Befristeter Kirchenaustritt!

11.01.2013: netzwerkB

Sehr geehrter Herr Denef,

ich selber bin in der katholischen Kirche und gewinne immer mehr den Eindruck, dass die katholische Kirche mich an meiner Beziehung zu Gott Vater und Mutter (be)-hindert.

Würde die katholische Kirche Gott fragen, wie sie mit den Missbrauchsfällen umzugehen hat, müssten Sie dieses weitere Leid, verbunden mit einem nervenaufreibenden Kampf, nicht ertragen.

Von daher habe ich mich entschlossen, aus der Kirche „befristet“ solange auszutretten, bis die katholische Kirche sich mit ihrer Organisation bezüglich Wiedergutmachung geeinigt hat. Für das Jahr 2013 habe ich mich entschieden, Ihnen monatlich einen Spendenbetrag in der Höhe meines ersparten Kirchensteuerbetrages zur Verfügung zu stellen.

Ich möchte mit diesem Schritt des befristeten Kirchenaustritts die katholische Kirche auf ihre Verantwortung ihnen gegenüber aufmerksam machen und gleichzeitig vielen katholischen Christen Mut zusprechen ihre Ängste abzulegen und sich diesem Weg anzuschließen.

Herzliche Grüße

Franz-Josef Lihl

46 Kommentare

  1. Simone schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Lihl,
    ich finde Ihr Vorhaben und die Unterstützung für Herrn Denef großartig ! Ich hoffe und wünsche mir, das viele Ihren Beispiel folgen und aus der Kirche austreten.

  2. Anna M. schreibt am :

    Was für eine hervorragende Idee, das könnte Schule machen!

  3. Wilma schreibt am :

    Eine tolle Idee. Besonders gefällt mir der Satz:
    „Würde die katholische Kirche Gott fragen, wie Sie mit den Missbrauchsfällen umzugehen hat, müssten Sie dieses weitere Leid, verbunden mit einem nervenaufreibenden Kampf, nicht ertragen.“
    Der Meinung bin ich auch. An was glauben die Kirchenoberen eigentlich?

  4. elvira schreibt am :

    Diesen Schritt finde ich sehr gut und sehr klar, hoffentlich folgen noch viele.
    Danke
    Elvira

  5. Bärbel schreibt am :

    Gibt es denn einen befristeten Kirchenaustritt????

    Vor einigen Jahren bin ich schon aus der Kirche ausgetreten,es ist mir wegen meiner guten Erfahrungen aus meiner Kindheit,mit der Kirche schwergefallen—–
    vor einem Jahr hatte ich erneut bei dem Bischöflichen Ordinariat um ein Gespräch gebeten,
    warum ich auf meine Briefe keine Antwort erhalten habe,warum man in Einrichtungen und besonders in den Werkstätten für behinderte Menschen WbfM;
    die der Caritas angehören,so mit den Beschäfigten umgeht,und wenn frau Kritik erhebt,ist frau unbequem,und eine Hetze sondergleichen habe ich aushalten müssen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    So habe ich diesen Schritt getan,
    der Mitarbeiter des Bischofes ,fragte mich,was ich mit dieser Unterredung erreichen wollte,enttäuscht und depremiert und verletzt flüchtete ich von dannen.

  6. Klaus schreibt am :

    Der Bingo-Zähler auf der Homepage, rechte Seite, irritiert die Konzentrationsfähigkeit. Bei jedem Site-Wechsel drehen sich die Würfel von Neuem. Eine Homepage-Atmosphäre wie in der Spielothek. Echt nervig.

  7. Anna M. schreibt am :

    Ich denke, daß es formal kein Problem sein würde, wieder in die Kirche einzutreten. Anmelden-fertig. Die Kirche ist ja froh um jedes Mitglied.

  8. Anna M. schreibt am :

    Es tut mir leid, daß dich der Zähler stört, Klaus.
    Ich finde ihn hervorragend, weil er versinnbildlicht, daß wir viele sind und daß wir immer mehr werden.
    Leider ist auf dem Zähler nur Platz für 9999 Mitglieder aber man könnte ja gegebenenfalls einen größeren Zähler einbauen.

  9. Frantek schreibt am :

    Ihr Schritt des Kirchenaustrittes verdient zweifellos Respekt. Glückwunsch an sie, weil sie offensichtlich materiell oder beruflich so gestellt sind, dass sie sich einen solchen Schritt leisten können.
    Leider offenbart sich darin aber auch eine einseitige (auch populistische) Sichtweise einer (wenn auch) verständlichen Protesthaltung.
    Der Austritt aus einer Kirche als Protest gegen die Haltung der Kirche vernachlässigt dabei leider, dass etliche Arbeitnehmer diesen Schritt nicht machen können, es sei denn sie haben Lust auf Arbeitslosengeld. Noch ist die Kirche einer der größten Arbeitgeber und gleichzeitig Träger von caritativen oder diakonischen Hilfswerken, in denen Betroffenen durchaus auch geholfen wird. Ich zumindest kann mir einen derartigen Schritt nicht erlauben, denn er würde meine potentielle Auswahl an Arbeitsplätzen massiv einschränken. Dies würde in logischer Konsequenz auch künftige Patienten treffen, die dann zwar immer noch einen Klinikträger, definitiv aber auch einen Therapeuten weniger hätten.

    Im Übrigen würde ich diesen Schritt auch nicht gehen wollen, denn nach wie vor halte ich die negative und generalisierende Gleichstellung von Tätern und deren Einrichtungen oder Organisationen für falsch und eben populistisch. Ich denke, dass Einzelproteste leider nicht zielführend die aktuelle Politik (auch Kirchenpolitik) ändern werden.
    Abgesehen davon zahlt jeder Steuerzahler in Deutschland letztendlich die Einrichtungen in Trägerschaft der Kirchen und zudem auch noch die Gehälter der Bischöfe und auch Erzbischöfe. Somit wäre eine Klage gegen die Verwendung von Steuermitteln für die Zahlung von Gehältern der Bischöfe sinnhafter. Ebenso zielführend könnte die Aufhebung des Konkordates sein, wie auch bis dahin die tatsächliche Nutzung des vorhandenen staatlichen Einspruchsrechtes gegen die Ernennung von Bischöfen in einigen Bundesländern. Entsprechend verfasste Forderungen, Offene Briefe usw. dürften die öffentliche Reputation von künftigen Bischöfen oder Erzbischöfen erheblich einschränken, wenn wir vor und nach deren Ernennung deren Aussagen zum Thema „Gewalt gegen Kinder“ und „Täterschutz“ -natürlich korrekt zitiert – veröffentlichen.

  10. Karl Görtz schreibt am :

    Zitat:

    „Wenn Sie der Kirche den Rücken kehren, aber Gott die Treue halten wollen, bedenken Sie: „Gott ja, Kirche nein, damit sind Sie nicht allein!“ Schon in der Bibel, in der Johannesoffenbarung (18,3-4), heißt es: „Ziehet aus von ihr, mein Volk!“ Wörtlich kann man die Bibelstelle auch übersetzen mit: „Tretet aus von ihr, mein Volk!“ Gemeint ist der Auszug aus der „Hure Babylon“; nach Auslegung vieler Bibelkenner ein Symbol für die Machtkirche der Endzeit. Sie können mit der eingesparten Kirchensteuer so viel Gutes tun, wie Sie wollen – und zwar genau das, was Sie für sinnvoll halten und nicht das, was die Kirche für sinnvoll hält, um vor allem den Kirchenapparat am Laufen zu halten und das Milieu aufrecht zu erhalten, in dem u. a. mit ewiger Hölle gedroht wird und in dem zigtausende von Kindern sexuell missbraucht worden sind.“

    Zitat Ende:

    http://www.spart-euch-die-kirche.de/0327409c7110bfd05/index.html

  11. Wilma schreibt am :

    So ist es besser, mit dem ruhigen Zähler. Zehn neue Anmeldungen pro Tag. Man rechne das mal hoch aufs Jahr. Das ist gigantisch. Bei einer solchen Dynamik kommt der Erfolg irgendwann von selbst. Auch wenn es momentan vielleicht nicht so aussieht.

  12. Im Alter von 18 trat ich aus der katholischen Kirche aus. Ich konnte die Menschen-und Lebensfeindlichkeit nicht mehr ertragen. Das ist jetzt 38 Jahre her. Ich habe diesen Schritt nicht eine Sekunde bereut. Denn seit dem Tag fing ich an mich „von allen Übelen“ zu befreien !!!! liebe Grüße Anne Flock

  13. paula schreibt am :

    Ich finde es langsam nicht mehr normal das man den Freunden eine Mail schickt die einem zum Kirchenaustritt ermutigen soll und das im Namen der MB-Opfer oder dem Kampf gegen Missbrauch.

    1. Es jedem seine eigene Sache und geht mir echt zu weit was sie da treiben.

    2. Bei allem Respekt das sie gegen MB kämpfen wollen, aber das ist der falsche Weg. Wer aus der Kirche austritt, geht logischerweise nicht mehr hin. Man kriegt nicht mehr mit was z.b. mit den Ministranten passiert, kann ihnen nicht durch Gespräch etc helfen. Schon mal was von dem Satz gehört, dass Opfer andere Opfer erkennen können? Wenn diejenigen die selber so einen scheiss erleben mussten nun aus der Kirche weg rennen, dann sagen sie damit die Opfer dort sind mir egal, ich will nicht andere Opfer erkennen und ihnen zeigen das sie nicht alleine sind!

    Ist das wirklich der Richtige Weg, ein Opfer alleine stehen zu lassen und das alles im Namen des Kampfes gegen Missbrauch???? Ich sehe das nicht ein das man aus dem Grund aus einer Kirche austreten soll, wo genau solche Sachen passieren.

    Wenn ein Opfer das zu lesen kriegt, wird es denken „super, die kämpfen angeblich gegen Missbrauch aber wo? Sicher nicht vor Ort. Sie sind in den Medien präsent, ja und was habe ich davon? Mit wem soll ich reden wenn sogar die Kämpfer gegen den scheiss davon rennen?“

    ich schäme mich für solche Aufrufe, denn das ist nur noch Medienspektakel aber kein wirkliches dem Opfer helfen wollen! Dieser ganzen Aktion geht es nicht mehr um die Opfer, sondern nur noch um sich selber, sie wollen Medienpräsenz und dafür tun sie alles, aber wo bleiben die Opfer für die sie sich angeblich alle so einsetzen?

    Was hat ein Opfer von einem Hungerstreik anderer? Genau nichts, denn das hilft ihm nicht, damit holt man diese Opfer nicht aus der scheisse raus. Nur indem man hingeht sich vor Ort einsetzt, ihnen beisteht, das ist echte Hilfe, das andere ist nur noch auf Medien fixiert sein, damit ja immer alle von einem reden, während wieder irgendwo irgendein Kind von einem Schwanzgesteuerten Monster gefickt wird.

    Ich weiss wovon ich rede, gehöre zu denen die sich Hilfe erhofften, aber auch nur hängen gelassen wurde, von solchen möchte gern Helden. Ich bete für die Opfer von heute das sie Menschen treffen denen es nicht um die Medienpräsenz geht, sondern um sie, die Opfer.

    Lg eine Katholikin die nicht feige weg rennen wird, trotz ihrer Aufforderung dazu! Mir sind die Opfer wichtiger als die Institution Kirche!

  14. elvira schreibt am :

    An Frantek!
    Tut mir leid, Herr Frantek, ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen. Sie bangen also um ihren Arbeitsplatz. Ich selber habe 10 Jahre als Pfarramtssekretärin in dem Bistum Aachen gearbeitet. Mit ca. 40 jahren habe ich erfahren, dass meine Mutter und meine Tanten, die dort als Küsterin bzw. als Lektorin, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates etc, noch immer tätig sind, vor ca. 60 Jahren von einem Priester spirituell, sexuell und emotional missbraucht wurden, diesen Missbrauch aber wohl als „LIEBE“ deuten und immer noch fleißig ihre Schuld abarbeiten, dabei sind diese FRAUEN jedoch zu TÄTEInnen an meinem LEBEN geworden. Ich habe das TRAUMA übernommen und bin sehr, sehr krank geworden. Ich habe aber die LAST auf mich genommen, weil ich erkannt habe, wo die URSACHE für all diese Missbräuche ist. Ich habe gekündigt und mich mit einem KAFFEE-MOBIL selbständig gemacht. Ich wollte nicht länger die MACHT der „TÄTER“ nähren, indem ich einen Arbeitsplatz in Anspruch nehme, der mich an dieser „MACHT“ über andere teilhaben lässt. Ich verdiee jetzt viel weniger, ich arbeite bei Wind und Wetter und Kälte draußen. Ich habe dafür viel losgelassen, aber ich dabei bin FREI und GLÜCKLICH geworden und fühle mich vollommen unschuldig! Und dieses Gefühl der FREIHEIT und UNSCHULD und deR GLÜCKSELIGKEIT gebe ich an meinen SOHN weiter.
    Ich als Sytomträger habe den Kreislauf der transgenerationalen Traumaweitergabe durchbrochen.
    Ich werden in diesem Jahr 50 Jahre alt. Da können Sie sehen, wie lange mein „Verarbeitungsprozess“ als OPfer der 2. Generation, die von einem Therapeuten in der Therapie missbraucht wurde (Traumawiederholung) gebraucht hat.
    Elvira

  15. Bärbel schreibt am :

    @Frantek—-
    bei meinem Kirchenaustritt zeigte der Standesbeamte Verständnis,
    ich befolgte seinen Rat als Mutter und Betreurin einer mehrfach-behinderten Tochter,die in einer kirchlichen Einrichtung der Caritas/WbfM arbeitete,
    weges des Vormundschaftsgerichtes,ein Austritt könnte der Tochter Nachteile bringen,
    ich bin generell gegen eine Pauschalisierung,
    wie schon erwähnt ,die Kirche hat uns geholfen,und hat nach dem Krieg meiner /unserer todkranken Mutter das Leben gerettet————————–
    Wir wohnen in einem kleinen Dorf,nach dem Unfalltod des Vaters meiner Kinder,und dem Tod anderen Tochter,
    veränderte sich die Behinderte/Junge /Frau,
    nein die Kirche ging an uns vorüber,ich erlebte ein in sich geschlossenes System ,Einrichtung; Kirche;Caritas,Kostenträger,Gerichte,die Übergriffe an einer in Abhängigkeit/Schutzbefohlenen ,die Hetze gegen mich,eine Hölle,wir sind traumatisiert,.
    Niemand hat sich bis dato von den Verantwortlichen entschuldigt,waren doch die Falschaussagen ;Beschuldigungen,besonders von der Caritas hochgeschaukelt worden,eine couragierte Mutter,die gegen den Strom schwimmt,wolte man doch möglichst schnell entsorgen,
    nur ein Richter hat 2011 Recht gesprochen,wie lange kann er sich noch durchsetzen

    WO WAR DIE MENSCHLICHKEIT ;UM DIE SCHWACHEN ZU SCHÜTZEN;
    gute Menschen unterstützen uns gegen die Falschaussagen

  16. Anna M. schreibt am :

    @Frantek,
    ich halte Ihren Kommentar nicht für konstruktiv.
    Es gibt zigtausend Menschen, die nicht bei der Kirche arbeiten und deshalb dieses Zeichen setzen könnten.
    Selbstverständlich ist es nicht populistisch, die Kirche als Ganzes zu kritisieren. Es werden nicht die Kirche und die Täter gleichgesetzt, sondern ganz gezielt die kriminellen Machenschaften der Kirchenoberen, die diese Verbrechen BIS HEUTE (siehe aktueller Fall mit Prof. Pfeiffer, der ja Auslöser für Herrn Lihls Handeln war) vertuscht und gedeckt haben. Sie, Frantek, machen es sich da sehr einfach und ich weise Ihr Populismus-Argument als kirchen-populistisch zurück.
    Ich lehne auch ihr moralisches Argument ab, daß die Kirche Betroffenen helfen würde. Vielleicht gibt es einzelne SeelsorgerInnen, die Betroffenen Beistand leisten können. Aber nur, solange die Täter nicht aus Kirchenkreisen stammen. Und da liegt doch des Pudels Kern!

  17. Ute Roos schreibt am :

    Es stimmt, ein Kirchenaustritt, ob vorübergehend oder für immer, kann man sich nur bedingt leisten, wenn man im Sozialen Bereich beruflich tätig ist. Aber man kann ein Zeichen setzen. Ich bin vor zwei Jahr auch aus der katholischen Kirche ausgetreten, wegen ihrem Umgang mit diesem Thema und meiner eigenen Erfahrung in der Kindheit mit dieser Kirche. Es war das letzte Tröpfchen, was das Fass zum überlaufen gebracht hat. Ich wechselte dann zur evangelischen Kirchen, a) weil ich einen Glauben habe und weiß, dass gerade die kirchlichen Träger viel für die Opfer tun und b) weil ich auch im Sozialen tätig bin.
    Mit ist der Wechsel nicht leicht gefallen, aber er war richtig und konsequent, in meiner Situation.
    Ich arbeite seit 11 Jahren in eine diakonischen Einrichtung, das wäre in der Caritas nie möglich gewesen, mit einer evangelischen Konfession.
    Die katholische Kirche lebt Intoleranz in ihrer reinsten Form vor und es ist ihr (noch)egal, ob Mitglieder da sind oder nicht. Sie besitzt genug Geld. Deswegen ist der Schritt den Sie getan haben genau richtig. Austreten auf Zeit und die Kirchensteuer einer sozialen Einrichtung zukommen zu lassen, wenn man beruflich nicht von konfessionsgebundenen Trägern abhängig ist. Oder eben Wechseln. Bei meinem Wechsel war die evangelische Kirche sehr interessiert meine Gründe zu erfahren, es waren gute und intensive Gespräche.
    Die katholische Kirche hat es gar nicht interessiert, sie antwortete auch nicht auf meinen Brief mit der Bitte um ein Gespräch.

  18. Sarah Mohn schreibt am :

    @Paula
    Ihre Argumentation, in dem Verein Kirche zu bleiben, ist doch sehr fragwürdig.
    Wenn jemand einen Verein den Rücken kehrt, weil er/sie die Philosophie, die dieser Verein nach außen trägt, nicht mit seiner Einstellung teilen kann, ist es nur ehrlich, diesen Verein zu verlassen. Die Institution ist nichts anderes als ein Verein, eine Firma.
    Man kann auch ohne diese Institution Glauben leben (egal welcher Richtung), wenn man das nun will.
    Aber trotz dem Wissen, dass ein Verein jahrelanges Unrecht und Verbrechen in den eigenen Reihen geduldet hat, und noch bis heute nicht bereit ist, die ganze Verantwortung dafür zu tragen, in diesem Verein zu bleiben, um aktuellen und zukünftigen Opfern beistehen zu können, sie zu „erkennen“, ist doch sehr an den Haaren herbei gezogen und entbehrt jeder Logik.
    Da müssten alle, die gegen Rassismus sind, in die rechtsradikale Szene gehen, um dort vor Ort….
    Und da gäbe es noch krassere Beispiele, um Ihnen Ihre unlogische Argumentation vor Augen zu halten.

    Und noch ein kleiner Hinweis! Ein Aufruf ist kein zwingendes Gesetz!!! Es steht jedem frei, sich in aller Freiheit zu entscheiden!

    Außerdem, unabhängig davon, ob man Kirchensteuer zahlt oder nicht ist der Weg in die Kirche für alle frei, oder haben sie schon mal erlebt, dass man am Kirchenportal den Zugehörigkeitsausweis vorlegen muss, um Zutritt zu erlangen?

    Es geht einzig und allein darum, der Institution Kirche weitere Einnahmequellen zu entziehen, damit auch ihre Macht zu schmälern. Denn wie wir alle wissen, Geld ist Macht!

    Und wenn Sie Opfern wirklich helfen wollen, gibt es durchaus effektiver Wege, als Mitglied einer Verbrecherorganisation zu werden oder zu bleiben.
    Das nur am Rande

    Grüße von Sarah Mohn (Exnonne!!!)

  19. Lihl, Franz-Josef schreibt am :

    Zu meinem „befristeten Kirchenaustritt“,der wahrscheinlich ein dauerhafter sein wird und zu den Kommentaren folgende Anmerkungen:
    Es fällt mehr auf, dass viele anonym schreiben. Warum?
    Sind mir Geschehnisse, wie die Missbrauchsfälle
    in der katholischen Kirche bekannt, habe ich eine Verantwortung hinzusehen und nicht wegzusehen.
    Zu dem Thema hinsehen und nicht wegsehen empfehle ich das folgende Buch:“Ich habe es nicht gewusst“ von Andreas Salcher.
    Veränderungen,sei es innerhalb der katholischen Kirche,in der Politk oder anderen Bereichen funktioniert nur, indem der Einzelne seine Stimme erhebt und viele einzelne Stimmen führen zum Ziel!
    Herzliche Grüße
    Franz-Josef Lihl

  20. Frantek schreibt am :

    @ nicht nur an die Kommentierenden, die in Diskussion zu mir gegangen sind:

    Nicht konstruktiv ist destruktiv. Nach dem Sozialpsychologen Fromm wäre das „böswillige Aggression“. Bin aber weder böswillig noch aggressiv. Das mal vorab.
    Und es wurde schlecht gelesen. Wenn man den für die kirchliche Politik Verantwortlichen das finanzielle Polster entziehen will, was ich völlig legtim finde, dann muß man das Zahlen von Steuern verweigern oder aus dem Staat austreten. Geht nicht anders, da die Gehälter der Mitglieder der Bischofskonferenz nun mal eben vom allgemeinen Steuerzahler gezahlt werden und nicht von der Kirchensteuer.
    Und es ist noch nicht mal wirklich damit getan, aus dem Staat auszutreten. Meine Täter waren Staatsbedienstete und den Austritt aus dem Staat nahm mir dessen Zusammenbruch ab. Hat nur leider überhaupt nicht geholfen, denn die Gesetzgebung und Rechtsprechung im neuen Staat hat sich signifikant nicht verbessert.
    Zudem ist es auch legitim, eine Organisationsform nicht zu verlassen, selbst wenn man mit der gegenwärtigen Richtung in Fragen der Aufarbeitung von Verfehlungen und Straftaten nicht einverstanden ist. Sowohl Schlechtes wie auch Gutes wird von Menschen gemacht und nicht von den Häusern, in denen sie wohnen oder arbeiten. Ich wehre mich schon dagegen, dass alle Einwohner eines Hauses zu Verbbrechern erklärt werden, nur weil eine Wand schlecht verputzt ist oder in dem Haus ein Verbrecher wirkte. Das Fundament, also in diesem Falle das Christliche, halte ich nach wie vor für tragbar. Somit begegne ich auch Andersdenkenden oder Andersgläubigen nicht pe se skeptisch, nur weil auch in diesen Gruppen Gewalt von Menschen begangen wird oder wurde, Aufarbeitung oder Wiedergutmachung nicht stattfindet. Und somit kann ich vor dem Hohen Dom zu Paderborn demonstrieren gegen die Nicht-Beschlüsse der Bischofskonferenz, einige Monate später aber auch in ihm singen. Hoffentlich auch zur Freude der Anwesenden.

    Und ich finde es populistisch, wenngleich zugegeben auch wirkungsvoll, deswegen äußerte ich ja Respekt. Angst um meinen Arbeitsplatz habe ich persönlich aktuell übrigens nicht. Da stand oben, es würde potentielle Arbeitgeber ausschließen. Und es würde viele meiner Bekannten vor ernsthafte Fragen stellen, da hier viele kommunale Aufgaben an kirchliche Einrichtungen abgegeben worden sind. Und ich bin sicher, die machen ihre Aufgaben gut, ehrlich und vielfach aus aus altruistischer Motivation. Her wie hin, ich kann nicht aus jedem Haus austreten, in dem Unrecht begangen wurde, ich kann nur dagegen kämpfen. Und ich kann auch vergeben. Nicht die Rechtsprechung – ganz sicher die nämlich nicht – auch nicht die Psychologen – haben mich ins 51. Lebensjahr gebracht. Und insgesamt kenne ich wesentlich mehr Menschen, die auch dann helfen, wenn Täter aus Kreisen ihrer jeweiligen Obrigkeiten kommen als Menschen, die Hilfe verweigern, fälschen, Akten vernichten oder ähnlich. Zu meinem Glück kenne ich deutlich mehr Menschen, die das tun. Schade, dass einige Menschen diese Menschen nicht kennen oder erkennen können.

  21. Anna M. schreibt am :

    @frantek:
    Herr Fromm ist hier nicht maßgebend für Definitionen, daher unterstelle ich Ihnen selbstverständlich keine böswillige Aggression.
    Ihre Argumentation ist etwas absurd: sie sagen, daß man aus dem Staat austreten müßte, meinen aber gleichzeitig, daß man nicht aus der Kirche austreten solle. Ihrer Logik zufolge könnte man dann nur noch im Vatikan leben (der ist mir aber unheimlich, weil er die Menschenrechtskonvention nicht unterschrieben hat).
    Warum man Ihrer Meinung nach nicht aus der Kirche, aber aus dem Staat austreten soll (was ja Auswanderung bedeuten würde), weil der die Kirche subventioniert entzieht sich meiner Logik. Aber vielleicht können Sie mir das ja erklären.
    Mit dem Kirchenaustritt kann man ein Zeichen setzen, das die Kirchen SPÜREN können. Damit sich etwas ändert.

    Mir scheint eher, daß Sie die Leute diskreditieren wollen, die diesen konsequenten Schritt des Kirchenaustritts wagen oder vielleicht aufgrund der Idee von Herrn Lihl darüber nachdenken. Ich folgere daraus, daß Sie nicht wollen, daß Menschen dem Beispiel von Herrn Lihl folgen. Was wäre Ihr persönliches Problem dabei?

    Sehr problematisch ist Ihr Inschutznehmen der Täterinstitution Kirche.
    Offensichtlich haben Sie auch meinen Satz nicht verstanden oder nicht verstehen wollen: „Es werden nicht die Kirche und die Täter gleichgesetzt, sondern ganz gezielt die kriminellen Machenschaften der Kirchenoberen, die diese Verbrechen BIS HEUTE (siehe aktueller Fall mit Prof. Pfeiffer, der ja Auslöser für Herrn Lihls Handeln war) vertuscht und gedeckt haben.“ Niemand sagt hier, daß alle (Gläubigen? Priester? Bediensteten? – Sie reden ja so schwammig von „Einwohnern des Hauses“, wen meinen Sie eigentlich damit?) zu Verbrechern erklärt werden. Falls Sie dennoch dieser Meinung sind, belegen Sie das bitte.

    Da Sie nun sagen, dass Sie selbst nicht mal gebunden sind an die Kirche als Arbeitgeberin erscheint Ihr Argument, daß so viele aus arbeitsplatztechnischen Gründen nicht austreten können auch fadenscheinig. Sie wollen sich doch nicht ernsthaft für diese Menschen stark machen.

    Sie finden Herrn Lihls Schritt populistisch. Wie kommen Sie denn darauf?
    Herrn Lihl, der als Privatperson nicht in der Öffentlichkeit steht und meines Wissens auch nicht für eine Institution, Initiative oder politische Partei spricht Populismus vorzuwerfen ist höchst fragwürdig. Herr Lihl hat es sich sehr wahrscheinlich nicht einfach gemacht. Gerade als Katholik muß man ja mit der eingebrannten Angst vor dem Höllenfeuer fertig werden. Schon von daher ist es keine „einfache Lösung“ für ein komplexes Problem, sondern eine sehr pragmatische und nachvollziehbare. Es geht um nicht weniger als um die „Abstimmung mit den Füßen“. Das ist eine Form von Demokratie. Und daß Demokratie für die Kirche ein Fremdwort ist, ist eine Binsenweisheit.

    Es freut mich zu hören, dass Sie größtenteils aufrechte Menschen in Ihrem Umfeld haben. Aber das hat nun wirklich nichts mit den Verbrechen, die innerhalb der Kirche geschehen sind zu tun. Unbenommen sei Ihnen das Recht die Realität auszublenden, wenn sie nicht in Ihr Weltbild passt.

    Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie vergeben haben. Es kommt mir so vor, dass Sie daher Menschen ablehnen, die die Kirche kritisieren (nach Ihrer Logik: weil sie nicht vergeben haben). Merken Sie den Mechanismus hier? Die Kirche predigt Vergebung, DAMIT sie sich nicht infrage stellen muß. Sie sind voll auf das Vergebungsmärchen reingefallen. Problematisch daran ist, dass Sie und andere Menschen, die vergeben haben, oftmals andere daran hindern gerechtfertigte Kritik zu üben. Das ist das Ersticken von Widerstand im Keim, Verhindern von Gerechtigkeit. Zudem stellen Sie (sie) sich moralisch über diese Menschen, was Ihnen(ihnen) auch nicht zusteht.
    Schauen Sie doch mal in den Artikel „Der Murks mit der Vergebung“ auf dieser Seite.

    Wollen Sie mir noch verraten, wie Sie gegen das Unrecht, das innerhalb der Kirche geschehen ist kämpfen? Oder vielleicht kämpfen Sie doch nicht, weil Sie ja gleich im nächsten Satz schreiben, dass Sie vergeben haben. Dann können Sie sich das Kämpfen ja auch sparen.

  22. elvira schreibt am :

    An Herrn Frantek,
    ich habe durch die Kirche- und Ihre „SEELSORGER“ vor allem eines erfahren: „ANGST“ vor dem „LEBEN“ und vor der „LIEBE“ und auch „ANGST“ vor dem „TOD“. Die immerwährende Angst nicht gut genug zu sein, nicht würdig, nicht wertvoll. Die Abhängigkeit von LOB und Anerkennung und eben auch von TADEL, von STRAFE, bis hin zur SELBSTBESTRAFUNG, durch selbstverletztendes Verhalten, angefangen bei den Gedanken. „Herr, ich bin nicht würdig…u.s.w.“ Durch die Kirchenlehrer habe ich gelernt mich entweder unterwürfig oder überheblich zu verhalten. NIEMAND von diesen Herren hat mir den Weg in die MITTE gezeigt. Den Weg durch die „dunkle NACHT“ ins LEBEN: NIEMAND von diesen Herren und Damen hat mir bei meiner 2. Geburt geholfen. Das waren andere! Vor allem meine spirituellen Lehrer und LerInnen haben mir bei meiner 2. Geburt und bei meinem Weg durch die „DUNKLE NACHT“ zur Seite gestanden und mir die WERKZEUGE gegeben, die mich in den OZEAN der bedingungslosen LIEBE geführt haben. DIes LIEBE ist in uns. Wir sind „HIMMEL und „ERDE“ und wir waren davon nie getrennt. Die Kirchenlehrer lehren die TRENNUNG und das ist die Ursache für jeglichen MISSBRAUCH! Das ist mein tiefstes Erfahren und es geht immer weiter…
    Wir sind mehr als unser konditionierter Verstand, als unserer programmiertes Gehirn.
    Auch die Wissenschaft hat erkannt, das tägliche Meditation unser Gehirn verändert und HEILUNG gechehen kann und ein vollkommen neues Verständnis für „GOTT“ und die „WELT“ und die Menschen, die in der TRENNUNG leben und die TRENNUNG leider lehren.
    Elvira

  23. Sarah Mohn schreibt am :

    @Frantek
    „Wenn man den für die kirchliche Politik Verantwortlichen das finanzielle Polster entziehen will, was ich völlig legtim finde, dann muß man das Zahlen von Steuern verweigern oder aus dem Staat austreten. Geht nicht anders, da die Gehälter der Mitglieder der Bischofskonferenz nun mal eben vom allgemeinen Steuerzahler gezahlt werden und nicht von der Kirchensteuer.“

    Das ist mir als Exnonne natürlich bewusst, dass die Gehälter der Bischofskonferenzmitglieder durch ein Abkommen von ALLEN Steuernzahler finanziert wird.

    Um der Kirche finanzielle Mitteln zu entziehen, ist es dennoch hilfreicher, aus der Instistution auszutreten.
    Denn die Kirche besteht ja nicht nur aus Bischöfen, die sind von der Anzahl her eher die Minderheit. Dieser finanzielle Posten ist im Vergleich zu den etlichen vielen anderen Pinats.
    In Anbetracht dessen, dass ein Verein mit seiner Mitgliederzahl steht oder fällt, ist der Gedanke, die Institution Kirche und somit die Entscheidungsträger dort mit etlichen befristeten Austritten Druck zu verschaffen, durchaus legitim.
    Auf die vielerlei chancenreichen anderen Alternativangebote hat es die letzten Jahrzehnte ja auch nicht funktioniert, wie man leider feststellen muss.
    Erst neulich hat die „Kirche“ klar Stellung dazu bezogen, was ihnen mehr wert ist.
    Als es darum ging, einen aus ihren Reihen strafrechtlich anzuzeigen. Nur hier ging es um Geld, um Finanzen, das scheint der Kirche doch sehr, sehr wichtig zu sein, wichtiger als die über Jahrzehnten verübten Verbrechen an Kindern. Da ist es mit dem Willen, diese aufzuklären und hier Sanktionen, Entschädigungsvorschläge auszusprechen, sehr schlecht bestellt.

    Ergo, der wunde Punkt der Institution Kirche ist im finziellen Aspekt zu finden, also ist es auch logisch und sinnvoll, hier klare Ansagen zu machen, damit die Kirche endlich reagierern MUSS!
    Sarah Mohn

  24. michaela glaser schreibt am :

    Seht nun, auch die evangelische kirche bzw. diakonie hat dreck am stecken. Wie ich hörte, sind die kirchen unser zweitgrösster abrbeitgeber. Auf kosten schutzhbefohlener sich zu bereichern nennt man nächstenliebe. So schaut es aus, wenn kirche und staat eine symbiose eingehn.

  25. Anna M. schreibt am :

    Daß BEIDE Großkirchen die Beschneidung von Säuglingen und Kindern gutheißen und damit wesentlich zu diesem schlimmen Gesetz beigetragen hat, ist schon Grund genug auszutreten. Kinderschutz ist definitiv nicht in ihrem Interesse!

  26. Nathan Adi Major schreibt am :

    http://www.spiegel.de/panorama/studie-zum-missbrauch-bischof-ackermann-rechtfertigt-den-abbruch-a-877320.html Ackermann: ´Wir waren unter einem immensen Druck vor drei Jahren, als die Missbrauchsfälle bekannt wurden.´ Als ob sie bis dahin nichts gewusst hätten, es gibt doch genug Beweise in den Kirchenakten, dass die Missbrauchsfälle der Kirche schon immer bekannt waren. So ein Gottverlassener subtiler Lügner, für wie doof hält der eigentlich die Leute, damit kann man doch höchstens noch Politiker in Berlin hinters Licht führen, die sich dann brav ein Andreaskreuz anstecken und belämmerte Gesichter dazu machen, bis sie selbst wie ihr heiliger Ackermann aussehen!

  27. Die ENTSCHEIDUNG von Herrn Franz-Josef Lihl und sein KONSEQUENTES HANDELN hat mich persönlich so beeindruckt, dass ich es drei Tage lang – Fr. 11.01.2013; Sa. 12.01.2013; 13.01.2013 – auch mit folgender Einleitung und Frage weitestgehend an hunderte Empfänger verbreitet habe:

    »DIES hat durch mich, dem Australier Martin MITCHELL, Ehemaliges Heimkind, Jg. 1946 – ansässig in Adelaide Süd Australien seit 24.03.1964 – am Fr., Sa. und So. die weitest mögliche Verbreitung gefunden und alle Medien in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, sowohl wie auch die Kirchen selbst, sind ebenfalls genaustens DARÜBER informiert – von mir informiert worden.«

    »Wie kann sich potenzial jedes Mitglied der Gesamtgesellschaft in Deutschland am Protest gegen die Kirchen beteiligen und somit auch selbst dazu beitragen etwas zu bewirken und zu ändern?«

    Und es steht bisher auch jetzt HIER IM INTERNET:

    Im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/15930-in-zusammenhang-mit-der-aufdeckung-von-kindesmissbrauch-wem-gebührt-die-ehre-–-und-wem-die-verdammnis/#post364877

    Im DIERK SCHAEFER BLOG @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/01/11/wurde-die-katholische-kirche-gott-fragen-wie-sie-mit-den-missbrauchsfallen-umzugehen-hat/#comments

    Und auch wenn die Medien es nicht verbreiten, werde ich persönlich ebenso dafür sorgen, dass DIES AUCH NOCH WEITER – WEITESTGEHEND – IM INTERNET VERBREITET WIRD.

    Das ist das Mindeste was ich tun kann.

  28. Maren Wiese schreibt am :

    Lieber Herr Denef und alle Mitstreiter,

    sehr gern leite ich meinen Kirchenaustritt weiter, frage mich jedoch, ob dies in meinem Fall die Kirche überhaupt berühren würde, da ich aufgrund des jahrelangen Missbrauchs meines Sohnes so krank geworden bin, dass ich vom Versorgungsamt leben muss und ohnehin keine Kirchensteuer mehr zahle.

    Ich bewundere Ihrer aller Engagement und Ihre Organisation zu finden war so etwas wie ein Lichtblick nach jahrelangen Prozessen, die mich und meinen Sohn Björn (mittlerweile 19, Asperger-Autist) einfach nur fertiggemacht haben.
    Der Mann, der meinem Sohn all das angetan hat, hat wieder einmal nur eine Bewährungsstrafe bekommen, obwohl er ein Geständnis abgelegt hat, schon 2x einschlägig wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft war, nachgewiesen seit 21 Jahren mindestens 7 Kinder missbraucht missbraucht hat (SEIN Anwalt sah da eine geringe Wiederholungsquote, das Gericht stimmte zu).

    Wir haben uns damals (letztes Jahr) an die Medien gewandt, RTL hat einen Beitrag gebracht, die Hamburger Morgenpost sogar 2.

    Fakt ist, dass dieser Mann nur wenige hundert Meter von uns entfernt wohnt, wir ihm ständig begegnen und jetzt wohl umziehen müssen, um irgendwann Frieden zu finden.

    Seit einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem Traumatherapeuten für meinen Sohn – das Angebot ist begrenzt, die Wartezeiten lang.

    ER ist in Therapie….

    Ich möchte Sie gern ünterstützen, habe aber leider nicht die finanziellen Mittel.

    Dern Kirchenaustritt werde ich aber mit Sicherheit weiterleiten

    Mit einer unglaublichen Wut im Bauch wünschte ich, ich könnte Ihnen helfen und sende ganz liebe Grüsse aus Hamburg

  29. Karl Görtz schreibt am :

    Ich habe mir heute selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Ich bin heute aus der katholischen Kirche ausgetreten. Ab heute glaube ich nur noch an Gott mit dem ich mich jeden Tag streite!

  30. Hubert schreibt am :

    Mal angenommen, die Verjährung würde aufgehoben und
    Entschädigungen an Betroffene würden gezahlt.
    Ich wette, es würden sehr viele Trittbrettfahrer in den Genuß dieser Zahlungen kommen wollen. Das heisst auch, daß es kaum zu vermeiden wäre, daß einige sich eine Geschichte dazu ausdenken und dann die Rolle eines Opfers spielen.
    Und ich glaube, daß diese Möglichkeit eine großes Hindernis darstellt, den Weg zu Entschädigungen leichter zu machen.
    Die Frage stellt sich, wie man diese Trittbrettfahrer sicher aussortieren kann.
    Aber nichts desto trotz kann man doch durch diese Ungewissheit nicht tausende wirklich Betroffene ignorieren und zum kümmerlichen Armutsleben verdonnern!
    Lieber doch 10-20% Zahlungen an Schwindler, als den Rest der wirklich Betroffenen verkümmern zu lassen.
    Denn Schwindler wird es doch wohl immer geben.
    Oder?
    Und Kirchenaustritt als befristetes Druckmittel halte ich für eine gute Idee. Denn ohne eigene Nachtele in deren Reihen wird sich wohl kaum etwas bewegen. Gewartet wurd doch schon viel zu lange.

  31. Eva schreibt am :

    @ Hubert

    Dass es bei einer Verjährungsaufhebung viele Trittbrettfahrer geben würde, glaube ich nicht.

    Zunächst einmal müßte ein Staatsanwalt bei einer strafrechtlichen Verjährungsaufhebung genauso wie heute prüfen, ob es eine Anklage geben soll. Diese Hürde ist extrem groß für Altfälle fast ohne Beweise.

    Heute werden auch sehr viele Anzeigen wegen Mißbrauch einfach eingestellt, da Staatsanwälte „keinen Glauben“ haben, dass Beschuldigte verurteilt werden.

    Durch Überlastung, behaupte ich, macht die Staatsanwaltschaft bzw. ihre Beauftragten Beamten zT. keine sorgfältige aufwendige Ermittlung der Beschuldigten wie nach Mord. Denn wie kann es sein, dass teilweise Tätern bis zu 300 Mißbräuche sehr spät nachgewiesen wurden. Da müßte die Justiz unbedingt besser werden.

    Bei einer zivilrechtlichen Verjährungsaufhebung muss dass Opfer die Beweise erbringen. Das dürfte auch sehr schwer sein nach vielen Jahren.

    Allerdings gibt es Fälle wie die von Herrn Denef, wo es anscheinend Schuldeingeständnisse gab, die Erfolgschancen haben dürften,wenn die Verjährungaufhebung auch noch rückwirkend gesetzlich verankert werden würde.

    Falschbeschudigung ist ein Delikt, dass auch dem Opfer zu Verhängnis kommen kann.

    Und zivilrechtliche Klagen durch Täter, wenn der Richter im Zweifel für den Beschuldigten keine Starfe verhängt, können folgen, wenn Opfer über ihren Mißbrauch öffentlich geredet haben oder reden.

  32. Uwe Werner schreibt am :

    @hubert: Viele Opfer sind von den Kirchen einst als Trittbrettfahrer beschimpft, oder z.B. vom Bistum Aachen angeklagt worden, sie würden sich Leistungen nach dem OEG= Opferentschädigungsgesetzt erschleichen. Das Landgericht Aachen hat diese Opfer frei gesprochen und das Heim in Eschweiler hat erst danach die Vorwürfe zugegeben. Wer also sind die „Schwindler“ ?
    Desweiteren glaube ich, das traumatisierte Opfer kaum in der Lage sein werden, derartige perfide und ekelhafte menschenunwürdige Taten erfinden können, ohne den Beweis, das es bei ihnen selber langanhaltende Spuren hinterlassen hätte bzw. hat. Ginge es nur um eine finanzielle Entschädigung, wäre die Kirche als erstes in der Lage, diese Summen, wie in Amerika, aufzubringen. Nein, hier steht ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, nicht im Sinne von Gottesglaube, nein wegen ihrem Prestige, Image, als Geschäftspartner, als Geldanleger, als Puppenspieler mit Mitra und Bischofsstab. Was wären heute all diese Priester, wenn sie nicht dieses fürstliche Gehalt kriegen würden, siehe Bischof Mixa?! Was wären die Bischöfe und Kardinäle ohne ihre Bischofsvikare-u.Kapläne. Ein Bischofsring wäre doch unnütz, wenn ihn nicht karrieregeile Priesteranwärter küssen würden. Kann sich denn einer vorstellen, das ein deutscher Bischof in einem Trabbi zur Papstaudienz nach Rom fahren würde, oder auf einem Fahrrad zum Neufahrsempfang beim Bundespräsidenten. Wieviele Priester spielen die Marionetten für ihre Bischöfe und betteln auf diese Art um Anerkennung und Aufmerksamkeit, da sie in ihrer zölibatären gezwungenen Einsamkeit, wie jeder Mensch, nach Liebe und Anerkennung schreien.
    Hier muss ich als Opfer ansetzen, weil sie kleine Diener Gottes waren, haben sie sich uns als Kinder geholt und wir mussten herhalten für ihre Ängste an einsamen Abenden in ihren Pfarrwohnungen, für ihre sexuelle Sehnsucht und Befriedigung, für ihre innere Unausgeglichenheit und was das schlimmste war, für ihre teuflischen Machenschaften, wie Äusserungen wie diese: „Wenn du es nicht machst kommst du in die Hölle, nein nein, direkt und nicht über das Fegefeuer.“ Das kirchliche Mittelalter hat die Kirche geschafft bis ins 20.Jahrhunderte hinein zu tragen und alle Sehnsucht nach sexueller Selbstbestimmung bei uns Kindern zu nichte gemacht.
    Selbst also, wenn es unter den Opfern Trittbrettfahrer geben sollte, so bin ich der festen Überzeugung, das diese in anderer Form oder Weise vom Staat oder den Kirchen „missbraucht“ worden sind! Also, welcher Entschädigungsfond ist für welchen Missbrauch, egal in welcher Form, zuständig? @hubert, natürlich hast du recht, doch betrachte einmal diese meine Sichtweise und so wie meine wird es tausend andere Sichtweisen von Missbrauchsopfern geben und sei es nur, das sie aus Scham einfach nur schweigen.

  33. Katharina Dizguise schreibt am :

    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Idee, des „befristeten Kirchenaustrittes“. Leider kann ich dabei nicht mitmachen, da ich bei der Kirche arbeite. Doch bitte geht diesen Weg, der begründeten Abstimmung mit den Füßen. Alle Kirchen müssen endlich begreifen, dass ihr Auftrag auch ein politisch- sozialer ist. Gespräche führen da nicht weiter. Als selbst Betroffene und Mutter und Betroffenen habe ich diese Gespräche geführt und als ich finanzielle unabhängig war versucht den Kirchenjuristen um eine Aufnahme des Verfahrens gebeten. Weder von ihm, noch von der Stelle für Betroffene habe ich eine Rückmeldung bekommen, trotz vorangegangener Gespräche. Wie in unserem Fall werden auch evangelische Pfarrer geschützt – “ …weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“ Das Bild des integren Pfarrhauses wird, um jeden Preis geschützt.

  34. Doro schreibt am :

    Eine repräsentative Studie unter 4.000 baden-württembergischen Katholiken – und Nicht-Katholiken – soll folgendes ergeben haben:

    Jede_r vierte katholische Christ_in hat schon einmal an Kirchenaustritt gedacht. Entfremdung nannte jeder Dritte als Motiv für einen Austritt, während finanzielle Gründe mit 15 Prozent eine untergeordnete Rolle spielen. Für 14 Prozent der Befragten ist die katholische Moral- und Sittenlehre ein Grund für Entfremdung, für 12 Prozent sind es die Fälle sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche.

    Rund 60 Prozent sind zufrieden mit der Arbeit vor Ort. 53 Prozent schätzen die Gottesdienste und 51 Prozent finden in der Kirche Orientierung im Leben. Die Befragung ergab, dass sich 44 Prozent der Katholiken täglich Zeit zum Beten und Meditieren nehmen, nur 12 Prozent beten demnach selten oder nie.

    74 Prozent finden die Kirche wichtig für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. 69 Prozent forderten, sie dürfe nicht so abgehoben und lebensfern kommunizieren. Und 89 Prozent sind der Ansicht, die Kirche müsse sich intensiv an gesellschaftlichen Diskussionen beteiligen.

    Sehr bemerkenswert: Die gesellschaftlichen Daueraufreger Zölibat und katholische Sexuallehre bergen innerhalb der Kirche offensichtlich wenig Zündstoff, schreibt die im oberschwäbischen Leutkirch beheimatete Schwäbische Zeitung.

    Quelle: Schwäbische Zeitung (23.01.2013), SWR

  35. Mit sehr viel Interesse habe ich diese ganzen Kommentare zum vorübergehenden Kirchenaustritt gelesen. Ich Glaube zunächst einmal das es ein großer Unterschied ist wie man die Kirche kennt: Als aktiver Christ im Gottesdienst oder als Mitglied einer kirchlichen Vereinigung (z.B. Pfarrgemeinderat, KAB etc) oder aber wirkliche Insiderkenntnisse einer Gemeinde besitzt. So erändert sich dann auch das Ergebniss zu diesem Vorgang. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sind genug Mitglieder aus der Kirche ausgetreten, folge war: die Kirche hat ein wenig gejammert und hat angefangen zu sparen um so den Priestermangel als auch die laufenden Gemeindekosten zu senken. Einer der größten Arbeitgeber in der BRD sind immer noch die Kirchen.
    Selbst heute sind einige Kardinäle noch so arrogant und weltfremd das sie die Realität gar nicht sehen können oder wollen. Sie leben in ihrer heilen Welt lassen sich umgarnen und hoffen auf höhrere Aufgaben um noch „heiliger“ zu werden.
    So wird es keinen dieser Herren interessieren wenn einer mal sagt er tritt vorübergehend aus der Kirche aus. Hier bedarf es schon anderer Massnahmen um die hochwürdigen Herren wach zu bekommen. Selbst die Presse und Medien hat ja nun fast zwei Jahre nicht mehr berichtet bis der Fall Pfeiffer in die Öffentlichkeit ging. Hier musste man sich ja dann wieder präsentieren. Genau so schnell wie die Presse wieder da war wird sie auch wieder verschwinden. Auch hier greifen schon auch noch die Hände der Kirche. Zudem hat unsere Justizministerin überhapt kein Interesse sich mit diesem unseligen Thema zu beschäftigen. Wer FDP Vorsitzende in Bayern ist für den kann es dieses Thema nicht geben.
    Vielleicht aber sollten alle Missbrauchten mal den Mut haben zu melden, vielleicht hier beim Netzwerk
    um so eine genaue Zahl der Opfer zu bekommen. Ich Glaube das man damit viel bessere Argumente hätte.
    Zudem sprechen alle immer von sexuellem Missbrauch, überdies gab es genügend andere körperliche Übergriffe von denen man nicht spricht. Die Aufarbeitung dieses Bereichs erfordert sicher genau soviel Arbeit und die Opfer haben sicher auch genug Leid erfahren. Zum Schluss möchte ich einfach alle einladen zu einem Brainstorming um effektiv weiterzukommen um damit den Opfern wirklich helfen zu können und die Herren in ihren Palästen wachzurütteln damit sie die Realität 2013 sehen und erkennen

  36. Karl Görtz schreibt am :

    Ich habe heute ein Schreiben über meinen Kirchenaustritt von der ortsansässigen Kirchengemeinde erhalten. Ich zitiere aus diesem Schreiben:

    „Die Gründe, die Sie dazu veranlasst haben, sind mir nicht bekannt.“

    Kommentar: Iss klar, wer nicht sehen will, aber kann, will blind sein.

    und

    „Ich nehme an, dass Sie mit ihren Angehörigen über ihren Schritt und die damit verbundenen Folgen gesprochen haben. Die Folgen liegen darin, dass die Kirche Ihre Entscheidung als Entscheidung des Gewissens so ernst nimmt, dass Ihnen die Zulassung zu den Sakramenten und im Falle ihres Todes ein kirchliches Begräbnis nicht gewährt werden kann.“

    Kommentar: Iss klar, auf euren Gott, der mir mit Folgen droht, kann ich verzichten.
    Als ich vor ein paar Tagen meinen Austritt beim Amtsgericht erklärte, erzählte mir die Justizangestellte, dass neulich eine 90- jährige Dame hier ihren Austritt aus der Kirche erklärt hätte. Auf meine Frage Warum, sagte sie mir, sie hätte Streit mit ihrem Pfarrer gehabt, über was auch immer.
    Wenn diese ältere Frau dann auch einen solch obigen vorgereimten Blockabsatz der Geistlichen zugesandt bekommt, hoffe ich, dass sie stabil bleibt und den Ablasszahlungen für ein Himmelreich widersteht. Oder anders: Nur wer bis zum letzten Atemzug auch seine Kirchesteuer bezahlt, bekommt auch ein „Asche zu Asche, Staub zu Staub.“

    und

    „ In letzter Zeit finden aber auch z.T seit Jahren aus der Kirche Ausgetretene den Weg zur Kirche zurück.“

    Kommentar: Iss klar, deshalb geht die Kurve für die Kirchenaustritte der „Schwarzen“ im folgenden Link ab mitte 2010 auch kontinuierlich nach unten: http://www.kirchenaustritt.de/statistik/
    Jeder Pfarrer sollte eigentlich wissen, warum das seit mitte 2010 so ist.

  37. hildegard schreibt am :

    … inzwischen müssen Pfarrer von oben verordnetes Vorgereimtes von sich geben – für mich und meine Beweggründe interessierte sich nach meinem Austritt in ’11 noch keiner.

    Inzwischen wissen Beerdigungsinstitute sehr wohl um die zu schließende Lücke. Sie setzen sehr erfahrene, einfühlsame, gescheite professionelle Trauerbegleiter ein.

    Erkundigt euch rechtzeitig, wer kompetent sein und eurer Gesinnung entsprechen könnte. Bei Trauerfeiern muss es wegen Kirchenferne heute keine Peinlichkeiten mehr geben.

  38. Doro schreibt am :

    Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich scharf gegen die Aussage von Thomas Goppel (CSU), wonach es keine fundamentalistischen Christen geben könne. „Goppel zeichnet ein idealisiertes Bild des Christentums, das mit der globalen Realität wenig zu tun hat“, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.
    „Gewalt gegen Andersdenkende durchzieht einen Großteil der Geschichte des Christentums.

    Autoritäre Strukturen und eine rigide Sexualmoral, die im Widerspruch zur Selbstbestimmung des Einzelnen steht, sind auch heute noch kennzeichnend für große Teile des organisierten Christentums.

    Bis heute halten christliche Kirchen an einem absoluten Wahrheitsanspruch fest. Konzessionen an die moderne Gesellschaft werden immer wieder von einzelnen Würdenträgern als Anpassung an den Zeitgeist denunziert. Und in der Tat: Dort, wo sich das Christentum überwiegend aufgeklärt und tolerant präsentiert, ist es im Niedergang begriffen.

    Ob der Attentäter von Norwegen zu Recht als fundamentalistischer Christ bezeichnet werden kann oder nicht: Wie anderen Religionen wohnt auch dem Christentum ein Gewaltpotenzial inne, das nicht geleugnet oder verharmlost werden darf.“

    Hintergrund:
    In einer Stellungnahme behauptete Thomas Goppel: „Fundamentalistische Christen gibt es nicht, kann es nicht geben“ http://www.kath.net/detail.php?id=32472

    Über den IBKA:
    Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/78289/2086776/atheisten-kritisieren-leugnung-des-christlichen-fundamentalismus

  39. Sarah Mohn schreibt am :

    Keine fundamentalistische Christen??? Einer wurde vor kurzem „Heilig“ gesprochen. Der Gründer von Opus – Dei. Und der Orden der Pius – Brüder wurde wieder von der Kirche aufgenommen. Na, wenn das keine Zeichen sind. Der Papst selbst ist Fundamentalist in Person!!!
    Meissner, Marx, Mixa…, die Kirche wird von Fundamentalisten geführt!!!
    Kein Arbeitgeber darf Jobbewerber aufgrund von Religionszugehörigkeit, Rasse, Familienstand usw. ablehnen. Die Kirche aber nimmt sich diese Unverschämtheit heraus.
    Die Kirche propagiert, dass Verhütung schon eine Sünde sei, weil man sich damit gegen werdendes Leben ausspräche, im Gegenzug hat sie etliche Kinder, die in den eigenen Reihen gezeugt wurden, getötet und vor den Klostermauern verscharrt.

    Die Kirche hat seit ihrem Bestehen gewaltsam ganze Kontinente missionieren wollen, was ihr auch in großem Stil gelang, indem sie Einheimische (Heiden in ihren Augen, die Götzen verehren), indem sie sie schlugen, hungern ließen und übelste Verbrechen begangen.
    NEIN, nicht doch, die Kirche hat nie und nimmer und auch bis heute keine fundamentalistiche Züge, tzttzt!!!
    Sie hat nur ihre eigenen Gesetze, so wie der braune Sumpf, sowie die fundamentalistischen Islamisten usw.
    Nur das unser Staat der Kirche immer mehr Rechte einräumt und er unterwandert wird vom christlichen Fundamentalismus!!! Und allen voran sitzt der Papst!!!

  40. Sarah Mohn schreibt am :

    Was den fundamentalistischen Islamisten die Ehre, ist der Institution Kirche die Moral.
    Beides wird über die emphatische, soziale Menschlichkeit gestellt und gnadenlos eiskalt verteidigt!!!

  41. Bärbel schreibt am :

    zu Sarah Mohn—–
    die Kirche propagiert,das VERHÜTUNG;schon eine Sünde sei,
    so ein Schwachsinn,
    was aber ist ,wenn durch Gleichgültigkeit,ODER WAS AUCH IMMER;trotz fast bestem Wissensstand der Medizin der 80-ziger Jahre in Deutschland, wir eine behinderte Tochter haben,die eigentlich ,doch gesund sein könnte,Vertuschung,keiner übernimmt eine Verantwortung usw.,
    man lässt die 6-köpfige Familie ,im Regen stehen,
    mit all den Problemen,kaum einer wollte sie fördern,
    und wie geht die Kirche ,damit um,
    sie lässt in unserem Fall,uns im REGEN STEHEN;
    obwohl Vater und Schwester verstorben sind,
    als alleinerziehende Mutter ,geht die Kirche im Bistum Limburg an uns vorüber,und die WfbM der Caritas uns durch ihr Fehlvrhalten an mir und meiner Tochter grosses Leid mit unterstützt hat……Diese Heuchelei nahm ich zum Anlass für meinen Kirchaustritt,

  42. Karl Görtz schreibt am :

    Bitte weiter austreten. Wir sind auf einem gutem Weg um die Verirrten wieder auf den rechten Pfad zu bringen.

    http://www.kirchenaustritt.de/statistik

    Ich jedenfalls glaube an Gott auch ohne Papst und Kirche. Meine Beerdigung seitens der Kirche lehne ich ab. Auch möchte ich Eure Sakramente nicht mehr empfangen. Gott entscheidet über mein Leben und mein Ende und ich bin immerhin fast 60 Jahre alt geworden obwohl ich Gott in meiner schlimmsten Zeit darum gebeten habe, mir ein Ende zu setzen. Er hat es nicht getan also schreibe ich hier. Mein Vater war es übrigens, der mir oder mich meinen Glauben an Gott gelehrt hat. So ist das nun mal. Nietzsches Gott war letztendlich tot nachdem ihn sein Gott zuvor nicht aus seinem Elend befreit hat. Gotteskrieger glauben, Gott hätte sie beauftragt zu morden. Volker Pispers glaubt, jeder der an Gott glaubt, ist ein Arschloch und Jesus fragte seinen Gott am Kreuz, warum er ihn verlassen hat. Und der Papst glaubt, nur wer dem Gott der Kirche folgt, wäre auf dem richtigen Weg. Ich glaube an Gott und nicht mehr an die katholische Kirche. Vom Glaubensbekenntnis habe ich mich distanziert. Ich folge keiner Religion mehr und wenn ich das hier auf diesem Blog sage, sollte man eigentlich wissen, warum. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und wurde daraufhin von der Kirche ausgestoßen. Und ? Wo bleibt da die Barmherzigkeit der Kirche?

    http://www.kath.net/news/54741

    Das hindert mich aber nicht daran, weiterhin an Gott zu glauben. Mir das zu verbieten, dazu hat der Papst nicht die Macht. Das ist meine Freiheit, die ich genieße.

  43. Petra schreibt am :

    Es gibt nur EINE denkbare Befreiung: Raus aus der (katholischen) Kirche. Diese wird niemals reformierbar sein.

  44. Karl Görtz schreibt am :

    Die Beichte der Jugend ist im Jahr der Barmherzigkeit dafür gedacht, um festzustellen, wie die Jugend von heute tickt um dann Maßnahmen zu ergreifen, die Macht der Kirche in Zukunft zu sichern.

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/23/60000_jugendliche_beim_papst/1224993

    Wurden schon mal „Alte“ während einer Beichte auf dem Petersplatz gesichtet? Ein „Jubiläum der Alten?“ Die meisten „Alten“ haben ihre Kirchensteuerpflicht erfüllt. Die braucht man jetzt nicht mehr. Wer es wagt im hohen Alter trotzdem aus der Kirche auszutreten, und sei es kurz vor seinem Tod, und obwohl er zuvor Jahrzehnte lang tausende DM und EURO Kirchensteuer eingezahlt hat, der ist dann ab sofort kurz vor seinem Tod nach Kirchenaustritt ein Straftäter im kirchenrechtlichen Sinn.

    :Zitat Wikipedia:

    „Die kirchenrechtliche Straftat wird mit der Erklärung begangen, sich nicht mehr als Mitglied der Kirche anzusehen – die Voraussetzung dafür ist, von der Kirchensteuer befreit zu sein.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt

    :Zitat Ende

    Das nennt die Kirche also Barmherzigkeit. Die Kirche macht das so wie die Bundeswehr, die in Schulen nach kriegsbegeisterten Jugendlichen sucht um sie später für Auslandseinsätze zu rekrutieren. Die Kirche rekrutiert halt für die Kirchensteuer nach dem Motto: Begeistert sie in jungen Jahren für uns. In diesen Jahren ihrer Adoleszenz sind sie noch für unsere Interessen zu begeistern. Hätte ich nur mein heutiges Wissen in meiner Kindheit und Jugend gehabt.

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