netzwerkB Interview mit Katja Keul, MdB

20.03.2014: netzwerkB


netzwerkB Interview am 17.03.2014 mit Katja Keul, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, zum Thema Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt.

9 Kommentare

  1. Karl Görtz schreibt am :

    Der Heiko Maas hat sich nicht zu weit aus dem Fenster gelegt! Die Psychologie behauptet seit Jahrzehnten, dass sexueller Missbrauch die Lebensgrundlage zerstört. Hat sich die Psychologie seit Jahrzehnten auch zu weit aus dem Fenster gelegt? Nein, haben sie nicht! Sexueller Missbrauch zerstört die Lebensgrundlage eines Menschen! Und deswegen möchte ich denjenigen, der meine Lebensgrundlage zerstört hat, anzeigen. Und solange ich das nicht kann, schützt ihr meinen Täter und lasst mich in meinen Hilfeschreien verrecken!

  2. Anna M. schreibt am :

    Interessant, wie Frau Keul sich um das Thema herumwindet!
    Ich spüre deutlich, wie sie sich NICHT mit dieser Thematik auseinandersetzen will.
    „Ich bin da ganz bei Ihnen“ nehme ich ihr einfach nicht ab, das ist eine Floskel, aber bei weitem nicht so gemeint.
    Eiskalt fand ich auch ihre Feststellung, daß die Verjährungsfristen ja nicht dazu da seien, die Täter zu schützen.
    Diese Frau hat NULL Empathie für Betroffene!

    Übrigens finde ich das wichtigste Argument, warum man mit der Aufhebung der Verjährungsfristen ein Zeichen für die Gesellschaft setzen sollte nicht, damit die Betroffenen eine Anerkennung bekommen (die bekommen sie dadurch noch lange nicht), sondern aus den fogenden Gründen:
    – Die Schärfung des Bewußtseins in der Gesellschaft, gibt derzeitig betroffenen Kindern mehr Schutz
    – Bessere Ahndung von Verbrechen bei Opfern, die erst spät anzeigen
    – Stoppen von Serientätern, die noch jahrzehntelang Verbrechen begehen

  3. Karl Görtz schreibt am :

    Zu viele Opfer haben sich im Gegensatz zu Heiko Maas schon zu weit aus dem Fenster gelegt! Das muss beendet werden!

    Mit einer ermordeten Seele leben zu müssen bedeutet für mich:

    Zitat:

    Der Begriff der Abwehrmechanismen kennzeichnet unbewusste Strategien der psychischen Abwehr, die sich im Verlauf der persönlichen Entwicklung herausbilden, verfestigen und allmählich zum festen Bestandteil an Verhaltensmustern gehören, die der Erwachsene im Umgang mit unangenehmen oder bedrohlichen Erfahrungen
    macht.“-

    Die Langzeitfolgen von Missbrauchsopfern können sehr weitreichend sein. Es durchdringt alles: Das Selbstgefühl, nahe Beziehungen, Vertrauen, Sexualität, das Arbeitsleben und auch die geistige Gesundheit. Die Auswirkungen können verheerend sein, aber sie müssen nicht unheilbar sein. Häufige und mögliche Spätfolgen, unter denen die mittlerweile „erwachsen gewordenen Kinder“ leiden sind:

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Überlebensstrategien:

    Jedes Kind entwickelt eine Überlebens-Strategie, um mit der seelischen Erschütterung des Missbrauchs fertig zu werden. Das ist ein wunderbarer und gnädiger Schutzmechanismus der Seele. Abwehrmechanismen des Ich. Dazu zählen:

    Anm. von mir: Ich hätte gerne auf diesen „wunderbaren“ Schutzmechanismus verzichtet um mein Ich zu leugnen. Es wäre ein natürliches Leben gewesen.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Das, was dir als Kind angetan wurde, ist einfach nicht passiert, basta! Nur lange genug ignorieren – dann ist es weg . Das gleicht einer Selbsthypnose und ist eine bewusste Verdrängung.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Vergessen ist ein gnädiger Schutzmechanismus der kindlichen Seele, mit dem Kinder ganz häufig auf sexuellen Missbrauch reagieren. Das erlittene Trauma ist aber nicht wirklich vergessen, sondern damals als Kind ganz unten in einer Seelen-Schublade (Unterbewusstsein) versteckt , die dann ganz fest und oft jahrzehntelang , zugeschlossen wurde. Manchmal springt diese alte Schublade später von alleine auf und es wird erschrocken versucht, sie ganz schnell wieder zuzudrücken, aber das geht nicht mehr wirklich.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Immer irgendwie beschäftigt sein, immer etwas tun, egal was – nur nicht zur Ruhe und damit Zum Nachdenken , zum Erinnern,kommen.

    Anm. von mir : So wurden und werden Arbeitssklaven gemacht!

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Ganz logisch- wenn Dir niemand nahe ist, kann Dich auch niemand verletzen ! Das ist ein eingemauertes, total eingeschränktes einsames Leben.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Sucht
    Ist natürlich eine ganz besonders weit verbreitete Reaktion auf die nicht heilenden Schmerzen des erlittenen Missbrauchs. Dabei geht es bei weitem nicht nur um verbreitete Drogen. Süchtig sind Betroffene auch häufig nach Gefährlichen Situationen, dem “ Kick „, nach Krisen, Beziehungen, Sex, Gewalt, Spiel und , nicht zu vergessen – Arbeit.

    Anm. von mir: So wurden und werden Arbeitsssklaven gemacht!

    Unter Dissoziation versteht man den teilweisen oder völligen Verlust von Integration, der sich auf Erinnerungen an die Vergangenheit, Identitätsbewusstsein und Empfindungen sowie Kontrolle von Körperteilen bezieht
    Seele bzw. Bewusstsein und Körper trennen sich um einzeln zu überleben. Entweder wird der Körper gefühllos gemacht, oder die Seele verlässt und betrachtet das weitere Leben quasi „von außen“. Dazu ein Gedicht :

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Sexuell missbrauchte Menschen jeden Alters, die ihre seelisch traumatisierende Erfahrung noch nicht verarbeitet haben, wiederholen diese Erfahrungen in der Realität. Dies führt nicht zur notwendigen Verarbeitung, sondern kann im Gegenteil erneut zu seelischen Verletzungen führen. Die neue Verletzung ist dennoch eine Erleichterung gegenüber den sonst unausweichlichen Erinnerungen an das frühere Trauma, denn sie ist selbst gewählt, besser kontrollierbar und oft weniger gravierend.

    Anm. von mir : mit 23 Jahren hab ich meine einzige Frau gefragt, ob ich Sie küssen darf. Ich wollte Sie nicht verletzen.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    c) In der Helferrolle: Die meisten Opfer sexuellen Missbrauchs werden jedoch später weder zu Opfern noch zu Tätern, sondern engagieren sich für dessen Beendigung aus eigener Betroffenheit heraus besonders nachdrücklich, so dass sie dabei manchmal selbst vergessen, sich wirksam von ihren traumatischen Erinnerungen zu befreien.

    Anm. von mir: Mein Trauma gehört zu meinem Leben. Es hat mich seit 47 Jahren voll im Griff. Ich bin damit groß geworden!
    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Einige argumentieren, dass Verdrängung kein valides Konstrukt sei und dass Erinnerungen, die nach „Verdrängung“ auftauchen notwendigerweise falsch seien.

    Anm. von mir: Ich bin gerne bereit der Staatsanwaltschaft meine Erinnerungen, die zum Täter führen, ausführlich darzulegen.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    Überlebende darf es nicht geben?
    Wo bleibt da die Logik?

    Ich habe große Achtung vor den Betroffenen, die es dennoch schaffen, ein einigermaßen sinnvolles Leben sich aufzubauen , sich einen Platz in unserer Gesellschaft zu erkämpfen und mit ihrer Vergangenheit leben zu lernen.
    Gewaltüberlebende sind eben nicht nur Opfer sondern auch Nachbarn, Freunde, Mütter, Lebensgefährtin, Kollegin und …und …und ..
    Ich hoffe, allen kann irgendwann eine Integration gelingen und überlebte Gewalt erinnerbare Geschichte werden.

    Hier weiterlesen:
    http://www.marialamboeck.at/gewalt-1.html

    :Zitat Ende

  4. Kirsten schreibt am :

    @Karl
    sehr guter Artikel. Reden ist erst möglich, wenn eine Gesellschaft den nötigen Kontext dazu ermöglicht, bereit ist, mit aller Konsequenz dafür einzustehen. Ansonsten wird jedes Opfer mit seinem Trauma, das sich auf verschiedenste Art im Körper eingeschlossen hat, mit seinem Leid allein bleiben. Unsere Gesellschaft ist nicht annähernd an Aufarbeitung interessiert.

  5. hildegard schreibt am :

    … unsere Gesellschaft ist nicht annähernd an Aufarbeitung interessiert – das scheint auch mir trotz des erklärten Willens der 86% …

    Der von Karl Görtz genannte Link kann uns eine Fundgrube zum VERSTEHEN eigener schlimmer Zustände werden:

    Reinszenierung …
    Wer aus schlechten Erfahrungen nichts lernt, muss sie wiederholen. Wer andererseits aus schlechten Erfahrungen lernen will, muss sie vorher seelisch verarbeiten und sie dazu ebenfalls wiederholen, diesmal jedoch auf der symbolischen Ebene – im Gespräch, nachts in Traumgeschichten, nach Art der Kinder im Spiel oder gestalterisch wie Künstler.

  6. Larissa schreibt am :

    Hallo Karl Görtz

    Danke für deinen Beitrag.
    Und die Links ….

    Das finde ich für mich, zur Zeit sehr passend , für die heutige Realität , was mir heute angetan wird ,einne Art nicht nachweisbare Folter , wo ich Erwachsen binn …..Mit Tabletten kann man Realitäten ,dann als Unwahr hinn bekommen? (Verdrängen müssen !, wenn drüber reden ,dann krank =Psychopharmaka .)
    „Das, was dir als Kind angetan wurde, ist einfach nicht passiert, basta! Nur lange genug ignorieren – dann ist es weg . Das gleicht einer Selbsthypnose und ist eine bewusste Verdrängung.“

    Ich finde es auch so ,wie Hildegard es schreibt.
    „Der von Karl Görtz genannte Link kann uns eine Fundgrube zum VERSTEHEN eigener schlimmer Zustände werden:“

    Grüße
    Larissa

  7. Karl Görtz schreibt am :

    Der Heiko Maas ist ein Schwätzer, ein Großkotz und ein Feigling. Mehr nicht.

  8. Karl Görtz schreibt am :

    Heiko Maas über den Ort der Befragung von Snowden:

    „Aufklärung ist sein Anliegen, und deswegen gehe ich davon aus, dass er am Ende auch zu einer Befragung bereit sein wird, egal wo“, sagte Maas

    „Die Qualität seiner Aussage kann doch nicht am Aufenthaltsort hängen, das fände ich jedenfalls sehr merkwürdig“, fügte er hinzu.

    „Die Debatte über den Ort der Aussage Snowdens für den NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags könne er „nur schwer nachvollziehen“, sagte Maas weiter.“

    Und jetzt lese man die Unterschrift links unterm Bild:

    „Der deutsche Justizminister Heiko Maas lehnt eine Vernehmung von Edward Snowden in Deutschland ab.“

    http://derstandard.at/2000001874857/Deutscher-Justizminister-fordert-Snowden-zu-Kooperation-in-Moskau-auf

    Alle klar? Man lese auch die Kommentare. Das ist unser Justizminister Heiko Maas. Für mich ist dieser Mann einfach nur ein Schwätzer und ein rhetorische Sprechblase, die zur Volksverblödung beiträgt.

    Man lese auch zur weiteren Aufklärung das hier:

    http://www.n-tv.de/politik/Maas-ist-gegen-die-Aufklaerung-der-NSA-Affaere-article12985761.html

    Und diese Sprechblase soll für die Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt sein? Die ganze Mühe, diese Figur für voll zu nehmen, hat sich für mich erledigt.

  9. Karl Görtz schreibt am :

    Ich will hier nicht vom eigentlichen Thema der Verjährungsfristen abkommen, aber hier aufzeigen, dass es Herrn Heiko Maas nur um sein eigenes Medienrampenlicht geht, mehr nicht. Das entdecken jetzt auch immer mehr andere kritisch Denkende. Wenn man immer wieder versucht, sich zu weit für die Presse aus dem Fenster zu legen, fällt man irgendwann in die Tiefe.

    Kritik an Justizminister Maas – Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

    „Reporter ohne Grenzen ist empört, dass Bundesjustizminister Heiko Maas dem US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden rät, sich in den USA zu stellen. Snowden hat im vergangenen Jahr aufgedeckt, dass unbescholtene Bürger von internationalen Geheimdiensten massenhaft ausgespäht werden. In seiner Heimat USA ist er deswegen angeklagt und lebt derzeit mit befristetem Asyl in Russland. Sein Aufenthalt dort läuft am 31. Juli dieses Jahres aus und wird vermutlich verlängert. ROG fordert für den Whistleblower hingegen einen sicheren Aufenthalt in Deutschland oder einem anderen EU-Land.“

    https://www.reporter-ohne-grenzen.de/nc/pressemitteilungen/meldung/kritik-an-justizminister-maas/

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