Opfer von Massenvergewaltigung in Indien gestorben

29.12.2012: ARD Tagesschau

Zwölf Tage nach der Vergewaltigung durch sechs betrunkene Männer in Neu Delhi ist die bei der Tat schwer verletzte 23-jährige Inderin gestorben. Das teilte das behandelnde Krankenhaus in Singapur mit. Die Studentin war zuvor mit schweren inneren Verletzungen in die Spezialklinik transportiert worden….

Indiens Männer-Gesellschaft ist das Problem

Nicht fehlende Gesetze sind das Problem, sagt Sozialwissenschaftlerin Ranjana Kumari, sondern die fehlende Debatte über das versteinerte Denken in Indiens traditioneller Männer-Gesellschaft: „Solange wir nicht ehrlich über unsere Geisteshaltung diskutieren, werden Männer weiter glauben, dass sie das Recht haben, die weibliche Sexualität zu kontrollieren. Wenn wir nicht aufhören, die Opfer zu Tätern zu machen, werden wir noch viele Vergewaltigungen erleben.“

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10 Kommentare

  1. Lisbeth schreibt am :

    Es gibt auch Stimmen, die argumentieren, dass die junge Frau in die Klinik nach Singapur aus politischen Gründen verlegt wurde, nicht um ihr die beste medizinische Versorgung zu geben – welche auch in der Klinik in Indien möglich gewesen wäre – sondern um die politische Situation zu entschärfen. Eine Verlegung für einen Intensivpatienten ist immer auch ein zusätzliches Risiko.
    Hier ist ein englisch-sprachiger Artikel über die rape culture (Vergewaltigungskultur) in Indien. Viele Aspekte die hier gelistet werden, gelten auch hier in Deutschland:
    http://www.countercurrents.org/mehta291212.htm

  2. Rosa Bernadette Panhuber schreibt am :

    Zutiefst erschüttert vom Tod der 23jährigen Inderin die auf so grausame Weise vergewaltigt wurde, rufe ich alle Frauen dieser Welt auf ein lautes und nachhaltiges Stop zu rufen! Es ist eine Schande für die indische Regierung gegen die berechtigten Proteste des eigenen Volkes, zu dessen Vertretung sie berufen wurden,- mit Polizeigewalt vorzugehen, und sich hinter Parlamentsmauern zu verstecken. Scheinbar vergessen die Politiker der einzelnen Nationen was eigentlich ihre Aufgabe wäre, für die sie auch entsprechend entlohnt werden und zwar vom Volk!! Vergewaltigungen zu verniedlichen, den Frauen und Mädchen die Würde zu rauben, ist nicht nur ein nationales Thema sondern ein internationales. Es ist Zeit dem massiv entgegen zu wirken, der Gleichmütigkeit und der Brutalität Einhalt zu gebieten. Keiner dieser Männer wäre am Leben, hätte nicht eine Frau im das Leben geschenkt!!!!

  3. Hans-Joachim Münster schreibt am :

    Vergewaltigungen von Frauen, und dann auch noch mit Todesfolge, sind die schwersten Verbrechen, die mit der ganzen Härte des Gesetzes zu bestrafen sind. Im vorliegenden Fall , aber auch generell, wären Kastration und lebenslängliche Sicherungsverwahrung aus meiner Sicht ein wegweisendes Urteil. Männer dürfen nicht mehr davon kommen, nie wieder !

  4. max schreibt am :

    Muss es nicht heißen, „Vergewaltigungen, und dann auch noch mit Todesfolge, sind die schwersten Verbrechen, die mit der ganzen Härte des Gesetzes zu bestrafen sind. ….“ ?

  5. Elisabeth schreibt am :

    Max: stimmt, der Sprachgebrauch ist hier wichtig. Obwohl absolut betrachtet mehr Frauen Opfer werden als Männer, sollte man sich immer wieder klar machen, dass auch Männer und Jungen Opfer werden und genauso Unterstützung und Rückhalt brauchen. Und dass es auch Täterinnen gibt, die dann genauso hart bestraft werden müssen wie Männer. Der einseitige Sprachgebrauch verfestigt Klischees, auch, wenn das ungewollt geschieht.

    Zum Fall der Inderin kann ich nur hoffen, dass sich etwas ändert und ihr grausamer Tod nicht ganz umsonst war. Leider habe ich gelesen, dass es in der Zwischenzeit bereits wieder zwei ähnliche Verbrechen gab. Ihre Familie und ihr Freund tun mir so leid. Wie furchtbar muss es sein, die Tochter, die Schwester, die Freundin auf diese Art zu verlieren? Ich bewundere die Menschen, die derzeit auf die Straße gehen und für mehr Gerechtigkeit bei sexualisierter Gewalt protestieren, und wünsche ihnen viel Kraft und Ausdauer!

  6. Daniela schreibt am :

    Kann mir jemand sagen was im “ Gesetztbuch “ von Indien steht über Vergewaltigung -?? Muss ein Referat halten somit sollte ich auch gut informiert sein über das Gesetz in Indien . Danke

  7. Serienopfer schreibt am :

    In Indien gilt das Indian Penal Code (IPC).

    Ziffer 375 erlaubt die Vergewaltigung der Ehefrau, wenn sie nicht unter 15 Jahre ist.

    Ziffer 376 beinhaltet den Straftatbestand zur Vergewaltigung. Vermutlich wird darin definiert, welche Formen der Gewalt als Vergewaltigung und welche als Körperverletzung gewertet werden.

    Im Ausblick muss diese Gewalt natürlich als Teil der häuslichen Gewalt und als Teil der Gewalt gegen Frauen überhaupt gesehen werden, was aktuell in Indien auch geschieht.

    http://www.indialawjournal.com/volume2/issue_2/article_by_priyanka.html

  8. Eva schreibt am :

    Obwohl die indischen Gesetze zum Himmel schreiben gibt es noch Steigerungen im Iran.

    Iran: Frauen dürfen in Zukunft erst ab dem 50. Lebensjahr ohne Vollmacht von Ehemann oder Vater ins Ausland reisen

    Die neue Gesetzeslage entspricht laut iranischem Nationalkomitee dem islamischen Gesetz

    Zitat: aus

    http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1865
    (Institut für Islamfragen, dh, 22.01.2013) Sahra Sidjadi, die Vertreterin des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad in Angelegenheiten, die Familien und Frauen betreffen, verteidigte Anfang Dezember 2012 das Verbot für Frauen, ohne Genehmigung ihres Bevollmächtigten [d.h., ihres Vaters oder Ehemannes] ins Ausland reisen zu dürfen. Dies war eine Reaktion auf den kurz zuvor erlassenen Beschluss des Nationalkomitees im Beratungsausschuss des Iran. Frau Sidjadi sagte wörtlich: „Denn der Geist einer Frau wird erst im Alter von 40 Jahren vollständig. Ab dem 40. Lebensjahr darf eine Frau das Land [den Iran] verlassen, um [im Ausland] zu studieren. Frauen unter 40 Jahren dürfen weder das Land verlassen noch einen Reisepass erhalten, es sei denn, ihre Bevollmächtigten würden dies genehmigen.“ Und: „Da Frauen im Alter von 40 bis 50 Jahren die Erlaubnis ihrer Ehemänner benötigen, um einen Reisepass zu bekommen, müssen die Frauen [unter 40 Jahren] die Erlaubnis ihrer Väter einholen, um [überhaupt] verreisen zu dürfen.“

  9. Serienopfer schreibt am :

    Ich halte es für einen schwierigen Ansatz, über die Themen „Reisefreiheit“ und „Entmündigung“ Rückschlüsse auf das Problem der Gewalt zu ziehen.

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