Anzeichen sexueller Gewalt erkennen

15.07.2013

Bundesministerium für Bildung und Forschung – Pressemitteilung 15.07.2013

Forschernetzwerk zum Thema sexueller Kindesmissbrauch hat sich konstituiert / Quennet-Thielen: „Besserer Schutz durch mehr Fachwissen“

Am heutigen Montag hat sich das Netzwerk der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forscherinnen und Forscher der Förderlinie „Sexueller Kindesmissbrauch in Pädagogischen Kontexten“ konstituiert. Rund 60 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler trafen sich im BMBF in Bonn, um sich über ihre Forschungsvorhaben auszutauschen. Workshops boten dabei auch Gelegenheit, in der Gruppe konkrete Forschungsfragen zu diskutieren und so neue Impulse für die bereits auf den Weg gebrachte Forschung zu geben.

Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die in unterschiedlichen, insbesondere institutionellen Szenarien sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen begünstigen beziehungsweise verhindern. Die Ergebnisse werden in konkrete Konzepte für die Praxis münden. So soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen in pädagogischen Zusammenhängen wesentlich verbessert werden.

„Ich freue mich sehr, dass mit dem Netzwerktreffen ein weiterer Schritt im Bestreben des BMBF zum verbesserten Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt getan wurde. Wir müssen die Anzeichen sexualisierter Gewalt besser erkennen, um adäquaten Schutz und Hilfe bieten zu können. Dies erfordert Fachwissen und Netzwerke, die effizient zusammenarbeiten, um das gemeinsame Ziel schnellstmöglich zu erreichen“, sagte Staatssekretärin Quennet-Thielen.

Das BMBF hat sich bei der Arbeit am Runden Tisch gegen sexuellen Missbrauch zum Ziel gesetzt, den Aufbau einer entsprechenden Forschungslandschaft gezielt zu fördern. Hierfür hat das BMBF rund 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden thematische Forschungsvorhaben aus den Bereichen Bildung und Gesundheit. Mit etwa 12 Millionen Euro will das BMBF im Bereich der Bildungsforschung 21 Forschungsvorhaben fördern. Darunter sind auch fünf Juniorprofessuren, die voraussichtlich zeitgleich im Herbst an den Start gehen sollen, um auch unter den Professuren einen stetigen Austausch zu gewährleisten. Das Netzwerk der im Bereich Gesundheit geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat sich bereits im September 2012 formiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/14675.php sowie http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4543.php

Quelle: http://www.bmbf.de/press/3491.php 

6 Kommentare

  1. Realmenschin schreibt am :

    Man muss doch nur die Augen aufmachen und handeln, Gesetze entsprechend verändern! Wozu herumforschen, es spielt sich doch vor unseren Augen ab? Warum für noch eine „Expertenrunde“ so viel Geld verschwenden, das man viel sinnvoller einsetzen könnte ?
    Wenn immer mehr Menschen Augen, Ohren und Herzen aufmachen, ihre Traumata verarbeiten und mit dem Finger auf ihre Täter zeigen dürfen, wenn es endlich aufhört, dass Kinder beschuldigt werden, sie seien verantwortlich, dann werden Erwachsene handeln, sie werden Kinder schützen, Taten ächten, und alles wird an die richtige Stelle rücken! Man möchte wirklich ein Megaphon nehmen- aber die Lautstärke ist es nicht! Wenn das Auge blind ist weil Altes den Blick versperrt, weil die Taten verheimlicht werden, und das nicht, weil man es nicht sehen KANN, sondern weil die Bereitschaft fehlt, diese Prozesse in Gang zu setzen, mit allen Konsequenzen. Es hilft nur Beharrlichkeit, dran bleiben, weitermachen!

  2. Bärbel schreibt am :

    zu Realmenschin,
    ich stimme den Zeilen zu,
    vor vielen Jahren,sprach ein junger Pfarrer ernüchternd,
    es wird so viel geredet über die Worte Jesu,
    unser Wissen ist groß,
    wann leben wir danach,und setzen das Christ-Sein um,
    solange habe er studiert,wie wenig er wußte über den Alltag und der Realität der Menschen,
    andere Worte habe ich noch im Kopf,
    wir fliegen zum Mond,sind vom Mars beeindruckt,
    wir handeln aber oft ,wie in der Steinzeit,und schlagen uns noch immer die Schädel ein,er meinte damit die Kriege und deren fürchterliche Folgen ,
    wenn Kinder mehr Rechte hätten,der Hunger quält so viele Kinder täglich,was nicht zu verantworten ist,und vieles mehr—

  3. Eva schreibt am :

    Ich denke die Forschungen sind eine Form eines Alibis, da man hilflos in der Politik ist, Mehrheiten zu bekommen.

    Es gab seit vielen Jahren immer wieder Einzelne, die konkretes Handeln vorschlugen, aber sich aufgrund von nicht juristisch pottdichten Argumenten sich nicht durchsetzen konnten.

    Ein Direktor einer selbst aufgebauten Kinderpsychiatrie, der in der Bundesärztekammer war, hat vor ca. 30 Jahren schon die Abschaffung der Verjährung gefordert , ist aber gescheitert da er kaum Unterstützer hatte und speziell die Kirche ihn angriff.

    Frau Renneberg und andere haben sich nicht durchsetzen können, wenn Menschen durch Psychosekten schwer mißhandelt wurden. Es wird immer gesagt , das sind Einzelfälle wie bei der Schulbefragung von Kindern, die 4 Bundesländer ablehen.

  4. Bärbel schreibt am :

    Heute Abend lief im ARD 21:50 h

    Exclusiv im Ersten

    Verkaufte Kinderseelen,

    zusätzlich wurde noch erwähnt.dass die Bundesregierung,
    von der EU gerügt wurde,die Kinder besser zu schützen,
    mir wurde ÜBEL————————–

  5. Hubert schreibt am :

    Ich wäre für eine komplett neue Forschungsrunde,
    die neu startet.
    Vorteil dabei: Man würde noch mehr Zeit gewinnen und bräuchte keine Änderungen vornehmen, weil die Forschungsreihe ja noch läuft und Endergebnisse noch nicht vorliegen.
    Ich würde vorschlagen, daß die neue Forschungsreihe so mind. 5-10 Jahre dauert.

  6. Sabine schreibt am :

    Ich weiß nicht, manchmal komme ich damit nicht klar.
    Es wird immer bewertet und abgewertet wie soll ich da positiv denken.
    Wenn meine Mutter nur annähernd liebevoll zu mir als Kind gewesen wäre, hätte sie wach werden müssen, wenn ein kleines fünfeinhalbjähriges Mädchen sagt, das sie kein Mädchen sein möchte….
    Ich wünsche mir manchmal es wäre nie so gewesen, gekommen. Doch ich hatte keine andere Wahl.
    Mir wäre es lieber gewesen, mich hätte ein Fremder nicht zur Familiegehörender meiner kindlichen Unschuld beraubt…
    So bin ich jetzt das Entschuldigung – Arschloch der Familie.
    Egal wie es auch bei Anderen zum Missbrauch Gewalt gekommen ist, ich finde es einfach nur schlimm das dazu gekommen ist, ganz egal wen es betrifft. Es ist einfach nur grausam und so zerstörerisch.

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