Sexueller Missbrauch – Das lange Schweigen der Opfer

16.01.2013: ARD Beckmann

Do, 17.01.13 | 22:45 Uhr
Gäste: Pola Kinski (Schauspielerin), Andreas Huckele (Buchautor und ehem. Odenwaldschüler), Ursula Enders (Leiterin der Beratungsstelle Zartbitter e.V.), Prof. Christian Pfeiffer (Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen), Dr. Hans Langendörfer (Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz)
Pola Kinskis Vorwürfe gegen ihren Vater sorgen für Schlagzeilen: 14 Jahre lang hat der 1991 verstorbene Klaus Kinski seine Tochter missbraucht. Die Anschuldigungen rücken ein Thema in die Öffentlichkeit, über das oft geschwiegen wird. Gleichzeitig steht aktuell die katholische Kirche bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs durch Priester in der Kritik. Heftigen Streit löste jetzt die Entscheidung der deutschen Bischöfe aus, den Vertrag über eine Studie zum Missbrauchsskandal mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen zu kündigen. Wie schwierig ist für Opfer der Schritt in die Öffentlichkeit? Und warum ist die Aufarbeitung der Verbrechen, egal ob sie in Familien oder Institutionen wie Schulen oder Kirchen begangen wurden, so mühsam?

3 Kommentare

  1. Sarah Mohn schreibt am :

    Endlich mal eine Sendung, in der die Überzahl Betroffene sind und Personen, die sich mit Opfern und Betroffenen solidarisieren.
    Der Jesuit darf sich jetzt schon mal warm anziehen. 🙂

  2. helga04 schreibt am :

    mmm…..da bin ich mal gespannt ob der Pater auftaucht???

    Ich würde mal wetten, der kneift.

  3. Savina schreibt am :

    Betroffene wurden und werden in das Schweigen hinein misshandelt, hinein manipuliert bzw. existentiell bedroht,immer in der Absicht die Täter zu schützen. Viele Betroffene gelangen, aufgrund der ihnen angetanen Gewalt, später dann in den Bedarf von Hilfe und werden so ganz oft erneut , nun struktureller, Gewalt in Ämtern und Behörden, Jobcenter gehören u.a. für mich dazu, ausgesetzt.
    Unsere „hoch zivilisierte“ Gesellschaft, mit Leitkultur, funktioniert doch aber tatsächlich immer noch so wie hier sehr gut und differenziert veranschaulicht.:http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/857392#/beitrag/video/2174378/D
    Die PTBS , die individuell unterschiedlichen Trauma-Folgen bieten den Anderen, Nicht-Betroffenen bzw Betroffenen mit einer Täter-Identifikation, immer wieder Anlass zur Stigmatisierung, zur Herabsetzung, Ausgrenzung, Verhöhnung….- Das ist meine ganz persönliche, mich nach den bereits erfolgten Traumata-Zufügungen, durch Menschen gemacht, mich tief verletzende Lebenserfahrung.Ich gehörte nun mal zu den „Blauäugigen“ (zdf-link, mediathek).Die „Braunäugigen“ (zdf-link-mediathek) hatten ihren Sündenbock auserkoren.:http://www.narzissmus.org/der-sundenbock-und-das-goldene-kind/

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