28 Kommentare

  1. Anna M. schreibt am :

    Eindrucksvolle Doku!
    Und ein exemplarisches Beispiel dafür, wie eine Therapeutin den Heilungsprozeß massiv stören kann. Die Therapeutin der weiblichen Betroffenen nimmt die MutterTäterin in Schutz (vermutlich, weil sie ihre eigene Geschichte nicht aufgearbeitet hat), die Mutter sei „überfordert“ gewesen. Das ist noch lange kein Grund, gewalttätig gegenüber einem Kind zu werden! Die Therapeutin tut so, als ob das die logische Erklärung wäre, es ist aber nur eine Entschuldigung der heiligen Übermutter.
    Weiter behauptet die Therapeutin, die Klientin müsse ihre „Liebe“ zu ihrer Mutter abkapseln, wenn sie sich von ihr distanziert. So ein bullshit! Das kann keine Liebe sein, sondern nur die Sehnsucht danach.
    Mir tut das in der Seele weh, wie diese Betroffene sich im Kontakt mit der Täterin quält, immer noch auf die Liebe wartet, die sie NIE bekam und nie bekommen wird und dadurch ihren Heilungsprozeß stört.
    Therapeutin und Betroffene sind sich einig darüber, daß man dem 4.Gebot gehorchen müsse, koste es, was es wolle.

    Das verletzte Kind KANN NICHT HEILEN im Kontakt mit dem Täter/ der Täterin!!! Es wird ihm wieder ein Knebel verpaßt, es gehorcht immer noch den Bedürfnissen der Täterin, die sich verlassen fühlen würde, wenn das Kind ZURECHT den Abstand suchen würde.
    Das ist eine FORTSETZUNG der GEWALT!!!

  2. Eva schreibt am :

    So wie hier die Therapeutin merkwürdige Ansichten hat , liegen auch zT. andere Therapeuten und Psychiater völlig daneben.

    Man sieht es ja bei verschiedenen Gerichtsverfahren zB. beim Kachelmannprozess oder beim Breivikprozess, wo Gutachter zu völlig anderen Ergebnissen kamen.

    Genauso schnell sind einige Ärzte mit Diagnosen, die völlig daneben liegen und nur schwer später mit Juristen korrigiert werden können.

    An einem konkreten Fall, hab ich selber erlebt wie ein Mißbrauchsopfer als paranoid schizophren abgestempelt wurde und die Krankenhausärzte sich überhaupt nicht für die Einzelheiten des mehrfachen Kriminalfalles interessierten.

    Ein guter Psychologe ist jetzt der Meinung, dass das Erlebte zu riesigen Ängsten geführt hat und diese Ängste aufgearbeitet werden müssen und das Selbstbewußtsein gestärkt werden muß und dass Psychopillen absolut falsch waren für die jahrelange Behandlung .

  3. klaraklara schreibt am :

    Was ich super finde an dem Film, die beiden Betroffenen sprechen Klartext über ihren Ekel. Hoffe, es schreckt Noch-Nicht-Täter ab oder rüttelt evtl. einen Schon-Täter auf, wenn sie dem nicht entgehen können, dass ihnen gesagt wird, dass sie durch ihre Taten zum persönilchen Ekel-Auslöser wurden. Im persönlichen Kontakt mit ihrem Inzest-Opfer wissen das Täter ja immer zu verhindern.
    Ist vermutlich illusorisch.
    Aber dass das Leid von beiden so deutlich benannt wird und dass Axel garantiert nicht mit Verzeihen anfängt, ist schon stark. Deutliche Sprache gegen „nehmen Sie es doch nicht so schwer“/“leb einfach“ etc. als Motto von Psychotherapien.

    Die Therapeutinnen sind mir nicht gerade geheuer, mus das noch öfters anhören.

    Als die betrofene Frau über das Ende der KOntaktunterbrechung zu ihrer Mutter sprach, hörte ich raus, dass diese Zeit schwer FÜR DIE MUTTER gewesen war. War die da der Manipulation ihrer Täterin erlegen?

    Mich berührt der Film sehr, hoffe, er trägt zur Sensibilisierung von beruflich Helfenden bei, wen das nicht auch wieder Illusion ist.

  4. I.S. schreibt am :

    Ich bin überhaupt froh, das das Thema Kindesmissbrauch durch die Mutter von der ARD behandelt wird! Denn das ist ja immer noch Tabu in unserer Gesellschaft. Danke für das posten dieses Filmes!
    Auch ich wieder spreche der Ansicht der Therapeutin (aus eigener Erfahrung), dass Kontakt mit der ehemals missbrauchenden Mutter gut sein muss, da es immer noch die Mutter sei. Denn ich glaube, das man sich als Erwachsener Überlebender auch eine Wahlfamilie und ein liebevolles Zuhause schaffen kann!

  5. Der Beitrag war ein wichtiger Schritt zum Beleuchten eines starken Tabus: missbrauchenden Müttern. Nimmt man noch jene Mütter hinzu, die einen Missbrauch decken bzw. tolerieren, so stimmt das Klischee der „Guten Mutter“ endgültig hinten und vorn nicht mehr!

    Auch ich meine, dass die Therapeutin der Frau einen weit verbreiteten Fehler macht und an die fatale Sehnsucht der Klientin appelliert, von der Mutter doch noch geliebt und verstanden zu werden! Das ist verschwendete Energie und Behinderung der Heilung!

    Dennoch: vor Jahren noch wäre so ein Film im TV undenkbar gewesen!

  6. Axel schreibt am :

    Danke für diese Rückmeldungen. Ich habe die gleiche Ansicht, bin nur leider nicht gehört worden.

    Kurz nach Erscheinen des Films habe ich einen neuen Artikel zu diesem Thema geschrieben:

    http://www.aufrecht.net/utu/taeter-kontakt.html

  7. Anna M. schreibt am :

    Danke, Axel, für diesen hervorragenden Artikel (bei aufrecht)!
    Und danke auch für deine Klarheit im Film! Sehr wohltuend für Betroffene!

    Du streifst ja auch das Thema Vergebung, wer das vertiefen möchte, kann dazu das Positionspapier von netzwerkB lesen:
    http://netzwerkb.org/2012/01/24/mythos-der-vergebung/

  8. hildegard schreibt am :

    @ Axel, danke für den Link, aus dem ich dies heraus stellen möchte:

    „Wichtiger Hinweis für Betroffene, die am Anfang ihrer Aufarbeitung stehen und bisher regelmäßigen Täter-Kontakt hatten: das Auflösen einer Bindung kostet sehr viel Kraft / Energie und führt oft zu existentieller Angst vor Bindungsverlust (siehe auch „Urangst vor dem Verlassenwerden“ im Ambivalenz-Artikel). Daher muss man genau abwägen und regelmäßiges Feedback auswerten, ob und mit welchem Tempo / über welche Zwischenschritte der Täter-Kontakt ggf reduziert werden kann / soll, um diese Nachteile zu begrenzen. Schlagartige Abbrüche gelingen nur selten, schlagen oft ins Gegenteil um, und verstärken die Ambivalenzen meist nur. Langsame Ablösungs-Prozesse sind meist leichter, auch und gerade wenn sie Jahre dauern. “

    Die Gewalt-Prägung als Kind verursachte die Verlustangst, wurde verinnerlicht und zieht sich ins Erwachsenen-Leben, bis hinreichend reflektiert werden kann, was mit uns passiert ist.
    Es braucht dazu einfühlsame Begleiter, es braucht verständige Freunde, es braucht nachsichtige und zugleich sehr rücksichtsvolle Partner_innen.
    DIE zu finden, gelingt selten …

  9. Nicole schreibt am :

    Ich bin eine Betroffene, die nicht nur von ihrer Mutter sexuell missbraucht wurde. Doch der Missbrauch durch meine Mutter ist für mich am schwerwiegenensten. Auf therapeutisches Anraten hin habe ich den Kontakt mit meiner Mutter abgebrochen. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, wie schwer solch ein Schritt ist. Dennoch war es für mich notwendig, damit ich heilen kann.

    Der Film: Mami, hör auf damit, von Stephanie Linke ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Tatsache, dass Frauen ihre Kinder sexuell missbrauchen gehört an die Öffentlichkeit. Trotzdem ist die Entscheidung ob jemand den Kontakt zu seiner Mutter abbricht eine individuelle Entscheidung.

    Ich wurde auch sehr lange bevor ich es endlich geschafft habe von meiner Therapeutin begleitet. Wir sahen nur einen Ausschnitt und ich schätze die Therapeutin nicht als täterloyal ein. Und ich schätze die Arbeit und die herausragende Leistung von Stephanie Linke.

    Sie hat sehr viele Mühen und Kosten auf sich genommen, um diesen Film zu realisieren. Ich hatte ursprünglich auch geplant an diesem Film teilzunehmen, habe aber aus Schutzgründen mich dagegen entschieden.

    Frau Linke hat mich in der gesamten Zeit weder unter Druck gesetzt. In ihr fand ich eine sensible Journalistin, die meine Grenzen akzeptiert hat und mich in meinem Prozess unterstützt hat.

    Ihr ist es aus eigener Betroffenheit heraus wichtig aufzuklären, Stellung zu beziehen und gerade dieser Verlogenheit etwas entgegenzusetzen.

    Eine generelle Diffamierung würdigt nicht die harte Arbeit, die in diesem Film steckt.

    Ich bitte dies bei der Diskussion über den Film zu berücksichtigen.

    Nicole

  10. Axel schreibt am :

    Hallo Nicole,

    von Frau Linke war hier keine Rede. Das mit der sensiblen Journalistin kann ich unterschreiben. Auch das mit der harten Arbeit.

    Das Problem sitzt offenbar woanders. In http://www.mittelbayerische.de/leben/entertainment/fernsehen-stars/tipps/artikel/22_45_die_story_im_ersten_mama/795398/22_45_die_story_im_ersten_mama.html kann man auf Seite 2 im letzten Abschnitt zur Zeit noch folgenden Satz nachlesen, wo das Ziel des Films folgendermaßen prominent hervorgehoben wird:

    „Es gelte im Besonderen, die Täterinnen zu verstehen.“

    Das ist klarer und offensichtlicher Täter-Lobbyismus. Auch der nächste Satz ist mehr als entlarvend, weil es im Film nicht um das Thema „Pädophilie“ geht, es noch nicht einmal erwähnt wurde.

    Ich habe nachgefragt: der zitierte Satz stammt nicht von Frau Linke. Sie ist inkorrekt zitiert worden. Von wem, und mit welcher Absicht? Die mittelbayrische Zeitung wird den Abschnitt hoffentlich demnächst korrigieren.

    Soll sich jeder seinen eigenen Reim daraus machen, wie dieser Satz dort landen konnte. Ein Versehen ist nach meinen Informationen alles andere als plausibel. Ein Kommunikations-Profi muss wissen, was er schreibt (oder schreiben lässt).

    Grüße,

    Axel

  11. Nicole schreibt am :

    Hallo Axel,

    ich glaube, dass dieser eine Satz der Gesamtaussage des Films nicht gerecht wird. Andererseits kann man verstehen nicht mit entschuldigen gleichsetzen. Ein Missbrauch an einem Kind ist eine nicht zu entschuldigende Straftat. In dem Film wird lediglich der Frage nachgegangen was einen Menschen bewegt, oder dazu bringt sein eigenes Kind zu missbrauchen, vor allem dann wenn es die eigene Mutter ist. Die Erklärungsansätze sollen nicht die Taten rechtfertigen. Ich werde wahrscheinlich nie verstehen warum meine eigene Mutter mir dies antat. Dennoch hilft es mir wenn ich mir sagen kann, dass es nichts mit mir zu tun hatte, sondern das Problem bei ihr lag. Ein Film von dieser Länge kann nicht alle Einzelheiten eines jahrelangen Missbrauchs darstellen. Sicherlich blieb vieles ungesagt und ist nur angedeutet. Für die meisten Menschen ist alleine die Tatsache, dass Frauen ihre Kinder missbrauchen schon schlimm genug. Mütter die ihre Kinder für sexuelle Dienstleistungen vermieten, missbrauchen lassen und foltern sind nicht vereinbar mit dem Mutterbild. Der Film ist als Anfang zu sehen. Und es muss noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Vielleicht eine Kampagne gegen sexuellen Missbrauch durch Mütter an jedem Muttertag?

  12. Bärbel schreibt am :

    Hallo Nicole—

    ——-Wahrscheinlich werde ich es nie verstehen,warum meine eigene Mutter mir dies antat—

    Dennoch hilft es mir,wenn ich sagen kann,dass es nichts mit mir zu tun hatte,sondern das Problem bei ihr lag—

    Die Mutter meines Mannes war und ist das Problem—-

    ach Nicole,es gibt doch,wie ich schon erwähnte den Missbrauch auch auf geistiger Ebene,dass der Sohn ihr hörig war—-

    dadurch —-unendlich viel Leid ,Einzelheiten —– will ich nicht aufzählen,

    die Worte sind Balsam für meine Seele,

    das Problem lag bei ihr und ihrem Sohn

  13. Axel schreibt am :

    Hallo Nicole,

    das Thema war „Täter-Lobbyismus“. Für mich ist es extrem verletzend, solche Aussagen öffentlich in der Presse lesen zu müssen. Ich habe mein Gesicht nicht hingehalten, um dem erklärten Ziel zu dienen, „die Täterinnen zu verstehen“.

    Ich hoffe, dass der Text endlich geändert wird. Ansonsten bin ich am überlegen, mich an den Deutschen Presserat zu wenden. So darf ein öffentlich-rechtlicher Sender nicht mit seinen Protagonisten umgehen!

    Grüße,

    Axel

  14. Sylvie schreibt am :

    Ich finde es auch sehr traurig, dass die Therapeutin die Täterin in Schutz genommen hat!

    Anna M. hat völlig recht: Die Betroffene von sexueller Gewalt quält sich nur im Kontakt mit der Täterin und stört dadurch ihren Heilungsprozess. Liebe wird sie von der Täterin niemals bekommen!!! Diese Frau tut mir unendlich leid! Sie hat eine extrem schlechte Therapeutin, die ihr meiner Meinung nach sehr viel mehr schadet als hilft.

    In Deutschland gibt es leider viele unglaublich schlechte Therapeuten. Vor zwei Wochen war in der Zeitschrift „Stern“ (Nr. 28 / 2012) ein Interview mit der Psychotherapeutin Helga Maria Lauchart aus Tübingen. Es ging um die Versöhnung zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern. Frau Lauchart sagt in diesem Interview:

    „Manche Gräben sind so tief, dass man sie nie überwinden kann, etwa wenn Missbrauch oder Gewalt Teil der Kindheit waren. Aber selbst da kann es Annäherung und Frieden geben. Nicht im Sinne von ‚alles verzeihen und vergessen‘, sondern so, dass die eigenen Wunden heilen dürfen und man den Eltern neu begegnen kann.“

    Ich nehme an, dass Frau Lauchart sexuelle Gewalt meint, wenn sie von „Missbrauch“ spricht. Glaubt sie im Ernst, dass Wunden heilen können, wenn ein Mensch, der in der Kindheit von seinem Erzeuger vergewaltigt wurde, diesem Verbrecher später „neu begegnet“ und vielleicht gemeinsam mit ihm an einem Tisch sitzt und Kaffee trinkt? Auf diese Weise werden Wunden garantiert nicht heilen. Auch Menschen, die in der Kindheit brutal misshandelt wurden, können nicht gesünder werden, wenn sie mit dem Täter Kontakt haben. Traumatologen sind der Meinung, dass der Kontakt mit Tätern sehr schädlich ist. Davon hat Frau Lauchart offenbar noch nie gehört…

  15. Nicole schreibt am :

    Hallo Axel,

    es war nicht umsonst, sondern sehr wichtig. Du hattest den Mut mit deiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist mir klar, dass nicht die ganze Wahrheit gesagt werden durfte. Die Sender müssen auf ihre Quote achten und wenn zu heftige Details zu Wort gekommen wären, dann hätten die Zuschauer höchstwahrscheinlich abgeschaltet. Aus diesem Grund gibt es eine Zensur, die vom Sender (in diesem Fall Menschen hautnah kam), nicht von der Journalistin. So ist leider das Spiel. Diese Zensur wird an den gepixelten Gesichtern deutlich und die andere Betroffene durfte gar nicht zu erkennen sein. Ich kann deine Wut sehr gut verstehen, aber ich glaube sie richtet sich eher gegen eine Gesellschaft in der ein Missbrauch verjähren kann und in der Täter mehr geschützt werden, als Opfer. Ich kenne den jahrelangen Kampf um die Anerkennung und Glaubwürdigkeit. Für meine Familie bin ich noch heute eine Lügnerin und kranke Spinnerin. Und auch die Reaktionen, die ich von anderen Menschen bekommen sind teilweise sehr zurückhaltend bis ungläubig. Für Nichtbetroffene sind unsere Qualen, die wir erleiden mussten einfach unvorstellbar. Es ist immer gut zu kämpfen, allerdings an der richtigen Stelle. Beim Deutschen Presserat wirst Du nichts bewirken können, weil der Film wirklich nicht täterloyal ist. Er ist höchstens ein wenig zu zurückhaltend und könnte noch drastischer und klarer, oder wütender die Täter an den Pranger stellen. Sieh es so uns Betroffenen wurde ein Forum geboten und endlich kam mal in der Öffentlichkeit zur Sprache, dass auch Frauen ihre Kinder sexuell missbrauchen. Und Du hast dabei einen sehr wertvollen Beitrag geleistet. Und dafür möchte ich Dir als Betroffene danken. Ich möchte mit niemanden mehr kämpfen müssen, sondern mich für die Belange von Opfern einsetzen. Aus diesem Grund habe ich meinen Beruf, der Bürokauffrau, zu Gunsten eines Studium der Sozialen Arbeit eingetauscht. Und Du glaubst nicht wieviele meiner Mitstudierenden keine Lust haben sich mit traumatisierten Kindern zu beschäftigen. Sie finden es zu anstrengend und möchten sich lieber mit den schönen Seiten beschäftigen. So oberflächlich scheint nun einmal unsere Gesellschaft sein. Und ich werde selbst dort als Spinnerin bezeichnet. Doch wir wissen, dass wir nicht spinnen sondern, alles war wie es war. Wir können nicht unsere Vergangenheit ändern, sondern nur unsere Kraft und Wut dazu nutzen für alle die noch nicht sprechen können einzusetzen. Aber bitte überlege Dir noch einmal ob Du dich wirklich an den Deutschen Presserat wenden möchtest. Es ist dein gutes Recht, dennoch glaube ich, dass Du dadurch deinen tollen Beitrag selber entwertest.

  16. Verzeihen, Vergeben, Vertrauen ???

    Ob man das je wieder kann, ist wohl eine Entscheidung, die die Betroffenen selber treffen. Das man darüber reden sollte, halte ich für die Aufarbeitung sehr wichtig. Wenn aber die Täter keine Einsicht haben, nicht zugeben, das sie die Schuldigen sind, halte ich ein Vergeben für absolut unmöglich.
    Ich kann es nicht und wer über Jahre die Strataten begangen hat, kann ich auch kein Vertrauen mehr auf diese Personen haben.
    Für mich sind, meine Schwestern als Mittäter ein absolutes Tabu, mein Peiniger lebt nicht mehr.
    Aber eine Entscheidung, die jeder selber treffen sollte.

  17. Nicole schreibt am :

    Ein Opfer muss niemals verzeihen und auch nicht vergeben. Dies wird in unserer christlich geprägten Kultur von Opfern verlangt. Wenn es jemand aus freien Stücken möchte, dann sei es ihm selber überlassen. Aber alleine die Vorstellung, dass man ab einem bestimmten Punkt im Heilungsprozess vergeben, oder verzeihen müsste finde ich absurd. Ein Täter bleibt immer ein Täter und dies gilt auch für Frauen, selbst wenn es die eigene Mutter war. Eine Mutter, die ihr Kind missbraucht verdient es nicht länger als Mutter betrachtet zu werden. Ein Frau, die ihrem Kind so etwas antut hat kein Recht auf das Vertrauen ihres Kindes. An dem Missbrauch ist immer die, oder der Erwachsene schuld- egal was man selber gemacht hat- wozu man gezwungen wurde, oder was scheinbar freiwillig geschah. Es bleibt und ist ein nicht zu entschuldigender Grenzübergriff und Gewalt an Körper, Geist und Seele. Meine Mutter lebt noch, aber ich betrachte sie als tot und sage auch allen Menschen auf Nachfragen, dass meine Mutter nicht mehr leben würde. Für mich ist meine ganze Familie und dies schon seit langem gestorben. Zu Tätern halte ich keinen Kontakt mehr- weil ich gesunden möchte. Und an den Folgen der Taten habe ich noch genug zu tragen. Ich bin oft wütend und zum Glück schon an dem Punkt meine Mutter und die anderen Täter und Täterinnen aus der Familie und dem Umfeld der Familie hassen zu können. Dank der schönen Verjährungsfristen konnte ich leider niemanden von ihnen anzeigen. Weil ich über Jahre gut dissoziert habe blieben die Dinge in der Vergessenheit bis nach und nach der Damm brach.

  18. Andrea schreibt am :

    hallo

    ich bin die Andrea aus diesem film und ich bin traurig,was da über,die therapeutin geschrieben wird,denn sie ist KLASSE,ich habe nun seid 6monaten kein konntakt mehr zu meiner Mutter und es tut gut,aber auch,weh…………und das ich im geburtsvorgang mich wiedererrinerrt habe wahr,weil ich keinerlei einfluss mehr auf das geschehen hatte,aufeinmahl,kahmen Flashbags und vieles mehr……………..seid 1jahr kämpfe ich weiter,therapie zu bekommen,nein es müssen 2jahre pause sein,ich fühl mich von allen und allem ,alleingelassen ,ich hab niemand zum reden,wildwasser usw……wollen auch nix wissen,es gibt zu wenig frauen und Männer.die sex missbrauch von ihrer Mutter erlebt haben……und wenn A.Schwarzer schon sagt,das gibt es nicht……..habe ich das gefühl,es wird nicht geklaubt,das auch MÜTTER,TÄTER sind…………
    mir geht es sehr schlecht und ich weis nicht,wohin ich gehen soll um etwas hilfe zu bekommen………….denoch lebe ich meinen tag und ich danke dir Stephanie und der Luzia für ihr einfühlungsvermögen,das ich auch mich öffnen konnte…….danke .Andrea

  19. Birgit schreibt am :

    Liebe Andrea,
    bitte schreibe mich mal an, ich würde dir gerne etwas zu der zweijährigen Wartezeit sagen! Du erreichst mich über das Kontaktformular der angegebenen Homepage.
    Liebe Grüße,
    Birgit

  20. Sabine schreibt am :

    Liebe Andrea, Deine Geschichte hat mich sehr bewegt aber bitte gib nicht auf.
    Auch ich habe begreifen müssen je bizarer die Missbrauchsgeschichte, ….es interessiert niemanden mehr und man kämpft allein gegen die Windmühlen der Behörden, Ämter und Instutionen.
    Diese 2 Jahresfrist wurde mir seit Anfang an immer wieder eingeredet, erst hier bei Netzwerk B weiß ich, das es das nicht gibt.
    Ich verstehe Deine Reaktionen sehr gut, denn ich stehe hier auch alleine da.
    Für eine Traumatherapie im Umland fehlt mir das Geld und auch die Möglichkeit des Hinkommens – leider. Ich werde weitersuchen…
    Ich habe nicht nur den Kontakt abgebrochen zu meinem Therapeuten sondern auch zu meiner verdammten Familie, die ich so lange in Schutz genommen habe. Ja, es tut weh, ich weiß aber das ich auf dem richtigen Wege bin.
    Mein Therapeut war immer dagegen, den Kontakt zur Täterfamilie abzubrechen, der Gedanke der Vergebung fiel – für mich ein no go!!!
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, verlier nicht den Mut, gib nicht auf, gib Dich nicht auf.
    LG
    Sabine

  21. Liebe Andrea,

    ich kann Axels Aussage/Artikel nur unterstreichen und möchte Dich gleichzeitig in Deinem Vorhaben ermutigen und bestärken, Deine Täterin nicht mehr zu kontaktieren. Auch, wenn es Dir verständlicherweise sehr schwer fällt – halte bitte daran fest und bleibe stark!

    Auch ich habe, wie so viele hier, die Erfahrung gemacht, dass mein Heilungsprozess erst dann wirklich einsetzte, als ich sämtliche Kontakte zur Herkunftsfamilie und zum Täter abgebrochen habe, und dieser Prozess setzte bei mir erst in der Lebensmitte mit Anfang 40 ein.

    In der Zeit davor, als ich mich noch größtenteils in der dissoziativen Amnesie befand, hatte ich jedes Mal Herzrasen, war aufgeregt und fahrig, bevor es zu einem der Kontakte kam. Währenddessen ging es mir sehr schlecht, begleitet von einem hohen Adrenalinpegel, und anschließend fühlte ich mich so ausgelaugt und erschöpft, als hätte ich 20 Stunden in einem Steinbruch gearbeitet… Du wirst das sicher kennen.

    Auch an mir haben sich so einige unfähige TherapeutInnen „abgearbeitet“, (u.a. auch systemisch arbeitende, der pure Horror!), und ich fiel dabei von einem Loch ins andere, bis ich auf meine Trauma-Therapeutin und auf die segensreiche EMDR-Behandlung stieß.
    Gib bitte nicht auf, Du bist nicht allein, es gibt (leider) viele von uns…

    Alles Gute für Dich!

  22. Andrea schreibt am :

    hallo

    doch es gibt die 2jährunkspflicht,weil ich bei meiner thera bleiben will,traumatherapeuten gibt es viel ich hab auch schon rumtelephoniert,aber es gibt nicht einmahl mehr wartelisten,mir gehts weiter recht schlecht und ich weis ,nicht,weiter……..

    weis jemand thraumakliniken die ,gut,sind……

    danke….Andrea

  23. Andrea schreibt am :

    hallo

    ich mach jetzt ne traumatherapie(80euro),alle 4wochen eine stunde,die ich selbst bezahle,mehr kann ich mir,nicht leisten,leider……..mit meiner Mutter habe ich ,keinen kontakt mehr,da sie in der gleichen stadt wohnt,laufe ich ihr über dehn weg,sie theroriesiert mich mit briefen und anrufen…….

    ich währe so gerne mahl,glücklich….lg.andrea…..

  24. andrea schreibt am :

    hallo

    nun hab ich ein jahr ,keinen konntakt mehr zu meiner Mutter,das ergebniss,ich gehe nicht mehr raus aus angst,IHR zu begegnen,die regieseurin,hat mich abplitzen lassen,auf übelste art,ich hätte diesen film nicht machen dürfen,den es geht mir schlechter als vorher……..ich bin so entäuscht von der regieseurin,weil sie es in meinen augen,raufbeschwört hat,das ich sie nicht mehr kontaktiere,sie hat mir verboten ihr mails,oder sms oder ihr anzurufen,aber sie hat sich nicht dranngwehallten.,mich angerufen und beschimpft……….allso wieder,vertrauen gehabt,und ausgenutzt,geworden……..ich werde keinem menschen mehr trauen,das ist das ergebniss dieses filmes……….und meine panikathaken sind so schlimm………deshalb überlegt euch,ob es sinnfoll ist so einen film zu machen,wenn frau im nachhinein,als lügnerin,schlechter mensch,undankbar usw…..beschimpft wird..gestalkt werde ich jetzt schon über ein jahr,mit bis zu 200anrufen in der woche auch aufs handy……..ich hab ein noch schlechterers leben,als vorher…andrea

  25. andrea schreibt am :

    hallo

    ich bin sehr entäuscht von der regiseurin,die es drauf angelegt hat,mich los zu werden……..ich soll ihr keine mails usw mehr schicken……aber sie hat sich nicht darean gehalten,hat mich angerufen und zu sau gemacht,warum nur hab ich vertraut,wieder wurde ich nur ausgenuzt…..allso überlegt eu ,sehr,so was zu machen……es wird meistens das vertrauen aufgebaut und dann wirst du fallengelassen,wie ein alter apfel…….ich brauche kein vertrauen mehr in menschen….ich brauche gar keine menschen mehr……seid diesem film,bin ich fölligst kaputt und ich bin ja die die einen schuss hat…..danke an die regieseurin für ihren a-tritt….

    ich werde niemahls mehr irgendjemand vertrauen………wenn sie ihr ding durchgezogen haben,bist du für,DIE,nix wert mehr…

    andrea

  26. andrea schreibt am :

    so ist es ,nie mehr vertrauen und frau linke kann das gut……..sie hat mein vertrauen missbraucht,immer wieder gesagt,komm mich doch besuchen usw…..und nun verdient die die kohle und ich bin am arsch…..ich werde niemand mehr vertrauen und so einer person,schon gar nicht….die nur auf ,IHR,provit aus ist..

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Artikel aus den Medien

ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR.de NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE