Bundesweite Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ gestartet

10.01.2013: Hamburger Abendblatt

Neutrale Unabhängige Forschung zum Missbrauchsskandal der Kirche gefordert. Aufarbeitung dürfe nicht verantwortlichem Institution überlassen werden….

…Sprechen, nicht totschweigen

Im Mittelpunkt der neuen Kampagne steht Rörig zufolge die Aufklärung in Familien, Kindertagesstätten, Schulen, Heimen, Sportvereinen und Kirchengemeinden. „Eltern und alle, die beruflich und in ihrer Freizeit mit Kindern arbeiten, sollten durch die Kampagne ermutigt werden, in Einrichtungen und Institutionen das Thema offen anzusprechen und Schutzkonzepte einzufordern.“

Die Kinderschutzorganisation Innocence in Danger kritisierte, über sexuellen Missbrauch müsse „nicht abstrakt und angedeutet, sondern konkret und genau“ gesprochen werden. Der Schutz der Kinder verlange mehr als eine Kampagne, die zum Reden ermutige, sagte Geschäftsführerin Julia von Weiler. Sie forderte „eine deutlich bessere finanzielle und personelle Ausstattung des gesamten Kinderschutzes“.

Konsequenzen gefordert nach Scheitern der Kirchen-Studie

Nach dem Scheitern einer umfangreichen Studie zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche haben Experten und Betroffene Konsequenzen für die Aufarbeitung gefordert. Der Fachbeirat des Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten, Matthias Katsch, verlangt ein Eingreifen von Bundesregierung und Bundestag. „Es braucht den Druck des Staates, beispielsweise eine Enquete-Kommission des Bundestags einzurichten, die sich des Missbrauchs systematisch annimmt“, sagte er der „tageszeitung“ vom Donnerstag.

Der Vorsitzende des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB), Norbert Denef, fordert strengere Gesetze zur Aufklärung von sexuellem Missbrauch. Im Bayerischen Rundfunk sagte er: „Wir brauchen eine klare Gesetzesreform, wir brauchen eine Anzeige- und Meldepflicht.“ Vorgesetzte müssten verpflichtet werden, Täter anzuzeigen. Derzeit schütze der Staat nur die Kirche, beklagte Denef. Der 63-Jährige wurde als Kind jahrelang von einem katholischen Priester missbraucht.

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17 Kommentare

  1. Doro schreibt am :

    In einem Interview mit der taz gibt sich der Regisseur der Kampagnen-Spots, Daniel Levy, als ziemlich uninformiert zu den Zusammenhängen und Hintergründen von sexualisierter Gewalt an Kindern zu erkennen. U.a. begründet er seine Entscheidung, in den Spots keine Missbrauchsszenen zu zeigen, damit, dass er (Zitat:) „Räume, die wir hell behalten wollen!“ zeigen wolle. Sie sollen dazu animieren, etwas dafür zu tun, dass Kinder in solchen „hellen Räumen“ aufwachsen können, so Levy.

    Für mich ist das unverständlich, und eigentlich auch unfassbar.

    Genau diese Weigerung einer ganzen Gesellschaft, das Dunkle in ihrer Mitte sehen zu wollen, IST die größte Barriere für Betroffene, von Missbrauchserfahrungen zu berichten!

    Genau dieses Festhalten an einer (vermeintlich) „heilen Welt“, an „hellen Räumen“, macht Außenstehende blind für die Signale und taub für die Sprache der Betroffenen! Was es nicht gibt (geben darf), darüber kann auch nicht gesprochen werden.

    Wer „Räume hell behalten will“ versagt denjenigen, die „beschmutzt“ wurden (durch die Täter) den Eintritt. Er schickt sie zurück in die dunkle Hölle der Täter.

    Wo viel Licht ist, ist bekanntlich viel Schatten. Und denjenigen, die sich im Schatten der „hellen Räume“ herumtreiben (Täter), könnte nichts Besseres passieren, als dass sie vor lauter Starren auf die Helligkeit nicht wahrgenommen werden.

    Herr Levy hat sich „entschieden, Bewusstsein zu generieren, das nicht von Schwere begleitet ist“. Wie schön für ihn. Den Betroffenen von sexueller Gewalt ist diese Entscheidung leider nicht vergönnt gewesen. Aber das ficht Herrn Levy offensichtlich nicht an.

    Herr Levy glaubt, wenn man Kinder in Missbrauchssituationen zeigen würde, würde man suggerieren, dass jeder Raum ein Missbrauchsraum ist. – ….? Soll das seriöse Information und Aufklärung sein?

    Tatsache ist: JEDER RAUM IST EIN (POTENZIELLER) MISSBRAUCHSRAUM! Das heißt nicht, dass er überall stattfindet, aber es heißt, dass er überall stattfinden KANN! Es gibt keine definierbaren Zonen, wo Kinder nicht gefährdet sind! Keine Kirche, keine Schule, keine Familie, nirgends! Wenigstens das sollten wir aus der jüngsten Zeit gelernt haben.

    Ehrlich gesagt, möchte ich mir gar nicht ausmalen, was es bedeutet, dass der Bundesmissbrauchsbeauftragte einen solchen Kampagnenfilm absegnet.

    (Hier das Interview: http://www.taz.de/!108753/)

  2. Doro schreibt am :

    Aktuelle Meldung auf SPIEGEL Online (15.01.2013):

    Der ARD-Thriller “Operation Zucker”, der das Thema “Kindesmissbrauch” (bei SPIEGEL “Kinderprostitution” genannt) zum Inhalt hat, wird “geschönt”, weil er “für die beste Sendezeit (…) offensichtlich zu deprimierend, das Ende des Films zu hoffnungslos” ist.

    Aufgemerkt: Es gibt keine exzessive Gewalt in “Operation Zucker”. Der Menschenhandel erscheint als geradezu nüchternes Gewerbe, das aus Papierkram, Autofahren und viel Schweigen besteht. (Zitat SPIEGEL Online)

    Nein, was stört, ist das “hoffnungslose Ende” des Films.

    Da haben wir sie also wieder, die “Räume”, die die Gesellschaft “hell behalten will”. Nur nicht zu viel traurige Wahrheit – das stört uns…. Und die Hoffnungslosigkeit dieser Kinder deprimiert uns so….

    Zum geplanten Sendetermin am Mittwoch in der Primetime läuft nun eine gekürzte Fassung, die dem Schluss der Geschichte ein wenig von seiner “unversöhnlichen Wucht” nimmt, schreibt SPIEGEL Online.

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/operation-zucker-ard-thriller-ueber-kinderhandel-mit-nadja-uhl-a-876544.html

    (PS: Die Originalversion von “Operation Zucker” ist am Mittwoch ab 22 Uhr in der Mediathek des Ersten abrufbar und wird Donnerstagfrüh um 0.20 Uhr in der ARD zu sehen sein. Also: Aufnahmegeräte programmieren!)

  3. Sarah Mohn schreibt am :

    Das Taktlose und Unsensible an dieser „Werbe“ Kampagne ist, dass sich die Macher und Verantwortlichen für ein Symbol entschieden haben, dass sat. rit. Missbrauchte und Opfer, Betroffene, die an Sadomasoszenen verkauft werden, schwer triggern könnte, da dieses Andreaskreuzsymbol in o.g. Kreisen eines von vielen Folterinstrumenten ist!!!
    Obwohl die Verantwortlichen dieser Kampagne mehrmals auf diese Retraumatisierungs- und Triggergefahr des Andreas – Kreuz – Symbols hingewiesen wurden, sah man keinen Nachbesserungsbedarf und wiegelte die berechtigte Kritik ab, man ignorierte den wahrenden Hinweis schlichtweg.

    Soviel zur Sensibilität für aktuelle Opfer und Altbetroffene des Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten Rörig!!!

  4. Sarah Mohn schreibt am :

    Mir wird schlecht, wenn ich das Interview mit diesen Levy lese. Was hat Rörig nur geritten, sich für diesen Ahnungslosen und Tatsachen – Verblender, hellraumsüchtigen Theaterspieler zu entscheiden.

  5. In Zusammenhang mit der Aufdeckung von Kindesmissbrauch, Wem gebührt die Ehre – und wem die Verdammnis?.

    DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND sieht es nicht für notwendig an eine anständige mit Gesetzeskraft gestärkte vollumfängliche UNTERSUCHUNG VON KINDESMISSHANDLUNG UND KINDESMISSBRAUCH *IM INSTITUTIONELLEN BEREICH* (von 1945-2013) in ihrem Land einzuleiten und durchzuführen.

    DIE BUNDESREPUBLIK ÖSTERREICH sieht es nicht für notwendig an eine anständige mit Gesetzeskraft gestärkte vollumfängliche UNTERSUCHUNG VON KINDESMISSHANDLUNG UND KINDESMISSBRAUCH *IM INSTITUTIONELLEN BEREICH* (von 1945-2013) in ihrem Land einzuleiten und durchzuführen.

    DIE SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSENSCHAFT / CONFÉDÉRATION SUISSE sieht es nicht für notwendig an eine anständige mit Gesetzeskraft gestärkte vollumfängliche UNTERSUCHUNG VON KINDESMISSHANDLUNG UND KINDESMISSBRAUCH *IM INSTITUTIONELLEN BEREICH* (von 1945-2013) in ihrem Land einzuleiten und durchzuführen.

    DIE DEUTSCHSPRACHIGEN MEDIEN IN DEUTSCHLAND, IN ÖSTERREICH UND IN DER SCHWEIZ sehen es nicht für notwendig an über die Einleitung seitens der BUNDESREGIERUNG IN AUSTRALIEN – und der offiziellen Bekanntgebung der Einleitung am 13.01.2013 seitens Premierminister Julia Gillard – einer anständigen mit Gesetzeskraft gestärkten vollumfänglichen UNTERSUCHUNG VON KINDESMISSHANDLUNG UND KINDESMISSBRAUCH *IM INSTITUTIONELLEN BEREICH* IN AUSTRALIEN (von 1945-2013) zu berichten.

    AUSTRALIAN GOVERNMENT WEBSITE –
    Royal Commission into Institutional Responses to Child Sexual Abuse @ http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/Pages/default.aspx

    AUSTRALIAN GOVERNMENT WEBSITE –
    Australian Government formally establishes Royal Commission ( 13.01.2013 ) @ http://www.attorneygeneral.gov.au/Media-releases/Pages/2013/First%20Quarter/11January2013-GovernmentformallyestablishesRoyalCommission.aspx

    AUSTRALIAN GOVERNMENT WEBSITE –
    Transcript of Joint Press Conference ( 13.01.2013 ) @ http://www.pm.gov.au/press-office/transcript-joint-press-conference-31

  6. Bärbel schreibt am :

    Die katholische und die angelikanische Kirchen haben bis kurz vor den olympischen Spiele in Kanada mit dem Wissen der kanadischen Regierungen,
    sich schwerster Vergehen bis in die 80-Jahre an den Ureinwohnern schuldig gemacht———————–

    ein „WEISSER ANWALT“ hat es öffntlich gemacht,
    ———————————————–
    Dadurch wurden er und seine Familie bedroht,
    er lebt Heute an einem anonymen Ort
    bei den olymischen Spielen zeigte man sich von der besten Seite,und einige der Ureinwohner wirkten bei der Gestaltungen der ERÖFFNUNGS-UND ABSCHLUSSFEIER MIT:
    Die Verantwotlichen der Misshandlungen,des Missbrauches werden und wurden nie vor ein Gericht zitiert,
    über meinen Fall,darf ich nicht berichten ,weil so die Staatsanwaltschaft,—die WfbM ——–,alles nur für eine Bagatelle hält,und das Unrecht ,innerhalb von 3 Monaten nicht mehr gerichtlich geahndet wird,
    so darf ich keine Aussagen mehr machen als Betreuerin meiner Tochter ———————

  7. Bärbel schreibt am :

    Ja ,Sarah Mohn,
    ja mir wird oft übel,
    wer kritisiert,sich für die Schwachen,
    und deren Rechte einsetzt,
    der wird gemobbt,isoliert,usw, letztendlich ist es meine behinderte Tochter dann,die es aus zu baden hat.
    Unbeschreiblich———————–

    Trotzdem,ohne meine Freunde,wäre mein Leben ,
    an einigen Tagen ohne Sonnenschein
    starke Eltern,starke Kinder

  8. Simone schreibt am :

    Doro, danke für den Filmtipp. Der Film erinnert mich etwas an unseren „Fall“. Ich meine die Vertuschung und Behinderung der Ermittlungen. Die Schwester des Täters arbeitet bei der Kriminalpolizei Hamburg, leitet dort eine Abteilung. Eine Polizistin die bei dem Täter ermitteln wollte (Hausdurchsuchung, PC-Kontrolle), wurde beurlaubt und dann versetzt. Unser Anwalt erhielt nur ein Teil der Akten, der wichtigere Teil der Akten war plötzlich weg. Daraufhin rief ich die zuständige Staatsanwältin an, diese sagte, da stimme irgendetwas nicht, sie will sich kümmern. Sie beabsichtigte Anklage gegen den Täter zu erheben. Am folgenden Tag rief mich die Staatsanwältin an, sie sagte, sie wird in der nächsten Woche unerwartet zu einem anderen Gericht versetzt, sie könne leider nichts mehr für uns tun. Unsere Betreuerin vom Kinderschutzbund sagte, das wohl jemand im Hintergrund die Fäden zieht. Die Täter sollten geschützt werden, einer der Täter, Alfred K., ist ein bekannter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut , er ist der Präsident einer Vereinigung von Psychotherapeuten in unserem Bundesland. Das es solche Mafia-ähnlichen Netzwerke in Deutschland gibt, erfuhr ich auch durch den „Sachsensumpf“ in Leipzig ( Richter u. „hochrangige“ Personen vergewaltigten Kinder in einem Kinderbordell).

  9. Sarah Mohn schreibt am :

    Das habe ich eben auf der Diskussionsplattform ARD zu dem Film „Operation Zucker“ auf dem Doro weiter oben hingewiesen hatte, gelesen.

    Zitat: „@admin: ich bin investigativer journalist und recherchiere mit kollegen seit jahren zu dem thema. auch zu rituellem missbrauch von kindern. wir besitzen hunderte seiten vom fall natascha kampusch: dokumente die z.T. höchst vertraulich sind. auch in diesem fall geht es um hochrangige persönlichkeiten und einen pädophilenzirkel, auch wenn dies immer wieder dementiert wird. wir werden mit unseren ergebnissen bald an die öffentlichkeit gehen. respekt für den film. [Email-Adresse entfernt]“

    HOCHRANGIGE PERSÖNLICHKEITEN!!!
    Da geht also in Bälde eine saftige Bombe hoch. Sehr mutig und längst überfällig!

  10. Simone schreibt am :

    @Sarah Mohn, hoffentlich geht es diesmal besser als beim „Sachsensumpf“. Dort haben auch 2 mutige Journalisten ermittelt, dann wurden sie von den Tätern verklagt und kamen vor Gericht. Ihnen wurde weitere Tätigkeit untersagt.

  11. Simone schreibt am :

    @Sarah, auf welcher Diskussionsplattform hast du das gelesen ? Habe keine mail gefunden.

  12. Doro schreibt am :

    @ Simone

    Das ist ja einfach nur unfassbar! Und dennoch bezweifle ich keine Sekunde, was du schreibst, bzw. dass die Dinge so liegen können, wie von dir dargestellt. Ich kann nur wiederholen, was ich an anderer Stelle schon schrieb: Es muss in Betracht gezogen werden, dass die schleppende Aufklärung zu sexuellem Kindesmissbrauch und seinen Folgen sowie der ebenso schleppende Umgang mit all den Konsequenzen daraus aus eben der Tatsache begründet, dass an vielen Schaltstellen einschlägig Interessierte sitzen und „die Fäden ziehen“, wie es die KiSchuBu-Mitarbeiterin treffend nannte.

  13. Katharina Dizguise schreibt am :

    „Kein Raum für Missbrauch“ will weiße Kreuze setzen. Was für ein Hohn. Für mich als Pastorin, Betroffene und Mutter von Betroffenen spottet dieses Feigenblatt jeder jesuanisch-christlichen gesellschafts- und politikkritischen solidarischen Ethik. „Weiß“, die Farbe der Unbefleckten, benutzten wir PastorInn/en bei unschuldig Gestorbenen, Kindern, Gewaltopfern, für uns als Missbrauchte mag sie stehen – schön wenn es so wöre und die Konsequenzen politisch, rechtlich und gesellschaftlich entsprechend wären. „Weiß“ ist auch die Farbe der Auferstehung, des neuen Aufbruches, der Umkehr und des Neuansatzes wider der alltäglichen Erfahrungen. Dafür steht die bundesregierung aber ganz und gar nicht. Deshalb empfinde ich weiße Kreuze als Skandalon. Ja, ein Skandalon war das Kreuz seiner Zeit, das Schlimmste was einem passieren konnte. Da durch zu gehen und wieder auferstehen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, weiter-, neu zu leben, trotzdem, dafür steht das Kreuz. Sollte es dem Bundesbeauftragten gelingen die Taten tatsächlich in den Blick zu nehmen, etwas rechtlich und schützend zu verändern und nicht nur den Betroffenen ihr Kreuz vor Augen zu halten, so werde ich gerne „weiße Kreuze“ als stolzes Zeichen der Auferstehung der Regierung gegen sexualisierte Gewalt betrachten.
    Das Kreuz steht allerdings für die christlichen Kirchen. Die haben immer noch ein eigenes von Grundgesetz, Menschenrechten und staatlicher Jurisdiktion unabhängiges Recht. Dann gehört auch mit diesem „Staat im Staate“ aufgeräumt. So mußte ich mit meinen Kindern aus dem Pfarrhaus meines Ex fliehen, obwohl es, neben emotinalem und sexualisiertem Missbrauch auch alles religiös motiviert, körperliche Übergriffe gab. Die Polizie konnte geltendes staatliches Recht nicht umsetzen, da ein Pastor nicht aus seinem Pfarrhaus verwiesen werden kann. Die Dienstgeberin schweigt dazu. Selbst wo staatliche Stellen, bei Gehaltspfändung mangels Unterhaltszahlungen, reagieren, reagiert eine Evg.Luth.Kirche in Bayern nicht. Dekane und Regionalbischöfe, selbst die Kirchenleitung wissen um die Missbräuche, doch im Endergebniss habe ich einen Maulkorb bekommen. Der Täter ist immer noch in Amt und Würden und wird mit kirchlichem Segen in der neuen Ehe das Gleiche tun.
    Zumindest für zwei Dekante/Propsteien der Hannoverschen und der Bayrische Landeskirche habe ich verlässliche Zahlen von ca. 10% über religiös motivierten emotionalen und z.T. sexualisierten Missbrauch innerhalb der Pfarrfamilien und ca. 5% an KonfirmandInnen und MitarbeiterInnen. Beide Landeskirchen schweigen sich nach Gesprächen nun aus. Aus meinem KollegInnenkreis ist so manches mehr zu hören. Da tun sich Abgründe auf.

  14. Simone schreibt am :

    @Katharina Dizguise, konnten Sie den Täter nicht anzeigen? Gilt für den ein anderes Recht, nur weil der Pfarrer ist ? Ich denke, der Täter wird wieder sex. Gewalt an Kindern ausüben, sich neue Opfer suchen. Unsere Beraterin vom Kinderschutzbund sagte, diese Täter hören nie auf Kinder zu missbrauchen und zu misshandeln.

  15. Anna M. schreibt am :

    @ Katharina Dizguise:
    hier habe ich was zu sexualisierter Gewalt in evangelischen Pfarrfamilien gefunden:
    http://pfarrerskinder.net/

  16. Sarah Mohn schreibt am :

    Ich hab mir mal die Mühe gemacht, die dort angebotenen Kampangematerialien und Schutzkonzepte durchzulesen.
    Sie sind oberflächlich und nicht sonderlich gut durchdacht, geschweige sind die dafür nötigen Schritte zur Umsetzung flächendeckend in die Wege geleitet worden (Beratungsstellen, Anlaufstellen usw.).
    Was mich extrem empört, dass Jedermann per online auf dieser Kampangeseite z. B. die Flyer, Türschilder und Anstecker erwerben kann, ohne dass er sich ausweisen muss, wofür er sie benutzt. Ergo können auch Täter und Täterorganisationen dieser angeblichen „Schutzsignalesymbole“ bedienen und damit hilfesuchende Opfer in falsche Sicherheit wiegen.
    Das ist hoch verantwortungslos und sehr gefährlich.

    Die Kampagne hat, wie Fr. Enders bereits zurecht kritisierte, den Tatort Internet in keinster Weise beleuchtet und bedacht.
    Z. B. über das Problem „Loverboy“, das sich mittlerweile wie eine Pest auch in Deutschland ausbreitet, ist kaum was zu lesen und wird auch von Hr. Rörig mit keinem Wort erwähnt und davor gewarnt. Dabei ist dies gerade in unserem fortschritlichen hochvernetzten Zeitalter unabdingbar, dass Eltern, Erwachsene über diese Gefahr aufgeklärt werden, dass in Schulklassen darüber gesprochen wird, um Schülerinnen über die Maschen von Loverboys zu informieren und sie vor ihren fiesen Tricks, sie zu umgarnen, zu schützen.

    http://www.zdf.de/ML-mona-lisa/Mit-Liebe-in-die-Falle-gelockt-5399898.html

    auch der Weiße Ring warnt mittlerweile vor dieser gefährlichen Sorte Mensch!
    https://www.weisser-ring.de/internet/so-helfen-wir/vorbeugung/praeventionstipps/loverboys/index.html

    hier können Opfer konkrete Hilfe erfahren, um aus den Teufelskreis sich befreien zu können.
    http://www.eilod.de/loverboys.html

    seit 2010 gibt es auch in Deutschland eine Stiftung für Opfer.

    http://www.stoploverboys.nu/de/

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