„Die Aufarbeitung ist erst am Anfang“

27.05.2014: Süddeutsche Zeitung

Reine Symbolik oder wichtige Geste? Papst Franziskus lädt Missbrauchsopfer in den Vatikan ein. Wie zäh allerdings die Reformbemühungen innerhalb der Kirche verlaufen, zeigt ein Blick auf die vergangenen Monate….

…Matthias Katsch vom Opferverband „Eckiger Tisch“ begrüßt, dass Franziskus den „Dialog mit den Opfern“ suche. Dass er sich, anders als seinerzeit Benedikt XVI., nicht im Stillen mit Opfern treffe, sondern das geplante gemeinsame Gebet öffentlich mache, sei eine „wichtige Geste“. Norbert Denef, Vorsitzender des Opferverbandes „netzwerkB“, sagt, solche Treffen produzierten immer „wunderschöne Bilder“. Für gläubige Missbrauchsopfer könne das ein wichtiges Ereignis sein, sagt er, nur: „Wo bleiben diejenigen, die mit Beten nichts mehr zu tun haben?“, fragt Denef. Auch Katsch fordert über das gemeinsame Gebet hinaus einen „Dialog auf Augenhöhe“. „Ich bin gespannt, inwieweit der zustande kommt.“ Die Kirche müsse „in ihrem eigenen Laden aufräumen“.
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Ein Kommentar

  1. hildegard schreibt am :

    Symbolik? Geste?
    „Schriftlich nennt der Vatikan die Unterstellung falsch, dass Missbrauch von Kindern Folter oder eine auch von der Konvention verfolgte grausame, menschenverachtende oder entwürdigende Bestrafung darstellt.“ – berichtet kürzlich http://www.deutschlandfunk.de/missbrauch-durch-geistliche-der-vatikan-vor-dem-un.886.de.html?dram:article_id=287414 Wie bitte? Was anders als Folter ist sexueller Machtmissbrauch an Minderjährigen, was denn anders als „grausam, menschenverachtend, entwürdigend“? – ausgerechnet durch so genannte Gottesmänner mit geweihten Händen!

    Die sehr überzeugenden Worte und Gesten vom Nahost-Flug des Papstes (Videos) sprechen eine deutliche Sprache. – Wie gern wollten wohl die Menschen in diesen Tagen ihren eigenen Augen und Ohren trauen!

    Zuvor die päpstliche Kritik „Diese Wirtschaft tötet“. – Ja, auch sein Einsatz für die Armen, die Ausgegrenzten, die Hoffnungslosen in der Weltpolitik überzeugt.

    Was ich aber sehr vermisse ist, dass er sich FÜR Frauen stark macht. Frauen stehen in dieser Welt immer noch für ‚Die Armut‘ – auch in Demokratien. – Wie konsequent ist seine Einstellung, wenn er nicht zuallererst einmal die Rechte der Frau in der Kirche einfordern kann, darf, will? – Armut entsteht durch Unterdrückung.

    Wie soll ich Franziskus‘ Spruch „Die Tür ist zu“(in Sachen Frauen-Ordination) verstehen? – War das persönliche Resignation oder seine Meinung?
    Der klerikale Umgang mit Kindern entspricht dem mit den Frauen. So lange die Frauen nicht auf Augenhöhe von diesen Männern angesehen sind, wird sich kaum je etwas ändern. – Es handelt sich in meinen Augen um Verrat an dem, dessen Stellvertreter diese Männer sich nennen.
    Kirchenmänner zementieren Macht für Männer. Das Dienen weisen sie den Frauen zu. Patriarchen senden das falsche Signal in die heutige Welt. Der Pontifex sollte Brücken bauen.

    Wer hat das Sagen? Ewig gestrige Männer in prächtigem Ornat?

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