„Fonds Sexueller Missbrauch“ in der Kritik

02.01.2014: netzwerkB

Wir nehmen Bezug auf das Kritikschreiben des Vereins gegen-missbrauch e.V. „Fonds Sexueller Missbrauch“ vom 02. Januar 2014. Hierzu stellt netzwerkB fest:

Es ist alles eine traurige Augenwischerei. Die Täter können nicht mehr in den Regress genommen werden aufgrund der Generalamnestie durch den Deutschen Bundestag 2013. Die Betroffenen von physischer, psychischer und sexueller Gewalt sind auf Almosen angewiesen. Angemessener Schadensersatz bleibt ihnen verwehrt.

Diese traurige Bilanz hat eine lange Tradition, die sich schon über die Ergebnisse des Runden Tisches für Opfer der Nazi-Lager und über die Ergebnisse des Runden Tisches für die Opfer der Heimerziehung erstreckt, und sich über die Ergebnisse des Runden Tisches für sexuellen Kindesmissbrauch fortsetzt.

Wir unterstützen die Bundesländer ausdrücklich, die den Fonds als Augenwischerei ablehnen und sich an ihm nicht beteiligen.

Die Politik ist dran zu messen, wie sie mit den Opfer von Gewalt umgeht.

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Über 700 Anträge beim Missbrauchsfonds

5 Kommentare

  1. Wilma schreibt am :

    Wer ist der Verfasser dieses Briefes? Es wird mitgeteilt, dass hauptsächlich therapeutische Leistungen bewilligt wurden. Mein Verdacht ist, dass ausschließlich therapeutische Leistungen bewilligt wurden und dass in den Clearingstellen hauptsächlich Verreter aus der höheren Hierarchie der Therapeutenszene sitzen (Psychoanalyse und Psychiatrie), die die Gelder ausschließlich ihren Kollegen zukommen lassen. Alle anderen Punkte im Antrag werden ignoriert. Da stehen nicht nur ein Punkt, sondern mindestens vier. Nach meiner jahrzehntelangen Erfahrungen mit Therapien sind mindestens ein Drittel der Therapeuten Nieten.

  2. Karl Görtz schreibt am :

    @Ingo
    Zu Punkt 3: Barrierefreiheit in dem Link

    Warum wurde im folgendem Link die Schriftart Gelb auf weißem Hintergrund gelegt? Können Sie das Folgende ohne Anstrengung Ihrer Augen gut lesen?

    http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/downloads.htm

    Nein, können Sie nicht. Und genau das ist Absicht des Runden Tisches gewesen. Sie sollen so früh wie möglich aufgeben sich Informationen zu beschaffen. Wenn ich klare Informationen haben will, dann will ich es Schwarz auf Weiß und nicht in einem verpissten Gelb auf Weiß. Das ist eine beabsichtige Barriere des Runden Tisches gewesen!

  3. Hubert schreibt am :

    Man befasst sich bereitwillig und gern mit dem Leid von Betroffenen.
    Man beschreibt auch gern das Leid und verfasst vielseitige Schriftwerke darüber.
    Man bemitleidet selbstverständlich auch gern Betroffene.
    Man schließt Betroffene auch gern in das tägliche Gebet ein.
    Man schafft vielfältige Einrichtungen, wo Betroffene nah observiert werden können und über sie geforscht wird. Betroffene müssen dort oft belastende Fragebögen ausfüllen, wofür Ärzte anderswo Geld erhalten.
    Man erstellt etliche Diagnosen für Betroffene.
    Diagnosen, welche Betroffene oft völlig unzutreffend stigmatisieren und sozial und seelisch zusätzlich offiziell brandmarken.
    Man erfindet ständig neue Medikamente für Betroffene, die nicht selten mehr schädigend als heilend wirken.
    Aber man ermöglicht Betroffenen durch Unterlassung hinreichender Entschädigungszahlungen keine Lebensbasis, so daß ihnen ein selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglicht wird.
    So müssen sich Betroffene ständig erneut vorstellen, sich regelmässig begutachten lassen (bedeutet nicht selten Retraumatisierung), um mindestens auf Harz4-Niveau überleben zu können, was einer ständigen Entwürdigung gleichzusetzen ist.
    Gäbe es die oben beschriebene gesetzliche Entschädigung aus einem Fond, bliebe Betroffenen das alles erspart, und könnten ein Leben
    in Würde führen.
    Steht ihnen das nicht schon längst zu?

  4. Gina schreibt am :

    An Hubert

    Du sprichst mir aus der Seele! An dem Leid der Betroffenen kühlen sich zu viele ihr Mütchen. Den absoluten Mangel an Empathie habe auch ich nachhaltig zu spüren bekommen.

    Eigentlich sind die Auswirkungen sexueller Gewalt gegen Kinder ausreichend bekannt. Ich wiederhole noch einmal mehr: ALICE MILLER.

    Pädophilie als Modethema: Die beiden Kommentare von Beate beleuchten diese Entwicklung.
    http://netzwerkb.org/2014/02/24/starrer-blick/#comment-182431

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