Ein Kämpfer zieht Bilanz

28.08.2014: ZDF hallo deutschland

Norbert Denef zieht seit 20 Jahren gegen Missbrauch zu Felde.

Norbert Denef wurde als Kind von einem Pfarrer missbraucht und leidet bis heute darunter. Der 65-Jährige kämpft gegen das Schweigen und für die Abschaffung der Verjährungsfrist.

ZDF Mediathek: http://www.zdf.de/ZDFmediathek

10 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Denef.
    Herzlichen Glückwunsch, daß Sie mit soviel Einsatz nach wie vor sich nicht entmutigen lassen und den Kampf weiter führen. Es kann und darf nicht sein, daß es für sexuellen Mißbrauch eine Verjährungsfrist gibt.
    Eine gerechte Strafe dafür gibt es nicht, aber die Täter dürfen nie mehr auf freien Fuß kommen!
    Ich selbst wurde als Kind sexuell mißbraucht.
    Es fällt schwer damit zu leben,sofern man noch von einem Leben sprechen kann. Aber aufgeben geht auch nicht.
    Mein Leben habe ich in einem Buch verfasst. „Meine kaputte Seele und ich.“ Für mich selbst war es hilfreich. Aber ich wollte auch damit den Menschen vermitteln, daß jeder etwas tun kann. Hinschauen und Hinhören, wäre schon mal ein Anfang. Nur verdrängen hilft nicht. Das Buch verkauft sich sehr zögerlich, natürlich, es will sich keiner damit beschäftigen. Es gibt schöneres. Nur merkwürdig, entsetzt ist man sofort, wenn ein neuer Fall in der Presse erscheint. Tun will keiner was! Den Opfern möchte ich mit meinem Buch Mut machen, nicht aufgeben, wenn es auch manchmal sehr schwer ist.
    Man ist nicht allein, es gibt immer wieder eine Möglichkeit, sich mit anderen Opfern auszutauschen.
    Behalten Sie weiter Ihr Ziel im Auge, viel Kraft darür.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helga Murner
    (Helga Maria Schuster)

  2. Bernd Chall schreibt am :

    Hallo Norbert,
    wenn ich Geld hätte würde ich auch Kämpfen, aber mach weiter ich hoffe das du uns hilfst .
    So eine verlogene Welt die Politiker haben kein Arsch in der Hose und kuschen vor der Kirsche .
    Das Thema ist so heiß ,keiner will sich verbrennen .
    Ich könnte Drei Bücher schreiben aber keiner hört mir zu und hilft mir da bei, alleine habe ich keine Möglichkeit zum Ziel zu kommen. Danke das es Dich gibt.
    Bernd Chall

  3. Karl Görtz schreibt am :

    Interessant wäre auch, wenn netzwerkB stellvertretend für die Politik mal Bilanz zieht. Da könnte man ja auch mal einen Faktencheck machen. Das könnte ich auch, will ich aber nicht mehr. Weil es keinen Sinn macht. Ich kann die Politik nur noch mit Verachtung strafen ob ihrer völligen Ignoranz gegenüber dem Volk. Interessiert es die Politik, wenn ich mich empöre. Nein, und schon gar nicht im Netz. Im Gegenteil. Die lachen sich krank, so nach dem Motto: Gelesen, gelacht, gelocht. Was hat das noch mit Demokratie zu tun? Nichts, gar nichts. Also kräftig weitermachen, nur ohne mich.

  4. Hubert schreibt am :

    Es sind wohl erst derartige Veranstaltungen nötig, wie seinerzeit zum Mauerfall, damit die Verjährungsfristen endlich aufgehoben werden.
    Damit hat es ja auch viel zu lange gedauert und es war auch so sehr nötig.

  5. Eva schreibt am :

    Das passt hier zwar nicht hin, aber vielleicht passt es woanders. Kämpfen lohnt sich !!!!

    Letzte Nacht ist die junge Studentin in Wien gelandet, nachdem 260.000 Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Welt auf dieser Seite für ihre Freilassung unterzeichneten und Österreichs Außenminister Kurz aufforderten, mit allen Mitteln die Freilassung der jungen Wienerin auszuhandeln.

    Es klingt wie der Alptraum einer jeden Frau: Der mutmaßliche Vergewaltiger habe seine Autotüren verriegelt und die 29-jährige Österreicherin in einer Tiefgarage in Dubai vergewaltigt. Und was dann geschah ist schlichtweg unvorstellbar.

    Die junge Wienerin suchte Zuflucht bei der Polizei. Doch anstatt dass ihr geholfen wurde, droht ihr jetzt wegen “außerehelichen Geschlechtsverkehrs” ein Jahr Gefängnis — es sei denn, sie heiratet ihren Vergewaltiger.

    https://secure.avaaz.org/de/petition/Sebastian_Kurz_Aussenminister_Oesterreich_Dubai_Vergewaltigte_Oesterreicherin_freilassen/

  6. Sabrina Eckert schreibt am :

    @ Hubert
    Ja, ohne richtigen Druck geht leider nichts.
    Ihr Beitrag hat in mir drin sofort die Frage aufgeworfen, ob man nicht so etwas ähnliches wie Montagsdemos auch für Missbrauchsopfer veranstalten könnte.
    Ich persönlich wäre auf jeden Fall dabei und würde auch garantiert jede Woche mitlaufen, da ich nicht länger ein anonymes Opfer sein möchte.

  7. hildegard schreibt am :

    @Karl Görtz, sehr viele Fakten in politischer Verantwortung haben nichts mehr, rein gar nichts mehr mit Demokratie zu tun. Merkels erklärte Alternativlosigkeit überzeugt und verführt zur Gleichgültigkeit mit der Folge:

    Diese Gesellschaft lässt sich gern von der verbreiteten ‚Mutti-macht’s-schon-Mentalität‘ in Sicherheit wiegen und pennt weiter. Kein Mensch braucht selbst zu denken. Kleine Machthaber der hörigen Beamtenschaft in allen Rängen behaupten sich unkontrolliert, buckeln nach oben, treten nach unten. Und das ist Willkür. Scheinbar bleibt es dabei …

  8. Bernd Rohlfs schreibt am :

    Über Ungerechtigkeit, Verbrechen, Krankheit, Gebrechen, Tod spricht man eben nicht gerne, weil man nicht gerne daran denkt.

    Dort, wo Autoritäten und Institutionen viel Macht und wenig Kontrolle besitzen, können sie auch fast jeden Widerspruch unterdrücken.

    Für Betroffene bedeutet dies, dass sie sich trauen müssen, sich zu vernetzen, und dass einige auch den Mut finden müssen, sich im Namen der anderen zu artikulieren.

    Es ist eben einfach ein ganz langer, langer Weg… die Auseinandersetzung mit der eigentlichen Seite der Realität und die Suche nach Verbesserungen und Lösungen ist eine ständig wiederkehrende Aufgabe.

  9. Astrid Alisch schreibt am :

    Die Opfer werden von allen Seiten belogen, betrogen und beschissen. Die wollen Gerechtigkeit und es wird von allen Seiten her missbrauch mit Missbrauch betriebe. Da sind die jetzigen Pädagogen, die sich für die Missbrauchopfer einsetzen, auch nicht besser

  10. Simone Ollhoff schreibt am :

    Meine Kinder, die von ihrem „Vater“ missbraucht worden, werden von der Familie des Täters ausgegrenzt. Die Großeltern, Onkel und Tanten gratulieren ihnen nicht zum Geburtstag, keine Weihnachtsgrüße, keine Einladung zu Familienfeiern. Sie werden gestraft, weil sie über den Missbrauch gesprochen haben, sich mir und unserer Kinderärztin anvertraut haben. Die Angehörigen von Kinderschändern reagieren oft so, sie machen die Opfer zu Tätern. Es tut mir leid,dass Die Tochter von Herrn Denef von ihren Verwandten auch so behandelt wird.

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