Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD, zum Thema Verjährungsfristen

24.06.2014: netzwerkB

netzwerkB Interview am 23.06.2014 mit Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD, zum Thema Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt.

Als bundesweite Opferinteressenvertretung in Deutschland fordert netzwerkB schon seit vielen Jahren die komplette Aufhebung der Verjährungsfristen von Sexualstraftaten an Minderjährigen.

Eine aktuelle repräsentative Umfrage von infratest dimap hat ergeben:

  • 86% der Deutschen sind der Meinung, strafrechtliche Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen sollten generell aufgehoben werden.

Das Deutsche Volk will eindeutig die Aufhebung der Verjährungsfristen – der Deutsche Bundestag hat das bisher abgelehnt.

Diesbezüglich führt das Fernsehteam von netzwerkB-tv Interviews durch.

Bisher haben uns freundlicherweise Interviews gegeben:

23.06.2014 – Dr. Matthias Bartke, MdB, SPD
http://youtu.be/t0tkVhMjFjg

09.05.2014 – Jörn Wunderlich, MdB, DIE LINKE
http://youtu.be/4fkh_-ZukTU

17.03.2014 – Katja Keul, MDB, Bündnis 90/Die Grünen
http://youtu.be/0ytEtsc_vss

17.03.2014 – Dr. Karl-Heinz Brunner, MDB, SPD
http://youtu.be/SlRHUf6M0-s

20.02.2014 – Dr. Alexander Neu, MdB, DIE LINKE:
http://youtu.be/7aZiYd5oZss

11 Kommentare

  1. Anna M. schreibt am :

    Gutes Interview!
    Und ich wüßte, sofern ich in Hamburg-Altona wohnte, wen ich NICHT wähle.
    Sehr interessieren würde mich bei solchen Interviews die Meinung der Befragten zu der Tatsache, daß es Länder gibt (wie z.B. Großbritannien), die überhaupt keine Verjährungsfristen kennen. Ist in diesen Ländern weniger Gerechtigkeit?

  2. Der kommt ganz schön ins schlingern. Einfach eine Meinung haben reicht nicht.

  3. Heidi schreibt am :

    Schwer auszuhalten, was er sagt und vor allem WIE er es sagt. Die Vergleiche mit anderen Straftaten sind unpassend und anmaßend,….und der Täter ist nach 30 Jahren kein ANDERER Mensch…, sondern DER GLEICHE TÄTER und VERBRECHER. Ich habe einfach die nötige Ernsthaftigkeit seinerseits vermisst. Er machte den Eindruck, als nähme er das Thema und die Interviewerin nicht ernst.

  4. hildegard schreibt am :

    Schwer auszuhalten auch, wenn man ihn vor seinem Hintergrund betrachtet: „Bartkes politische Schwerpunkte liegen in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Er ist Mitglied im Ausschuss_für_Arbeit_und_Soziales, im Rechtsausschuss_des_Deutschen_Bundestages sowie stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen Ausschusses.[6]“(wikip.)

  5. Karl Görtz schreibt am :

    Hr. Bartke
    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_matthias_bartke-778-78015.html

    argumentiert hier ganz auf der Linie wie

    Prof. Dr. Matthias Zimmer MdB

    http://www.abgeordnetenwatch.de/prof_dr_matthias_zimmer-778-78589.html

    :Zitat Zimmer

    „Deswegen ist es auch unstreitig zulässig, jemandem, der sich der Mitwirkung entzieht, Leistungen zu kürzen. Wenn er seine Mitwirkung im Wissen um die Konsequenzen verweigert, liegt eben kein Fall des Verstoßes gegen die Menschenwürde vor, wenn ihm dann Leistungen gekürzt werden. Er hat auf Leistungen verzichtet. Gegen die Würde verstieße es aber, ihm gegen seinen Willen die Leistungen aufzudrängen.“

    :Zitat Ende

    Ekelhafter geht’s nicht mehr. Ich würde euch auf richtige! Diät setzen, nicht die Diät die ihr euch gönnt – damit ihr wieder klar denken könnt.

  6. Annette schreibt am :

    Ich habe mir das Video gerade angesehen und bin entsetzt. SPRACHLOS. Diesen Herrn Politiker hätte ich bestimmt niemals gewählt. Wahrscheinlich hat er sich noch nie in seinem Leben mit dem Thema SMB befasst, hat auch so keine Ahnung von Trauma und kennt keine Betroffenen. Der hat noch ein Grinsen im Gesicht und findet alles gut, so wie es ist. Keinerlei Empathie. Täter sind nach 30 Jahren nicht anders, jedenfalls keine Sexualstraftäter. Und so ein kalter Mensch entscheidet mit über Gesetze und will Recht sprechen. Dabei hat er selbst gar kein Rechtsempfinden in Bezug auf grausame Taten gegenüber Kindern, die seelisch sterben und für die die Taten niemals in ihrem Leben verjähren. Ich fühle mich als Opfer verraten, gedemütigt und verleumdet. Auch wenn jahrelange Therapien Besserung bringen, ist so viel schon seit den Taten in meinem Leben schief gelaufen, dass ich meine Vergangenheit akzeptieren muss, obwohl ich mein Leben gerne noch einmal neu leben würde, nachholen…Ich fühle mich anders als andere und dass wird wohl nie aufhören… Ich bin auch sauwütend auf Herrn Bartke. Man müsste ihm unsere Empörung zuschicken und eine Entschuldigung gegenüber der völligen Fehleinschätzung der Folgen für die Opfer abverlangen…………

  7. hildegard schreibt am :

    … er habe sich noch nie in seinem Leben mit dem Thema befasst? – ich bin überzeugt, das Thema hat ihn wie alle anderen Abgeordneten sehr wohl beschäftigt. Diese Leute haben Leichen im Keller, die sie spätestens unter der Maske des Politikers weggrinsen lernten, die sie mit ihren Lebenslügen immer tiefer verscharren mussten.

    Das Parlament lässt eine Politik zu, die mit reichen und einflussreichen Wählern und Parteimitglieder GEGEN unsere Verfassung arbeitet, die ihre Macht auf Täterschutz basiert, die Pflästerchen von Gutmenschen auf kaputte Seelen drücken lässt, die für die Gerechtigkeit eben nicht höchstselbst sich für zuständig erklärt, die die Ursache des Übels nicht mit der faulen Wurzel ausreißt, die das Unrecht gegen die Schwächsten wegleugnet, die das Grundwasser verseucht – auch ohne fracking – unisono! Denn brauchbare Ansätze passen nicht ins Machtkonzept.
    Und: Warum stehen Politiker nicht längst gemeinsam auf gegen Kleriker, die das 4. Gebot nicht einmal für sich selbst klären können?
    Hauptsache, Mutti kann weiter so tun als ob, während Pappi …

  8. Karl Görtz schreibt am :

    Schlimmer Verdacht in Lübbenau: Behinderter Junge versteckt und sexuell missbraucht –

    Brandenburg – Berlin – Tagesspiegel

    „Bei den weiter zurückliegenden Fällen müssen wir daher genau prüfen, ob sie schon verjährt sind.“

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/schlimmer-verdacht-in-luebbenau-behinderter-junge-versteckt-und-sexuell-missbraucht/10255138.html

    Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt finde ich nicht nur NICHT völlig in Ordnung, sondern menschenverachtend. Und komme mir keiner mit der Abschaffung der Verjährungsfrist bei Mord.

    „ Und wenn eine Verjährung von 30 Jahren gegeben ist, ist der Mensch ein anderer.“

    Dann schaue man sich nur mal den obigen Link an. Ist dieser Mensch heute ein anderer Mensch? Lesen Sie sich das durch, Herr Bartke! Da müsste es Ihnen eigentlich übel werden.

    Und hier und jetzt argumentieren und wehren Sie sich mit Mord, wenn es um die Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt geht. Mord sei ja das schlimmste Verbrechen überhaupt. Ach ja? Wie ich finde, eine verdammt späte und knappe Erkenntnis, wenn 1979 noch 222 von 477 Stimmen , also fast die Hälfte, die Verjährungsfristen bei Mord völlig in Ordnung fanden.

    „Am 3. Juli 1979 beschloss der Deutsche Bundestag mit 255 zu 222 Stimmen, die Verjährung für Mord und Völkermord gänzlich aufzuheben.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verj%C3%A4hrungsdebatte

  9. Saskia schreibt am :

    zu Karl Götz….
    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich!!
    Der Artikel wegen Entführung und sexuellem Missbrauch eines behinderten Jungen rufen bei mir doppelte Abscheu hervor,wenn frau aber wegen Übergriffe,und wehret den Anfängen als Mutter wegen meiner behinderten Tochter sich während eines Verfahrens gegen mich,sich an die Gerichte und an die Institutionen wandte,fand ich kein Gehör,es interessierte niemanden,ja und dann war alles nach 3 Monaten nicht mehr einklagbar,Netzbeschmutzer werden halt mundtot gemacht

  10. Hubert schreibt am :

    sollte das Gesetz jemals doch geändert werden,
    für mich kommt es längst zu spät.
    Aber für die Anderen kann ich noch was tun.
    Und wenn ich so mitbekomme, wie Anträge von Betroffenen fast schon pauschal abgeschmettert werden, da wird mir schlecht.
    Verjährung ist dabei völlig fehl am Platz.
    Wer das anders sieht, hat sich mit der Materie ganz einfach nicht hinreichend befasst.

  11. Larissa schreibt am :

    für mich war das auch Schwer auszuhalten , als ich das Video mir angeguckt hatte .
    echt schlimm .
    Ja so ein Täter ist auch nach 30 jahren immer noch so , und verändert sich gar nicht .
    Wie beim OEG Antrag mir geschrieben wurde , nicht jedes Opfer leidet unter den Taten das müßte nicht immer so sein .
    Auch wenn man das noch so in das heutige Leben inegriert bekäme .
    Der Körper reagiert automatisch ohne zu fragen auf die Taten .
    Man wird immer wieder krank und die Allgemeinheit , bezahlt das dann mit .
    Sei es eu rente oder auch Krankenkasse die Sehr viel dann bezahlen muß .
    Ich habe eine kennen gelernt , die meinte es dürfte keine Verjährungsfrist geben .
    Auch schon deswegen das der für seine Taten dann selber aufkommen müßte , dem Opfer dann die behandlungskosten und so weiter dann bezahlen zu müssen , und nicht die Allgeminheit .
    Andererseits denke ich die Wegguckgesellschaft , wie die bekannte wo ich eben von gesprochen habe sagt was mein Täter heute macht gäbe mir heute nichts an , zumal ich ja eh nichts drann ändern könnte .
    Das währe nicht meine Aufgabe .
    Doch All die leute die von meinen Täter wußten haben alle nichts getan unternommen , da frage ich mich dann aber auch warumm es dann nicht doch legitim ist , das die Allgemeinheut das nun mitbezahlen muß , weil man ja nichts unternommen hat .
    Einen da raus geholt hat .
    Wenn die allgemeinheit dann alles mitbezahlen müßte , das die dann für Ihr geld nicht zum Fenter rauß zu schmeißen dann doch mal mehr die Augen auf machen würden .

    Aber dann steckt man unangenehme Leute in die Psychiatrien weg ? !……

    ich hatte mal einen kennen gelernt , der wurde auf öffentlicher Straße bedroht und so weiter .
    Der hat sehr wol auch ohne Probleme den OEG antrag durch bekommen und das nicht zu knapp .
    Das wurde ohne murren anerkannt und so geht es einen dan ja auch besser als betroffenen wenn man dann auch sehr rasch danach hilfen bekommt , und nicht lange auf Anerkennung und bewilligung warten muß .
    das zu dem Thema das man für SMB da nichts besonderes machen wollte , weil andere Taten ja auch nicht anerkannt würden !

    Grüße
    Larissa

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