein fall für den weißen ring bin und b) das die begleitung auf das aa eine einmalige sache war.
    Ich bin echt baff, weil das alles nicht stimmt!Hat jemand von euch ne ahnung, was ich tun kann oder ähnliche erfahrungen mit dem wr?

  3. Flieder schreibt am :

    Hallo Cynthia,

    auch ich habe schlechte Erfahrungen mit dem WR gemacht. Wenn es für Dich ok ist, melde Dich bei mir unter Flieder [at] gmx-topmail.de

    Ich habe nun an den Vorstand d. WR geschrieben u. hoffe auf Antwort,…

  4. Joy schreibt am :

    Eigendlich dachte ich Trauriger weise mich schockt bezüglich des weißen Ringes nichts mehr.
    Habe viel gruselige geschichten von Mitstreitern gehöhrt,und hatte vor ca: zwei Wochen selber ein Termin mit einer Trulla(entschuldigt diesen ausdruck) von weißen Ring.
    Und habe jetzt noch an den Termin zu Knabbern,er hat mich total aus der Bahn geschmissen.
    Diese Frau war so unfreundlich,und unkompetent,hat außagen bzw.informationen darüber wieviele Anträge des OEG abgelehnt werden undwelche bewilligt weren zb. Total verweigert.
    Sie glaubte nicht an den Krankheitsfolgen die ich durch jahrelange MB und Gewalt erlebt habe.
    Sie war sehr unfreundlich und lies mich und eine Freundin föllig auflaufen.
    Sie lies uns alleine mit den OEGAntrag.
    Sie sagte nur“wenn der abgehlent wird können sie mich ja mal anrufen und ich gebe ihnen dann nummern eines Anwaltes.
    Hallo….. Naya jetzt sammel ich noch die Scherben auf die diese Frau angerichtet hat.
    Liebe grüße Joy

  5. Sarah schreibt am :

    Da ich gute Erfahrungen mit dem Weißen Ring mache, und mein ehrenamtlicher Berater auch Aus- und Fortbilder beim Weißen Ring ist, möchte ich alle ermuntern, die eine negative Erfahrung machen mussten, direkt einen Brief an Mainz – an die Geschäftsführung zu schreiben – und den „Fall“ sachlich und neutral zu schildern.

    Nur so kann auch dagegen reagiert werden. Ich habe gestern meinen Berater erzählt, wieviele Betroffene schreiben, dass sie Horrorerfahrungen mit dem WR machen mussten, dass man ihnen nicht glaubt, dass man ihnen Hilfe verweigert, sie aufs Glatteis fürht usw. Er war empört über diese Tatsache. Drum, schreibt eure Beschwerden direkt dorthin, wo man auch etwas ändern kann. Sonst verläuft das Ganze im Sande und die nächsten nach euch werden erneut von Schnepfen, von Hr. K. usw. trangsaliert.

    Sarah Mohn
    ________________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    Im Zusammenhang mit der Geschäftsführung beim Weissen Ring möchten wir an dieser Stelle auf unseren offenen Brief vom 11.05.2012 hinweisen, der bisher unbeantwortet bleib:
    http://netzwerkb.org/2012/05/11/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen-nachgefragt/

  6. Cynthia schreibt am :

    Tja, nun kam grad eine E-Mail vom WR.
    Angeblich war wohl der Landesgeschäftsführer im Büro und hätte auch festgestellt, das ich kein Fall für den WR bin.
    Ein Grund wurde auch in dieser E-Mail nicht genannt.
    Auf das Verhalten des Hr. K. wurde nicht näher eingegangen.

    @Sarah
    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, das ich damit Erfolg habe. Denn, seinen wir doch mal ehrlich, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
    Ich habe für mich die Lehre daraus gezogen, das man sich weder auf Ämter noch auf Organisationen verlassen kann und sollte.
    Es ist einfach nur traurig, was in diesem Land passiert und wie wenig Achtung und Respekt uns entgegengebracht wird. Pfui Teufel Deutschland!

  7. alexa whiteman schreibt am :

    an alle,

    ich kann viele leute die hier ihren unmut und schlechte erfahrungen mit dem wr gemacht haben nur bestädigen.
    mein anwalt dr. christian sailer hatte mehrfach an den wr an mainz geschrieben. ich war als FALL bereitz durch einen prutallen überfall 2000 geführt worten. nicht einmal mein anwalt wurde würdig behandelt.
    einen teufel werde ich noch mal tun überhaupt was den wr betrifft. das sind machen schafften wie es bei den kirchen abgeht.
    ich habe 7 lange jahre gekämpft fürs oeg.
    hör mir auf
    ich bin nicht stolz deutsch geboren zu sein.

    norbert hat auch meinen präzidensfall auf seiner seite veröffentlicht.
    lest mal nach:
    http://netzwerkb.org/2012/04/11/geheuchelte-fursorge/

    alexa
    überlebende/bayern
    1960-1978
    _______________________________

  8. Marlene schreibt am :

    Ich habe auch sehr schlechte Erfahrungen bei dem Weisser Ring gemacht. Es ging immer um sehr harte Angelegenheiten und trotzdem ich wurde NIE GEHOLFEN. Ich frage mich langsam wofür dort gespendet wird? Wo landet das Geld für die Spende? Warum schreiben sie so viel Unsinn in deren Homepage, wenn am Ende die Opfer nicht geholfen werden. Ein alter Herr (der ährenamtlich dort bei der WR arbeitet -Vorwahl 02203-) hat sogar gewagt zu sagen, dass ich kein Opfer von einem Straftat bin, dann ich habe ihm gesagt er soll sich zumindest erst informieren und dass er in Internet mehr erfahren wird, wegen meine klare Aussage gegen seine Ignoranz war er sauer und er hat das Gespräch beendet. So viel Hilfe zum dritten Mal kam von dem Weisser Ring. Also wo landen die Spenden? Berechtigte Frage!

  9. Nicole schreibt am :

    Meine Erfagrung mit dem WR waren ebenfalls sehr schlecht. Nach zwei Straftaten habe ich mich an den WR gewandt und meine Anfrage über das Internet wurde beim ersten Mal nach sechs Wochen und zuletzt überhaupt nicht beantwortet. Habe dann telefonisch einen Termin bei einer Außenberatungsstelle ausgemacht und wurde in einer Privatwohnung von einem älteren Mann empfangen. Das hatte mich sehr irritiert und ich wollte schon wieder gehen. Hab mich dann aber überwunden reinzugehen und der Inhalt der „Beratung“ war: verhaltn Sie sich vor Gericht am besten ganz unauffällig…keine Nebenklage, keinen Anwalt ect. Da tritt der WR meine Rechte ja wohl mit Füßen. Abe einen netten (wirklich) Brief mut den Mängeln geschrieben und bisher, nach rund drei Monaten keine Antwort.
    So kann Opferschutz auch aussehen. Traurig.

  10. Mara Lange schreibt am :

    Ich kann allen Frauen nur raten sich an den Frauen Notruf zu wenden. Mit viel Geduld und Zeit bekommt man die Chance das Erlebte zu verarbeiten.
    Es lohnt sich neue Wege zu erlernen und man wird nicht allein gelassen.
    Für dieses Vertrauen und das Verständnis bin ich sehr dankbar.
    Wünsche allen viel Mut und Kraft.
    Mara

  11. Richard R. schreibt am :

    Da ich ein Mann bin und vom Weißen Ring auch nicht so geholfen bekam, wie es die Web-Seite des WR verspricht, schreibe ich nun auch:
    Schlecht vorbereitet, schlechte Kommunikation zwischen mir und dem „Helfer“, aber er hatte einen Freund bei der Polizei, mit welchem er dann hinter meinem Rücken einen Plan gemacht hat.
    Das Ergebnis: Der „Helfer“ vom Weißen Ring sagte mir, ich solle doch die Wohnung, in welcher ich wohne „versilbern“ (soll heißen, verkaufen und den Rückzug antreten“.
    Durch solches kann mein fast zum Suizid gebracht werden….
    Das Opfer geht und der Beschuldigte bleibt.
    Nun warte ich, bis der Beschuldigte mir wieder einmal mit einer Waffe (das letzte Mal war es ein langes Küchenmesser) begegnet.
    Was dann passiert?
    Keine Ahnung.
    Nun denn, auf jeden Fall macht es mich sehr stutzig, dass auch vielen Frauen vom WR nicht geholfen wird.
    Traurig….
    Oder besser: Echt schlimm.
    Richard R.

  12. Margarete Jelen schreibt am :

    hallo, bin entsetzt über die vielen negativen Eintragungen, kann das alles garnicht glauben.
    Ich habe mich vor 3 Tagen auch an den wr gewand weil ich nicht mehr weieter weiß. Am Do. soll ich bescheid kommen ob ich ein Fall für den wr bin.
    Nach dem ersten Gespräch gestern war ich jedenfalls nicht so überzeugt, fühlte mich nicht verstanden.

  13. rasch schreibt am :

    naja wenigstens kommt da etwas…
    klar sortiert denen gegenübertreten…sich das Recht rausnehmen nicht in die Augen schauen zu müssen…
    ich denke positiv und wennauch nicht jede mail beantwortet werden kann oder will….sie gehen nicht verloren!!!

  14. Hubert schreibt am :

    Vielen Mitarbeitern in solchen Hilfseinrichtungen geht es vordergründig scheinbar nicht um das Wohlergehen der Hilfesuchenden, sondern vielmehr darum, als Berater und Mitwisser dann möglichst schuldfrei dazustehen.
    Wie es den Betroffenen dabei geht, ist denen manchmal ziemlich egal. Und es werden Statistiken erstellt zu diversen Fällen, um das alles ordentlich zu dokumentieren. Und ja, die Mitarbeiter brauchen aus Finanzierungsgründen Nachweise, daß deren Hilfseinrichtung notwendig ist. Somit ist jeder neue Fall erstmal willkommen – wird dann aber meist möglichst schnell wieder abgeschoben.
    Somit sieht es nach außen so aus, als ob die Hilfseinrichtung erfolgreich ist.
    Die Mitarbeiter dort wollen eben auch für sich eine Existenzgrundlage haben und kämpfen darum.
    Hilfesuchende dienen dann Anteilig nicht selten als Mittel zum Zweck.
    Aber ok, die Mitarbeiter in solchen Anlaufstellen gehen sehr unterschiedlich mit ihrer Aufgabe um.
    Man kann das ganz sicher nicht verallgemeinern.
    Viele arbeiten dort immerhin ehrenamtlich.
    Für Betroffene ist es letztlich wie ein Glücksspiel, an eine gute Anlaufstelle zu geraten und stellt ein gewisses Risiko dar.
    Wie könnte man das für Betroffene sicherer regeln?

  15. Lili schreibt am :

    @ Christiane Kieburg:

    Stimmt, kann ich nur bestätigen!

    Gerade habe ich wieder sehr enttäuschende Erfahrungen mit einer Beratungsstelle an meinem Wohnort gemacht.
    Ich wollte es nochmal versuchen und einen Therapieplatz suchen für Traumatherapie.

    Leider war die Beratungsstelle ausserstande einen Platz zu vermitteln, sondern konnte nur selber maximal 10 Gespräche anbieten, danach steht man wieder auf der Strasse.
    Nach 5 Gesprächen mit einer sehr jungen Psychologin, die überhaupt keine Ahnung von dem Thema hatte, hatte ich mal wieder genug und bin nicht mehr dorthin gegangen.
    Sie hat es gar nicht ernst genommen und Folgen bagatellisiert etc.
    Da ich mich selber mit dem Thema inzwischen so ca.14 Jahre beschäftige, lasse ich mir nicht mehr so schnell etwas vormachen!
    Da ist man den meisten Therapeuten schon überlegen.

    Die Liste mit Therapeutinnen ist die ganz normale Liste von der KV, und nachdem ich monatelang herumtelefoniert hatte und regelrecht abgewimmelt wurde, habe ich es dann wieder aufgegeben!
    Wozu gibt es so eine Beratungsstelle überhaupt?

    Die Therapeuten, bei denen ich ein Erstgespräch bekommen habe, haben keine weiteren Vorgespräche angeboten, weil die ja nicht so gut bezahlt werden!

    Irgendwann ist es dann soweit, dass ICH mich dafür rechtfertigen muss, dass ich keinen Therapieplatz gefunden habe und mir wird selber die Schuld dafür zugeschoben!!

    Es gibt definitiv keine Hilfe!
    Es wird nur Hilfe suggeriert, damit man irgendwohin geschickt werden kann…

  16. Lili schreibt am :

    Nachtrag:

    Es müsste so sein, dass sich die Therapeuten dafür rechtfertigen müssen, was sie da machen, schliesslich werden sie ja auch dafür bezahlt!!
    Sie müssten viel mehr kontrolliert werden bei der Verantwortung, die sie haben…

    Es geht hier um Menschenleben!!

  17. rasch schreibt am :

    Mit dem Verfahren nach Siegfried Petry habe ich gute Erfahrungen gemacht.
    Vielleicht darauf die Konzentration lenken und weitere Wege in Kauf nehmen. Es würde sich lohnen.

  18. Gertrud Tammena schreibt am :

    In Schleswig-Holstein gibt es immerhin einen unabhängigen kostenfreien Patientenombudsverein bei Konflikten mit Ärzten,Krankenhäusern, Krankenkassen,dem Med. Dienst und Rehaeinrichtungen mit ehrenamtlichen Ombudspersonen

    http://www.ombudsmann-sh.de Tel. 01805 / 23 53 83

    Vielleicht kann man auch andernorts solche Patientenrechte-organisationen finden

  19. Lili schreibt am :

    @ Gertrud

    Was nützt einem das, wenn man gar keinen Therapieplatz bekommt??
    Dann kann man sich höchstens über die Beratungsstelle beschweren, und meinetwegen könnte man die sowieso schliessen…
    Was oder wen beraten die überhaupt?

  20. Lili schreibt am :

    Nachtrag:

    Und wenn Therapeuten nichts dokumentieren müssen und sich auch nicht rechtfertigen müssen?
    Dann kann man mal wieder nichts beweisen.
    Und hinterher hat man dann doch nur alles „falsch verstanden“ (hat die Beratungsstelle behauptet).

    Eine Therapeutin, die mir wärmstens empfohlen wurde, hat überhaupt erst mit mir gesprochen, nachdem ich eine Erklärung unterschrieben hatte, dass ich NICHT will, dass sie einmal pro Quartal einen Bericht an meine Hausärztin schickt…

  21. Gertrud Tammena schreibt am :

    @Lili – ich denke, man könnte solche geschilderten Missstände ganz gut in einem informellen Gespräch mit der Patientenombudsperson durchsprechen – es immerhin doch versuchen.
    Oftmals agieren sie mediatorisch (vermittelnd),
    nennen neue Möglichkeiten oder tragen das Problem in einer zuständigen Instanz vor.Sie haben schon manche Schlichtung oder Verbesserung erreichen können.

  22. Lili schreibt am :

    @ Gertrud

    Ich verstehe nicht…

    Vermittelnd?
    Zwischen wem denn ?
    Ich bin ja nirgendwo Patientin…

    Neue Möglichkeiten??
    Soll ich mal erzählen wieviele Jahre ich schon in verschiedenen Städten einen Therapieplatz suche?
    Das läuft immer nach dem gleichen Schema ab.

    Schlichten??
    Ich kann ja keine Therapeutin zwingen mir einen Platz zu geben, das hätte ja auch keinen Sinn!

    Ich glaube, Du hast gar nicht richtig gelesen, was ich geschrieben habe…
    Die Therapeutin, die keinen Bericht schreiben wollte, hat mich richtig aus der Praxis herausgeworfen!
    Es wird immer schlimmer.

  23. Gertrud Tammena schreibt am :

    @Lili – das tut mir leid. Ich dachte, mein Vorschlag, den ich nicht speziell an Sie gerichtet hatte, könnte für manche regional auch noch eine Möglichkeit sein. Geben Sie nicht auf. Vielleicht wissen Andere für Sie einen besseren Weg.

  24. Lydia K. schreibt am :

    ich habe sehr gute erfahrungen beim weissen ring gemacht. nach einer vergewaltigung vor einigen jahren habe ich mich dort gemeldet, weil ich viele probleme hatte und arbeitsunfähig war.
    sie habe mir finanziell geholfen und haben mich auch gut beraten. einen anwalt haben sie auch bezahlt und mir namen von traumatherapeuten gegeben. bei einer mache ich nun therapie.
    ich bin froh das ich mich beim weissen ring gemeldet habe.

  25. Meinungssagerin schreibt am :

    So wahr, ich habe auch Hilfe gesucht, aber dieser unverschämte und auffallend unfreundliche ehrenamtliche Mitarbeiter, Herr. D.(Kreis Germersheim) lehnte mich ab. Auf Anruf reagierte er gar nicht, auch auf SMS nicht. Weil er mich ja angeblich kennt. Kann ich was dafür, wenn meine Tochter aus Hass alle aufhetzt gegen mich, und diese Clique mich im Internet anprangert , öffentlich? Dieser Mensch sollte ehrenamtlich im Steinschlag arbeiten. Der will doch gar nicht helfen. Und es sind zwar am Opfertelefon liebe Menschen dran, ohne Zweifel. Nur wirklich helfen tun sie nicht. Ist nicht zu empfehlen. Aber ich wünsche diesem absolut unprofessionellem Mitarbeiter Hr.D. von ganzem Herzen, dass er mal das durch macht, was ich durch mache. Und dann möchte ich ihn sehen und ihn so verspotten und auslachen, genauso, wie er es mit mir tat!

  26. Helena schreibt am :

    Der Weisse Ring wurde mir von einer Freundin empfohlen, die sich kurze Zeit vorher selber an diese „Stiftung“ gewand hat. Ich wurde als Kind vernachlässigt, meine Eltern sind gewalttätig mir gegenüber gewesen und gegenüber einander und ich habe teilweise auch körperliche Schäden davongetragen und eigentlich ist es ein Wunder dass ich noch lebe, weil man mich hat verwarlosen lassen. Ich war fast immer alleine, hatte teilweise nichts zu essen wurde immer geschlagen und angeschrien und musste mich um alles selbst kümmern. Dazu kam später auch das Mobbing in der Schule, so wie sexuelle Belästigung meiner Mitschüler und später auch noch Schläge bzw. überhaupt Belästigung… Ich weiss grösstenteils was alles passiert ist, aber ich habe schon als Kind viel verdrängt, leider auch die schönen Erinnerungen mit.
    Das war ein kleiner Einblick, meine Freundin hatte es auch nicht leicht. Aber weder ihr noch mir wurde wirklich geholfen. Mich hat ein Arzt besucht, der das ehrenamtlich macht und ich habe 2 SMS gekriegt, in 2 Monaten, obwohl ich durch den ganzen Kram und noch durch andere Sachen garnicht mehr in der Lage war mein Leben zu managen. Danach kam nichts mehr.
    Beim 1. Telefonat hat man sogar versucht mich abzuwimmeln, das Jugendamt sollte sich allerdings auch was schämen. Man haut von Zuhause ab und wird einfach stehen gelassen und darf sich noch irgendeinen Blödsinn anhören.

    Ich weiss allerdings auch, dass ich noch besser davongekommen bin als andere. Und das es sowas überhaupt gibt kann ich weder akzeptieren noch verstehen.

  27. hildegard schreibt am :

    In wie vielen Familien mit s.G an Kindern war Gewalt der Normalzustand? – m.E. die erste Frage, die die von der Regierung mit hohen Subventionen beauftragte Wissenschaft jetzt endlich zu beantworten hätte.
    Konstruktive Ideen gegen Gewalt müssten heute schon von der gesamten Gesellschaft lebhaft diskutiert werden. Die Forschungsmillionen scheinen in der Charité versickert zu sein – wo sonst?

    Aus einem traurigen Kinder-Alltag im Deutschland:
    Wenn ein brüllendes Baby im Supermarkt von den Händchen-haltenden Eltern in seiner hörbaren Not ignoriert, von Umstehenden als „kleiner Jähzorn“ bezeichnet wird, aufmerksame Kundinnen dem aber widersprechen und dafür von ‚erfahrenen Müttern‘ rundum belächelt werden, die Eltern seien doch wirklich zu bedauern … – dann stimmt was nicht „im Dorf“.
    Der verunsicherten Mutter hilft das nicht aus ihrem Dilemma und den mit dem Smartphone ständig telefonierenden Vater interessiert sein Kind überhaupt nicht. Beide werden ihr Verhalten nicht reflektieren können, sondern Vernachlässigung nach „altbewährtem“ Gewaltmuster bereits am bedauernswerten Baby betreiben …
    Nachdenklichkeit über mögliche Fehleinschätzungen wird – zumal in einer solchen Situation – mehrheitlich bereits im Keim erstickt und spaltet die Beteiligten. Was fast zwangsläufig aus Ignoranz entsteht, will kein Mensch wissen – auch kein Sozial-, kein Bildungs- und kein auf schwarze Zahlen fixierter Finanzminister. Und Familienministerinnen rennen reihenweise seit über 20 Jahren gegen eisige Mauern von obrigkeitlichem Gehabe.
    Nein, es hat sich seither nichts wirklich geändert.

    Ohne die konsequente Unterstützung durch die Politik aber wird das Bewusstsein über die Folgen dieser (Politik der)Angst vor Veränderung – wird eine gewaltfreie Entwicklung in der Bevölkerung nicht begründet werden können.

    Es braucht wirksame Sozial-Kontrolle gegen Gewalt, die offensichtlich weder Staat noch Gesellschaft noch Kirchen wollen. – Möge doch Papst Franz (nach Auswertung der Familiensynode) das Gegenteil beweisen!

  28. Hubert schreibt am :

    Hildegart schreibt: „Es braucht wirksame Sozial-Kontrolle gegen Gewalt,…“
    Das stimmt schon, nur wie kann Kontrolle aussehen, sodass daraus kein Überwachungsstaat wird wie zu Ex-DDR-Zeiten?
    Leider ist es doch so, daß jede Kontrollmöglichkeit auch für andere Bereiche gern missbraucht wird.
    Und genau daran scheint eine offizielle wirksame Kontrolle zu scheitern. Sonst hätte man das längst umgesetz.
    Ab wann wird aus sinnvoller Kontrolle unnötige Bespitzelung, welche eine Privatsphäre zerstört?
    Das scheint dazu die politische Kernfrage zu sein.

  29. Kirsten schreibt am :

    Der weiße Ring ist wie viele andere Einrichtungen ein Witz, sicher kommt es auf einzelne Bearbeiter an und manch Einer mag gute Erfahrungen gemacht haben, ich ebenfalls nicht. Meine Erfahrungen auch hier, waren erneut erniedrigend und demütigend und wenn es sich nicht um nur eine einzelne Tat handelt, dann sind auch diese Menschen überfordert, weil man lieber dementiert und nicht wissen will. Sexueller Missbrauch scheint wie eine ansteckende Krankheit mit der das Opfer alleine zurecht zu kommen hat.
    Eine wirksame Sozialkontrolle wird es nie geben können aus oben besagten Gründen, aber vielleicht braucht es ein langfristiges Umdenken in der Bevölkerung.

  30. Karl Görtz schreibt am :

    Warum sollte ich dem Weissen Ring vertrauen?

    Es ist doch so: Im Kindesalter wurde mir mein Urvertrauen zerstört. Ab diesem Datum des Vetrauenmissbrauchs war ich ein schweigender Mensch. Das haben mir auch öfters Personen mit denen ich zu tun hatte, ob nun in der Schule, in der Ausbildung oder im Berufsleben persönlich gesagt. „Ich wäre eine stille Natur“, haben sie gesagt. Und wer es nicht gesagt hat, dem konnte ich ansehen, dass sie’s denken. Selbst meine Mutter wurde damals zur Schule zitiert und sollte sich persönlich von meinem Schweigen im Unterricht überzeugen: „Ihr Kind beteiligt sich nicht am Unterricht“. In einem Jahrgangszeugnis stand einmal: „Karls mündlicher Ausdruck konnte nicht benotet werden, weil er sich nicht am Unterricht beteiligt.“ Schöne Grüße auch von hier an meine LehrerInnen. Jetzt wissen Sie warum.

    Was haben mir die psychiatrischen und psychologischen Gutachten ab 2000 alles diagnostiziert: Persönlichkeitsstörung, kindliche Traumatisierung. Hartz IV Sanktionieren wollten mich leidensgerecht vermitteln. Ich sprach hier bereits davon.

    Wenn ich heute nun rückblicke auf meine akute posttraumatische Belastungsstörung, die ungefähr 10 Jahre andauerte, sehe ich einen misstrauenden Menschen, der auch heute nicht vertrauen kann und will. Ich vertraue nur zu ganz wenigen Menschen aus meinem persönlichen Umfeld und netzwerkB. Sonst hätte ich hier nicht schreiben können. Hier will ich nochmals auf die Rede Norbert Denefs auf dem SPD Parteitag hinweisen, wo er die Abschaffung der Verjährungsfristen fordert.

    In der Vergangenheit habe ich hier auf netzwerkB immer mit meinem Klarnamen kommentiert, was nicht ganz ungefährlich ist. In diesem Sinne grüße ich von hier aus die NSA, den BND, den Verfassungsschutz, den Vorratsspeicherer Heiko Maas, und den Weissen Ring. Warum denn nun den Weissen Ring ? Nun, der wollte schon vor Beginn der Vorratsspeicherung von meinem PC Besitz ergreifen und meinen PC auf offene Ports scannen. Wenn einer einen PC auf offene Ports scannt und einen offenen Port findet, kann er Besitz von dem System erlangen, ohne das der User / Systemadminstrator davon Kenntnis hat. Ich habe den Datenschutzbeauftragten des Weissen Rings darauf hin mit einem Screenshotbeweis meiner Firewall vor Wochen per Email kontaktiert. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten. Warum wohl? Ach ja, die ist wahrscheinlich als Spam durchgegangen. Soviel zum Vertrauen auf den Weissen Ring.

  31. hildegard schreibt am :

    Es gibt Künstlerinnen, Schriftsteller, Philosophinnen und auch manch einen Theologen oder eine Juristin – es braucht einen STARKEN ETHIKRAT, einen, der sich einmischt da, wo jemand zündelt (bevor es brennt!), wo Recht verdreht wird zugunsten Krimineller.
    Guckt in eine beliebige Behörde und spürt die Atmosphäre von ’schiefer Ebene‘ – nur dem Zweck der seit Bismarcks Zeiten festgefahrenen Machtstrukturen dient doch das, was sich mit dem Grundgesetz gar nicht ändern konnte. – Warum? – weil der Geist von Hass und Angst nie wirksam beendet wurde.

    Einzelne wache Geister wiesen immer wieder auf die Notwendigkeit von Wahrheitsfindung hin.
    ‚Wahrheit‘, NUR vom Macht-Haber definiert, zwang immer schon untergeordnete Behörden zum Abnicken und zum Befehle-ausführen. Daran hat sich zu demokratischen Zeiten gar nichts ändern können. Die Struktur blieb. Das System erstarrte. Willkür herrscht, wo Demokraten un-recht-mäßig zum Schweigen verpflichtet werden.
    Haben wache Geister in Deutschland zu kuschen?

    Den ‚Zeichen unserer Zeit‘ hinkt daher – seit 1949! – jede Regierung hinterher. Beliebig bogen sie sich ‚Wahrheiten‘ zurecht, weil niemand mehr genau hinschauen mochte, WIE alte Nazis und WAS diese als ’neue Verantwortliche‘ mit ihren Untergebenen machten – und heute noch machen dürfen (und zwar nicht nur erklärte Neonazis!) …
    Demokratie?
    Menschenrechte gingen unter. Wirtschaft boomte. Kinder weinen, leiden, schweigen – bis in Ewigkeit? – Amen?

    Eine neue Ethik braucht dieses Land.

    Die vielen Spontanhelfer unserer Tage haben etwas Wesentliches begriffen. Sie setzen sich in Bewegung, weil sie wissen was sie tun.
    Wissen Regierende wirklich was sie heute sagen, was sie tun, worauf es ankommt?

  32. Kirsten schreibt am :

    @Karl
    sehr guter Artikel,
    wie kann man vertrauen, wenn Vertrauen immer wieder enttäuscht wurde, wenn die große Mehrheit immer nur zusieht und maximalen Profit schöpft, wenn niemand jemals ernsthaft aufklären möchte, wenn an Opfern verdient wird, wenn damit ein Milliardengeschäft bedient wird. Auch Institutionen leben von Ihren Opfern. Sie werden nicht bezahlt nach dem was sie tun, sondern sie sind ein Vorzeigen, was doch in unserer Gesellschaft „alles gegen Missbrauch getan wird“. Keiner fordert eine Rechenschaft. Welch eine Farce. Genauso sehe ich inzwischen diesen Fonds. Opfer wurden erneut mundtot gemacht. Zum Schweigen gebracht.Man will doch gar nicht aufklären,man will auch nicht wissen und schon gar nicht, dass ein ehemals Betroffener redet, weil man dann gleichzeitig Unrechtsbewußtsein entwickeln müßte. Davon sind wir weit entfernt.

  33. Finnegan schreibt am :

    Hier die ausführliche Beschreibung der Hilfe des weißen Rings:

    Gehen Sie zum Anwalt.
    Zahlen Sie selbst.
    Viel Glück.
    Auf wiederhören.

    Vergesst es. Irgendjemand spart da Steuern oder bekommt Zuschüsse. Hilfe gibt es bei dem Verein definitiv nicht. Nichteinmal die Nennung eines kompetenten Anwalts. Beratung: Finden Sie im Internet.

    Sorry, aber der weiße Ring ist so überflüssig wie irgendwas.

    Ach so, wenn Sie Sozialhilfeempfänger sind und Anspruch auf eine Rechtsbeihilfe durch den Staat haben, übernimmt der weiße Ring einen Teil der Kosten die der Staat zahlt…

    Die Beratung durch den weißen Ring war die größte Zeitverschwendung meines Lebens.

  34. Thomas W. schreibt am :

    Jep das war und ist bei mir genau so.
    Es wird im Fernsehen immer so schön unkompliziert dargestellt aber die Realität sieht anders aus. Egal bei wem man um Hilfe bittet – die Menschen wollen mit dem Thema ’sexueller Mißbrauch‘ einfach nichts zu tun haben und versuchen es irgendwie weiter zu schieben. Ob ARGE, weißer Ring, Psychatrie – man fühlt sich definitiv nicht willkommen.

    Da werden viele Euros an Leute verschwendet und die, die es wirklich brauchen, stehen letzten Endes vor der Tür.

  35. Ka schreibt am :

    Ich habe zwar keine Erfahrung mit dem weißen Ring, aber mit anderen Institutionen und Beratungsstellen und es gibt da Ähnlichkeiten und Paralellen.
    Lili deine Beiträge sprechen mich direkt an- kann im Grunde alles so unterschreiben……. leider

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