HUNGERSTREIK Tag 27

04.07.2012: netzwerkB Pressemitteilung

Das könnte etwas Großes werden!

Scharbeutz – als am 29. Juni 2012 das Telefon klingelte und sich eine nette Stimme am anderen Ende meldete und nachfragte, ob ich der im HUNGERSTREIK sei, sagte ich ja – aber warum wollen Sie das wissen?

Na ja, das ist ganz einfach, sagte die nette Stimme, wir finden Ihre Aktion mit dem HUNGERSTREIK gut und würden Sie gern dabei unterstützen, Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen.

Wer ist wir, fragte ich nach und was könnt/wollt ihr tun?

Wir sind das größte und wirksamste Kampagnen-Netzwerk für Wandel weltweit und ich bin der Christoph, von AVAAZ.org – Druck auf die Politik machen wir, mit Unterschriftenaktionen, das ist unsere Stärke.

Warum Verjährungsfristen aufheben und warum dafür in den HUNGERSTREIK treten, das wollte Christoph wissen und fragte viel nach. Danke für das Telefonat, schrieb er mir später und  „Ich hab ein gutes Gefühl bei der Sache – das könnte etwas Großes werden!“

Schnell waren die vielen Helfer im netzwerkB am Denken und Tun. Das Erstellen einer Petition sollte schnell zu machen sein, schrieb Christoph und es wäre genial, ihr könntet das gleich machen, dann können wir alles weitere vorbereiten.

Jeder Tag und jede Stunde im HUNGERSTREIK zählt!

Am 2. Juli 2012 waren die Vorbereitungen abgeschlossen – letzte Rückfragen, dann wollen wir live gehen, teilte uns Christoph mit:

Dank der fleißigen Helfer im netzwerkB ging alles ganz schnell!

Am späten Nachmittag des 2. Juli 2012 war es so weit, der erste Testlauf der Petition wurde gestartet.

Die ersten Unterzeichner und dann – alle 5 Sekunden eine neue Unterschrift.

Wenn man sich im HUNGERSTREIK befindet, tut jede Unterschrift verdammt gut!

DIESE PETITION JETZT UNTERZEICHNEN …

Hoffnungsvolle Grüße

Norbert Denef


Mehr auf netzwerkB:
ICH BIN IM HUNGERSTREIK

Für Journalisten-Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Norbert Denef, Vorsitzender
Telefon: +49 (0)4503 892782
Mobil: +49 (0)163 1625091
norbert.denef [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org
http://twitter.com/#!/NorbertDenef

Bitte auf Facebook sharen und bei Twitter publik machen

 

 

24 Kommentare

  1. kerstin vucevic schreibt am :

    Hier hat ein Mensch , sein Versprechen eingehalten, zu helfen, Danke an Christoph.

  2. Eva schreibt am :

    Obwohl die Ziele der 1600 Hungerstreikenden von 4800 Inhaftierten des Pressartikels ganz anders sind, finde ich den Artikel trotzdem interessant, da auch die Politik aufgefordert wird, Änderungen zu veranlassen, gegen Unmenschlichkeit .

    In Israel sind 1600 palästinensische Häftlinge im Hungerstreik – manche seit mehr als zwei Monaten. Sie protestieren gegen ihre Haftbedingungen. Nun sind die ersten dem Tode nahe, warnen Ärzte.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-palaestinensern-droht-im-hungerstreik-der-tod-a-832741.html

  3. Martin Menzel schreibt am :

    Hallo Norbert,

    gern habe ich mich an dieser Aktion beteiligt, und Werbung gemacht – auch wenn wir uns mit dem Teufel verbünden müssen, die Verjährungsfristen müssen weg!
    Wenn diese Organisation es noch schafft, live aus „Kinderschutzeinrichtungen“ zu senden, würde ich sogar noch spenden!

    Norbert, bleib Gesund!

    Gruß Martin

  4. Guten Tag,

    zuerst war ich erschrocken. So viele Menschen mit sexuellem Missbrauchshintergrund.
    Oft kommen Menschen zu mir in die Praxis und möchten von der Allergie oder Schlafstörungen befreit werden.
    Schon in der ersten oder zweiten Sitzung ist dann klar: Das ist nur ein Symptom.
    Meine Arbeit mit Klienten ist ursachen- und lösungsorientiert!
    Oft dauert es länger bis der Klient überhaupt stabil genug ist um an DEM Thema zu arbeiten.

    Zwischenzeitlich habe ich 100% Klienten mit sexuellem Missbrauch / Vergewaltigung. Männer und Frauen.

    Und ich sehe nur die Spitze des Eisbergs.

  5. Jürgen Sterk schreibt am :

    …ich habe meinen Mißbrauch durch Pater Gregor M. 40 Jahre verdrängt.
    Auch wenn mir von meinem Dienstherrn (dem Land Baden Württemberg) schriftlich! verboten wurde mich zu äußern oder ein Buch zum Umgang der katholischen Kirche mit Opfern des sexuellen Missbrauchs zu schreiben.. ICH SCHWEIGE NICHT ! NIE MEHR !
    WANN HÖREN ES ENDLICH die so genannten VOLKSVERTRETER ?
    Ich wünsche Norbert Denef alle Kraft zu dieser heiklen Aktion.

    Jürgen Sterk

  6. Jürgen Sterk schreibt am :

    ..über 30.000 Unterschriften an einem Tag sind ein deutliches Zeichen!
    Lasst es erst ein Anfang sein !

  7. Eva schreibt am :

    Lieber Norbert,

    irgendwann ist die Zeit des Schweigens vorbei! Alles Gute und viel Erfolg auf Ihrem Weg!
    Ich unterstütze Sie – mit meiner Unterschrift, mit meinen Gedanken und meiner Stimme. Unrecht soll nicht sein, auch nach vielen Jahren bleibt Unrecht ein solches.

    Viele Grüße & weiterhin Gesundheit und viel Erfolg!
    Eva

  8. Lena schreibt am :

    Bei AVAAZ.org gehen die Unterschriften im Sekundentakt ein – kann man ja dank Live-Zähler mitlesen. Jetzt kurz vor Mitternacht sind es fast 40.000. Oh Mann!

    „Das könnte etwas Großes werden“ – glaube ich auch!!

    Könnt Ihr bitte warten mit der Übermittlung, bis es 100.000 sind? Ich glaube, das ist zu schaffen! Und wenn Ihr das publiziert, schreibt bitte dazu, in welch kurzer Zeit die Unterschriften zusammengekommen sind!

    Ich weiß nicht mehr so genau, wann ich das letzte Mal vor Freude geheult habe – jetzt ist es jedenfalls so – hat jemand ein Taschentuch?! 🙂

  9. chris schreibt am :

    Lieber Norbert,

    ich bin auch Betroffener, aktiv in der Iniative Ehemaliger Johanneum Homburg. Wir haben schwere Probleme mit unseren Peinigern.

    Ich mache es für meine Verhältnisse kurz…

    Das Thema ist wichtig und richtig, meine Geschichte ist sicher nicht vergleichbar mit Deiner. Ich bin „besser“ weggekommen, habe aber dennoch schwere Beinträchtigungen in meinem Leben. Meine Geschichte kannst Du unter der bekannten Website unter Marvin R. nachlesen.

    Mich schockt, dass Du durch deine Aktion signalisierst, dass Du bereit bist, Dein Leben wegzuwerfen. Beende bitte sofort den Hungerstreik!

    Dies auch an alle Anderen, die solidarisch mitmachen.

    Auf diese Weise wird nichts passieren, weil sich keiner mehr dafür wirklich interessiert. Für mich ist eine Grenze erreicht, wenn es an das eigene Leben geht, an dem ich persönlich trotz allem immer noch hänge.

    Ich habe Probleme, mehr als genug! Aber ich weigere mich stringent, keine Hoffnung mehr zu haben.

    Wir werden mit der Brechstange nichts durchsetzen können. Es geht letztlich nur über die Zeit. Und wir werden mit diesem Tabuthema wenige wirkliche Unterstützer haben. Die Journallie war 2010 am Start, die ist schon längst woanders und möchte von diesem „igitt“ – Thema nichts mehr wissen. Damit müssen wir uns abfinden und andere Wege finden…

    Brich das bitte ab!!!

    Ich danke Dir für all deine Aktionen (ja, schon ein Abgesang, Du Idiot!), Du hast uns uns endlich viel geholfen!

    Grüße!

    Chris

  10. A. Jung schreibt am :

    Avaaz.org ist unbestritten eine gute Sache, um ein wenig Wirbel zu machen. Ich selbst bin erst über eine Mitteilung von Avaaz auf Ihren Protest und Ihren Blog aufmerksam geworden.
    Hoffentlich werden es 100.000 oder mehr.
    Ich werde jedenfalls die Petition in meinen Netzwerken verbreiten.
    Alles Gute!
    A. Jung

  11. Gisela Bongardt schreibt am :

    Fast 44.000 Unterschriften!
    Ich habe die Petition auch auf facebook geteilt.
    Norbert, bitte pass auf Dich auf.
    Liebe Grüße und Kraft sendet Dir
    Gisela (Gaby P.s Freundin)

  12. ruth schreibt am :

    ich habe unterschrieben, auf facebook gepostet und meinen freunden eine mail mit dem link geschickt.
    ich wünsch dir, norbert, viel viel kraft und bleib gesund.

    bin selbst betroffen und kann nur bestätigen, dass es jahrzehnte braucht um dieses verdrängte wissen ins bewusstsein zu bekommen. es dauert und dauert und braucht seine zeit.
    dieses gesetz muss geändert werden! für uns alle und für unsere kinder.

    halte durch, viele grüße

    ruth

  13. Helgo Matthias Haak schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    was Sie für alle Missbrauchsüberlebenden und genauso für die, die nicht überlebt haben, tun: Das ist unheimlich stark und befreiend!

    Ich wünsche Ihnen allen Segen … des Jesus … Buddha … Mohammed … Moses … und sämtlicher Himmelswesen. Und eine mächtige Welle öffentlicher Aufmerksamkeit und Power wünsche ich Ihnen auch.

    Bitte passen Sie auf sich auf. Ist noch zu früh, woanders hin zu gehen.

    Pastor Helgo Matthias Haak, Ahrensburg

  14. Berthold Schmidt/ Aurich Ostfriesland schreibt am :

    liebe ruth
    ich wünsche Dir auch einen schönen Tag-ich kann garnicht in Worte fassen, wie stink sauer und wütig-ich auf diese Regierung bin und doch hilft meistens nur der Klageweg-richtig Leid tut mir Alexa Whiteman und die Wut und En ttäuschung Ihrerseits ,kann ich nur nach vollziehen!!!

  15. Es ist bitter nötig endlich die Verjährungsfristen aufzuheben. Ich möchte allen DANKEN die hier den Mut aufbringen, sich öffentlich dafür einzusetzen.

    Wie sehr würde ich mir wünschen, dass Täter ebenso für die oft lebenslangen Schwierigkeiten der Opfer in die finanzielle Verantwortung gezogen werden.

    Dennoch habe ich auch eine Bitte an alle Hungerstreikler! Passt auf euch auf!

    In diesem Sinne – viel Erfolg mit dieser Aktion!!!

  16. Wolfgang Lenz schreibt am :

    Das könnte etwas Großes werden?
    Das ist schon etwas Großes!
    Immerhin jetzt schon über 50.000 Unterschriften in dieser kurzen Zeit.
    Ich habe allen Freunde nund Bekannten diese Petition zugemailt. Da werden hoffentlich noch so manche so Unterschriften zusammenkommen. Ich wünsche uns allen, insbesondere Norbert Denef, dem NetzwerkB, und Avaaz.org weiterhin alles Gute zu dieser Aktion.
    Wolfgang Lenz

  17. Ruth B.geb. Gehlen schreibt am :

    Lieber Norbert,

    Eigentlich muß ich mich meinem Vorgänger Chris anschließen. Mit Deiner Aktion hast Du auf Dich aufmerksam gemacht, sodaß viele jetzt auch bereit sind, darüber zu diskutieren. Ich bin selbst Betroffene ( mißbraucht durch meinen Stiefvater, aber selbst heute noch glaubt meine Mutter das nicht) habe den Kontakt schon lange abgebrochen. Er ist mittlerweile ein sehr beliebter Boulespieler und keiner weiß von seiner Vergangenheit.
    Du hast doch schon viel erreicht, deshalb breche doch bitte den Hungerstreik ab und hilf uns Betroffenen doch weiter, indem Du als Ansprechpartner für uns da bist.
    Ich hoffe, Du entscheidest Dich richtig und sage trotzdem Danke für Deinen Einsatz.
    Ruth B.

  18. hildegard schreibt am :

    50 TSD. haben in drei Tagen unterschrieben – ist jetzt die Schmerzgrenze ÜBERSCHRITTEN ? Stehen die Kuriere schon in den Startlöchern zum Bundestag?

    Wählers Wille wird noch gewichtig werden, wenn das so weiter geht …

    Vierte Woche Hungerstreik.
    Und die Chef-Etagen von Radio- und TV-Sendern???
    Warum schwiegen sie alle? – drei lange Wochen! – irgendwas stimmt an deren Fernsteuerung nicht! – wollen die nicht dabei sein, wenn Norbert Denef das Fasten bricht?!?

    Und die Partei-Granden – sie schlichen sich in die Sommerpause.
    Wie das einzuordnen ist? – unter „organisierte Gesprächsunfähigkeit“?!
    Die Feigheit in der Politik ist nicht besser als die ganze gottverdammte Erbärmlichkeit in den Kirchen – Macht, Mammon und die drei Affen lassen grüßen …

    Wer malt uns das Bild: wie sie sich am Strand die Augen zuhalten und ihre ewigen Kinderspielchen spielen nach dem Motto „ich sehe die Welt nicht – die Welt sieht mich nicht“ – wie sie sich gegenseitig mit ihren Schüppchen den Sahara-Sand in die Augen schmeißen …

    Wer zeichnet uns die Karikatur: wie sie Wind säten … wie sie uns eine Grube gruben … wie sie mit dem Feuer spielten … wie sie sich auf gefährliche Hänge trauten … – und, und, und …

    Armes Deutschland!
    Wer war doch der Souverän?
    Wir sind das Volk!

  19. Hoa B. schreibt am :

    Lieber Herr Denef,

    Bleiben Sie bitte gesund,
    Ihnen und allen alles Gute!

    Es ist bedeutend, dass so viele unterschreiben!

    Ich hoffe, dass das endlich klappt!

  20. Berthold Schmidt/ Aurich Ostfriesland schreibt am :

    hallo hildegard
    dir mal ein ganz besonderer Lob , für Deine sehr guten Beiträge. Einen schönen Sonntag Dir noch- finde da ist ewas dran an Deinen Berichten-Ich wünschte mir es wären über 100.000 Unterschriften, ja ich wünschte mir, das ganze Volk-würde sich erheben gg. soviel Ungerechtigkeiten, wie in diesem Land!Ich finde es unsagbar traurig, das Norbert Denef, hier überhaupt, für seine Rechte in den Hungerstreik gehen muß, sowie auch andere Leidensgenossen bzw. Gefährten! Ich denke da leider ein bisschen anders. Zeit meines Lebens-habe ich Probleme mit der Kirche und mit dem Staat gehabt-habe 2 Selbstmordversuche hinter mir, niemand wußte etwas von den Dingen-ja und Hungerstreik, ist eine Unangenehme Sache, denn Norbert-ich hoffe das Du keine Nachfolgen davon bekommst! Ich werde und muß so langsam-diesen Weg gehen-ALLE sicherlich werden es erfahren. Ich hoffe Ihr kämpft Alle für diese Gute Sache-Ich kann garnicht in Worten fassen-wie krankhaft wütig ich bin und diese B…… zum Teufel schicken möchte so gerne!!!

  21. @ Sven Ohnesorge: Lieber Kollege, mir geht es ganz ähnlich in meiner Praxis. Sehr oft steckt ein sexueller Mißbrauch oder andere Gewalterfahrungen hinter körperlichen und seelischen Symptomen, wegen denen die Menschen eigentlich kommen. Wer es erlebt hat wie bewegend es ist, wenn ein älterer Mensch das erste mal im Leben davon erzählt und sein Schweigen bricht, den machen die Verjährungsfristen sehr, sehr wütend. Ganz besonders wenn man davon ausgehen muß, daß der Täter immer noch „aktiv“ ist.

  22. Was hab ich mich gefreut, als ich die mail von AVAAZ bekam mit der bitte um Unterschrift. Ich bin schon lange dabei und dachte auch schon mal daran, ob die nicht mal zu diesem Thema aktiv werden könnten und Norbert Denef helfen. Es tut mir jetzt richtig leid, daß ich nicht in dieser Hinsicht was unternommen habe. Werde jetzt nach Kräften helfen, die Aktion zu unterstützen. Es geht voran!

  23. Corinna Kutzscher schreibt am :

    so langsam werde ich auch traurig, wünschte ich doch es wäre so wie die ersten zwei tage weitergangen.das hätte hoffnung gemacht, dass die gesellschaft anfängt zu hinterfragen. zu hinterfragen, ob das alles so in ordnung ist…. 60000 ist ein anfang…möge ein wunder geschehen und mehr präsenz für die petition erreicht werden, damit endlich verstanden wird was zu ändern ist…

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