Tausendfacher Missbrauch durch Therapeuten in Deutschland

24.11.2012: FOCUS

Der Fall an der Charité schockiert Deutschland: Ein Pfleger soll in dem Berliner Krankenhaus eine 16 Jahre alte Patientin missbraucht haben. Ein Einzelfall? Keineswegs. Ein Experte klagt an.

Ob der 50-jährige Arzt aus Rastede, der traumatisierte Patientinnen vergewaltigte, oder der 54-jährige Arzt aus Berlin, der sich bei fünf Frauen sexuelle Übergriffe erlaubte: Immer wieder nutzen Ärzte, Therapeuten oder Pfleger das Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten aus, um sich sexuell an ihnen zu vergehen. Nicht immer trifft es erwachsene Patienten. Vor wenigen Tagen soll ein Pfleger an der Berliner Charité ein 16-jähriges Mädchen missbraucht haben. In der Kinder-Intensivstation im Klinikum Berlin-Buch verging sich ein Pfleger vor zwei Jahren an drei wehrlosen Jungen, neun, fünf und acht Jahre alt. Wieviele derartige Übergriffe es gibt – darüber schweigt die Statistik, denn es gibt keine aussagekräftigen Zahlen. Und nicht immer werden die Täter auch in die Verantwortung gezogen. Missbrauch durch Ärzte – ein Tabuthema und zwar nicht nur in Deutschland.
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12 Kommentare

  1. Wilma schreibt am :

    Es gibt in Deutschland ungefähr zehn Arztbewertungsportale, das bekannteste davon ist jameda.de, das 2008 von der Tomorrow focus AG aufgekauft wurde. Psychologen und Therapeuten sind Mitglied der kassenärztlichen Vereinigung daher dort integriert. Es fehlt in Deutschland ein unabhängiges Therapeutenbewertungsportal, das in der Hand von Patienten liegen sollte. Bei den anderen Portalen ist es nie so richtig klar, inwieweit sie mit den Ärzten zusammenarbeiten. Mit einem solch unabhängigen Portal könnte man sowohl Einfluss nehmen auf die angebotenen Therapien als auch viel schneller darauf aufmerksam machen, wenn irgendwo mit einem Therapeuten etwas „faul“ ist. Ich schätze mal, der Sebastian Denef weiß bestimmt, wie man so etwas aufzieht, aber der ist bestimmt mit netzwerkb voll ausgelastet.

  2. Wilma schreibt am :

    Es gibt in Deutschland ungefähr zehn Arztbewertungsportale, das bekannteste davon ist jameda.de, das 2008 von der Tomorrow focus AG aufgekauft wurde. Psychologen und Therapeuten sind Mitglied der kassenärztlichen Vereinigung und daher dort integriert. Es fehlt in Deutschland ein unabhängiges Therapeutenbewertungsportal, das in der Hand von Patienten liegen sollte. Bei den anderen Portalen ist es nie so richtig klar, inwieweit sie mit den Ärzten zusammenarbeiten. Mit einem solch unabhängigen Portal könnte man sowohl Einfluss nehmen auf die angebotenen Therapien als auch viel schneller darauf aufmerksam machen, wenn irgendwo mit einem Therapeuten etwas „faul“ ist. Ich schätze mal, der Sebastian Denef weiß bestimmt, wie man so etwas aufzieht, aber der ist bestimmt mit netzwerkb voll ausgelastet.

  3. Doro schreibt am :

    Man kann – in Deutschland und anderswo – Pfarrern nicht trauen, Nonnen nicht, Lehrern nicht, Pflegern nicht, Eltern nicht, Großvätern nicht, Trainern nicht, Ärzten nicht (auch nicht Kinderärzten!), Psychologen nicht, Therapeuten nicht, …

    In was für einer kranken Gesellschaft leben wir bloß???

  4. Doro schreibt am :

    Man kann in Deutschland (und anderswo) Pfarrern nicht trauen, Nonnen nicht, Polizisten nicht, Richtern nicht, Lehrern nicht, Pflegern nicht, Erziehern nicht, Eltern nicht, Großvätern und Onkel nicht, Ärzten nicht (auch nicht Kinderärzten!), Psychologen nicht, Therapeuten nicht, Kirchen nicht, Krankenhäusern nicht, Jugendämtern nicht, Gerichten nicht, …

    In was für einer kranken Gesellschaft leben wir eigentlich???

  5. Bärbel schreibt am :

    Tausenfacher Missbrauch…………………..

    Es ist schockierend,
    für mich als Mutter und gesetzliche Betreuerin
    einer erwachsenen Tochter in Abhängigkeit…….
    so etwas zu wissen und erfahren,
    insgesamt lässt der Schutz der Kinder zu wünschen übrig,Missstände öffentlich zu machen,
    oder öffentlich getan zu haben,kostet sehr viel Mut und Kraft,
    leider wurde in unserem Fall ,wenn auch nicht direkter Missbrauch stattfand,
    die Würde und die Persönlichkeitsrechte meiner Tochter verletzt.
    Inzwischen stand ich schon 3 x vor Gericht,
    und wurde als Täter vorgeführt,
    das hat Spuren bis dato hinterlassen.
    Die vorgetragenen Verletzungen der Menschenwürde und der UN-Konventionen standen nie
    zur Debatte,und dies hat System,
    unbequeme und fordernde Menschen werden zum Spielball der Menschen,die an der Macht interessiert sind,und nicht die Interessen der Kinder vertreten,

    nur durch wenige gute Menschen und deren Unterstützung habe ich mein/unser Leben weiter führen können

  6. Simone schreibt am :

    Sex. Missbrauch durch einen Kinder -und Jugendlichenpsychotherapeuten mußten wir erleben. Dieser „Therapeut“ hat überwiegend kleine Jungen „therapiert“. Er hat seine Praxis in dem Dorf S——ingen in der Südpfalz.

  7. bey schreibt am :

    Der Arzt, der mich mißbrauchte, hätte meinem Leben besser gleich ganz ein Ende setzen sollen.

  8. Sarah Mohn schreibt am :

    Es gibt eine unabhängige Beschwerdeanlaufstelle Psychotherapie:
    Seit dem 2. August 2010 wird die neue „Anlaufstelle für Beschwerden zur Psychotherapie“ Patienten zu Problemen beraten, die im Laufe einer Psychotherapie auftreten können.

    Bei der zusätzlichen Anlaufstelle mit Sitz in Köln können sich Patienten telefonisch über eine spezielle Telefonnummer sowie datengesichert über eine Online-Anfrage anonym beraten lassen. In einer ersten Pilotphase war die Anlaufstelle zunächst zwei Stunden in der Woche telefonisch direkt erreichbar.

    Zu diesen Themen bietet die Anlaufstelle umfassende Beratung:
    1.. bei Fragen zu Berufspflichten oder Patientenrechten in der Psychotherapie,
    2.. bei Zweifeln, ob das Therapeutenverhalten der Berufsordnung entspricht oder ob eine Therapie fortgeführt werden soll,
    3.. bei Beschwerden über das Verhalten des Psychotherapeuten,
    4.. bei Informationsbedarf über offizielle Beschwerdewege zum Beispiel bei den Psychotherapeutenkammern.

    Die Anlaufstelle für Beschwerden zur Psychotherapie erreicht man telefonisch montags von 10 bis 12 Uhr über 0221-16 95 21 49 sowie Online datengesichert
    über die Webseite der UPD Unabhängige Patientenberatung Deutschland http://www.upd-online.de

  9. Simone schreibt am :

    Danke für die Info, Sarah! Werde dort anrufen.

  10. elvira schreibt am :

    Es gibt eine übergeordnete Stelle in Köln. Profis!
    Warum Umwege gehen?

    Einfach unter http://www.psychotraumatologie.de

    googeln und Sie treffen auf seriöse FACHLEUTE!

    Dafür kann ich Zeugnis ablegen!

  11. kristina schreibt am :

    habt ihr erfahrungen mit trauma-therapie per telefon, um die traumatische therapiesituation zu heilen?? (in einem raum mit th. funktioniert bei mir nicht, wegen fast sofortiger flashbacks) gibt es sowas? danke.

  12. Traumatherapie ist per Telefon oder Skype nicht möglich. Zu groß ist die Gefahr, dass die Situation kippt und der/die Therapeut(in) dann nicht genug stützen kann. Es besteht aber immer die Möglichkeit, eine Person Ihres Vertrauens mitzubringen. In unserer Praxis (wie in vielen anderen auch) werden alle Termine aufgezeichnet, mit Einverständnis der Patienten. So besteht eine hohe Sicherheit für Patienten (und Therapeuten). Fragen Sie bei Ihrer Therapeutin danach, das wird Ihnen heutzutage niemand verübeln.

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