Die Abschaffung der Psychotherapie

19.05.2015

J. M. Masson, ehemals Psychoanalytiker und Forschungsdirektor der Sigmund-Freud Archive, übt radikale Kritik an Theorie und Praxis der Psychotherapie. Vor allem prangert er die Machtstellung des Therapeuten an, die Bevormundung und Unterdrckung des Patienten. Kompromisslos fordert er die Abschaffung des gesamten Berufsstandes, der mehr Schaden anrichte als Nutzen bringe.

Verlag: Bertelsmann, München (1991)
ISBN-10: 3570027317
ISBN-13: 978-3570027318

65 Kommentare

  1. Ist das mal wieder der altbekannte Streit zwischen den ewig-gestrigen Anhängern der Psychoanalyse mit den neuzeitlicheren Schulen? Wirft da ausgerechnet ein Psychoanalytiker den anderen Schulen „Machtstellung, Bevormundung und Unterdrückung“ vor, und dann noch so pauschal? Das hört sich an wie eine gefrustete Generalabrechnung … muss man sowas lesen?

  2. Wilma schreibt am :

    Ich habe jahrzehntelange Erfahrung mit Psychotherapie. Meinen ersten Psychoanalytiker hatte ich bereits im Gymnasium. Der hat mir nun zufällig nicht geschadet, aber das lag allein daran, dass er hauptsächlich geschwiegen hat. Da kann man natürlich nicht viel verkehrt machen. Die einzige Methode, von der ich sagen kann, dass sie mir geholfen hat, war die Urschreitherapie (Primärtherapie), alles andere hat mir geschadet.
    Traumatherapie gibt es erst seit ganz kurzer Zeit.
    Ich habe hier im Forum gelesen, dass es auch gute Therapeuten gibt. Die sind aber eher selten.
    In der ganzen Branche ist der Wurm drin. Psychisch kranke Therapeuten, falsche Lehrmeinungen, die estrem retraumatisieren, sexueller Missbrauch in der Therapie, das kommt häufig vor. Das Schlimmste ist, wenn man zu Schaden gekommen ist, dass einem dann keiner hilft. Die Therapeutenkammern decken die Verbrecher in ihren eigenen Reihen. Alles wird vertuscht. Jetzt hat innerhalb der Branche ein Ethikverein aufgemacht. Ich habe mir große Vorstellungen davon gemacht. Jetzt merke ich, das ist ein Verein, der deckt nicht nur die Verbrecher in den eigenen Reihen, sondern er will sie auch noch VERSTEHEN. Empörung findet man dort nicht.
    Man wird sogar noch davon abgehalten, sich zu empören und gestoppt.
    Es scheint ein Verein zu sein, der die Geschädigten auch noch finanziell benutzen will. Die Mitglieder verpflichten sich, keine Patienten zu missbrauchen oder zu vergewaltigen. Ist das nicht unheimlich nett???? Der Verein ist mir total suspekt, ich habe ein sehr schlechtes Gefühl.

  3. Simone schreibt am :

    Wilma, wir haben auch schlechte Erfahrungen mit sog. Psychotherapeuten gemacht. Ein Kinderpsychotherapeut ist während der „Therapie“ meines Sohnes übergriffig geworden.Eine angebliche Psychotherapeutin hat versucht, mich zu bevormunden u. zu unterdrücken.Daraufhin habe ich ihr gründlich meine Meinung gesagt u. den Kontakt zu ihr eingestellt. Man darf sich nichts gefallen lassen.

  4. Sarah Mohn schreibt am :

    Mit dieser Pauschalverdammung kann ich überhaupt nichts anfangen. Dass Psychoanalyse keine Traumtherapie ist, dürfte mittlerweile auch in Fachkreisen angekommen sein.
    Sie kann mitunter sogar Gift für Hilfesuchende sein, wenn Alt – Freudsche Theorienverfechter auspacken und die Opfer, Betroffene auffordern, doch Verständnis für ihre armen Täter aufzubringen, die Opfer ihrer Triebe wurden, und somit die wahren Opfer erneut traumatisieren.

    Es ist mühsam, über dieses Thema jahrein, jahraus sich den Mund fusselig zu reden. Krankenkassen sowie die Gesetzgebung halten immer noch daran fest, dass einzig Verhaltenstherapien und Psychoanalysen finanzierwürdige Therapieformen sind. Auch Traumatherapeuten geben in ihrer Abrechnung VERHALTENSTHERAPIE an, damit sie von den KK anerkannt werden und ihre Leistungen mit ihnen abrechnen können. In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich!!!
    Ich geh doch auch nicht zum Hausarzt, wenn ich was an den Zähnen, oder orthopädisches… hab, dafür gibt es eigene Fachrichtungen, Fachärzte!!! Ebenso muss es für schwer seelisch Traumatisierte speziell ausgebildete Traumatherapeuten geben, die auch ohne tricksen als solche abrechnen können mit Doof – Krankenkasse! Ist doch wahr!

  5. Doro schreibt am :

    Ich kann dieses Buch SEHR empfehlen.

    Es ist keine ausschließliche Kritik an der Psychoanalyse, und insofern geht es nicht um die Frage, welche Methode die „bessere“ sei. Masson hinterfragt Psychotherapie überhaupt.

    Er ist der Auffassung, dass sich allein aus der Struktur der Psychotherapie heraus ergibt, dass der Therapeut – auch wenn er mit den besten Absichten an seine Aufgabe herangeht (und das darf nach allem, was wir wissen, nicht grundsätzlich vorausgesetzt werden!) – gezwungen sei, die Würde, die Autonomie und die Freiheit der Person zu beeinträchtigen, die Hilfe suchend zu ihm kommt. Für Masson ist JEDE Psychotherapie daher falsch.

    Dabei will er Menschen, die in Not sind, nicht einfach bloß die Unterstützung entreißen oder versagen: „Ich habe ganz bestimmte Vorstellungen davon, wie wir auch ohne Psychotherapie oder Psychiatrie leben können. Ich denke zum Beispiel an Selbsthilfegruppen, in denen es keine Führer und keine autoritären Strukturen gibt, die keine Kosten verursachen und nicht religiös gebunden sind“, schreibt er. „Was solche Menschen brauchen, sind verständnisvolle Freunde und keine Experten.“

  6. Sarah Mohn schreibt am :

    @Doro
    nach deinem Kommentar kann ich Massons Idee besser einordnen.
    Ich persönlich kann mit Selbshilfegruppen leider gar nichts anfangen, hab es einmal versucht, aber die Erlebnisberichte der Gruppenteilnehmer triggerten mich derart, dass ich mit Atemnot und Panikattacken den Raum verlassen musste. Jahre später startete ich einen erneuten Versuch, leider mit dem selben Ergebnis. Für mich persönlich ist die Einzel – Traumatherapie und meine Therapeutin genau richtig auf mich abgestimmt und passend. Ich weiß, dass ich großes Glück hatte, sofort ohne große Suche eine sehr kompetente Fachkraft zu treffen, die mir mit Würde, Achtung und Respekt begegnet auf gleicher Augenhöhe, die sich spezialisiert hat auf frühkindliche Traumen durch sex. Gewalt und immer natürlich, nicht überheblich, emphatiefähig ist. Eine Therapeutin, die Betroffene nicht als KRANK ansieht, sondern als Menschen, die ein gesundes Verhalten, gesunde Reaktionen auf krankes, perverses, gestörtes, machtausübendes, gewaltsames Verhalten (Täter, Umfeld..) sich angeeignet haben, damit sie diese Verbrechen überleben können. Dazu zählen auch Teilamnesie, Dissoziations“störungen“ usw.
    Gäbe es mehr fähige, kompetente und wirklich gut ausgebildete TraumatherapeutInnen, die nicht ihre Probleme kompensieren, indem sie in ein sog. Helfersyndrom verfallen oder sich als machtausübende „Gutmenschen“ tarnen, sondern auf Augenhöhe mit Würde, Achtung und Respekt dem Klienten, ich möchte fast sagen Mandanten – (denn wir sind ihre Arbeitgeber, Auftraggeber!!!) begleiten, dann gäbe es nicht soviele Betroffene, die sich mühsam alleine alles selbst anlesen müssen und durch die Seelenhölle alleine gehen müssen.
    Es ist wirklich ein trauriges Kapitel!
    Und ich bin mir gerade durch Berichte von vielen Betroffenen bewusst, welch Glück es ist, wenn man auf eine/n guten TherapeutIn trifft. Es ist beinahe wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Aber es kann nicht angehen, dass schwer traumatisierte Betroffene auch noch die Kraft aufbringen müssen, sich einer solchen Suche auszusetzen und immer wieder erneut enttäuscht, retraumatisiert und erneut traumatisiert werden durch Fachidioten, die keine Ahnung von respektvollen Umgang, noch von Traumen und ihre schweren komplexen Langzeitfolgen haben. Aber leider ist das die traurige Realität für die Mehrzahl dieser angeblichen „Fachspezie“.

  7. Wenn jemand, der eigentlich „aus dem Fach ist“, sowas schreibt, dass sich „allein aus der Struktur der Psychotherapie heraus“ ergebe, dass ein Psychotherapeut „gezwungen sei, die Würde, die Autonomie und die Freiheit der Person zu beeinträchtigen, die hilfesuchend zu ihm kommt“, dann habe ich Zweifel, ob derjenige überhaupt grundsätzlich verstanden hat, was Psychotherapie ist.
    Ich will nicht in Abrede stellen, dass es tatsächlich solche Erfahrungen gibt. Aber das ist NICHT therapeutisches Handeln. Gerade Traumatherapeuten achten sehr darauf, dass ihre Patient(inn)en, die massiv Kontrollverlust erlitten haben, das nicht in der Therapie erneut erleben müssen und dadurch retraumatisiert werden. Ganz im Gegenteil, die Stärkung von Selbstwirksamkeit, Autonomie und Würde ist vorderstes Therapieziel.

    Ich habe bisher kein Manual für Traumatherapie kennengelernt, wo das nicht an vorderster Stelle gestanden hätte. Insofern befremden mich solche Aussagen, wie die eingänglichen.

  8. Hubert schreibt am :

    Es gibt keine Garantie für einen guten Ausgang einer solchen Therapie – das schonmal vornweg.
    Der Begriff „sich etwas von der Seele reden“ hat hier sicher vorrangige Bedeutung. Insofern kann schonmal jede dieser Therapieformen Sinn machen und auch nützlich sein.

    Problematisch wird es, wenn ein Therapeut mit dem Patienten zu experimentieren beginnt, und für ihn ein interessantes Versuchs- bzw. Beobachtungsobjekt darstellt.
    Problematisch wird es auch, wenn ein Therapeut dem Patienten zu verstehen gibt, daß er der Mächtigere in dem Verhältnis ist.
    Es ist doch so, daß der Therapeut irgendwann über den Patienten einen Bericht verfasst. Und was er da schreibt, liegt in seinem Ermessen. Darin liegt der Kernpunkt der Machtstellung, da ein Therapeut z.B. gewisse Massnahmen einleiten kann, die bis zur Entmündigung führen könnten.
    Sinniger und ausgleichender wäre es, wenn der Patient über den Therapeuten ebenfalls einen Bericht schreibt, den direkt eine weit entfernte Gutachterstelle bekommen.
    Somit wäre dieses Machtverhältnis doch schonmal weitgehend aufgehoben.
    Auch die Einrichtung einer anonymen Beschwerdestelle würde so manches Problem zum Verhältnis Therapeut / Patient lösen.

    Therapeuten durch Selbsthilfegruppen zu ersetzen finde ich für bestimmte Fälle problematisch und ist mit Vorsicht zu betrachten.
    Letzlich liegt es immer auch an der Motivation des Therapeuten, wie sich das Alles im Verlauf entwickelt. Man kann also nicht pauschal sagen, daß diese oder jene Therapie schlecht ist.

  9. Monica schreibt am :

    Mehr Schein als Wirklichkeit, bei Traumageschehen finden Re-traumatisierungen durch Therapeuten statt. Durch folgende Aussagen: “
    1. Der Arme Täter, der ist auch so geschädigt. Ich müsse für den Täter Verständnis aufbringen.
    2. Ich müsse mich damit abfinden.
    3. Ich müsse den Schmerz hinnehmen.
    4. Anklage von Therapeuten gegenüber den Opfer: Sie können Übertragungen ausleben? Man könnte genauso schädigend werden wie der Täter.
    Ich bin schockiert und weiterhin Ohnmächtig.

    Trauma-Prozess
    1.Schockphase-Starre -ohne Gefühl,
    2. Einwirkungsphase-Ohnmacht.
    3 Erholungspahse nicht möglich, weil Angstzustände- Erschöpfungszustände-Verschlimmerung auch durch aufzwingendes Mitgefühl für den Täter durch den Therapeuten. Das Opfer behält sein Trauma und eine Re-traumatisierung zusätzlich. Für mich ist es ein Trauma eine Vivisektion an der Seele. Ein Traumatageschehen macht bei einer nicht Fachgerechten Behandlung, zusätzlich chronisch Krank. Einige Krankenkasssen sehen dass Opfer,-den traumatisierten als einen sozial Benachteiligten chronisch Kranken. Dieses führt wiederum zu Diskriminierungen den Opfer gegenüber auch wegen geringer Beitragszahlung.

  10. anonym schreibt am :

    @ Monica
    Solche Vorgehensweise ist vor allem bei der Psychoanalyse ausgeprägt.
    Die Folgen und die Solidarität von „Fachpersonal“ mit dem Psychoanalytiker
    war schlimmer als 20 Jahre Folter durch sadistische Eltern.

  11. Bärbel schreibt am :

    ———-ich habe erst hier begriffen,dass ich traumatisiert bin, über meine behinderte Tochter bin ich zur Musiktheraie gekommen,diese Therapie hat mir sehr geholfen—-
    und neulich habe ich an die Behörden geschrieben,
    unbewusst habe ich mir vieles von der Seele geschrieben,—-den Brief habe ich dann neu verfasst—
    so habe ich für mich einen Weg gefunden,
    meine Erfahrungen,wenn ich über das „Geschehene “ spreche zeigt sich, vor allem ein Unverständnis bei Vielen ,weil es doch vor geraumer Zeit gescah

  12. Wilma schreibt am :

    Selbsthilfegruppen sind für schwer traumatisierte Menschen nicht geeignet. Nebenbei bemerkt, das Buch ist 25 Jahre alt. Es ist für mich eine Horrorvorstellung, in einer Gruppe mit 10 Leuten zu sitzen und mir die grausamen Geschichten anderer Menschen anzuhören. Ich glaube, ich würde nach fünf Minuten rauslaufen.
    Meiner Meinung nach sollte der Hilfsfonds für Opfer sexualisierter Gewalt eine Dauereinrichtung werden.
    Bundesregierung, Länder und KRANKENKASSEN zahlen jedes Jahr Geld in diesen Fonds ein und es wird ein gescheites Konzept ausschließlich für Opfer sexualisierter Gewalt entwickelt. Die Opfer bekommen ausschließlich Therapiegeld bzw. Gutscheine aus diesem Fonds, und zwar so viel wie sie wollen. Außerdem freie Therapiewahl. Die Krankenkassen verstehen von Therapien nämlich gar nichts. Ich glaube, dass dies auch zum Vorteil der Krankenkassen wäre. Außerdem hätte das den Vorteil, dass die ganze Therapiebranche, die momentan den Krankenkassen hinterherläuft, sich mehr an uns orientieren würde. Dies wiederum würde zu Veränderungen der Inhalte von Therapien führen.
    Der Hilfsfonds für die Conterganopfer ist eine Dauereinrichtung. Wir haben das gleiche Recht! Oder sind nach einem Jahr etwa alle geheilt?

  13. @Monica: Es ist sehr tragisch, wenn Sie sowas in einer Traumatherapie erlebt haben. Alle Ihre geschilderten Beispiele sind absolute No-Go´s nicht nur in der Traumatherapie, sondern überhaupt in jeder Psychotherapie. In meiner Ausbildung zum Traumatherapeuten habe ich vollkommen andere therapeutische Standards kennengelernt. Nichts von dem, was hier an negativen Erlebnissen oder Befürchtungen geschildert wird, gehört zum therapeutischen Handeln. Es mag hier und da andere tragische Erfahrungen geben – aber daraus eine pauschale Abschaffung von Psychotherapie zu fordern wäre so, als wenn man komplett alle Krankenhäuser abschaffen wolle, weil es Fälle von Krankenhauskeimen gibt. Oder alle Autos, weil es Verkehrstote gibt.

  14. Eva schreibt am :

    Interessant finde ich das Folgende von Prof. Bauer.

    (So dürfen z. B. Verhaltenstherapeuten mit Traumapatienten keine übliche Expositionstherapie machen, sondern müssen nach einer modifizierten Methode vorgehen. Aber auch für psychodynamisch/ tiefenpsychologisch arbeitende Psychotherapeuten gelten Besonderheiten: Traumapatienten bzw. -patientinnen sollen nicht im Liegen behandelt werden, auch tiefenpsychologische Deutungen der Symptome sind bei diesen Patientinnen i. d. R. nicht hilfreich).

    http://www.psychotherapie-prof-bauer.de/gewaltundtrauma.html

  15. Doro schreibt am :

    Es stimmt: Das Buch ist 25 Jahre alt – und deshalb beschreibt es sehr gut die Psychotherapielandschaft der vergangenen 25 Jahre! Manche von uns durften diese in den vergangenen 25 Jahren schon erfahren – mit teilweise verheerenden Folgen.

    Natürlich gibt es mittlerweile Formen von Therapie (so genannte „Traumatherapien“), die die spezifischen Charakteristika der Traumatisierung durch sexualisierte Gewalt in der Kindheit berücksichtigen und entsprechend beantworten. Doch erstens gibt es auch innerhalb dieser Strömung noch sehr viele unterschiedliche Ansätze, und nicht alle sind schon ausreichend erforscht. Und zweitens gibt es – gerade aufgrund der Einflüsse der von Masson dargestellten Schulen – noch längst keine von diesen „alten“ Hypothesen und Grundannahmen freie Verfahren. Mal ganz abgesehen von drittens, dass wir von einer flächendeckenden, ausreichenden Versorgung mit qualifizierter Traumatherapie noch meilenweit entfernt sind, was das Risiko für die einzelne Betroffene, noch heute auf eine ungeeignete Psychotherapie zu treffen, deutlich erhöht.

    Wer heute eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten sucht, begibt sich in eine Art „Russisches Roulette“: Wenn er/sie Glück hat, trifft sie tatsächlich auf jemanden, die den Titel „Traumatherapeut/in“ zu Recht trägt. Mit noch mehr Glück findet man sogar eine gemeinsame Beziehungsebene (was ja auch nicht automatisch selbstverständlich ist!) Die Regel wird aber eher sein, dass er/sie auf eine/n der nach wie vor zahlreich praktizierenden Vertreter/innen der „alten Schulen“ trifft. Noch immer – das wurde bereits erwähnt – zählt die Psychoanalyse (neben der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie, die wiederum auf psychoanalytischen Elementen basiert) zu den einzigen drei Verfahren, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Entsprechend tummeln sich nach wie vor viele ihrer Vertreter/innen auf dem Psycho-Markt und noch schlimmer: nehmen weiterhin Einfluss auf Lehre und Forschung.

    Hier sei nur kurz an Klaus Schlagmann und seinen bislang weitgehend ignorierten Kampf gegen die Opfer verachtenden Thesen von Otto Kernberg, eines Hardcore-Vertreters der Psychoanalyse, erinnert. Kernberg darf bis heute auf Tagungen und Konferenzen, in Büchern usw. von sich geben, dass „eine Grundschülerin von noch nicht zehn Jahren den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater „in typischer Weise … als einen sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“ erlebe. Die erwachsene Frau, die wegen dieses Ereignisses unter schweren Depressionen leidet, müsse „ihre Schuld tolerieren“ (Kernberg, 1999, S. 13). Schlagmann fragt zu Recht: „Wie lange noch? Wie lange noch werden VertreterInnen einer Theorie à la Kernberg die Möglichkeit haben, auf Kosten von Krankenkassen die kindlichen Opfer von brutalster Gewalt systematisch zu beschuldigen und zu beleidigen? Wie lange noch werden sie auf diese Weise dazu beitragen, die Betroffenen in Verzweiflung und Resignation hineinzutreiben?“ (Mehr unter http://www.oedipus-online.de)

    Es ist eben längst noch nicht Allgemeingut (wie hier tw. der Eindruck verbreitet wird), dass gerade die Psychoanalyse für Betroffene von früher sexualisierter Gewalt schädlich ist. Das ist aber leider nicht das einzige Problem mit der Psychoanalyse, denn Freuds abstruse Hypothesen durchziehen die gesamte Psychiatrie und Psychologie, sind die Basis für viele viele bis heute bestehende Opfer stigmatisierende (und beschuldigende) „Diagnosen“. Bis heute ist innerhalb der Psychiatrie und Psychotherapie nicht sicher gestellt, dass die „Besonderheiten“ eines Opfers von sexualisierter Gewalt als (gesunde!) REAKTION auf die erlebten Traumata begriffen werden, statt als Ausdruck angeborener Persönlichkeitsdefekte. Noch 2003 schreibt Judith L. Herman („Die Narben der Gewalt“), dass „die Kategorien des bestehenden psychiatrischen Diagnosekanons durchweg nicht auf Menschen zugeschnitten [sind], die Extremsituationen durchgemacht haben.“ Und: „Wie andere Traumatisierte erleben Missbrauchsopfer in den Institutionen des Gesundheitswesens häufig falsche Diagnosen und Therapien. Ihre zahlreichen, komplexen Symptome werden oft nur bruchstückhaft und unvollständig behandelt.“

    Und HIERIN, also in dem völlig unzureichenden (Ausnahme: Traumaforschung) Diagnosekanon bzw. den falschen (weil das Trauma ignorierenden) Hypothesen und Grundannahmen liegt auch die strukturelle Gewalt, die u.a. Masson beklagt. Diagnosen zu erstellen und Behandlungen durchzuführen OHNE dabei die sexualisierte Gewalt bzw. die daraus resultierenden Traumata als ursächlich bzw. folgerichtig anzuerkennen, IST eine Form struktureller Gewalt. Psychologen, Psychiater, Mediziner usw. haben Definitionsmacht – auch das eine Form struktureller Gewalt. Solange sexualisierte Gewalt an Kindern kein öffentliches Thema war, wurde es gerade auch in der Psychiatrie und Psychotherapie (und bis heute weitgehend in der somatischen Medizin) in der Ursachenforschung weitestgehend übergangen. Stattdessen wurden den Patienten stigmatisierende Diagnosen und Falschbehandlungen zugemutet. DAS ist strukturelle Gewalt.

    Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an Alice Miller, die in ihrer Arbeit ebenfalls vielfach aufzeigte, welches Unheil durch die falschen „Helfer/innen“ angerichtet werden kann. Ihr verdanken wir auch das Hintergrundwissen, warum so viele Psychotherapeut/innen (und andere helfende Berufe) so lange wegsehen, wenn es um das Thema sexualisierte Gewalt geht: Weil sie selbst oft die als Kind erfahrene Gewalt verdrängen müssen/mussten. Diejenigen, die heute in helfenden Berufen arbeiten, sind ja nicht aus einer anderen Welt! Sie sind ebenso wie wir alle durch eine mehr oder weniger gewalthafte Erziehung gegangen. Die Traumaforscherin Ingrid Olbricht schreibt beispielsweise davon, dass gerade Traumatisierte „auffallend oft soziale Berufe“ wählen. So ist davon auszugehen, dass in mancher Psychotherapeutin, in manchem Arzt, manchem Psychiater usw. ein/e Betroffene/r steckt, die aber möglicherweise ihr Trauma verdrängt, bzw. über die Hinwendung zum sozialen Beruf versucht, sich selbst zu heilen. (Im Hinblick auf die Patient/innen muss hier also wieder von einem Missbrauch gesprochen werden!)

    Natürlich kann und muss schon gar nicht jede/r Betroffene in eine Selbsthilfegruppe! Dennoch möchte ich daran erinnern, dass viele von uns sehr viel Kraft daraus ziehen, dass wir uns via Internet mit anderen Betroffenen austauschen und uns so gegenseitig Mut zusprechen und stärken können. Die Betroffenenforen im Internet sind moderne Formen von „Selbsthilfegruppen“!!! Und dort findet sich auch ein beträchtliches Maß an Expert/innentum, das an mancher professioneller Stelle oder Einrichtung noch immer nicht anzutreffen ist.

    Wenn Masson davon spricht, dass Betroffene (Therapiesuchende) „verständnisvolle Freunde“ brauchen und „keine Experten“, dann sehe ich darin in erster Linie eine Metapher: „Experten“ sind Menschen, die mehr wissen als andere, die damit mehr Macht besitzen, also „über“ denjenigen stehen, die weniger Wissen haben. „Verständnisvolle Freunde“ dagegen agieren auf Augenhöhe. Insofern geht es meiner Meinung nach nicht darum, die Psychotherapie an sich abzuschaffen. Aber das Selbstverständnis der Psychotherapeut/innen muss sich ändern: Eben vom „Experten“ zum Menschen auf Augenhöhe. Das heißt nicht, dass er kein Fachwissen benötigt. Aber was er oder sie noch viel mehr benötigt (bzw. der traumatisierte Mensch, der sich in seiner Not an ihn wendet), ist Menschlichkeit, Respekt, Aufrichtigkeit, echte Zuwendung und die Bereitschaft, sich WIRKLICH auf das, was er erfährt, einzulassen.

    „Die moralische Haltung des Therapeuten ist daher von immenser Bedeutung. Es reicht nicht aus, wenn der Therapeut einfach nur einen „neutralen“ oder „unparteiischen“ Standpunkt bezieht. Er muss seinem Patienten gegenüber eine eindeutige Haltung der moralischen Solidarität einnehmen.“ (Judith L. Herman)

    „Von der Therapeutin oder dem Therapeuten sind Umdenken und Umlernen gefordert, ein Umstrukturieren auch der äußeren Therapiebedingungen in einigen Therapiephasen und insbesondere persönliche Integrität und klare ethische Vorstellungen. Bewusstwerdung und Selbsterfahrung bei Therapeut/Therapeutin haben in der Traumatherapie einen besonders hohen Stellenwert. Tabuisierungen, insbesondere eigene, müssen geklärt werden; ebenso muss der gesellschaftliche Konsens des üblichen Täterschutzes deutlich sein, der sich überall zeigt, in der Diagnostik, in der Einschätzung bzw. Verleugnung von traumabedingten Phänomenen, in den vielfältigen Schuldverschiebungen, in der unrealistischen Wertung der Traumafolgen und im Umgang mit den gravierenden Konsequenzen, ebenso in der Wortwahl für Opfer und Täter und in deren Bewertung. Die Co-Täterschaft der gesellschaftlichen Strukturen muss bewusst gemacht und infrage gestellt werden. Es geht in der Traumatherapie immer auch um Selbstüberprüfung, um Flexibilität, Achtung und Würdigung, es geht um mehr Empathie.“ (Dr. Ingrid Olbricht)

    Viele von uns wissen, dass dies keine Selbstverständlichkeiten sind. Noch immer nicht sind.

  16. Doro schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Pötter,

    ich freue mich sehr, dass mit Ihnen offenbar ein weiterer engagierter und hoffentlich qualifizierter Traumatherapeut den vielen, vielen Betroffenen zur Verfügung steht. Und ich nehme Ihnen gerne ab, dass in Ihrer spezifischen Ausbildung ein respektvoller und integrer Umgang mit Betroffenen Voraussetzung ist.

    Ich möchte Sie aber herzlich bitten, die ZAHLREICHEN negativen Erfahrungen von vielen Betroffenen nicht als Einzelfälle („hier und da“) abzuqualifizieren. Wenn Sie solche Erfahrungen nicht haben – prima! Aber sprechen Sie bitte uns anderen unsere Erfahrungen nicht ab. Es gibt hier auf NetzwerkB wie in anderen Foren genügend Threads, in denen Sie die teilweise Menschen verachtenden, häufig retraumatisierenden Handlungsweisen und Aussagen Ihrer Kolleginnen und Kollegen nachlesen können.

    Auch die einschlägige Fachliteratur gibt immer wieder Zeugnis von den teilweise in der Person des Therapeuten/der Therapeutin, teilweise aber eben auch in den Grundannahmen der einzelnen Verfahren angelegten Respektlosigkeiten, Stigmatisierungen und Verleugnungen, denen Betroffene von sexualisierter Gewalt auch bei Psychotherapeut/innen noch immer begegnen.

  17. Doro schreibt am :

    Eine letzte Anmerkung sei mir erlaubt, Herr Pötter: Ich habe mich gerade auf Ihrer Homepage umgesehen und konnte dabei in Ihrem Werdegang keine „Ausbildung zum Traumatherapeuten“ finden.

  18. hildegard schreibt am :

    Masson:
    „Und es ist tatsächlich nicht sehr schwierig, TherapeutInnen zu demaskieren, besonders wenn sie zu Ruhm gelangt sind. Wir brauchen nur zu lesen, was sie geschrieben haben, und früher oder später werden wir finden, was wir brauchen. Es erstaunte mich, als ich z.B. Fritz Perls las: In peinlicher Genauigkeit und offensichtlich voller Stolz erzählte er selbst, wie er es genoss, seine Patienten herabzusetzen, sexuell anzugreifen und ganz allgemein zu missbrauchen. Als ich in Esalen, Kalifornien, war, wo er residiert hatte, hörte ich viele Augenzeugenberichte über Menschen, die von ihm lächerlich gemacht worden waren und die sich anschließend töteten. Aber ich hörte nicht selten auch Bemerkungen wie die folgende: »Nun ja, Perls tat viele der Dinge, die Sie ihm vorwerfen, und noch viel mehr und schlimmeres; trotzdem bedeutet das nicht, dass er kein guter Therapeut war. Immerhin behauptet ein Therapeut nicht, oder sollte zumindest nicht behaupten, dass er ein perfekter Mensch sei.« Perfekt? Es ist sicherlich weniger als Perfektion, die wir von TherapeutInnen fordern, wenn wir von ihnen erwarten, im Umgang mit ihren PatientInnen kultiviert und höflich zu bleiben, sie nicht zu schlagen oder sie um finanzielle oder sexuelle Gefälligkeiten zu bitten oder sie gar in die Selbsttötung zu treiben (3). Darüber hinaus zu behaupten, wie viele meiner KritikerInnen es taten, dass ich Angriffe auf die Person unternahm, heißt zu vergessen, dass das Werkzeug eines Therapeuten bzw. einer Therapeutin seine bzw. ihre Person ist, und wenn diese Person korrupt ist, dann ist die Psychotherapie dazu bestimmt, diese Korruption widerzuspiegeln (4).“

    Nach unseren vielfältigen Erfahrungen auch der letzten 20 Jahre gibt es nicht nur prominentes „Unkraut im Weizen“ …

    Ob Seelenpfusch oder Tyrannei – nichts fehlt so sehr wie der AUSSTIEG aus einem zerstörerischen System, das den Personenkult kultiviert und in dem „geheiligte Professionelle“ über Traumatisierte alles zu wissen und deshalb auch über sie verfügen oder richten zu dürfen glauben. Denn Mensch bleibt Mensch – trotz langer Studien, trotz bester Spezialisierungen, trotz salbungsvoller Weihen …!

    Mir scheint, es braucht den ganz großen DENKUMSTURZ, wenn die Politik nicht länger dem Verfall menschlicher Qualität zusehen will in Justiz, Bildung, Medizin, Psychoszene -dem Wachstumswahn von Wirtschaft und Finanzen wird sie dabei auf die schlimmen Schliche kommen müssen, die schlicht Machtmissbrauch sind.

    Gestern sendeten die ARD einen sinnvollen Denkansatz in Sachen Menschenhandel zwischen Nigeria und Westdeutschland. Ermittler machen in unbezahlten(!) Überstunden (auf eigene Rechnung / als Freizeitjob?!) das, was dieser Staat als Staat nicht leisten will. Sie finden die Ursachen für Prostitution in den afrikanischen Ritualen, und dahinter steckt nichts als MACHT, Macht von Machos, die die Frauen und die Kinder fest „im Griff“ haben.

    Wie lange noch schauen auch die Ethiker dieser Welt diesem fatalen Treiben in den Sümpfen aus Schmutz und Schande zu?
    Wie lange noch lassen wir unsere Politiker die Demokratie auf die leichte Schulter nehmen?

    Wo bleibt da der Mensch?
    Wo bleibt da die intelligente Lösung für das immer noch viel zu weit verbreitete Problem des unselbständigen Denkens, des angstvollen Klammerns an marode gewordene alte Zöpfe?

    Zivilisation ist mit Untertanengeist nicht erreichbar. Untertanengeist basiert auf Angst. Angst um die Existenz haben zu müssen – das ist ein Faktor, den nur wahrhaft zivilisierte Obrigkeiten ihren BürgerInnen gegenüber ausräumen werden.

    Für eine menschenwürdige Politik sind Priester wegen ihrer fraglichen Einstellung zur Demokratie im eigenen System sicher nicht die richtigen Ratgeber – weder in Nigeria noch in Westdeutschland …

  19. Sarah Mohn schreibt am :

    @Wilma
    Freie Therapieformwahl finde ich gerade bei frühkindlichen Traumen sehr bedenklich. Da diese Berufsbezeichnung bis heute noch nicht geschützt ist. So dürfen Heilpraktiker mit einem kleinem Kürs – chen sich Psychotherapeut benennen, während es für eine Ausbildung zu einem Traumaspychotherapeuten Jahre benötigt.
    Im Studium, bzw. während der Ausbildung für „PsychotherapeutInnen“ wird regulär das Thema „Trauma durch sex. Gewalt in der Kindheit“ nicht einmal angeschnitten. Soviel dazu. Ich hätte da grooooße Bedenken, mit meinem Trauma zu jemanden zu gehen, der davon keinen blassen Schimmer hat, wie er damit umgehen soll. Solche „Psychotherapeuten“ sind doch komplett überfordert damit, das wäre so, als würde ich zum HNO – arzt gehen und ihn bitten, er möge sich der Knochenfrakturen annehmen.

  20. Sarah Mohn schreibt am :

    @Doro
    kannst du auch nicht finden, weil es bestimmte Voraussetzungen für die Ausbildung zu einem Traumatherapeuten gibt. Mindestanforderung: Akademisches (ärztliche oder pädagogisch, psychologisches)abgeschlossenes Studium mit Titelerwerb).

  21. @Doro: Da Sie mich direkt ansprechen – in meinen beiden Antworten habe ich konkret anerkannt, dass es solche Erfahrungen geben mag, und dass die tragisch sind. Also, woher Sie entnehmen, dass ich jemandem „etwas abgesprochen“ habe, ist mir schleierhaft. Und auf meiner Website finden Sie unter „Meine Qualifikation“ den Hinweis „Psychotraumatherapie nach dem Cur­riculum der DeGPT“. Reicht das?

  22. Doro schreibt am :

    Aus gegebenem Anlass:

    Im aktuellen Heft des DEUTSCHEN ÄRZTEBLATTs ist zu lesen:

    „Gemessen an den Haupt- beziehungsweise Erstdiagnosen beschäftigt sich die stationäre psychosomatische Versorgung überwiegend mit affektiven Störungen (59 Prozent; ICD-F3) und neurotischen, Anpassungs- und somatoformen Störungen (38 Prozent; ICD-F4) sowie mit Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen. Das Spektrum der Diagnosen in den psychiatrischen Fachkrankenhäusern ist vielfältiger. Hier werden auch Personen mit schizophrenen oder schizoaffektiven Psychosen (zehn Prozent; ICD-F2), hirnorganischen Störungen wie Demenzen (sieben Prozent; ICD-F0) oder mit Alkohol- und Drogenabhängigkeiten (31 Prozent; ICD-F1) behandelt. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie überwiegen Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen allein oder kombiniert (42 Prozent) sowie Reaktionen auf schwere Belastungen, Anpassungs- (19 Prozent) und hyperkinetische Störungen (14 Prozent). Repräsentative Stichproben von ambulanten Psychotherapiepatienten zeigen ein Überwiegen der Diagnosen von affektiven Störungen, somatoformen und Essstörungen.“

    Weder findet sich die Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-F43.1) noch gar die Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung. Stattdessen finden wir „Alkohol- und Drogenabhängigkeiten“, „Essstörungen“, „ Anpassungs- und somatoforme Störungen“ – was erwiesenermaßen alles FOLGEN von sexualisierter und anderer schwerer Gewalt in der Kindheit sein können!! „Schön“ finde ich auch die „Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen“ als häufigste „Diagnose“ im Kinder- und Jugendalter. Eine Schelmin, die Böses dabei denkt…

    Erwähnt wird auch noch, dass „die „Richtlinienpsychotherapie“ zu einer Gleichförmigkeit der abgerechneten Leistungen geführt“ habe. Zu der Vergütung der psychiatrischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen bestehe „eine dysfunktionale Diskrepanz, die dazu führt, dass SCHWERER KRANKE oder ALTE Patienten weniger „gern“ behandelt werden“. Gute Aussichten für ältere Traumabetroffene, nicht wahr????

    Mehr unter http://www.aerzteblatt.de/archiv/135932/Psychotherapeutische-Versorgung-Es-gibt-keine-Gesundheit-ohne-psychische-Gesundheit

  23. Ja, dann haben Sie nun den schlüssigen Beweis geführt. Dem kann nichts mehr entgegen gesetzt werden.

  24. rasch schreibt am :

    wer so etwas fordert, der unterstützt doch das blockieren eines Heilprozesses eines Opfers von sexualisierter Gewalt. Schlimmer noch, er unterstützt Machenschaften von Tätern und deren Strategien. Niemals würde ein Opofer die Kraft aufwenden können ohne fähige Therapeuten usw. um dem Teufelskreis der psychiatrie zu entrinnen. Zuwenig wissen studierte Ärzte doch noch über die posttraumatische Belastungsstörung. Zu schnell helfen sie bewusst oder unbewusst mit, Opfer in Schubladen zu sortieren und die Gefahr einer Fehldiagnose ist wohl nicht selten.
    Ist es etwa gewollt, dass heilende Opfer auf diese Weise bisher und immer noch zu leicht „entsorgt“ werden können. Also ich werde und werde diesen Eindruck einfach nicht los. Traumatische Reinszenierungen haben doch sogesehen absolut garnix mit Geisteskrankheiten oder schizophrenie oder Psychosen zu tun.
    Der Schock kann einem als Opfer da wirklich ins Fleisch fahren und wie wird Mann/Frau ihn (Fehldiagnosen) dann wieder los????
    Das geht doch dann auch wieder nur mit durchblickenden Profis……ohne diese hätten wir verloren!!!!!!

  25. anonym schreibt am :

    Die Diskriminierung von Opfern sexueller und anderer Gewalt
    ist im psychiatrischen System verankert. Wir werden geleugnet, durch
    Diagnosen weiter geschädigt. Die Ursachen bleiben unberührt.
    Das psychiatrische System ist ein Herrschaftsinstrument für Staat
    und Gesellschaft. Die Einzigen, die Interesse an der Wahrheit
    haben, sind Betroffene.
    Nur, welche Möglichkeiten bestehen sich zu wehren?
    Als persönlicher Protest bleibt nur für mich, die Auflehnung gegen diese
    Strukturen, die sich fast überall finden. Kritik an Fremdbestimmung
    und Unterdrückung und Ablehnung jeglicher Gewalt.
    Eine genaue Analyse dieser verbrecherischen Strukturen, als Basis
    für Kritik und praktisches Handeln wäre sicher von Vorteil.

  26. hildegard schreibt am :

    Rückblickend erkennen wir, WIE vergeblich und aussichtslos uns bis 2010 unser Ringen um die grundgesetzlich zugesprochene Autonomie erschien, die uns allzu früh geklaut wurde!

    Nochmals ein Dank vor allem an Norbert Denef und seine Plattform mit klarer Sprache und eindeutiger Haltung FÜR Betroffene – GEGEN staatlich unterstützte geschützte, verschonte, abgeschirmte, gesellschaftschädliche, menschenfeindliche, zerstörerische Täter-Seilschaften!

    In diesem Forum finde ich immer wieder ergiebige Überlebens-Quellen und auch mich von-meinem-eigenen-Vergangenheitsmüll befreiende Geister. Jedem und jeder Betroffenen kann ich nur raten, die zu sich selbst passenden Infos hier zu suchen und diese für eine reflektierte eigenständige Existenz umzusetzen.

    Über unserem ganz persönlichen Befreiungsbemühen (von den spezifischen Abhängigkeitsmustern) dürfen wir die wichtige Warnung von Masson niemals „… vergessen, dass das Werkzeug eines Therapeuten bzw. einer Therapeutin seine bzw. ihre Person ist, und wenn diese Person korrupt ist, dann ist die Psychotherapie dazu bestimmt, diese Korruption widerzuspiegeln”, Zit-ende – (was nach meiner Erfahrung NICHT NUR für Therapeuten gilt) …!

    Wie oft schon wechselten wir aus solchen Gründen intuitiv den Therapeuten, die Therapeutin! Wie sehr UNS immer wieder Leute aus unserer Umgebung und in Behörden mit ihrem korrumpierten (oft genug einnehmenden!) Wesen schadeten, davon könnten alle Überlebenden hier ein trauriges Lied singen.

    Wie VIELE mögen dieses verfluchte Vertusch- und Übertünch-„Gesellschafts-Spiel“ seit 1949 aber wohl NICHT überlebt haben …!

  27. elvira schreibt am :

    an Godehard Pötter,

    doch Missbrauch durch traumatisierte Helfer ist keine Seltenheit sondern die Regel, das ist mein Erfahren und haben Sie noch nie etwas von der transgenerationalen Traumaweitergabe gehört. Hoffentlich haben Sie genug Selbsterfahrung durchlaufen und sind ständig in Supversion.

  28. C.F. schreibt am :

    So viel Lüge und Betrug wie ich bei den sog. Psychotherapeuten miterleben mußte, habe ich sonst nur in meiner Kindheit erlebt.Es ist zum Schreien!!!

    Ich kann keinem mehr raten eine Psychotherapie zu machen.
    In einer Psychotherapie mußte einfach immer Angst haben, dass der Therapeut in irgendeiner Form ausrastet.
    In der Letzten Therapie u.a. Traumatherapie bei der Leiterin des Institutes für Psychotraumatologie in Springen bei Köln habe ich anscheinend zu viel Kritik am Verhalten der sog. Psychotherapeutin geübt und wurde dann quasi rausgeschmissen. Ich war zu gefährlich für die.
    Nun muß ich seit 6 Jahren dieses beschissene Kindheit alleine aufarbeiten.
    Seit 2 Jahren habe ich nun angefangen ein Buch über meine Kindheit zu schreiben und ich habe angefangen meine Gefühle in Bildern auszudrücken, wo niemand meine Gefühle mehr werten kann.
    Und ich beschäftigte mich seit Jahren mit unseren kriminellen Justiz.
    Meine Kinder haben auch Schaden durch all das und anderem Scheiß erleiden müssen, und sie müssen sich auch mit dem leidigen Thema Psychotherapie auseinandersetzen, das hätte ich Ihnen niemals gewünscht.
    Diese unglaubliche Gewalt in unserer Gesellschaft macht mír echt zu schaffen.

  29. rasch schreibt am :

    @ anonym
    dein satz:
    Eine genaue Analyse dieser verbrecherischen Strukturen, als Basis
    für Kritik und praktisches Handeln wäre sicher von Vorteil.

    ……jepp…wer weiss was dabei alles noch so ans Licht kommt.

  30. klaraklara schreibt am :

    „Es geht in der Traumatherapie immer auch um Selbstüberprüfung, um Flexibilität, Achtung und Würdigung, es geht um mehr Empathie.“ (Dr. Ingrid Olbricht)“
    Ich war mal in der Traumatherapiestation gewesen, die Ingrid Olbricht gegründt hatte. in meinem Fall fand ich von Empahtie keine Spur.

    Trotzdem bin ich nicht für die Abschaffung der Psychotherapie. Aus meienr Sicht fehlt es an:
    – Allgemeinwissen über sozial verursachte Psychotraumata, Täterstrategien und den Einfluss der Täter auf die Gesellschaft bei allen Psychotherapeuten und Helfrerberuflern (Täternahe Lehren müssten sie aus ihrem Lehrkanon herausschmeißen)
    – spezialisierten Traumatherapeuten mit wirklich geeignetem Therapiekonzept und auch großzügigen Abrechnungsmöglichkeiten mit den Krankenkassen
    – der menschlichen Entwicklung der Psychothearpeuten im Verlauf ihrer Ausbildung und danach. Ein auf Würde setzendes Therapiekonzept versagt, wenn die Therapeutin Angst vor GEfühlsausdruck hat oder der Patientin unreflektiert mit moralischen Bewertungen begegnet (männliche Traumatherapeuten hatte ich nicht).

    Zu Masson denke ich, dass das größere Problem das gesellscghaftliche Umfeld ist, in dem Psychotherapie stattfindet. Psycghotherapeuten entstammen heutzutage auch meist der Oberschicht und konnten sich im Falle einer von s. Ausbeutung in der Herkunftsfamilie geprägten Kindheit auch schlecht von der Herkunftsfamilie emanzipieren, da die Therapieausbildungen sauteuer sind und auf Finanzmangel oder auch ein paar Jahre Aufarbeitungsbedarf für die eigene Traumageschichte wenig Rücksicht nehmen.

    Aber auch mit einem fachlich und menschlich entwickelten Therapeuten kann es unendlich schwer sein, einen gangbaren Weg zu finden, um einerseits Trauma aufzuarbeiten und sich zugleich nicht in dem mit dem Trauma verbundenen, „emotionalen Wahnsinn“ zu verlieren. Das verdanken wir den Tätern.

  31. Doro schreibt am :

    Pressemitteilung des Universitätsklinikums Freiburg (28.03.2013):

    Psychotherapeutische Kompetenzen bündeln und vermitteln

    Land fördert Aufbau eines Kompetenzzentrums unter der Federführung des Universitätsklinikums Freiburg

    Die Universitätsklinika in Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Mannheim sollen unter Federführung der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg ihre psychotherapeutischen Kompetenzen zu den verschiedenen Störungsbildern und Methoden teilen und gemeinsame Fort- und Weiterbildungen koordinieren. Die Initiative „Kompetenzzentrum Psychotherapie“ wurde von der Medizinstrukturkommission ausgewählt, um die Vernetzung der baden-württembergischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Forschung, Praxis und Lehre voranzutreiben.

    Das Projekt wird vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in den nächsten zwölf Monaten mit 60.000 Euro gefördert; die Förderung wird 2014 für ein weiteres Jahr fortgesetzt.

    In Kooperation mit Experten für Psychiatrie, Psychologie, Psychosomatik sowie für Kinder und Jugendliche sollen neue modulare, störungsorientierte Therapieverfahren entwickelt werden, die je nach Erkrankung Ansätze verschiedener psychotherapeutischer Schulen kombinieren. Dabei wird großer Wert auf die empirische Überprüfung der Wirksamkeit gelegt.
    Darüber hinaus soll das Kompetenzzentrum eine baden-württembergische Forschungsplattform etablieren, die neue Maßstäbe für die Qualität psychotherapeutischer Studien erarbeitet und Anträge für anspruchsvolle Multizenterstudien der beteiligten Klinika unterstützt.

    Die gewonnenen Erkenntnisse sollen über das Kompetenzzentrum hinaus ermittelt und in die studentische Ausbildung integriert werden. „So können wir auf lange Sicht die psychotherapeutische Krankenversorgung im Land nachhaltig verbessern“, erläutert Prof. Dr. Mathias Berger, geschäftsführender Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg.

  32. Dirk schreibt am :

    Eine sehr Anregende Diskussion zum Buch. Mache selber ggerade eine sychologie Ausbildung und lese mir gerade sämtliche Kommentare durch.

  33. Celina schreibt am :

    Doro schreibt am 26.03.2013 über Kernberg:
    „Hier sei nur kurz an Klaus Schlagmann und seinen bislang weitgehend ignorierten Kampf gegen die Opfer verachtenden Thesen von Otto Kernberg, eines Hardcore-Vertreters der Psychoanalyse, erinnert…“

    Jeder der bereits schwer traumatisiert war und durch diese Unterstellungen von Kernbergs Thesen noch schwerer traumatisiert wurde, weiß wie ohnmächtig man ist und wie schwer das seelisch auszuhalten ist.

    Selbst angebliche Traumaspezialisten sind von Kernbergs Literatur angetan und empfehlen diese sogar noch weiter.
    Dr. Julia Schellong ist Vorstand von der DeGPT und gleichzeitig einer der Mitgründerin dieses Traumanetztes: http://www.traumanetz-sachsen.de unter Wissenswerter/Literatur/Literatur zum Thema Traumafolgestörung ist ein Buch von Otto F. Kernberg aufgelistet.
    Dr. Ursula Gast war ebenfalls Vorstand vom DeGPT.
    Auf der Internetseite von Klaus Schlagmann http://www.oedipus-online.de kann man links unten auf das Bild von Kernberg klicken, weiter dann unten auf „Lobbyarbeit für Kinderschänder“. Auf Bild 3 sieht man dann wie die Traumaspezialistin (Dr Gast mit Sonnenbrille) Dr. Kernberg zu seiner Festrede begleitet. Das ist nicht das einzige Mal, wo beide zusammen auftreten.

    Solange diese Vernetzungen bestehen, traue ich keinem mehr aus diesem Milieu. Jeder deckt den anderen. Kernberg und seine Lehre müssten sofort aus diesem Milieu entfernt werden. Er schadet den Menschen außerordentlich und stellt missbrauchenden Therapeuthen die perfekten Instrumente zur Verfügung.

  34. Doro schreibt am :

    „Schon während ihrer Ausbildung in ihrer Heimat Südtirol und später an einer Essener Klinik ist die Ärztin Monika Hauser (medica mondiale) fassungslos über das Ausmaß sexueller Gewalt, das ihren jungen und alten Patientinnen widerfährt – und über die Ignoranz ihrer KollegInnen, die diese Gewalt bagatellisieren und beschweigen.“

    (Zitat aus http://www.emma.de/news-artikel-seiten/die-wut-der-monika-hauser/)

    Die Fachärztin für Gynäkologie wurde 1984 promoviert. Seit mindestens dreißig Jahren also „bagatellisieren und beschweigen“ Ärzt_innen, aber eben auch Psycholog_innen, Psychiater_innen und andere im medizinischen Bereich Tätigen die sexualisierte Gewalt an Kindern (und Frauen). Damit haben sie sich zu Mittäter_innen gemacht. Und viele tun es bis heute.

  35. klaraklara schreibt am :

    Ich möchte meinen Kommentar vom 27. 3. differenzieren: in der betreffenden Klinik fand ich bei der für mich persönlich zuständigen Therapeutin, mit der ich Einzelgespräche hatte, null Empathie, mit den „Nebentherapeutinnen“ dort (Leiterinnen von themenzentrierten Therapiegruppen) erlebte ich zwei „Lichtblicke“. ABer die Einzelgespräche blieben schlimm genug. Nur mal so mein persönlicher Erfahrungswert.

  36. Margarete schreibt am :

    Ich denke, viele schwarze Schafe unter den Therapeuten sind selbst persönlichkeitsgestört, denen man die Zulassungt gab nach dem Prinzip „Arbeitsplätze schaffen um jeden Preis“ ,
    um die Arbeitslosenzahlen zu beschönigen….
    Wie es gerade beim NDR zu lesen ist, dass einem Täter nach der ersten Aufdeckung ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt wurde,. damit er eine andere
    Arbeitsstelle finden kann….

  37. slavica schreibt am :

    Zum Teil kann ich dem zustimmen, nicht aber der generellen Verurteilung. Ich die Lösung nicht in der Abschaffung, sondern in der Überarbeitung der Lehrmethoden.
    Obwohl, unabhängig von der Lehrmethode, wird es immer von der Persönlichkeit und dem Engagement des einzelnen Therapeuten abhängen, wie gut er einem Hilfesuchenden helfen wird.
    Als Coach arbeite ich mit vielen Menschen bei der die Therapeuten nicht den Zugang gefunden haben. Einige waren zuvor in Kliniken und mussten erfahren, dass sich die Situation drastisch verschlimmerte und sie zusätzliche Probleme bekamen.
    Wenn aber jeder Hilfesuchende genügend Gehör findet und der Behandelnde sich individuell auf ihn einstellt, (der genügend Basiskenntnisse, die den gesamten Menschen betreffen hat!) dann ist die Hilfe in kurzer Zeit und effizient da.
    Ich erlebe das so oft und freue mich, dass ich schon so vielen Menschen aud ihren Krisen helfen konnte. In vielen Fällen nahm ich mit den behandelnden Psychotherapeuten Kontakt auf und hatte bisher immer den Eindruck, dass sie bereit waren sich auszutauschen und das zusätzliche Coaching sehr begrüßt haben. Eine Psychotherapeutin aus München sagte der Patientin (Burn-Out) sie solle das Coaching unbedingt weiter in Anspruch nehmen, denn dieses könne sie mit ihrer Arbeitsweise nicht leisten.

  38. klaraklara schreibt am :

    @ Realmenschin
    vielen Dank für deine Rückmeldung!

  39. kristina schreibt am :

    danke euch für diese statements, ich finde mich so wieder in der erfahrung, dass die therapie nicht fuunktioniert wg. des Machtverhältnisses… bzw. manchmal schon, aber nur bedingt. danke ich bin so froh, euch zu lesen – hab auch therap. mißbrauch erlebt. hab zum glück eine unterstützende Neurologin.

  40. Karsten Rydzy schreibt am :

    Die Kritik an „Machtmißbrauch“,sowie auch Ignoranz und Produktion von Opfern falscher Therapie ist nötig,wenn auch nicht immer und überall schon dadurch „veredelt“,fair und berechtigt,wenn dies vom Blickwinkel des Mißbrauchsopfers kommt.
    Abschaffung jeglicher PT würde bedeuten,das kranke Kind kranker oder „dämllicher Therapeuten-„Eltern“ mit dem Bade wegzuschütten.
    Also bitte keine neue u.wiederum auch brutale Form emotionaler Vernachlässigung und Mißbrauchs durch Verweigerung psychotherapeutischer Hilfen propagieren.
    Die kassenfinanzierte PT verkommt z.Zeit tatsächlich zu einem „Fleischtopf“ ,aus dem sich eine große Zahl teils naiv „gutwilliger“teils versehentlich bis absichtlich unfähiger oder unwilliger Pseudotherapeuten bedient.
    Die traditionell revolutionäre Rolle Psychanalytischer Lehre als Wächter gegen Unterdrückung und Ausbeutung von Opfern der gesellschaftlichen Verhältnisse ist hierzulande
    zunehmend bedeutungslos geworden-bedarf einer Wiederbelebung u.darf nicht „totgeschrieben „werden!

  41. C.F. schreibt am :

    Suche Betroffene, die sich auch durch die unmenschlichen Psychotherapiemethoden von der Psychotherapeutin- Traumatologin Fr. Dr.Monika Becker-Fischer, aus Springen geschädigt fühlen.

  42. So Ri schreibt am :

    Auch ich habe zig Anläufe zu Psychotherapie u Klinikaufenthalte hinter mir. Bis auf 2 Ausnahmen fühlte ich mich nirgendwo verstanden, sondern im Gegenteil, wurde noch zusätzlich stark verunsichert. Alles wurde in Frage gestellt. Besonders ein Psychoanalytiker, bei dem ich mich auf die Couch legen musste und frei assoziieren musste, hat sehr sehr viel in mir kaputt gemacht.
    Und das alles kostet der Krankenkasse ein Heidengeld und bringt gar nix – schadet oft sogar mehr. Unglaublich

  43. Hubert schreibt am :

    Es ist ein Dilemma, dass die guten brauchbaren Therapistellen momentan fast restlos ausgebucht sind.
    Somit haben immer mehr von den schlechten ungeeigneten Therapeuten Gelegenheit, sich an den Traumatisierten auszulassen, mit dem vorrangigen Ziel, nur Geld zu verdienen. Dass sie damit oft nur weiteren Schaden anrichten, wurde oben bereits umfassend erwähnt.
    Ob sie sich dessen nicht bewusst sind, da bin ich mir nicht so sicher. Jedenfalls scheint es schwierig zu sein, diese Therapeuten durch eine geeignete Instanz zu überprüfen, weil sie das meistens vehement ablehnen. Dass das eher selten gelingt steht oben schon ausführlich beschrieben und will daher nicht näher drauf eingehen.
    So wie es momentan läuft, kann man wirklich über eine Abschaffung der jetzigen Therapieangebote mit ihrem Reglement nachdenken.
    Stellt sich am Ende doch die Frage, wer an dem Dilemma Schuld ist? Sicher doch der Patient, denn er ist nunmal derjenige, welcher nicht in Ordnung ist – oder? Es wäre zumindest eine einfache Erklärung.

  44. Emma schreibt am :

    Ich bin auf diese Seite bei meiner Suche nach Informationen gestoßen.
    Ich suche Informationen dazu, was man macht, wenn man im Laufe einer Therapie feststellt, dass der Psychotherapeut in seinem Umwandlungsbericht (KZT – LZT) ein Märchen verfasst. Er hat angebl. Zitate erfunden, Themen beurteilt, über die wir in KZT nie sprachen, meine Biographie falsch dargestellt (damit meine ich wesentl. Inhalte, nicht das Versehen im Datum) usw. Er übergab mir den Bericht, weil ich diesen haben wollte, mit den Worten, es würde nicht mehr alles so stimmen und ich solle es auch nicht zu ernst nehmen, manches habe so dargestellt werden müssen, damit die Therapie genehmigt werde.

    Aus versicherungsrechtlichen Gründen kann ein falsches Gutachten über mich gravierende Folgen für mich haben. Dieser Punkt macht mir große Sorgen.

    Dass das Vertrauensverhältnis zerstört ist und ich mit diesem Therapeuten nicht weiter arbeite, sofern ich überhaupt fortsetze, ist für mich eindeutig.

    Ich danke für alle Anregungen und Hilfestellungen dazu, wie ich mit der Situation umgehen könnte. Ich bin völlig unerfahren mit Therapien und dem Verfahren an sich.

  45. Marlis Fischer schreibt am :

    Hallo Emma,

    die einzelnen Bundersländer haben Psychotherapeutenkammern, die Therapeuten einen bestimmten Kodex vorschreiben. Hier ist als Beispiel der Link zur Therapeutenkammer NRW: https://www.ptk-nrw.de/de/patienten/patientenrechte.html
    Denen kann man mit Sicherheit die Angelegenheit schildern. Derartige Vorgehensweisen zu klären ist schließlich ihre Aufgabe.

    Wenn versicherungsrechtliche Dinge relevant sind, ist wohl zumindest eine Beratung bei einem Anwalt für Medizinrecht nötig, erstens, um mögliche rechtliche Vorgehensweisen zu klären und zweitens, um Deinen eigenen Schutz in der Versicherungsangelegenheit sicher zu stellen.

  46. Emma schreibt am :

    Hallo Marlis Fischer,

    danke für die Hinweise.

    Soweit ich weiß, wird der Umwandl.antrag an einen Gutachter geschickt und der Bericht landet nicht in meiner Akte der GKV. Wird dieser Gutachter aus einem bundesweiten Pool gewählt oder aus dem eigenen Bundesland?
    Richtig blöd wäre, wenn der Zufall eintreffen könnte/würde, dass die Vers. einen Gutachter beauftragt und ich an den gerate, der den Umwandlungsbericht erhalten hat.

    Vielleicht gibt es noch andere Ratschläge.

  47. KritikamMachtmissbrauch schreibt am :

    Hallo und guten Tag!

    Ich bin zwar keine direkte Betroffene/ Opfer von Monika Becker-Fischer, kenne sie nur aus einem Fernsehbeitrag und Artikeln. Da ich durch eine Psychoanalyse stark retraumatisiert wurde, hatte ich mich damals innerhalb der Fachwelt informieren wollen und natürlich dort dringend Hilfe gesucht, die sich nach außen hin – medienwirksam – damit angeblich tiefergehend beschäftigt haben.
    Daher habe ich ihrem Mann, oder ehemaligem Mann, Gottfried Fischer, Köln, glaube ich, eine Email zukommen lassen mit der dringenden Bitte, mir bei meiner akuten Retraumatisierung durch eine ihre Gegenübertragung aggressiv ausagierende Therapeutin zu helfen oder mir mitzuteilen, wie und wo ich Hilfe finde.
    Selbstverständlich kostete diese Anfrage große Anstrengung, denn ich fühlte mich sehr schuldig gegenüber der früheren Therapeutin.
    Und ebenso selbstverständlich bekam ich keine Antwort von ihm.
    Da verwundert es mich überhaupt nicht, dass nun auch „Mit-Opfer“ von Monika Becker -Fischer gesucht werden, sicher in völliger Verzweiflung. Denn auch Frau Becker-Fischer ist Psychoanalytikerin. Mir hat mal ein Professor aus der DPV – Psychoanalytiker -gesagt, dass Analytiker eher bekannt dafür seien, Traumata zu schaffen als zu beheben.

    Das Ganze verhält sich genauso mit der katholischen Kirche und ihrem eigenen Umgehen mit ihren Missbrauchsskandalen: man hat gar kein Interesse an Aufdeckungen von Missständen. Es wird nur zugegeben, was eh schon öffentlich geworden, also nicht mehr zu verheimlichen geht.

  48. Claudia Thielke schreibt am :

    Auch ich setze mich in eigener Betroffenheit , aber auch mit eigenem professionellen Fachwissen für die Abschaffung der Psychotherapie ein , da ich inzwischen alle Nachweise bundesweit sämtlicher Behörden besitze , die sich in der Öffentlichkeit als mögliche Anlaufstelle für betroffene Patienten , diese sich bei nachweisbaren Machtmissbrauch ihrer Scheintherapeuten tatsächlich nicht zuständig fühlen , der Rechtstaat die Täter schützt und finanziert von den Krankenkassen aller Patienten , hinter dem Rücken der Öffentlichkeit der Berufseid für bedeutungslos erklärt worden ist , Menschenrechte ebenso , Grund -und Psychotherapeutengesetze von den Tätern gestürzt worden sind mit eigenmächtige n Entscheidungen.Meine Biografie ist in Vorarbeit , denn heute zähle auch ich zu der ungezählten Masse an nachweisbaren Klinikopfern , die aus der ambulanten Versorgung ahnungslos mit dem Schein therapeutischen Angebot vorgetäuscht er Traumexpisitionen hinter Klinikmauern gelockt wurde , in die Fänge falscher Therapeuten geriet, nicht wissend , dass ich gar keinen Anspruch auf eine rechtstastliche Versorgung habe , dass gesamtes Personal bundesweit ausser rechtstastlicher Kontrolle ist , und mir wie allen Patienten das Missbrauchskonzept Göttinger Modell unterschlagen wurde , obwohl es jeden Patienten persönlich betrifft , sie ungefragt für vorgetäuschte Studien missbraucht werden , damit sich die Täter in der Öffentlichkeit als Helden der Fachwelt selbst inszenieren können .Ich möchte hier wie jede Gelegenheit aktuell nutzen , dass alle Patienten ab sofort und für die Zukunft immer mehr gewarnt sind , in diese vorgetäuscht en Kliniken zu gehen .Das sich sich erklären lassen , egal welche Diagnosen gestellt sind , von ihren ambulanten Fachmediziner , was es persönlich für jeden bedeutet und ausmacht , wenn bei ihm nicht professionell alle Symptome , in der Fachwelt Regression en genannt , unterbunden werden , sonder Alle Patienten !in ihre Symptome hineingetrieben werden , wie im Missbrauchskonzept lediglich verschiedenenste Formen Persönlichkeits gestörter Patienten benannt sind , durch ihr hohes Aggressionspitenzial bekannt , diese zur lebenden Waffe auf 2 Beinen werden .Es tobt der Mobb hinter Klinikmauern , es herrscht Psychoterror , Mobbing tagtäglich neu , Opfer liegen hilflos isoliert in Zimmern , ich selber stand unter absoluter Bedrohung und Todesangst , gesamtes Personal arbeitet unter der bösartigen Anordnung der unterlassene HilfeLeistung .Alle Patienten werden zusätzlich missbräuchlich angeordnet , Patient noch mehr handlungsunfähig gemacht , wer Widerstand leistet oder Scheintherapeuten angreift , wird writer verlegt in Bachbarklinikum auf geschlossene Stationen , ich konnte vor knapp 4 Jahren aus der Terrorhölle fliehen , suchte zunächst Hilfe bei Psychiatrischer Besuchskommission , bat um Konzeptüberprüfung , es ging writer Psychotherapeuten und Ärztekammern , Psychiatrie Fachausschuss plus Ministerien persönlich , Petitionsausschusse , bundesweit hoch hinaus , heute weiss ich , dass alle Hilferufe der Opfer in den Mülleimern der Behörden landen, alle bundesweit von Justiz , Politik und Medien isoliert gehalten werden , mundtot gemacht . und ich die Möglichkeit hatte , alle Beweise für alle Patienten zu bekommen , um das Schweigen zu brechen , sie irgendwann ihre Würde zurück zu erhalten , mit ihren Angehörigen , sie zerstören alle schon bereits zuvor traumatisierten Seelen vorsätzlich komplett , ich habe Suizidversuchen erlebt , ein Suizid wurde bekannt vor Ort , wril es die Scheintherapeuten nicht mehr verbergen konnte , Opfer werden immer mehr in Psychiatrien hineingetrieben , daraus entstanden dann auch Zwangseinweisungen ,vielleicht ist mit diesen Zeilen nachvollziehbar , warum ich nicht schweigen kann und darf .In allen anderen wird Betrügern das Handwerk gelegt , und immer wieder die schwächsten mit unsere r Gesellschaft , die bis heute schutzlos und der Willkür aller Täter hilflos ausgeliefert sind , so schrecklich , schamlos missbraucht werden .Ich habe den Inhalt des von mir abgelegten Berufseid nie vergessen , den konnte mir niemand berauben .Ich kämpfe für alle Patienten , egal welcher Diagnosen .Die Würde des Menschen ist unantastbar !

  49. Selma schreibt am :

    Vielleicht kann mir einer hier helfen. Es soll nicht zynisch klingen, aber es beruhigt mich zu hören, das auch aandere schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich bin 62 Jahre alt und war vor etwa 27 Jahren in einer psychosomatischen Klinik im Schwarzwald. Die Therapie war sehr schlimm, da die Therapeutin mich nur aufforderte nichts weiter zu erzählen, sie sei christliche Therapeutin und wolle lieber mit mir beten. Was für mich garnicht ging, da ich zwar glaube aber beten tue ich nur allein, das ist mir sehr wichtig, das gehört nur mir und geht niemanden etwas an. Ihr war es schon zuviel zu hören, das ich als Kind immer wieder Sonntags in Bergen Belsen mit meinen Eltern spazieren ging und dachte das sei ein Friedhof und es ziemlich normal fand das es Massengräber gibt. Auch bin ich gerne auf die erhöhten Gräber raufgeklettert und hab da oben drauf gespielt, da war ich dann größer.
    In dieseer Klinik war ein Krankenpfleger, den ich bei einem abendlichen Ausgang traf und der mir anbot mich zur Klinik zurück zu fahren. Er hielt dann ganz in der Nähe der Klinik auf einem einsameren Platz verriegelte die Türen und vergewaltigte mich.Ich konnte dann eine Situation nutzen und entkam aber ohne Bekleidung unten rum. Ich versteckte mich dann lange und ging dann mit behelfsmäßiger Bedeckung in die Klinik zurück.
    Auf Druck von Mitpatienten meldete ich es dann der Klinik. Mit der Konsequenz das man mich fragte warum ich das Leben eines Familienvaters zerstören wolle und dann wenige Tage danach wurde ich vorzitiert zum Chefarzt der mich aufforderte innerhalb von ca. 3- 4 Tagen die Klinik zu verlassen.
    Ich habe dann ca. 10 Jahre mit niemanden darüber gesprochen war lange in der Psychiatrie, hab nichts dort gesagt hatte gynäkologische Probleme. Habe auch erst nach 7 Jahren meinem Therapeuten einem Arzt davon erzählt. Ihm bin ich immer noch dankbar obwohl ich ihm das nicht mehr sagen konnte, weil ich am Ende der Therapie durchgedreht bin und nicht mehr hin bin und angerufen habe und verzweifelt vieleicht rumgeschrien habe ich habe auch mal die Tür zugeknallt. Tut mir alles heute so sehr leid.
    Ich habe dann eine Opferentschädigungsanerkennung bekommen, aber damit konnte ich bis heute nichts anfangen. Ich brauche immer noch einen Psychiater, er wie auch die anderen ignorieren das und nie hat einer mit mir darüber gesprochen. Ein Tabu? auch nicht mein guter Therapeut, erhat immer zu mir gesagt, das ist IIhre Zeit. Vielleicht habe ich sie nicht genutzt?
    Ich muß unbedingt darüber mal sprechen, da es mir so schlecht geht. uch habe zu garkeinen Ärzten mehr vertrauen und ich komme meistens richtig Scheiße rüber. Zum Glück gibts ca. 3 Fachärzte die freundlich zu mir sind. Aber ich habe eben soviele Schmerzen .Auch ist eine schreckliche Nachricht über den Vater einer alten Schulfreundin auch noch rausgekommen er hat Kinder mißbraucht. Der hat uns früher besoffen gemacht mit dem argument sodaß uns später keiner unter den Tisch saufen könne, so mit 11 -13Jahren, aber ich kann mich an mehr auch nicht erinnern. Zum Glück bin ich keine Alkoholikerin geworden und ich rauche auch nicht. Ein Lehrer übrigens. Ich frage mich auch ob Mißbrauch wenn man bewußtlos war einen hätte schaden können?
    Ich wünsche allen alles Gute!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  50. hildegard schreibt am :

    @ Selma

    Das war perfekte, besonders perfide Hypnose!

    Du musstest „abschalten“.
    Dein Unbewusstes hat alles aufgezeichnet.
    Dein Körper produziert Symptome und versucht dir verständlich zu machen was du [dir] ’nicht merken‘ durftest.
    Dieser Lehrer wusste was er tat und sollte für diese Taten heute noch zahlen müssen, …!

    Es handelt sich um Seelenmorde, die niemals hätten verjähren dürfen!
    Ein Politikum! – Kaum ein Politiker wagt das mit uns nach sieben Jahren(!!) laut und deutlich zu fordern.

    Dein „guter Therapeut“ lässt dich glauben, du habest deine Zeit nicht genützt – ist das nicht vorsätzliche Irreführung …?

  51. Esther schreibt am :

    Was wollt Ihr eigentlich Alle.
    Es zwingt Euch niemand Psychotherapie zu machen !!!
    Für spezielle Krankheiten gibt es spezielle Therapeuten !
    Ich kann auch bei einem Chirurgen, Orthopäden, Zahnarzt, Onkologen,Hausarzt, ect. … “ ins Kloh greifen „. Das kann mir auch nachhaltig psychisch und physisch schaden.
    Ich habe auch einige negative Erfahrungen auf der Suche nach psychotherapeutischer Hilfe machen müssen. „Schwarze Schafe “ gibt es überall !
    25 Jahre reicht meine “ PSychotherpeutische Erfahrung “ leider schon zurück.
    Als Schlussfolgerung kann ich nur sagen: Bei allen Fehlschlägen und Enttäuschungen- Ohne die Klinikaufenthalte und ambulanten Psychotherapien würde ich heute ( 64 Jahre alt- als Säugling erstmals vergewaltig ) nicht mehr leben !

  52. Selma schreibt am :

    @Hildegard
    Ich danke Dir für Deinen Kommentar. Ja vielleicht ist es so wie Du schreibst, ich verstehe es so das ich annehmen kann das da was passiert ist. Vermuten tue ich das auch. Allerdings seltsamer Weise aber erst nach dem ich erfuhr das er Kinder aus seiner Familie missbrauchte. Das fatale ist auch noch, das er der Vater meiner ältesten Schulfreundin ist, die hat mir das auch erzählt und bricht nun den Kontakt zu mir ab. Sie selber habe keinerlei Erinnerung das ihr vater ihr was angetan hätte, sie hält sich für viel zu stark und könnte sich auch glaube ich nicht eingestehen ein Opfer zu sein. Übrigens hat der uns Cognak gegeben.
    Hildegard wie geht es die denn?

  53. Linda schreibt am :

    Auch ich habe viel Therapie-Erfahrung, mit immer unterschiedlichen Diagnosen: Sozialphobie, Depression, Persönlichkeitsstoerung…Tatsächlich alles Begleiterscheinungen einer komplexen Traumafolgestoerung. Als ich jetzt eine Krise hatte und wieder Therapie machen wollte, habe ich meinen grenzwertigen Alkoholkonsum nicht mehr verschwiegen. Resultat: Das stand mit einem Schlag im Vordergrund, war für die Therapeutinnen wichtiger als mein eigentliches Anliegen, mein wirkliches Leiden: Reagiert wurde mit Druck, Erpressung, Entmündigung: Wenn ich Traumaherapie machen wolle, muesse ich zugleich meinen Alkoholmissbrauch angehen. Also noch eine Baustelle mehr, die für mich aber nur Symptom oder Begleiterscheinung ist. Eine Baustelle mehr, die im Moment eine zuviel ist. Eine Bevormundung von Traumapatienten, für die laut Experten wie Frau Reddemann gerade das Beharren auf Selbstbestimmung so wichtig ist. Aber diese Selbstbestimmung zählte bei meine Therapeutinnen nicht, statt Hilfe nur Macbtgeilheit. Das hat mich wieder getriggert, denn das kenne ich nur zu gut. Also Tschüss, den falschen Helfern und Helferinnen. Hilf dir selbst, dann hilft dir vielleicht ein Gott oder eine Göttin….

  54. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Die meisten ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten und Psychiater erkennen nicht ,wenn es sich um ein posttraumatisches Belastungssyndom handelt,d. h. sie stellen oft einfach die falsche Diagnose.Dann klappt es auch nicht mit der Therapie.Das kam in der Vergangenheit bestimmt noch viel häufiger vor.

  55. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Und zur Zeiten der Odenwaldschule wurden Betroffene und auch deren Eltern-vor allem Mütter-wenn sie sich wehrten ua in geschlossene Psychiatrische Abteilungen eingeliefertund „behandelt“.Meine Mutter war danach nur noch ein Wrack und in der Folge auch medikamentenabhängig.Dadurch hatte ihr Ehemann ,der Mittäter,der ua im Elternbeirat saß!!- und die Täter an der Odenwaldschule doch leichtes Spiel.Die Psychiatrie war ua immer auch schon dafür da „Gegner“ auszuschalten, wenn „man“ mit dem Strafrecht alleine nicht weiter kam,siehe z.B Psychiatrie unter den Nationalsozialisten!!!!

  56. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Z, B, der NS Psychiater Bürger Prinz,der nahtlos wie viele als Ordinarius nach 1945 weitermachen durfte auch als Ausbilder nachfolgender Ärztegenerationen.

  57. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Ein Schüler von ihm war z. B. Bochnik,der dann als Ordinarius für Psychiatrie an der Universität in Frankfurt tätig war und Bürger Prinz noch lange persönlich verbunden war.

  58. Marlis Fischer schreibt am :

    Rede von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zum 27.01.2017. Schon alleine beim Lesen dieser Rede treibt es einem die Tränen in die Augen, wie es auch Prof. Lammert geschehen ist. Eine Medizinerzunft, und hier allen voran die Psychiatrie, hat diese Verbrechen an „lebensunwerten“ Menschen, die einfach nur ihr Leben leben wollten, betrieben. Sie ist nie dafür zur Verantwortung gezogen worden. Im Gegenteil, diese „Mediziner“ haben nach dem Krieg Hochschulposten besetzt, ohne irgendwie juristisch behelligt zu werden. Prof. Lammert klagt dieses Versagen deutscher Justiz klar und deutlich an.
    https://www.bundestag.de/parlament/praesidium/reden/2017/002/490682

    @Ex-Odenwaldschüler,
    nein, sie stellen keine falschen Diagnosen, sie glauben felsenfest an den „wissenschaftlichen“ Nonsens, den sie von sich geben. Sie erfinden Erkrankungen, indem sie Verhaltensweisen von Menschen beschreiben und dann einfach hingehen und diese Verhaltensweisen für pathologisch erklären und damit mit einer Diagnose belegen. Und die ganze restliche Medizin, die ernsthaft versucht, sich wirklicher Wissenschaftlichkeit zu bedienen, applaudiert zu dieser Menschenbewertung.
    Es ist richtig, die Psychiatrie ist die soziale Kontrolle unserer Gesellschaft, die schick verpackt belastete Menschen für psychisch krank erklärt und ihnen damit jede Möglichkeit einer positiven Alternative nimmt. Ich frage mich immer noch, wie sie es geschafft hat, sich klamm heimlich das gesamte Gebiet der Traumatisierung und dissoziativen Störungen unter den Nagel zu reißen, ohne auch nur den Schimmer einer Ahnung zu haben. Ebenfalls die Psychosomatik hat sie einkassiert, wobei diese, meiner unwissenden Meinung nach, ein völlig eigenes medizinisches Fachgebiet darstellen müsste, da sie neurologisch hoch komplex ist.
    Die Berwertung, Etikettierung und Stigmatisierung von Menschen war vor 80 Jahren, wie auch noch heute, das Hauptanliegen der Psychiatrie. Sie ist der Hüter der Begriffe „normal“ und „unnormal“.

  59. hildegard schreibt am :

    … Psychiater glauben felsenfest an den „wissenschaftlichen“ Nonsens, den sie von sich geben. Machen Zahlen blind?
    Falsche Gesetzgebung schützt die Täter vor Verantwortung. Politische Ignoranz stellt die Moral auf den Kopf. Blind für das Recht.
    Die gesamte Gesellschaft erblindet. Blind übernimmt sie die Folgen von Seelenmord.
    Die Folgenlosigkeit für Seelenmörder brachte in Deutschland ungezählte um, Millionen Betroffene überlebten den Horror …
    Gestern meldete http://www.tagesschau.de/ausland/australien-kindesmissbrauch-101.html : Die Selbstmordrate von Opfern s.G. in einer australischen Diözese sei höher als die der Verkehrsunfälle …
    Wer lehrt endlich die Menschen logisches Denken?

    Herr, schick Hirn vom Himmel!

  60. Ernst schreibt am :

    @ Wilma
    Ich pflichte Ihnen absolut bei. Erst gestern habe ich mit dem Ethikverein telefoniert und wurde ständig unterbrochen. Die Analytikern stand einseitig auf der Seite des misshandelnden Kollegen.
    Alter Thread, aktuelle Erfahrungen!

  61. Taluah schreibt am :

    @ Wilma

    Hallo Wilma, deine Erfahrungen mit dem „Ethikverein e.V. – Ethik in der
    Psychotherapie“ werden von uns in einer Publikation zitiert, die demnächst
    erscheinen wird und um das Thema Beratungsethik kreist. Wir würden uns
    freuen, uns mit dir über bestimmte Punkte näher austauschen zu können. Die
    übermittelte E-Mail-Adresse ist eine Überbrückungskontaktadresse. Ich
    gehöre zu einer Gruppe von TGs (Therapiegeschädigte) und wir sind dabei,
    uns Gedanken zu machen, was man tun kann, damit sich die TG-Opferzahl
    endlich verringert.
    Name: Machtmissbrauch
    Mail-Adresse: gegen.machtmissbrauch [at] web.de

  62. Ka schreibt am :

    Danke fürs mitteilen auch ich habe einen Schaden erlitten durch das Therapie und Beratungssysthem und schon überlegt ob ich dort anrufen solle bei diesen Ethikverein aber nun verzichte ich gerne darauf ich möchte mich von der nächsten negativen Erfahrung schützen

  63. Pit Van Calvin schreibt am :

    Hm, ich bin dem ganzen Thema gegenüber auch eher kritisch geblieben, zum einen an der Wissenschaftlichkeit selbst, denn ganz viel in der Psychologie fußt auf Annahmen und Vermutungen, die auf den Annahmen und Vermutungen früherer Generationen aufbauen. Der methodisch nachgewiesene Anteil ist eher gering, die individuelle Unterschiedlichkeit in der Entstehung von Persönlichkeit offenbar noch nicht mal angekommen. Es gäbe so viel dazu zu sagwn, der Platz hier reicht nicht im Ansatz aus, Pro und Kontra. Psychologie musste erst evolvieren, die Psychoanalyse wird heute mehr oder weniger belächelt. Insgesamt hat auch der Therapeutenberuf seine Schwächen, und eine liegt wohl darin, dass der Begriff nicht geschützt ist, also sich praktisch jeder mit halbwegs Hirn und Ideen zum Therapeuten berufen kann. Dann braucht mabn eine ausgeklügelte Idee und kann mit teils auch sehr lustigen Methoden Therapie gestalten.
    Das, und die wenig wissenschaftlich fundierte Lehre machen aus Psychologie eher so etwas wie eine moderne Religion.
    Ich vergleiche Psychiatrie — obwohl da mehr Wissenschaft drin steckt – mit katholisch sein, und Psychotherapie mit evangelisch sein.

    Ein großes Problem stellen meinesErachtens auch die Diagnosekriterien dar. Zum Beispiel eine „Abweichung von einem bestimmten Wert“ … niemand wird wirklich sagen können, von welchem Wert diese Abweichung abweicht, und wer/was/welcher Faktorenverbund diesen Wert bestimmt. Im besten Fall ist das dann irgend eine gauß’sche Verteilungsformel bezogen auf gesamtgesellschaftliche Hochrechnungen … also wieder kein realer Wert.
    Für ein Buchprojekt über die Hintergründe reaktiver Depression ( nennt sich inzwischen depressive Reaktion ) habe ich das mal rauszuwerkeln versucht, auf welchem Modell-Menschen eigentlich die ganzen Devianz-Vorstellungen basieren. Da widerspricht sich die Zunft in den frohesten Farben und Nuancen, sodass man am Ende so etwas wie ‚anstandshalber konstruktive Willkür‘ dahinter zu vermuten bleibt.
    Jedenfalls im besten Fall, man könnte sich auch was Katastrophales bis Chaotisches denken, das darüber gebietet, wer wo überall nicht „normal“ funktioniert oder vereigenschaftet ist.

    Mit Therapie habe ich gute und schlechte Erfahrung gesammelt, so, wie einige hier. Eine Trauma-Therapie sollte möglichst früh nach dem Geschehen ansetzen, wurde mir gesagt. Bis zu 3 Jahre sollte ich warten, um einen Therapieplatz zu erhalten … da ergibt sich eine Differenz in der Behandelbarkeit.
    Verständlich zwar, weil es spezialisierte Trauma-TherapeutInnen so viele auch nicht gibt, und das Thema Traumatisierung sich nicht auf Missbrauchsfälle und sexualisierte Gewalt / Bedrohung oder Hörigkeitssituationen beschränkt.

    TherapeutInnen sind aber auch nur Menschen, und davon gibt es smarte und weniger smarte. Davon gibt eswiederum auch welche, die vielleicht religiös verortet denken, und wieder andere, die eher einen Esoterik-Drall drin haben, oder eher wiossenschaftlich denken. Man müsste länger suchen, um die/den Passenden zu finden, und das beißt sich wieder mit dem Ortsproblem und der Verbreitung, Therapiepklätze versus Klientenaufkommen.

    Es macht auch wenig Sinn, wenn TherapeutIn und KlientIn nicht miteinander klar kommen, das gefährdet jeden Therapie-Erfolg und überhaupt.

    Das Schlimmste, was mir unterkam, war die Empfehlung, mich bei „Gott“ für meine „wertvolle“ Erfahrung bedanken zu dürfen. Ich weiß noch nicht, ob das ein Test dazu sein sollte, wie hoch meine Toleranzschwelle für Hohn und Zynismus sei, oder ob es an der religiösen Denke des Therapeuten lag.

    Eine Therapeutin aus dem schwäbischen Raum hat mir sehr geholfen, ihr bin ich auch dankbar und hätte da gern weiter gemacht, die ging nach Luise Reddemann und Psychodynamisch imaginativer Trauma-Therapie. Allerdings hat die KV keine längere Therapie übernommen. Der Versicherungsmakler meinte, so einen kleinen Tötungsversuch, das steckt ein Mann doch locker weg. ( Damit muss man sich bei der verkehrten Versicherung dann einfach abfinden … )

    Insgesamt bin ich zu der Idee gekommen, dass man sich auch in gewisser Weise selbst therapieren kann, und grundeigentlich der/die Täter die Therapie brauchen, denn wir als Opfer haben keine „Störung“ in dem Sinne, wir zeigen Reaktionen auf das, was uns angetan wird oder wurde. Natürliche Reaktionen. Auch wenn das die Vertreter mit ihren „bestimmten“ Werten immer als überzogene Reaktionen darstellen, weil sie ihr Weltmodell von den Störungskategorien erhalten möchten — marktwirtschaftlich verständlicher Weise.

    Gute Freunde bräuchten viel mehr Menschen.
    Dann wäre die Therapie des mit einander Lebens schon ein halber Gewinn.
    Verständnis für den/die Täter könnt ihr behalten. Da ist das Verständnis aufgrund er Erfahrungen mit Jenen erschöpft.
    Das bleibt einem „vom Fach“ natürlich unzugänglich, denn durch Selbsterfahrung kann sie/er sich keinen Real-Eindruck von der Faktualität verschaffen.
    Wenn man einigermaßen humane Züge aufweit, wünscht man das auch Niemandem!

    Also insgesamt müsste man die Psychowissenschaften mal auf Herz und Nieren durchprüfen, bzw. auf den synaptischen Spalt hin ausfegen. Abschaffen ist da nicht so die vernünftige Lösung, aber mit etwas Fundament und Erkenntnis über individuell spezifische Komplexität und menschlichem Umgang mit einander müsste das werden können. Da mag ich Zuversicht investieren. Fachmensch & Klient müssen als ebenwerte Parteien aufgestellt sein, und als Klient sollte man die Wirkungswege oder angestrebten Mechanismen erklärt bekommen. Wer weiß, wie gemalt wird, malt eher schönere Bilder. Wer weiß, wie das Gehirn funktioniert, entwirft eher bessere Bewältigungsstrategien. ‚Der Mensch ist keine Maschine.‘ ( Dr. Reza Aram )

  64. Kim schreibt am :

    Hallo,

    ich teile diese Einschätzung, ja – empfinde das ganze System nur noch krasser. Nach allem was ich hinter mich gebracht habe, bin ich von Therapien überhaupt nicht mehr überzeugt.
    Da hab ich noch krassere Sachen gehört und leider erleben müssen.

    Nach 22 Jahren kann ich wohl sagen, das mir eigentlich nichts geholfen hatte, weder Therapien noch Medizin – letzte ist überhaupt keine Hilfe.

    Die gesamten Konzepte und das angeblich Wissen, kann in meinen Augen, doch schon überhaupt nicht passen und allenfalls eine oberflächlich Form sein. Doch in einer starren Schablone als Vorlage für jeden Betroffenen (Wissenschaft+Medizin)scheint wenig durchdacht und war zu- mindest für mich nicht, weil stur angewendet, nicht hilfreich.

    Aber – es gibt auch Ausnahmen! Nämlich dann wenn Ärzte und Therapeuten dem Patienten ihre Eigeneinschätzung lassen und sich damit kontrovers auseinandersetzen – um für den Patient eine echte Heilung bewirken zu können.

    Im übrigen, gibt es Seiten wie Schotterblume e.V. oder auch Tauwetter.de – für Männer. Dann wäre da noch Lara e.V. -welche sich jetzt jedoch stark auf die Psychiatrie stützen.
    Dennoch kann man bei letzterer – auch in der Not per Telefon nach einer Imaginationsübung bitten- welche direkt und in der Akutsituation durch das Telefon erfolgen kann.

    Ich denke im Nachgang – alles was ich sofort gebraucht hätte, wäre eine liebe Familie gewesen… und ich hätte diesen Gruselweg nicht gehen müssen. Und selbst wenn man in einer steckt – würde ich heute sagen, das ein WG-Leben mit „gesunden“ Leuten das einzig richtige gewesen wäre, weil ich dann alte Strukturen verlernt und gesundes Verhalten gelernt hätte. Doch wie alle, weiß man das selbst ja nicht, wenn man selbst drin steckt.

    Aus diesem Therapiewahnsinn wäre ich kaum rausgekommen.
    Ständig ist man am sich reflektieren, Diskutieren. Nicht betroffene tun dies nicht – und schon deshalb bin ich rausgefallen..

    Es gibt bestimmt auch Bücher über „Traumatechniken“. Und Entspannung und Abschalten kann ich gut mit intrumentaler Musik – meist Wellness-Musik genannt.
    Reddemann ist super. Aber man bewegt sich weiter.

    Wer gern mehr wissen will, dem empfehle ich die Seite von Peter Lehmann „Anti-Psychiatrieverlag“.

    Das psychosoziale – Netzwerk….

    Nach einer langen Odyssee – ich ich auch brauchte um mich zu entwickeln- habe ich mich irgendwann hingesetzt und mir gesagt: Jetzt muss mal Schluss sein mit diesem ganzen Therapiewahnsinn. Und ich habe angefangen mir alles zu erlauben und eben nicht mehr als krank oder mit einer Diagnose versehen, selbst zu diagnostizieren. Alles an mir ist normal und so wie es sein soll und darf. Denn ich bin so auf Grund meiner Geschichte – na und?

    In 22 Jahren – haben sich allehand von subjetiven getroffenen Diagnosen zusammengefunden…nee, für so viel schwachsinn hab ich keine Zeit mehr.

    Einfach leben!!!

    Traumatherapie – hört sich immer schön an. Wichtig auf die Behandlungsangebote zu schauen. Wichtig dabei: Imagination,
    kontruktive Bewegungstherapie, Yoga, Entspannung usw.

    Und hier die Frage an jeden Therapeuten: Kennt er sich mit sex. Missbrauchten Menschen aus? Mit geschlossen Pädophilenhaushalten? Pädophilie? usw.
    „Ebel-Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie“.

    Diese nimmt auch Akutfälle -sofort- auf!!

    Die Zimmer sehen toll aus, mit Schwimmbad, Yoga usw., an einem Berghang gelegen an einem See. Und ich denke, telefonisch könnte man da schon viel klären. Schaut mal rauf.
    Die sind auch für PTBS da! Und das Programm scheint mir da super zu sein. Aber nähere Infoś lasse ich mir gerade zusenden. Da – kann man auch eine KUR machen!! Und sie hat keine Psychiatrieabteilungen!

    Lg Kim

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