Nirgendland

20.03.2015: EMMA

Die Großmutter wird von Russen vergewaltigt – und schweigt. Die Mutter wird vom Vater missbraucht – und verdrängt. Die Tochter wird vom Großvater missbraucht – und bringt sich um. Helen Simon hat mit „Nirgendland“ einen erschütternden Dokumentarfilm über die Omertà der Frauen gemacht – und ihren Ausbruch daraus.

Die Kamera fährt langsam durch eine Straße mit Reihenhäusern und macht schließlich vor einem der weißen Kästen Halt. Hier, in dieser spießigen Idylle eines Münchner Vororts, war jahrzehntelang das Grauen zu Hause. Weiter lesen…

5 Kommentare

  1. Gertrud Tammena schreibt am :

    Zuerst: Ich will diesen Film nicht sehen, schon der Vorbericht ist mir allzu verstörend.Viele solcher Darstellungen und konkreter, auch mutiger Outings kann ich nicht aushalten.
    Aber: warum heißt es hier im Vorbericht pauschal „schon die Großmutter wurde von Russen vergewaltigt“ – das ist in diesen wiederum kriegskritischen Zeiten ein gefährliches Stereotyp, wenn nicht zugleich erwähnt wird, daß die deutschen Landsleute der Großmutter Russlnd zuvor mit bestialischer auch sexueller Gewalt gegen die Zivilbevölkerung überzogen haben…Warum heißt es nicht: schon die Großmutter wurde im Krieg/bei Kriegsende vergewaltigt ?

  2. Guten Tag! Ich bin die Regisseurin von „Nirgendland“. Ich würde mir wünschen, dass viele Menschen in diesen Film gehen! Wir haben ihn gemacht, um vorallem auf die Auswirkungen der Betroffenen, auf die Strukturen, die die Taten möglich machen, und dem unsäglichen Umgang mit solchen Verbrechen vor Gericht, aufmerksam zu machen. Es ist ein Film von Betroffenen und wir möchten eine gesellschaftliche Diskussion auslösen. Ich freue mich über jeden, der ihn sich anschaut. Aber wichtig zu betonen ist, dass er explizit Schilderungen beinhaltet, die eine Trigger gefahr beinhalten.

  3. Lilly Maier schreibt am :

    Liebe Helen Simon,

    ich danke Ihnen, dass Sie diesen Film gemacht haben. Es ist wichtig, das, was so lange verschwiegen und unter die gesellschaftlichen und privaten Teppiche gekehrt wurde, öffentlich zu machen. Ich würde mir den Film sehr gerne ansehen, nur läuft er in unseren Mainstream-Kinos natürlich mal wieder nicht… Die gesellschaftliche Diskussion, die Sie (und wir) auslösen wollen, wird also mal wieder „inside“ bleiben. Schade.

  4. Lilly Maier schreibt am :

    Übrigens: Er läuft bei uns hier auch nicht in den sog. Programmkinos.

  5. Ja, es ist schwer einen solchen Film, mit dem man nicht unbedingt Geld verdienen kann, in die Kinos zu bringen! Aber wir kämpfen. Unter: https://www.facebook.com/NoLullabyFilm?ref=hl
    kann man die Termine einsehen, wo er läuft. Wenn jmd ihn in seine Stadt holen will schreibt mir- ich kümmere mich dann darum!!!

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