Wiesbaden: Dagmar Döring legt Kandidatur nieder – Aufgetauchter Artikel über Pädophilie als Grund

10.08.2013: Wiesbadener Tagblatt

Wie Dagmar Döring am Samstag in einer Pressemitteilung verlauten ließ, legt sie ihre Bundestagskandidatur für den Wahlkreis 179 nieder. Grund sei ein von ihr verfasster Artikel aus dem Jahr 1980. In dem Buch mit dem Titel „Pädophilie heute“ unterstützte Döring in einem zweiseitigen Aufsatz die damalige Forderung einiger Gruppen nach Legalisierung vermeintlich einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Weiter lesen…

9 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    „Solche Sachverhalte zeigen, dass junge Menschen leicht zu manipulieren sind. Deshalb sind Strafgesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gegenüber Erwachsenen unverzichtbar“ – genau, Herr Hahn, fordern Sie mit netzwerkB das eindeutige Signal an die Gesellschaft:
    Keine Verjährung bei SEELENMORD!

  2. Realmenschin schreibt am :

    Wichtig wären ein paar Hinweise: laut „Spiegel-Online“
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-dagmar-doering-gibt-wegen-paedophilie-vergangenheit-auf-a-915895.html
    gab Frau Döring damals an eine länger andauernde „Beziehung“ zu einem Mädchen gehabt zu haben. Außerdem wird in dem Artikel, den sie verfasste auch auf ihren damaligen Freund verwiesen, der eine Beziehung zu einem 13 Jährigen gehabt habe.
    Hier von einer Art manipulierter Jugendlichen zu sprechen- da sie zum damaligen Zeitpunkt 19 Jahre alt war- ist leider immer noch verharmlosende Sprache. Hier handelt es sich in meinen Augen ganz eindeutig um sexualisierte Gewalt. Sprache kann- da denke ich gerade dankbar an Eugen Schlatters auf netzwerkB veröffentlichten wertvollen Artikel vor ein paar Tagen- sehr viel bewirken. Mir macht es den Eindruck, wenn sie auf solche Art und Weise verwendet wird, dass hier von „Jugendsünden“ die Rede ist! Das ist es keineswegs. Ich bin froh, dass Frau Döring den Schritt jetzt gemacht hat- und dieser zeigt einen winzigen Ausschnitt eines furchtbaren Abgrundes, dem man sich stellen muß. In den Reihen der Grünen würde ich mir solche Schritte der-wenn auch verharmlosend ausgedrückten-Verantwortungsüernahme, auch sehr dringend wünschen. Ich hoffe der Schritt Frau Dörings wird nicht als Ablenkung dienen und die eventuell verfärbten Presseorgane werden sich besinnen, vor allem darauf, worum es wirklich geht: um Kinderschutz! Solche Politiker können und dürfen keinerlei Vorbildfunktion und Verantwortung in unserem Land tragen. Ein Rücktritt ist verantwortungsvoll, aber er ist keine Heldentat. Eine Frage zum Schluß: wer und wo sind die Opfer, wie geht es ihnen, wie verlief ihr Leben nach der an ihnen verübten sexualisierten Gewalt?

  3. kar schreibt am :

    „Wie Dagmar Döring am Samstag in einer Pressemitteilung verlauten ließ, legt sie ihre Bundestagskandidatur für den Wahlkreis 179 nieder.“

    Daran sollten sich die grünen Täter/Täterschützer ein Beispiel nehmen. Ach ja, das können die ja nicht, sind mit ihrer Veggie Day Kampagne [1] mehr als genug beschäftigt.

    [1]
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/veggie-day-juergen-trittin-kritisiert-drogenhandel-im-stall-a-915916.html
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article118891190/Unsere-Ersatzreligion-heisst-Gesundheit.html

  4. Eva schreibt am :

    Die Dame sollte verpflichtet in Krankenhäuser zu gehen, wo Menschen aufbewahrt werden, die durch sexuelle Gewalt psychisch krank wurden und nie wieder ein selbstimmendes Leben führen können.

  5. Lisbeth schreibt am :

    Ich kann jede Zeile von Realmenschin hier nur voll und ganz unterstützen. Danke auch für den Link zum Spiegel-Artikel.
    Und wieder geht es um die Täter – wo sind die 13 jährigen Opfer? Wo ist eine Stellungnahme den Opfern gegenüber? Wo der Wille – außer dem Verzicht auf die Kandidatur (das ist das mindeste) – für die Schäden aufzukommen, die die Opfer über ihr Leben hin durchlitten haben?
    Mit 19 war Dagmar Döring also Täterin, und hat sich darüber damals auch schriftlich geäußert. Wo ich mit ihrer heutigen Stellungnahme dazu sehr ins Stolpern komme ist, dass sie in ihrer Aussage behauptet, sie hätte sich nichts zuschulden kommen lassen (siehe Spiegel Artikel). Eine Beziehung zu einer 13 jährigen, über die sie damals sagte, dass „kein Mann und keine Frau, sondern nur ein Kind, insbesondere ein Mädchen, meine Wünsche und Bedürfnisse (…) befriedigen kann“ ist genau das: sexualisierte Gewalt gegen ein Kind. Und das ist ein „sich etwas zuschulden kommen lassen“.
    Das ist Tätersprache und Täterdenken – offensichtlich immer noch. Auch wenn Döring von sich behauptet, dass sie das Ganze jetzt als Mutter dreier Kinder anders sieht.
    Wo ist die Empathie für die damals 13 jährige????
    Frau Döring zieht sich vom Wahlkampf zurück aus Loyalität ihrer Partei gegenüber, nicht aus einem Verständnis der Tragweite ihres damaligen Handelns gegenüber diesem Kind.
    Ohne eine klare Aussage bezüglich ihrer Schuld ist keine wirkliche Aufarbeitung möglich.
    Ach und übrigens: die Taten sind ja ohnehin verjährt.

  6. klaraklara schreibt am :

    Bei ihrer Veggiekampagne könnten den Grünen die alten Zitate von Cohn-Bedit über Jagd auf menschliches Frischfleisch übel hockommen.

  7. hildegard schreibt am :

    @ Camilla – ein wichtiger Link.
    Wer schützt die Kinder?
    Wer stützt die Überlebenden?
    Das Labyrinth … zwei von 16 Ministerpräsidenten! Personenschützer wissen davon …

    Leute, nehmt Euch diese 45 Minuten zur Gesamtlage der Nation. Was Jürgen Roth hier ganz allgemein über die verkürzte Ethik unserer Staatsorgane berichtet, das geht jede und jeden – das geht die ganze Nation an!
    Über solche Sümpfe gilt es BRÜCKEN ZU BAUEN! Denn an die STURKTUREN geht man bisher nicht ran …

    Sind auch wir ein Despotensystem?

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