Unerwünscht

21.04.2013: netzwerkB


Ein ehemaliger Odenwaldschüler wurde durch die Polizei daran gehindert, an der Verleihung des Theodor-Heuss Preises an Daniel Cohn-Bendit teilzunehmen.

Die Preisverleihung hatte im Vorfeld heftige Diskussionen ausgelöst, da der Grünen-Politiker in seinem Buch “Der große Basar” 1975 von Erfahrungen mit Kindergartenkindern geschrieben hat, in denen einige von ihnen “meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln” (http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8).

An der Demo, die von netzwerkB organisiert wurde, hat der Landesverband der Jungen Union Baden-Württemberg teilgenommen, so wie ehemalige Odenwaldschüler und ehemalige Heimkinder.

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8 Kommentare

  1. Lisbeth schreibt am :

    Kretschmann und Tätersprache pur.
    Zitat vom Video oben:
    Kretschmann (in entschuldigendem und um Verständnis werbendem Ton): “Es ist doch ein elementarer Unterschied, ob die Irrtümer verbaler Natur sind oder tatsächlich stattgefunden haben…”
    Aha: sexualisierte Gewalt gegen Kinder wird gleichgesetzt mit ‘Irrtum’.
    —Und auch das was Cohn-Bendit in seinem Buch beschreibt ist Gewalt. Wie viele Opfer kämpfen gegen eine unglaubliche Scham, weil es ihnen vermittelt wurde, dass sie ‘freiwillig’ mitgemacht haben. Es ist Gewalt, da in einem Verhältnis zwischen einem Kind und einem Erwachsenen, welches sexualisiert ausgenutzt wird, strukturelle Gewalt herrscht. Dies zu beschönigen oder irgendwie kleinzureden ist pädokriminelles Denken, weil es – wieder einmal – die Schuld nicht dahin gibt, wo sie liegt: beim Täter. —
    Ein Rechtswörterbuch (Rechtswörterbuch.de) definiert ‘Irrtum’ als ‚Nichtübereinstimmung von Vorstellung und Wirklichkeit‘.
    Also wenn ich einem anderen Menschen Gewalt antue, laut Kretschmann bin ich lediglich einem Irrtum aufgesessen.
    Da tun sich ganz neue Perspektiven auf…

  2. Celina schreibt am :

    Kretschmann behauptet: “Es ist doch ein elementarer Unterschied, ob die Irrtümer verbaler Natur sind oder tatsächlich stattgefunden haben…”

    Das hat was von Freuds und Kernbergs Unterstellungen!
    Die haben Patienten unterstellt, dass sie nicht missbraucht worden seien, sondern dass das reine Phantasien bzw. Wunschvorstellungen waren, u.a. aufgrund von eigener Perversion.
    Es war dann angeblich Realitätsverdrehung – also auch ein Irrtum.
    Eins ist auf jeden Fall klar: die Grünen wähle ich nie wieder!
    Mir hat schon gereicht wie sie Norbert Denef den Mund verboten haben und mit dieser Aktion bereue ich es jemals diese Partei gewählt zu haben.

  3. Es fehlen einen die Worte, Kretschmann und Cohn-Bendit dann am Rednerpult erleben – wäre er wenigstens vor der Verleihung oder während ehrlich gewesen, was er geschrieben, wenn auch zugekifft in Talkshow gestanden hatte, war doch ein Geständnis, hätte den Preis nicht angenommen, bzw. den damit verbunden Geldbetrag an eine Verein übergeben, aber nein, wie alle Täter leugnen bis zum Tod.Diese Leute sind einfach ekelig.

  4. Mia schreibt am :

    „Jagt mich nicht für etwas, das ich nicht gemacht habe.“ Und guckt nach unten dabei.

    Man sollte meinen, dass der Typ seine Körpersprache besser im Griff haben müsste…

  5. Friedemann schreibt am :

    Das Thema ist zu ernst, als dass man seine andernorts angestauten Agressionen in einem undifferenzierten Satz abladen sollte. Wie lange sollte sich D C-B für seine jahrzehntealte verbale Verirrungen entschuldigen, zehn Jahre, zwanzig Jahre, dreißig Jahre? Erwaten Sie, dass ein im Zweiten Weltkrieg als Staatenloses Kind deutscher Emigranten, der als Teenager Waise wurde, die Festigkeit besitzt, das, was nach der Jahrtausendwende zu Recht zu einem wichtigen Thema wurde, schon in den 70er Jahren erkannt zu haben?
    Friedemann

  6. Anna M. schreibt am :

    Friedemann: Das Schlimme ist: er erkennt es bis heute nicht!
    Und deshalb müssen wir ihn so lange daran erinnern, bis er es verstanden hat.

  7. Uwe Werner schreibt am :

    Es geht doch nicht allein ums erkennen, sondern das er es jetzt weiss, das es eine „Sauerei“war und auf den Preis verzichtet hätte! Wir kämpfen gegen eine Verjährungsfrist und gleichzeitig wird ein „Pädophiler“ öffentlich gewürdigt und das auch noch vom MP Kretschmann. Das war ja nicht nur ein verbaler Ausrutscher, sondern die Kinder konnten ja auch noch an seinem Hosenschlitz rumspielen. Die Grünen neigen doch eh zu einem überzogenem „Pädophilie-Verständnis“ und begründen es auch noch mit einer antiautoritären Erziehung. D.H. sie sind in den 70er Jahren hängen gebliebn: Joint rauchend und Babys und Kleinkinder gleichzeitig auf dem Arm.
    @friedemann, sicherlich verlagern wir, falls überhaupt vorhanden, angestaute Agressionen nicht auf DC-B, aber solange Pseudoliberale auf Umwegen Pädophilie legalisieren wollen und dafür auch noch Ehrungen erhalten, haben wir keine Agressionen sondern einfach nur Wut. Ich kenne kaum ein Missbrauchsopfer welcher Agressions-Amok läuft und gegen wen Agressionen ausgeübt werden hat man ja erneut jetzt in Stuttgard gesehen. So lange nur Verständnis für „Täter“ vorhanden ist und nicht für die Opfer in der Gesellschaft, solange muss sich auch diese Gesellschaft gefallen lassen in einen „Tätertopf“ geworfen zu werden.
    Heißt man DC-B gut, heißt man auch die ganzen Missbrauchsfälle in den 50er,60er,70er und 80er Jahre gut.
    Gegen Neonazi-Aufmärsche gehen tausende berechtigt auf die Strasse, damit sich nicht wiederholt was Hitler und seine Schärgen Millionen angetan haben. Wer aber geht auf die Strasse, das sich Missbrauch in seinen übelsten Formen sich nicht wiederholt, zumal viele TÄter sich heute auf die Erziehungsmethoden in der Hitlerzeit berufen und damit den Missbrauch gerechtfertigt haben. PFUI !!!

  8. maidreja schreibt am :

    mir ist jede sekunde meines Lebens schlecht, weil ich weiß, dass die täter ihr unrecht nicht einsehen können. ich bin zu kaputt, als dass ich den verbrechern gegenübertreten könnte. doch ich suche dennoch nach lösungen…

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