Aus dem Vatikan

08.03.2013: netzwerkB

Konklave ab Dienstag, 12. März 2013

und eine Geschichte vom April 2004:

Doch der Mensch, der stolze Mensch,
gekleidet in ein wenig kurze Amtsgewalt,
verkennt, was ihm am nächsten ist
(seine Spiegelseele), und wie ein wütender Affe,
spielt er solch irre Faxen vor dem hohen Himmel,
dass die Engel weinen, die mit unserer Milz
sich alle sterblich lachen würden.
(William Shakespeare)

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18 Kommentare

  1. Sarah Mohn schreibt am :

    Übersetzung:

    Sehr geehrter Herr Denef,

    der unfehlbare Heilige und Unantastbare hat sich herabgelassen, nach 4 Monaten Ihre Zeilen zu lesen, und Erkundigungen Ihrer ungeheuerlichen Vorwürfe (auf die wir tunlichst nicht näher eingehen werden) gegenüber einer unserer Glaubensbrüder eingeholt.
    Da er aber weit über allem und jedem steht, lässt er sich nicht dazu herab, persönlich Ihnen, einem Untertan eine Antwort zu erteilen. Ich als Diener im Herren werde dies aufopfernd an Stelle seiner übernehmen.

    Es steht unserer Heiligkeit Papst Johannes Paul II nicht anheim, Emphatie oder Bedauern oder gar Schuldgeständnisse zu bekunden. Er, der über allem und jeden steht, steht auch über solche Gefühlsausbrüche.
    Nachdem Sie, Herr Denef nun über Ihr Leid berichtet haben, dürfte es Ihnen ja nun besser gehen. Das sollte genügen! („entledigt“, erledigt…).
    Was schert mich die fremde Schuld, die Sie sich selbst auferlegt haben und jahrelang mit sich getragen haben. Jesus hat auch ohne Murren sein Kreuz getragen. Das ist jedes Christen Pflicht, also hüten Sie sich, weiter den Papst zu belästigen mit Ihren Jammertal – Bekundungen.
    Zumal Ihnen die Diözesen Magdeburg und Limburg bereits großzügige Spenden zuteil werden ließ.

    Christus, unser Retter und Heilung hat es uns vorgelebt, wie Frieden auszusehen hat. Sie als Christ werden das wohl auch hinbekommen und versöhnlich sich zeigen können.
    Die Heiligkeit persönlich wird für Sie beten, auf dass es Ihnen eines Tages gelingen möge, zu heilen – indem sie vergeben.

    Urbi et orbi
    (und hier stelle ich mir den Papst vor in seinen wallenden Kleidern, die Ferula (der machtdemonstrierende Papststab) in der Hand, auf deren Ringfinger der Siegelring (Fischerring) steckt, den du gefälligst in gebeugter Haltung demütig zu küssen hast , die Tiara auf den Kopp, die roten Schühchen an. Und nun streicht er dir bemitleidenswert ob deiner erbärmlichen Kreatur über das Haupt).

    Das ist gelebtes Christentum – brrrr mich schüttelt es. Dann lieber Atheist – und menschlich.

  2. hildegard schreibt am :

    …, dass N.D. sich sein Leben damals nicht nahm!

    Er überlebte jedenfalls seine Verzweiflung, irgendwie – sei es Schicksal, Zufall, Bestimmung gewesen – vielleicht, um die Patriarchen das Fürchten zu lehren.

  3. Inken Bachmann schreibt am :

    Leute leute leute – austreten austreten austreten und es wird sich wie von selbst regeln –
    aber ein Großteil der Menschheit ist und bleibt dumm und macht es wie die drei Affen – nichts hören – nichts sehen- nichts sagen!

  4. Welch Arroganz, die einem da entgegen gebracht wird! Wie sah denn die Hilfe aus, die im Schreiben angeboten wurde??? Gab es die überhaupt?

    Ich denke mal, Norbert hat sich von den Gebeten immens beeindrucken lassen, WOW, der Hlg. Vater schließt ihn in seine Gebete ein, das ist ja mal was!!!

    Dieses Schreiben ist in meinen Augen nichts anderes, als entweder der Beweis einer unglaublichen Hilflosigkeit des heiligen Stuhls im Umgang mit den schändlichen Missbrauchs-Vorfällen ^^ , oder die peinliche, offizielle Verhöhnung der Opfer!!! SECHS JAHRE vor 2010, dem Jahr, in dem alles öffentlich wurde!

    Was für eine Kirche…WER kann da noch Mitglied sein? Wer kann diese Leute an der Spitze dieser Organisation noch ernst nehmen??? Wer glaubt wirklich noch daran, dass diese Kirchenoberen, die hinter einem solchen Schreiben stehen, die Werte ihrer eigenen Kirche ehrlich und unfehlbar leben??????

    Das Lesen als Aussenstehender tut schon weh, das Empfinden der Betroffenen auf dieses Schreiben, so denke ich mir, muss die vom Papst selbst verursachte, emotionale Hölle gewesen sein… 🙁
    _____________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    Nach dem Schreiben vom Papst habe ich versucht mir das Leben zu nehmen. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbrauch“ im Kapitel „Papst betet für mich“ schreibe ich ausführlich darüber.

  5. Claudia K. schreibt am :

    Manchmal kann man nur sprachlos dastehen und findet kaum die richtigen Worte – auch als Betroffene (aber nicht durch die Kirche) vermag ich nur zu erahnen, wie es gewesen sein muss, zu lesen, dass man aufgefordert wird zu vergeben, doch die Schuld wird nicht anerkannt. Welche Stärke, diese neuerliche Verletzung, diese Demütigung, überleben zu können.

  6. Curd Belesos schreibt am :

    ….wie der Herr, so das Geschärr….

    „Es liegt Schönheit darin, wie die Armen ihr Schicksal erdulden, wie Christus am Kreuz zu leiden“, sagte Mutter Teresa laut dem britischen Journalist Christopher Hitchens, der ein kritisches Buch über sie schrieb. „Die Welt gewinnt viel durch ihr Leiden.“

  7. Burga H schreibt am :

    Meine Auffassung ist, dass eine Verurteilung der Schuldigen zu leisten ist.
    Wenn jemand die Gebote: Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht töten und folgende bricht, muss der Töter ins Gefängnis.

    Hier ist ebenfalls gestohlen und getötet worden.
    Auf der ‚Sach’ebene muss erst der Gerechtigkeit nachgekommen werden.
    Und dazu gehört auch die Gefängnisstrafe – manchmal bereut der Täter ja auch seine Schuld während des Einsizens.
    Geld ist da zwar nett, aber nicht ausreichend.

    Seelsorge und Vergebung sind ein ganz anderer „Schuh“, und Vergebung geschieht nicht einfach so. Das weiß jeder Christ, der mit Jesus, dem Christus lebt.

  8. Edith Neumeier schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,
    bitte nicht mehr über diesen frechen Brief vom Papst i.A.! geschrieben ärgern.
    Dieses Pack im Spitzenkleidchen ist es nicht wert!

    Die haben 1980 versucht mich zu erpressen in Bad Arolsen, dafür haben sie die Quittung bekommen!! Von meiner Familie bezahlt keiner mehr kath. Kirchensteuer.

    Ich finde es richtig gut, das Sie an die Öffentlichkeit gegangen sind und für den Mut im Fernsehen bewundere ich Sie. Hab Sie einmal gesehen 🙂

    Den alten Papst nehme ich nicht ernst, weil
    er wohl auch Hullermann mit versetzt/vertuscht hat, als er in München war.So ein Monster 30 Jahre lang auf Kinder los lassen,grauenhaft! Das 13 Gebot für Pfaffen fehlt…. :Finger weg von Kindern!

    All Ihre Wünsche ,wegen Verjährung usw. sollen sich erfüllen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Edith Neumeier

  9. H.B. schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef ,
    bereits in Ihren Foren geschrieben, regelmäßige Leserin dieser Seiten , eine von vielen , die erkennen muß : Je mehr man schreibt und bewegen will, um so mehr wird man ignoriert.
    Sie kämpfen + kämpfen – die Masse ( Mehrheit ) will`s nicht hören und die Kirche schon gar nicht.

    Wenn ich aufmerksam machen will , stoße ich zu ca. 80 % auf Ablehnung.

    Leider schweigen sich auch zu viele verletzte junge Menschen eher zu Tode, als dass sie reden wollen/können…

    siehe auch Heimkinder.
    Mein Mitgefühl ist noch mehr gewachsen ,
    und ich bewundere Ihren Mut, Ihre Ausdauer ,
    Ihren Kampfgeist , Ihr Ertragen Ihres Leides
    u.v.m.

    Sehr freundliche + mitfühlende Grüße

  10. Hubert schreibt am :

    Nach öffentlichem Bekanntwerden der bis jetzt ausführlich geschilderten Hintergründe des Sachverhalts und der darauf folgenden Tatsachen kann ich zu obigem Schreiben aus meiner Sicht nur sagen:
    pervers!

  11. Bärbel schreibt am :

    zu Curd Belesos—–wie der Herr —

    über Mutter Theresa,

    ich habe vor ca. einem Jahr einen kritischen Film über Mutter Theresa und die Behandlungen an deren Patienten im Fernsehen von angagierten und couragierten Ärzten im Fernsehen gesehen,
    da ich selbst ehemals im Gesundheitswesen tätig war,und vor allem mit der Sterilisation der Instrumente für kleinere Eingriffe verantwortlich war ,
    sträubten sich mir über das Gesehene die HAARE;
    es DÜRFEN VON DEN Helfern vor Ort keine Fragen beantwortet werden—-,es werden die sogenannten Patienten nur betreut,nicht aber medizinisch versorgt und behandelt,
    die Kontrolle der indischen Fachkräfte wird nicht gehört,oder zugelassen,der Status des ORDENS DER MUTTER THERESA IST IN DER WESTLICHEN UNANTASTBAR,nicht jeder Hilfesuchende wird auch aufgenommen,
    natürlich gibt es Neider ,wie überall,
    auch ich bin nicht fehlerfrei,und berechtigte Kritik
    muss man annehmen können……..

    eine Aussage der katholischen Kirche bei einem Besuch meiner fast 100järigen Oma vor Jahrzenten über unser behindertes Kind,—-wer weiß wozu (ihre Behinderung),das gut sei, später die AUSSAGE DER TOCHTER ÜBER SICH SELBST;
    ICH WÄRE LIEBER NICHT BEHINDERT,
    die heutige Kirche geht /ging und geht an uns vorüber,weil ich kritisch bin,und ich versuchte die Übergriffe in der WfbM der Caritas an der Tochter einzuklagen ?????

  12. Sarah Mohn schreibt am :

    „Mutter Therasa“, ganz ehrlich – ich kann nicht sehen, was sie so ausgewöhnlich gemacht haben soll, dass sie so derart in den Himmel gehoben wird. Sie hat nicht das Leid geteilt, indem sie die Leidenden und Armen aus ihren Slams und ihren Leiden verhalf, sondern sie hat MIT ihnen ihr Leid geteilt. Was soll das bitte bringen, wenn dennoch Kinder an Hunger weiterhin sterben, Krankheiten weiterhin wie die Pest durch die Slums weiter gereicht werden.

    Das ist eine sehr gefährliche Ideologie, die sie vertrat und die auch immer noch von ihren AnhängerInnen vertreten wird.

    Unverantwortlich!!! Hilfe zur Selbsthilfe sieht anders aus!

  13. kar schreibt am :

    Keine andere Einrichtung in der Welt ist so verlogen wie der Vatikan.

    Wer erinnert sich noch an kirchliche Kritik an Homosexuelle? Demgegenüber gehört dem Vatikan das Grundstück v. Europas größter Schwulensauna. Selbst namhafte Kirchenangestellte wohnen sogar Tür an Tür mit eben dieser gut besuchten Einrichtung.

    Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu wörtlich „So viel Nähe zur Homosexualität pflegt die katholische Kirche in der Öffentlichkeit sonst eher selten.“.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/konklave-im-vatikan-geistliche-teilen-sich-palazzo-mit-schwulensauna-1.1622364

  14. > …Sarah Mohn schrieb am 09.03.2013:
    Übersetzung: …der unfehlbare Heilige und Unantastbare hat sich herabgelassen, nach 4 Monaten Ihre Zeilen zu lesen…

    oh oh, ich vermute du täuschst dich:
    für viel wahrscheinlicher halt ich folgendes:

    dh:

    lies:

    „…hat ein subalterner nach tausenden ähnlichen sauereien endlich auch für dich dummes schaf nen brosamen übrig:
    sprich: n paar sec zeit zum auf „den fall“-angepassten-serienbrief-basteln…“

    das wars!! u die diösesen wehren ab sogutesgeht:
    noch dreivaterunserdrüberundgutiss
    -halt: nie zu vergessen: drüberdiegehörigepriseunerforschlichenratschlussgottes

  15. da fällt mir nurmehr ein:
    „…zieh aus mein volk auf dass du nicht an ihren sünden teilhaftig werdest…“

  16. Uwe Werner schreibt am :

    HABEMUS PAPAM: Papst Franziskus
    Ja da hat wohl keiner mit gerechnet, selbst Kardinal Meissner war überrascht, und von Kardinal Marx nicht ein Wort zu der Wahl. Da wird wohl dem deutschen Klerus der Boden unter den Füssen entzogen und ihre Hausmacht in Rom ist zerbröckelt.
    Von der Demutshaltung des neuen Papstes, können sich unsere Bischöfe eine menge abschauen und von der Schlichtheit und Einfachheit ebenso. Nun hoffe ich, das der neue Papst, die Kurie in Rom so aufmischt, das der Kurie Hören und Sehen vergeht. Ein Kardinalstaatssekretär der nicht der Kurie angehört wäre super. Dieser sollte dann wiederum die Deutschen Bischöfe zwingen eine echte und nicht halbherzige Aufklärung der Missbrauchsfälle zu betreiben und Priester, welche als Täter entlarvt sind,zu exkommunizieren und sie mit Sack und Pack in die Hartz-IV-Ebene katapultieren (viele Opfer und andere BürgerInnen leben ja schon seit Jahren wie der Hl.Franziskus von Assissi in Armut).
    Dazu gehört auch, das Erzbischof Müller als Präfekt der Glaubenskongregation sofort entlassen wird und Zeit bekommt, in die Tiefen und Abgründe der Hölle zu blicken, die viele Missbrauchsopfer durchgemacht haben.
    Kardinal Lehmann war bisher der einzige der sich hocherfreut über die Wahl des neuen Papstes geäussert hat. Von Bischof Zollitsch kam das übliche Blablabla und so kann ich nur hoffen, das den deutschen Bischöfen von Rom ordentlich Druck gemacht wird, damit sie ihr intellektuelles und zynisches Verhalten uns Opfern gegenüber ablegen. Ihre Überheblichkeit und Arroganz stank schon zum Himmel und nun sollen sie zur Demut verdammt werden.
    Gleichnis:
    Wer als Papst in das Konklave einzieht, kommt als Kardinal wieder raus, und
    wer glaubt in den Himmel zu kommen wird in der Hölle landen.

  17. Gisela Meyer schreibt am :

    Der Vatikan, samt seinem alten und neuen Inhalt
    ist es nicht wert sich damit zu beschäftigen. Wir
    sollten die gesamte internationale Maffia der
    „Oben Onkel-unten Tante Transvestiten“, die schuldig und mitschuldig am Mißbrauch geworden sind beim internationalen Gerichtshof anklagen. Denn man sieht jetzt wie die Politik im Verbund mit dieser Maffia sich um Verjährungsfristen herumdrückt.
    Man muß entsetzt sein wie der dumme Teil der Völker wieder mal dem neuen Popen zujubelt, obwohl der auch
    schon wieder Dreck am Stecken hat.
    Weg mit der katholischen Kirche und tief in den Orkus.

  18. Nathan Adi Major schreibt am :

    http://www.wdr5.de/nachhoeren/westblick.html

    Unglaublich, dass da keiner Verantwortung übernehmen will und dass Bintig seine Arbeit so schlecht gemacht hat, dass er keinen Bezug hergestellt hat zu Stüper und Schneider, als hätten da zwei Missbrauchssysteme vollkommen voneinander isoliert über 30 Jahre stattgefunden, die auch noch unter dem gleichen Leiter und übers selbe Büro abgewickelt wurden! Was für Lügner und REalitätsverweigerer. Warum wird Schneider so geschützt?

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