Katholische Kirche geht juristisch gegen Kriminologen Pfeiffer vor

10.01.2013: Halterner Zeitung

BONN/HANNOVER Um den Stopp einer Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche wird weiter heftig gestritten. Die Bischofskonferenz wehrt sich nun juristisch gegen Zensur-Vorwürfe, die der Kriminologe Pfeiffer erhebt.

…Der Vorsitzende des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB), Norbert Denef, forderte neue Gesetze zur Aufklärung sexuellen Missbrauchs. Nötig seien eine Anzeige- und Meldepflicht sowie eine Überarbeitung der Verjährungsfrist, sagte Denef. „Wenn es darum geht, kleinen Jungs die Vorhaut abzuschneiden, dann sind die Ja-Sager im Bundestag sofort bereit, ein Gesetz zu ändern. Wenn es darum geht, Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen, dann ist unterm Strich nichts passiert.“

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4 Kommentare

  1. Katharina Dizguise schreibt am :

    Ich denke, Herr Pfeiffer wird da sauber rauskommen. Das ist mal wieder typisch katholische Kirche. Diese Raechtsklage ist auch nicht viel anderes als Inquisition mit modernen Mitteln. Wenn schon Archive, selbst für Doktoranden nicht frei zugänglich sind, wie sollte das dann in gegenwärtigen Akten möglich sein? Solange Kirche rechtlich ein „Staat im Staate“ bleibt und ihre Rechtshoheit selbst bestimmt – gegen die Verfassung und geltendes Recht – wird das Schweigen und Vertuschen bleiben.

  2. Sarah Mohn schreibt am :

    Interessant ist, dass sich die Kirche eigene Rechte herausnimmt (Kirchenrecht), überwiegend die staatlichen Gesetze boykottiert, dann aber – wenn es ihnen um ihr ramponiertes Image aufpolieren geht, sich flugs der staatlichen Rechte bedient.

  3. hildegard schreibt am :

    „Insbesondere konservative Geistliche hätten Angst vor den Ergebnissen“ und Machtkampf unter den Bischöfen vermutet der Münsteraner Theologe Klaus Müller.
    Wie wäre es denn, Herr Müller, wenn Sie den Aufstand wagen würden und gerade jetzt mit Gleichgesinnten den progressiven Bischöfen das Rückgrat stärken? – quasi zu Ihrer aller Ehrenrettung.
    Denkbar wäre dann auch, dass der Herr Professor auf dem Stuhl Petri aus seiner Schockstarre wieder zu sich kommt; schon 2010 verpasste er den Zug der Zeit, bewegte sich nicht mehr weg vom Fleck und sah nur noch die Schlusslichter im Nebel verschwinden. Warum steht er noch heute da?
    Was Ihr Kleriker Euch rausnehmt – ’s isch z’m Huele in diesem „Saustall von Etikettenschwindel“ und es schreit und stinkt zum Himmel!
    Also: AUSMISTEN!
    Sorgt endlich für demokratische Verhältnisse – mit den ewig Gestrigen werdet Ihr bereits in einen Topf geschmissen und das geschieht Euch recht…
    Wie und wo soll je RECHT gesprochen werden, wenn nicht IHR als Erste umkehrt aus unrechter Anmaßung, Staat im Staat sein zu wollen?

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