Contra Beschneidungsgesetz- „Die Politik reagiert reflexhaft, nicht reflektiert“

24.07.2012

FOCUS ONLINE 24.07.2012

Juraprofessor Holm Putzke hat die Beschneidungsdebatte 2008 entzündet. Nach seiner Einschätzung ist die Beschneidung medizinisch unnötig und damit Körperverletzung eines Kindes. Er hofft auf ein Scheitern des Gesetzes.

Sie haben die juristische Debatte um die strafrechtliche Relevanz der Beschneidung von Jungen im Jahr 2008 angestoßen. Das Urteil des Landgerichts Köln bestätigt Sie nun in Ihrer Einschätzung. Was sind die Folgen dieser Entscheidung?
„Allein eine Strafandrohung bringt sicher nichts. Eine Diskussion innerhalb der Religionsgemeinschaften über Alternativen, die es auch im Judentum gibt, ist unverzichtbar. Das Urteil hat einen gewaltigen Denkanstoß geliefert und schon jetzt zu einer Sensibilisierung vieler Eltern geführt. Letztlich müssen die Religionsgemeinschaften sehen, ob sie an der Beschneidung weiter festhalten wollen. Diese Diskussion ist in vollem Gange. Ich glaube, dass mit dem Urteil mittel- oder langfristig das Ende religiöser Beschneidungen von Jungen eingeleitet wurde.“

Ignorieren Sie mit dieser Einstellung nicht das Grundrecht der Religionsfreiheit?

„Natürlich gibt es einen Konflikt von Rechten. Aber die Religionsfreiheit und das Erziehungsrecht der Eltern werden durch das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und negative Religionsfreiheit begrenzt. Die maßgebliche Frage ist letztlich, welche Grenzen dem elterlichen Erziehungsrecht gezogen sind. Darauf gibt das Gesetz eine klare Antwort: Entscheidendes Kriterium ist das Kindeswohl. Kindern ohne medizinische Indikation einen gesunden, hochsensibel-erogenen Teil ihres Körpers irreversibel abzutrennen, entspricht nicht ihrem Wohl, zumal sie Schmerzen sowie unnötigen Risiken ausgesetzt werden und der Eingriff, jedenfalls im Kindesalter, keinerlei gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.“

Sind Sie also konsequenterweise für ein Verbot der religiösen Beschneidung?

„Ein Verbotsgesetz ist gar nicht nötig, weil es im Strafgesetzbuch schon genügend Schutz für die körperliche Unversehrtheit gibt.“

Trotzdem hat der Bundestag fraktionsübergreifend eine Resolution verabschiedet, damit diese in Deutschland straffrei bleibt …

„Die Politik reagiert derzeit reflexhaft, nicht reflektiert. Kaum erklären einige Rabbiner das Kölner Urteil als schwersten Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust, bricht in Berlin Panik aus. Es scheint plötzlich niemanden zu stören, dass die Rabbiner mit ihrem Vergleich sowohl den Holocaust bagatellisieren als auch die Verletzung der Genitalien von Jungen über das Kindeswohl sowie die verfassungsrechtlich garantierte körperliche Unversehrtheit stellen.

Die Bundeskanzlerin erklärt sogar all diejenigen zu Komikern, die dem Kinderschutz Vorrang einräumen gegenüber einem uralten Missbrauch und die bezweifeln, dass religiöse Beschneidungen geltendem Recht entsprechen. Dazu gehören ja nicht nur etwa die Deutsche Kinderhilfe, Terre des Femmes sowie zahlreiche ärztliche Berufsverbände und Juristen, sondern auch viele kritische Muslime und Juden. Wer eine Gesellschaft, in der die körperliche Unversehrtheit von Kindern ernst genommen wird, zur Nation von Komikern erklärt, verliert selber den Anspruch, ernst genommen zu werden. Zur Komiker-Nation hat Angela Merkel Deutschland durch ihre Äußerung gemacht, weil jetzt auch jenseits der Landesgrenzen bekannt ist, dass wir eine Kanzlerin haben, für die Kinderrechte, also die Solidarität mit Schwächeren, weniger Bedeutung haben als der Willen einiger konservativer Religionsvertreter, aus Prinzip und Tradition weiterhin Gewalt gegen Kinder zu verüben. Es wundert mich nicht, dass viele Menschen über die Empathieverweigerung der Kanzlerin kleinen Kindern gegenüber erschüttert sind.“

Weiter lesen…


Mehr auf netzwerkB:

netzwerkb lehnt die Beschneidung von Kindern aus religiösen Motiven als Gewalt gegen Kinder ab

34 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Sehr überrascht hat mich die Diskussion des ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtes.

    Da fragt man sich wie die heutigen obersten Richter das sehen.

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/pro-beschneidung-es-geht-um-essenzielle-glaubensinhalte_aid_786457.html


    In Österreich gibt es sogar ein Israelitengesetz.

    „Die Israelitische Religionsgesellschaft und ihre Mitglieder sind berechtigt, Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Schule durch alle traditionellen Bräuche zu führen und entsprechend den religiösen Geboten zu erziehen“.

    http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009176

  2. Lena schreibt am :

    Es ist sehr wohltuend, diese klare Stellungnahme eines Juristen zu lesen, der sich für das Kindeswohl einsetzt.

  3. Nathan Adi Major schreibt am :

    Es ist schon fast müssig hier zu noch einen Kommentar abzugeben. Auf jeden Fall rundet es das Bild einer Regierung ab, die die Interessen von Religionsführern (in der Regel alte Männer) an den Geschlechtsteilen von minderjährigen über den Schutz von Kindern und Jugendlichen stellt.

    Was ist es nur, dass diese Monotheistischen Religionen so auf die Sexualität, die Sexualorgane und auf Kinder und Jugendliche fixiert? Und was ist das für eine Politik, die hier nicht Schutz leistet für die Schwächeren? Nur noch traurig.

  4. Eva schreibt am :

    Für manche ist das alte Testament oder andere Glaubensbücher oder die gesamte Bibel wichtiger als staatliche juristische Urteile und Kinder.
    Gut ist es, dass es schlaue mutige Juristen wie Prof. Putzke gibt, die aufklären. Alles was unter dem Deckmantel von Religion als Brauch gesehen wird und vertuscht wird , wird im Laufe der Zeit auf den Präsentierteller kommen.
    Leider ist die Zeit noch nicht reif, dass es Mehrheiten erkennen und fordern, dass die Verjährung sexueller Gewalt ein Unding ist.

    ————

    1.Mo 17:4 Ich, siehe, mein Bund ist mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge Nationen werden.
    1.Mo 17:5 Und nicht soll hinfort dein Name Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn zum Vater einer Menge Nationen habe ich dich gemacht.
    1.Mo 17:6 Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige sollen aus dir hervorkommen.
    1.Mo 17:7 Und ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinen Samen nach dir, nach ihren Geschlechtern, zu einem ewigen Bunde, um dir zum Gott zu sein und deinem Samen nach dir.
    1.Mo 17:8 Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitztum, und ich werde ihr Gott sein.
    1.Mo 17:9 Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und dein Same nach dir, nach ihren Geschlechtern.
    1.Mo 17:10 Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: alles Männliche werde bei euch beschnitten;
    1.Mo 17:11 und ihr sollt das Fleisch eurer Vorhaut beschneiden. Und das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.
    1.Mo 17:12 Und acht Tage alt soll alles Männliche bei euch beschnitten werden nach euren Geschlechtern, der Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von allen Fremden, die nicht von deinem Samen sind;
    1.Mo 17:13 es soll gewißlich beschnitten werden dein Hausgeborener und der für dein Geld Erkaufte. Und mein Bund soll an eurem Fleische sein als ein ewiger Bund.
    1.Mo 17:14 Und der unbeschnittene Männliche, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten wird, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volke; meinen Bund hat er gebrochen!

    ————————
    Harald Specht schreibt in seinem Buch „Jesus Tatsachen und Erfindungen“ :

    http://www.amazon.de/Jesus-Tatsachen-Erfindungen-Harald-Specht/dp/3869018984

    Das Paulus- Bild , das uns „Lukas“ Apostelgeschichte vermittelt, ist ein völlig anderes als die paulinischen Briefe.

    Wärend der lukianische Paulus als typischer Vertreter des Judentums gezeichnet wird und zum Beispiel die Beschneidung selbst praktiziert ( Apg 16, 3) , verurteilt der Paulus der Briefe diese Praxis überaus engagiert (Phil 3,2 ) als „Verschneidung“ (Lutherbibel 1984 ) und „Verstümmelung“ ( Bibel der neuen Genfer Übersetzung ) .

  5. Sarah Mohn schreibt am :

    Die Beschneidung beschneidet keinesfalls die freie Ausübung der Religion, da sie weder im Koran als unverzichtbares Glaubensgut, noch sich die Juden heute in einer babylonischen Gefangenschaft befinden.

    Der berühmte Rabbi Moses Maimonides hat bereits im Mittelalter die Gründe für die Beschneidung genannt: Die Geschlechtsorgane sollten so verletzt und geschwächt werden dass sie zwar noch funktionieren aber keine ‚überschüssige‘ Lust mehr zulassen. Die Geschlechtsorgane bedürften keiner Perfektionierung es gehe nicht um die Korrektur eines angeborenen sondern eines moralischen Makels.

    Ein gesetzliches Beschneidungsverbot, wie bisher strafrechtlich verankert, hindert weder Moslems noch Juden an ihrer freien Ausübung ihrer Religionen. Und von Antisemitismus hier zu sprechen, was in den letzten Wochen der Debatte sehr häufig zu lesen war, kann hier nicht der Fall sein, denn keinem Staatsbürger, egal ob Hindu, Christ, Jude oder Moslem ist es erlaubt, seine Religion am Körper anderer Menschen auszuüben mittels Gewalt und Verstümmelung, Amputation – und dazu zählen auch Kinder – sogar die eigenen.

    Das Recht auf die körperliche und seelische Unversehrtheit geht vor allen rit. Oder gesellschafllichen Ausübung der Rechte.
    Denn um WESSEN Freiheitsrechte geht es hier, auf die die Befürworter nun so vehement pochen? Die der Eltern oder die des Kindes? SELBSTbestimmung bedeutet doch immer nur, über den EIGENEN Körper zu bestimmen, und nicht, über den eines anderen (und sei es eines Kindes) zu bestimmen.

    Quelle: „Un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung“, Mario Lichtenheldt, tredition Verlag 2012, S.181
    Zitat:
    [..] Dazu trifft das Grundgesetz eine klare, wenn auch „versteckte“ Regelung:
    „Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.“
    „Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.“
    Diese Aussagen im Grundgesetz zu entdecken ist gar nicht so einfach. Sie finden sich nämlich in Artikel 136 der Weimarer Reichsverfassung von 11.August 1919 – und dieser Artikel ist als fortgeltendes Recht Bestandteil des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland geworden, nachzulesen in Artikel 140 GG. [..]“

    Ich plädiere dafür, dass alle Politiker, die jetzt ihren Schw…. einziehen vor den Vertretern der größten Religionen, sich den selbigen doch beschneiden lassen, damit sie wissen, worüber sie sich hier anmaßen, diese Verstümmelung und Ambutation zu legalisieren.
    Ehrlich, diese Verlogenheit der Politik regt mich immer mehr auf. Da kann ich nicht immer nur sachlich bleiben.
    Warum ist Deutschland einfach nicht fähig, die Vergangenheit (Nazizeit) endlich zu verarbeiten und nach vorne zu schauen. Andere Nationen schaffen das doch auch.
    Die Debatte ist doch nur deswegen entstanden. Unsere Poltik ist gerade in dem Punkt emotional erpressbar, weil sie sich vom schlechten Altgewissen treiben lässt.
    Und da bleiben dann mal sachliche Denke komplett aussen vor, und Empathie für die Opfer wird schon mal gar nicht in Erwägung gezogen.

    Die homepage wird von einem Betroffenen geführt, der selbst bschnitten wurde und noch bis heute darunter leidet. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Bundesregierung und die Justizministerin Frau Leutheusser Schnarri

    http://video.google.com/videoplay?docid=8212662920114237112&hl=en#

    Die gesamte homepage ist sehr aufklärend!!!
    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-beschneidung/eine-kleine-operation/religioese-beschneidung.html

    Man wird nicht dadurch diskriminiert, dass man seine Religion nicht am Körper anderer Menschen ausüben darf – und dazu zählen nunmal auch Kinder – sogar die eigenen.

  6. Nathan Adi Major schreibt am :

    Wie kann Frau Merkel Deutsche Richter Komiker nennen? Das wirkt surreal, nicht zu glauben..

  7. hildegard schreibt am :

    Kinderrecht muss vor Elternrecht und Religionsfreiheit rangieren!

    Das Grundgesetz war nach unsäglichen Menschenrechtsverletzungen von Nazis für Schwächere des Gemeinwesens notwendig geworden.
    Stärkere beanspruchen diese Rechte für sich selbst – ignorieren aber die Grundrechte von Wehrlosen und verstoßen gegen deren Grundrechte.

    GRUNDRECHTE aber sind UNVERZICHTBAR für das Grundgesetz!
    Wer sie ausgerechnet den Schwachen versagt, handelt gegen die Verfassung dieses Landes.
    Wenn seit über 60 Jahren in diesem Land diese Grundrechte den Kindern und anderen Abhängigen versagt wurden, dann WAR dies ein folgenschweres Versagen mit gravierender Menschenrechtsverletzungen.

    Die Einhaltung der Grundrechte ist Sache des Staates.
    Das Kinderschutz-Problem ist ein Grundgesetz-Problem:

    WILL der Gesetzgeber Schwache schützen, dann MUSS er bei den KINDERN anfangen – tut er das nicht, dann wird er von einer Fehlentscheidung in die nächste Menschenrechtsverletzung hinein stolpern …
    Unsere Fristenregelung blieb so unreflektiert wie die Beschneidung:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article108391504/Experten-ringen-um-Zulaessigkeit-von-Beschneidungen.html

    AT gegen die Grundrechte? gegen den Kinderschutz? gegen die Aufforderung des Juden Jesus – WERDE MENSCH! – ???

    Zu entlarven wäre staatlich versäumter Kinderschutz und vorgetäuschter, falscher Rechtsfrieden – seit Gründung der bestehenden Verfassung!

    Wir wollen Mensch sein dürfen und wir fordern Menschlichkeit – für alle Kinder UNSERER ZEIT!

  8. Nathan Adi Major schreibt am :

    Irgendwann wird der Tag kommen an dem beschnittene Opfer die Bundesrepublik wegen unterlassener Hilfeleistung, beziehungsweise Beihilfe zur Körperverletzung verklagen werden.

  9. Lurschy schreibt am :

    Hallo, gibt es unter UNS keinen Juristen, der abklären könnte, ob sich diese „sch….“ Politiker mit ihren Antrag auf Straffreiheit der Beschneidung nicht selber schon schuldig machen im Sinne der Behilfe zu einer Straftat? Das darf doch alles nicht wahr sein – und ist doch Realität in „unserem Land“

  10. hildegard schreibt am :

    WO hätten Politiker Mitgefühl und eigenes Denken lernen sollen?

    Warum kann dieser Männlichkeitswahn mit den mehr als logischen Auswirkungen [!] heute immer noch nicht als Gewalttat, als Verbrechen, als Verstoß gegen Menschenrecht und Grundrecht entlarvt werden? Wessen Interesse an fortgesetzer BRUTALISIERUNG der Weltbevölkerung [!] kann diesen Vorrang vor jeglicher Mitmenschlichkeit rechtfertigen? Wieso wurden Folgen für die Kinder immer noch nicht erforscht? http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/psychologische-aspekte-der-beschneidung.html

    Gottes-fürchtigen Gemütern konnte man in Abertausend Jahren Kadaver-Gehorsam im Namen Gottes abfordern.
    Wer dem widersprach, war „vogelfrei“.
    Fast folgerichtig wurde Selbstermächtigung zu sexueller Gewalt als Gottes Wille verkauft.
    UNreflektiert mussten religiöse Gesetze Schaden anrichten – mensch sichert sich Macht über andere Menschen, setzt sich selbst Gott gleich.
    So genanntes Wort Gottes erweckt kein Vertrauen – es verbreitet Angst und Schrecken, wo es Machtmenschen in Leid verkehren …

    Hier und heute KANN und DARF es NUR noch um das Recht der Kinder gehen. Die in der HP veröffentlichten Auswüchse zeigen die seelische Verwüstung, die soziale Verwahrlosung …

    Guter Gott! – wo bleibt bei all der Pervertierung das Recht, die Freiheit, der Friede?

  11. Michael Lehmann schreibt am :

    Fast scheint es so als würde in der katholischen Kirche ein solches ritualisiertes Ventil für männliche Machtgelüste wie die Beschneidung von kleinen Jungs fehlen.

  12. Bärbel schreibt am :

    zur Scmerzempfindung der Beschneidung…….

    ein andere Erkenntnis,

    vor einigen Jahren,wurde festgestellt,dass bei Untersuchungen ,der Frühchen….sogar die Blutentnahme ,und die Einstichstiche für die Injektionen,ein Trauma auslöste,weil alles ohne örtliche Betäubung erfolgte,eine kleine Vereisung ohne nachteilige Folgen,wäre angebracht gewesen…

    ich spreche aus Erfahrung,unserer Tochter———

  13. Eva schreibt am :

    So unterschiedlich kann Recht sein in hochzivisierten Ländern.

    Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) hielt in ihrem Schreiben unter Berufung auf Strafrechtsexperten fest, dass eine Beschneidung durch die Einwilligung der Eltern straffrei sei.

    Diese Einwilligung in eine Körperverletzung sei in Österreich strafrechtlich zulässig, wenn die Maßnahme im Kindeswohl gelegen sei – und in der österreichischen Literatur gebe es derzeit keine Hinweise, dass das Kindeswohl durch eine religiös motivierte Einwilligung in eine Beschneidung gefährdet sei, so die Argumentation des Justizministeriums. Die rechtliche Situation unterscheide sich damit von jener in Deutschland, wo das Landgericht Köln vor Kurzem entschieden hat, dass die religiös motivierte Beschneidung eine Körperverletzung darstelle.

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1273549/Vorarlberg_Beschneidung-bleibt-frei?_vl_backlink=/home/index.do

  14. kerstin vucevic schreibt am :

    Bundesjustizministerin warnt, jedoch gleichzeitig gibt sie zu,dass Genitalverstümmelung gefährliche “ Körperverletzung “ ist – verboten und strafbar. Wo ist hier die Logik in der neutralen Rechtssprechung beider Geschlechter? Vor dem Gesetz sind alle gleich? Es ist eine Diskriminierung.

  15. kerstin vucevic schreibt am :

    Schuldig

    machen sich alle Politiker, die für eine Legalisierung der Beschneidung sind. Bei einer Körperverletzung (Beschneidung) von Minderjährigen, darf nicht von Recht gesprochen werden. Die Politiker, die anstreben dieses Gesetz zu legalisieren, machen sich der Rechtsverletzung schuldig.

  16. kerstin vucevic schreibt am :

    Lurschy und an alle die hier kommentieren: Es gibt nur einen Weg, der ist unermüdlich, in Aktion zu treten und zu agieren. Geht auf den Deutschen Bundestag = Briefkasten und laßt dort eure Meinungen,Anliegen,Forderungen und Fruste ab. Schreibt eure mail dorthin und immer und immer wieder. Ein schneller Weg, wenn tatsächlich,alle die Veränderungen fordern und diese mit Ernsthaftigkeit verfolgen, diesen Briefkasten unendlich zumüllen,dann müssen die da Oben irgendwann aufwachen und anfangen zu denken,dass ist auch ein Anfang der Veränderung. Also, reden ist wichtig, handeln notwendig. Es ist gut hier zu kommentieren, dazu muß aber gehandelt werden,bitte denkt darüber nach und geht auf die Seite vom Deutschen Bundestag – dort findet ihr alle Kontaktadressen und den Bürgerbriefkasten,Danke.

  17. Bärbel schreibt am :

    Zu
    Hildegard vom 27.07.2012

    ——————————-
    Menschen-und Kinderrechte —Grundgesetz—————

    ich stimme dem Kommentar zu,
    er spricht mir aus der Seele,–Danke dafür—

  18. Nathan Adi Major schreibt am :

    Die CDU ist vor langer Zeit als ´Zentrum´ gegründet worden um den Katholizismus in Deutschland gegen die Politik zu verteidigen. Das funktioniert immer noch, die CDU regiert und verteidigt jetzt alles religiöse und rituelle gegen die Bürger und Menschenrechte.

  19. Eva schreibt am :

    @ kerstin,

    Leider ist es so , dass unsere Regierung , wenn sie Mehrheiten hat oder wie es aussieht Partei übergreifend Mehrheit da ist, dass alles beschlossen werden kann ohne das Volk, das mehrheitlich laut Umfragen eine Beschneidung ablehnt.

    Siehe auch besonders krass ESM und die ganzen Gelder, die „verschenkt “ werden. Es gab vor der Einführung viele hochrangige Wisschaftwissenschaftler und Politiker , die den Euro ablehnten, denn zB. war es ein Irrtum zu glauben arme und reiche Länder verschwinden durch den Euro platt ausgedrückt.

    Aber es gibt wenigstrens noch das höchste deutsche Gericht oder den Europäischen Gerichtshof, die Gesetze kippen können.

    Wenn dort aber auch der Druck der Gläubigen sehr hoch bezüglich der Beschneidung ist , wird man höchstens etwas modifizieren.

  20. Lurschy schreibt am :

    @Kerstin

    leider können auch nicht alle Opfer die Kraft aufbringen um unermüdlich zu agieren und in Aktion zu treten. Die Kraft reicht oft kaum um das „Leben – das Altägliche“ zu meistern. Da bringt es nichts, nur den einen Weg als den einzig richtigen zu propagieren. Und ich persönlich bin der Überzeugung, dass die feinen Politiker doch eh nur über uns lachen und uns lustig machen – mit und ohne vollem Maileingangskrob. Wie pervide unser Rechtssystem und unser Rechtsempfinden in Deutschland ist – zeigt sich für mich immer wieder auch auf einem ganz anderen Gebiet. Wenn zum Beispiel der Politik ein Urteil des höchsten deutschen Finanzgerichtes nicht ins eigene Denken passt – ergehen einfach von ganz ganz Oben sogenannte NICHTANWENDUNGSERLASSE und schon ist das gute Urteil kassiert. Und so funktioniert unser Rechtssystem auf allen Ebenen – Leider !!!
    Gruss Lurschy

  21. kerstin vucevic schreibt am :

    Hallo Lurschy,du hast Recht,die Kräfte sind begrenzt,auch bei mir.Mein Alltag ist bestimmt,von meiner Vergangenheit,dass heißt,ich weiß nie wie der nächste Tag funktioniert,kann nie was planen oder versprechen,muß einen Moment abwarten,indem ich es aushalte unter Menschen zu gehen,um alltägliche Dinge,wie Einkaufen usw.bewältigen zu können.Ob die da oben uns auslachen ist mir in diesem Fall,für Rechtssprechung einzutreten, sowas von egal,weil auch viele Mitmenschen in meinem Lebens-Bereich, durch ihre Ignoranz über meine Art des Anderssein lachen und mich stigmatisieren. Und das ist der wunde Punkt,mich zu wehren.Danke Luschy und Gruss Kerstin.

  22. Lurschy schreibt am :

    Hallo Kerstin Vucevic
    sorry, ich glaube ich hätte nicht so deutlich werden sollen – denn du bist sicherlich nicht mein Gegner – meine Gegner sind meine Dämonen aus der Kindheit und meine Lebensgefühl ist auch heute nach 50 Jahren immer noch das gleiche: voll im Griff der Peiniger zu sein. Danke für deine Worte. Ich kann gut nachvollziehen, was dich bewegt und wie du dich fühlst. Ich hatte mir von diesem Portal für mich mehr versprochen und werde wohl das Portal verlassen. Mein Gefühl immer und überall alleine zu sein, lässt mich leider einfach nie wieder los.
    Gruss Lurschy

  23. Bärbel schreibt am :

    Hallo Lurschy,

    ich kenne dies Gefühl ,immer und überall verlassen und alleine gelassen zu sein,
    ich bin an die Öffentlichkeit gegangen,
    hiner der Bühne habe ich haushoch gewonnen–
    aber die Sticheleien gehen weiter,und ebenso die Verletzungen der Menscherechte ,
    ich kann stets nur für mich sprechen,manchmal für meine behinderte Tochter——-
    es geht für uns nur in ganz kleinen Schritten weiter,
    sich jeden Tag neu besinnen,und sich eine Freude gönnen und machen,
    so bleibt die Achtung für mich erhalten und meine Wertevorstellung,

    vielleicht schaffe ich es mit Hartnäckigkeit,
    etwas zum Schutze der Kinder bei zu tragen ,
    nur in anderer Form als Norbert Denef,
    dem meine Dank gilt und dem netzwerkB

  24. kerstin vucevic schreibt am :

    Lieber Lurschny,deine Deutlichkeit ist keine problem für mich. Was bewegt dich das Portal zu verlassen,was muß geändert werden? Spreche es doch bitte für dich und netzwerkB aus. Wenn du hier nicht sprechen darfst,wäre es fatal. Magst mal auf meine FB-seite gehen,vielleicht können wir uns austauschen, so lapide es manchmal klingt,wir haben immer noch Reserven der Kraft in uns,sonst hätten wir es nie bis ins Heute geschaft, hab Mut herzlichst Kersstin.

  25. Lurschy schreibt am :

    Hallo Kerstin, was bitte ist deine FB-Seite, Entschuldigung, aber den Begriff kenne ich nicht. Hilfe mir bitte.
    Gruss Luschy

  26. kerstin vucevic schreibt am :

    Hi,Luschy, dass ist Facebook,da kannst du mir eine persönliche Nachricht senden, gute Nacht Kerstin.

  27. Eva schreibt am :

    Diese Videos sagen alles.

  28. Anna M. schreibt am :

    Nicht nur in diesem Betroffenen-Forum, sondern auch allgemein sollte für das o.g. Video eine TRIGGERWARNUNG angebracht werden!
    Ich habe es vor einigen Wochen gesehen und war total geflasht!
    Also bitte VORSICHT! Das Schreien des Kindes ist kaum zu ertragen.

  29. Simone schreibt am :

    Eva, diese Sadisten bringen das Baby fast um. Sie verstümmeln es ohne Betäubung. Und soetwas will Merkel in Deutschland legalisieren !

  30. Wilma schreibt am :

    Das, was auf dem Video zu sehen ist, ist meiner Meinung nach keine Körperverletzung mehr, sondern das ist die Vergewaltigung eines Babies. Da wird ein kleiner Junge mit Händen und Füßen festgebunden, damit er sich nicht wehren kann, sein Vertrauen in die Menschen wird missbraucht und ihm wird massive Gewalt angetan. Eine Routineoperation, also Massenvergewaltigung von Babies. Und seine Mutter steht wahrscheinlich noch daneben. Für mich ist das nicht verständlich, wie eine Mutter in so etwas einwilligen kann. Der Arzt berichtet gefühllos, wie wenn er über das Sezieren einer toten Fledermaus erzählt. Von einer Regierung, die so etwas zulässt, ist nicht viel zu erwarten. Sollte der Papst demnächst einen Antrag stellen, auf freien Zugriff für alle katholischen Pfarrer auf kleine Jungs, dann hätte er vielleicht Chancen. Macht und Wählerstimmen sind alles. Die Kinder sind denen egal. Man sollte mal alle Abgeordneten an ihrem Sitz festbinden und sie zwingen, dieses Video anzuschauen.

  31. hildegard schreibt am :

    Noch einmal:
    Kinderrecht muss vor Elternrecht und Religionsfreiheit rangieren – das schuldet die heutige Politik dem seit Bestehen des Grundgesetzes permanent und bewusst ausgeblendeten Grundrecht der Kinder, die sich selbst gegen Gewalt weder schützen, noch ihre Rechte später einfordern konnten.

    GRUNDRECHTE sind UNVERZICHTBAR für das Grundgesetz! Wer sie ausgerechnet den Schwachen versagt, handelt gegen die Verfassung dieses Landes. Der Staat hatte auf die Einhaltung der Grundrechte für die Schwächsten verzichtet, war seiner Schutzpflicht nicht nachgekommen.
    Eklatanter Gesetzesbruch an Abermillionen Kindern darf nicht länger unter dem Schutzschirm von Verjährung verschwinden, verdrängt bleiben und fortgesetzt werden!

    Fortschritt im humanen Bereich geht von individuellen Wünschen aus, die erst dann kollektive Auswirkungen zeigen, wenn es für viele andere auch passt – eine Dynamik von innen nach außen und von unten nach oben – das war so im Missbrauchsskandal, das ist so im Kölner Urteil.

    Ohne Beachtung der Grundrechte für die Schwächsten wird die wesentliche Grundlage unserer Verfassung ausgehöhlt, geschwächt, außer Kraft gesetzt.
    Ohne die Berücksichtigung der Grundrechte besonders von schwachen und daher besonders schützenswerten Menschen begehen Rechtsvertreter schwere Unterlassungen in der Durchsetzung des für ALLE geltenden Grundgesetzes – Beamte wie Politiker sind dem unter Eid verpflichtet, zum Wohle des Volkes. Wer die konstituierenden Werte dieses Grundgesetzes verwirft, macht sich im Sinne des Gesetzes schuldig!

    Bleibende Werte werden heute kritisch hinterfragt, bleiben nicht länger ‚in Beton gegossen‘, werden neu entworfen für die neue Zeit. Sie werden heute in diversen Demokratien an anderen Standards gemessen als noch vor den Weltkriegen, an deren Altlasten wir alle noch über mehrere Generationen tragen werden.

    Zeiten der Veränderung kommen, sobald bei vielen Menschen gleichzeitig der Leidensdruck stark genug angewachsen ist. Es ist für freiheitsliebende Menschen erfreulich, wie häufig das in den letzten Jahren zu beobachten war, rund um den Globus. Wir sehen uns in guter Gesellschaft und auf einem guten Weg – wir stehen gemeinsam hier für 10 Mio. ein – allein in unserem Land.
    Einer warf den Stein ins Wasser. Anfangs wurden kleine, und dann immer größere Kreise sichtbar – eine Bewegung, die über Grenzen geht.

    Ähnlich wird es nach dem Kölner Urteil kommen; es stellte sich eine verbreitete Unzufriedenheit bei den Betroffenen selbst ein, die sich allein gelassen sahen in ihrer religiösen Gruppe, bis auch hier einer den Stein ins Wasser warf …
    Die Diskussion ist da. Die Zeit ist reif. Das Recht der freien Meinung verlangt heute in allen Bereichen des Lebens nach politischen Entscheidungen mit Offenheit und Transparenz, die unter früheren Bedingungen religiöser Selbstverständnisse nie denkbar gewesen wären.

    Das Grundrecht abhängiger Menschen ist an die erste Stelle der Rechtsansprüche zu rücken, wo es um ihre Unversehrtheit geht!
    Erwachsene können ihre Rechte miteinander aushandeln, dürfen dies jedoch nicht vorwegnehmend und irreparabel für einen noch nicht rechtsmündigen Mit-Menschen tun.

    Rigide Basta-Beschlüsse dürfen die Abgeordneten des Bundestages im Menschenrechte-Bereich nicht länger zulassen.
    Das Parlament hat seit 2010 die fatalen Folgen der Verjährungsfristen, wie auch seit dem Kölner Urteil 2012 die Folgen unmenschlicher Religionsvorschriften für unsere Zeit und vor allem für die Kinder neu zu reflektieren und mit zu verantworten; es macht sich anderenfalls der unterlassenen Hilfe für gefährdete Kinder schuldig.

    Wir wollen die Anerkennung des geschehenen Leides und die Vermeidung weiterer Menschenrechtsverletzungen an den Schwächsten unserer Gesellschaften konsequent durchsetzen – nicht mehr, nicht weniger – es reicht!

  32. Anna M. schreibt am :

    Bravo, Hildegard, dem stimme ich voll und ganz zu!

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Artikel aus den Medien

ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR.de NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE