Widerstand gegen Bischofsernennung

03.05.2015: deutsch

Unter Chiles Katholiken tobt die Debatte über den Umgang mit sexuellem Missbrauch von Kindern durch Priester. Besonderes Aufregen erzeugt derzeit die Ernennung Juan de la Cruz Barros zum Bischof. Der katholische Geistliche soll schwere sexuelle Vergehen gedeckt haben. Weiter lesen…

2 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    Cowley:
    „Das widerspricht dem, was der Papst selbst verkündet hat: die Notwendigkeit, den sexuellen Missbrauch in der Kirche auszumerzen. Und er hat dazu aufgerufen, Wirbel zu machen. Machen wir also Wirbel!“

    Aber wer drängt Papst Franz in die Defensive?
    Oder wird er des Wirbels gegen Fundis müde?

  2. hildegard schreibt am :

    … Nachdenklichkeiten über ein Ende der Gewalt.

    In diesen Tagen ist viel vom Nie-wieder und vom Kriegsende in den Medien die Rede.

    Wenn damals im Ausland „Nazis im Dienst der CIA“ (so hieß gestern ein TV-Bericht auf PHOENIX) nahtlos weiter ihr Unwesen treiben durften, dann müssen wir uns heute fragen, wie ehrlich die ‚Befreiung‘ durch unsere bejubelten Befreier / Besatzer damals nach dem Zusammenbruch gemeint war. Was für eine „Freiheit“ ist das gewesen, die sie uns brachten?

    Nicht nur die BRD-Politik war von „braunem“ Gift zersetzt. Mit Wissen und Unterstützung unserer BRD-Nachkriegspolitiker wurden im Auftrag unserer Befreier Nazitäter für mörderische Nazi-Methoden gegen anders denkende, gegen „Linke“ in Südamerika eingesetzt. Gift wurde gemischt und weiterentwickelt – Grundlage für die Struktur einer Weltmacht, mit den bekannten Folgen.
    „Braunes Wissen“, lebensgefährlich benutzt am anderen Ende der Welt gegen jene Menschen, die lediglich anders dachten: Folter, Verschwinden und Tod durch die Nazi-Deutschen, die der US-Geheimdienst gezielt gesucht, gefunden und zu seinen zweifelhaften Zwecken missbraucht hatte.
    „Der Tod, ein Meister aus Deutschland“!

    So sehr wir uns auch bemühen mögen heute Recht und Gerechtigkeit zu schaffen: Dürfen wir uns wundern, dass Verfolgte aller Ebenen vergeblich ihre Rechte einfordern gegen Ausgrenzung, Rassismus und Sexismus – auch heute scheint noch kein Kraut dagegen gewachsen …

    Freiheitliches, friedliches Miteinander wird erst dann wieder möglich werden, wenn wir ernsthaft aufhören, Mitmenschen als arm und reich, als weiß und farbig, als rechts und links, als gut und schlecht zu definieren. Geheimdienste aller Couleur möchten hüben wie drüben, damals wie heute diese Spaltpilze in ihren jeweiligen Gesellschaftsordnungen weiter züchten.

    Frage an uns als WeltbürgerInnen: Möchten wir diese Kriegsspiele mit unseren Ängsten und Befürchtungen resigniert weiter begünstigen, unterstützen, auf ewig ermöglichen?

    Versöhnung braucht die Menschheit.

    Was durch Deutsche an Unheil über die Welt gebracht worden ist, kann nicht geleugnet werden. Was wir aber tun können, das wäre eine gründliche Aufklärung über Missbräuche der Macht durch Mächtige an Schwächeren, wo immer sie unter uns bemerkbar werden.
    Medien hätten hier einige Bringschuld ernsthaft und opferorientiert über jede Form von Gewalt zu berichten. In der Vergangenheit zählten vorrangig ‚Action‘ und Quoten.
    DAS wäre Deutschland der Welt, das wären unsere Medien den Opfern jeglicher Gewalt schuldig.
    Mit regelmäßigen Radio-Reportage-Berichten könnte man beginnen. Öffentlich-Rechtliche könnten Schlüsselfunktionen übernehmen, Schauspieler jeweils die Sprecherrolle. Alle Formen von Gewalt gehören ans Tageslicht!
    Fakten und Folgen unterschiedlichster Schreckens-Geschichten müssten auch aus wissenschaftlicher Sicht der breiten Öffentlichkeit verständlich gemacht werden. ALLE wüssten Bescheid. SchülerInnen aller Schulformen sollen verstehen und vor allem nachempfinden lernen, wie Gewalt ihnen selbst geschadet hat, wie Gewalt ihnen selbst und ihren eigenen künftigen Kindern zusetzen wird, wenn sie nicht sich jetzt selbst wissend gegen diese Gewaltspirale entscheiden. Wer Zusammenhänge von Ursache und Auswirkung der Gewalt versteht, wird sich kaum mehr auch nur zu dummen Sprüchen hinreißen lassen. Im Gegenteil:
    Er/sie würde sich damit selbst bloßstellen als Teil des Problems. Sie/er wird vielmehr hellhörig, wird aufmerken, wird sich für Schwächere (oder gesellschaftliche Minderheiten) einsetzen wollen. Er/sie hätte die Perspektive gewechselt.

    Die Politik hat sich in der Vergangenheit als anfällig für perfide Machenschaften erwiesen.
    Es scheint an der Zeit, dass jede Bürgerin, jeder Bürger am eigenen Platz die Strukturen der Gewalt fokussiert, dem ‚Rad der Gewalt‘ in die Speichen greift! Wir alle haben uns ehrlich auseinanderzusetzen mit „dem Bösen“, müssen es erkennen, benennen, analysieren, reflektieren, ändern – nach unseren je persönlichen Möglichkeiten.

    ‚Volkes Wille‘ sei entscheidend – so sagte man den Kindern.
    ‚Volkes Wille‘ entscheide also auch, wie die Gewalt an Kindern und anderen Abhängigen künftig gerecht zu beurteilen sei!
    Bei Verletzungen der Menschenrechte, der Menschenwürde eines JEDEN Menschen müsste eine Wahrheitskommission so lange vermitteln, bis sich die alten Strukturen von selber auflösen. Die Überlebenden von Gewalt werden dann erst mit erneuerter RECHT-Sprechung zufrieden sein, zu ihrem Frieden kommen.
    Was will ein Rechtsstaat mehr?

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