Suche Betroffene von Psychotherapeuten

23.04.2013

Suche Betroffene, die im Zuständigkeitsgebiet der Ärztekammer Freiburg (Ortenaukreis) durch einen leitenden Arzt / Psychotherapeuten in einer psychosomatischen Klinik Übergriffe und Grenzverletzungen erleben mussten.
Jede Beratungsstelle hat mir bis jetzt davon abgeraten, eine Beschwerde an die Ärztekammer zu schicken, da sie keinen Fall kennen würden, wodurch es daraufhin zuSanktionen des Arztes gekommen wäre. In der Machtsposition des Psychotherapeuten und mit seinem Machtinstrument „psychotherapeutische Sprache“, könnte jedes Fehlverhalten zurecht gedreht bzw. aus therapeutischer Sicht „sinnvoll“ begründet werden.
Suche Betroffene, die mit ihrer Beschwerde bei der Ärztekammer erfolgreich waren und wodurch der Arzt dann sanktioniert wurde.
Worauf ist  bei der Beschwerde zu achten? Gab es danach eine Gegenanzeige durch den Arzt und wenn, mit welcher Begründung?
Hat der Arzt die Betroffene psychotherapeutisch „in der Luft zerrissen“ bzw. in seiner psychotherapeutischen Fachsprache eine “schwere Macke” diagnostiziert?
Mit der Bitte um Rückmeldung unter: info [at] netzwerkb.org

9 Kommentare

  1. Realmenschin schreibt am :

    Hallo, ich wünsche Dir Kraft und dass Du andere findest!!! Solidarische Grüsse, Beate

  2. Eva schreibt am :

    Ich würde keine Beschwerde schreiben, wenn keine handfesten Beweise vorliegen. Eine Krähe hackt der anderen …

    Wenn das Behauptete nicht nachweisbar ist, „schießt“ der Leitende garantiert irgendwie zurück. Ähnlich wie bei den Kirchen und Schulen, bei denen zig Übergriffe stattgefunden haben.

    Der Arzt Prof. Hacketal, der in seinem Buch “ Auf des Messers Schneide „fundiert beschrieben hat was Ärzte alles falsch gemacht haben, wurde scharf angegriffen als „Nestbeschnutzer“.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Hackethal

  3. elvira schreibt am :

    die Ärztekammern werden von den Ärzten finanziert…
    die betroffenen Klienten werden über die Kommunikation zwischen Ärtzekammer und Arzt nicht informiert und auch nicht über evtl. Sanktionen. In meinem Fall musste der Arzt eine Geldsumme an die Kammer zahlen, das habe ich zufällig erfahren… Ich lebe in NRW! Der Arzt hat auch eine Anzeige gegen mich erstattet und den Prozeß verloren! Trotz allem arbeitet er nach wie vor!!!
    Ich würde diesen Weg jedoch immer wieder gehen und eine Anzeige erstatten. Diese Ärzte sind meist Wiederholungstäter und eine weitere Anzeige könnte die Ärtzekammer evtl. doch wachrütteln!
    Frau Dr. Becker-Fischer ist Fachfrau für Missbrauch in der Therapie und sie hat mir sehr geholfen. Mir geht es jetzt (6 Jahre danach) wieder richtig gut! Es tut gut, etwas unternehmen zu können, sich zu wehren und aktiv zu werden. Das was die Bertungsstellen da tun, von einer Anzeige abraten ist in meinen Augen unveranwortlich und dumm!
    Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg!
    E.

  4. Wilma schreibt am :

    Die Auskünfte der Beratungsstellen sind richtig.
    Die Ärztekammern decken die Ärzte und die Therapeutenkammern die Therapeuten, egal, was die anstellen. Da wird niemand sanktioniert. Bei der Bayerischen Therapeutenkammer werden die Beschwerden a b g e l e g t. Oder man bekommt eine Nachricht, die Sache ist nicht wichtig genug o.ä.
    Das ist ein Skandal. Die Therapeutenkammer sind in Deutschland so etwas Ähnliches wie die Katholische Kirche.

  5. Eva schreibt am :

    elvira

    Gratulation für das Gutgehen und dass der Arzt etwas verdonnert wurde. Geh ich richtig in der Annahme, dass Sie Beweise vorlegen konnten ? Mit nur einer Beschwerde
    ohne Fakten ist man wohl eher der Dumme.

    http://www.kfn.de/home/18_Deutscher_Praeventionstag.htm

    Erschütternd finde ich in der Studie der KFN:“ Parallel Justice – warum brauchen wir eine Stärkung des Opfers in der Gesellschaft?“ die Behauptung:
    „Der Gesetzgeber behauptet stets, im Interesse der Opfer zu handeln, hat sich aber fast nie die Mühe gemacht, sorgfältig ermitteln zu lassen, ob seine Annahmen zutreffen. Darüber hinaus interessiert er sich kaum dafür, ob sich die angestrebte Stärkung der Opferrechte in die gewünschte Richtung ausgewirkt hat und welche Erfahrungen die verschiedenen Verfahrensbeteiligten mit der praktischen Anwendung der gesetzlichen Neuregelungen gesammelt haben.
    ..
    Die Aussage vieler Opfer, rückblickend gesehen würden sie angesichts der im Prozess gesammelten Erfahrungen nie mehr Anzeige erstatten, müsste den Gesetzgeber eigentlich dazu veranlassen, auch insoweit die den Gesetzen zugrundeliegenden Annahmen empirisch überprüfen zu lassen.“

  6. Anna M. schreibt am :

    Sobald es mehrere sind, ist die Beweislage schon besser.
    Ich denke auch, daß es wichtig ist, bei der ÄK anzuzeigen, selbst wenn der Arzt gedeckt wird. Er soll aber wissen, daß das nicht in Ordnung ist, was er tat. Und wenn die ÄK viele, viele Beschwerden bekommt, wird sich laaaangsam etwas Bewußtsein dort einschleichen.

  7. Christine schreibt am :

    Von C.F.
    Ich wünsche Ihnen selbstverständlich auch viel Kraft, egal wie Sie sich auch entscheiden mögen.

    Ich selbst wurde in einer sog. Psychotherapie von einem FAcharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychiater, Facharzt für Psychosomotische Medizin in Stuttgart sexuell missbraucht bzw. ausgebeutet.
    Ich habe den sog. Psychotherapeuten mehrfach angezeigt, die Verfahren wurden eingestellt. Das 1. Mal war mir die Sache zuviel, es war alles noch so frisch.
    Das 2. Mal wollte die Opferanwältin nicht mehr obwohl ich Zeugen hatte. Und der damalige verantwortliche Staatsanwalt in Stuttgart hätte auch gar nicht gewußt nach welchen Straftatbeständen er ihn hätte verurteilen können, so dessen Aussage (Ausreden)
    Ich habe damals auch eine Beschwerde bei der zuständigen Ärztekammer in Stuttgart gestellt, daraufhin mußte der Täter dort antanzen und sich rechtfertigen, er bekam eine Rüge mehr nicht.
    Ich weiß, dass diese sehr sehr viele Frauen sexuell missbraucht hat in sog. Psychotherapie und gleichzeitig handelt es sich bei diesem Institut noch um eine Psychosekte, was mir auch der der Sektenbeauftragte der Stadt Stuttgart, Dr. Hemminger bestätigen konnte.
    Mir hat es geholfen mich zu wehren gegen den, denn er hatte unsere ganze Familie zerstört und ich und meine erwachsenen Kinder leiden immer noch unter den Folgen dieser sog. Psychotherapie. Im übrigen hat dieser auch in Schwerstabhängigkeit LSD und Mdma verabreicht.
    Ich bin damals auch mit der Geschichte ins Radio gegangen, dort wurde auch ein Schreiben von dem vorgelesen, in dem dieser mich unter anderem mit Hitler verglichen hat.
    Er hat mir auch immer wieder mit einer Verleumdungsklage gedroht.
    Ich habe sehr viele Aktionen gegen den unternommen, da ich es für richtig halte, dass solche Leute bis an ihr Lebensende von den Opfern verfolgt werden, da sie durch unser Rechtssystem ja nur geschützt werden.
    Kürzlich erfuhr ich, dass dieser letztes Jahr sehr schwer erkrankt sei, das war eine tolle Nachricht für mich!!!
    Zum Beitrag von Elvira möchte ich sagen, dass ich auch bei der Fr. Dr. Becker-Fischer in Springen bei Köln eine Folgetherapie gemacht habe, zunächst mit etwas Erfolg, aber als ich anfing diese zu kritisieren und auch deren Methoden zu hinterfragen, wurde die immer pampiger, aggressiver und zeigte mir gegenüber ihren ganzen Ärger, auch fing sie an mich massiv zu manipulieren und schmiss mich übelste Art und Weise raus.
    Ich denke, so jemand wie diese Person, die sich auch noch Traumatologin schimpft und auch noch das Institut für Psychotraumatologie in Springen leitet gehört abgesägt.
    Ich rate niemandem mehr dort hinzugehen.
    Therapeuten stärken einen vielleicht am Beginn einer Therapie- was natürlich auch Methode ist, aber dann machen Sie mit einem was Sie wollen, sie haben die Macht. Und ich kenne einige die psychotherapiegeschädigt sind.

  8. Allendorf schreibt am :

    Standardisierte Ratschläge „Wie schreibe ich eine „Beschwerde“ erscheinen mir wenig hilfreich.
    Gern würde ich mich an einem deutschlandweiten Erfahrungsaustausch zum Thema „Umgang mit der Übergriffigkeit von Psychotherapeuten, Psychotherapeutinnen und Institutionen aus Opfersicht“ beteiligen.
    Auf Grund vielfältiger Erfahrungen empfehle ich jedem „Opfer“, oder auch „andere Mitwisser und Hinweisgebern“ , sich so gut wie es irgendwie geht, also vorbereitend, sich emotionaler, finanzieller und rechtlicher Unterstützung zu versichern, bevor es zu Äußerungen gegenüber der Polizei/Staatsanwaltschaft, der Psychotherapeutenkammer gegenüber anderen Psychotherapeuten , selbst gegenüber Psychotherapeuten aus Hilfseinrichtungen, mitunter auch gegenüber Personen aus dem eigenen Umkreis kommt. Von bloßen vertrauensheischenden Lippenbekenntnisse ist wenig zu halten.

    Der „Täter“ hat die (schweren) Probleme….des „Opfers“ nicht. Er sorgt sich um seine berufliche Existenz und Reputation. Dies erklärt einerseits die Heftigkeit der Reaktion, die weder Kosten und Skrupel scheut. Ein anderer Grund dürfte in der unverzeihlichen Machtverweigerung des „Opfers“ liegen. Die Psychotherapeutenkammern sind meines Erachtens ungeeignet für das wirksame Verfolgen von berufsrechtlichen Vergehens. Sie verfügen über keinerlei Ermittlungsbefugnis, sondern nur über ein Auskunftsrecht. Schreiben an die PT-Kammer finden sich dann auch schnell bei dem „Täter“ und der Staatsanwaltschaft wieder. Ältere abgewiesene Anzeigen können schon längst in dem Schredder gelandet sein.
    Gelingt dem „Opfer“ oder der ohnehin überlasteten Staatsanwaltschaft der Tatnachweis nicht BEWEISSICHER, droht ein massives juristischen Vorgehen gegen die anzeigende Person(en), abgesehen von den im Umlauf gebrachten Gerüchten die ein übriges bewirken. Auch wenn es nicht wirklich trostreich klingt: In erster Linie sollte es um das Überleben des „Opfers“ gehen!

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