13 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    MAL EHRLICH, was soll dieses aufgekratzte Zuständigkeits-Gezerre der Regierung? Wie soll dabei eine wirksame, unabhängige Aufarbeitungs-Kommission je wirklich UNABHängig zustande kommen? – abgesehen davon, dass das alles viel zu spät kommt …

    Das Vertrauen Betroffener wäre einzig zu gewinnen gewesen durch die sofortige, direkte Beteiligung der inzwischen „gefestigten“ Überlebenden an einer Wahrheitskommission, die auch jetzt ganz offensichtlich nicht gemeint und politisch NICHT gewollt ist. Mir scheint, diese ‚Plenardebatte‘ zeigt einmal mehr ‚die Unfähigkeit zu trauern‘ über 70 Jahre nicht aufgearbeitete Kriegsgräuel. DER Krieg konnte nach ’45 an uns als Kindern weiter geführt werden, durch Täterschutz, durch falsche Gesetze.

    Staat, Kichen und Gesellschaft brachten „Täter ohne Reue“ hervor: http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/180259/index.html Sendung v. 29.1.15 Gert Scobel sagt richtig „Vergewaltigung ist keine Straftat wie andere. Sexualisierte Gewalt ist ein Angriff auf die Identität, ein Akt der Entmenschlichung.“

    Wann dürfen Politiker bekennen, dass die Verjährungsfristen falsch sind, dass sie für Täter Schutz und für Kinder Zerstörung bedeuteten? Das ist SEELENMORD – eine TAT-Sache, die eigentlich keine demokratische Gesellschaft sich auch nur einen Tag länger leisten dürfte …

    Denn was für Mörder gilt, das zeigt Prof. Elbert hier http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/165508/index.html – und genau das trifft AUCH auf Seelenmörder [nach unserer bitter-bösen Erfahrung!] so zu: sie sind alle zivile Normalbürger, sie töten ‚von Hand‘, sie können schließlich nicht anders als weiter töten und foltern …

  2. hildegard schreibt am :

    NOCH MAL, ganz ehrlich:
    5 Jahre Geduld – das ist genug – das reicht! Das Maß ist voll!

  3. Gertrud Tammena schreibt am :

    Danke für diese sehr engagierten öffentlichen Statements.

  4. Karl Görtz schreibt am :

    Was ihr RednerInnen hier von euch gegeben habt, hab ich schon vor 5 Jahren gehört. Und seit 5 Jahren habt ihr Betroffenen nicht geholfen. Punkt. Mein Vertrauen habt ihr schon lange nicht mehr. Warum? Nochmal: Weil ihr nicht gewillt seid, Betroffenen wirklich zu helfen. Im Gegenteil. Ihr habt Betroffenen durch euer dauerndes Mitleidsgerede nur noch weiteren Schaden zugefügt, zumindest mir, wie man an diesen Zeilen erkennen kann. Einmal hätte vor 5 Jahren gereicht und dann wäre schnelle Hilfe erforderlich gewesen. Ihr hört euch nur zu gern selber reden, mehr nicht. Habt ihr das wenigstens aufgenommen was ihr da von euch gegeben habt? Dann braucht ihr das ja in 5 Jahren nur noch mal abzuspielen, erspart den Gang zum Rednerpult. Kein einziges Wort über die Verjährungsfrist. Und der Maas, der engagierte Verjährungsfristler, wo war der eigentlich? Und die Ränge waren voll bis in die letzten Reihen weil das ja so eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit ist. Vertrauen verspielt! Hatte ich schon mal! Setzen!

  5. Hubert schreibt am :

    Man vergesse dabei nicht, wieviele Betroffene sich während dieser endlosen, nahezu ergebnislosen Diskussionsrunden bereits das Leben genommen haben, weil sie es ganz einfach nicht mehr ertragen haben.
    Nicht alle Betroffene schaffen es, mit einem Leben in sozialer Unwürde klarzukommen.
    Wie das aussieht, steht bereits in diversen Kommentaren und möchte das hier nicht wiederholen.

  6. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Der „große Moralist“ und Ex-Bundespräsident Richard von Weizäcker war Vorsitzender des Trägervereins der Odenwaldschule zum Zeitpunkt der sexuellen Gewalt.!!!!!Wie er sich dazu verhielt,beschreibt Christian Füller in seinem Buch „Sündenfall“.Geholfen hat er den Betroffenen jedenfalls nicht,nicht vor 2010 und auch nicht danach.zum Googeln:“Protestantische Mafia“!!!!!!!!

  7. Lili schreibt am :

    @ Hubert

    Sehr gut! „Soziale Unwürde“ trifft es genau!

    Man wird ja auch gezielt in die Einsamkeit getrieben, ich habe schon einige Menschen für immer verloren, die sehr wichtig für mich waren, die nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, ganz einfach, weil sie nicht hören oder wahrhaben wollen, was ich erzählt habe…

    Und weil das nicht jeder aushalten kann, werden Opfer wieder zum Schweigen gezwungen.

  8. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Frau Caren Marks fordert in der Debatte eine „Unabhängige Aufklärung“!War die Aufklärung-soweit sie überhaupt stattfand-bisher abhängig!Abhängig vom Täterschutz und des Hinauszögerns,verpflichtet den Institutionen und ihren jetztigen und ehemaligen Repräsentaten!Man denke nur an Anje Vollmer am runden Tisch!

  9. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Alles heuchlerisches Geschwätz-es besteht und bestand niemals die Absicht den Ursachen und Verantwortlichen auf die Spur zu kommen-man würde an den Grundfesten diese Staates rütteln.Stattdessen arbeitet man auf zeit,denn irgendwann sind die betroffenen tod oder mürbe!!!

  10. Marlis Fischer schreibt am :

    @ Ex-Odenwaldschüler

    vielen Dank für den Hinweis auf die „protestantische Mafia“. Ich hatte bei Richard v. Weizsäcker ein ungutes Gefühl, aber ich wusste nicht mehr genau warum, da das Gelesene dazu bei mir etwas zurückliegt. Jetzt passt alles wieder ineinander.

    Wenn man dazu den langen Bericht über ihn von Sandra Maischberger von vor sechs Jahren, der gestern über alle Kanäle lief, genau anschaut, wird einiges klarer und auch sein absolut autoritäres und teilweise unangemessenes Verhalten der Journalistin gegenüber verständlicher.

    Ich stimme Ihnen zu, es gibt einen völlig verkrusteten Zusammenhalt der Führungselite und wenn man „Wikipedia“ zu dieser Familie liest, Vernetzungen bis in die Päderastenszene. Hinzu kommen freundschaftliche Kontakte zu Wirtschaftsbossen (Krupp), wie der Film gestern zeigte und Leuten wie Henry Kissinger.

    Mir ist an diesem Beispiel nochmals zutiefst deutlich geworden, wogegen Betroffene versuchen anzukämpfen, nämlich gegen ein Potential hervorragend vernetzter Machtmenschen. So wird auch klarer, warum junge Bundestagsabgeordnete einen mehr als schwachen Versuch unternehmen, eine Aufarbeitung vor einem fast leeren Bundestag in Gang zu setzen.

  11. savina schreibt am :

    http://www.taz.de/!5145245/,März 2010

    „…Was müsste getan werden, um den Betroffenen Recht geschehen zu lassen?
    Es müsste eine umfassende gesellschaftliche Rehabilitation für die Heimkinder geben. Das setzt voraus, dass das System der Jugendfürsorge damals als Unrechtssystem anerkannt wird und die Taten als Menschenrechtsverletzungen. Eine finanzielle Anerkennung dürfte nicht nur symbolisch sein – und es müsste alles dafür getan werden, dass nie wieder solche Verhältnisse entstehen.

    Erwarten Sie, dass sich mit dem neuen runden Tisch etwas ändert?

    Nicht, wenn die Missbrauchsbeauftragte Christine Bergmann bei der Ernennung schon sagt, ein Ziel des runden Tisches sei die Versöhnung. Es ist eine Unverschämtheit, von den Opfern zu erwarten, dass sie vergeben und sich versöhnen sollen. So wie dieser runde Tisch angelegt ist, soll er im Wesentlichen der Problementschärfung dienen. Aufarbeiten und dann ab damit auf den Müllhaufen der Geschichte. Man kann solches Gewalthandeln nicht aufarbeiten, sondern nur vorbehaltlos aufklären. Aber das setzt den Willen zur Wahrhaftigkeit voraus.“
    – Den hier formulierten und tat-sächlich erforderlichen „Willen zur Wahrhaftigkeit“ (Das ist auch meine Meinung.) kann ich bis heute, auch im Juni 2016, nicht!!! erkennen.Ja, es ist eine Unverschämtheit, dieses ganze „Theater“….

  12. savina schreibt am :

    hier nochmals der link:
    http://www.taz.de/!5145245/
    – „,März“ – gehörte nicht mehr zum link dazu…

  13. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Keiner will von diesen selbsternannten Experten und Vertretern etwas aufklären….das sind Lügen……von der bösartigsten und perfidesten Sorte Lügen…

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