Schützt unsere Kinder – jetzt unterschreiben!

02.07.2012

 

Weshalb dies wichtig ist

Ich habe 35 Jahre gebraucht, um über die Geschehnisse meiner Kindheit zu sprechen. Laut deutschem Gesetz ist das jedoch viel zu spät, um Sexualstraftäter zu verurteilen. Das ist ein Skandal! Helfen Sie mir mit Ihrer Unterschrift, dieses Gesetz zu ändern und Kinder in Zukunft besser zu schützen!

Um Druck auf die Politik auszuüben, bin ich deshalb vor drei Wochen in den Hungerstreik getreten! Und der Druck zeigt bereits Wirkung – mit Ihrer Hilfe können wir diesen Kampf gewinnen.

Oftmals gelingt es den Opfern erst Jahrzehnten nach der Tat, die Mauern von Scham, Angst und Isolation im eigenen Umfeld zu durchbrechen.

Eine Vielzahl von Fällen beweist, dass anhand der Forensik, Zeugenaussagen, Funde von Tagebüchern, Dias, Filmen und nicht zuletzt auch oftmals durch Geständnisse der Täter eine Feststellung der Verbrechen vor Gericht möglich ist.

In der jetzigen Form bedeuten die Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt einen staatlichen Täterschutz. Sogar Serientäter, denen dutzende oder sogar hunderte Taten nachgewiesen werden können, bleiben unbelangt und werden in keiner Weise zur Verantwortung gezogen. Die Opfer werden unter Androhungen rechtlicher Schritte durch die Täter oder durch die Institutionen, bei denen sie beschäftigt sind oder waren, zum Schweigen gezwungen.

Eine Abschaffung der Verjährungsfristen würde den Betroffenen das Recht auf Anerkennung sichern und den Anspruch auf Unterstützung erhalten. In der Gesellschaft wäre es ein Signal, die Taten nicht länger juristisch als eine Bagatelle zu behandeln.

Ich selbst, Norbert Denef, 63 Jahre alt, wurde als Kind von mehreren Tätern systematisch acht Jahre lang missbraucht. Als Sprecher von netzwerkB, einer Interessenvertretung der Betroffenen von sexualisierter Gewalt, befinde ich mich seit dem 8. Juni 2012 im Hungerstreik, um ein Zeichen für diejenigen Opfer zu setzen, die bis heute keine Gerechtigkeit und Hilfe erfahren haben.

Aktuelle News zu meinem Hungerstreik finden Sie hier:
http://netzwerkb.org/2012/06/08/ich-bin-im-hungerstreik-2/

Bitte unterschreiben Sie, um unsere Kinder zu schützen und den Opfern zu helfen!


Bitte auf Facebook sharen und bei Twitter publik machen

 

 

8 Kommentare

  1. Beate Rief schreibt am :

    Ich bin für die Abschaffung der Verjährungsfristen zum Schutz der Opfer, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt und jeglichen anderen Mißbrauch erlebt haben. Täter dürfen nicht länger geschütz werden mit Verjährungsfristen, denn viele Opfer können erst nach viele Jahren (meist auch erst nach Jahrzehnten) über diese Taten ihr Schweigen brechen.

  2. hildegard schreibt am :

    … und noch EIN MANN MACHT ERNST „Als ich Avaaz gegründet habe, war es nur eine verrückte Idee. Aber ich habe die Idee geliebt, und sie verbreitet, und jetzt teilen sie 14.900.000 Menschen weltweit!“ – so berichtet er über die erst 5 Jahre alte Plattform – für netzwerkB wie geschaffen – noch nicht 1 Tag verging, und schon über 3.000 Unterschriften!!

    Deutsche Verjährungsfristen gehören in die Tonne!
    Da es sich um ein weltweites Problem handelt, kann avaaz helfen es weltweit zu bekämpfen – SAGT S WEITER!

    Das Parlament ging bis September in die Sommerpause – und die Hungerstreiker_innen und die zehn Mio. stehen auf dem Perron …

    „Die Grundrechte sind für das Grundgesetz unverzichtbar“!!!

  3. Wilma schreibt am :

    Wenn die Parteien ahnen würden, welche enorme Resonanz ein Gesetz zur Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt in der Bevölkerung finden wird – das sehen wir ja hier bereits am ersten Tag – dann hätten Sie Norbert Denef den Gesetzentwurf schon vorgestern aus der Hand gerissen und hätten schon längst angefangen, die Sache für sich zu nutzen. Liebe SPD, ihr habt eine einmalige Gelegenheit. Tretet für die Gerechtigkeit ein! Beeilt Euch!!! Was die anderen Parteien erzählen, ist egal.
    Das Volk sind wir!!!!

  4. Viktoria Toth schreibt am :

    Heute früh um 05.15 Uhr stand die Petition nach zwei Tagen bei 6.400 Unterschriften. Dieses Ergebnis hat sich jetzt innerhalb von nicht einmal 11 (ELF) Stunden verdreifacht!! Wenn sich das weiterhin so potenziert gibt es wirklich Hoffnung. Ganz ehrlich? Ich selbst habe, ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen, mannigfach über annähernd 15 Jahre hindurch, nicht daran geglaubt. Aber totzdem wünsche ich mir dass Herr Denef baldmöglichst mit seinem Hungerstreik für uns aufhört. Herr Denef, es wäre nicht nur für Ihre Angehörigen und engeren Kreis eine Katastrophe wenn Sie sterben, Sie geben vielen Menschen Kraft, Rückhalt und Selbstbewusstsein sich nicht mehr mit den gegebenen Verhältnissen abzufinden. Und Hoffnung. Ich wüsste nicht wer Ihren Part übernehmen könnte.
    Das wollte ich jetzt eigentlich gar nicht schreiben, es ist nur irgendwie aus mir ausgebrochen.
    Vorausgesetzt, die Petition erreicht heute die angestrebte Marke von 25.000 Unterschriften und das halte ich nicht mehr für unmöglich, geben Sie die Petition dann morgen schon ab? Und was ist wenn, was ich nicht mehr für ausgeschlossen halte, die Petition von 100.000 Personen unterschrieben wird? Kann das dann nachgereicht werden?
    Ich danke Ihnen für Ihren unglaublichen Einsatz!

    Viktoria Toth
    _______________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    netzwerkB steht ständig im Kontakt mit AVAAZ, um entsprechende Entscheidungen wegen der Übergabe zu beraten. Wir werden Sie zu gegebener Zeit darüber informieren. Mit der Bitte um Verständnis.

  5. Viktoria Toth schreibt am :

    Sehr geehrter Herrr Denef,

    um Verständnis brauchen Sie mich ganz sicher nicht zu bitten, meine Frage war eher organisatorischer Natur weil ich keine Ahnung habe wie so eine Aktion abläuft.

    Davon abgesehen gehe ich mit @anonym konform die/der gefragt hat wieso niemand mithungert. Vor einiger Zeit hatte ich ja geschrieben, daß ich nicht viel Erfolg davon verspreche, wenn hie und da ein paar vereinzelte Personen in den Hungerstreik gehen, aber im Rahmen einer größeren organisierten Aktion bereit wäre mitzumachen (ich fürchte, ganz für mich alleine würde ich das auch nicht durchstehen). Dazu stehe ich auch heute noch. Aber leider kamen darauf keine Reaktionen.

    Im übrigen steht die Petition inzwischen bei 29.500 Unterschriften! Unglaublich.

    Meine Gefühle widerstreben einander sehr. Einerseits ist die Resonanz auf die Petition begeisternd und natürlich wäre ein höchstmögliches Ergebnis wünschenswert damit sie dann auch wirklich ernstgenommen wird von diesen feigen verlogenen Betonköpfen in der Politik – siehe die „GRÜNEN“ Aktion gegen Sie- andererseits wäre es natürlich wunderbar wenn Sie ENDLICH WIEDER ANFANGEN ZU ESSEN.

    Mit herzlichen Grüßen

    Viktoria

  6. Christiane Kieburg schreibt am :

    Viktoria Toth ,so viel ich weiß,befinden sich 6 Personen mit im Hungerstreik.Es wird hier viel über Selbstmordabsichten geschrieben,was aber völliger Blödsinn ist.Ich befinde mich ebenfalls seit dem 10.6. mit im Hungerstreik und habe aber nicht die Absicht mich umzubringen.Das könnte ich auch einfacher erledigen,wenn ich das wollte.
    Dieser Hungerstreik hat weder etwas mit Selbstmordabsichten noch mit Erpressung zu tun.
    Das die Petition so gut verläuft,hätte ich nicht gedacht.Gerade sind es 33.527 Unterscriften.Wenn es so weitergeht,dann sind morgen die 50.00 Unterschriften erreicht.Toll!

  7. Carmen schreibt am :

    Heute sind es über 55.000o Unterschriften!
    Es werden immer mehr und hoffe so sehr, daß die Politiker endlich reagieren werden!!
    Lieber Norbert Denef, danke für den Mut und die Ausdauer. Aber bitte sorgen Sie dafür, daß Sie zum Schluß nicht doch das Opfer bleiben und hören Sie mit dem Hunkerstreik auf – es sind lt. Ihren Angaben jetzt schon 4 Wochen !
    Carmen

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