Fünf Jahre und zwei Monate Haft für Erzieher

26.10.2013: NDR

Ein 30-jähriger Erzieher missbrauchte mehrere Kinder und wurde vom Landgericht verurteilt. Ein generelles Berufsverbot sprach das Gericht jedoch nicht aus.

Ein Erzieher, der mehrere Kinder in einer Hamburger Kita sexuell missbraucht hat, muss für fünf Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Dieses Urteil verkündete das Hamburger Landgericht am Mittwoch. Es folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. „Sie haben schweres Leid über die Kinder und ihre Eltern gebracht“, sagte der Vorsitzende Richter. Er hoffe, dass die Mädchen und Jungen ihre Unbeschwertheit zurückbekommen. Ein Berufsverbot verhängte er allerdings nicht. Das sorgte für Tränen und Unverständnis bei betroffenen Eltern. Auf dem Gerichtsflur beschimpften einige von ihnen den Angeklagten.
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5 Kommentare

  1. Kirsten schreibt am :

    Ist das ein angemessenes Strafmaß für den Missbrauch an mehreren Kindern, für den Besitz an pornografischem Material? Wie furchtbar, wenn bedacht wird, welche Folgen diese Kinder selbst bei geeigneten Hilfsmaßnahmen, ein Leben lang zu tragen haben.Und wie können Kinder die eigene Unbeschwertheit wieder erlangen, wenn sie von Vertrauenspersonen missbraucht werden? Alleine diesen Satz empfinde ich als Hohn, wenn man bedenkt, wie zerstörend sexuelle Gewalt für die Persönlichkeit der Opfer ist. Ohne richtige Behandlung(die in nicht annähernd ausreichendem Maße auch für Kinder, langfristig zur Verfügung steht) werden diese Kinder ein Leben lang unter den Folgen der Übergriffe leiden.Sexueller Missbrauch ist nicht nur ein belangloser Akt, ein Vorfall, den ein Kind vergisst, nein es ist extremer Horror,es ist Angst, es sind vergebliche Hilfeschreie, die den Körper lähmen. Solange die Mehrheit der Bevölkerung nicht gewillt ist dieses zu verstehen, zusehen, wie wieder und wieder Erzieher, Lehrer, Pfarrer,ungestört Menschenseelen zerstören können, solange werden wir vergeblich um einen angemessenen Strafumfang diskutieren.Solange wird dieser Erzieher weiter die Berufserlaubnis tragen können und das Geschehene wird sich an anderen Orten wiederholen.
    Jeder Einzelne kann etwas tun.

  2. Eva schreibt am :

    Die lebenslangen Folgen interessieren die Strafjustiz nie !!!!!!!!!!!!!

    Wenn der Mann nach 5 Jahren und 2 Monaten wieder solche Straftaten begeht, könnte man sich aus Verzweiflung wünschen, dass die Justiz dafür bestraft worden müßte, da die nicht dafür gesorgt hat, dass dieser Mann nie so etwas wiedertun kann.

  3. Prospero schreibt am :

    Nun, mich wundert da nichts mehr…

    Klaus M. Beier ( Berliner Charité) hat heute in der jesuitischen Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ ausgeführt, er sähe „ in einer pädophilen Neigung keinen Grund zum Ausschluss vom Priesteramt.“
    siehe dazu, da Bezahlcontent: http://www.kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=248147

    Und in den USA zeigt sich nun eine Organisation, die wissenschaftliche und öffentliche Beeinflussung zur Gleichstellung von Homosexualität und Pädophilie betreibt: B4U-ACT

    Hier gut beschrieben: http://julioseveroindeutsch.blogspot.de/2013/10/homosexuellen-gesetze-bereiten-das-feld.html

    Und wenn wir uns an den (missglückten) Versuch 2010 erinnern, per Grundgesetzänderung „sexuelle Identität“ in den Artikel 3 zu implementieren
    „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner sexuellen Identität, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“
    können wir davon ausgehen, dass dies nicht der einzige Versuch bleiben wird…

  4. klaraklara schreibt am :

    @ Prospero
    Wirklich frappierend – ich mag nicht den Forderungen nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung für alle sexuelle Identitäten die Untersttützung entziehen – gehe aber davon aus, dass die Menschen ihre Persönlichkeit nur in den Grenzen ausleben, in denen es anderen Menschen nicht schadet.
    Persönliche Freiheit in den Grenzen, dass es anderen nicht schadet – das ist doch heutzutage die Basis für vieles, was unsere Gesellaft ausmacht.
    Wenn es da aber unter Homosexuellen Gruppen gibt (größere oder Sup-Gruppen?), die sich nicht von Pädophilen abgrenzen, und wenn Psychologen (!!!) es so darstellen, als würde dem Kind der Kontakt mit dem Sex der Älteren nicht schaden –
    ich finde keine Worte.

    Ich hoffe sehr, dass sich bald alle hiesigen Psychologen- und Homosexuellen-Verbände deutlich von Veröffentlichungen und juristischen Forderungen, in denen Pädosex verharmlost wird, abgrenzen werden. Man muss da sicher auch aufpassen, nicht alle über einen Kamm zu scheren.

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