Bis zu 1000 Missbrauchsopfer bei den Grünen in den 80er und 90er Jahren

20.05.2015: DER TAGESSPIEGEL

Bislang schlossen die Grünen Täter in der eigenen Partei aus, doch nun legt ein Bericht Erschreckendes offen: Im Berliner Landesverband der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation der Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben.

In der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Berliner Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Das ist das Fazit eines Berichts, den die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener am Mittwoch vorstellen wollen.

Ein Kommissionsmitglied spricht von „bis zu 1000 Opfern“ sexueller Gewalt. Der Bericht bezieht sich auf pädophile Aktivitäten von Parteimitgliedern und Funktionären der Alternativen Liste in den 80er und 90er Jahren. Im 2014 vorgelegten Bericht des Göttinger Politologen Franz Walter, der für die Bundespartei die Missbrauchsvorwürfe untersuchte, waren die Vorgänge in Berlin nicht enthalten. Weiter lesen…

8 Kommentare

  1. Doro schreibt am :

    Zitat: „Im 2014 vorgelegten Bericht des Göttinger Politologen Franz Walter, der für die Bundespartei die Missbrauchsvorwürfe untersuchte, waren die Vorgänge in Berlin nicht enthalten.“

    Frage: Warum??

    Wurden diese Informationen – ähnlich wie bei der Untersuchung zum Kinderschutzbund – vorenthalten? Das würde ein zweifelhaftes Licht auf den – durch die Beauftragung des Göttinger Instituts ähnlich öffentlichkeitswirksam wie die Ankündigungen zur „Aufarbeitung“ bei der Kirche dargestellten – Aufarbeitungswillen der GRÜNEN werfen. Unterstützt wird diese These von der Tatsache, dass über den jetzt veröffentlichten Bericht der internen Aufarbeitungskommission hinter den (grünen) Kulissen offensichtlich bis zuletzt heftig gestritten wurde.

    Oder wurden diese Informationen von den Göttinger Forschern – absichtlich? – weggelassen? Das würde natürlich ein ebenso zweifelhaftes Licht auf das Forschungsinstitut und seine Vorstellung von unabhängiger wissenschaftlicher Aufarbeitung werfen. Selbst wenn sie nur „übersehen“ wurden, spricht das nicht gerade für das Institut.

    Die Antwort auf diese Frage wäre auf jeden Fall wichtig.

  2. Angela Ebert schreibt am :

    Die Partei ist bei jeder Partei immer zu schützen, die Partei steht vermutlich IMMER über dem Grundgesetz, dem Bürgerrecht, vermutlich auch über den Menschen-Rechten.
    Politiker sagen ja immer, ich bin ein treuer Partei-Soldat, logisch.

    Alles eine Interessen-Vereinigung, e.V. halt.

    Wir werden von Vereinen, politische Vereine mit unterschiedlicher Bezeichnung, die sich kaum noch unterscheiden, r e g i e r t.

  3. kar schreibt am :

    In diesem Zusammenhang dann doch sehr interessant die Einlassung eines einstigen Aktivisten der Grünen und heutigem Verleger v. Nachrichten für Homosexuelle.

    Siehe dazu: http://www.queer.de/detail.php?article_id=23812

  4. Angela Ebert schreibt am :

    @Lilly Maier,

    danke für diesen link! Macht er doch deutlich das es an Ernsthaftigkeit mangelt, überall, immer wieder das gleiche Spiel, es ist so ermüdent, so erschöpfend, so verantwortungslos, UND es macht SO WÜTEND!!!

    Die Heuchler/Innen in Amt und Würden, das ist Strafvereitelung im Amt, eine Straftat! Wer von einem Verbrechen Kenntnis hat muss das den zuständigen Strafverfolgungs-Behörden zur weiteren Ermittlung MELDEN!!! Wozu sind Staatsanwälte da? Das Minister durch Weisungen Straftaten verhindern können? Super Rechtsstaat, der Bogen ist weit überspannt, viel zu weit, sage ich.

    Nein, so geht das sicher NICHT!

    Wer sich nicht an Recht und Gesetz hält hat jedes Vertrauen verspielt, meine Meinung!

    Vertrauens-Vorschuss gibt es KEINEN mehr!!!

  5. kar schreibt am :

    „Wozu sind Staatsanwälte da? Das Minister durch Weisungen Straftaten verhindern können? Super Rechtsstaat, der Bogen ist weit überspannt, viel zu weit, sage ich.“

    Kann man sich schon fragen. Das Problem jedoch, das Strafverfolgung in Deutschland gerade hier – wenn überhaupt – nur noch Science Fiction ala Star Trek & co ist, bleibt weiter bestehen. Das wäre vielleicht anders, wenn es auch eine Partei von Betroffenen für (Rechte aller) Betroffene(n) gäbe, die zur nächsten Bundestagswahl anträte. Gehör verschaffen, das sollte die Devise sein.

    Man kann jedes Schloss öffnen, wenn man nur den richtigen Schlüssel dafür hat.

  6. hildegard schreibt am :

    kar, nach den heutigen Enthüllungen über die Wähler-Täuschungsmanöver des damals mit-verantwortlichen „Propagandaministers“ [Kanzlerin-Amt] bleibt nur noch zu hoffen, dass Obama vor oder nach seinem Abtritt für Klarheit in Menschenrechten für Kinder sorgt UND selbst Wahrheiten ans Tageslicht bringen lässt – immerhin verweigerte er der dt. Politik sich auf dieses hinterhältige Spielchen einzulassen, wollte ’no spy‘ NICHT als Option benennen …
    Systeme und Sub-Systeme lassen ‚Handhabung‘ einzelner Subjekte nicht mehr zu; das Subjekt werde im Überwachungsstaat von Überwachungsmärkten zum Projekt; der einzelne Mensch könne lediglich ‚herumfingern‘ – so etwa wurde ein Soziologe neulich zitiert …
    Im Parlament kann ich daher keine Zukunft für unsere Interessen sehen.

    In meinen Augen handelt es sich um ein System von Machtmissbrauch durch Politiker, Märkte und Medien – abgesegnet von Etikettenschwindlern der Kirchen.

    Dagegen hilft nur Enthüllung, Untergrundarbeit, Graswurzelbewegung – mir scheint, wir sind hier auf einem guten Weg und können es weitersagen …

    Vielleicht enthüllen Untersuchungsausschüsse der Zukunft mehr als Wahllügen …

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