Erinnerung was mir die Füße weg riss

03.07.2012

Ich wurde vor 30 jahren von meinen Brüdern und Bekanntenkreis Sexulell missbraucht. Habe 3 Kinder bekommen. Nun sind meine Kinder groß und alles kommt hoch …was ich jahre lang verdängt habe.. Stummfilme oder Stimmen höre ich di meinen Brüdern und Tätern gehören. Ich habe dies vor Jahren bei meiner Familie angesprochen, dass schlimmste für mich ist, dass meine Mutter( streng römisch Katholisch) mir die Schuld gibt sowie auch meine Brüder. Das schlimmste kam vor Tagen in errinnerung was mir die Füsse nun weg riss. Mein großer Bruder hatte mich noch mal sexuellmissbrauch als ich schon 19 Jahre alt war undich auch schon meine große Tochter (1993). Diese errinnrung habe ich bis letztens nicht mal mehr gewusst oder errinnert.
Ich wurde in einen Ferientagheim von 7 Jungen vergewaltigt.. die auch eine Freundin damals rein ziehen wollte sie rettete mich.da sie losreißen konnte und auch gleich hilfe holte.. Diese Junge behaupteten das wir dies freiwillig machen wollten was eine Lüge ist ..aba meiner Freundin und mir wurd nicht geglaubt( meine Mutter sagte nur was sollen unsere Patienten von uns denken enn dies an die öffentlichkeit kommt) Dies war meiner Muter wichtier als mal nach zu denken wie es mir nun gehe……Ich war für alles schuld und nicht die Täter…..
Ich kann keine Beziehungen führen bin Beziehungsunfähig da ich immer zweifel ……und alles in frage stelle…..mich kann man nicht wirklich lieben …so sehe ich dies bis heute…Aber das schlimmste ist …..das nun alles hoch kommt mmer mehr bilder die ich langsam zu ordnen kann wo die hingehören ……dies macht mich fix und ferti und führt zu einen empfinden wie ine Trance odr Lehmung ich sitze da, wie als würe dies alles noch mal passieren ( bekomme Herzklopfen schweisausbruch und panische Angst ….übelgefühl mit erbrechen wenn diese Bilder ganz schlagartig erscheinen ) ich kann dies auch nicht kontrollieren ….dies Bilder kommen und gehen.
Ich habe bis heute keine Therapie versucht –weil ich immer funktioniern musste für meine Kinder. Nun ja nun sind sie groß die Jüngste( 17) wohnt noch bei mir. Mein jetztiger Freund meinte naja hast ja nun auch Zeit dich damit auseinander zu setzten und irgendawann kommt alles hoch ist nur ne frage der Zeit. Aber jetzt nach 30 Jahren.. ich machte mir vielleicht auch selber was vor mit dem Gedanken och det schaffste och so ……Da muss ich sagen und auch meine erfahrung sagen das stimmt nicht ..alle holt dich ein ..es war nur ganz tief vergraben…….Nun stehe ich vor der entscheidung Klinischer aufenthalt in einer Klinik oder nur eine Ambulante Therapie zu machen. Ich habe angst da mich auch selbstmord Gedanken habe ….und ich auch schon 2 hinter mir habe ..alle waren in einen Abstand von 6- 7 jahre ….nun ja nun schon wieder…di ich nie geplant hatte ..von einer Minute zur andern beschloss ich mich um zu bringen ….diese kurzschluss reaktionen machen mir schrecklich angst ……und hoffe das ich es vorher noch in eine Therapie oder klinik schaffe……

Friederike Reinhardt

10 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Ich würde Dir eher eine ambulante Langzeittherapie empfehlen, die deine Ängste und Zweifel und Selbstmordgedanken in Angriff nimmt und dein Selbstbewußtsein stärkt.

    Du hast 3 Kinder groß gezogen .
    Darauf kannst du stolz sein.
    Du hast einen Freund, also bist du beziehungsfähig. Es gibt viele , die nach sexueller Gewalt nie mehr das andere „Geschlecht anschauen können“ und allein mit Depressionen leben.

    Es gibt einige Ärzte , die auch eher eine ambulante Langzeitthereapie empfehlen wie zB. Prof. Dr. Dipl.-Psych. Thomas Bock der Leiter der Spezialambulanz für Psychosen und Bipolare Störungen, Krisentagesklinik in Hamburg.

    In vielen Krankenhäusern ist nicht genügend Zeit da und die Patienten werden oft hauptsächlich mit Psychopharmaka vollgestopft, das nicht die Ursachen bearbeitet. In Akutfällen zwar absolut notwendig aber für eine Änderung im Leben nicht sehr hilfreich.

  2. Jacqueline schreibt am :

    Hallo Friederike,

    ich danke Dir für Deine Offenheit und Dein Dich öffnen, das ist der erste Schritt.
    Du bist nicht Schuld an dem erlittenen Leid! Das war bei meinem Aufarbeiten der erste Satz, den ich lernte.

    Nach gut 18 Jahren ambulante Therapie (wollte nie in eine Klinik, da ich zu sensibel bin und sehr empfindlich auf Medikamente reagiere und weil ich immer das Gefühl hatte, dass ich da auch retraumatisiert werden kann, was mir auch mehrmals passiert ist – in einem Verein und bei der Arbeit etc.).
    Meinen Weg würde ich so wieder gehen, den der Aufarbeitung, meine Geschichte steht bei den Outings. Mein Name ist Jacqueline Stamm.

    Deine Mutter schützt die Täter und hat DICH nie geschützt, in ihrer Welt, existiert nicht, was Dir geschehen ist, darum das negieren, was ich aus meiner Geschichte auch kenne. Das ist ihr Part, aber nicht der Deinige.

    Ich schliesse mich den Zeilen von Eva an, Du bist beziehungsfähig und stark – Du hast eine Familie gegründet.
    Noch gehöre ich zu denjenigen, die das private Glück noch nicht gefunden hat (Schwerhörigkeit ist da auch erschwerend, zusätzlich).
    Immerhin habe ich ins Leben zurückgefunden, und bin seit 5 Jahren ohne Therapie und Medikamente und selbstbestimmend.
    Am Leben lerne ich noch immer.
    Und diese Grunderfahrung, aus meiner Kindheit, wird wohl immer mein Lebensthema sein, und ich möchte gerne vermitteln, dass es auch ein Leben jenseits der Traumasymptome geht, jenseits der Gehirnwäsche der Täter und des Umfeldes, jenseits der Ohnmacht und Blockade.

    Ich hatte ambulante Therapie von gut 15 Jahren regelmässig wöchentlich (Schweiz, da ging das so) und 2 Jahre ambulante Traumatherapie ( das war anspruchsvoller).

    Friederike, schau Dir an, womit Du umgehen kannst, was Dir helfen würde und in welchem Masse, da nur Du das wissen kannst. Welche Ziele hast Du ? Was wäre das erste kleine Ziel? Etc….
    Danach gehe den Weg… Schritt um Schritt, denn die Aufarbeitung geschieht hin und wieder in Wellen, dann in Pausen, dann in Heftigkeit und Schnelligkeit….
    suche Dir Menschen, die Dich begleiten und an Deiner Seite sind, wie Dein Freund, das ist wichtig.
    Auch Tiere sind wunderbare Unterstützter, da sie sind und so auch Ruhe in die Sache reinbringen.
    Dank Deiner Seele, dass sie Dich bisher geführt hat, sie wird Dir auch helfen, die nächsten Schritte zu tun.
    Unsere Seele ist nicht tot, sie ist nur verschüttet durch den Müll der anderen und das Leid, dass uns beschmutzt. Unsere menschliche Seele ist verletzt – was sich psychisch, körperlich zeigt. Unser göttlicher Kern ist aber ganz und heil, und sobald dieser wieder leuchten kann, werden wir stets stärker und IN uns Boden und Frieden finden, was danach uns niemand mehr nehmen kann.

    Selbstmordgedanken kenne ich auch, hatte ich jahrelang, 2 Selbstmordversuche hinter mir, Sex. Missbrauch vergiftet Körper und Seele, davon muss man sich reinigen, auch geistig..

    Wir sind nicht auf der Welt, nach den Erwartungen anderer zu leben (mein 2 therapeutischer Satz, den ich gelernt habe), sondern haben das Recht, glücklich und gesund zu sein, wie andere auch. Wir müssen lernen Grenzen zu setzen, das üben, immer und immer wieder, damit die Menschen, wie auch unsere Familien, uns da nicht mehr erniedrigen können, durch Grenzüberschreitungen. Haben wir das verinnerlicht, gelernt und geübt, wird daraus eine Haltung, die andere spüren und automatisch anders, respektvoller mit uns umgehen.

    Wir haben es verdient, es ist wichtig uns selber für unser Sein zu lieben, zu achten und zu respektieren, da wir auch sowas wie unsere Familie sind und kein Mensch uns so nahe steht, wie wir uns selber.

    Das dritte Wichtige, dass ich gelernt habe, ist das Wörtchen UND.
    Weg vom entweder oder, dass zerreisst und spaltet und im wahrsten Sinne das Wortes.
    Ich bin schwerhörig, und ich habe einen chronischen Tinnitus und ich Betroffene sexualisierter Gewalt aus der Kindheit und und und….

    und vor allem ich bin Mensch, nicht nur Opfer, Behinderte…. und als Mensch – bin ich es wert unter Menschen wie ein Mensch würdig behandelt zu werden….

    Durch die Gehirnwäsche rückwärts lernte ich, dass man aus dem zerstörerischen Denken der Täter rauskommt, ich lernte verstehen, wie die ticken, kann mich aber abgrenzen und differenzieren und erst danach wurde mir bewusst, WIEVIEL SYSTEM hinter dem Täterdenken steckt, auch bei der Kirche, in der Gesellschaft…

    und je weniger Energie ich denken gebe, umso freier bin ich in mir….

    Ein System ist starr, ist fremd von Menschlichkeit…..

    Ich hoffe, dass ich Dir ein paar Gedanken schicken konnte, die Dir etwas weiterhelfen und vor allem sagen: GIB nicht auf!!!
    Die Täter sind es nicht wert, dass sie uns soweit treiben, dafür ist das Leben wirklich zu kostbar.

    Pass gut auf Dich auf.

    Herzliche Grüsse

    Jacqueline

  3. Anna M. schreibt am :

    Mir hilft in akuten Phasen/Krisen das Tagebuchschreiben, das ordnet die Gefühle, die hochkommen, ohne sie wegzudrücken. Malen ist auch gut. Musik machen, singen.
    Alles Gute für dich, Friederike

  4. Jacqueline schreibt am :

    Noch ein Nachtrag:

    eben habe ich in den Medien gelesen, dass Frau Angela Wiedl, Volksmusikerin, wieder Mutter geworden ist, sie hat mir in einer Phase – der Retraumatisierung und als mein Leben wieder einmal in Scherben lag und ich die Traumatherapie machte – durch ihre Musik, die wie Gebete sind (Ich glaub an Engerl, ich zünde Dir ein Kerzerl an etc…) geholfen weiterzumachen…
    Schon immer habe ich versucht an Schicksalen von anderen zu lernen… nun freut es mich für Angela Wiedl, dass bei ihr auch das Leben wieder schön geworden ist (Tochter verstarb mit 5 an Gehirnembolie…).

    Ich habe auch ganze Bibliotheken gelesen, es gibt Literatur für Traumatisierte:

    Gottfried Fischer:

    Neue Wege aus dem Trauma -mit CD, wurde mir noch von meiner Therapeutin empfohlen.

    Luise Reddemann:

    Eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

    sehr empfehlenswert, es geht um Resililenz – seelische Kräfte.
    Mit der Geschichte von Johann Sebastian Bach….

    Alles Gute

    Jacqueline

  5. Panagiotis Papoutsis schreibt am :

    @Eva, Anna M

    Vorsicht! Vorsicht! wir können ohne Friederike zu kennen keine Ratschläge geben.

    Eva, woher weißt Du dass in den Kliniken die Patienten mit Psychopharmaka vollgestopft werden? Das stimmt so ganz einfach nicht!
    Wenn ein Patient in der Lage ist mit sich selbst und anderen so umzugehen, dass er weder sich noch andere in Gefahr bringt, muss niemand Medikamente nehmen, noch kann er dazu gezwungen werden.

    Was in manchen Kliniken vielleicht noch vor 20 Jahren praktiziert wurde, ist heute schon lange nicht mehr Alltag.

    Es gibt auch eine Patientenverfügung, die der Patient selbst ausfüllt und unterschreibt. Dort kann er schon vorher darüber bestimmen, was mit ihm gemacht werden soll/darf.

    Liebe Friederike, ich kann Deine Ängste verstehen. In dem Zustand, den Du beschreibst, stelle ich mir vor, ist es für Dich schwer zu entscheiden, welchen Weg Du gehen sollst.

    Jede Klinik hat eine Ambulanz, wo Du ohne Wartezeit ein Erstgespräch mit einem/r Therapeut/in haben kannst.

    Viele Kliniken bieten die Möglichkeit an bestimmten Tagen einfach mal reinzuschauen, um selbst einen Eindruck zu verschaffen, bevor man sich zum Klinikaufenthalt entschließt.

    Alles erdenklich Gute! Du bist schon auf dem Weg

  6. Bärbel schreibt am :

    Hallo P:P

    ich muss leider widersprechen,

    leider leider ,gibt es Einzelfälle,wo Menschen mit Medikamenten vollgestopft werden,
    und manche können sich halt nicht wehren,
    wo Angehörige kontrollieren ,oder noch ihre Lieben besuchen können ist es weniger möglich,
    das kann in Heimen und in Kliniken geschehen——

    und in einem anderem Kommentar ,meinte ich Elke statt Eva ,sorry,

    eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht,schützt nur bedingt,wenn die Angehörigen uneins sind,und Gerichte einschalten

  7. Panagiotis Papoutsis schreibt am :

    @Bärbel

    Widerspruch und Kritik finde ich gut, wenn man sie annimmt. Sie funktionieren wie das Immunsystem, indem man seine eigenen Positionen nochmal überdenkt und die anderer ganz oder in Teilen übernimmt, wenn es sich gut anfühlt.

    In diesem Fall Bärbel stimme ich Dir zu, dass es trotz aller Verbesserungen immer noch Einzelfälle gibt in den Kliniken, wo zu schnell zu Psychopharmaka gegriffen wird. Jeder Einzelfall ist einer zu viel, es sind allerdings Einzelfälle und nicht die Regel.
    Eva schrieb weiter oben, dass die Patienten „hauptsächlich“ mit Psychopharmaka vollgestopft werden.

    Manche Patienten schaffen es gar nicht an den Ursachen zu arbeiten, weil ihre Gefühle/Reaktionen noch ungemein stark sind. Da können Medikamente helfen, um überhaupt Traumatherapie zu machen.

    In den Kliniken sind sie von selbst draufgekommen, dass Machtmissbrauch und Medikamentemissbrauch problematisch auch für sie selbst sind. Sie bekommen einfach nicht die Bude voll.

  8. Bärbel schreibt am :

    P.P.@—
    Machtmissbrauch und vieles mehr,wird in unterschiedlicher Wiese leider ausgeübt,
    ich habe andere Erfahrungen gemacht,
    ich bin eine betroffene Mutter einer behinderten jungen Frau,

    ————————————————————————————-

    durch netzwerkB. —–habe ich gelernt auf meine Art ,
    nicht alles hin zu nehmen—-dafür bedanke ich mich,auch im Namen meiner Tochter
    —————————————————————————————

    Heute habe ich ein wenig die Machtstrukturen begriffen,

    es ist doch so einfach,Gutes zu tun,und Vorsorge zu treffen,
    damit Kinder geschützt werden könnten,es ist schon so viel geschrieben worden,
    ich wünsche Allen,die es schaffen,sich zu artikulieren,aber auch denen,die Opfer geworden sind,auf ihre Weise ,damit fertig zu werden,

    viel Kraft,und alles erdenklich Gute

  9. Realmenschin schreibt am :

    Hallo liebe Friederike,

    Deinen Mut, das hier aufzuschreiben, bewundere ich, und auch Deine Kraft, Deine Stärke, was Du alles geschaffen und geschafft hast!!
    Ich bin auch Mutter, und weiss sehr gut, was das bedeutet! Und vieles hat mir sehr viel Kraft genommen, Dinge, die für andere normal sind, oder gut leistbar, waren für mich unglaublich anstrengend, und einiges auch nicht möglich.
    Vor einer Klinik hatte ich auch immer Angst. Ich lernte dann, dass es sehr wichtig ist, hinzuschauen, WAS das für eine Klinik ist.
    Es gibt z.B. Kliniken, die sehr genau hinschauen, was Medikamente angeht. Und ich bin bis heute ohne jegliche Medikamente. Manchmal können sie aber für eine gewisse Phase sehr wichtig sein, habe ich bei anderen mitbekommen, und bei mir war das manchmal auch grenzwertig, aber das habe ich für mich so entschieden. Da verfügt niemand über mich, das sind alte Ängste. Und da ist aber auch wichtig zu schauen, dass eine psychiatrische Klinik noch einmal etwas anderes ist als z.B. eine psychosomatische Klinik. Für mich wäre eine psychiatrische Klinik absolut kontraprduktiv und retraumatisierend gewesen. Wohin gehen eine gute Traumaklinik das natürlich nicht ist. Da wo ich war habe ich das geäussert, wie es mir mit weg von zuhause sein geht, und wie es mir überhaupt geht, und es war immer jemand für mich da, und ich lernte, was ich dann brauche, damit es mir besser geht.
    Ich musste natürlich lernen, das nach aussen zu formulieren und für mich aktiv zu sein, das geht einfach nicht anders, und das tat ich ja auch für mich. Und wenn man das tun kann, zumindest irgendwie formulieren, in einer vertrauenserweckenden Klinik, kann man sich SO viel Gutes dort holen und bekommen.
    In aktuen Phasen war ich absolut gut dort aufgehoben. Ich musste nur bereit sein, immer wieder Mal für mich den Mund aufzumachen, auch wenn mir das total schwer fiel, aber in einer Umgebung in der ich vertrauen kann, ist das VIEL leichter als ich mir das vorstellte, und es musste nicht viel sein.

    Ich betone das so, weil es natürlich auch im Gesundheitssystem wie es leider einfach real ist, sehr darauf ankommt, dass man manches für sich erobert und zeigt, was man braucht. Ich hab mich oft auf die Hinterbeine gestellt und ich hab oft eingefordert, und das war sehr wichtig und so bekam ich alles was ich brauchte in der Klinik. Auch mehr Raum für mich, Ruhe, etc… Ich merkte, dass es an mir liegt, ob ich das bekomme. Ich musste lernen mündig zu sein. Und ich folgte absolut meinem Instinkt und liess mich durch nichts davon abbringen. Aber wie gesagt, es war auch die richtige Klinik für mich, das Konzept liegt mir einfach.

    Was auch wichtig ist, falls Du das in Erwägung ziehst mit einer Klinik, dass man schaut, ob da nicht nur lapidar “ Traumatherapie“ steht, sondern auch z.B. „nach Reddemann, PTT, EMDR, imaginative Techniken, etc…“ mir hat das total gut getan, und mit solchen Methoden konnte ich sehr sehr viel gegen die Flashbacks tun, auch wenn das natürlich Zeit braucht und die Klinik erst einmal nur Übungsraum ist. Dass was man da lernt, nimmt man dann mit heim, und macht da dann weiter. Hätte ich das da nicht gelernt, ich wäre heute GANZ woanders!
    Auch steht oft auf den Klinikseiten schon beschrieben, wie die Einstellung zu Medikamenten ist, da steht eigentlich immer noch sehr genau, ob die Medikamente im Vordergrund stehen oder ob sie nur manchmal phasenweise begleitend empfohlen werden. Übrigens hat man immer das Recht, eine Empfehlung in den Wind zu schlagen, finde aber, wenn eine Selbsttötung im Fokus steht, es absolut wichtig, einem Therapeuten sich anzuvertrauen und auch dann auch eine seriöse Empfehlung zu hören, und das kann manchmal auch ein Medikament für eine gewisse Zeit sein!!
    Ich habe durch die Klinik gelernt Grenzen zu setzen, und noch vieles mehr, ich habe mich dort beschützt gefühlt und konnte für mein heutiges Leben Dinge üben und erfassen, die ich in meinem täglichen Leben brauche und lebe. Ich kann das nur weiterempfehlen- aber als oberste Maxime: WO und in WELCHER Klinik!!!
    Und, Eigeninitiative und eigenen Weg finden und gehen und EIGENES erobern lernen…. das tut SO gut, und das geht!!In winzigen Schrittchen, die werden mit der Zeit grösser!!

    Wie gesagt, das Meiste ist meine Erfahrung, und ich kann nur die weitergeben, und sie ist nicht das Ultimative- und mit vielem muss ich einfach halt auch leben(lernen) -sondern nur EIN Weg von vielen. Du gehst Deinen eigenen. Dafür alles Liebe und Gute und ganz viel Kraft und helle Hoffnungsschimmer!!
    B.Realmenschin

  10. Realmenschin schreibt am :

    Liebe Friederike,

    noch ein Nachtrag: ich möchte Dir wirklich empfehlen, Dich umgehend Jemandem anzuvertrauen. Ich habe- weil mir vieles manchmal zu nahe geht- denn Schluss Deines Berichtes nur überflogen, jetzt aber noch Mal gründlich gelesen. Und ich möchte mich auch noch Mal korrigieren in dem Sinne, dass ich natürlich keine Empfehlung wegen Medikamenten oder nicht geben kann, wenn das mit den Suizidimpulsen bei Dir so stark und plötzlich sein kann!! Vielleicht können Dir konkret eine Traumaambulanz oder z.B. speziell mit s. MIssbrauch befasste Anlaufstellen, helfen? Das Problem, dass ich oft sehe ist, wenn sich so starke Impulse mit Traumata überschneiden, ob dann eine Psychiatrie nicht kontraproduktiv ist, andererseits braucht man aber ja dringend Hilfe. Ich würde mich wirklich an Jemanden wenden, der das Thema Missbrauch/posttraumatische Belastungsreaktionen… kennt!!
    In einer akuten Phase war ich Mal in einer psychiatrischen Praxis wegen Akuteinweisung in eine psychosom. Klinik, und es wurde zuerst verwechselt mit was weiss ich, was ich da sagte. Das war echt schlimm. Aber ich habs dann irgendwie hingekriegt, im zweiten Anlauf noch mal zu formulieren was mit mir los ist, weil ich durch meine ambulanteTraumatherapie inzwischen wusste, dass es manchmal wichtig ist Dinge genau zu formulieren. Psychiater haben oft nämlich absolut keine Ahnung und man ist schnell in einer andere Ecke drin!
    Und das war nicht meine einzige Erfahrung- auch Mal bei einem Hausarzt bei dem ich früher war… also das war die Begegnung der 3. Art.
    Ich bin dann nicht mehr dorthin, eine gute Entscheidung:-)
    Das ist zum Glück viele Jahre her.
    Also, bitte schaut hin und das ganz genau.

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