Fonds Sexueller Missbrauch – Antwortschreiben 17.05.2013

18.05.2013: netzwerkB

Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch
z.H. Herrn Dominique Ehrmann
Glinkastraße 24
10117 Berlin
E-Mail: kontakt [at] GStFSM.bund.de
Telefon: +49(0)3018 555 – 1988

Antrag Delphintherapie

Sehr geehrter Herr Ehrmann,

unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 12.05.2013 bedanke ich mich für Ihr freundliches Antwortschreiben vom 17.05.2013.

Gleichwohl ich in meinem oben genannten Schreiben darauf hingewiesen habe, dass meine Geschichte, sowohl durch Presse, Funk und Fernsehen, als auch ausführlich durch mein Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ öffentlich bekannt ist, bitten Sie mich dennoch einen Antrag zu stellen.

Das Antragsformular weist leider nicht nur technische Mängel auf (das Ausfüllen der Felder ist nur bei 1.1. möglich), sondern es muss bei vielen Fragen grundsätzlich davon abgeraten werden, aus rechtlichen Gründen diese nicht zu beantworten. Denn dem Opfer könnte beim Offenlegen bestimmter Täterdaten eine Verleumdungsklage drohen.

Hinzukommt, dass die meisten Betroffenen keine Beweise haben, bzw. die Taten verjährt sind und somit weder eine polizeiliche, noch eine staatsanwaltliche Ermittlung erfolgen kann. Das Opfer muss also per Gesetz schweigen.

In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ schildere ich im Kapitel „Keine Beweise“ meine familiäre erlebte sexualisierte Gewalt so:

„Als sehr kleines Kind liege ich auf dem nackten Bauch einer Frau. Sie drückt meinen Kopf auf ihre Schamlippen, so, dass ich sie mit meinem Mund spüre.“

Hätte ich in meinem Buch z.B. geschrieben, dass es eventuell meine Mutter gewesen sei, müsste ich mit einer Verleumdungsklage rechnen. Das gleiche könnte mir passieren, wenn ich diesbezüglich Fragen im Antragsformular beantworten würde.

In Ihrem Antrag unter, „E) Freiwillige Leistungen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ verweisen Sie explizit auf die Möglichkeit einer Verleumdungsklage, wie von mir oben beschrieben:

„Um nicht Gefahr zu laufen, sich unter Umständen wegen übler Nachrede, Beleidigung und Verleumdung strafbar zu machen, empfehlen wir Ihnen, sofern Sie die Absicht haben, die Täterin oder den Täter anderen gegenüber zu benennen, sich vorher anwaltlich beraten lassen.“

Auf der einen Seite stellen Sie Fragen, wodurch die Betroffenen bei der Beantwortung gegebenenfalls großen Schaden nehmen können und weiter oben verweisen Sie auf anwaltliche Beratung.

Eine anwaltliche Beratung kostet viel Kraft und auch viel Geld, was viele der Betroffenen nicht haben.

Die meisten Bundesländer haben diesem „Fonds Sexueller Missbrauch“ nicht zugestimmt, weil ihnen das Konzept nicht stimmig sei.

Aus Sicht von netzwerkB ist das Konzept nicht nur nicht stimmig, sondern fügt eventuell den Betroffenen erneuten Schaden zu. Deshalb raten wir von der Antragstellung grundsätzlich ab, ohne einen sehr guten Rechtsbeistand zu haben.

Ist der „Fonds Sexueller Missbrauch“ vielleicht nur ein Versuch der Bundesregierung, aus diesen angeblichen Hilfeleistungen politisches Kapital zu schlagen?

netzwerkB fordert dauerhafte Lösungen für die Unterstützung von Opfern sexualisierter Gewalt – kein einmaliges Angebot, wo Betroffene am Ende mit einer Verleumdungsklage rechnen müssen.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

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Fonds Sexueller Missbrauch – Antrag Delphintherapie


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34 Kommentare

  1. Lisbeth schreibt am :

    Dieser Fond ‘Sexueller Missbrauch im familiären Bereich’ ist ja wohl die Höhe. Ich bin immer wieder neu erstaunt über das Ausmaß an Verlogenheit und Bigotterie, welches sich die Politik hier erlaubt.
    Dies ist eine Form der strukturellen Gewalt ausgeführt von staatlichen Organen, die sich auch noch als Hilfe-Institution verkleiden. Perfide ist das.
    Nach allem was wir durchgemacht haben – oft erst in der Familie, dann in verschiedensten Institutionen, dann auch oft weitere Gewalterfahrung als ‘Erwachsene’, da wir ja durch unsere Vorprägung auf Täter programmiert waren, und Täter natürlich auch wissen, wer ein gutes Opfer ist.
    Nach dem Kampf ums Überleben als Kinder, dann darum, IRGENDWIE einen Weg und einen Platz im Leben zu finden – trotz all der Vorbelastungen….manchmal erfolgreich, manchmal eben nicht. Aber alle haben wir einen unglaublich hohen Preis schon bezahlt.
    Und jetzt wird ein Fond vorgeführt – und es wird uns gesagt, dass wir uns melden können – dass wir Sachleistungen bekommen können—- Sachleistungen, diese Einschränkung ist eine echte Beleidigung: wie ist das mit den enormen Kosten, die wir alle schon vorgestreckt haben? Sei es Einbußen im Einkommen, eingebüßte Bildungschancen, Einbußen im Privatleben, Bindungsprobleme oder Bindungslosigkeit, Therapiekosten, die wir schon ausgelegt haben, eingebüßte Rentenzahlungen – die drohende Altersarmut ist bei unserer Bevölkerungsgruppe besonders hoch, ruinierte Gesundheit, etc., etc. ????
    Jedes Betroffenenleben ist einzigartig und wir alle haben draufgezahlt und werden für den Rest unseres Lebens draufzahlen.
    Dieser Fond, dieses Formular, das Ganze ist so eine bodenlose Unverschämtheit- ich fasse es einfach nicht.
    Es zwingt uns als Betroffene – mal wieder – uns auszuziehen. Wir werden zu Bittstellern gemacht – und die Antwort an Norbert, dass eben nur Sachleistungen gegeben werden, zeigt ja auch, wes Geistes Kind diese ganze Sache ist.
    Es ist einfach – mal wieder – entwürdigend. Wir haben es mit – scheinbar – allmächtigen Autoritäten zu tun, die dann entscheiden, wie es uns ergehen soll.
    Also wenn wir brav den Antrag ausfüllen, so wie es verlangt ist, und ganz brav die Information geben und dann auch die passenden – den Herren da oben genehmen – Sachleistungen erbitten, dann vielleicht…. Und dann aber bitte Schnauze halten, wir sind dann mit dem lästigen Thema durch.
    Gleichzeitig ist es doch klar, dass sich die Politik damit freikaufen will. Und in Anbetracht der Summen, die derzeit für z.B. Banken, die sich in ihrer Geldgier verspekuliert haben, ausgegeben werden, sind 50 Millionen um ein paar lästige Betroffene loszuwerden und sich vor der Öffentlichkeit damit reinzuwaschen ja wirklich Peanuts.

    Wir sollen den Tathergang beschreiben – aber es wird uns ja gesagt, dass das emotional aufwühlend sein kann. (no shit !)
    Wir sollen den Täter nennen – aber es wird uns gesagt, dass wir vielleicht vorher einen Rechtsbeistand befragen sollen. (ich glaube ich spinne) Und dann eine Verleumdungsklage???
    Wir sollen unsere Daten hergeben – auch Dokumente von Therapeuten etc. herbeischaffen.
    Viele von uns haben alles getan um nur ja keine Dokumente zu haben, die uns als Betroffene outen.
    Da ist die Diskriminierung die folgt denn doch zu stark.
    Und dann ist es doch ganz klar, dass die Verbrechen als solche nicht anerkannt werden – also eine Fortführung der Lügen, die wir ja von unseren Familien her kennen, und der Bagatellisierungen, die die Politik betreibt seit diese Verbrechen doch mal ans Tageslicht gekommen sind.
    Das Ganze stinkt zum Himmel.
    Es ist eine Fortführung des Unrechtes, das uns als Kinder angetan wurde – und das unter dem Mäntelchen, dass es eine Hilfe für uns sein soll. Das geht nur, weil die genau wissen, dass ein Ertrinkender im reißenden Strom auch nach einem Strohhalm greift.
    Ein Aufschrei muss diesem Fond folgen, von uns und der Öffentlichkeit im Allgemeinen.
    ________________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Wir empfehlen solche Leserbriefe nicht nur hier als Kommentar zu veröffentlichen, sondern auch zu senden an:

    Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch
    z.H. Herrn Dominique Ehrmann
    Glinkastraße 24
    10117 Berlin
    E-Mail: kontakt [at] GStFSM.bund.de
    Telefon: +49(0)3018 555 – 1988

    Und zusätzlich noch, die Presse darüber informieren!

    Wenn wir etwas verändern wollen – müssen wir aufstehen und uns dagegen wehren.

  2. Hobert schreibt am :

    @Lisbeth
    „Dieser Fond ‘Sexueller Missbrauch im familiären Bereich’ ist ja wohl die Höhe.“

    Dieser Fond ist, wie in vielen anderen Bereichen zur Sache, als symbolische Geste zu verstehen. Man will damit eben wohl signalisieren, daß man die Dringlichkeit erkannt hat und auch „Hilfe“ bereitstellt. Damit ist die Sache dann vom Tisch.
    Du beschreibst es ganz richtig – die momentane Regelung zu dem Hilfsangebot gleicht eher einer Abschreckung, dieses überhaupt zu beantragen. So soll es auch wohl sein.

    „Viele von uns haben alles getan um nur ja keine Dokumente zu haben, die uns als Betroffene outen.
    Da ist die Diskriminierung die folgt denn doch zu stark.“
    Und hat sich eine betroffene Person dazu doch mal durchgerungen und beklagt ihr Leid, wird gesagt „das müssen die Anderen ja auch“ – wie einfach.

    Es erweckt den Anschein, daß alles getan wird, um Betroffenen den Erhalt von Entschädigungsleistungen nahezu unmöglich zu machen – und wenn, dann nur mit erneuten fast unerträglichen Nachteilen.
    Aber dann hat man ja noch die Möglichkeit eingeräumt, daß Betroffene sich quasi entmündigen lassen können, so daß ein Vormundschaft diese Dinge dann für sie erledigen kann.
    Viele hatten mit dem Bergiff Entmündigung Probleme, sodaß man man es einfach umbenannt hat. Es soll ja nun nichts dabei sein, einen Vormundschaft einrichten zu lassen, den man dann selbst nicht mehr aufheben kann. Warum sollte das denn auch eine weitere Belastung darstellen?
    „Betroffene haben doch gelernt, Vieles zu ertragen. Dann können die sowas doch auch ertragen“ …
    Vielleicht ist das Alles eine Frage der Würde?
    Dürfen Betroffene noch ein Würde haben?
    Wenn ja, was wird dafür getan?

  3. Wilma schreibt am :

    Genau diese dämliche Antwort habe ich auf den Brief erwartet. Man fällt doch immer wieder auf die Spiele herein!
    Wie wär es mit einem Flashmob in der Glinkastraße 24? Auf einen Pfiff mit der Trillerpfeife werfen sich alle auf die Erde und kriechen vor die Tür von Herrn Ehrmann. Sie strecken ihre Hände in die Höhe und rufen: bitte, bitte, bitte, gebt uns doch etwas.
    Ein Norbert Denef soll zum Weißen Ring gehen, sich dort demütigen lassen, von Leuten, die das Ganze bezahlt bekommen und dann mit denen über Fotokopierkosten streiten. Für alle anderen ist es genauso demütigend. Wir sind mündige Bürger und haben eine Menschenwürde. Überhaupt hör ich immer Weißer Ring, Weißer Ring, Weißer Ring. Wie ich gehört habe, hat diese Organisation eine hohe Summe Geld von der Regierung erhalten, wahrscheinlich aus dem Fonds. Das ist Geld, das ausschließlich den Missbrauchsopfern gehört. Das sind also die ersten, die abkassiert haben! Abkassiert an unserem Leid. Wir werden behandelt wie unmündige Untermenschen. Den letzten Rest Menschenwürde wollen sie uns auch noch nehmen. Bei der Hotline gibt es über den Weißen Ring Klagen über Klagen. Zuerst hieß es, man könne den Antrag auch selber stellen ohne den Weißen Ring. Jetzt erfährt man, wenn man einen Antrag selbst hinschickt, wird der dann an die Anlaufstelle des WR geschickt. Da wird man regelrecht mit dem WR vergewaltigt. Vor kurzem las ich etwas im Internet. Ein Missbrauchsopfer wollte beim WR mitarbeiten. Da wurde ihr gesagt:“ Wir nehmen keine Opfer!“ Aha. Die könnten wohl etwas merken.
    Ich sehe das auch so wie Lisbeth. Die wollen unsere D A T E N !!!!! Das ist deren Hauptinteresse. Vor allem der WR.
    Vielleicht spekulieren sie sogar schon damit, dass aufgrund der Demütigungen wenige einen Antrag stellen. Und wer steht dann am 30. April 2016 auf der Matte und will die zweistelligen Millionen Restgelder kassieren. Na wer wohl? Der Geschäftführer des Fonds heißt mit Sicherheit nicht zufällig Ehrmann. Der Vorstand der deutschen Kinderhilfe heißt ebenfalls Ehrmann. Wer ein bisschen googelt kann eine Menge über den Verein erfahren.
    Die Opfer sind nicht mehr das, was sie früher mal waren, Herr Ehrmann. Wie kommen Sie dazu, so mit uns umzuspringen?

  4. Alexandra schreibt am :

    Sehr interessant finde ich auch dass groß damit geworben wird dass der weiße Ring behilflich ist bei der Antragstellung. Die wissen jedoch gar nichts von einem Hilfsfond.Geschweige denn von Schulungen die der weiße Ring erhalten soll von Traumaexperten. Alles wieder nur eine schöne Darstellung um der Öffentlichkeit zu suggerieren was denn alles für Mißbrauchsopfer gemacht wird. Jedoch eine Hilfe stellt das alles nicht dar, genauso wenig wie das Opferentschädigungsgesetz.Ich glaube , es will einfach nicht gesehen werden wieviele Opfer es gibt und welche Auswirkungen das hat.

  5. Anna M. schreibt am :

    @Wilma,
    haha! Super Idee mit dem Flashmob!
    Bei Google findet man nichts Relevantes unter „Dominique Ehrmann“, dafür aber einen Diplom-Psychologen namens Dominic Ehrmann aus Bad Mergentheim.
    Die Ähnlichkeit mit Georg Ehrmann von der Deutschen Kinderhilfe ist frappierend! Könnten Brüder sein!
    ____________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Hier das aktuelle Organigramm der Deutschen Kinderhilfe:
    https://www.kinderhilfe.de/ueber-uns/wir-kindervertreter/#c214

  6. Anonym schreibt am :

    Eine Frage zum sexuellen Missbrauch in der Familie

    beschäftigt mich seit Jahrzehnten,

    diese Gedanken zu Papier zu bringen kostet mich viel Kraft und Überwindung,

    es wird fast ausschliesslich über die männlichen Täter geredet,
    was aber ,wenn es eine Mutter ,mit ihrem Sohn getan hat,

    diese dunkle Seite ,bei dem sonst geliebten Menschen,
    wie ist das zu verstehen,
    dass dieser Sohn;Mann,Ehemann und Vater unselbständig in Entscheidungen war,und seiner Mutter hörig war,
    diese Fehlentscheidungen/Verhaltensmuster prägend für kommende Generationen ein V

  7. Eva schreibt am :

    Genauso wie es ein Männerhaus gibt, in das Männer in Berlin vor ihren gewalttätigen Frauen flüchten, gibt es auch Mütter, die ihre Söhne mißbrauchen.

    Ich habe vor Jahren ein Buch einer Therapeutin gelesen, die solche Fälle beschrieb mit schlimmen Folgen. Ein Fall war so , dass ein erwachsenen gewordener Junge dann Frauen hasste und Männer liebte.

  8. ich versuche einen verein für mißbrauchopfer auf zubaun und viele leute scheuen sich zu melden und es müßte mehr therapeuten und leider und dieses problem wird wo in nächsten 10 bis 20 jahren nicht gelöst und ich bleibe dran

  9. Anni Rock schreibt am :

    Wir möchten uns sehr bedanken dafür, dass durch diese Beiträge hier klar wurde, dass wir mit unseren Gefühlen zu diesem ganzen verlogenen Kram nicht alleine sind. Wir fänden es grundsätzlich so kostbar und wichtig, dass es auch nach vielen Jahren/Jahrzehnten Möglichkeiten für uns gäbe, Akzeptanz und Unterstützung zu erfahren, was aber dort passiert, macht furchtbare Angst und wir werden weiterhin den Menschen, der uns therapeutisch begleitet und das auch sehr gut macht,von unserem geringfügigen Einkommen selbst bezahlen.

  10. C.F. schreibt am :

    Danke an Lisbeth für den langen Kommentar.
    Ich sehe das genauso.
    Ich werde keine Daten von mir herausgeben.
    Ich habe gehört von einem vom Weißen Ring, dass der Antrag 13 Seiten umfasst. Das ist kriminell.
    Ich halte es auch für ganz wichtig, dass die da „oben“ Druck von der Presse bekommen.

  11. Meli schreibt am :

    Also, bei aller Liebe, vielleicht könnt ihr euch mal ein bisschen beruhigen. Ich habe den Antrag hier vorliegen und es wird bei jeder Frage darauf hingewiesen, dass man sie nicht beantworten muss. Der gesamte Antrag ist eigentlich – schaut man sich mal an, was man bei einem Opferentschädigungsantrag an Belastenden durchleiden muss (vor allen Dingen als Altfall, ich sag nur Glaubwürdigkeitsgutachten), dann ist dieser Antrag sehr, sehr human. Und wie würdet ihr denn entscheiden wollen, wem ihr finanziell helft und wem nicht, nach der Nase oder wie??? Oder einfach jedem glauben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so die Organisation des Fonds zu bewältigen wäre. Irgendwelche Hinweise brauchen die doch auch. Es ist nicht alles gegen euch gerichtet oder will nur „Daten sammeln“, das klingt echt sehr nach Verfolgungwahn.
    Auch das Schimpfen auf den Weißen Ring ist wirkich unangemessen, ich selbst habe schon von denen Hilfe bekommen und viele, die Anwaltsberatung brauchten, haben dort einen Beratungsschein erhalten. Viele Menschen dort arbeiten ehrenamtlich (ja, nicht alle Ehrenamtlichen sind toll und super geschult da, aber würdet ihr eure Zeit dafür hergeben und euch da engagieren jeden Tag? Ich kenne eine Frau, die das echt jeden Tag macht und das alles ehrenamtlich!) Ihr müsst echt aufpassen, dass ihr nicht in Verschwörungstheorien abgleitet, dann nimmt diesen Verein niemand mehr ernst und das wäre extrem schade!!!

  12. Heidi Dettinger schreibt am :

    Hier noch eine kurze, hilfreiche Information von der Initiative Phoenix, Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie:

    Es ist NICHT gewährleistet, dass die Daten anonym behandelt werden! Sie behalten sich ausdrücklich vor, eine Anzeige zu stellen!

    Sie raten momentan daher dringend davon ab, dass Anträge gestellt werden, bis die Angelegenheit geklärt ist!*

    Zur Erklärung: es gibt scheinbar eine Vorgabe, dass Täter für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden sollen. Auch einige Krankenkasse handeln inzwischen so, dass sie bei Kenntnisstand, dass es um sexuellen Missbrauch geht, sich die Kosten der Therapie von den Tätern versuchen zurück zu
    holen!!!!

    Das hat die Mitarbeiterin von Phoenix selbst bereits vor einigen Jahren schon in der Klinik bei einer Patientin erlebt, deren Krankenkasse sich weigerte, die Kosten zu übernehmen, nachdem die Patientin bereits einige Wochen dort in
    Behandlung war. Die Patientin wurde von der Krankenkasse gedrängt, den Namen des Täters zu nennen, ansonsten hätte sie die Kosten der gesamten Behandlung selbst zahlen sollen.

    Das konnte in dem Fall damals nur verhindert werden, weil der Täter bereits verstorben war!

    Aber auf diese Grundlage „Täter sollen für das zahlen, was durch ihre Taten an Kosten entstehen“ gibt es momentan bei dem Fonds große Unsicherheit und niemand weiß Bescheid, was mit den Anträgen und den erhobenen Daten passiert!

    Initiative Phoenix
    Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.

  13. Waltraud Heidenthal schreibt am :

    Verleumdugsklage? Vorher Rechtsbeistand konsultieren? Da stehen mir die Haare zu Berge! Das heißt also weiterhin „Fresse halten“ für die Opfer und Fortführung des Missbrauchs! Die solchen sich ihren Fond sonst irgendwo hinschieben!

  14. hildegard schreibt am :

    Meli, “ … nach der Nase oder wie??? Oder einfach jedem glauben?“
    Niemand redet von Fallenstellern oder „Rattenfängern“!

    Skepsis angesagt, wenn es um ungeklärten Datenschutz und um unsere Freiheit geht, die uns nicht nur TäterInnen geraubt haben.
    Denn dieser Staat gesteht immer noch nicht seinen Irrtum der Verjährung bei Seelenmord ein, der für uns Entmündigung bedeutete, als wir bereit gewesen wären mit Zeugen und Beweisen vor Gericht anzutreten.
    Denn dieser Staat revidiert immer noch nicht die Schieflage in seiner „Rechtsprecchung“: Das Opfer muss schweigen, weil die Justiz „auf ihrem Stück stehen bleibt“ und („namhafte“) Verbrecher bevorzugt und beschützt …

    Verfolgungswahn?
    Sollen wir etwa wieder nur schweigen und leiden?
    Das RECHT in dieser Demokratie steht und fällt mit dem Maß an Augenhöhe und Transparenz – weder das eine noch das andere stimmt hier.

  15. Eva schreibt am :

    Hier wird gut aufgezeigt, welche Schwächen der Fond der Bundesregierung hat.

    Was halten sie von der Petition ?

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_01/_18/Petition_39287.nc.html

    Petition 39287
    Strafverfahren – Zwangsbeiträge für Hilfsfond für Opfer sexuellen Missbrauchs vom 18.01.2013

    Text der Petition
    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass juristische Personen ( also z.B. Kirchen, Schulen, Sportvereine, Heime etc. ) Gelder in einen Hilfefond einzahlen müssen, für den Fall, dass dort sexueller Missbrauch stattgefunden hat und Opfer schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfe geleistet wird, kann ohne Jahre lange menschenunwürdige Kämpfe vor Gerichten, wo die Gewinner eigentlich nur die Anwälte sind.

    Begründung
    Firmen sind verpflichtet an ihre Berufsgenossenschaften auch Gelder zu zahlen, dass Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter von Firmen, die von Berufskrankheiten Firmen sind verpflichtet an ihre Berufsgenossenschaften auch Gelder zu zahlen, dass Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter von Firmen, die von Berufskrankheiten betroffen sind, Hilfegelder erhalten.

    Das hat den Vorteil, dass es nicht darum geht, dass Arbeitgeber verurteilt werden, wegen Berufskrankheiten ihrer Mitarbeiter, sondern das „solchen Opfern“ geholfen wird.

    So erhalten Berufskranke schnell und unbürokratisch z.B. große finanzielle Hilfe, wenn sie an Rippenfellkrebs durch Asbest erkrankt sind.

    Wenn sexuell Missbrauchte ihr ganzes Leben schwer psychisch erkranken, gibt es fast nie einen nachweisbaren Kausalzusammenhang sexueller Missbrauch / psychisches schweres Leiden für Gerichte und die Opfer haben selber Schuld

  16. Eva schreibt am :

    Habe ich das richtig gelesen, dass nur Opfer im familiären Bereich entschädigt werden sollen. Kinder , die in Schulen, Kirchen, Vereinen Übergriffe erlitten haben, werden nicht berücksichtigt .

    Im Flyer steht:
    „Wer kann einen Antrag stellen?
    Antragsberechtigt sind Betroffene, die als Kinder oder
    Jugendliche im familiären Bereich sexuell missbraucht
    wurden, also zum Tatzeitpunkt minderjährig waren“.

  17. paikea schreibt am :

    Hallo Eva,

    ja, bei dem Fonds geht es lediglich um Überlebende von sexueller Gewalt in der Familie.
    Mir wurde die Auskunft gegeben, daß ein weiterer Fonds geplant ist, für Opfer, die in Institutionen, Heimen usw. mißbraucht wurden. Aber momentan bekommen lediglich diejenigen eine Entschädigung, die innerhalb der Familie mißbraucht wurden.

  18. Realmenschin schreibt am :

    Ich habe zu dem Ganzen kein Vertrauen und finde auch, dass es rüberkommt als würde man mit ein paar Krümeln abgespeist werden!
    Die finanziellen Einbussen(teils selbstgezahlte Therapien, Schulbildung wegen Folgen wenig, Ausbildung u berufl. Einschränkungen, Teilhabe am sozialen Leben lange Zeit mehr als eingeschränkt, gesundheitlich ständig am machen und tun, alles in do it yourself(kommt ja keiner,muss man alles selbst irgendwie regeln und ÜBERLEBEN! man ist total auf sich gestellt, ausser diesen Krümeln)Und WER hat das verursacht???? Ich nicht!!! Ich habe gerödelt um da durch zu kommen!!! Ich hab ums Überleben gekänpft! Ich die ich diese massiven Einschränkungen als Folge der an mir begangenen Verbrechen habe- die ich in Bezug auf einen Täter leider nicht nachweisen kann und selbst wenn, Täter tot und Verjährung(!!) im Gange- sind ein Vielvielfaches! Was wiegt denn da diese einmalige Leistung auf???? Das ist alles sehr und noch nicht mal halbherzig. Ein Staat sollte sich auch finanziell ganz klar hinter (auch ehemalige) Kinder stellen!!! Was sind denn das für Vorbilder?? DAS ist es jedenfalls nicht, und es liegt an uns Betroffenen, aufzustehen und zu fordern was wir wirklich brauchen und wirklich hilft!!!!! Ausser uns tut es nämlich keiner!!

  19. Der Fond richtet sich vorallem an Betroffene die bereits bestehende Hilfssysteme „durchhaben“.
    Der Großteil aller Opfer hingegen bleibt schon Kampf um diese Hilfen auf der Strecke.

    Der Fond ist ein staatliches Feigenblatt.
    Gegönnt sei es allen, die Geld von dort bekommen.

    Die die es nötig haben und im Hilfssystem (OEG und Versicherungen) stecken sind wieder ungesehen und werden hübsch verschwiegen.

    Ich habe in meinem Blog einen Artikel dazu geschrieben. http://vieleineinemblog.wordpress.com/2013/05/18/fond-sexueller-missbrauch-die-zweite/

    Es wäre sehr zu wünschen, dass unsere Bundesregierung endlich einen realistischen Blick auf die Opfer ihres Nicht-Schutzes und die Ergebnisse ihrer Nicht- Versorgung erhält.
    Doch wie?
    Wie lässt man eine Horde Menschen sehen, was sie nicht sehen wollen?!

  20. Wilma schreibt am :

    Zur Information an alle:
    Die erste Sitzung der Clearing-Stelle ist am 21. und 22. Juni. Die Anträge werden in anonymisierter Form vorgelegt. Laut Geschäftsstelle ist es nicht richtig, dass Antragsteller, die keinen OEG-Antrag gestellt haben, eine Absage erhalten. Die Anträge sollen zügig bearbeitet werden, und sie treffen sich so oft wie möglich. Es sollen schon sehr viele Anträge vorliegen.

  21. Eva Phoenix schreibt am :

    @ LIsbeth und alle anderen THread teilnehmer,

    WOW !

    Wir finden unsere Stimme, Wir koennen uns artikulieren. Ihr, jeder einzelne von Euch, findet seine Stimme, nach dem wir ueber AEonen hinweg im Schweigen versunken waren. Der erste Schritt ist gewonnen. Nun kommt der zweite Schritt: dass unsere Worte auch gehoert werden. Dass die Pfropfen in den Ohren der Hoerer rausgespuehlt werden, so dass unsere Worte in ihre GEhirne, Herzen und TAten fliessen koennen.

    Seid umschlungen,ihr Millionen, der Mitleidenden und MItstreiter. Ein Riesenfortschritt. Mir nimmt es fast den Atem weg, vor Freude, wenn ich Eure Posts hier lese. Ihr habt beide Recht, Lisbeth und Meli Eine unsere AUfgaben zur Heilung ist, Gefuehle und Verstand wieder zu integrieren. Die Scherben der uns angetanenen Traumata wieder zusammenzufuegen. Kuehle
    wissenschafltihe Sachlichkeit, und heisse emotionale Sachlichkeit beides wohl artikuliert und integriert. , Beides ist Wahrheit, und wir brauchen Wahrheit als unsere Grundmauer. Unwahrheit, und Illusionen, und potemkinsche DOerfer und Fasaden sind naemlich genau womit wir immer abgespeist worden sind, Sie sind Teil der Mauer des Schweigens, hinter der die an uns begangenen Verbrechen, verborgen werden sollten und sollen. In Orten, wo Dinge nicht das sind, was sie zu sein scheinen.

    Der Runde Tisch sei Schlimm? die Zaehigkeit der Instituionen sei schlimm? Es kommt noch „besser“:

    Ich hab schoen brav und blau-aeugig OEG beantragt. Bin im WIderspruch. Ich hab jedoch laut ‚Ent’sorgungunsbehoerde B. ganz prinzipiell kein Anrecht darauf, weil mein Fall selbst fuer das OEG VERJAEHRT (schon mal irgendwo gehoert?) sei, NICHT weil da kein VErbrechen sexueller und anderer Gewalt an einem Kind (mir) da war,(mit gerichtlich und medizinisch nachgewisener schwerer Koerperverletzung) NICHT, weil da keine 66 Jahre langen Folgeschaeden da sind (Suizide mit, C-PTBS, zerstoertes Leben, Altersarmut), NICHT weil der Zusammenhang zwischen Schaden und Verbrechen nicht nachgewiesen ist (Stapelweiser Nachweis, Gerichtlicher Nachweis, , Expertenberichte ,physische Narben) – sondern weil ich die Suende, das Verbrechen begangen habe, im falschen Jahr geboren worden zu sein. UNd deshalb Nazi-opfer wurde. AUfgrund der deutschen Geschichte, mit 6 Jahren in halb verhungertem Zustand im Ausland,wo ich zum Ueberleben waehrend der Nazi-erzeugten Hungersnot hingeschickt wurde, Opfer sexualisierter und FeldWaldWiesen Gewalt wurde. Ein Ausland, wo Deutsche 1948 keine Rechte hatten und Opfer von unvertuschbaren Verbrechen ueber Eiserne VOrhaenge hinweg, schnell abgeschoben werden konnten. Und wo das nichtbesthenede deutsche Staatswesen keine Konsulate hatte, , die ihre 6 jaehrigen Buerger heatten schuetzen koennen und zum Recht verhelfen. Weil ich im Jahr 1947 verbrannt und vergewaltigt wurde,. und nicht nach dem Mai 1949, d. h. dass ich mir dies alles nicht NACH der Gruendung der BUndesrepublik habe antun lassen, sondern kurz davor, in dem Vakuum zwischen „Zusammenbruch “ und Gruendung der BRD (1945 und 1949)(als ich ein unmuendiges Kind war) Dass ich die Unverschaemtheit gehabt habe, zur unsichtbaren Generation zu gehoeren, der verlorenen Generation. Derer die unter den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs das Laufen gelernt haben , und in der HUngersnot der ersten Nachkriegsjahre zum Gerippe abgemagert sind, uns gibt es naemlich nicht, Wir haben prinzipiell keine Rechte, wir sind durchsichtig. Noch durchsichtiger und entrechteter als Menschen, die zu einem spaeteren Zeitpunkt in der Geschichte der BRD als Kinder Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Weil ich zu der Generation gehoere, fuer die die BDR keine Veranwortung uebernimmt, weder als der Staat dessen Buerger ich bin, noch als Rechtsnachfoger des „Dritten Reichs“. Die Militaerverwaltungen der Besatzungsmaechte natuerlich auch nicht. Wer dann? Gar keiner. Ich bin deutscher Staatsbuerger, als solcher geboren, aber mich gibt es nicht als solchen. Ich habe noch nicht einmal einen Staat, an den ich mich wenden kann. Weils angeblich zwischen Kapitulation/1945 und BRD/1949 keinen deutschen Staat gab, ( oder doch ?, niemand weiss das genau). und so soll dies ja auch weiter fuer die verlorene Generation bleiben. Es kostet sonst zuviel Geld. Und beruehrt zuviel Weggestopftes. Und bringt zuviele praekaere Seelenfrieden ins Wanken. Reist zuviele Wunden auf. Bloss meine (und der noch lebenden Verletzten der verlorenen Generation) schwaeren seither offen , seit 66 Jahren.

    DIe Mauer der HYpocrisie, der Herzlosigkeit, der Verleugnung, der Entrechtung, an die Ihr, die ihr nach mir geboren seid, und wir, die wir alle das gleiche schwere Schicksal tragen, heute akut anstossen, die wurde schon damals bei der „Neugruendung“ des deutschen Staatswesens aufgebaut und tief verankert. Ja sie gehoert zur Grundmauer. Da zeigt sich das wahre Wesen und Gesicht dieses Staates. Und der Menschen, die -von uns allen gewaehlt- die Staatstraeger sind. Woran sich nichts geaendert hat. Das Tanzmuster des MEnuetts ist das gleiche, 1949 und 2013. Die demokratisch gewaehlte Regierung drueckt sich, wo sie kann? Sucht Ausfluechte und Dahinvertroesten, wo sie kann? Schaut weg, wo sie kann? Das hat sie schon immer gemacht, bereits bei der Gruendung 1949, das ist ihr Stil. Bereits als dem „neuen“ Staat eine wunderbares Grundgesetz in die Wiege gelegt wurde. Das jedoch nur dann und dort angewandt wird, wo die Verletzten, Vergewaltigten NICHT schweigen, NICHT unsichtbar sind, sich NICHT brav oder zu tode verletzt hinter den Mauern des Schweigens ducken ,verkruemeln und verfaulen. Wenn man nichts von ihnen hoert, weil sie im Seelenkoma liegen,dann trampelt man auf diesem Gesetz herum. Hauptsache man kann bei Feiern schoen klingende Worte toenen lassen. Ich nehme an, dass der Gesetzgeber 1949 das ganz bewusst getan hat, (die Unzahl der zwischen 1945 und 1949 Vergewaltigten/ Versehrten als Spaetfolge des Nazikriegs, nach der Kapitualiton, war allen bestens bekannt)(das Schweigen der Versehrten war jedoch perfekt, weil Todesstille ), der Gesetzgeber ist nie dafuer zur Verantwortung gezogen worden- erst heute passiert es, mit unserem Aufstehen und unserem Uns-Wehren. Mich verwunderts nicht, dass unsere Kaempfe gegen so kaugummiartige Bollwerke anrennen. Das ist naemlich das wirkliche Gesicht des Bists, nicht die freundliche Illusion des so beruehmten Sozialstaats Deutschland.

    Deshalb kann ich noch nicht einmal beim Fond einen Antrag stellen. Werds trotzdem tun. DIe Abweisung als corpus delicti. Moechts mir gern schwarz auf weis bestaetigen lassen. Sexualisierte Gewalt im jahre 1947 (statt 1949 oder spater) ist prinzipiell nicht salonfahig. Wieder mal. Und immer noch.

    Ich bin vor meinem Trauma bis auf die andere Seite des Atlantik gefluechtet – jetzt hab ich noch nicht einmal das Recht auf Rechtsbeihilfe in dem Land, dessen Buerger ich bin und das letztendlich fuer meine Verletzungen verantwortlich ist. Geh ich halt Pro Se.

    Ich musste mir das Mal von der Seele reden, in einem Umfeld wo hoffentlich die Ohren nicht verschlossen sind.

    Artikel 1 (?) des Grundgesetzes ……. ?

    HaHaHaHaHAHaHaHaHaHaHAhAHa LOL

    Manche sind mehr gleich als andere.

    PS
    Hier spricht der Kuenstler: vielleicht sollten wir alle , jeder einzelne von uns, den Antrag beim FOnd stellen, plus OEG. DIe Absagen heben wir alle auf, genaus so wie die Zusagen. Damit bepflastern wir dann Waende, die wir fuer unsere Demonstrationen aufstellen. Absagen Rot, Zusagen Gruen. ZU und AB in Grosbuchstaben, Mit Blinkelichtern, rot, bzw.gruen. Eingang per Ampel, rot oder gruen, ja oder nein. Lange Wand Absagen, kurze Wand ZUsagen. Oder als Beilagen, Seecontainervoll, bei Klagen vor Menschenrechts -gerichtshoefen.

    Nicht Aufgeben. Zusammenhalten. Team Work, LAUT.

    Auch stetig und klug.

    Bis alle Tueren aufgegangen sind: JA. ZUSAGE. RECHT. WIEDERGUTMACHUNG (Verjaehrungsfrist:NEIN)

    Eva Phoenix

  22. Bärbel schreibt am :

    zu Eva Phönix——
    ja wir könnten der gleiche Jahrgang sein,

    Hallo Eva,
    ——es gibt viele Ungereimheiten,
    manche Betroffene leben ,wo die Rechte nicht umgesetzt werden,

    mir ist es in der Kindheit nicht so ergangen,
    und ich bin kein Flüchtlingskind,
    gleich ist nicht eben gleich,

    ich möchte damit vorweg klarstellen,alle Menschen sind für mich gleich usw.
    Wir suchten eine Wohnung,wollten heiraten,beide waren wir keine Flüchtlinge,so konnten wir keine bezahlbare Wohnung finden,die mit Landesmittel erstellt waren,kamen für uns somit nicht in Frage,andere Wohnungen waren zu teuer,
    schließlich hatten wir 2 Zimmer ergattert,und bekamen sehr schnell 2 Kinder,die endlose Suche begann erneut,
    ———————————————————
    Irgendwann erwarben wir ein altes Haus,und hatten nun 4 Kinder,das Jüngste ist schwerstbehindert————-
    Finanzielle Unterstützung bekamen wir nicht.

    ich will nicht klagen,irgendwie musste es reichen————,v.l. G.an Alle Bärbel

  23. Uwe Werner schreibt am :

    Es ist sehr verworren was hier über OEG ; Hilfsfond ; nur für Familie nicht für Einrichtungen…
    Es wäre doch einfach mal sinnvoll einen Katalog zu erstellen, aus dem ersichtlich ist, wer für was wo und bei wem Anträge stellen kann.
    z.B. Hilfsfond ehemaliger Heimkinder: Wie und wer kann dort was beantragen
    Das gleiche für alle Ämter,Behörden,Instituationen, Ministerien…. was für Möglichkeiten Opfer haben an Gelder und Mittel heranzukommen. Vielleicht mit Tipps für eine gewisse Vorgehensweise und was an Unterlagen und Dokumente vorhanden sein müssen, um dann einen Antrag auf Entschädigung bei wem auch immer stellen zu können.
    Es sei dann auch zu beachten, das es bei den Bundesländern oft anderweitig gelagert ist und oder die Zuständigkeiten anders verlaufen.
    Ich weiss, eine unzumutbare Aufgabe, aber vielleicht wagt sich einer an diesen Entschädigungs-Katalog ran. L.G. Uwe

  24. Frauke schreibt am :

    Ich finde, dass der Fond eine grosse Hilfestellung ist. Das nicht jedes Opfer von Misshandlung einen Anspruch aus dem Fond für sich beanspruchen kann, ist natürlich nicht für gut zu heissen, da jeder Mensch ein Recht auf Hilfe haben sollte, ganz egal wann und wo es zeitlich zu einer Misshandlung gekommen ist. Nicht nur sexueller Missbrauch ist schädigend, sondern jegliche Gewaltformen an den Menschen. Dies müsste die Bundesregierung im Fond nachbessern. Das man einige persönliche Angaben machen muss, halte ich aber für völlig legitim, schliesslich geht es um viel Geld.

  25. Frauke schreibt am :

    Nach genauerer Betrachtung ist der Fond nicht gut zu heissen, allgemein eine Idee.

    Mein Nachtrag –
    Grundlegend ist es schade, dass es wieder eine neue Organisation in Form des Fonds geben muss, hätte diese Aufgabe nicht bei bestehenden Organisationen wie z.B. der weisse Ring oder eine anhängige Abteilung des LVRs / OEGs mit erledigen können (?) Wobei mir persönlich der weisse Ring lieber wäre, da der weisse Ring objektiver an die Dinge geht, man betrachte nur die etlichen Gerichtsinstanzen, nachfolgende Verdrehungen der Gutachten beim OEG Verfahren. Ich persönlich habe auch schon sehr positive Erfahrungen mit den weissen Ring machen können, auch wenn nicht gleich die Aussendienstmitarbeiter allwissend sind, sie auch immer erst Rückfragen halten müssen. Dazu muss man allerdings auch wissen, dass diese Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind, was wiederum mehr als zu schätzen ist.

    Kommen wir nun zu den Voraussetzungen die vom Fond erwartet werden –

    Zitat
    „Voraussetzung für Hilfemaßnahmen ist immer, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen dem sexuellen Missbrauch und den heute noch vorhandenen Folgen zu erkennen ist. Die beantragten Hilfen müssen dazu geeignet sein, die noch andauernden Folgen des Missbrauchs zumindest zu mindern.“

    Es ist nicht richtig, weil es wieder nur eine Menschengruppe anspricht. Es gibt zahlreiche Menschen, Opfer von schweren Gewalttaten durch physische und psychische Gewalt, sie wurden gefoltert, geschlagen, weggesperrt, verwahrlost, isoliert von sozialen Kontakten gehalten, Bildung genommen etc.., ebenfalls das ganze darauffolgende Leben zerstört. Wo bleiben ihre Rechte ?

    Zitat
    „Psychotherapeutische Hilfen, soweit sie über Leistungen hinausgehen, deren Kosten die Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen, die Gesetzliche Unfallversicherung oder das Opferentschädigungsgesetz übernehmen.“

    Hier ist ein Widerspruch zu sehen, zu weiterem Zitat . . .
    „Voraussetzung ist, dass eine Übernahme der Kosten durch den betroffenen Kostenträger erwartet wird.“

    Die Idee eines Fonds ist natürlich fein, aber die Ausführungen dessen sind mehr als fragwürdig, da es sich hier nur um ein Vorschussfond handelt. Echte ehrliche Hilfe für jedes Opfer unter uns ist es wahrlich nicht. Es ist nicht richtig, dass man Opfer in Kategorien schiebt.

    Dieser Fond ist nicht unabhängig, da wieder Erwartungen geknüpft werden. Ein Vorschussfond auf bestehender Gesetzeslage. Wenn man die Vielzahl der Menschen sieht, die zum Opfer geworden sind, diejenigen die Anträge nach dem Opferentschädigungsrecht stellen, fallen hier schon etliche durch, da eine Vielzahl der Opfer keine Beweise führen kann, somit durch das OEG Raster fallen, demnach keine Erwartungen aus dem Fond haben dürfen, das klingt geradezu lächerlich.

    Die Gelder die hierfür veranschlagt werden, gleichen eher eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für Beamte, denn die 50 Millionen Euro werden wohl nur für die Beamten aufgebraucht, da der Fond, die Gelder der Hilfesuchenden wieder eintreibt, für die Opfer eine Nullrechnung, wenn überhaupt und für die Beamten einen sicherer Dreijahresjob – das ist der Grund zur Empörung.

    Der Fond springt offensichtlich nur für das Versorgungsamt (OEG) und für die Opfer die zivilrechtlich gegen ihre Täter vorgehen in die Bresche. Die 50 Millionen Euro wären wohl 100.000 mal besser angelegt, wenn der weisse Ring davon profitieren könnte.

    Die Voraussetzungen des Fonds müssten viel freizügiger gestaltet werden, ohne eine Anbindung an die Gesetze und somit wäre dann den Opfern die Hilfe gegeben, die sie über den Fond benötigen.

  26. Floresblack schreibt am :

    Wieso bitte muss aus rechtlichen Gründen geraten werden, die Fragen des Antragsformblatts nicht zu beantworten? So steht es im obig wiedergegebenen Schreiben.

    Ich bin übrigens entsetzt, über die hemmungslose Miesmacherei und Motzerei, die in einigen Kommentaren zum Ausdruck kommt. Das kann ich nicht gut finden, denn ich habe von der Existenz des Fonds bzw. seinem tatsächlichen in Funktion treten gerade erst gestern via eMail der Geschäftsstelle erfahren und habe mich gefreut. Das erspart mir jetzt diverse Schreibereien und stellt alles auf eine neue Basis. Endlich gibt es etwas Konkretes und ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der Ergebnisse der Arbeit Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung und ihres Nachfolgers sowie auch der Runden Tische sexueller Kindesmissbrauch und Missbrauch und Misshandlung in der Heimerziehung ist erreicht! Das sollte man gebührend würdigen und begrüßen, wenn nicht feiern. Verbesserungen sind später immer noch möglich. Aber allein mit dem OEG kommen wir momentan einfach nicht weiter.

  27. Corinna Kutzscher schreibt am :

    hm, keiner weiß es genau. alle haben andere ideen. warum versucht ihr es nicht einfach? der antrag hat viele felder und die ganzen gerüchte um den fondantrag helfen ehrlich gesagt auch nicht weiter. da gehen email durch traumanetzwerke,dass man erst einen antrag auf oeg stellen muss und man am besten nur die daten angibt ohne tatangaben,dann würde man ne ablehnung kriegen. ruft man beim fond an ist dies keine voraussetzung… das geld ist auch keine ENTSCHÄDIGUNG,das ist bullshit, sondern geld zur unterstützung für therapien, heil-und hilfmittel oder alternative verfahren und therapien. erstens kann mit geld nichts ungeschehen machen,zweitens kann man damit auch kein auto kaufen oder in urlaub fahren (ausser „therapieurlaube“)nun wird mal wieder das thema institutionen rausgekramt…wiso muss immer jemand ein thema was gerade in der speziellen art nicht bei ist ausgraben…das thema ist in arbeit. als die kirche geld zahlte (was dann zumindest gleich mit erwähnt werden müsste) hat auch kein familiär betroffener mensch dort geld herbekommen. das war eben so. so wie es jetzt familiäres umfeld heisst. nur versuch macht klug und jeder darf sich and en weißen ring wenden und nachfragen…die wurden doch eingesetzt für den fond und bekommen auch gelder deswegen…*mal anmerke….nur rumjammern nützt nichts…versuchen, aufstehen, zusammenhalten…aber nicht imer runtermachen…es ist nicht ausreichend,stellt wohl auch nieman din frage und es ginge wesentlich zu vereinfachen…aber es ist das erste mal,wo die sonst vergessenen überhaupt mal einen zuschuß zu den kosten bekommen,um ihre therapien fortzuführen…das alles hat zwei seiten,denn es gibt auch viele nichtbetroffene die an unserer seite stehen…ein therapeut kann auch leichter sein geld verdienen als mit traumfolgestörungen…

  28. Corinna Kutzscher schreibt am :

    „Wieso bitte muss aus rechtlichen Gründen geraten werden, die Fragen des Antragsformblatts nicht zu beantworten?“ auch das geht durch die netzwerke… wenn man den namen nennt kann das auch in einer klage enden von seitens des namentlich benannten…aber es soll über den fond keine verfolgung,rückbeschaffung erfolgen…denn wenn der täter/in verurteilt wurde kommt ja das oeg in betracht und dann ist der fond nicht zuständig. ich habe mich entschieden namen und andresse zu benennen…es ist die wahrheit und ich werde mit den konsequenzen umgehen müssen!das bin ich mir wert, nicht wieder vertuschung,verschweigen…

  29. Anna M. schreibt am :

    Corinna,
    bitte berichte auch dann, wenn du juristische Schwierigkeiten bekommen solltest.

  30. C.F. schreibt am :

    Mir wärs recht, wenn ich endlich über den Fonds Geld bekommen könnte, an das Team Netzwerk B: kann in der Hinsicht, dass sich z.B. die Vorraussetzungen ändern um Geld aus dem Fonds zu erhalten einiges ändert es wurde ja schon viel dazu Stellung bezogen was geändert werden muß nicht massiv öffentlichkeitswirksamer Druck gemacht werden.
    Ich hatte bereits geschrieben, dass ich nur Geld und keine Sachleistungen möchte.
    Grüße

  31. Luisa schreibt am :

    Gibt es diesen Fond eigentlich noch? Beim weissen Ring hat man gesagt, sie machen das nicht. Wer denn? Ich brauche mehr Therapie und die Kasse will nicht bezahlen.

  32. Sara schreibt am :

    Die zügige Bearbeitungszeit aktueller Stand 15 Monate +

  33. Sturm schreibt am :

    Eher 22 plus X Monate. Nach denen dann die Absage kommt.

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