Jenseits der Familienmoral

13.04.2015: Süddeutsche Zeitung

Viel Empörung, zu wenig Analyse: Der Journalist Christian Füller klagt Propagandisten der Pädophilie an.

Von Sven Reichardt

Es besteht kein Mangel an Faktensuchern, an öffentlicher Empörung und an bedrückenden Darstellungen. Durch Inszenierungen wie im preisgekrönten ARD-Spielfilm „Die Auserwählten“ wurden die emotionalen Verstrickungen und Erpressungen, die Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse an der Odenwaldschule eindrucksvoll offengelegt. Eine Schule, in der seit den Sechzigerjahren mindestens 132 Kinder zu Opfern sexueller Übergriffe geworden waren. Den Korpsgeist der Täter, die Schuld und Vertuschung pädosexueller Gewalt in der katholischen Kirche rückt der derzeit in den deutschen Kinos gezeigte Debütfilm „Verfehlung“ ins Licht. Weiter lesen…

Ein Kommentar

  1. Angela E. schreibt am :

    Moral gibt es nicht mehr, ausser diese ist nützlich im Sinne des/eines zielführenden Erfolges, dann werden „die Werte“ einer höchst zweifelhaften, weil sich prostituierenden, Moral auch öffentlich propagiert.
    Familien sind immer noch wie Hierarchien aufgebaut nach dem Vorbild des abgeschafften Adel`s, ein Oberhaupt bestimmt, die Mitglieder der Familie müssen folgen, oder sind ausgestoßen aus der Gemeinschaft. Freiheitliche Demokratie ist das nicht.
    Ich habe gehört es gibt auch schon bessere Beispiele, gleichberechtigte Gemeinschaften.

    Das beste ist immer UNABHÄNGIGKEIT innerhalb einer Gemeinschaft, auch innerhalb einer Familie, so kann Abhängigkeit nicht missbraucht werden, logisch. Das scheint aber nicht im Sinne der Mächtigen zu sein und wird mit übelsten Mitteln von Zwang und Gewalt durch Nötigung und Bedrohung zielführend unterdrückt. Sind zwar Straftatbestände, wenn ALLE Mächtigen sich einig sind, wird es zum SYSTEM erhoben.

    Es gibt viel darüber zu lesen, man kann das System regelrecht STUDIEREN, es werden Bücher geschrieben und verkauft, empört Euch, entrüstet Euch, na dann, viel Vergnügen dabei!

    Auf eine missbrauchende Gemeinschaft/Gesellschaft pfeife ich, lehne eine Mitgliedschaft ab. Die entstandenen Freiräume lassen sich trefflich nutzen, zum spüren, fühlen und MERKEN.

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