Protestwanderung mit Holzkreuz von Wuppertal nach Köln zum Dom

20.08.2012

Am kommenden Samstag, 25. August 2012, geht es los, ich breche zu meiner mehrtägigen Wanderung von Wuppertal nach Köln zum Dom auf, um Menschen für die Unterzeichnung der Petition zur Abschaffung der Verjährungsfristen zu gewinnen.

Meine Planungen neigen sich dem Ende entgegen:

am Freitag, dem 24.8., besuche ich einen Freund in Essen-Werden, wo ich nächtigen werde. Samstag morgens fahre ich dann mit der Bahn nach Wuppertal-Barmen. Die Wanderung werde ich voraussichtlich zwischen 09 und 10 Uhr vormittags vom Vorplatz des Wuppertaler Rathauses (Johannes-Rau-Platz 1) beginnen.

Die erste Tagesetappe wird mich auf dem Wupperweg nach Solingen-Kohlfurth führen. Bei besonders guter Kondition und Witterung wandere ich am gleichen Tag noch weiter bis nach SG-Schloß Burg, wo ich bereits eine Übernachtung in einer Pension gebucht habe (ansonsten Bustransfer von SG-Kohlfurth nach SG-Burg).
Am Sonntag wandere ich von Solingen aus weiter auf dem Wupperweg bis nach Leverkusen-Opladen, wo ich mein nächstes Nachtquartier nehmen will.

Am Montag beabsichtige ich, vom Wupperweg aus bis zum Rhein zu wandern und von dort aus den Kölner Dom zu erreichen. Abends werde ich bei einem Freund in Köln übernachten und Dienstags mit der Bahn die Heimreise in die ostfriesische Heimat antreten.

Die täglichen Etappen umfassen somit rund 25 Kilometer, was auf den Tag verteilt überschaubar sein sollte.

Per Handy bin ich in der Zeit erreichbar unter der Nummer: 0151- 26350032, allerdings werde ich es nicht die ganze Zeit angeschaltet haben, da es für mich auch eine emotionale Wanderung ist, in der ich nicht ständig erreichbar sein will…

In den kommenden Tagen werde ich mich per Internet und facebook noch an verschiedene Personen wie Vereine wie öffentliche Institutionen und Medien wenden, um weitere Unterstützer und Aufmerksamkeit für mein Anliegen zu finden.

Unter anderem berichtete bereits Radio Wuppertal nach einem kurzen Telefoninterview mit mir. Leider wurde das gesamte Gespräch von rund einer Viertelstunde Länge auf nur 1,5 Minuten reduziert. Dabei wurde über die eigentliche Problematik, warum ich diese Wanderung mache (Gewinnung von Unterzeichnern der Petition zur Abschaffung der Verjährungsfristen) überhaupt nicht berichtet, und nur ein einziger Nebensatz verwendet, nämlich dass ich gegen die Katholische Kirche protestiere. Das ist zwar inhaltlich nicht ganz falsch, zumal ich sagte, dass meiner Meinung nach die Kirche nach wie vor zu wenig für die Opfer tut, doch es war meinerseits nur eine eher unbedeutende Randnotiz während des Gesprächs. Man lernt, die Presse hat ihre eigenen Ziele und verfolgt ihre eigenen Zwecke. Missbrauchte Kinder scheinen da nicht hineinzupassen. Ich muss es nehmen, wie es ist, und hoffe, dass ich auf meiner Wanderung im Gespräch mit anderen Menschen die Gelegenheit haben werde, ihnen das eigentliche Problem zu vermitteln und sie für ihre Unterzeichnung der Petition zu gewinnen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr an mich denken werdet und mir auf meinem Weg viel Glück und Erfolg wünscht

Herzliche Grüße

Euer Christophe

Meine Presseerklärung als PDF herunterladen…
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Christophe J. Paul Didillon, M.A.
Kunstmaler und Magister Artium
Sinologie – Recht – Geschichte
Eschenweg 1
D-26506 Norden (Germany)
Tel: +49 (0) 49 31 / 1 20 22
Fax: +49 (0) 49 31 / 1 20 22
Mail: didillon-art [at] web.de

14 Kommentare

  1. kerstin vucevic schreibt am :

    Die Petition kann doch nicht nur auf dem Focus Missbrauch Kirche, begrenzt sein. Geht es nicht um alle Missbrauchsopfer oder wird hier eine Spaltung gegeben zwischen Missbrauch Kirche und Missbrauch im zivilen Bereich? Mir erscheint es,hier wird ausgegrenzt. So kann ich nicht diese Aktion unterstützen. Opfer sind alle und ich bitte um Solidarität gegenüber allen Menschen,die Opfer wurden,sind.

  2. Simone schreibt am :

    Sie sind sehr mutig, ich wünsche Ihnen für Ihr Vorhaben viel Kraft !

  3. Esther Simon schreibt am :

    Lieber Christoph, ich, als Überlebende begleite Deinen Weg im Gebet. Die Verjährung für Seelenmord ( sexuelle Gewalt ) muß aufgehoben werden ! Wir „haben lebenslänglich“ und lebenslänglich muß das Verbrechen auch strafbar sein. Danke für Dein Enganement. Esther

  4. Larissa schreibt am :

    Ich denke an dich ,Christophe
    Ich finde es toll dasihr hier solche Aktionen macht .
    Ich finde keine kräfte mehr , bei euren Vorhaben mal mitzumachen .
    Weil ich auch heute noch in ner anderen Sache , sehr vertig gemacht werde
    Ich binn eine Familiären Betroffne.
    Ich binn froh das einige heute die Kraft haben gegen die Politik zu streiken .
    Ich meine durchgelesen zu haben , das du heute wieder auf der Heimreise bist .
    Liebe Grüße

    Larissa

  5. hildegard schreibt am :

    ‚… hier wird ausgegrenzt‘??? – Christophe tut GUT daran, in Interviews die rkk – wenn auch nur in einem Nebensatz!!! – zu erwähnen, zumal er betont „… es war meinerseits nur eine eher unbedeutende Randnotiz“ – so viel zum Thema ‚Spaltung‘.
    Wer [noch …!] die Stärke besitzt, in der Öffentlichkeit symbolisch für unsere gemeinsame Sache einzustehen, dem ist zu danken im Namen all der zahl – und namenlosen Überlebenden und NICHT-Überlebenden , es ist gut, dass es EUCH gibt!!!

    Spalten tut diese heuchlerisch mitschuldige Gesellschaft, die immer noch das Tabu beschweigen will und noch nicht erkennt, wie sie als GANZES von diesen Verbrechen verseucht und versaut wurde.

    Da palavern gescheite BesserwisserInnen (aller Parteien!!!) von Verlängerung der Fristen, statt mit uns das Grundrecht als Grundlage vom Grundgesetz vielleicht doch noch vor seinem Untergang zu retten …!

    Ein himmelschreiender Justiz-Irrtum muss hier und heute erkannt, bekannt und wieder gut gemacht werden!!

    DER Aufschrei blieb aus, und DER wäre überfällig …!

    STOPPT DEN SEELENMORD!
    SCHAFFT DIE VERJÄHRUNGEN AB! … und sucht endlich nach den Gründen – ihr werdet sie (gerade auch r-k.!!!) finden!

  6. Paul Didillon schreibt am :

    @ Frau Vucevic

    Liebe Frau Vucevic,

    die Petition von Norbert Denef wie auch meine Wanderung beinhaltet ganz klar sämtliche Opfer von Missbrauch. Es wäre fatal, würde man hier eine Spaltung in verschiedene Betroffenengruppen unternehmen. Leider jedoch versuchen es die Medien sehr häufig, den Focus lediglich in Richtung Kirche auszurichten, und dabei das weit komplexere Problem Kindesmissbrauch an sich nahezu vollkommen zu vernachlässigen… Das ist sehr bedauerlich! Um so mehr zeigt es, wie rückständig unsere angeblich so „offene“ Gesellschaft noch immer ist und wie wichtig unser gemeinsamer Kampf ist.
    Es kann und darf nicht verschieden gewertet werden, wer wo und wie missbraucht oder misshandelt wurde, sondern es zählt einzig, dass die Rechte für ALLE einstigen wie heutigen Kinder erweitert werden. Also weg mit den Verjährungsfristen!

    Herzliche Grüße

    Ihr Paul Didillon

  7. Anna M. schreibt am :

    Super Aktion!
    Viel Glück und Erfolg!

  8. Elke B schreibt am :

    Ich find die Aktion gut.Und auch das er das Kreuz auf seinen Schultern trägt.Denn für mich ist die Macht der Religionen immer noch der ausschlaggebende Punkt von Kindesbeeinflussung,Machtmissbrauch,Körperverletzung von Schutzbefohlenen und allen anderen Mißhandlungen im Namen der Religionsgemeinschaften.Und eben weil alles im Kindesalter geschieht,ists verjährt.Und ich meine damit alle Religionen der Welt.Lasst endlich die Kinder in Ruh.

  9. elvira schreibt am :

    Danke an Elke. B. Du sprichst mir aus dem Herzen und ich weis aus eigener Erfahrung, dass das so ist. Für mich sind alle Religionsführer „Traumatisierer“, die die „OPFER“ schon in frühester Kindheit schwerst verletzen an Seele und Körper. (Beschneidungsdebatte) oder in der Kath. Kirche durch Selbstprogrammierung (Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld“) um die anschließend sich klein-und unwürdig fühlenden Menschenkinder auch noch als „Erwachsene Gotteskinder“ zu missbrauchen…bis heute!
    Da hilft nur eins: Austritt aus dem krankmachenden Täter-Opferkreislauf.
    Mir hat Meditation geholfen. Immer wieder ins NICHTS eintauchen, in die Stille, immer mehr ins Zeugenbewusstsein heineinwachsen. Die Gedanken und Gefühle lediglich beobachten.
    ALLES GUTE DIR AUF DEINEM „KREUZ-WEG“ von
    Elvira

  10. Bernd R. schreibt am :

    Das Kreuz soll ja die Zuschauer auf dem Weg aufmerksam machen. Zwangsläufig erinnert das Kreuz auch an die großen Religionsgemeinschaften. Letztlich geht es aber um alle Menschen, die jetzt gerade Opfer von Gewalttaten sind, und um alle diejenigen, die solche Erlebnisse in sich tragen, ohne ein Recht auf Anerkennung und auf Unterstützung zu haben. Auch sexualisierte Gewalt ist Gewalt. Gewalt muss geächtet werden und den Opfern muss geholfen werden.

  11. Anonymus schreibt am :

    viel Glück und bleib gesund Christophe !!!! Obs was bringt? Ich wage es zu bezweifeln-wie alles in diesem Land!!! Schönen Sonntag Euch allen noch

    eine traurige Seele-voller Schmerz und Pein!!!

  12. Bärbel schreibt am :

    Anonymus——————————-

    eine traurige Seele ————–

    lass den Kopf nicht hängen,hatte eine schwierige Woche,

    können -konnten nur wenige Menschen verstehen ,

  13. Anna M. schreibt am :

    Hallo Christophe,
    wie war deine Wanderung?

  14. Paul Didillon schreibt am :

    Die Wanderung hat mir sehr gut getan. Von Anfang an habe ich keine Wunder erwartet. Mir war klar, dass ich damit nicht die „Welt verändern“ werde, aber es war schön, mit Menschen über das Problem zu reden und sie dafür zu gewinnen, die Petition zu zeichnen. Darunter waren Menschen, die wohl nie weiter darüber nachgedacht hätten, und die erst dazu kamen, weil sie von meiner beschwerlichen Kreuzwanderung beeindruckt waren. Jede einzelne Stimme ist ein Erfolg, und das ist es, was mir zeigt, dass diese Wanderung richtig war.

    Nun bin ich wieder zu Hause und freue mich für meine Füße, die sich nun erholen können – bis zum nächsten Mal!

    Herzliche Grüße von Christophe

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