Prügelpapst

10.02.2015: netzwerkB Pressemitteilung

Der Vatikan plant einen Weltgebetstag für die Opfer von ’sexuellem Missbrauch‘. Die „Verantwortung für eine geistliche Heilung“ der Betroffenen wolle man damit deutlich machen.

Norbert Denef, Sprecher des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V., kurz netzwerkB, nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Erst kürzlich hörten wir von Papst Franziskus, dass ein Kinnhaken normal sei, wenn einer eine Religion beleidigt. Wenige Tage später verherrlichte er die körperliche Züchtigung von Kindern.

Anstatt die Verbrechen des Vatikans aufzuklären soll nun gebetet werden. Das ist höhnisch.

Mit diesem Weltgebetswahnsinn richtet man bei den Opfern erneuten Schaden an. Bis hin zum Selbstmord.

Weiterführende Informationen:

Prügelpapst:
http://youtu.be/1s0-BjS6WkI 

Weltgebetstag für Missbrauchsopfer geplant
http://katholisch.de/de/katholisch/themen/news/page_news.php?id=48397

Beten statt helfen
http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/04/28.11.2011_DIE-ZEIT.pdf

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313

 

 

 

 

24 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Bei vielen Gläubigen unterschiedlichen Konfessionen werden Verbrechen „weggebetet“ und den Opfern erzählt, dass am Ende des Lebens ein Gott richtet.

  2. Peter Enders schreibt am :

    Beten ist Gotteslästerung, sobald sich damit vorgestellt wird, hierdurch Gott beeinflussen zu können.

  3. Petra schreibt am :

    Es gibt nur wenige Momente, wo in mir Fantasien aufkommen, in denen zwei Segelohren, ein Elektrotacker und eine Wand die Hauptrollen spielen.

    DIESER ist so einer.

  4. Karl Görtz schreibt am :

    Das ist das Gleiche, wie wenn ich einen von deren Täterschaft ins Koma prügeln würde und dann für seine Wachwerdung beten würde. Aber nicht aus Schuld, sondern ausschließlich für eine verlogene mediale Aufmerksamkeit. Die wissen wirklich nicht mehr was sie tun. Aber deswegen denen vergeben? Ich glaube es hackt! Die Täter unter denen sollten sich stattdessen gegenseitig die Beichte abnehmen. Die würden aus dem gegenseitigen Rosenkranzbeten gar nicht mehr aus dem Beichtstuhl rauskommen und im Beichtstuhl verhungern. Nicht beten ist das Gebot der Stunde, sondern zahlen und zwar in hunderttausender Schritten. Das die das einfach nicht verstehen wollen. Wagt es euch ja nicht, für Missbrauchsopfer das „Vater unser“ zu beten. Der vergibt nicht eure Schuld, wie auch ihr es euch nicht wagen solltet, Missbrauchsopfern zu vergeben. Missbrauchsopfer haben keine Schuld. Ihr seid die Schuldigen, tut aber so, wie wenn das Missbrauchsopfer selber schuld wäre wenn ihr das „Vater unser“ betet.

  5. hildegard schreibt am :

    Möge ihn eine ‚Heilige Geistin‘ erleuchteten, möge sie ihn in sein eigenes Gefühl als ‚geprügeltes‘ Kind sehr behutsam hinein führen! Dann vielleicht könnte er uns verstehen, weshalb wir raus wollten aus diesem, aus seinem verlogenen Verein …
    Müssen eigentlich Päpste und andere Männer sich über ihre selbst erlittenen Prügel auch noch erhaben fühlen?
    Können sie außer beten nichts gegen das geschehene Unrecht tun, das sie selber taten?
    Wissen sie nicht, wie ihre Kinderopfer sich durchs Überleben schleppen und statt der Gebete Renten bräuchten?!
    Männerseilschaften – denen nach grausamen Kriegen nichts anderes einfiel, als den verständlichen HASS auf ihr eigenes Leid an Kindern auszulassen oder/und austoben zu lassen? – die all ihr Verständnis nur für die Taten von Tätern aufbrachten? – die solche noch förderten und ‚zu frischen Taten‘ an andere Orte beförderten?

    Sie verbündeten sich gegen den Rest der Menschheit.

    Das macht die Sache der Menschenrechte so mühsam. Denn nichts scheinen diese Männer mehr zu fürchten als ‚das Weibliche‘, dem sie sich ent-sagten!
    Müssen sie aber deshalb ‚die Frau‘ oder/und ‚das Kind‘ demütigen? – ihren Herrn und Meister verraten? – himmelische Löhne versprechen? – Vergebung solcher Sünden weissagen?

    Für Päpste kann man nur beten!

  6. Weltgebettag?
    Eher angebracht, Herr Papst, wäre doch wohl ein Weltzahltag!

  7. klaraklara schreibt am :

    „Mit diesem Weltgebetswahnsinn richtet man bei den Opfern erneuten Schaden an“.
    Insbesondere die Bulimie-Gefahr kann an diesem Weltgebetstag steigen – zum Glück bin ich nicht katholisch aufgewachsen, andernfalls würde mir bei der Vorstellung, dass diese … … … für mich beten, sowas von übel!!!

  8. rebner schreibt am :

    Katholische Kirche setzt sich dafür ein,dass Kindern im Mutterleib nicht die Beine ausgerupft werden.

    Katholische Kirche liebt jedes Leben im Mutterleib.

    Man darf beten!

  9. Entlanzifizierung schreibt am :

    Wahnsinn, wie sich hier alle darüber aufregen und wie aggressiv die Mail gegen den Gebetstag und den Papst ausgerichtet ist. Keine Sorge, ich bin nicht von der Kirche!!! Nicht dass gleich Steine fliegen, könnte man hier ja grad meinen. Aber dieser irrationale Hass gegenüber der Idee, FÜR jemand gemeinsam beten zu wollen, so als wäre das versuchter Totschlag, also das is ja der Hammer. Ehrlich für die Opfer beten ohnehin nur die, die es auch ehrlich und gut meinen, was ist daran so schlimm? Ein Ersatz für echte Hilfe und Justiz darf das allein natürlich nicht sein, das ist natürlich klar. Inwiefern das bei der kath. Kirche so ist, das kann ich nicht beurteilen, aber trotzdem ist es wohl nichts so fürchterlich Grauenerregendes, wenn man jemand was Gutes wünscht bzw für ihn betet…… meine Güte. Ist doch eher Mißgunst gegen die Betroffenen, wenn man anderen das verbietet, oder? Was die Täter denken/beten/sagen etc, das wird sich ob Gebetstag oder nicht wohl kaum ändern!

  10. hildegard schreibt am :

    Entlanzifizierung meint vermutlich Entschärfung – oder?

    Mit den Jahren stellt sich netzwerkB in den „Dienst“ der Aufdeckung.
    Im Vatikan wird not-wendige Aufdeckung boykottiert mit Gebet.

    Vor sich selbst muss jede/jeder selbst entscheiden, was passt.
    Ein solcher SKANDAL aber darf nicht verfeierlicht und beweihräuchtert – er MUSS aufgedeckt und öffentlich anerkannt und aktiv bekämpft werden.

    Doch, der kirchliche Etikettenschwindel ist so etwas „fürchterlich Grauenerregendes“! – seit Jahrhunderten …

    Das ist der Hammer!

  11. christa schreibt am :

    Noch immer oder wieder sind die „Schläge im Namen des Herrn“ aktuell. Allerdings ist es nicht Gott, der sie verordnet, sondern der Papst, der sie jetzt öffentlich toleriert. Vielleicht sollte man die katholischen Einrichtungen befragen, die misshandelte Kinder beschützen sollen, ob sie das Wort des Papstes oder das Wort Jesu umsetzen, der zur Liebe aufruft.

  12. Karl Görtz schreibt am :

    Sprüche klopfen, aber selbst keine Kinder haben wollen, geschweige denn Verantwortung für sie übernehmen wollen. Fürchtet euch vor solchen Missionaren. Oder hat der Papst leibliche Kinder, wovon die Öffentlichkeit noch nichts weis? Einfach nur mal den Weihrauch weglassen, das hilft.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article137396590/Was-nun-kinderlos-oder-wie-die-Karnickel.html
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/papst-franziskus-kritisiert-verzicht-auf-kinder-in-familien-13424468.html

  13. Gertrud Tammena schreibt am :

    Dass die schuldhaft verstrickte Katholische Kirche öffentlich einen internationalen Denk- und Gebetstag über Missbrauch einrichten will, daß ist doch ein wichtiges Signal gegen Tabuisierung und für einen Fortgang der weiteren Auseinndersetzungen.

  14. Lisbeth schreibt am :

    Liebe Frau Tammena,
    mit Verlaub: wie naiv kann man denn sein?
    Es ist doch offensichtlich: Beten kostet nix, Aufarbeitung und Entschädigungszahlungen würden bedeuten, dass diese mafiöse Organisation einen kleinen Bruchteil ihrer über Jahrhunderte verbrecherisch angesammelten und vermehrten Pfründe abgeben müsste.
    Aber nein, selbst das ist zu viel. Dann wird eben noch der katholische Chip im Gehirn bei den Opfern der Kirche aktiviert und die nicht-betroffenen guten Gläubigen, die auch noch Meister im Wegschauen sind, dürfen dann weiterhin ihren volksnahen Papst bejubeln und ihre Kinder mit Sanktionierung von oben schlagen.
    Alles bleibt beim Alten. Auf welcher Droge sind die denn alle?

  15. Gertrud Tammena schreibt am :

    @Lisbeth : das Eine – Beten als Vergegenwärtigung solcherlei himmelschreienden Unrechts vor dem Höchsten – hat das Andere – Reperationsleistungen; juristische Sanktionen – keinesfalls auszuschliessen.Darüberhinaus: Es gibt auch Folgen, die kann kein Geld der Welt und kein reuiger Kniefall wieder gutmachen: solches zu glauben, das wäre allerdings naiv.

  16. Karl Görtz schreibt am :

    „Es gibt auch Folgen, die kann kein Geld der Welt und kein reuiger Kniefall wieder gutmachen“

    Genau! Deswegen Austreten aus der Kirche, je mehr desto besser.

    Eine Anleitung gibt es hier:

    http://www.kirchenaustritt.de/

  17. Lotosritter schreibt am :

    Verzeihen und vergeben sind zweierlei. Verzeihen kann ich, vergeben kann ich nicht. Nicht als Opfer, nicht als Geschändeter. Verzeihen bedeutet, den anderen nicht mehr zu zeihen, ihn nicht mehr zu bezichtigen. Das ist für den Geschändeten ab einem gewissen Zeitpunkt sogar wichtig, um nicht mehr in einer bösen Verstrickung mit dem Täter zu verharren, indem er gegen ihn zürnt, ihn mit Hass verfolgt, ihn etwas von der erlittenen Schmach vergelten möchte.

    Vergeben aber heißt, etwas von sich zu geben, wegzugeben. Das kann ich nicht. Denn als Geschändeter bin ich ein Vernarbter, ein Verformter. Man mag etwas von seinem Schmerz an Gott abgeben, oder es sich von ihm abnehmen lassen; jedoch bleibt man ein Belasteter, ein Verwundeter.

    Nun also plant man im Vatikan einen Weltgebetstag für Missbrauchsopfer. Auch mich berührt dieses Vorhaben seltsam, weil es die Opfer vereinnahmt, sie instrumentalisiert. Weil hier der Prozess des Verzeihens verkürzt und ein Vergeben herbeigebetet werden soll. So jedenfalls erfasse ich es. Es ist kein Angebot, sondern behauptet die Geschändeten als geistlich Erkrankte, nur dann macht es wie verkündet Sinn, für ihre geistliche Heilung zu beten. Die Geschändeten also haben ein spirituelles Defizit, die hierfür Verantwortlichen aber demnach offensichtlich nicht. – Welch eine Hybris!

  18. Pit Van CalvinII schreibt am :

    Man kann dieses ‚Beten‘ als Hohn verstehen, je nachdem, was man sich daraus erlesen will. Beten als Antwort auf schwerstwiegendes Unrecht, Leid und Verbrechen, von der Vatikan-Gesellschaft an sich kein Wunder. Die hoch erlauchten Herren tragen ihr Geld lieber den Prostituierten in den Gay-Clubs zu, auch davon gibt es Enthüllungs-Reportagen.

    Man kann dieses ‚Beten‘ auch ignorieren. Es ist nicht dazu imstande, irgend etwas an der Situation der Opfer zu verändern, geschweige denn an der Situation, dass Verleugnen, Vertuschen, Von sich weisen und der Wnsch nach Verdecken und Vergessen die Instrumente der Täter sind und anscheinend bleiben sollen.

    Die Kirche zeigt keinen Bedarf an, die Taten nach einem ordentlichen juristischen Verfahren aufzuarbeiten. Dagegen hat sie ihre arrogante Art der Absolutheitsansprache erhoben, und der vielbesungene Herrgott ist so geduldig und beeinflussbar wie ein leer bleibendes Blatt Papier.

    Die Kirche kann darauf bauen, bis in alle Ewigkeit, dass der Herrgott sich dazu nicht äußern wird. Da kann man beten, bis die gefalteten Hände verwachsen, und der Staub von den Knochen fällt. Der Papst sollte besser für sich selbst beten, und nach der Erkenntnis um die von der Kirche begangenen Schweinereien schauen, ob er sich im Spiegel noch selbst ansehen kann.

  19. Karl Görtz schreibt am :

    1230 Millionen Euro verteilt auf 12300 Missbrauchsopfer zu je 100.000 Euro. Geld hätten die jedenfalls satt und genug um Missbrauchsopfer, die sich Jahrzehnte lang quälten, zumindest für den Rest ihres verbliebenen Lebensabends zu entschädigen. Wer hat denn Missbrauchsopfer und deren Angehörige in Geldnot durch jahrelange Traumata, Vernichtung der beruflichen Existenz, Krankenhausaufenthalte, Therapien usw. gebracht? Die Kirche, und nicht nur da. Und da die aber nicht gewillt sind zu zahlen, muss man den Sumpf finanziell durch Kirchenaustritte austrocknen. Jetzt könnten die mir vorhalten, dass das aber nicht 12300 waren, sondern nur vielleicht „nur“ 1230. Umso besser. Dann bekommt eben jeder 1 Million.

    „Vatikan findet 1,4 Milliarden Dollar“

    http://derstandard.at/2000011744621/Vatikan-findet-14-Milliarden-Dollar

  20. Markus E. schreibt am :

    Und der hier ist nicht einfach zu finden.Unter Impressum findet man noch dieses hier.Ich hoffe für heute reicht es dann erstmal 😉

    http://www.freie-christen.com/

  21. Hubert schreibt am :

    Heilung beginnt mit Entschädigung – nicht mit Beten!

  22. Karl Görtz schreibt am :

    Wie wird ein französischer Atheist aus Überzeugung in Berlin zur Kirchensteuerzahlung herangezogen?

    Das geht in Deutschland ratz fatz. Das wird einfach vom Konto abgebucht ohne zu fragen.

    http://hpd.de/artikel/11243

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